17 Initia­ti­ven aus dem Erz­bis­tum für ihr Enga­ge­ment geehrt

Erz­bi­schof Gössl: Ehren­amt kann die Welt bewegen

4 Min. zu lesen
Gössl
Stiftungsrat und Erzbischof, v. l.: Oskar Klinga, Anja Münzel, Juliana Sitzmann, Erzbischof Herwig Gössl, Sonja Salzhuber, Björn Scharf. Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Christian Ganser
Sie orga­ni­sie­ren Zelt­la­ger, unter­stüt­zen älte­re Men­schen oder gestal­ten Got­tes­diens­te: 17 ehren­amt­lich akti­ve Grup­pen wur­den von Erz­bi­schof Her­wig Gössl im Rah­men einer Fei­er­stun­de im Bis­tums­haus St. Otto in Bam­berg aus­ge­zeich­net, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Die Ehrung wur­de von der Stif­tung für das Ehren­amt vor­be­rei­tet. Deren Geschäfts­füh­re­rin Julia­na Sitz­mann beton­te, wie wert­voll das Enga­ge­ment der Ehren­amt­li­chen sei. Des­halb brau­che es Ver­an­stal­tun­gen wie die­se, bei denen ihr Ein­satz im Mit­tel­punkt stehe.

Jedes Jahr wer­den stell­ver­tre­tend für alle ehren­amt­li­chen Initia­ti­ven eini­ge Grup­pen aus­ge­wählt. Die­se Aus­wahl sei aber nicht im Sin­ne einer Ska­la oder eines Wett­be­werbs zu sehen, wie Sitz­mann unter­strich. Viel­mehr sol­le sie zei­gen, in wel­chen ver­schie­de­nen Berei­chen Ehren­amt prä­sent ist. Die 17 Grup­pen waren des­halb einer der vier Kate­go­rien „Senio­ren“, „Lit­ur­gie und Kir­chen­raum“, „Begeg­nung, Gemein­schaft und Sozia­les“ und „Kin­der und Jugend“ zuge­ord­net, die jeweils von einem Mit­glied des Stif­tungs­rats vor­ge­stellt wurden.

Jede Grup­pe bekam von Erz­bi­schof Gössl eine Dan­ke­sur­kun­de über­reicht. Der Erz­bi­schof griff in sei­ner Anspra­che das Jah­res­mot­to des Erz­bis­tums auf: „‚Du bewegst die Welt‘, das passt sehr gut zu Ihnen allen.“ Durch ihren Ein­satz sei­en die Ehren­amt­li­chen für ande­re da und beweg­ten deren Welt.

Neben der Urkun­de erhiel­ten die Grup­pen eine finan­zi­el­le Aner­ken­nung. Das Geld ist nicht für die lau­fen­de ehren­amt­li­che Arbeit bestimmt, son­dern soll den Mit­glie­dern ermög­li­chen, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Björn Scharf vom Stif­tungs­rat ver­wies auf die Bedeu­tung des Ehren­amts, das die Stif­tung seit 25 Jah­ren för­dert. „Sie sind nicht nur Hel­fe­rin­nen und Hel­fer, son­dern auch Vor­bil­der“, sag­te er zu den Geehr­ten. Sie alle sei­en „Teil einer leben­di­gen Kir­che, die auch in Zukunft gut wir­ken kann“.

Bar­ba­ra Groß­mann, Bil­dungs­re­fe­ren­tin des NGL-Ver­bands im Erz­bis­tum Bam­berg, umrahm­te mit musi­ka­li­schen Ein­la­gen zwi­schen den ein­zel­nen Tei­len der Ver­an­stal­tung den Abend.


Grup­pen aus dem Bereich „Senio­ren“

Es wur­den drei Grup­pen aus­ge­zeich­net, die sich dafür ein­set­zen, dass „älte­re Men­schen zusam­men­kom­men kön­nen und Wert­schät­zung erfah­ren“, wie Anja Mün­zel es for­mu­lier­te. Der Senio­ren­kreis der Pfar­rei Hei­lig Drei­kö­nig in Forch­heim-Burk führt alle zwei Wochen einen Senio­ren­nach­mit­tag mit Kaf­fee und Kuchen, Bas­te­l­an­ge­bo­ten, gemein­sa­mem Sin­gen, Spie­len und Vor­trä­gen durch. Die Senio­ren­ver­ant­wort­li­chen der Pfar­rei­en Mariä Him­mel­fahrt in Schön­brunn und St. Vitus in Bur­ge­brach erstel­len ein abwechs­lungs­rei­ches Jah­res­pro­gramm mit vie­len Aus­flü­gen und unter­stüt­zen bei Behör­den­gän­gen oder Ein­käu­fen. Der Sach­aus­schuss Jung­ge­blie­be­ne der Pfar­rei Geburt Mari­ens in Hann­berg, der in die­sem Jahr sein 30. Jubi­lä­um fei­ert, berei­tet regel­mä­ßig Got­tes­diens­te mit anschlie­ßen­der Begeg­nung bei Kaf­fee, Kuchen und Häpp­chen vor, außer­dem besu­chen Mit­glie­der kran­ke Men­schen zu Hause.


Grup­pen aus dem Bereich „Lit­ur­gie und Kirchenraum“

Im Bereich „Lit­ur­gie und Kir­chen­raum“ wur­den fünf Grup­pen geehrt, die ent­we­der „beson­de­re For­men lit­ur­gi­scher Fei­ern vor­be­rei­ten oder sich um den äuße­ren Rah­men für die wür­di­ge Fei­er der Lit­ur­gie küm­mern“, so die ein­lei­ten­den Wor­te von Oskar Klin­ga. Die Früh­schicht in der Pfar­rei St. Peter und Paul in Zap­fen­dorf ist ein gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Ange­bot, bei dem im Advent und in der Fas­ten­zeit geist­lich-spi­ri­tu­el­le Impul­se mit Gebe­ten und Gesän­gen ange­bo­ten wer­den. Der Arbeits­kreis Gruft- und Kir­chen­füh­rer führt Besu­cher­grup­pen durch die Kir­che und die Koh­a­ry-Gruft in der Pfar­rei St. Augus­tin in Coburg. In Bam­berg gibt es den diö­ze­sa­nen Arbeits­kreis der Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten (Mini-AK), der die Mini-Grup­pen vor Ort unter­stützt, qua­li­fi­ziert und ver­netzt sowie das Gemein­schafts­ge­fühl stärkt, indem er bei­spiels­wei­se alle vier Jah­re eine Rom­wall­fahrt orga­ni­siert. Sing­freu­di­ge Men­schen jeden Alters kön­nen in Alten­banz und Banz in der dor­ti­gen Sing­grup­pe aktiv sein, die durch Kon­zer­te Spen­den für Stern­stun­den und ande­re Hilfs­pro­jek­te sam­melt. Die Kom­pe­tenz­teams Erst­kom­mu­ni­on- und Firm­vor­be­rei­tung der Pfar­rei St. Georg in Höchstadt a. d. Aisch beglei­ten in Zusam­men­ar­beit mit Gemein­de­re­fe­ren­tin und Pfar­rer Kin­der und Jugend­li­che auf dem Weg zu den bei­den gro­ßen Festen.


Grup­pen aus dem Bereich „Begeg­nung, Gemein­schaft und Soziales“

Wie Anja Mün­zel beton­te, ist Kir­che „mehr als nur das Gebäu­de und die Got­tes­diens­te, son­dern auch ein Ort der Begeg­nung und Gemein­schaft“. Vier Grup­pen, die die­sen Aspekt vor­bild­haft umset­zen, wur­den her­aus­ge­ho­ben. Die Vor­stand­schaft des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bunds (KDFB) in der Pfar­rei Bern­hard Lich­ten­berg in Hof setzt sich für die Ver­än­de­rung der Rol­le der Frau­en in Kir­che und Gesell­schaft ein und koope­riert auch mit dem ört­li­chen Cari­tas-Alten­heim. Eben­falls in Hof wird von einem ehren­amt­li­chen Team der Cari­tas Store Second Chan­ce betrie­ben, in dem mit gespen­de­ter Ware eine wür­de­vol­le Ein­kaufs­at­mo­sphä­re geschaf­fen wird und wo auch von Alters­ar­mut betrof­fe­ne Men­schen herz­lich will­kom­men sind. Das Team des Josef­läd­chens für Men­schen aus Stadt und Land­kreis Bam­berg ver­sucht, die Lebens­mit­tel­prei­se für Men­schen mit nicht aus­rei­chen­dem Ein­kom­men nied­rig zu hal­ten. Fünf ehren­amt­li­che Per­so­nen in der Pfar­rei St. Johan­nes der Täu­fer in Kro­nach berei­ten ein­mal pro Monat nach einem Got­tes­dienst am Frei­tag­vor­mit­tag ein Kir­chen­kaf­fee im bar­rie­re­frei­en Pfarr­zen­trum vor.


Grup­pen aus dem Bereich „Kin­der und Jugend“

Die fünf aus­ge­zeich­ne­ten Grup­pen aus dem Bereich „Kin­der und Jugend“ ori­en­tie­ren sich nach den Wor­ten von Son­ja Salz­hu­ber an den Anlie­gen und Bedürf­nis­sen jun­ger Men­schen und set­zen damit auch Zie­le des neu­en kirch­li­chen Jugend­plans um. In Rothen­kir­chen kom­men seit vie­len Jah­ren regel­mä­ßig 40 bis 50 Kin­der mit ihren Eltern und Groß­el­tern zur Kin­der­kir­che, wo ihnen das jewei­li­ge Sonn­tags­evan­ge­li­um krea­tiv näher­ge­bracht wird. Die Katho­li­sche Jugend in Schnaitt­ach bie­tet jedes Jahr im Som­mer ein Zelt­la­ger, regel­mä­ßi­ge Grup­pen­stun­den und beson­de­re Aktio­nen wie ein Fuß­ball­tur­nier an. Außer­dem sind vie­le Jugend­li­che auch in ande­ren Gre­mi­en der Pfar­rei aktiv. In Veits­bronn gibt es eben­falls ein Zelt­la­ger, das von der Katho­li­schen jun­gen Gemein­de (KjG) vor­be­rei­tet wird, und außer­dem eine Herbst­frei­zeit. Die Lei­ter­run­de der Deut­schen Pfad­fin­der­schaft St. Georg (DPSG) in St. Josef in Bam­berg unter­stützt und beglei­tet Kin­der und Jugend­li­che und orga­ni­sier­te bei­spiels­wei­se schon ein Aus­lands­la­ger in Ungarn zum 50. Jubi­lä­um der DPSG. Die Katho­li­sche Land­ju­gend­be­we­gung in Lit­zen­dorf bie­tet Kin­dern und Jugend­li­chen durch Ange­bo­te wie Zelt­la­ger oder Kin­der­ta­ge Spaß, Abwechs­lung und Erleb­nis­se, an die sich alle ger­ne zurückerinnern.

Weiterer Artikel

Zehn Jah­re Aus- und Fort­bil­dungs­zen­trum der Bundespolizei

„Bam­berg ist für uns Hei­mat geworden“