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Herwig Gössl

17 Initia­ti­ven aus dem Erz­bis­tum für ihr Enga­ge­ment geehrt

Erz­bi­schof Gössl: Ehren­amt kann die Welt bewegen

Sie orga­ni­sie­ren Zelt­la­ger, unter­stüt­zen älte­re Men­schen oder gestal­ten Got­tes­diens­te: 17 ehren­amt­lich akti­ve Grup­pen wur­den von Erz­bi­schof Her­wig Gössl im Rah­men einer Fei­er­stun­de im Bis­tums­haus St. Otto in Bam­berg aus­ge­zeich­net, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Die Ehrung wur­de von der Stif­tung für das Ehren­amt vor­be­rei­tet. Deren Geschäfts­füh­re­rin Julia­na Sitz­mann beton­te, wie wert­voll das Enga­ge­ment der Ehren­amt­li­chen sei. Des­halb brau­che es Ver­an­stal­tun­gen wie die­se, bei denen ihr Ein­satz im Mit­tel­punkt stehe.

Jedes Jahr wer­den stell­ver­tre­tend für alle ehren­amt­li­chen Initia­ti­ven eini­ge Grup­pen aus­ge­wählt. Die­se Aus­wahl sei aber nicht im Sin­ne einer Ska­la oder eines Wett­be­werbs zu sehen, wie Sitz­mann unter­strich. Viel­mehr sol­le sie zei­gen, in wel­chen ver­schie­de­nen Berei­chen Ehren­amt prä­sent ist. Die 17 Grup­pen waren des­halb einer der vier Kate­go­rien „Senio­ren“, „Lit­ur­gie und Kir­chen­raum“, „Begeg­nung, Gemein­schaft und Sozia­les“ und „Kin­der und Jugend“ zuge­ord­net, die jeweils von einem Mit­glied des Stif­tungs­rats vor­ge­stellt wurden.

Jede Grup­pe bekam von Erz­bi­schof Gössl eine Dan­ke­sur­kun­de über­reicht. Der Erz­bi­schof griff in sei­ner Anspra­che das Jah­res­mot­to des Erz­bis­tums auf: „‚Du bewegst die Welt‘, das passt sehr gut zu Ihnen allen.“ Durch ihren Ein­satz sei­en die Ehren­amt­li­chen für ande­re da und beweg­ten deren Welt.

Neben der Urkun­de erhiel­ten die Grup­pen eine finan­zi­el­le Aner­ken­nung. Das Geld ist nicht für die lau­fen­de ehren­amt­li­che Arbeit bestimmt, son­dern soll den Mit­glie­dern ermög­li­chen, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Björn Scharf vom Stif­tungs­rat ver­wies auf die Bedeu­tung des Ehren­amts, das die Stif­tung seit 25 Jah­ren för­dert. „Sie sind nicht nur Hel­fe­rin­nen und Hel­fer, son­dern auch Vor­bil­der“, sag­te er zu den Geehr­ten. Sie alle sei­en „Teil einer leben­di­gen Kir­che, die auch in Zukunft gut wir­ken kann“.

Bar­ba­ra Groß­mann, Bil­dungs­re­fe­ren­tin des NGL-Ver­bands im Erz­bis­tum Bam­berg, umrahm­te mit musi­ka­li­schen Ein­la­gen zwi­schen den ein­zel­nen Tei­len der Ver­an­stal­tung den Abend.


Grup­pen aus dem Bereich „Senio­ren“

Es wur­den drei Grup­pen aus­ge­zeich­net, die sich dafür ein­set­zen, dass „älte­re Men­schen zusam­men­kom­men kön­nen und Wert­schät­zung erfah­ren“, wie Anja Mün­zel es for­mu­lier­te. Der Senio­ren­kreis der Pfar­rei Hei­lig Drei­kö­nig in Forch­heim-Burk führt alle zwei Wochen einen Senio­ren­nach­mit­tag mit Kaf­fee und Kuchen, Bas­te­l­an­ge­bo­ten, gemein­sa­mem Sin­gen, Spie­len und Vor­trä­gen durch. Die Senio­ren­ver­ant­wort­li­chen der Pfar­rei­en Mariä Him­mel­fahrt in Schön­brunn und St. Vitus in Bur­ge­brach erstel­len ein abwechs­lungs­rei­ches Jah­res­pro­gramm mit vie­len Aus­flü­gen und unter­stüt­zen bei Behör­den­gän­gen oder Ein­käu­fen. Der Sach­aus­schuss Jung­ge­blie­be­ne der Pfar­rei Geburt Mari­ens in Hann­berg, der in die­sem Jahr sein 30. Jubi­lä­um fei­ert, berei­tet regel­mä­ßig Got­tes­diens­te mit anschlie­ßen­der Begeg­nung bei Kaf­fee, Kuchen und Häpp­chen vor, außer­dem besu­chen Mit­glie­der kran­ke Men­schen zu Hause.


Grup­pen aus dem Bereich „Lit­ur­gie und Kirchenraum“

Im Bereich „Lit­ur­gie und Kir­chen­raum“ wur­den fünf Grup­pen geehrt, die ent­we­der „beson­de­re For­men lit­ur­gi­scher Fei­ern vor­be­rei­ten oder sich um den äuße­ren Rah­men für die wür­di­ge Fei­er der Lit­ur­gie küm­mern“, so die ein­lei­ten­den Wor­te von Oskar Klin­ga. Die Früh­schicht in der Pfar­rei St. Peter und Paul in Zap­fen­dorf ist ein gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Ange­bot, bei dem im Advent und in der Fas­ten­zeit geist­lich-spi­ri­tu­el­le Impul­se mit Gebe­ten und Gesän­gen ange­bo­ten wer­den. Der Arbeits­kreis Gruft- und Kir­chen­füh­rer führt Besu­cher­grup­pen durch die Kir­che und die Koh­a­ry-Gruft in der Pfar­rei St. Augus­tin in Coburg. In Bam­berg gibt es den diö­ze­sa­nen Arbeits­kreis der Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten (Mini-AK), der die Mini-Grup­pen vor Ort unter­stützt, qua­li­fi­ziert und ver­netzt sowie das Gemein­schafts­ge­fühl stärkt, indem er bei­spiels­wei­se alle vier Jah­re eine Rom­wall­fahrt orga­ni­siert. Sing­freu­di­ge Men­schen jeden Alters kön­nen in Alten­banz und Banz in der dor­ti­gen Sing­grup­pe aktiv sein, die durch Kon­zer­te Spen­den für Stern­stun­den und ande­re Hilfs­pro­jek­te sam­melt. Die Kom­pe­tenz­teams Erst­kom­mu­ni­on- und Firm­vor­be­rei­tung der Pfar­rei St. Georg in Höchstadt a. d. Aisch beglei­ten in Zusam­men­ar­beit mit Gemein­de­re­fe­ren­tin und Pfar­rer Kin­der und Jugend­li­che auf dem Weg zu den bei­den gro­ßen Festen.


Grup­pen aus dem Bereich „Begeg­nung, Gemein­schaft und Soziales“

Wie Anja Mün­zel beton­te, ist Kir­che „mehr als nur das Gebäu­de und die Got­tes­diens­te, son­dern auch ein Ort der Begeg­nung und Gemein­schaft“. Vier Grup­pen, die die­sen Aspekt vor­bild­haft umset­zen, wur­den her­aus­ge­ho­ben. Die Vor­stand­schaft des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bunds (KDFB) in der Pfar­rei Bern­hard Lich­ten­berg in Hof setzt sich für die Ver­än­de­rung der Rol­le der Frau­en in Kir­che und Gesell­schaft ein und koope­riert auch mit dem ört­li­chen Cari­tas-Alten­heim. Eben­falls in Hof wird von einem ehren­amt­li­chen Team der Cari­tas Store Second Chan­ce betrie­ben, in dem mit gespen­de­ter Ware eine wür­de­vol­le Ein­kaufs­at­mo­sphä­re geschaf­fen wird und wo auch von Alters­ar­mut betrof­fe­ne Men­schen herz­lich will­kom­men sind. Das Team des Josef­läd­chens für Men­schen aus Stadt und Land­kreis Bam­berg ver­sucht, die Lebens­mit­tel­prei­se für Men­schen mit nicht aus­rei­chen­dem Ein­kom­men nied­rig zu hal­ten. Fünf ehren­amt­li­che Per­so­nen in der Pfar­rei St. Johan­nes der Täu­fer in Kro­nach berei­ten ein­mal pro Monat nach einem Got­tes­dienst am Frei­tag­vor­mit­tag ein Kir­chen­kaf­fee im bar­rie­re­frei­en Pfarr­zen­trum vor.


Grup­pen aus dem Bereich „Kin­der und Jugend“

Die fünf aus­ge­zeich­ne­ten Grup­pen aus dem Bereich „Kin­der und Jugend“ ori­en­tie­ren sich nach den Wor­ten von Son­ja Salz­hu­ber an den Anlie­gen und Bedürf­nis­sen jun­ger Men­schen und set­zen damit auch Zie­le des neu­en kirch­li­chen Jugend­plans um. In Rothen­kir­chen kom­men seit vie­len Jah­ren regel­mä­ßig 40 bis 50 Kin­der mit ihren Eltern und Groß­el­tern zur Kin­der­kir­che, wo ihnen das jewei­li­ge Sonn­tags­evan­ge­li­um krea­tiv näher­ge­bracht wird. Die Katho­li­sche Jugend in Schnaitt­ach bie­tet jedes Jahr im Som­mer ein Zelt­la­ger, regel­mä­ßi­ge Grup­pen­stun­den und beson­de­re Aktio­nen wie ein Fuß­ball­tur­nier an. Außer­dem sind vie­le Jugend­li­che auch in ande­ren Gre­mi­en der Pfar­rei aktiv. In Veits­bronn gibt es eben­falls ein Zelt­la­ger, das von der Katho­li­schen jun­gen Gemein­de (KjG) vor­be­rei­tet wird, und außer­dem eine Herbst­frei­zeit. Die Lei­ter­run­de der Deut­schen Pfad­fin­der­schaft St. Georg (DPSG) in St. Josef in Bam­berg unter­stützt und beglei­tet Kin­der und Jugend­li­che und orga­ni­sier­te bei­spiels­wei­se schon ein Aus­lands­la­ger in Ungarn zum 50. Jubi­lä­um der DPSG. Die Katho­li­sche Land­ju­gend­be­we­gung in Lit­zen­dorf bie­tet Kin­dern und Jugend­li­chen durch Ange­bo­te wie Zelt­la­ger oder Kin­der­ta­ge Spaß, Abwechs­lung und Erleb­nis­se, an die sich alle ger­ne zurückerinnern.

Pre­digt zum Auf­takt des Fes­ti­vals „Pue­ri Can­to­res“ in Bamberg

Erz­bi­schof Her­wig Gössl: „Chor­mu­sik ist Friedensarbeit“

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat die Teil­neh­men­den des Mäd­chen­chor­fes­ti­vals in Bam­berg als Frie­dens­bot­schaf­ter gewür­digt. In einem Frie­dens­ge­bet im Dom zum Auf­takt des drei­tä­gi­gen Fes­ti­vals „Pue­ri Can­to­res“ sag­te Gössl am Frei­tag­abend: „Euer Sin­gen und Musi­zie­ren ist Frie­dens­ar­beit im bes­ten Sinn.“

Wo mit­ein­an­der gesun­den wer­de, herr­sche in der Regel Har­mo­nie, sag­te Gössl wei­ter. Der Chor­ge­sang erzeu­ge eine fried­li­che Stim­mung. „Ihr ver­brei­tet durch euren Gesang auch eine Frie­dens­bot­schaft, denn ihr singt von dem, der der Frie­de sel­ber ist: von Jesus Chris­tus“, so der Erzbischof.

Mit ihrem musi­ka­li­schen Dienst stärk­ten die Chö­re Ver­trau­en in Gott und ver­mit­tel­ten einen Frie­den, „den die Welt nicht geben kann, den sie aber zutiefst ersehnt“. Gera­de in Zei­ten, in denen um Men­schen her­um vie­les zusam­men­bre­che, kön­ne die­ses Ver­trau­en Halt geben.

Gössl dank­te den Teil­neh­men­den dafür, dass sie ihre Zeit und Ener­gie in den Dienst der Kir­chen­mu­sik stell­ten. Für die Fes­ti­val­ta­ge wünsch­te er ihnen vie­le berei­chern­de Erfah­run­gen, neue Kon­tak­te und Freund­schaf­ten. Zugleich dank­te er allen Ver­ant­wort­li­chen, die das Fes­ti­val über Mona­te vor­be­rei­tet hät­ten. „Möge der Frie­de Got­tes sich in euch und unter euch aus­brei­ten, damit die­se Welt sich wan­deln kann“, sag­te der Erz­bi­schof zum Abschluss sei­ner Predigt.

44 Chö­re aus ganz Deutsch­land mit 1200 Sän­ge­rin­nen und Sän­gern sind am Wochen­en­de in Bam­berg zu Gast. Unter dem Mot­to „Unter Got­tes Ster­nen­man­tel“ brin­gen sie die Stadt zum Klin­gen. Am Sams­tag fin­den zahl­rei­che Begeg­nungs­kon­zer­te in Dom, Obe­rer Pfar­re, St. Ste­phan und St. Mar­tin statt. Auf dem Max­platz ist ein abwechs­lungs­rei­ches Büh­nen­pro­gramm zu hören.

Der Deut­sche Chor­ver­band Pue­ri Can­to­res besteht seit 1951 und wird heu­te von ca. 480 katho­li­schen Chö­ren (Kna­ben­chö­re, Mäd­chen­chö­re, Kin­der­chö­re, Jugend­chö­re und Scho­len) mit mehr als 20.000 Sän­ge­rin­nen und Sän­gern getra­gen. Der Chor­ver­band unter­stützt die kirch­li­chen Knaben‑, Mädchen‑, Kin­der- und Jugend­chö­re, ‑kan­to­rei­en und ‑scho­len in Deutsch­land in ihrer musi­ka­li­schen, reli­giö­sen, lit­ur­gi­schen, kul­tu­rel­len und erzie­he­ri­schen Arbeit und för­dert Aus­tausch, Begeg­nun­gen und Part­ner­schaf­ten zwi­schen den Chö­ren auf diö­ze­saner, natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebene.

Pre­digt bei Bam­ber­ger Marienprozession

Erz­bi­schof Gössl: „Durch Maria kam der Him­mel auf die Erde“

In sei­ner Pre­digt zur tra­di­ti­ons­rei­chen Bam­ber­ger Mut­ter­got­tes­pro­zes­si­on hat Erz­bi­schof Her­wig Gössl die Vor­bild­funk­ti­on Mari­ens betont. Wer wie Maria von Gott ange­rührt sei, der ent­wick­le Hal­tung, der bekom­me einen beson­de­ren Blick auf die Welt und der sei letzt­lich befä­higt, „den Him­mel auf die­ser Erde sicht­bar wer­den las­sen“, so Gössl.

Maria sei in ihrem Inners­ten emp­fäng­lich gewe­sen für das Anrüh­ren Got­tes und durch sie sei Got­tes Wort Fleisch gewor­den, sag­te der Erz­bi­schof. Sie habe sei­nen Sohn „in ihrem Schoß getra­gen und ihn auf­ge­zo­gen“. Doch auf Jesu eigen­wil­li­gem Weg habe Maria „auch inne­re Kämp­fe aus­ge­foch­ten und ihn bis unter das Kreuz beglei­tet“. Das sei oft schwer gewe­sen und ver­deut­li­che: „Wer von Gott ange­rührt wur­de, der schwebt des­we­gen nicht gleich im sieb­ten Him­mel.“ Viel­mehr habe der­je­ni­ge durch sein Gott­ver­trau­en das Rüst­zeug, auf Pro­ble­me oder Kon­flik­te mit Lie­be und Ver­söh­nungs­be­reit­schaft zu reagie­ren statt mit Hass und Ver­här­tung. Wer so hand­le, der kön­ne laut Gössl den Him­mel sicht­bar wer­den lassen.

Auch hier und heu­te rüh­re Gott die Men­schen immer wie­der an, „etwa durch ein gewal­ti­ges Natur­schau­spiel, durch tief­ge­hen­de Begeg­nun­gen, durch Erschüt­te­run­gen des Lebens oder durch ein Wort aus der Hei­li­gen Schrift, das einem mit­ten ins Herz fällt“. Wer das spürt, der kön­ne es an ande­re wei­ter­ge­ben, durch ein gutes Wort, durch einen aner­ken­nen­den Blick, durch das Ver­mit­teln der Gewiss­heit, geschätzt und geliebt zu wer­den. Das alles sei­en „Berüh­run­gen der See­le, die für einen Moment das erah­nen las­sen, was wir Him­mel nen­nen“, so der Erzbischof.

Dem­nach sei eine fes­te Ver­an­ke­rung im Glau­ben laut Gössl der bes­te Schutz „gegen Extre­mis­mus jeder Art, gegen Feind­se­lig­keit und gegen die spal­te­ri­schen Kräf­te in unse­rer Gesell­schaft“. Wer wie Maria trotz allem Übel Raum schaf­fe für Lie­be und Ver­söh­nung, der schaf­fe den Wor­ten des Erz­bi­schofs nach auch „Raum für den Him­mel, der auf die­se Welt kom­men will – durch uns“.

Die Mut­ter­got­tes­pro­zes­si­on fin­det jedes Jahr am Sonn­tag nach Mariä Him­mel­fahrt statt und gehört zu den prä­gen­den kirch­li­chen Tra­di­tio­nen in Bam­berg. Nach einem Got­tes­dienst in der Obe­ren Pfar­re wird die dort ver­or­te­te Sta­tue der Freu­den­rei­chen Mut­ter­got­tes in einer Pro­zes­si­on nach St. Mar­tin getra­gen und der Sta­tue der Schmerz­haf­ten Mut­ter­got­tes (Pie­ta) gegen­über­ge­stellt. Die Pro­zes­si­on ist in ihrer heu­ti­gen Form ab dem Jahr 1702 dokumentiert.

Hein­richs­fest stand im Zei­chen des 50. Todes­ta­ges von Pater Rudolf Lun­ken­bein aus Döringstadt

Erz­bi­schof Gössl: Wah­re Bewe­gung braucht inne­re Ruhe

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat zum Hein­richs­fest dazu auf­ge­ru­fen, der zuneh­men­den Unru­he und Hek­tik der heu­ti­gen Zeit mit inne­rer Ruhe und Ver­wur­ze­lung im Glau­ben zu begeg­nen. Das Bis­tums­fest erin­ner­te in die­sem Jahr in beson­de­rer Wei­se an den 50. Todes­tag des aus dem Erz­bis­tum Bam­berg stam­men­den Mis­sio­nars Rudolf Lun­ken­bein, der am 15. Juli 1976 zusam­men mit sei­nem Freund Simao Bororo in Bra­si­li­en ermor­det wurde.

Der Erz­bi­schof sprach in sei­ner Pre­digt beim Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag auf dem Dom­platz von einer „Hoch­ge­schwin­dig­keits­mo­bi­li­tät“, die längst alle Lebens­be­rei­che umfas­se und die Men­schen immer in Bewe­gung sein las­se: „Vie­le hal­ten äuße­re Ruhe schon gar nicht mehr aus. Sie ver­ge­hen gera­de­zu vor Langeweile.“

Vor die­sem Hin­ter­grund griff Gössl das Jah­res­mot­to des Erz­bis­tums „Du bewegst die Welt“ auf. Es kön­ne miss­ver­stan­den wer­den, als wäre es ein Slo­gan für eine Flug­ge­sell­schaft oder ein Logis­tik­un­ter­neh­men. Doch in Wirk­lich­keit sei das genaue Gegen­teil gemeint „Es geht um eine Bewe­gung, die aus einer gro­ßen Tie­fe kommt, die jemand ansto­ßen kann, weil er fest ver­wur­zelt ist, weil er Stand, Sta­bi­li­tät hat“, so der Erzbischof.

Auf die Men­schen über­tra­gen hei­ße das „Es braucht die inne­re Ruhe, die Ver­wur­ze­lung in Gott, damit unser Leben ertrag­reich wer­den kann, damit es erfüllt wird und Men­schen in Bewe­gung brin­gen kann.“ Die Bis­tums­pa­tro­ne Kai­ser Hein­rich und Kai­se­rin Kuni­gun­de stün­den für die­se Über­zeu­gung „Sie haben eine Bewe­gung ange­sto­ßen, die auch nach 1000 Jah­ren noch spür­bar ist und Früch­te trägt. Und sie taten das nicht aus eige­ner Macht­voll­kom­men­heit, son­dern aus der Tie­fe ihres Glau­bens heraus.“

Eben­so erin­ner­te Gössl an den aus Döring­stadt stam­men­den Sale­sia­ner­pa­ter Rudolf Lun­ken­bein und des­sen Freund Simao vom Stamm der Bororo. Bei­de wur­den im bra­si­lia­ni­schen Mer­uri erschos­sen, weil sie sich für die Rech­te der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung ein­ge­setzt hat­ten. Gössl wür­dig­te ihren Mut und ihre Glau­bens­über­zeu­gung. Obwohl sie um die Gefahr gewusst hät­ten, sei­en sie nicht in Angst erstarrt, son­dern hät­ten „einen Teil die­ser Welt zum Guten hin­be­wegt“. Zum Jah­res­tag des Mar­ty­ri­ums hielt sich eine Dele­ga­ti­on aus Bra­si­li­en im Erz­bis­tum auf. Eine Bam­ber­ger Dele­ga­ti­on reist in den nächs­ten Tagen nach Bra­si­li­en. Der Pro­zess der Selig­spre­chung der bei­den Mär­ty­rer läuft in Rom.

„Kai­ser Hein­rich und Kai­se­rin Kuni­gun­de, Pater Rudolf Lun­ken­bein und Simao Bororo – sie haben Men­schen bewegt und tun das bis heu­te zu völ­lig unter­schied­li­chen Epo­chen, unter total ver­schie­de­nen Umstän­den – aber immer aus der tie­fen inne­ren Ver­bin­dung mit Jesus Chris­tus, dem Herrn“, sag­te der Erz­bi­schof und füg­te hin­zu „Auch wir kön­nen die Welt bewe­gen, aber nicht indem wir rast- und ruhe­los her­um­het­zen, um mög­lichst viel zu erle­ben, son­dern nur, wenn wir bereit sind, in die Tie­fe zu wach­sen, wenn wir unse­re Wur­zeln aus­stre­cken hin zu Chris­tus, der Leben schenkt, das nicht ein­mal der Tod aus­lö­schen kann.“

Zum Auf­takt der Fest­ta­ge wur­de am Don­ners­tag­abend die „Über­tra­gung der Häup­ter“ gefei­ert. Dazu wur­den die nor­ma­ler­wei­se in der Häup­t­er­ka­pel­le des Doms aus­ge­stell­ten Reli­qui­en­schä­del des Kai­ser­paa­res Hein­rich und Kuni­gun­de im Altar­raum zur Ver­eh­rung gebracht. Am Frei­tag­abend gab die bekann­te Ordens­frau Schwes­ter Tere­sa Zukic bei einer Prai­se­night Impul­se zum The­ma Hoff­nung. Am Sams­tag fand in St. Urban eine Eucha­ris­tie­fei­er mit Kran­ken­sal­bung statt. Am Nach­mit­tag wur­de auf dem Dom­platz der tra­di­tio­nel­le Motor­rad­got­tes­dienst mit den „Beth­le­hem All­stars“ gefei­ert, anschlie­ßend herrsch­te in der Alten Hof­hal­tung fro­he Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re mit Musik der „Jazz­Pantz“. Außer­dem wur­de mit einer Talk­run­de das Leben und Wir­ken von Pater Lun­ken­bein gewür­digt. Die Band „Sin­nergie“ sorg­te für ein beson­de­res Konzerterlebnis.

Nach dem Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag bestand die Mög­lich­keit, bei strah­len­dem Son­nen­schein Stän­de der Ver­bän­de, Ver­ei­ne und Ein­rich­tun­gen des Erz­bis­tums zu besu­chen und bei deren viel­fäl­ti­gen Aktio­nen mit­zu­ma­chen. Ein Was­ser­spiel­platz lud zum Abküh­len auf dem Dom­platz ein.

Anschlie­ßend wur­den die Haupt­prei­se eines Schul­wett­be­werbs ver­lie­hen In über 120 Ein­sen­dun­gen hat­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Leben von Pater Lun­ken­bein in unter­schied­lichs­ten For­ma­ten von Zeich­nun­gen bis Pod­casts behan­delt. Die Haupt­prei­se für die ver­schie­de­nen Alters­grup­pen gin­gen an die 10. Klas­se der Berufs­fach­schu­le Maria­hilf in Bam­berg, die Klas­se 5aG des Maria-Ward-Gym­na­si­ums Bam­berg sowie an die Lun­ken­bein-Grund­schu­le in Ebens­feld. Die aus­ge­zeich­ne­ten Bei­trä­ge ver­ban­den das Leben Lun­ken­beins auf krea­ti­ve Wei­se mit kon­kre­tem sozia­lem Enga­ge­ment. Zudem wur­den zwei Son­der­prei­se der Jury für inno­va­ti­ve Unter­richts­kon­zep­te verliehen.

Auf der Dom­platz­büh­ne wur­de ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit Musik, Tanz, Kampf­sport und Show­akro­ba­tik gebo­ten. Bevor das Hein­richs­fest mit der Pon­ti­fi­kal­ves­per ende­te, stand ein Auf­tritt des Chors „Hap­py Tog­e­ther“ auf dem Dom­platz auf dem Programm.

Das Hein­richs­fest erin­nert jedes Jahr am zwei­ten Juli-Wochen­en­de an den Bis­tums­grün­der, Kai­ser Hein­rich II., der am 13. Juli 1024 starb.

Vom 9. bis 12. Juli

Hein­richs­fest 2026 auf dem Bam­ber­ger Domberg

Das dies­jäh­ri­ge Hein­richs­fest lädt vom 9. bis 12. Juli rund um den Dom­berg zu Got­tes­diens­ten, Ver­an­stal­tun­gen und Impul­sen ein, um gemein­sam zu fei­ern, sich aus­zu­tau­schen und mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men. Höhe­punkt ist der fest­li­che Got­tes­dienst auf dem Dom­platz am Sonn­tag, dem 12. Juli, um 10 Uhr mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl.

Beginn ist am heu­ti­gen Don­ners­tag, dem 9. Juli, um 19 Uhr mit einem Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter. Zum Auf­takt der Fest­ta­ge fei­ern wir am Don­ners­tag, 9. Juli, um 19 Uhr die „Über­tra­gung der Häup­ter“. Dazu wer­den die nor­ma­ler­wei­se in der Häup­t­er­ka­pel­le aus­ge­stell­ten Reli­qui­en­schä­del des Kai­ser­paa­res Hein­rich und Kuni­gun­de in den Altar­raum zur Ver­eh­rung gebracht.

Das Hein­richs­fest­wo­chen­en­de beginnt am Frei­tag­abend mit der Prai­se­night um 21 Uhr auf dem Dom­platz. Das Gemein­schafts­pro­jekt ver­schie­de­ner christ­li­cher Gemein­den und Kir­chen lädt zu einem Abend mit Gebe­ten, Musik und Impul­sen zum The­ma Hoff­nung von Sr. Tere­sa Zukic ein.

Es folgt am Sams­tag, dem 11. Juli, um 10 Uhr in St. Urban eine Eucha­ris­tie­fei­er samt Kran­ken­sal­bung für Senio­rin­nen und Senio­ren, Kran­ke und Men­schen mit Behin­de­rung. Um 14 Uhr star­tet das Pro­gramm in der Alten Hof­hal­tung – in Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re und mit Musik der Grup­pe „Jazz­Pantz“. Es schließt sich um 16 Uhr auf dem Dom­platz der tra­di­tio­nel­le Motor­rad­got­tes­dienst mit den „Bet­le­hem All­stars“ an.

Ein beson­de­res High­light bil­det der Sams­tag­abend in der Alten Hof­hal­tung. Er greift unter dem Jah­res­mot­to „Du bewegst die Welt“ auch das Leben und Wir­ken des Mis­sio­nars Pater Rudolf Lun­ken­bein auf. Lun­ken­bein wur­de 1976 in Bra­si­li­en von wei­ßen Groß­grund­be­sit­zern erschos­sen. Der aus Döring­stadt bei Ebens­feld stam­men­de Pries­ter setz­te sich für die Rech­te der Bororo-Indi­ge­nen ein. Neben einem Infor­ma­ti­ons­stand wird es einen Talk mit der bra­si­lia­ni­schen Dele­ga­ti­on zum Geden­ken an Lun­ken­beins 50. Todes­tag geben. Die Band „Sin­nergie“ sorgt im Anschluss für ein beson­ders Kon­zert­er­leb­nis. Mit lecke­rem Essen aus der Food­mei­le ist auch kuli­na­risch für alles gesorgt. Im Ange­bot sind neben Geträn­ken und Bre­zeln der Kol­pings­fa­mi­lie, Piz­za, Gegrill­tes und die Veggie­pfan­ne der Ordensfrauen.

Nach dem Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl um 10 Uhr besteht die Mög­lich­keit, Stän­de der Ver­bän­de, Ver­ei­ne und Ein­rich­tun­gen des Erz­bis­tums Bam­berg zu besu­chen und bei deren viel­fäl­ti­gen Aktio­nen mit­zu­ma­chen. Auf dem Dom­platz lädt ein Was­ser­spiel­platz zum Abküh­len ein. Auf der Dom­platz­büh­ne wird ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit Musik, Tanz, Talk, Kampf­sport und Show­akro­ba­tik gebo­ten. Außer­dem gibt es viel­fäl­ti­ge Füh­rungs- und Ver­an­stal­tungs­an­ge­bo­te in Dom und Diözesanmuseum.

So besteht um 13.30 Uhr bei­spiels­wei­se die Mög­lich­keit für Kin­der, sich von Erz­bi­schof Gössl die Schät­ze im Dom zei­gen zu las­sen. Bevor das Hein­richs­fest um 17 Uhr mit der Pon­ti­fi­kal­ves­per im Dom endet, wird der der Chor „Hap­py Tog­e­ther“ aus Bam­berg ab 15.30 Uhr auf dem Dom­platz singen.

Das voll­stän­di­ge Pro­gramm mit vie­len wei­te­ren Kulinarik‑, Gesprächs- und Mit­ma­ch­an­ge­bo­ten ist auf www.heinrichsfest.de zu fin­den. Bei schlech­tem Wet­ter wer­den alle Got­tes­diens­te im Dom gefei­ert, die ande­ren Ange­bo­te fin­den wie geplant statt.

Das Hein­richs­fest fin­det jedes Jahr am zwei­ten Juli-Wochen­en­de statt und erin­nert an den Bis­tums­grün­der, den hei­li­gen Kai­ser Hein­rich II., der am 13. Juli 1024 gestor­ben ist.

Beer­di­gun­gen durch Ehrenamtliche

Ehren­amt­li­che als Begräb­nis­lei­tun­gen qualifiziert

Das Erz­bis­tum Bam­berg hat in einem Pilot­pro­jekt erst­mals Ehren­amt­li­che zu Begräb­nis­lei­tun­gen aus­ge­bil­det, um Pas­to­ral­teams bei der Durch­füh­rung von Trau­er­fei­ern zu unter­stüt­zen und zu ent­las­ten, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Acht Teil­neh­men­de absol­vier­ten in den letz­ten Mona­ten ein Schu­lungs­pro­gramm mit Prä­senz­ta­gen, Online‑Modulen und Hos­pi­ta­tio­nen. Bei einer Beauf­tra­gungs­fei­er in St. Boni­faz Nürn­berg beka­men sie am Don­ners­tag von Erz­bi­schof Her­wig Gössl ihre Urkun­den über­reicht und kön­nen ab sofort Trau­er­fei­ern lei­ten. Beglei­tet wur­de die Aus­bil­dung von erfah­re­nen Seel­sor­gern, die den Ehren­amt­li­chen auch künf­tig als Super­vi­so­ren zur Sei­te ste­hen. Die Inhal­te des Kur­ses reich­ten von lit­ur­gi­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Grund­la­gen über die Gestal­tung von Anspra­chen bis hin zur Trauerbegleitung.

Vor dem Hin­ter­grund sin­ken­der Zah­len haupt­amt­li­cher Seel­sor­ger und gleich­zei­tig stei­gen­der Bestat­tungs­zah­len ver­fol­ge das Erz­bis­tum einen pra­xis­ori­en­tier­ten Ansatz, um die pas­to­ra­len Kapa­zi­tä­ten in den Gemein­den zu sichern, erklärt Andre­as Lurz, Lei­ter des Aus­bil­dungs­kur­ses und Nürn­ber­ger Stadt­de­kan. „Da Begräb­nis­lei­tun­gen kei­ne Sakra­men­te spen­den, darf die­ser Dienst von ehren­amt­li­chen Kräf­ten über­nom­men wer­den“, so Lurz. Die Men­schen in den Gemein­den könn­ten und woll­ten Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Die durch­lau­fe­ne Qua­li­fi­zie­rung sol­le sicher­stel­len, dass dies fach­lich fun­diert und ein­fühl­sam geschieht, sagt der Ausbildungsleiter.

Neben Ein­hei­ten zu lit­ur­gi­schen Grund­la­gen und recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen setz­te der Kurs bewusst auf prak­ti­sche Lern­for­men: Die Teil­neh­men­den arbei­te­ten an fik­ti­ven Trau­er­fäl­len, ver­fass­ten Anspra­chen, wähl­ten Lied­gut aus und prob­ten den Ablauf von Fei­ern — sowohl in der Aus­seg­nungs­hal­le als auch am Grab. Ergänzt wur­den die Übun­gen durch seel­sor­ger­li­che Anlei­tung, Gesprä­che zur Trau­er­psy­cho­lo­gie und Refle­xi­on per­sön­li­cher Motivationen.

Die Nürn­ber­ge­rin Syl­via Sup­p­mann kam durch ihre eige­ne Lebens­ge­schich­te auf die Idee, Begräb­nis­lei­te­rin zu wer­den: „Mein ers­ter Todes­fall war mei­ne Mut­ter – da war ich 20“, erzählt sie im Gespräch. Spä­ter starb ihr Mann und hin­ter­ließ drei gemein­sa­me Kin­der. Bewäl­tigt hat Sup­p­mann die­se schwe­re Zeit durch ihren Glau­ben. Die­se Erfah­run­gen möch­te sie nun in die Arbeit mit ande­ren Trau­ern­den ein­brin­gen, zu der sie sich mitt­ler­wei­le immer stär­ker beru­fen fühlt: „Ich möch­te erspü­ren, was die Ange­hö­ri­gen gera­de brau­chen – und ihnen Hoff­nung mitgeben.“

Für Aus­bil­dungs­lei­ter Lurz steht fest, dass die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten des Pilot­kur­ses hoch­mo­ti­viert sind, ihren Dienst „aus einer tie­fen inne­ren Über­zeu­gung her­aus“ antre­ten und eine Berei­che­rung für die Seel­sor­ge vor Ort dar­stel­len. Das Erz­bis­tum plant eine Eva­lua­ti­on des Pro­jekts hin­sicht­lich der Über­trag­bar­keit auf ande­re Regio­nen, des Schu­lungs­be­darfs und der Betreu­ungs­struk­tu­ren für Ehren­amt­li­che. Bei posi­ti­ven Erfah­run­gen wird es aller Vor­aus­sicht nach schon bald wei­te­re Aus­bil­dungs­kur­se für ehren­amt­li­che Begräb­nis­lei­tun­gen geben.

Bei der Beauf­tra­gungs­fei­er bezeich­ne­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl den Dienst am Grab als einen beson­ders sen­si­blen Moment kirch­li­chen Han­delns. Wer sich dafür aus­bil­den las­se, schen­ke den Trau­ern­den Zeit, Nähe und Hoff­nung – und leis­te damit „einen unschätz­ba­ren Bei­trag für unse­re Seel­sor­ge“, so Gössl. Der Erz­bi­schof dank­te den ehren­amt­li­chen Begräb­nis­lei­tun­gen für ihr Enga­ge­ment, wel­ches zei­ge, wie sehr Ver­ant­wor­tung und wich­ti­ge Auf­ga­ben der Seel­sor­ge in den Gemein­den von den Gläu­bi­gen mit­ge­tra­gen wer­den. Ohne die Mit­hil­fe von Ehren­amt­li­chen sei pas­to­ra­le Arbeit „nicht mehr denk­bar und auch nicht wün­schens­wert“, sag­te der Erzbischof.

„Die Lie­be rech­net nicht“

Erz­bi­schof Gössl weiht Dani­el Hart­mann im Bam­ber­ger Dom zum Priester

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat am gest­ri­gen Sams­tag den 26-jäh­ri­gen Dani­el Hart­mann zum Pries­ter geweiht, wie das Erz­bi­schöf­li­che Ordi­na­ri­at Bam­berg mit­teilt. In dem fei­er­li­chen Wei­he­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom rief Gössl den Neu­pries­ter dazu auf, sei­nen Dienst aus einer Hal­tung der selbst­lo­sen Lie­be her­aus zu leben.

„Die Lie­be rech­net nicht. Sie gibt im Über­maß, reich­lich mit Segen“, zitier­te der Erz­bi­schof in sei­ner Pre­digt den Apos­tel Pau­lus. Dani­el Hart­mann stel­le sich mit der Pries­ter­wei­he ganz in den Dienst Got­tes und der Men­schen. „Sie geben sich und Ihr gan­zes Leben hin­ein in den pries­ter­li­chen Dienst – aus Lie­be zu Gott und zu sei­nem Volk“, sag­te Gössl. „Sie rech­nen nicht nach, wie­viel Lie­be man Gott ent­ge­gen­brin­gen kann und wie­viel Lie­be noch übrig bleibt nach Abzug von Gewalt­ak­ten, Krie­gen und per­sön­li­chen Ent­täu­schun­gen.“ Wer so rech­ne, kön­nen einen sol­chen Schritt der Hin­ga­be nicht gehen.

Zugleich ver­schwieg der Erz­bi­schof die schwie­ri­ge Situa­ti­on der Kir­che nicht: „Wir sind als Kir­che im Ab- und Umbau, und die­se Rea­li­tät zerrt an den Ner­ven von vie­len.“ Den­noch blei­be er über­zeugt, dass Chris­tus sei­ne Kir­che lei­te und sei­ne Lie­be durch das Wir­ken der Gläu­bi­gen Frucht bringe.

Gössl rief den Neu­pries­ter auf, sich nicht von den Her­aus­for­de­run­gen des kirch­li­chen Diens­tes ent­mu­ti­gen zu las­sen. Das Kreuz sei nicht nur Zei­chen von Leid, son­dern vor allem Aus­druck der Lie­be Got­tes und der Hoff­nung auf neu­es Leben. Der pries­ter­li­che Dienst tra­ge dazu bei, die Welt zu mehr Lie­be, Gerech­tig­keit und Frie­den zu bewegen.

Abschlie­ßend sprach der Erz­bi­schof die Hoff­nung aus, dass sich wie­der mehr jun­ge Men­schen zum Dienst in der Kir­che beru­fen füh­len. Er bete dar­um, „dass immer mehr jun­ge Men­schen, berührt von der Freund­schaft zu Chris­tus, sei­nem Ruf in die Diens­te und Ämter der Kir­che folgen“.

Der Neu­pries­ter stammt aus Her­zo­gen­au­rach, trat 2019 ins Bam­ber­ger Pries­ter­se­mi­nar ein und begann zeit­gleich das Theo­lo­gie­stu­di­um in Würz­burg. Von 2021 bis 2022 absol­vier­te er zwei Frei­se­mes­ter in Rom und setz­te das Stu­di­um anschlie­ßend in Mün­chen fort. Seit 2024 absol­vier­te er sei­nen Pas­to­ral­kurs im Seel­sor­ge­be­reich Ans­bach Stadt und Land, im Sep­tem­ber 2025 wur­de er zum Dia­kon geweiht.

Als Pri­miz­spruch wähl­te der 26-Jäh­ri­ge den Bibel­vers „Fürch­te dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich beim Namen geru­fen, du bist mein“ (Jes 43,1). Nach der Wei­he wird er zunächst eine Ver­tre­tung im Kli­ni­kum Bam­berg als Kran­ken­haus­seel­sor­ger über­neh­men und anschlie­ßend sei­ne ers­te Kaplan­stel­le in Ans­bach antreten.

„Gegen Ängs­te und Angstmacher“

Fron­leich­nam in Bamberg

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat beim Fron­leich­nams­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom vor einem Leben ohne Got­tes­be­zug gewarnt. Das Hoch­fest sei mehr als die Pfle­ge einer alten Tra­di­ti­on, sag­te Gössl am heu­ti­gen Don­ners­tag in sei­ner Pre­digt. Fron­leich­nam wer­de gefei­ert, „weil wir von dem Glau­ben getra­gen sind, dass Gott in unse­rem Leben und für unser Zusam­men­le­ben wich­tig ist“.

Die Bam­ber­ger Fron­leich­nams­pro­zes­si­on fin­det seit 1390 statt. Dabei wird das Aller­hei­ligs­te, von Tau­sen­den Gläu­bi­gen beglei­tet, durch die Alt­stadt getragen.

Aus­ge­hend von der bibli­schen Wüs­ten­wan­de­rung des Vol­kes Isra­el, erin­ner­te der Erz­bi­schof dar­an, dass Men­schen auf ihrem Lebens­weg nicht allein unter­wegs sei­en. Die 40 Jah­re dau­ern­de Wan­de­rung durch die Wüs­te habe das Volk gelehrt, „dass es ohne Gott ver­lo­ren ist“. Des­halb sol­le es sich an den gan­zen Weg mit sei­nen Ent­beh­run­gen, Gefah­ren und Zwei­feln erin­nern. Mit Blick auf die Gegen­wart kri­ti­sier­te Gössl die Vor­stel­lung, Wohl­stand und Sicher­heit mach­ten den Glau­ben über­flüs­sig. Eine Gesell­schaft, die Gott ver­ges­se, ver­lie­re letzt­lich Ori­en­tie­rung und Sinn.

Zugleich zog der Erz­bi­schof Par­al­le­len zur Geschich­te der Kir­che. Auch sie sei immer wie­der „ein Weg durch die Wüs­te gewe­sen“, beglei­tet von „Hun­ger und Durst, von gif­ti­gen Skor­pio­nen und allen mög­li­chen Sün­den“. Den­noch habe Chris­tus sei­ne Kir­che auf die­sem Weg beglei­tet und garan­tie­re so, dass kirch­li­ches Wir­ken zum Segen wird für die­se Welt, sag­te Gössl. Abschlie­ßend rief der Erz­bi­schof dazu auf, Fron­leich­nam als Anstoß für einen bewuss­te­ren Glau­ben zu ver­ste­hen. Wer mit Gott durchs Leben gehe, kön­ne „den Ängs­ten und den Angst­ma­chern heu­te und in Zukunft widerstehen“.

Nach dem Got­tes­dienst im Dom fand bei son­ni­gem Wet­ter die Pro­zes­si­on vom Dom über Mar­kus­platz, Holz­markt, Max­platz, Grü­ner Markt zurück zum Dom­platz statt. Tra­di­tio­nell reih­ten sich in den Zug zahl­rei­che ver­schie­de­ne Grup­pen und Orga­ni­sa­tio­nen ein: die Pfar­rei­en mit ihren Geist­li­chen und den Minis­tran­ten, die Rit­ter­or­den, die Ordens­frau­en, Mit­glie­der der Räte und Gre­mi­en, die Hono­ra­tio­ren aus Stadt und Land­kreis Bam­berg sowie die Bru­der­schaf­ten, Innun­gen und Ver­ei­ne, die das Erbe der Zünf­te pfle­gen, dar­un­ter die tra­di­ti­ons­rei­chen Bam­ber­ger Gärt­ner und vie­le mehr. Bei der Pro­zes­si­on wer­den auch die Mari­en­sta­tu­en der Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin sowie die his­to­ri­schen Pro­zes­si­ons­stan­gen mit­ge­tra­gen. In der Mit­te der Pro­zes­si­on wur­de das Dom­kreuz, ein etwa 600 Kilo­gramm schwe­res reich ver­zier­tes Reli­qui­en­kreuz, von 18 Män­nern getragen.

Die Ein­füh­rung der Pro­zes­si­on in Bam­berg geht auf Bischof Lam­precht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Lei­bes Chris­ti mit Pro­zes­si­on unter Teil­nah­me des Kle­rus des Domes und der Stifts­kir­chen anord­ne­te. Dabei wur­de das Aller­hei­ligs­te mit­ge­tra­gen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hof­hal­tung und zurück. Sta­tio­nen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahr­hun­dert über­lie­fert. In der Barock­zeit ent­wi­ckel­te sich die gro­ße Fron­leich­nams­pro­zes­si­on, zu der ein hand­schrift­li­ches Zere­mo­nien­buch aus dem Jahr 1730 vor­liegt. Das Dom­ka­pi­tel führ­te 1822 die gro­ße, vom Dom aus­ge­hen­de Pro­zes­si­on mit ihrem lit­ur­gi­schen Ablauf und den teil­neh­men­den Grup­pen ein. Bis heu­te prägt die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on die Bischofs­stadt Bam­berg und ist Teil ihres reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Erbes.

Erz­bi­schof Gössl zur Wie­der­eröff­nung von St. Michael

„Es ist eine Pracht!“

Mit einem fest­li­chen Pon­ti­fi­kal­amt ist am Sams­tag nach 13-jäh­ri­ger Bau­zeit die Bam­ber­ger Micha­els­kir­che wie­der­eröff­net wor­den. Erz­bi­schof Gössl bezeich­net die sanier­te Kir­che St. Micha­el als Zei­chen für not­wen­di­ge Umkehr und Refor­men in Kir­che und Gesellschaft.

Erz­bi­schof Her­wig Gössl begann sei­ne Pre­digt mit den Wor­ten „Es ist eine Pracht!“, und er dank­te allen, die dafür gesorgt haben, dass die­se Pracht erhal­ten geblie­ben ist. Er deu­te­te das sanier­te Got­tes­haus als Sym­bol für Got­tes blei­ben­de Zuwen­dung zu den Men­schen und für die damit immer­zu not­wen­di­gen und mög­li­chen Erneue­rungs­pro­zes­se in Kir­che, Gesell­schaft und im per­sön­li­chen Leben jedes Menschen.

Das Leit­wort der Kir­chen­vä­ter „Eccle­sia sem­per refor­man­da – Die Kir­che muss sich immer erneu­ern“ betref­fe nicht nur die Struk­tu­ren, son­dern auch das gan­ze Leben. Es gehe dar­um, anzu­er­ken­nen, „dass wir unse­re dunk­len, schmut­zi­gen Stel­len haben“, die der Rei­ni­gung und Erneue­rung bedür­fen, per­sön­lich, als Kir­che und als Gesell­schaft. Auch wenn die Men­schen heu­te viel­fach acht­sa­mer und rück­sichts­vol­ler mit­ein­an­der umgin­gen als frü­her, sei es umso erschre­cken­der, dass es immer wie­der zu Rück­fäl­len in die dun­kels­ten Machen­schaf­ten kom­me, die das Leben so uner­träg­lich machen und die Freu­de am Leben neh­men, so Gössl.

„Mein Ein­druck ist, dass vie­le Men­schen heu­te ger­ne einen ober­fläch­li­chen, äuße­ren Glanz zur Schau stel­len, aber sich sehr davor hüten, tie­fer zu bli­cken“, sag­te der Erz­bi­schof. Vie­le bedroh­li­che Ris­se zögen sich durch die Fami­li­en, durch die Gesell­schaft, nur müh­sam über­tüncht, um den Schein auf­recht zu erhal­ten. „Wie oft fehlt der rich­ti­ge Halt, sodass unse­re Lebens­kon­struk­tio­nen brü­chig wer­den und aku­te Ein­sturz­ge­fahr besteht.“

„Die Kir­che muss sich immer erneu­ern, indem sie zum Urbild zurück­fin­det und an ihm Maß nimmt: an Jesus Chris­tus“, füg­te der Erz­bi­schof hin­zu. „Durch ihn fin­den wir Halt in Gott und kön­nen die dunk­len Schat­ten des Lebens bekämp­fen. So kön­nen wir leuch­ten und strah­len von innen her durch den, der uns aus der Fins­ter­nis in sein wun­der­ba­res Licht geru­fen hat.“

Ein wei­te­rer Aspekt der Pre­digt lag auf der Ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung. Der soge­nann­te Him­mels­gar­ten der Micha­els­kir­che mit sei­nen rund 600 Pflan­zen­mo­ti­ven sei „eine wich­ti­ge Erin­ne­rung dar­an, dass die Schöp­fung Got­tes kost­ba­res Geschenk an uns ist, das es zu schüt­zen und zu bewah­ren gilt“. Gössl beton­te, dem Men­schen sei „nicht Aus­beu­tung und Ver­brauch“ auf­ge­tra­gen, son­dern „hüten und hegen“. Die Schön­heit der Natur ver­wei­se auf den Schöp­fer und sei zugleich Auf­trag zum ver­ant­wort­li­chen Handeln.

Die eigent­li­che Pracht der Kir­che frei­lich sei­en die Men­schen, die sich in ihr ver­sam­meln und die trotz ihrer Schwä­chen und Sün­den von Gott geliebt sind. Dar­an erin­ne­re der hei­li­ge Bischof Otto, der die­se fro­he Bot­schaft den Men­schen in Pom­mern ver­kün­de­te und der so bis heu­te zu einem Brü­cken­bau­er zwi­schen Ost und West, zwi­schen Polen und Deutsch­land wurde.

Die baro­cke Micha­els­kir­che zählt zu den bedeu­tends­ten Sakral­bau­ten Fran­kens und prägt neben dem Dom das Stadt­bild Bam­bergs. In der Kir­che befin­det sich das Grab des hei­li­gen Bischofs Otto, der die Bene­dik­ti­ner­ab­tei 1117 bis 1121 nach einem Erd­be­ben erneu­ern ließ. Die Kir­che und das frü­he­re Klos­ter auf dem Micha­els­berg wur­den 1803 säku­la­ri­siert und sind seit­dem Eigen­tum der Bür­ger­spi­tal­stif­tung der Stadt Bam­berg. Die Kir­che war seit Herbst 2012 wegen gra­vie­ren­der Bau­schä­den geschlos­sen und umfas­send saniert wor­den. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te die Stadt auch sechs neue Glo­cken gie­ßen las­sen. Mit der Wie­der­eröff­nung steht die Micha­els­kir­che nun wie­der – zunächst mit ein­ge­schränk­ten Öff­nungs­zei­ten – Besu­che­rin­nen und Besu­chern offen. Am 9. und 10. Mai ist ein Bür­ger­fest geplant.

Pre­digt Erz­bi­schof Gössl zu Ostern

„Ostern ist eine Lebens­quel­le, die uns mit Hoff­nung erfüllt“

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat die Oster­bot­schaft als hoff­nungs­vol­le Gegen­kraft zu Resi­gna­ti­on, Angst und glo­ba­len Kri­sen beschrie­ben. Der Glau­be an die Auf­er­ste­hung ent­fal­te bis heu­te eine welt­wei­te Dyna­mik, sag­te Gössl in sei­ner Pre­digt am Sonn­tag im Bam­ber­ger Dom.

Dabei gehe es weni­ger um Bewei­se als um Erfah­rung, so der Erz­bi­schof wei­ter. „Es gibt kei­ne Bewei­se für die Auf­er­ste­hung des Herrn, und es gibt auch kei­ne dage­gen.“ Ent­schei­dend sei das Zeug­nis der Glau­ben­den: „Es gibt die Erfah­rung, dass der Glau­be an Jesus Chris­tus neue Wege eröff­net.“ Ostern sei mehr als ein bil­li­ger Opti­mis­mus, „son­dern eine Lebens­quel­le, die in uns spru­delt und uns mit Hoff­nung erfüllt“. Dar­aus erwach­se eine kla­re Hal­tung: „Denn Ostern sagt uns, dass auch Gott die­se Welt und uns Men­schen nie­mals auf­ge­ben wird.“

Nach den trau­ma­ti­schen Ereig­nis­sen am Kar­frei­tag sei­en die Jün­ger zunächst wie gelähmt gewe­sen. Ihre Hoff­nun­gen sei­en zer­bro­chen, „vor allem aber ent­täuscht, weil alle ihre Erwar­tun­gen und Hoff­nun­gen mit ihrem Meis­ter am Kreuz gestor­ben waren“. Doch die­se Star­re sei nicht das Ende gewe­sen. Frau­en, Jün­ger und schließ­lich Maria von Mag­da­la hät­ten die Bot­schaft vom lee­ren Grab wei­ter­ge­tra­gen und die Bot­schaft ver­kün­det: „Der Herr ist von den Toten auferstanden!“

Bin­nen kür­zes­ter Zeit habe sich die­se fro­he Bot­schaft über die gan­ze damals bekann­te Welt ver­brei­tet. Auch auf­tre­ten­de Schwie­rig­kei­ten, nicht ein­mal bru­tals­te Ver­fol­gun­gen hät­ten die­sen Sie­ges­zug des Evan­ge­li­ums stop­pen kön­nen. Bis heu­te wir­ke die­se Kraft fort und brin­ge Men­schen in Bewe­gung, selbst ange­sichts schwie­ri­ger, sogar bedroh­li­cher Situationen.

Men­schen, die aus die­sem Glau­ben leb­ten, könn­ten die Welt ver­än­dern. „Men­schen vol­ler Oster­glau­ben sind Men­schen der Bewe­gung, Men­schen vol­ler Zuver­sicht und Hoff­nung.“ Sie sei­en in der Lage, Ängs­te zu über­win­den und Ver­zei­hung zu schen­ken. Gera­de ange­sichts glo­ba­ler Kri­sen kom­me ihnen beson­de­re Bedeu­tung zu: „Men­schen vol­ler Oster­glau­ben sind für unse­re kriegs­zer­fres­se­ne, hass­erfüll­te Welt so unend­lich wich­tig.“ Ihre Hoff­nung grün­de nicht in sich selbst: „Sie tra­gen eine Zukunft in ihrem Her­zen, die nicht aus ihnen sel­ber kommt.“

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