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Herwig Gössl

Erz­bi­schof Gössl setzt pas­to­ra­le Ori­en­tie­run­gen für eine Kir­che mit Zukunft in Kraft

Erz­bis­tum Bam­berg setzt auf Dia­log und Synodalität

Mit neu­en pas­to­ra­len Ori­en­tie­run­gen stellt das Erz­bis­tum Bam­berg die Wei­chen für eine leben­di­ge und zukunfts­fä­hi­ge Kir­che. Dabei sol­len die Prin­zi­pi­en der Syn­oda­li­tät und des Dia­logs hand­lungs­lei­tend sein, sag­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl, der die „Ent­wick­lungs­li­ni­en“ mit Wir­kung zum Sonn­tag, dem Fest der Tau­fe des Herrn, in Kraft setzte.

Die sich ver­än­dern­den Lebens­rea­li­tä­ten in der Gesell­schaft und die unter­schied­li­chen Erwar­tun­gen und Bedürf­nis­se der Men­schen mach­ten es erfor­der­lich, die kirch­li­chen Struk­tu­ren und Ange­bo­te neu aus­zu­rich­ten. „In die­ser Situa­ti­on ist Jesus Chris­tus unser Maß­stab“, beton­te Gössl.

Pas­to­ra­les Han­deln ent­wick­le sich aus­ge­hend von und gemein­sam mit den Men­schen, ihren jewei­li­gen Lebens­wel­ten und sozia­len Bezü­gen, ihren Bedürf­nis­sen, Freu­den, Hoff­nun­gen, Sor­gen, Zwei­feln, Ängs­ten und Nöten. Die Kir­che wol­le Gemein­schaft unter den Men­schen för­dern, „nicht in einer exklu­si­ven Form, son­dern im Blick auf alle Men­schen in ihrer Ein­zig­ar­tig­keit und in ihrer Lebens­wirk­lich­keit“. Wei­ter heißt es: „Daher tre­ten wir für eine Welt ein, in der Unter­schied­lich­keit als Berei­che­rung erfah­ren wird.“

Die Ent­wick­lung mache die Gren­zen der bis­he­ri­gen kirch­li­chen Struk­tu­ren mit ihren per­so­nel­len und finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten deut­lich. Dies habe zur Fol­ge, dass nicht flä­chen­de­ckend alle Ange­bo­te auf­recht­erhal­ten wer­den kön­nen, so Gössl. Ein „wert­schät­zen­des Abschied­neh­men“ sei erfor­der­lich. Nötig sei die Bereit­schaft, Lieb­ge­wor­de­nes los­zu­las­sen und Din­ge auf­zu­ge­ben, die ein­mal wich­tig waren und immer noch sinn­voll sind, aber nicht mehr gehal­ten wer­den kön­nen. Zugleich müss­ten neben bestehen­den Kirch­or­ten neue Orte der Hoff­nung und des geleb­ten Glau­bens geför­dert wer­den. Auch expe­ri­men­tell-inno­va­ti­ve Ansät­ze und Initia­ti­ven sol­len sys­te­ma­tisch beglei­tet und unter­stützt wer­den. Die Fei­er der sonn­täg­li­chen Eucha­ris­tie blei­be an aus­ge­wähl­ten Orten Höhe­punkt und Mit­te des Glau­bens, damit Men­schen die Nähe Got­tes erfah­ren kön­nen. Dane­ben sei auch die Fei­er wei­te­rer viel­fäl­ti­ger lit­ur­gi­scher und spi­ri­tu­el­ler For­men zu fördern.

Pas­to­ra­les Han­deln fin­de mit­ten in der Gesell­schaft statt und sei durch Eigen­in­itia­ti­ve und Enga­ge­ment, die sich dort zei­gen, inspi­riert. Gemein­schaft­lich geleb­ter Glau­be gesche­he in den Fami­li­en und über­all dort, wo Men­schen ihr Christ­sein und ihre Über­zeu­gung im All­tag und auch in der digi­ta­len Welt leben. „Gemein­schaft­lich geleb­ter Glau­be ist dyna­misch und nicht an bestehen­de Orte und Gebäu­de gebun­den“, heißt es in den Orientierungen.

Daher bestehe nicht der Anspruch, kirch­li­ches Leben im Sin­ne einer Ver­sor­gung durch Haupt- und Ehren­amt­li­che flä­chen­de­ckend auf­recht zu erhal­ten. Die Ver­wal­tung wer­de effi­zi­ent und zen­tral in Seel­sor­ge­be­rei­chen orga­ni­siert. Ein wei­te­res Anlie­gen ist die enge Zusam­men­ar­beit mit ande­ren gesell­schaft­li­chen und kirch­li­chen Akteu­ren im Sozi­al­raum. Die Kir­che möch­te sich als zuver­läs­si­ge Part­ne­rin in der Gesell­schaft ver­ste­hen, die ihre Ver­ant­wor­tung aktiv mit ande­ren über­nimmt. Dies schließt öku­me­ni­sche Part­ner­schaf­ten sowie die Zusam­men­ar­beit mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen Initia­ti­ven, Ver­ei­nen, Ver­bän­den und Ein­rich­tun­gen ein.

Der zen­tra­le Ori­en­tie­rungs­punkt für kirch­li­ches Han­deln sei Jesus Chris­tus, beton­te der Erz­bi­schof. Auf sein Wort, sein Leben, sei­nen Tod und sei­ne Auf­er­ste­hung müss­ten sich alle For­men kirch­li­chen Lebens bezie­hen. Die Kir­che von Bam­berg bewe­ge sich im Rah­men der gesamt­kirch­lich gül­ti­gen Regeln und Nor­men und nut­ze die sich bie­ten­den Mög­lich­kei­ten und Räu­me. „Dabei sind wir getra­gen von der fes­ten Über­zeu­gung, dass es im Letz­ten nicht auf unse­ren Bei­trag ankommt, son­dern auf Got­tes Wir­ken, damit unser Tun als Kir­che frucht­bar wird“, so Gössl.

Die pas­to­ra­len Ori­en­tie­run­gen schrei­ben den Pas­to­ral­plan „Den Auf­bruch wagen – heu­te!“ aus dem Jahr 2005 fort, der wei­ter­hin in Kraft bleibt. Zugleich bil­den sie den Auf­takt des pas­to­ra­len Bis­tums­pro­zes­ses „Ent­schei­den und Han­deln: Für eine Kir­che mit Zukunft“. Auf Basis der Ori­en­tie­run­gen sol­len die Seel­sor­ge­be­rei­che eige­ne pas­to­ra­le Stra­te­gien und inno­va­ti­ve Ideen ent­wi­ckeln, wie sie künf­tig vor Ort Kir­che sein wol­len. Anhand von Rück­mel­dun­gen aus der Pra­xis sol­len die erz­bi­schöf­li­chen pas­to­ra­len Ori­en­tie­run­gen dyna­misch fort­ge­schrie­ben werden.

Christ­li­cher Glau­be als Heil­mit­tel gegen Ego­is­mus, Hass und Intoleranz

Erz­bi­schof Gössl ruft Jah­res­mot­to „Du bewegst die Welt“ aus

Zum Abschluss des von Papst Fran­zis­kus aus­ge­ru­fe­nen Hei­li­gen Jah­res mit dem Leit­wort „Pil­ger der Hoff­nung“ hat Erz­bi­schof Her­wig Gössl das neue Jahr 2026 im Erz­bis­tum Bam­berg unter das Mot­to „Du bewegst die Welt“ gestellt.

Mit dem Jah­res­mot­to für 2026 sol­le zum Aus­druck gebracht wer­den, dass der christ­li­che Glau­be das bes­te Heil­mit­tel gegen Ego­is­mus, Into­le­ranz, Hass und Het­ze ist. „Und dabei kommt es wirk­lich auf jeden ein­zel­nen Men­schen an“, sag­te Gössl in sei­ner Pre­digt am Sil­ves­ter­abend im Bam­ber­ger Dom.

Mit dem Mot­to soll auf­ge­ru­fen wer­den, die eige­ne Bequem­lich­keit und Hilf­lo­sig­keit ange­sichts der welt­wei­ten Kri­sen zu über­win­den. Zwar kön­ne ein Ein­zel­ner nichts aus­rich­ten gegen den glo­ba­len Kli­ma­wan­del, obwohl er ihn mit ver­ur­sa­che durch sei­ne Lebens­ge­wohn­hei­ten, sei­ne Bequem­lich­keit und die man­geln­de Bereit­schaft zum Ver­zicht. Nie­mand kön­ne einen Krieg been­den, den er nicht ange­fan­gen hat, das gelin­ge offen­sicht­lich nicht ein­mal dem US-Prä­si­den­ten. Die­se Erfah­rung von Hilf­lo­sig­keit und Ohn­macht sie für vie­le Men­schen heu­te belas­tend und niederdrückend.

„Wir haben in die­sem Jahr eini­ges erlebt, das uns die Hoff­nung rau­ben könn­te“, stell­te Gössl fest. Aber das Hei­li­ge Jahr habe auf vie­le Zei­chen und Orte der Hoff­nung auf­merk­sam gemacht und gezeigt, wie sehr der All­tag von der Kraft christ­li­cher Hoff­nung durch­drun­gen und gestal­tet ist. „Es hat auch gezeigt, wie sehr es dabei eben doch auf den Glau­ben eines jeden Ein­zel­nen ankommt“, so Gössl. Die­se Hoff­nung sei kei­ne „bil­li­ge Ver­trös­tung“, son­dern ech­te Hoff­nung, die sich in Gott fest­ma­che. Es sei des­halb wich­tig, den Glau­ben wei­ter­zu­ge­ben, „weil er uns in einer zuneh­mend maß­los wer­den­den Welt einen Maß­stab an die Hand gibt.“

Weih­nachts­pre­digt von Erz­bi­schof Gössl

„Weih­nach­ten ist kei­ne welt­frem­de Idylle“

Die Frie­dens­bot­schaft der Hei­li­gen Nacht ist nach Wor­ten von Erz­bi­schof Her­wig Gössl kei­ne Blind­heit vor der Rea­li­tät und kein über­trie­be­ner Opti­mis­mus, beton­te der Erz­bi­schof in sei­ner Weihnachtspredigt.

„Weih­nach­ten sagt uns alle Jah­re wie­der, dass Gott die­se Mensch­heit nicht auf­ge­ge­ben hat, trotz aller Unver­nunft und Wider­sprüch­lich­keit im Ver­hal­ten, trotz der Nei­gung zur Gewalt, die dem Frie­den so oft im Weg steht“, sag­te Gössl in sei­ner Pre­digt am Hei­lig­abend im Bam­ber­ger Dom.

Der Erz­bi­schof stell­te die Fra­ge, war­um es der Mensch­heit so schwer­fal­le, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten ohne Gewalt zu regeln. Offen­sicht­lich schlum­me­re im Men­schen eine Nei­gung zur Eska­la­ti­on, die dann erwa­che, wenn man sich bedroht oder unge­recht behan­delt füh­le. Die­se Mecha­nis­men zeig­ten sich nicht nur im Krieg, son­dern auch in den sozia­len Netz­wer­ken, wo Empö­rung, Feind­bil­der und gegen­sei­ti­ge Schuld­zu­wei­sun­gen vie­le Debat­ten prägten.

Dem setz­te Erz­bi­schof Gössl die bibli­sche Frie­dens­bot­schaft ent­ge­gen. Der Pro­phet Jesa­ja spre­che von der Sehn­sucht nach Frie­den, ver­schwei­ge aber auch nicht die Trüm­mer und das Leid in der Stadt Jeru­sa­lem, die dem Frie­den vor­aus­gin­gen. Auch Weih­nach­ten sei kei­ne welt­frem­de Idyl­le. „Das Evan­ge­li­um redet sehr klar von der Fins­ter­nis in die­ser Welt“, sag­te Gössl. Zugleich ver­kün­de es, dass ein Licht in die­ser Fins­ter­nis leuch­te und Ori­en­tie­rung sowie Hoff­nung gebe.

Die Weih­nachts­bot­schaft ver­steht der Erz­bi­schof als Hoff­nungs­zei­chen und Auf­trag zugleich. Sie zei­ge, wie die Welt nach Got­tes Wil­len sein kön­ne, und ermu­ti­ge dazu, Gewalt zu dees­ka­lie­ren und aktiv zum Frie­den bei­zu­tra­gen. Weil Gott die Mensch­heit trotz Krieg, Hass und Kon­flik­ten nicht auf­ge­be, dürf­ten auch Men­schen ein­an­der nicht auf­ge­ben – weder in Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten noch in digi­ta­len Aus­ein­an­der­set­zun­gen oder im pri­va­ten All­tag. Auch wenn Frie­dens­ar­beit oft wie ein schwa­ches Licht erschei­ne, blei­be sie wirk­sam. Die Geburt Chris­ti sei das Zei­chen für Got­tes Ja zur Welt „Es ermu­tigt uns, auch selbst zu den Mit­men­schen Ja zu sagen“, so Gössl.

Bis­tums­gren­ze wird verschoben

Erz­bis­tum Bam­berg und Bis­tum Eich­stätt tau­schen klei­ne Gebiete

Die Gren­ze zwi­schen dem Erz­bis­tum Bam­berg und dem Bis­tum Eich­stätt ändert sich. Der Vati­kan ent­sprach dem Wunsch von Erz­bi­schof Her­wig Gössl und des dama­li­gen Eich­stät­ter Bischofs Gre­gor Maria Han­ke, die Anfang des Jah­res eine Anpas­sung der Gren­ze an die pas­to­ra­le Pra­xis bean­tragt hat­ten. Betrof­fen sind nur weni­ge Hun­dert Katho­li­ken, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Hin­ter­grund ist, dass vor Jahr­zehn­ten mit dem Bau des Main-Donau-Kanals im Süden der Stadt Nürn­berg (Mart­erlach­sied­lung) die zu Eich­stätt gehö­ren­de Kura­tie St. Gabri­el von ihrer Mut­ter­pfar­rei St. Wal­bur­ga (Eibach) abge­schnit­ten wur­de. Die­ser Teil der Pfar­rei ist seit­dem nicht mehr ohne gro­ße Umwe­ge zu errei­chen. 1971 wur­den von bei­den Bis­tü­mern das Gebiet von St. Gabri­el im Bereich der Pfar­rei St. Wal­bur­ga (Eich­stätt) und der Stadt­teil Wer­der­au im Bereich der Pfar­rei St. Lud­wig (Bam­berg) zur Seel­sor­ge­stel­le Mart­erlach­sied­lung-Wer­der­au zusam­men­ge­fasst. Im Lau­fe der Zeit hat sich dann für das Gebiet der Name St. Gabri­el durch­ge­setzt. 2018 ver­ein­bar­ten die Bis­tü­mer, die Pfarr­kir­chen­stif­tung St. Fran­zis­kus in Nürn­berg (Erz­bis­tum Bam­berg) sowie die Kura­tie­kir­chen­stif­tung St. Gabri­el in Nürn­berg (Bis­tum Eich­stätt) mit ihren jewei­li­gen Kir­chen­ge­mein­den auf­zu­he­ben und der Pfarr­kir­chen­ge­mein­de St. Lud­wig (Erz­bis­tum Bam­berg) zuzu­le­gen. Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um stimm­te dem zu.

Ein ande­rer Fall von bis­tums­grenz­über­schrei­ten­der Seel­sor­ge wur­de in der Pfar­rei St. Lud­wig in Ans­bach (Erz­bis­tum Bam­berg) berei­nigt. Hier wer­den seit jeher meh­re­re Orts­tei­le von zwei Pfar­rei­en des Bis­tums Eich­stätt mit­be­treut. Betrof­fen sind 340 Katho­li­ken in Nürn­berg und 411 in Ans­bach, die sich auch den sie betreu­en­den Pfar­rei­en zuge­hö­rig füh­len. Bezüg­lich der Kir­chen­steu­er han­delt sich dahin­ge­hend um einen „gerech­ten Tausch“. Die Ände­rung tritt zum 1. Janu­ar 2026 in Kraft.


Die Ver­än­de­run­gen

Von Eich­stätt zu Bam­berg: das gesam­te Gebiet der (ursprüng­li­chen) Kura­tie St. Gabri­el in Nürn­berg, Stadt­teil Marterlachsiedlung.

Von Bam­berg zu Eich­stätt: die Ort­schaf­ten Brodswin­den mit Brodswin­de­ner Müh­le, Ham­mer­schmie­de, Höf­stet­ten, Höf­stet­ter Müh­le, Wal­lers­dorf, der west­li­che Teil der Ort­schaft Wolf­arts­win­den sowie Albern­dorf mit Büchen­müh­le, Hirsch­bronn, Neu­kir­chen und Stein­bach, fer­ner der öst­li­che der Bun­des­stra­ße B13 gele­gen Teil der Gemar­kung Bern­hards­win­den mit Louismühle.

Weih­nach­ten im Bam­ber­ger Dom

Christ­met­te mit Erz­bi­schof Gössl im Livestream

An Hei­lig­abend fin­det die tra­di­tio­nel­le Christ­met­te im Bam­ber­ger Dom mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl um 22.30 Uhr statt. Das Erz­bis­tum Bam­berg hat den Ablauf vom dies­jäh­ri­gen Weih­nachts­fest bis Drei­kö­nig bekanntgegeben.

An Hei­lig­abend sin­gen und spie­len wäh­rend der Christ­met­te die Mäd­chen­kan­to­rei, der Frau­en­kam­mer­chor der Dom­kan­to­rei und Mit­glie­der der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker die Mis­sa in A „in nati­vi­ta­te Domi­ni“ von Josef Gabri­el Rheinberger.

An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger. Die Christ­met­te wird im Live­stream über­tra­gen. Um 16.00 Uhr fin­det ein Kin­der­got­tes­dienst mit Krip­pen­spiel statt, der vom Auf­bau­chor der Mäd­chen­kan­to­rei und den Vor­chö­ren der Dom­mu­sik gestal­tet wird. Um 17.30 Uhr wird eine Fami­li­en­met­te mit Dom­pfar­rer Mar­kus Koh­mann gefeiert.

Das Pon­ti­fi­kal­amt am Hoch­fest der Geburt des Herrn, Don­ners­tag, 25. Dezem­ber, mit Erz­bi­schof Gössl, beginnt um 9.30 Uhr. Die Dom­kan­to­rei, Solis­ten und Musi­ker der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker sin­gen und spie­len unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Vin­cent Heit­zer die Mis­sa bre­vis in C „Mis­sa auli­ca“ von F. X. Bri­xi. An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger. Der Got­tes­dienst wird im Live­stream über­tra­gen. Eine wei­te­re Eucha­ris­tie­fei­er fin­det um 11.30 Uhr statt. Um 17.00 Uhr fei­ert Erz­bi­schof Gössl eine Pon­ti­fi­kal­ves­per. Es sin­gen der Dom­chor, die Mäd­chen­kan­to­rei und die Dom­kan­to­rei Chor­mu­sik, Psal­men und Wechselgesänge.

Am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag, Frei­tag, 26. Dezem­ber, fin­det um 9.30 Uhr eine Eucha­ris­tie­fei­er statt, der Dom­de­kan Hubert Schiepek vor­steht. Der Män­ner­chor des Dom­cho­res und die Sopra­nis­tin Vic­to­ria Kun­ze sin­gen die „Mis­sa clas­si­ca“ von G. Sorg. Um 11.30 Uhr fin­det eine wei­te­re Mess­fei­er statt, um 17.00 Uhr eine Festandacht.

Am Sonn­tag, 28. Dezem­ber, sind Eucha­ris­tie­fei­ern um 9.30 Uhr und um 11.30 Uhr. Um 17 Uhr wird das Weih­nachts­ora­to­ri­um von Johann Sebas­ti­an Bach, Kan­ta­ten I, IV, VI, vom Dom­chor, Solis­ten und dem Barock­or­ches­ter La Ban­da unter Lei­tung von Vin­cent Heit­zer aufgeführt.

Am Sil­ves­ter­tag, Mitt­woch, 31. Dezem­ber, beginnt die fei­er­li­che Ves­per zum Jah­res­schluss mit Erz­bi­schof Gössl um 17.00 Uhr. Musi­ka­lisch mit­ge­stal­tet wird sie vom Kathe­dral­ju­gend­chor mit Psal­men, Wech­sel­ge­sän­gen und weih­nacht­li­cher Chormusik.

An Neu­jahr (Hoch­fest der Got­tes­mut­ter Maria), Don­ners­tag, 1. Janu­ar, fin­det um 9.30 Uhr ein Got­tes­dienst mit Dom­de­kan Hubert Schiepek mit deut­schen Kir­chen­lie­dern und Kan­to­ren­ge­sän­gen statt. Um 11.30 Uhr ist eine wei­te­re Eucharistiefeier.

Am Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn, (Drei­kö­nig) Diens­tag, 6. Janu­ar, wird die Eucha­ris­tie­fei­er um 9.30 Uhr, der Dom­de­kan Hubert Schiepek vor­steht, vom Dom­Vo­kal musi­ka­lisch gestal­tet. Um 11.30 Uhr fin­det ein wei­te­rer Got­tes­dienst mit Aus­sendung der Stern­sin­ger statt. Um 17.00 Uhr wird ein weih­nacht­li­cher Ves­per­got­tes­dienst „A Cerem­o­ny of Nine Les­sons and Carols“ in angli­ka­ni­scher Form gefei­ert. Es singt die Domkantorei.

Das Par­ken auf dem Dom­platz ist zu den Got­tes­dienst­zei­ten und zum Weih­nachts­ora­to­ri­um erlaubt.

Die Live­streams am 24. und 25. Dezem­ber wer­den auf www.youtube.com/erzbistumbamberg übertragen.

Erz­bi­schof Gössl gra­tu­liert im Namen des Bistums

Alt-Erz­bi­schof Karl Braun wird 95 Jah­re alt

Der frü­he­re Bam­ber­ger Erz­bi­schof Karl Braun wird am Sams­tag, dem 13. Dezem­ber, 95 Jah­re alt. Erz­bi­schof Her­wig Gössl gra­tu­liert dem Jubi­lar mit einem Glück­wunsch­schrei­ben im Namen des gan­zen Erz­bis­tums. Seit sei­ner Eme­ri­tie­rung 2001 die­ne er der Kir­che durch sein Gebet und sei ein „wacher und auf­merk­sa­mer Beglei­ter der aktu­el­len Vor­gän­ge in Kir­che und Welt“ geblieben.

„Ich dan­ke Dir für Dei­ne Ver­bun­den­heit und für Dei­ne lie­bens­wür­di­gen und pas­to­ral hilf­rei­chen Gedan­ken, die immer zugleich getra­gen sind vom Fun­da­ment einer tie­fen Ver­wur­ze­lung im katho­li­schen Glau­ben“, füg­te Gössl in sei­nem Brief hin­zu. Mit dem Bam­ber­ger Pas­to­ral­ge­spräch habe Karl Braun einen wich­ti­gen Akzent der Syn­oda­li­tät im Erz­bis­tum gesetzt. „In unzäh­li­gen Impul­sen und Anspra­chen hast Du Dich um eine Ver­tie­fung der inhalt­li­chen Gesprä­che und um eine Stär­kung des Glau­bens bemüht“, so Gössl.

Der eme­ri­tier­te Erz­bi­schof Lud­wig Schick wür­dig­te sei­nen Vor­gän­ger mit den Wor­ten: „Du hast Dein gan­zes Leben im Geist Jesu Chris­ti der Kir­che und den Men­schen gewid­met.“ Er wünsch­te ihm wei­ter Gesund­heit des Lei­bes und der See­le, Zufrie­den­heit und Wohlergehen.

Karl Braun wur­de am 13. Dezem­ber 1930 in Kemp­ten in einer Kauf­manns­fa­mi­lie gebo­ren. Am 10. Okto­ber 1958 wur­de er in Rom zum Pries­ter geweiht. Nach Auf­ga­ben in der Seel­sor­ge in Grö­nen­bach und Mur­nau stu­dier­te Braun ab 1962 Kir­chen­recht in Rom. Er war Kon­zils­se­kre­tär der Bischö­fe Joseph Freun­dor­fer und Josef Stimpf­le. In sei­nem Hei­mat­bis­tum Augs­burg war er Dom­vi­kar und zwei­ter Sekre­tär von Bischof Stimpf­le sowie Lei­ter der diö­ze­sa­nen Vor­be­rei­tungs­kom­mis­si­on der Gemein­sa­men Syn­ode der deut­schen Bis­tü­mer. 1972 wur­de er ins Augs­bur­ger Dom­ka­pi­tel beru­fen. Als Bis­tums­theo­lo­ge war Karl Braun Ansprech­part­ner für Fra­gen des Glau­bens und der Lit­ur­gie. Am 17. April 1984 ernann­te ihn Papst Johan­nes Paul II. zum Bischof von Eich­stätt. Die Bischofs­wei­he emp­fing er am 16. Juni 1984 im Eich­stät­ter Dom.

Am 25. März 1995 ernann­te Papst Johan­nes Paul II. Karl Braun zum Erz­bi­schof von Bam­berg. Er war damit der 74. Bischof und der zwölf­te Erz­bi­schof. Sechs Jah­re lang lei­te­te Karl Braun die Erz­diö­ze­se. In sei­ne Amts­zeit fiel das Bam­ber­ger Pas­to­ral­ge­spräch, in dem sich Gläu­bi­ge und Hir­ten inten­siv mit der Kir­che und der Erz­diö­ze­se Bam­berg vor den Her­aus­for­de­run­gen der heu­ti­gen Zeit beschäf­tig­ten. Auch sei­ne über­diö­ze­sa­nen Auf­ga­ben in der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ver­sah Erz­bi­schof Braun mit dem Blick auf die Ein­heit der Kir­che in Deutsch­land und deren Ein­bin­dung in die Weltkirche.

Auch nach sei­nem Ruhe­stand, den er zurück­ge­zo­gen in Bam­berg-Wil­densorg ver­bringt, hat er zahl­rei­che Bücher und Bei­trä­ge in Zeit­schrif­ten zu The­men des geist­li­chen Lebens der Pries­ter und zur gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on der Kir­che veröffentlicht.

Erz­bi­schof Gössl: „Wir dür­fen nicht wegsehen“

Erz­bis­tum Bam­berg stellt 25.000 Euro für Men­schen im Gaza­strei­fen bereit

Ange­sichts der sich zuspit­zen­den Hun­ger­ka­ta­stro­phe im Gaza­strei­fen stellt das Erz­bis­tum Bam­berg 25.000 Euro als kurz­fris­ti­ge Kata­stro­phen­hil­fe bereit. Die Mit­tel gehen zu glei­chen Tei­len an Cari­tas Inter­na­tio­nal und Mise­re­or, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Die kirch­li­chen Hilfs­wer­ke sind mit eige­nen Mit­ar­bei­ten­den sowie Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen vor Ort und leis­ten huma­ni­tä­re Hil­fe für die Men­schen, die von aku­ter Unter­ver­sor­gung und Hun­ger betrof­fen sind.

Die Lage im Gaza­strei­fen ist nach Wor­ten von Erz­bi­schof Her­wig Gössl dra­ma­tisch. „Wir dür­fen nicht weg­se­hen, wenn zwei Mil­lio­nen Men­schen um das Über­le­ben kämp­fen, weil ihnen die nöti­gen Lebens­mit­tel und ein Dach über dem Kopf feh­len“, sag­te Gössl. Er beton­te zudem, dass die kirch­li­chen Hilfs­wer­ke trotz schwie­rigs­ter Bedin­gun­gen wei­ter­hin im Ein­satz sei­en. Cari­tas Inter­na­tio­nal und Mise­re­or leis­te­ten unter größ­ten Gefah­ren Außer­ge­wöhn­li­ches. Mit den bereit­ge­stell­ten Mit­teln wol­le das Erz­bis­tum ihre Arbeit stär­ken und zugleich ein Zei­chen der Soli­da­ri­tät und Mensch­lich­keit setzen.

Nach Anga­ben der Hilfs­wer­ke fehlt es in Gaza der­zeit vor allem an Lebens­mit­teln, sau­be­rem Was­ser, medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung und siche­ren Unter­künf­ten. Bei­de Orga­ni­sa­tio­nen haben zu Spen­den auf­ge­ru­fen, um ihre Hilfs­pro­gram­me auf­recht­zu­er­hal­ten und aus­zu­wei­ten. Gössl rief dazu auf, die Hilfs­wer­ke zusätz­lich zu unter­stüt­zen. Jede Spen­de hel­fe, Leid zu lin­dern und Zukunft zu ermög­li­chen, beton­te der Erzbischof.


Spen­den­kon­ten

Cari­tas Inter­na­tio­nal: DE88 6602 0500 0202 0202 02

Mise­re­or: DE75 3706 0193 0000 1010 10

Alte Ver­bin­dung zwi­schen den Bischofs­städ­ten wird neu belebt

Bam­ber­ger Hein­rich-Reli­quie an das Straß­bur­ger Müns­ter übergeben

Eine Reli­quie des Hei­li­gen Kai­sers Hein­rich II. ist im Auf­trag des Bam­ber­ger Erz­bi­schofs Her­wig Gössl an das Straß­bur­ger Müns­ter über­ge­ben wor­den, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Damit wur­den die his­to­ri­schen Ver­bin­dun­gen zwi­schen bei­den Kathe­dral­städ­ten mehr als 1000 Jah­re nach der Zeit des Kai­sers neu belebt.

Hein­rich II., letz­ter Herr­scher aus dem otto­ni­schen Geschlecht, hat­te im 11. Jahr­hun­dert sowohl in Bam­berg als auch in Straß­burg deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Bei­de Städ­te sol­len zu sei­nen Lieb­lings­or­ten gehört haben. Inten­siv för­der­te er die Grün­dung des Bis­tums Bam­berg im Jahr 1007 und den Bau des ers­ten Domes, der 1012 geweiht wur­de. Auch in Straß­burg unter­stütz­te er 1015 maß­geb­lich den Bau der Kathe­dra­le. Nach der Über­lie­fe­rung soll er dort län­ge­re Zeit ver­weilt und an den Kapi­tel­s­mes­sen teil­ge­nom­men haben. Ein Kai­ser­fens­ter im Straß­bur­ger Müns­ter erin­nert bis heu­te an die Rol­le Hein­richs II. beim Bau und den Straß­bur­ger Bischof Wer­ner von Habs­burg, mit dem er freund­schaft­lich ver­bun­den war.


Par­ti­kel mit bischöf­li­cher Authen­tik ver­se­hen wur­de nach Straß­burg gebracht

Umge­kehrt ist die Prä­senz des Straß­bur­ger Bischofs auch für den Papst­be­such in Bam­berg im Jahr 1020 ver­brieft. Die engen Bezie­hun­gen zwi­schen bei­den Bischofs­städ­ten waren längst in Ver­ges­sen­heit gera­ten und leben mit der Reli­qui­en­über­tra­gung neu auf.

Die Initia­ti­ve dazu ging vom Straß­bur­ger Dom­pfar­rer Didier Munt­zin­ger aus, der zum 750. Jubi­lä­um der Lau­ren­ti­us­ka­pel­le deren Altar neu­ge­stal­ten ließ. Bei einem Dom­bau­meis­ter­tref­fen in Bam­berg ent­stand der Kon­takt zum Erz­bis­tum. „Es war uns eine gro­ße Freu­de, eine Hein­richs­re­li­quie nach Straß­burg zu geben“, sag­te Erz­bi­schof Gössl. „So sind wir durch den hei­li­gen Hein­rich noch tie­fer mit den Schwes­tern und Brü­dern in Straß­burg ver­bun­den.“ In Straß­burg wur­de die Reli­quie mit freu­di­ger Dank­bar­keit ent­ge­gen­ge­nom­men und als Zei­chen euro­päi­scher Gemein­schaft der Kir­che und der Gläu­bi­gen gewertet.

Die Reli­quie, ein win­zi­ges Frag­ment eines Ober­schen­kel­kno­chens des Hei­li­gen Kai­sers, stammt aus dem Bam­ber­ger Dom­schatz. Nach der Hei­lig­spre­chung Hein­richs 1146 wur­den sei­ne Gebei­ne in vie­le Kir­chen Euro­pas über­führt. Ein grö­ße­rer Teil­kno­chen war im 19. Jahr­hun­dert an ein päpst­li­ches Kol­leg in Rom gelangt und kehr­te erst 2024 nach Bam­berg zurück. Das Gegen­stück war in der Sakris­tei des Bam­ber­ger Doms ver­wahrt wor­den. Nach der Zusam­men­füh­rung waren bei­de Gebei­ne im Febru­ar 2025 im Kai­ser­grab bei­gesetzt wor­den, bis auf ein klei­nes Frag­ment, das für künf­ti­ge Reli­qui­en­an­fra­gen zurück­ge­hal­ten wur­de. Ein sol­cher Par­ti­kel wur­de nun mit bischöf­li­cher Authen­tik ver­se­hen und mit einem Sie­gel des Erz­bi­schofs nach Straß­burg gebracht. Die Ein­set­zung in den neu­en Altar der Lau­ren­ti­us­ka­pel­le erfolg­te am 25. Okto­ber 2025.

„Schen­ken Sie den Men­schen Hoff­nung und Licht!“

Erz­bi­schof Gössl weiht vier Män­ner aus dem Erz­bis­tum Bam­berg zu Stän­di­gen Diakonen

Bei einem fei­er­li­chen Wei­he­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom hat Erz­bi­schof Her­wig Gössl am Sams­tag Dr. Johan­nes Kraus, Chris­ti­an Kainz­bau­er-Wütig, Mar­kus Eberl sowie Mar­tin Wol­ters in ihrem Amt als Stän­di­ge Dia­ko­ne bestä­tigt und die Bedeu­tung der Dia­ko­nen­wei­he für die Ver­kün­di­gung der christ­li­chen Hoff­nung unterstrichen.

In sei­ner Pre­digt beton­te Erz­bi­schof Gössl, dass Dia­ko­ne nicht nur in der Lit­ur­gie, son­dern auch im täg­li­chen Leben das Wort Got­tes ver­kün­den sol­len, „durch ihre Taten und ihre Hal­tung“. Dia­ko­ne sei­en dazu auf­ge­ru­fen, nicht nur Wor­te der Hoff­nung zu spre­chen, son­dern auch als Pil­ger der Hoff­nung vor­an­zu­ge­hen und die Men­schen zu inspi­rie­ren: „In der Art und Wei­se, wie sie leben, wie sie in ihrem Beruf und in ihrer Frei­zeit mit Men­schen umge­hen, soll ables­bar sein, wel­che Bot­schaft Dia­ko­ne ver­kün­den und wel­chen Hori­zont der Hoff­nung unser christ­li­cher Glau­be auf­tut“, so Gössl.

Die wah­re Hoff­nung, die Chris­ten in die Welt tra­gen, zeich­ne sich nicht allei­ne durch gute Stim­mung oder unge­trüb­ten Opti­mis­mus aus, sag­te der Erz­bi­schof. Statt­des­sen sei die Hoff­nung, die durch den Glau­ben an die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti geschenkt wird, eine tief­grün­di­ge und tra­gen­de Hoff­nung, die spür­bar macht, dass es immer Raum zum Han­deln gibt, „auch ange­sichts bedrü­cken­der und bedroh­li­cher Situationen“.

Gössl hob her­vor, dass wir in einer Zeit leben, in denen vie­le Leu­te von Ängs­ten umge­trie­ben wer­den: „vor dem Krieg, vor der Kli­ma­ka­ta­stro­phe, vor dem sozia­len Käl­te­ein­bruch, vor der Mani­pu­lier­bar­keit durch Des­po­ten oder durch die KI“. Umso wich­ti­ger sei es, in die­sem Kli­ma Hoff­nung zu ver­mit­teln und Mut zu machen. Dia­ko­ne sol­len den Bedürf­ti­gen, Lei­den­den und Suchen­den bei­ste­hen und dabei die christ­li­che Bot­schaft der Ver­söh­nung und des Frie­dens weitertragen.

Dr. Johan­nes Kraus ist 37 Jah­re alt, kommt aus Kers­bach bei Neun­kir­chen am Sand im Seel­sor­ge­be­reich Peg­nitz­tal und arbei­tet als Pro­jekt­ma­na­ger. Chris­ti­an Kainz­bau­er-Wütig ist 55 Jah­re alt, Ordi­na­ri­ats­rat sowie Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Außer­schu­li­sche Bil­dung und wohnt in Bisch­berg im Seel­sor­ge­be­reich Main-Aurach.

Mar­kus Eberl ist 58 Jah­re alt und arbei­tet als Notar in Bay­reuth, sei­ne Hei­mat­pfar­rei ist die Gemein­de Hei­lig Kreuz im Seel­sor­ge­be­reich Bay­reuth. Mar­tin Wol­ters ist 54 Jah­re alt und arbei­tet als Elek­tro­in­ge­nieur in Nürn­berg, wo er sich in der Pfar­rei St. Micha­el im Seel­sor­ge­be­reich Nürn­berg Mit­te-Nord-West engagiert.

Die vier Geweih­ten wer­den künf­tig in ihren jewei­li­gen Seel­sor­ge­be­rei­chen als Dia­ko­ne im Zivil­be­ruf ein­ge­setzt, um die Teams vor Ort zu unter­stüt­zen und leben­di­ges Zeug­nis für eine dia­ko­ni­sche Kir­che zu sein. Bereits im letz­ten Jahr wur­den vier Män­ner zu Dia­ko­nen geweiht, so dass die Stän­di­gen Dia­ko­ne unter den Berufs­grup­pen der pas­to­ra­len Diens­te den stärks­ten Zuwachs ver­zeich­nen. Im Erz­bis­tum Bam­berg gibt es mit den Neu­ge­weih­ten ins­ge­samt 58 Stän­di­ge Diakone.

„Wir müs­sen mit­ein­an­der im Gespräch blei­ben, ohne zu streiten“

Erz­bi­schof Gössl besucht Vieh­be­trieb in Medlitz

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat beim Besuch eines ober­frän­ki­schen Bau­ern­hofs die Ver­ant­wor­tung der Land­wir­te für Kli­ma- und Umwelt­schutz betont und ihre Leis­tung für eine regio­na­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung gewürdigt.

Auf dem Hof der Fami­lie Böh­mer im Rat­tels­dor­fer Orts­teil Med­litz tausch­te sich Gössl am Mitt­woch mit Land­wir­ten und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern des Baye­ri­schen Bau­ern­ver­bands (BBV) über aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen der Land­wirt­schaft aus.

Land­wirt Dani­el Böh­mer schil­der­te bei einem Rund­gang die zuneh­men­de Belas­tung vie­ler Betrie­be durch wach­sen­de Büro­kra­tie. „Es dau­ert zwei Wochen, die Dün­ge­mit­tel­be­darfs­er­mitt­lung oder die Arz­nei­mit­tel­do­ku­men­ta­ti­on im Sin­ne der Vor­schrif­ten zu erle­di­gen“, klag­te Böh­mer. Sein Vater, Seni­or­chef Edgar Böh­mer, ergänz­te: „Frü­her ver­brach­te der Bau­er den Sonn­tag­vor­mit­tag in der Kir­che und beim Früh­schop­pen, heu­te sitzt er im Büro und erle­digt Papierkram.“

Der ober­frän­ki­sche Bau­ern­prä­si­dent Her­mann Greif warn­te, die stei­gen­den Auf­la­gen belas­te­ten vie­le Land­wir­te auch psy­chisch. Ein land­wirt­schaft­li­cher Betrieb kön­ne nicht ein­fach sei­nen Pro­duk­ti­ons­stand­ort ver­la­gern, sag­te Greif und beton­te, die regio­na­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung sei sehr wich­tig für ein gutes Leben. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher müss­ten als All­tags­kom­pe­tenz ler­nen, mit Lebens­mit­teln ver­ant­wor­tungs­voll umzu­ge­hen. Rund 59 Pro­zent der jähr­lich anfal­len­den 6,5 Mil­lio­nen Ton­nen Lebens­mit­tel­ab­fäl­le ent­stün­den in pri­va­ten Haus­hal­ten, nur zwei Pro­zent in der Landwirtschaft.


Bau­ern­hof der Fami­lie Böh­mer bewirt­schaf­tet rund 130 Milchkühe

Greif bot an, die Fach­kom­pe­tenz der Land­wir­te auch in kirch­li­che Dis­kus­sio­nen über Nach­hal­tig­keit und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung ein­zu­brin­gen. Bezirks­bäue­rin Bea­te Opel wand­te sich gegen pau­scha­le Vor­ur­tei­le in der Öffent­lich­keit bei den The­men Pflan­zen­schutz und Düngung.

Gössl zeig­te in einem anschlie­ßen­den Gespräch gro­ßes Ver­ständ­nis für die Sor­gen und Belas­tun­gen der Land­wir­te. „Büro­kra­ti­sche Vor­schrif­ten dür­fen nicht von grund­sätz­li­chem Miss­trau­en geprägt sein. Ver­trau­en ist eine christ­li­che Grund­hal­tung“, sag­te er. Zugleich beton­te er, vie­le Rege­lun­gen hät­ten im Sin­ne des Ver­brau­cher­schut­zes ihre Berech­ti­gung. Par­al­le­len sieht Gössl zwi­schen Kir­che und Land­wirt­schaft: In bei­den Berei­chen gehe Erfah­rungs­wis­sen ver­lo­ren, und der Ver­wal­tungs­auf­wand auf­grund staat­li­cher Vor­ga­ben neh­me zu.

„Ich bewun­de­re das Enga­ge­ment der Land­wir­te, sie­ben Tage die Woche für ihren Betrieb zu arbei­ten. Das ist heu­te nur noch schwer zu ver­mit­teln“, sag­te Gössl. Auch in der Kir­che gebe es unter­schied­li­che Posi­tio­nen zu bio­lo­gi­scher und kon­ven­tio­nel­ler Land­wirt­schaft. „Wir müs­sen mit­ein­an­der im Gespräch blei­ben, ohne zu strei­ten“, beton­te er. Zu einer gesun­den Ernäh­rung gehör­ten gute land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­te. „Gesun­de Ernäh­rung heißt nicht, mehr Fleisch zu essen. Aber die Brat­wurst müs­sen wir des­halb auch nicht verbieten.“

Der Bau­ern­hof von Edgar und Dani­el Böh­mer bewirt­schaf­tet rund 130 Milch­kü­he, die mit zwei Melk­ro­bo­tern gemol­ken wer­den, sowie eine eige­ne Bio­gas­an­la­ge. Die Fami­lie setzt auf eine Kom­bi­na­ti­on aus Milch­vieh­hal­tung, Markt­frucht­an­bau und Ener­gie­ge­win­nung – ein Bei­spiel für nach­hal­ti­ge Kreis­lauf­wirt­schaft, wie der Bau­ern­ver­band betonte.

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