Erzbischof Gössl würdigt den Verstorbenen als verlässlichen Seelsorger mit tiefem Glauben
Trauer um früheren Dompfarrer und Domkapitular Gerhard Förch
Das Erzbistum Bamberg trauert um den langjährigen Domkapitular und früheren Dompfarrer Monsignore Dr. Gerhard Förch. Er starb am Samstag (7. Februar) kurz nach seinem 82. Geburtstag, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt.
Erzbischof Herwig Gössl würdigte den Verstorbenen als einen Seelsorger mit großer Leidenschaft: „Monsignore Gerhard Förch hat über Jahrzehnte hinweg das geistliche Leben an unterschiedlichen Stellen im Erzbistum Bamberg und zuletzt in der Dompfarrei mitgeprägt. Dr. Förch war theologisch hochgebildet und stets interessiert an aktuellen Entwicklungen, nicht zuletzt in Fragen der Ökumene. Mit seiner Nähe zu den Menschen, seinem Engagement für die Jugendarbeit und seiner tiefen Verwurzelung im Glauben war er vielen ein verlässlicher Seelsorger und geistlicher Begleiter. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und vertrauen ihn der barmherzigen Liebe Gottes an.“
Gerhard Förch wurde am 27. Januar 1944 in Fürth geboren und 1970 zum Priester geweiht. Er war als Seelsorger in der Jugendarbeit aktiv, ab 1977 Diözesanjugendpfarrer und ab 1978 Domvikar und Leiter des Erzbischöflichen Jugendamtes. Ab 1984 war er Hochschulseelsorger und ab 1986 Pfarrer in St. Kunigund in Bamberg. Von 1994 bis 1998 wirkte er in der Pfarrei St. Ludwig in Ansbach, bevor er 1998 zum Dompfarrer in Bamberg ernannt wurde. Seit 1996 war er Mitglied des Domkapitels, 2000 wurde er Regionaldekan für die Dekanate Bamberg, Burgebrach, Hallstadt-Scheßlitz und Hirschaid. Er war zudem Mitglied in zahlreichen Kommissionen. Papst Franziskus verlieh ihm 2015 kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand den Ehrentitel „Kaplan Seiner Heiligkeit“.
Die Termine für das Requiem und die Beisetzung werden noch bekannt gegeben.
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Erzbischof Schick würdigt jahrzehntelangen Einsatz
Domkapitulare in den Ruhestand verabschiedet
Das Erzbistum Bamberg hat die Domkapitulare Hans Schieber und Peter Wünsche in den Ruhestand verabschiedet. In einer Feierstunde im Bistumshaus St. Otto würdigte Erzbischof Ludwig Schick am Dienstag ihren jahrzehntelangen Dienst in der Kirche von Bamberg in unterschiedlichen Funktionen. Zuletzt waren beide als Hauptabteilungsleiter tätig. Schieber verantwortete den Bereich Pastorales Personal und Wünsche leitete das Seelsorgeamt.
Hans Schieber wurde 1977 zum Priester geweiht. Nach seiner Kaplanszeit wurde er 1989 als Subregens stellvertretender Leiter des Priesterseminars, dessen Leitung er von 1994 bis 2007 als Regens innehatte. Danach wurde er Pfarradministrator in Nürnberg, bevor er 2010 die Leitung der Hauptabteilung Pastorales Personal und damit die Verantwortung für die Priester und Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie deren Fort- und Weiterbildung übernahm. In seine Zuständigkeit fielen auch die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle sowie die Prävention. Die Strukturveränderungsprozesse im Erzbistum habe er als „Motor und Kompass“ mitgestaltet, so Schick. Er habe stets für eine Atmosphäre des Vertrauens und der Wertschätzung und Achtsamkeit gesorgt. Schieber tritt mit dem Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren in den Ruhestand.
„Wir blicken voller Dankbarkeit und Wehmut zurück“
Peter Wünsche wurde 1982 zum Priester geweiht und schlug nach der Kaplan-Zeit die akademische Laufbahn ein als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Professor an der theologischen Fakultät. 2010 übernahm er die Hauptabteilung Außerschulische Bildung, bevor er 2012 in die Hauptabteilung Seelsorge wechselte. Zum Seelsorgeamt gehören zahlreiche Aufgaben von der Gefängnis- über die Krankenhaus- bis zur Arbeitnehmerseelsorge, die Kirchenmusik und die Jugendpastoral. „Ihr Herz schlug immer für die Seelsorge“, sagte der Erzbischof. „Sie haben das Amt so geleitet, dass die Seelsorge Kern und Herz des Bistums war und bleiben wird.“ Sein Einsatz und die Mitgliedschaft in über 30 Gremien habe ihn an die Grenzen der Gesundheit gebracht, sodass er vorzeitig in den Ruhestand tritt.
Für den Diözesanrat würdigte dessen Vorsitzender Günter Heß die sachliche, freundschaftliche und kreative Zusammenarbeit mit Schieber sowie die stets wohlwollende geistliche Begleitung Wünsches. „Wir blicken voller Dankbarkeit und Wehmut zurück“, so Heß.
Wünsche dankte in seinem Schlusswort seinen großartigen Mitarbeitern. Er freue sich auf eine Zeit mit weniger vollem Terminkalender. Schieber bedankte sich für die vertrauensvolle Kooperation und die menschliche Atmosphäre und wünschte sich für die Zukunft der Kirche, „dass Macht und Verantwortung mehr als bisher geteilt werden.“
Die Leitung des Seelsorgeamts übernimmt ab September Weihbischof Herwig Gössl. Die Hauptabteilung Pastorales Personal leitet zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben künftig Regens Ewald Sauer.