Kunstwerk für Demokratie, Respekt und Menschenwürde
Demokratie großgeschrieben – Graffiti-Projekt setzt sichtbares Zeichen an der Polizeiinspektion Bamberg
Wer künftig an der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt vorbeikommt, sieht es sofort: In großen Lettern prangt das Wort „Demokratie” an der Fassade – ein Graffiti, das Schülerinnen und Schüler der Graf-Stauffenberg-Schule gemeinsam mit der Polizei und einem professionellen Graffitikünstler gestaltet haben, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Ein Projekt der Partnerschaft für Demokratie Bamberg, das weit über die Wand hinauswirkt.
Von der leeren Wand zum Statement Entstanden ist das Kunstwerk an zwei Projekttagen, an denen aus einer schlichten Fassade Schritt für Schritt ein farbenfrohes Gemeinschaftswerk wurde. In weißen Maleranzügen und mit FFP2-Masken ausgestattet, durften sich die Jugendlichen zunächst mit ersten Zeichnungen und Namenszügen austoben. Nach und nach füllte sich die Fläche, während die Teilnehmenden im Umgang mit den Spraydosen zunehmend sicherer wurden. Nach einer anschließend aufgetragenen Grundskizze wurden erst die großen Flächen gefüllt, bevor sich die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt an die Details wagten. Der Graffitikünstler Norman Pfitzner alias AnpyArt stand dem Kunstkurs der Graf-Stauffenberg-Schule dabei mit Tipps und Tricks zur Seite – und legte zum Schluss selbst noch letzte Hand an.
Entwickelt wurde das Motiv von den Jugendlichen gemeinsam mit den Jugendkontaktbeamten der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt und dem Graffitikünstler. Im Vordergrund stand dabei die Botschaft, dass Demokratie großgeschrieben wird – im wahrsten Sinne des Wortes ziert der Schriftzug „Demokratie” nun deutlich sichtbar die Fassade. Bei der Entwicklung des Motivs setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Themen Respekt, Demokratie und Menschenwürde auseinander. Auch das soziale Miteinander stand im Fokus: Nur durch die gemeinsame Aktion aller Beteiligten konnte das Kunstwerk an der Fassade entstehen.
Die zentrale Botschaft ist unübersehbar – und das ist Absicht. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, andere respektieren und sich aktiv für unser gemeinsames Zusammenleben einsetzen. Dass das Wort ‚Demokratie‘ nun in großen Buchstaben die Fassade der Polizeiinspektion prägt, ist ein starkes Symbol: Demokratie muss sichtbar sein – und sie muss jeden Tag neu gelebt werden“, sagt Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp.
Das Projekt ermöglichte einen direkten und persönlichen Austausch zwischen Schülerschaft und Polizei und stärkte durch die kreative Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden. Gleichzeitig wurde Streetart als legale Kunstform im öffentlichen Raum erlebbar gemacht. Sichtbar im Stadtbild – auch nach dem Projekt.
Anders als viele Projekttage endet dieses nicht mit dem Aufräumen der Farbdosen. Die Fassade an der stark befahrenen Verkehrsachse bleibt dauerhaft bestehen und prägt damit auch künftig das Stadtbild. Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler ebenso wie für die gesamte Stadtgesellschaft bietet sie einen Anlass, immer wieder über die Werte hinter dem Motiv nachzudenken – mitten im Alltag, an einem Ort, den viele Menschen täglich passieren. Das Projekt entstand in Kooperation der Graf-Stauffenberg-Schule, der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt, dem Stadtjugendamt und dem Amt für Inklusion der Stadt Bamberg. Mitfinanziert wurde es durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!” im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg.
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Bamberg für Vielfalt, Menschenwürde und Gleichberechtigung
Erfolgreiche Internationale Wochen gegen Rassismus
Bei den 14. Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März hat Bamberg hat einmal mehr bewiesen, dass für Rassismus hier kein Platz ist. Über 20 Veranstaltungen luden dazu ein, sich unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ mit verschiedenen Facetten von Rassismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Ob Vorträge, Workshops, Lesungen, Filme, Musik oder kulinarische Begegnungen – das vielfältige Programm in Stadt und Landkreis Bamberg bot zahlreiche Gelegenheiten für Dialog, Reflexion und Begegnung auf Augenhöhe.
Anlässlich des 21. März, des Internationalen Tags gegen Rassismus, fanden in Bamberg kreative dezentrale Kreidemalaktionen statt. Den Höhepunkt bildete die traditionelle Kundgebung am Gabelmann, die ein kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Menschenwürde und Gleichberechtigung setzte.
Ein Highlight war der Plakat- und Filmwettbewerb, bei dem junge Menschen mit über 80 kreativen Plakaten und 12 Kurzfilmen ihre Haltung gegen Rassismus ausdrückten. Beim Projekttag setzten sich mehr als 200 Schülerinnen und Schüler in Workshops intensiv mit Themen wie Diskriminierung und Vorurteile auseinander.
Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg bedankt sich herzlich bei den zahlreichen Kooperationspartnerinnen und ‑partnern, Initiativen, Vereinen und Institutionen, die mit ihren Beiträgen diese Wochen möglich gemacht haben. Ihr Engagement trägt dazu bei, Menschenrechte und Demokratie zu verteidigen.
Wer sich an der Vorbereitung der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2027 beteiligen möchte, kann sich unter mib@stadt.bamberg.de melden. Gemeinsam stehen wir ein für eine Gesellschaft, in der Ausgrenzung keinen Platz hat!
Zahlreiche Institutionen und Initiativen unter einem Dach
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden organisiert vom Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MiB), dem Stadtjugendring (SJR), dem Jugendmigrationsdienst des SkF e. V., der offenen Jugendarbeit Bamberg (ja:ba) von iSo e. V., der Medienbildung des Erzbistums Bamberg, dem Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus, dem evangelischen Dekanat, dem Freiwilligenzentrum CariThek, der DGB Jugend, den Omas gegen Rechts und dem Bildungsbüro des Landkreises Bamberg.
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Diesjähriges Motto lautet „Menschenwürde schützen – aber von ALLEN!“
Startschuss für die 13. Internationalen Wochen gegen Rassismus
Vom 17. März bis 6. April 2025 setzen Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg ein starkes Zeichen für Menschenwürde und gleiche Rechte – unabhängig von ethnischer oder kultureller Herkunft, Religion, körperlichen Merkmalen, sexueller Identität, Orientierung oder Alter. Dank des großen Engagements zahlreicher Bamberger Initiativen, Vereine und Institutionen wird ein vielfältiges Programm geboten.
Bei einem Pressegespräch im Rathaus am Maxplatz präsentierten die Vorsitzenden des Migrantinnen- und Migrantenbeirats, Mitra Sharifi und Dr. Marco Depietri, gemeinsam mit Vertreter:innen beteiligter Organisationen das Veranstaltungsprogramm. Die zahlreichen Workshops, Seminare und Foren zum Austausch laden dazu ein, sich intensiv mit den unterschiedlichen Facetten von Rassismus und Ungleichbehandlung auseinanderzusetzen. Zudem schaffen sie Raum für persönliche Begegnungen und den Abbau von Vorurteilen.
Ein besonders wichtiges Datum ist der 21. März, der Internationale Tag gegen Rassismus. Deutschlandweit finden an diesem Tag Demonstrationen statt – auch in Bamberg. Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat lädt an diesem Tag zu einer Kundgebung um 17 Uhr am Maxplatz ein.
Bereits im Vorfeld sollen dezentrale Aktionen in der ganzen Stadt stattfinden – an Schulen, in Büros, Betrieben, Vereinen, Kirchen, Gemeinden und Nachbarschaften. Jede und jeder kann sich beteiligen! Setzen Sie ein Zeichen und organisieren Sie eine Aktion in Ihrer Umgebung.
Am 28. März 2025 findet um 16.30 Uhr im Jugendzentrum Bamberg die Preisverleihung des Plakat- und Filmwettbewerbs „Gemeinsam gegen Rassismus“ statt. Die begleitende Plakatausstellung zeigt kreative Werke junger Menschen. Für Schulen findet am 2. April 2025 ein antirassistischer Projekttag statt, an dem interaktive Workshops verschiedene Aspekte von Rassismus und Diskriminierung behandeln.
Das Gesamtprogramm der Wochen sowie weiteren Informationen ist abrufbar unter https://www.stadt.bamberg.de/Internationale-wochen-gegen-rassisimus .
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden organisiert vom Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MiB), dem Stadtjugendring (SJR), dem Jugendmigrationsdienst des SkF e.V., der offenen Jugendarbeit Bamberg (ja:ba) von iSo e.V., der Medienbildung des Erzbistums Bamberg, dem Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus, dem evangelischen Dekanat, dem Freiwilligenzentrum CariThek, der DGB Jugend, den Omas gegen rechts und dem Bildungsbüro von Stadt und Landkreis Bamberg.
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Karfreitagspredigt von Erzbischof Schick
„Die Kreuzigung Jesu war kein Justizirrtum“
Erzbischof Ludwig Schick hat in seiner Predigt am Karfreitag dem Pflegepersonal und den Ärztinnen und Ärzten für ihren aufopferungsvollen Einsatz für Corona-Patienten und alle Kranken gedankt. „Sie nehmen keine Rücksicht auf sich selbst, sondern opfern sich für ihre Mitmenschen“, so der Erzbischof.
Auch viele Angehörige seien für ihre Erkrankten zu Hause, in den Krankenhäusern und Altenheimen Tag und Nacht da. Sie folgten dem Beispiel Jesu, der bereit war, für die Liebe zu Gott und den Menschen ans Limit zu gehen und zu leiden.
Karfreitag soll dankbar machen
Jesus habe den Kreuzestod nicht gewollt, aber er habe ihm auch nicht ausweichen wollen. „Die Kreuzigung war kein Unfall, kein unvorhersehbares Schicksal, auch kein Justizirrtum. Jesus Christus war sich bewusst, dass der Tod am Kreuz auf ihn zukam“, sagte Schick und zitierte den Philosophen Sören Kierkegaard mit den Worten: „Die Wahrheit siegt nur durch Leiden.“ Die Wahrheit Jesu sei die Liebe zu Gott, zu jedem Menschen und zur ganzen Schöpfung. Diese Wahrheit bezeuge gleiche Würde für alle, die Grundrechte für jeden Menschen, Solidarität mit allen und Nächstenliebe zu allen.
„Für die Wahrheit der Menschenwürde und Menschenrechte, der Freiheit und der Gleichheit aller Menschen leiden auch heute Christen und Nichtchristen in autoritären Staaten, die von Ideologie, Korruption und Rechtlosigkeit bestimmt sind und wo Eliten nur für sich sorgen“, sagte Schick und nannte Weißrussland, Myanmar und China im Hinblick auf die Uiguren.
Der Karfreitag solle dankbar machen für Jesus, der für die Wahrheit Gottes gelitten hat und am Kreuz starb. „Er lädt uns ein, auch unsere Kreuze für die Liebe zum Nächsten, für Gleichheit und Einheit der Menschen auf uns zu nehmen, damit wir zum Sieg der Wahrheit beitragen mit unserem Leben und Handeln und wenn es sein muss auch mit unserem Leiden.“