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Stegaurach

ZAMMA RAMMA DAMMA 2025

Müllak­ti­on in der Gemein­de Stegaurach

Der Früh­ling ist wie­der in die Gemein­de Ste­gau­rach ein­ge­zo­gen und rund 70 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Gemein­de Ste­gau­rach haben sich auch in die­sem Jahr wie­der bei der gro­ßen gemeind­li­chen Müllak­ti­on ZAMMA RAMMA DAMMA engagiert.

Im kom­plet­ten Gemein­de­ge­biet wur­de flei­ßig Müll gesam­melt. Mit Hand­schu­hen aus­ge­stat­tet waren die Enga­gier­ten durch die blau­en Säcke in Ste­gau­rach samt Orts­tei­len bes­tens zu erken­nen und haben ins­ge­samt 618 Kilo­gramm Müll zusammengetragen.

Vor­ne mit dabei waren auch vie­le Ver­ei­ne aus der Gemein­de, zum Bei­spiel die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Debring oder die Gar­ten­freun­de sowie die Gemein­de­rä­tin­nen und ‑räte oder Hart­lan­de­ner Wald­kin­der­gar­ten-Fami­li­en. In See­höf­lein war wie­der eine Kin­der­grup­pe unter Lei­tung von Hei­ke Beh­rens flei­ßig dabei.

Die mit­täg­li­che Brot­zeit in der Feu­er­wehr­hal­le als Dan­ke­schön für alle Akti­ven wur­de wie­der ger­ne ange­nom­men und beim gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein bei Leber­kä­se- und Käse­bröt­chen gelang ein guter Aus­tausch zwi­schen allen Enga­gier­ten aus allen Gemein­de­tei­len. So wur­de über Hun­de­kot­beu­tel-Sta­tio­nen und ihre Stand­or­te und so man­chen kurio­sen Fund, wie Matrat­zen, Tisch­plat­ten und vie­les mehr dis­ku­tiert. Man konn­te sich nur wun­dern, was Mit­bür­ger alles in der Umwelt ent­sor­gen – und das trotz der aus­ge­feil­ten Müll­ent­sor­gung über den Land­kreis und den nahen Wert­stoff­hof. Im Sin­ne der All­ge­mein­heit geht hier der Appell an alle Mit­bür­ge­rin­nen und ‑bür­ger ihren Unrat bit­te fach­ge­recht zu entsorgen!

In der Woche vor der Müllak­ti­on sam­mel­ten außer­dem schon rund 150 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Grund- und Mit­tel­schu­le Alten­burg­blick in Ste­gau­rach und Müh­len­dorf allen mög­li­chen Unrat ein. Vom Auto­rei­fen über unzäh­li­ge Ziga­ret­ten­kip­pen bis hin zu Glas­fla­schen war alles dabei. So wur­den die Kin­der bes­tens sen­si­bi­li­siert, dass man sei­nen Müll auf kei­nen Fall in der Umwelt ent­sor­gen darf und was die­ses gedan­ken­lo­se Ver­hal­ten für schlim­me Aus­wir­kun­gen hat.

Nach­hal­tig­keits­pro­jekt

Ste­gau­rach: Vom Tra­fo­haus zur Ste­le der Biodiversität

Einen ech­ten Hin­gu­cker der Nach­hal­tig­keit bie­tet Ste­gau­rach seit eini­gen Tagen in der Hart­lan­de­ner Stra­ße. Denn zwei Künst­ler haben ein ehe­mals grau­es Tra­fo­häus­chen in den ver­gan­ge­nen Wochen auf­wän­dig bemalt. Nun soll der Turm ver­schie­de­nen Tier­ar­ten Unter­schlupf bieten.

Die Neu­ge­stal­tung des Tur­mes ist ein Teil des Pro­jek­tes „Ste­le der Bio­di­ver­si­tät“ der Gemein­de Ste­gau­rach in Zusam­men­ar­beit mit der Bay­ern­werk AG, dem Ver­ein Turm­sta­tio­nen Kreis Bor­ken-Coes­feld e.V., der Deut­schen Post­code Lot­te­rie und der ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­ti­on „Arten­schutz in Fran­ken“. Künf­tig soll dort ver­schie­de­nen Tie­ren Unter­schlupf zur Ver­fü­gung ste­hen, wie die Gemein­de mitteilte.

„Anstatt das Tra­fo­haus nach sei­ner lang­jäh­ri­gen Nut­zung abzu­rei­ßen“, sagen Bernd Fri­cke, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Ste­gaurachs, und Bio­di­ver­si­täts­ma­na­ge­rin Mari­on Mül­ler, „hat das Gebäu­de nun eine neue Funk­ti­on bekom­men.“ Denn in den letz­ten Wochen wur­de der Turm auf eine Art und Wei­se instand gesetzt, dass Fle­der­mäu­se und Gebäu­de­brü­ter wie die Mau­er­seg­ler dort leben kön­nen sol­len. Auch wur­den wei­te­re Unter­künf­te für Schwal­ben, Turm­fal­ken oder die Schlei­er­eu­le angebracht.

Benrd Fri­cke bedank­te sich für das Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten und für „ein wei­te­res Pro­jekt für die Nach­hal­tig­keit“ in der Gemein­de Ste­gau­rach. Nach der Instal­lie­rung eines „The­men­pfads der Arten­viel­falt“ gehe die Gemein­de nun einen wei­te­ren Schritt auf dem Weg zu noch mehr Artenvielfalt.

Tho­mas Köh­ler, Vor­sit­zen­der von „Arten­schutz in Fran­ken“, bezeich­ne­te das neu gestal­te­te Tra­fo­häus­chen außer­dem als „Mahn­mal für Arten­viel­falt“. Mit der „Ste­le der Bio­di­ver­si­tät“ wol­le man Wis­sen über die Arten­viel­falt an die nächs­te Gene­ra­ti­on weitergeben.

Eine Ver­bin­dung zwi­schen der Natur und der umlie­gen­den Land­schaft woll­ten die bei­den Künst­ler Micha­el Horn und Kars­ten Reck­zie­gel bei ihrer Gestal­tung der Tra­fo­turm-Fas­sa­de schaf­fen. Des­we­gen mal­ten sie bei­spiels­wei­se einen Wie­sen­knopf und den Schmet­ter­ling Wie­sen­knopf­amei­sen­bläu­ling auf die Fassade.

In ganz Ober­fran­ken gibt es laut Gemein­de­mit­tei­lung nur zwei Gebie­te, in denen der Hel­le Wie­sen­knopf­amei­sen­bläu­ling vor­kommt. Das größ­te davon sei Stegaurach.

Nun heißt es abwar­ten und hof­fen, dass die Lebens- und Fort­pflan­zungs­räu­me von den Tie­ren auch ange­nom­men werden.

Dorf­kü­che in Stegaurach 

Frisch, Regio­nal, Bio für die Jüngsten

Die Dorf­kü­che in Ste­gau­rach ist das neue Leucht­turm­pro­jekt für kuli­na­ri­sche Ver­pfle­gung in Ganz­tags­be­treu­un­gen auf höchs­tem Niveau. Ab sofort wird hier täg­lich fri­sches Essen für Kin­der der Offe­nen Ganz­tags­schu­le und Kin­der­ta­ges­stät­ten zubereitet.

Gesun­des, lecke­res Essen aus der Regi­on und am bes­ten in Bio­qua­li­tät frisch zube­rei­tet. Das ist die Königs­dis­zi­plin einer jeden Schul­kan­ti­ne. Genau die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len sich die Gemein­de Ste­gau­rach und der Jugend­hil­fe­trä­ger iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit e.V. in ihrem neu­en Koope­ra­ti­ons­pro­jekt „Dorf­kü­che“.


Gesund­heits- und Ernäh­rungs­bil­dung soll geför­dert werden


Von einem Quan­ten­sprung für die Kin­der­be­treu­ung in der Gemein­de war im Gemein­de­rat Ste­gau­rach die Rede, als die neue Frisch-Küche für die Kita-Schul­ver­pfle­gung vor­ge­stellt wur­de. Bis­her exis­tier­te eine Misch-Küche für die Offe­ne Ganz­tags­schu­le an der Grund- und Mit­tel­schu­le Alten­burg­blick. Nun wer­den auch die Kin­der­gär­ten mit frisch gekoch­tem Essen ver­sorgt. Gro­ßen Wert legen die Ver­ant­wort­li­chen künf­tig als gGmbH dar­auf, dass fri­sche, regio­na­le und gesun­de Spei­sen auf den Tel­lern landen.

Ers­ter Bür­ger­meis­ter Thi­lo Wag­ner freut sich sehr über die­ses Leucht­turm­pro­jekt in der Gemein­de: „Dass es uns gelun­gen ist, gemein­sam mit iSo e.V. die Essens­ver­sor­gung für die Kin­der in Ste­gau­rach neu und auf höchs­tem Niveau auf­zu­stel­len, macht mich nach jah­re­lan­ger Pla­nung wirk­lich froh.“ Mat­thi­as Gens­ner, Geschäfts­füh­rer von iSo e.V., betont auch das päd­ago­gi­sche Kon­zept hin­ter der Dorf­kü­che: „Durch gesun­des Essen und Ernäh­rungs­be­ra­tung soll die Gesund­heits- und Ernäh­rungs­bil­dung bei Kin­dern und Jugend­li­chen geför­dert wer­den. Die Kin­der sol­len wie­der einen Bezug zur täg­li­chen Ernäh­rung und zu regio­na­len Lebens­mit­teln erhalten.“

Am heu­ti­gen Mitt­woch war offi­zi­el­ler Start. Mit gro­ßer Freu­de begrüß­ten Ste­gaurachs Zwei­ter und Drit­ter Bür­ger­meis­ter, Bernd Fri­cke und Wer­ner Waß­mann, Oli­ver Mül­ler an sei­nem neu­en Arbeits­platz und über­ga­ben fei­er­lich das Küchen­zepter. Ab sofort wird sich der lang­jäh­ri­ge Koch um die kuli­na­ri­sche Ver­kös­ti­gung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Offe­nen Ganz­tags­schu­le sowie der Kin­der­gar­ten­kin­der der Kin­der­ta­ges­stät­ten kümmern.

„Noch ist alles neu und auf­re­gend“, gab Mül­ler, selbst Ste­gau­ra­cher und Vater drei­er Kin­der, an sei­nem ers­ten Arbeits­tag zu. Doch die pro­fes­sio­nel­le Rou­ti­ne, um jähr­lich 40.000 Essen aus der Fri­sche-Küche zu zau­bern, wird sich schnell ein­stel­len – da waren sich auch die bei­den Bür­ger­meis­ter sowie Michae­la Seel­mann, Per­so­nal und Öffent­lich­keits­ar­beit bei iSo e.V., einig.