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Kulturboden

Zwei Wel­ten, zwei Stim­men – eine Liebe

„Tenor trifft Rockröhre“

Mit „Tenor trifft Rock­röh­re“ ver­schmel­zen Suzan Bak­er und Mal­te Mül­ler unter­schied­li­che Musik­rich­tun­gen. Das „Ober­main-Duo“ gas­tiert an die­sem Sonn­tag in Hall­stadt und Ende Juni auf der See­büh­ne in Bad Staf­fel­stein. Wie es zu die­sem Cross-over kam und wie sich ihre Wege kreuz­ten, erzäh­len die Power­frau und der eins­ti­ge Regens­bur­ger Dom­spatz, der mit diver­sen nam­haf­ten Sym­pho­nie­or­ches­tern in die Welt hin­aus­zog, im Gespräch.

Die Idee, Rock und Klas­sik zu ver­bin­den, ist seit den Beat­les nicht neu. Zumeist zele­briert in der Kom­bi­na­ti­on von Rock­band und Sym­pho­nie­or­ches­ter. Als Duo, bestehend aus Rock­röh­re und Opern­te­nor, indes ist die­se Ver­qui­ckung nahe­zu ein­zig­ar­tig. Seit 2024 ver­mi­schen die in Bad Staf­fel­stein leben­de Rock­sän­ge­rin Suzan Bak­er – einst Front­frau bei „MacLoud“ – und der aus dem klei­nen Lich­ten­fel­ser Stadt­teil Roth stam­men­de Mal­te Mül­ler bei­de Gen­res in über­zeu­gen­der Wei­se, nur beglei­tet von Gitar­re, Vio­lon­cel­lo und Kla­vier. So zu erle­ben am Sonn­tag, dem 22. März, um 19 Uhr im Kul­tur­bo­den in Hall­stadt und am Sonn­tag, dem 28. Juni, um 19.30 Uhr auf der See­büh­ne in Bad Staffelstein.

Wie es zu die­sem Cross-over (neu­deutsch für: Kreu­zung) kam und wie sich ihre Wege kreuz­ten, erzäh­len die Power­frau und der eins­ti­ge Regens­bur­ger Dom­spatz, der mit diver­sen nam­haf­ten Sym­pho­nie­or­ches­tern in die Welt hin­aus­zog, im Gespräch mit dieser/​m Zeitung/​Medium.


Wie seid ihr bei­den denn als San­ges-Duo zusammengekommen?

Mal­te Mül­ler: Ich habe Den­nis Lüd­di­cke, unse­ren Gitar­ris­ten, bei einer CD-Pro­duk­ti­on mit Weih­nachts­ver­to­nun­gen, die ich für die Akti­on „Hel­fen macht Spaß” ein­ge­spielt hab‘, ken­nen­ge­lernt. Als wir nach Coro­na end­lich ein Release-Kon­zert in der Stifts­kir­che Klos­ter Banz machen konn­ten, konn­te ich Den­nis‘ Part­ne­rin Suzan für einen Gast­auf­tritt gewin­nen. Mir war Suzan als Grö­ße in der Popu­lar­mu­sik bekannt, auch wenn ich sie bis dahin nicht per­sön­lich getrof­fen hat­te. Aber bereits von der ers­ten Pro­be an ver­stan­den wir uns sehr gut und fan­den uns auf glei­cher Wel­len­län­ge. Auch wenn wir musi­ka­lisch aus unter­schied­li­chen Wel­ten kom­men – Rock bezie­hungs­wei­se Sin­ger-Song­wri­ting und Klas­sik – haben wir uns gleich auf einer Ebe­ne getrof­fen: Die Lie­be zu guter Musik, egal aus wel­chem Bereich sie kommt und die Freu­de am Musi­zie­ren und das Wei­ter­ge­ben die­ser Freu­de an das Publi­kum ver­bin­den uns. Von unse­rem gemein­sa­men Auf­tritt inspi­riert, fass­ten wir direkt am Abend des Kon­zer­tes in Banz den Ent­schluss, auch in der Zukunft ein gemein­sa­mes musi­ka­li­sches Pro­jekt zu star­ten. Dabei war es uns wich­tig, dass sich kei­ner ver­stel­len muss. So inter­pre­tie­re ich mit gro­ßer Freu­de die unsterb­li­chen Rock- bzw. Pop­klas­si­ker genau­so wie bekann­te ita­lie­ni­sche Ari­en aus Oper und Kon­zert. Genau­so ist es bei Suzan. Für mich ist es immer ein beson­de­res High­light, wenn wir eini­ge Stü­cke im Duett sin­gen. Gera­de die unter­schied­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen von Suzan und mir machen die­sen beson­de­ren Reiz aus. Auch ist es uns wich­tig, den Cha­rak­ter eines Stü­ckes trotz neu­er Her­an­ge­hens­wei­se und Inter­pre­ta­ti­on nicht zu ver­fäl­schen. Dabei unter­stüt­zen uns unse­re her­aus­ra­gen­den Musi­ker, die auch aus unter­schied­li­chen Musik­wel­ten kom­men und für die­ses Pro­jekt zusam­men­ge­fun­den haben. Wir alle haben eine unglaub­li­che Freu­de und Spaß am gemein­sa­men Musi­zie­ren und wol­len unser Publi­kum aus dem All­tag her­aus­rei­ßen und mit­neh­men. Dank der wun­der­ba­ren neu­en Arran­ge­ments von Den­nis Lüd­di­cke kom­men bei­de Wel­ten immer zur Gel­tung, ohne sich zu verraten.


Wie erfolgt die Aus­wahl der Stü­cke fürs Repertoire?

Mal­te Mül­ler: Die Ideen kom­men von uns allen. Natür­lich ist Suzan mehr im Rock­be­reich bewan­dert als ich, wenn­gleich für mich die aus­ge­wähl­ten Rock­klas­si­ker kei­ne unbe­kann­ten Kom­po­si­tio­nen sind. Bei den klas­si­schen Stü­cken kom­men rela­tiv vie­le Ideen von mir. Aber auch hier ist Suzan sehr vor­ge­bil­det und hat gute Ein­fäl­le, wel­che Stü­cke sich für unser Pro­jekt eig­nen. Wich­tig ist für uns nur das Eine: Es muss gute Musik sein. Für mich als klas­si­schen Tenor sind vie­le Rock­stü­cke, die ich mit mei­ner klas­si­schen Stim­me inter­pre­tie­re, nicht weni­ger her­aus­for­dernd als man­che ita­lie­ni­sche Arie. Zum Teil erfor­dern sie einen gro­ßen Ton­um­fang und gehen in extre­me Lagen, genau­so wie ita­lie­ni­sche Arien.


Und wie fühlt sich die Zusam­men­ar­beit an?

Suzan Bak­er: Die Lie­be zur Musik steht bei unse­rem Pro­jekt im Mit­tel­punkt. Mal­te und ich haben uns sofort ver­stan­den, und selbst die Pro­ben mit ihm machen mir unglaub­lich Spaß. Ich bewun­de­re Mal­te dafür, wie er als Tenor, aus der klas­si­schen Musik kom­mend, sich so mühe­los in die Rock­mu­sik ein­füh­len kann und freue mich unglaub­lich, dass er die­ses span­nen­de Expe­ri­ment wagt. Für mich ist unser Pro­jekt “Tenor trifft Rock­röh­re” sehr inspi­rie­rend. Schon immer habe ich mich gern in frem­des, musi­ka­li­sches Ter­rain gewagt und dabei habe ich mir stets einen eige­nen Stil bewahrt. Mitt­ler­wei­le bli­cke ich auf 35 Jah­re Büh­nen­er­fah­rung zurück und habe mich immer wie­der neu erfun­den. Die Arbeit mit mei­ner dama­li­gen Rock­band MacLoud, die für ihre kraft­vol­len Auf­trit­te bekannt war, hat mich geprägt, und die­ser Ein­fluss spie­gelt sich bis heu­te in mei­nem Duo-Pro­jekt mit Den­nis Lüd­di­cke wider, mit dem wir seit 16 Jah­ren deutsch­land­weit tou­ren. Jetzt, durch unser Klas­sik-Pro­jekt und mei­ne Zusam­men­ar­beit mit Mal­te, öff­net sich mir wie­der eine völ­lig neue Welt – und das passt per­fekt zu mei­nem Drang, immer wei­ter zu wach­sen und mich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Durch Den­nis’ vir­tuo­ses Gitar­ren­spiel und die inspi­rie­ren­den Cel­lo­klän­ge ent­fal­tet sich eine völ­lig neue Aus­drucks­kraft. Genau das ermög­licht es mir, kraft­vol­le Stü­cke mit tie­fen, emo­tio­na­len Momen­ten zu ver­bin­den und das Publi­kum in eine ganz ein­drucks­vol­le Klang­welt mit unver­gess­li­chen Gän­se­haut­mo­men­ten mitzunehmen.


Wie oft tre­tet ihr im Jahr zusam­men auf und wo wer­det ihr über­all gebucht?

Suzan Bak­er: Unser Pro­jekt „Tenor trifft Rock­röh­re” stößt über­all auf gro­ße, posi­ti­ve Reso­nanz. Wir freu­en uns sehr auf unse­re bevor­ste­hen­den Kon­zer­te am 22. März im Kul­tur­bo­den Hall­stadt, sowie am 28. Juni auf der See­büh­ne Bad Staf­fel­stein. Da unser Pro­jekt noch rela­tiv jung ist, hof­fen wir auf vie­le, wei­te­re, schö­ne Kon­zer­te, beson­ders über­re­gio­nal und ste­hen dahin­ge­hend schon mit eini­gen Ver­an­stal­tern in gutem Kontakt.


Wie klappt das mit der Terminkoordination?

Mal­te Mül­ler: Natür­lich ist das nicht immer ganz so ein­fach. Neben Suzan und mir müs­sen auch noch unse­re Musi­ker ver­füg­bar sein. Manch­mal muss dann auch etwas, wenn mög­lich, ver­scho­ben oder ein Aus­weich­ter­min gefun­den wer­den. Da ich als klas­si­scher Sän­ger auch noch mit ande­rem Reper­toire auf­tre­te, ins­be­son­de­re hat es mir auch der Lied­ge­sang und die Ent­de­ckung ver­ges­se­nen Lied­re­per­toires ange­tan, muss alles gut koor­di­niert wer­den. Da Sin­gen Hoch­leis­tungs­sport ist, müs­sen auch immer Rege­ne­ra­ti­ons­pha­sen ein­ge­plant werden.

Kult-Sta­tus zwi­schen Kaba­rett und Comedy

Tom Ger­hardt

Der Köl­ner Komi­ker und Schau­spie­ler Tom Ger­hardt wur­de einer brei­ten Öffent­lich­keit vor allem durch den Kino­film „Voll nor­maaal“ (1994), des­sen Fort­set­zun­gen und die von 1999 bis 2010 aus­ge­strahl­te Sat. 1‑Fernsehserie „Haus­meis­ter Krau­se – Ord­nung muss sein“ bekannt. 40 Jah­re nach sei­nem ers­ten Büh­nen-Pro­gramm hat der sym­pa­thi­sche Enter­tai­ner jetzt sei­ne ver­rück­tes­ten und belieb­tes­ten Figu­ren in ein neu­es Solo-Pro­gramm gesteckt. „Vol­le Packung!“ ist unter­halt­sa­me Come­dy und Grund genug im locke­ren Gespräch mit Tom Ger­hardt sei­ne lang­jäh­ri­ge Kar­rie­re über­blicks­ar­tig Revue pas­sie­ren zu lassen.
Nach Abitur und Grund­wehr­dienst haben Sie zunächst stu­diert. Waren Ger­ma­nis­tik und Phi­lo­so­phie dann doch nicht das Rich­ti­ge für den wei­te­ren Lebensweg?

Ich war zunächst als frei­er Lokal­jour­na­list in Köln tätig, dann beim Fern­se­hen für Jür­gen von der Lip­pe und als sich spä­ter dann schlag­ar­tig Erfolg mit dem Come­dy-Pro­gramm „Dackel mit Sekt“ ein­stell­te, habe ich mich erst­mal für die Büh­ne entschieden.


Mit „Voll nor­maaal“ und den Fort­set­zun­gen „Bal­ler­mann 6“ (1997) und „Die Super­bul­len“ (2011) wur­den sie zum Komö­di­en­star. Im ers­ten Film spiel­ten Sie gleich drei Rollen?

Ja, Mega­proll Tom­mie mit der Pudel­müt­ze, Mega-Spie­ßer Die­ter Krau­se sowie Ekel­pa­ket Heinz. Film, Set­ting und Cha­rak­te­re, auch die der Fern­seh­se­rie „Haus­meis­ter Krau­se – Ord­nung muss sein“, basie­ren auf Figu­ren aus mei­nem wil­den Bühnen-Unwesen.


Zwi­schen Köln und Düs­sel­dorf herrscht in vie­ler­lei Hin­sicht Riva­li­tät. Mit der Band Die Toten Hosen ver­ste­hen Sie sich aber sehr gut?

Yo, aber lan­ge ist es her: Da habe ich für das Lied „Ram­bo-Dance“ auf dem Album „Kauf mich!“ (1993) das Intro ein­ge­spro­chen und sie haben bei „Voll nor­maaal“ einen Gast­auf­tritt und tref­fen auf mich, als es um den Kampf Düs­sel­dor­fer Alt­bier gegen Köl­ner „Rams­dor­fer Kölsch“ geht.


Mit der TV-Serie „Haus­meis­ter Krau­se – Ord­nung muss sein“ haben Sie sich end­gül­tig eta­bliert. Aus­ge­strahlt wur­de 1999 bis 2010 auf Sat1, 80 Epi­so­den in acht Staf­feln. Wer außer Ihnen war maß­geb­lich am Schrei­ben beteiligt?

Die Ber­li­ner Tho­mas Platt und Juli­us Grütz­ke – die haben schon für „Wer­ner“ Ideen ent­wi­ckelt. Mei­ne Köl­ner Muse Franz Krau­se (er spen­de­te damals sei­nen Nach­na­men), die ener­ge­ti­schen Münch­ner Timo Schmel­zer und Mar­tin Zelt­ner. Und Pro­du­zent Her­mann Weigel, der zusam­men mit dem unver­gess­li­chen Bernd Eichin­ger (unter ande­rem „Der Name der Rose“, „Der Unter­gang“) auch die­se Pro­duk­ti­on über­nom­men hatte.


Hat der Erfolg der TV-Serie vor allem mit der Beset­zung zu tun, die für eine deut­sche Sit­com äußerst pass­ge­nau aus­ge­wählt wurde?

Ich den­ke schon, denn die Fami­lie von „Die­ter Krau­se“ ist per­fekt: Ich rede von mei­ner Frau „Lis­beth“ (Ire­ne Schwarz), Die­ters Sohn „Tom­mie“ (Axel Stein) und sei­ner Toch­ter „Car­men“ (Jani­ne Kun­ze): Das geht nicht bes­ser. Und auch nicht zu ver­ges­sen mein Kurz­haar­da­ckel Bodo, „dat jute Tier“. Aber auch in ande­ren Rol­len haben die Dar­stel­ler geglänzt: zum Bei­spiel Die­ters Vor­ge­setz­ter „Herr Makiel­ski“ (Jür­gen Ton­kel), der Prä­si­dent des Dackel­club KTC 1881. e.V., meist Mar­tin Stier und natür­lich Die­ter Krau­ses bes­ter Freund: Her­bert Fink, die treue See­le, die von Die­ter scham­los aus­ge­nutzt wird. Herr­lich gespielt von Det­lev Redinger.


Ich fand vor allem die Epi­so­den beson­ders lus­tig, in denen Sie als Haus­meis­ter mit den Hip­pies Rudolf und Gesi­ne (´die ver­dam­mi­ch­ten Mari­hua­na-Rau­cher´) zu tun haben. Haben Sie Lieblingsfolgen?

Ja, da gibt‘s eini­ge, aber wo wir beim The­ma sind: Wenn Die­ter Krau­se „Raz­zia bei de Dro­gen­brü­der“ mit Kampf-Dackel Bodo gemacht hat, dann muss­te ich mich beim Dreh immer schwer beherr­schen, um nicht loszulachen…


Für Ihre Arbeit haben Sie eini­ge Ehrun­gen und Aus­zeich­nun­gen erhal­ten, dar­un­ter den Deut­schen Come­dy­preis. Was bedeu­ten Ihnen die­se Preise?

Ach ja – natür­lich freue ich mich über die Aner­ken­nung… aber für mich zählt ganz über­wie­gend das Publi­kum. Und übri­gens – der Come­dy-Preis: Seit ich vor eini­gen Jah­ren eine Art wokes Stand­ge­richt gegen Luke Mock­ridge ange­grif­fen habe, das wäh­rend der Show pathe­tisch ange­führt wur­de von Maren Kroy­mann und Hazel Brug­ger, die sich ver­an­lasst sahen, mit gewich­ti­gen Anschul­di­gun­gen, dafür aber ohne Bewei­se, dem „Ange­klag­ten“ Luke schlim­men Sexis­mus vor­zu­wer­fen und ihn aus dem Kreis der anstän­di­gen Komi­ker dau­er­haft aus­zu­schlie­ßen. Als ich die­se eil­fer­ti­ge woke „Gerichts­bar­keit“ als Lynch­jus­tiz bezeich­net habe, war Schluss mit lus­tig. Seit­dem wer­de ich nicht mehr ein­ge­la­den, hehehe… 


Haus­meis­ter Krau­se fand auch den Weg auf die Büh­ne. Läuft das Pro­gramm bis heu­te noch?

2022 hat­te das Thea­ter­stück von Dreh­buch­au­tor Franz Krau­se und mir Pre­mie­re in Essen. Und wir sind damit immer noch auf Tour­nee, im Herbst 2026 unter ande­rem in Soest, Hennef und Han­no­ver. Wir hat­ten schon über 500 Auf­füh­run­gen quer durch Deutsch­land. Nach einem inten­si­ven Jahr­zehnt mit Kino und TV fühlt es sich gut an, wie­der auf der Büh­ne zu ste­hen. Das galt zuvor auch schon für das Thea­ter­stück „Din­ner für Spin­ner“ von Autor Fran­cis Weber/​Regisseur René Hein­ers­dorff und die Komö­die „Ket­ten der Lie­be“, die wir auch sel­ber ver­fasst haben – mal wie­der mit Franz Krau­se. Da geht es um einen aus­ge­ras­te­ten Fan, der nicht zu brem­sen ist.


Mit ihrem 2010 gebo­re­nen Sohn Rodri­go haben Sie zusam­men ein Buch geschrie­ben. Um was geht es?

Wir wur­den durch den Klas­si­ker „Max und Moritz“ von Wil­helm Busch inspi­riert. So haben wir „Mats & Murat“ ent­wi­ckelt. Es geht um zwei Fle­gel aus unse­rer Zeit, zwei nichts­nut­zi­ge Kata­stro­phen-Kids und ihre respekt­lo­sen Strei­che. Und das Buch wur­de dann kon­ge­ni­al von Kaha Schroers illustriert.


Nach Hall­stadt kom­men Sie dem­nächst als Solo­künst­ler. Um was geht es in Ihrem Pro­gramm „Vol­le Packung!“?

Ich bin auch hier natür­lich in mei­ner Para­de-Rol­le als „Haus­meis­ter Krau­se“ zu sehen, spie­le aber auch diver­se ande­re Rol­len: Zum Bei­spiel Die­ters Toch­ter Car­men, Sohn Tom­mie – ja klar!, mit kul­ti­ger Pudel­müt­ze und obli­ga­to­ri­schem Aus­puff. Einen hyper-aggres­si­ven Weih­nachts­mann, ein gro­ßes, männ­li­ches Kör­per­teil, das sei­ne eige­ne, neue „Iden­ti­tät“ gefun­den hat…


Im Dezem­ber 2025 sind Sie 68 Jah­re alt gewor­den. Spielt die Ren­ten­pla­nung bereits eine Rol­le für Sie?

Nein, ich mache wei­ter, solan­ge das Publi­kum will. Wenn‘s denen Spaß macht, macht es auch mir Spaß!

Zwi­schen Punk­rock und epi­schen Klanglandschaften

Mat­ze Rossi

Der Schwein­fur­ter Song­wri­ter, Sän­ger und Gitar­rist Mat­ze Ros­si ist heu­te als bekann­ter Solo­künst­ler unter­wegs. Sei­ner umfang­rei­chen Dis­ko­gra­fie fügt er mit der aktu­el­len LP/​CD „Wunder.punkt“ neu­es Mate­ri­al hin­zu. Für ihn das per­sön­lichs­te und reflek­tier­tes­te Werk, das er je gemacht hat. Die dar­auf ent­hal­te­nen 10 Lie­der spre­chen von den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens, von der Ver­letz­lich­keit und von den klei­nen und gro­ßen Wun­dern, die uns prä­gen. Selbst­ver­ständ­lich geht er damit auch auf Tour­nee, am 16. Okto­ber ist er im Kul­tur­bo­den in Hall­stadt zu Gast.
Mit wel­cher Musik bist du als Kind/​Jugendlicher auf­ge­wach­sen. Wer hat dich beein­flusst, sel­ber Musik zu machen?

Ich bin mit sehr musik­be­geis­ter­ten Eltern groß gewor­den, bei uns lie­fen die Beat­les, die Stones, Bob Dylan, Jazz, Blues, aber auch Klas­sik. Das hat mir schon früh gezeigt, dass Musik mehr ist als Unter­hal­tung: Sie ist eine Spra­che, die Men­schen ver­bin­det, beru­higt und wach­rüt­telt. Mit 11 oder 12 war mir klar, dass ich selbst Musik machen und mit mei­nen Songs durch Städ­te und Län­der rei­sen möch­te. Damals habe ich auch mei­ne ers­te Band gegründet.


Hast Du pro­fes­sio­nell ein Instru­ment erlernt und ggf. sogar ein Stu­di­um mit Bezug zu Musik absolviert?

Als Kind hat­te ich vier Jah­re Kla­vier- und drei Jah­re Trom­pe­ten­un­ter­richt. Aller­dings hat­ten mei­ne Lehrer*innen nicht die Geduld oder viel­leicht auch nicht die Lust, mir das bei­zu­brin­gen, was ich eigent­lich machen woll­te. Oder ich war zu unge­dul­dig. Des­halb ist das, was ich heu­te spie­le, kom­plett auto­di­dak­tisch und intuitiv.


Wann hast du die Ent­schei­dung getrof­fen, als Songwriter/​Sänger dei­nen Lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen? War von Anfang an klar, auf Deutsch zu singen?

2015, nach dem Tod mei­nes guten Freun­des Wauz, Sän­ger der Band Red Tape Para­de. Bei einem Kran­ken­haus­be­such sag­te er mir, dass das Leben zu kurz ist, um sei­ne Lei­den­schaft und Bestim­mung nicht zu leben. Die­se Wor­te beglei­ten mich seit­dem. Ich habe schon immer auf Deutsch geschrie­ben, manch­mal auch auf Eng­lisch. Aber in mei­ner Mut­ter­spra­che kann ich mich am bes­ten aus­drü­cken, auch wenn es mir melo­disch oft leich­ter fällt, auf Eng­lisch zu singen.


Wie kam es, dass aus dei­nem Geburts­na­men Mat­thi­as Nürn­ber­ger der Künst­ler­na­me Mat­ze Ros­si wur­de. Gibt es da irgend­ei­nen Bezug zu „Signor Rossi/​Herr Ros­si sucht das Glück“, der ita­lie­ni­schen Trick­film-Figur von Bru­no Bozzetto?

Ja, abso­lut! „Signor Ros­si“ war eine prä­gen­de Kind­heits­er­in­ne­rung, genau wie ich, immer auf der Suche nach dem Glück. 2000 habe ich bei mei­ner Band Tag­traum einen Song mit dem Titel „Herr Ros­si“ geschrie­ben, und ab da blieb der Name an mir hängen.


Wie wür­dest du kurz dei­ne künst­le­ri­sche Ent­wick­lung zwi­schen der Band Tag­traum, dei­nem Debüt „solo(w) boy, so-low“ bis hin zum neu­en Album skizzieren?

Tag­traum war mein Leben, wir haben in ganz Euro­pa getourt, bis wir merk­ten, dass wir im Punk­rock alles gesagt hat­ten. Ich begann ruhi­ger und akus­ti­scher zu schrei­ben, wäh­rend die ande­ren ihre eige­nen Wege gin­gen. Aber eigent­lich hat sich nicht viel geän­dert: Ich beob­ach­te die Welt, spü­re die Men­schen und schrei­be Songs dar­über. Jeder Tag, an dem ich Musik machen darf, ist für mich ein High­light. Das größ­te Geschenk bleibt, wenn mir Men­schen nach Kon­zer­ten erzäh­len oder in Mails beschrei­ben, was sie durch mei­ne Lie­der erle­ben und was sie für sie bedeuten.


Auf den Band­kon­text hast du nicht durch­gän­gig ver­zich­tet. Mit Gas­ton und Signals To Air­craft gab es Grup­pen, deren Teil du warst. Bis heute?

Gas­ton war ein Ver­such, eine fes­te Back­ing-Band auf­zu­bau­en – finan­zi­ell aber schwer umzu­set­zen. Bei Signals To Air­craft habe ich als Gitar­rist gespielt, was ich sehr genos­sen habe, weil ich mal nicht im Mit­tel­punkt stand. Heu­te gibt es mei­ne „Alt­her­ren-Punk­band“ Bad Drugs, wir haben ein Album drau­ßen („Old Men, Young Blood“), aber wir sind eher eine Pro­be­raum-Band. Mit Ros­si selbst gibt es 2025 ein beson­de­res Band-High­light: Am 29.11. neh­me ich im Audio­lodge-Stu­dio in Schwan­feld mit Publi­kum mein drit­tes Live-Album auf – das ein­zi­ge Kon­zert mit Band.


Um wel­che Inhal­te geht es auf dei­nem neu­en Album „Wunder.punkt“? Pri­mär um rei­ne Unter­hal­tung, eine Art Info­tain­ment oder mehr um eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Gesell­schaft und Politik

„Wunder.punkt“ ist defi­ni­tiv kein rei­nes Unter­hal­tungs-Album. Die Songs sind wie klei­ne Fens­ter in mei­ne Gedan­ken- und Gefühls­welt. Da geht es um Ver­letz­lich­keit, Zwei­fel, Hoff­nung, Ver­lust, aber auch um die klei­nen und gro­ßen Wun­der, die uns allen begeg­nen. Retro­spek­tiv betrach­tet zieht sich vor allem ein The­ma durch: sich der eige­nen Ver­letz­lich­keit bewusst zu wer­den und dar­aus Kraft zu schöp­fen. Lie­der wie die Sin­gle „Gitar­re Stift Papier“ erzäh­len von mei­nem Weg, mit Musik mei­nen Platz im Leben zu fin­den, „Rot­wein­fla­schen­län­ge“ geht um ech­te Begeg­nun­gen und das Zuhö­ren, „Ich denk so oft an dich“ ist eine sehr per­sön­li­che Erin­ne­rung an mei­nen ver­stor­be­nen Freund Wauz und mit „Weit“ schaue ich fast sehn­süch­tig auf die Mög­lich­keit, dass wir alle die Schön­heit und Wei­te um uns wahr­neh­men und auf­hö­ren uns klein zu machen. Gesell­schaft und Poli­tik spie­len dabei immer indi­rekt mit, weil ich glau­be, dass per­sön­li­che Aus­ein­an­der­set­zung nie los­ge­löst von der Welt um uns her­um ist. Wenn wir über Nähe, Ver­lust, Ehr­lich­keit oder Hoff­nung sin­gen, dann ist das auto­ma­tisch auch ein Kom­men­tar zu unse­rer Zeit.


Wer unter­stützt dich in Sachen Boo­king und Label-Arbeit, oder bist du auch kom­plett selbständig?

Ich kom­me aus dem Punk­rock und DoI­tY­ours­elf ist mei­ne Lebens­de­vi­se. 2004–2015 habe ich alles auf mei­nem eige­nen Label Dancing In The Dark ver­öf­fent­licht. Von 2015 bis 2024 war ich bei End Hits Records, ech­te Lehr­jah­re was das Musik-Busi­ness angeht, zum Glück ist Betrei­ber, Oise Ronsber­ger, schon seit bald 30 Jah­ren ein guter Freund. Seit 2024 mache ich wie­der alles über mein eige­nes Label. Das Boo­king über­nimmt Grand Hotel van Cleef aus Ham­burg. Alles ande­re, Social Media, Patre­on, Manage­ment, mache ich kom­plett selbst. Ich bin sehr froh, dass mich mei­ne Fami­lie, allen vor­an mei­ne Frau, immer tat­kräf­tig unterstützt.


Wie wich­tig ist es dir Vide­os zu dre­hen und/​oder auf Social Media-Kanä­len prä­sent zu sein? Für hohe Reich­wei­ten muss man in der Regel auch ent­spre­chen­de Geld­sum­men einsetzen.

Klar, Social Media ist wich­tig, aber auch ein kapi­ta­lis­tisch getrie­be­nes Spiel mit Algo­rith­men. Ich ver­su­che, mich nicht abhän­gig zu machen. Ich bin über­all prä­sent, aber ohne Druck.


Was kön­nen alte und neue Fans von dei­nem Auf­tritt in Hall­stadt erwarten?

Mei­ne Kon­zer­te sind immer Über­ra­schun­gen, ich spie­le sel­ten nach einer Set-Lis­te. Ich las­se mich vom Publi­kum tra­gen und ent­schei­de spon­tan, wel­cher Song als nächs­tes passt.


Neben dem Künst­ler Mat­ze Ros­si gibt es auch die Pri­vat­per­son. Wie und wobei ent­spannst du abseits der Musik am besten?

Das ist ein flie­ßen­der Über­gang. Des­halb ist es so, dass ich immer zu viel mache und übe mich bewusst im „weni­ger machen“, oder wie mei­ne Kin­der sagen wür­den: im „Chil­len“. Ich lie­be es, mit unse­ren Hun­den im Wald zu sein oder mei­ner Frau bei den Pfer­den zu hel­fen. Da bin ich ein ziem­lich guter „Mis­ter“ und „Pfos­ten-in-die-Erde-Hau­er“.

Tan Caglar im Interview

„Rollt bei mir!: Wenn Träu­me lau­fen lernen“

Im Rah­men des Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­vals kommt Tan Caglar mit sei­nem Buch „Rollt bei mir!: Wenn Träu­me lau­fen ler­nen“ zur Lesung in den Kul­tur­bo­den Hall­stadt. Wir durf­ten ihn im Vor­feld interviewen.
Herr Caglar, mit Ihrem Buch „Rollt bei mir!: Wenn Träu­me lau­fen ler­nen“ kom­men Sie zur Lesung in den Kul­tur­bo­den Hall­stadt. Wie sehr freu­en Sie sich, beim zehn­jäh­ri­gen Jubi­lä­um des Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­vals in die­sem Jahr dabei zu sein?

Tan Caglar: Ich freue mich immer sehr, wenn es um mei­ne Bio­gra­fie geht, da die­se natür­lich nicht nur sehr nah an mei­nem Leben, son­dern mein Leben ist. Die­ses nun beim Lite­ra­tur­fes­ti­val tei­len zu dür­fen, ist eine gro­ße Freude.


Ken­nen Sie Bam­berg und gefällt Ihnen die Stadt?

Tan Caglar: Ich mag die Gegend sehr. Nicht nur land­schaft­lich. Als gro­ßer Bas­ket­ball-Fan, der ich schon immer war, kam ich nie an Bam­berg vorbei 🙂


In Ihrem Buch, das 2019 erschie­nen ist, erzäh­len Sie Ihre Auto­bio­gra­fie. Wie kam Ihnen die Idee dazu?

Tan Caglar: Ich wur­de immer öfter dar­auf ange­spro­chen, mei­ne Lebens­ge­schich­te mal nie­der­zu­schrei­ben, da die­se sehr bewegt war. Da gab es vie­le Facet­ten und Her­aus­for­de­run­gen. Als mir bewusst wur­de, dass es vie­le Men­schen geben könn­te, denen das etwas geben mag, hab ich mich dazu entschieden.


Möch­ten Sie den Leu­ten, die Ihre Lesung besu­chen, eine Mes­sa­ge mit auf den Weg
geben?

Tan Caglar: Ich glau­be nicht, dass es mei­ne Moti­va­ti­on Nr. 1 ist, Men­schen Tipps zu geben. Das wür­de ich mir nicht erlau­ben, da jede Geschich­te sehr indi­vi­du­ell ist. Aber es ist schön zu sehen, dass Men­schen aus mei­ner Geschich­te immer mal was für sich mit­neh­men kön­nen. Das wie­der­um moti­viert mich sehr. 


„Rollt bei mir!: Wenn Träu­me lau­fen ler­nen“ beschreibt auch Kli­schees über Men­schen mit Behin­de­run­gen, über­vor­sich­ti­ge Mit­bür­ger und Inklu­si­ons­pro­ble­me. In Ihrer Eigen­schaft als Come­di­an schrei­ben Sie dar­über selbst­ver­ständ­lich mit einer guten Por­ti­on Humor. Wie wich­tig ist Ihnen Humor im Alltag?

Tan Caglar: Humor ist für mich die wich­tigs­te Spra­che, um auch schwie­ri­ge The­men zu trans­por­tie­ren. Er räumt Unsi­cher­heit beim Gegen­über aus. Wenn wir auf Men­schen tref­fen, die Humor haben oder eine gewis­se Iro­nie, spü­ren wir oft eine gewis­se Erleich­te­rung. Die­se Power hat Humor. Und einem selbst hilft es min­des­tens genau­so, wenn nicht sogar mehr. Man darf auch nie ver­ges­sen: Humor ist aus dem Schmerz geboren.


Wel­che Ver­än­de­run­gen haben Sie seit Erschei­nen Ihres Buches für Men­schen mit Han­di­cap beobachtet?

Tan Caglar: Ins­ge­samt ent­wi­ckelt sich die Inklu­si­on in den letz­ten zehn Jah­ren sehr gut. Wir sind noch nicht so weit wie Ame­ri­ka, Kana­da oder Eng­land, aber das Bewusst­sein ent­wi­ckelt sich. Wenn mein Buch dazu einen klei­nen Bei­trag geleis­tet hat, wäre das ein gro­ßes Kompliment.


Gab es in Ihrem eige­nen Leben auch Ver­än­de­run­gen seit­dem und mit wel­chem Kapi­tel wür­den Sie Ihr auto­bio­gra­fi­sches Buch heu­te ger­ne ergänzen?

Tan Caglar: Als ich das Buch been­det hat­te, war ich noch kein Schau­spie­ler. Die­ser Bereich deckt einen gro­ßen Teil mei­nes Berufs­le­bens ab. Ich wür­de ihn ger­ne nach­rei­chen, da er mir viel gege­ben hat. Vor allem die Men­schen, die ich ken­nen­ler­nen durfte.


Der Come­di­an Bülent Cey­lan hat Ihr Buch mit einem Zitat auf dem Cover gewür­digt. Er ist in die­sem Jahr auch als Autor zu Gast beim Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­val 2025. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Tan Caglar: Bülent hat­te damals die „Bülent Cey­lan Show“ auf RTL. Dort hat­te er eine Rubrik, die nann­te sich „Tol­le Tür­ken“. Zu die­ser hat er mich ein­ge­la­den, weil er gese­hen hat, dass ich Bas­ket­bal­ler und Model war zu der Zeit. Also mit Come­dy hat­te ich noch nichts zu tun. In der Sen­dung hab ich dann Klimm­zü­ge mit ihm und Kaya Yanar gemacht. Eine tol­le Erfahrung.


Was ver­bin­det Sie bei­de und was mögen Sie an Bülent Cey­lan? Haben Sie sei­ne neue Kri­mi­ko­mö­die „Yal­lah, Mord!“ auch gelesen?

Tan Caglar: Bülent ist ein tol­ler Mensch. Trotz, dass er einer unse­ren größ­ten Come­di­ans ist, ist er sehr boden­stän­dig und kei­nes­wegs abge­ho­ben. Immer freund­lich, aber auf eine authen­ti­sche Wei­se. Ich mag ihn sehr. Das neue Buch konn­te ich noch nicht lesen, aber jetzt hab ich ja eins auf der Lis­te. Danke 🙂


Sie waren schon in unter­schied­li­chen Berei­chen tätig: als Para-Bas­ket­ball­pro­fi, Moti­va­ti­ons­trai­ner, Model, Stand-Up-Come­di­an und inzwi­schen auch als Schau­spie­ler. Etwa in der ARD-Serie „In aller Freund­schaft“ in der Rol­le des Chir­ur­gen Dr. Ilay Demir oder im Ber­li­ner Tat­ort in der Rol­le von Malik Aslan in der Mord­kom­mis­si­on. Wel­cher die­ser Beru­fe sagt Ihnen am meis­ten zu und wo sehen Sie sich in Zukunft oder wer­den wir Sie sehen?

Tan Caglar: Das Iro­ni­sche dabei ist, dass ich als Kind ent­we­der Arzt oder Poli­zist wer­den woll­te. Naja, jetzt kann ich wenigs­tens so tun, als ob 🙂 Was mei­ne Zukunft bringt, kann ich noch nicht genau sagen. Wenn ich irgend­was in die­sem Geschäft gelernt habe, dann dass alles unbe­re­chen­bar ist. Es ist wie in jedem Beruf, wenn du erfolg­reich sein willst, musst du dran­blei­ben und kämp­fen. Ich star­te die­ses Jahr erst­mal wie­der als Come­di­an durch. Ich bin mit mei­nem neu­en Pro­gramm „Der Teu­fel trägt Roll­stuhl“ in ganz Deutsch­land unterwegs.

Hall­stadt

Kul­tur­bo­den-Pro­gramm: Cover­bands, Kaba­rett, Songwriter

Letz­te Woche hat der Kul­tur­bo­den Hall­stadt sein neu­es Pro­gramm vor­ge­stellt. In der Spiel­zeit 2024 /​/​2025 tre­ten Cover­bands, Kaba­rett-Acts und ver­schie­de­ne Song­wri­ter auf.

Das Pro­gramm im Kul­tur­bo­den Hall­stadt, das bereits seit der Eröff­nung des Ver­an­stal­tungs­hau­ses im Herbst 2015 über die Gren­zen Ober­fran­kens hin­aus bekannt ist, bie­tet auch in die­ser Spiel­zeit eine viel­tei­li­ge Lis­te an regio­na­len und über­re­gio­na­len Künstler:innen. Vor allem Tri­bu­te- und Cover­bands sowie Kaba­rett­ver­an­stal­tun­gen und Song­wri­ter-Kon­zer­te wer­den in den nächs­ten Mona­ten nach Hall­stadt kommen.

So tre­ten im Okto­ber etwa die ABBA-Tri­bu­te-Band BABA Explo­si­on, UDOMAT und die Panik­ge­nos­sen – Deutsch­lands größ­te Udo Lin­den­berg Tri­bu­te Band, The John­ny Cash Show von The Cash­bags und Wei­ter­sa­gen singt Wes­tern­ha­gen auf.

Im Novem­ber steht „The Music of QUEEN“ an, die Red Hot Chil­li Pipers, ReCart­ney, eine Beat­les-Cover-Band, und die Tote-Hosen-Tri­bu­te-Band Opi­um fürs Volk.

Den Dezem­ber eröff­nen Marley’s Ghost, gefolgt von den Ulti­ma­te Eagles und Street Fight­ing Men, einer Rol­ling-Stones-Tri­bu­te-Band. Kurz vor Weih­nach­ten spie­len Viva La Vida Cold­play-Lie­der ehe Kil­mis­ter mit einem Tri­but an Motör­head das Jahr abschließen.

Kaba­rett und Songwriter

Aber auch Kaba­rett steht auf dem Pro­gramm des Kul­tur­bo­dens. Im Okto­ber eröff­nen Micha­el Altin­ger, Frie­de­mann Wei­se, Hel­mut Schleich, Julia Als­hei­mer, Sekt and the City und Mar­kus Lan­ger. Im Novem­ber fol­gen die Kay Ray Show, Ing­mar Sta­del­mann, Wigald Boning und Bern­hard Hoë­cker, Andre­as Rebers und Lisa Fitz.

Den Dezem­ber bestrei­ten Night­Wa­sh, Wolf­gang Krebs, Egers­dör­fer und Fils­ner, Vogel­may­er und Gery Ger­spit­zer, Fas­ten­pre­di­ger Wolf­gang Reich­mann und Hanu­ta Gonzales.

Musi­ka­lisch wird es erneut, wenn etwa Mar­tin Käl­be­rer, Pam Pam Ida, Wer­ner Schmid­bau­er oder Simon und Jan in Hall­stadt spie­len. Pip­po Pol­li­na tritt im Novem­ber auf, genau wie Andre­as Küm­mert und Band.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm, auch im Jahr 2025, hat der Kul­tur­bo­den online hin­ter­legt.