17 Initiativen aus dem Erzbistum für ihr Engagement geehrt
Erzbischof Gössl: Ehrenamt kann die Welt bewegen
Sie organisieren Zeltlager, unterstützen ältere Menschen oder gestalten Gottesdienste: 17 ehrenamtlich aktive Gruppen wurden von Erzbischof Herwig Gössl im Rahmen einer Feierstunde im Bistumshaus St. Otto in Bamberg ausgezeichnet, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt.
Die Ehrung wurde von der Stiftung für das Ehrenamt vorbereitet. Deren Geschäftsführerin Juliana Sitzmann betonte, wie wertvoll das Engagement der Ehrenamtlichen sei. Deshalb brauche es Veranstaltungen wie diese, bei denen ihr Einsatz im Mittelpunkt stehe.
Jedes Jahr werden stellvertretend für alle ehrenamtlichen Initiativen einige Gruppen ausgewählt. Diese Auswahl sei aber nicht im Sinne einer Skala oder eines Wettbewerbs zu sehen, wie Sitzmann unterstrich. Vielmehr solle sie zeigen, in welchen verschiedenen Bereichen Ehrenamt präsent ist. Die 17 Gruppen waren deshalb einer der vier Kategorien „Senioren“, „Liturgie und Kirchenraum“, „Begegnung, Gemeinschaft und Soziales“ und „Kinder und Jugend“ zugeordnet, die jeweils von einem Mitglied des Stiftungsrats vorgestellt wurden.
Jede Gruppe bekam von Erzbischof Gössl eine Dankesurkunde überreicht. Der Erzbischof griff in seiner Ansprache das Jahresmotto des Erzbistums auf: „‚Du bewegst die Welt‘, das passt sehr gut zu Ihnen allen.“ Durch ihren Einsatz seien die Ehrenamtlichen für andere da und bewegten deren Welt.
Neben der Urkunde erhielten die Gruppen eine finanzielle Anerkennung. Das Geld ist nicht für die laufende ehrenamtliche Arbeit bestimmt, sondern soll den Mitgliedern ermöglichen, sich selbst etwas Gutes zu tun.
Björn Scharf vom Stiftungsrat verwies auf die Bedeutung des Ehrenamts, das die Stiftung seit 25 Jahren fördert. „Sie sind nicht nur Helferinnen und Helfer, sondern auch Vorbilder“, sagte er zu den Geehrten. Sie alle seien „Teil einer lebendigen Kirche, die auch in Zukunft gut wirken kann“.
Barbara Großmann, Bildungsreferentin des NGL-Verbands im Erzbistum Bamberg, umrahmte mit musikalischen Einlagen zwischen den einzelnen Teilen der Veranstaltung den Abend.
Gruppen aus dem Bereich „Senioren“
Es wurden drei Gruppen ausgezeichnet, die sich dafür einsetzen, dass „ältere Menschen zusammenkommen können und Wertschätzung erfahren“, wie Anja Münzel es formulierte. Der Seniorenkreis der Pfarrei Heilig Dreikönig in Forchheim-Burk führt alle zwei Wochen einen Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen, Bastelangeboten, gemeinsamem Singen, Spielen und Vorträgen durch. Die Seniorenverantwortlichen der Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Schönbrunn und St. Vitus in Burgebrach erstellen ein abwechslungsreiches Jahresprogramm mit vielen Ausflügen und unterstützen bei Behördengängen oder Einkäufen. Der Sachausschuss Junggebliebene der Pfarrei Geburt Mariens in Hannberg, der in diesem Jahr sein 30. Jubiläum feiert, bereitet regelmäßig Gottesdienste mit anschließender Begegnung bei Kaffee, Kuchen und Häppchen vor, außerdem besuchen Mitglieder kranke Menschen zu Hause.
Gruppen aus dem Bereich „Liturgie und Kirchenraum“
Im Bereich „Liturgie und Kirchenraum“ wurden fünf Gruppen geehrt, die entweder „besondere Formen liturgischer Feiern vorbereiten oder sich um den äußeren Rahmen für die würdige Feier der Liturgie kümmern“, so die einleitenden Worte von Oskar Klinga. Die Frühschicht in der Pfarrei St. Peter und Paul in Zapfendorf ist ein generationenübergreifendes Angebot, bei dem im Advent und in der Fastenzeit geistlich-spirituelle Impulse mit Gebeten und Gesängen angeboten werden. Der Arbeitskreis Gruft- und Kirchenführer führt Besuchergruppen durch die Kirche und die Kohary-Gruft in der Pfarrei St. Augustin in Coburg. In Bamberg gibt es den diözesanen Arbeitskreis der Ministrantinnen und Ministranten (Mini-AK), der die Mini-Gruppen vor Ort unterstützt, qualifiziert und vernetzt sowie das Gemeinschaftsgefühl stärkt, indem er beispielsweise alle vier Jahre eine Romwallfahrt organisiert. Singfreudige Menschen jeden Alters können in Altenbanz und Banz in der dortigen Singgruppe aktiv sein, die durch Konzerte Spenden für Sternstunden und andere Hilfsprojekte sammelt. Die Kompetenzteams Erstkommunion- und Firmvorbereitung der Pfarrei St. Georg in Höchstadt a. d. Aisch begleiten in Zusammenarbeit mit Gemeindereferentin und Pfarrer Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu den beiden großen Festen.
Gruppen aus dem Bereich „Begegnung, Gemeinschaft und Soziales“
Wie Anja Münzel betonte, ist Kirche „mehr als nur das Gebäude und die Gottesdienste, sondern auch ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft“. Vier Gruppen, die diesen Aspekt vorbildhaft umsetzen, wurden herausgehoben. Die Vorstandschaft des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) in der Pfarrei Bernhard Lichtenberg in Hof setzt sich für die Veränderung der Rolle der Frauen in Kirche und Gesellschaft ein und kooperiert auch mit dem örtlichen Caritas-Altenheim. Ebenfalls in Hof wird von einem ehrenamtlichen Team der Caritas Store Second Chance betrieben, in dem mit gespendeter Ware eine würdevolle Einkaufsatmosphäre geschaffen wird und wo auch von Altersarmut betroffene Menschen herzlich willkommen sind. Das Team des Joseflädchens für Menschen aus Stadt und Landkreis Bamberg versucht, die Lebensmittelpreise für Menschen mit nicht ausreichendem Einkommen niedrig zu halten. Fünf ehrenamtliche Personen in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Kronach bereiten einmal pro Monat nach einem Gottesdienst am Freitagvormittag ein Kirchenkaffee im barrierefreien Pfarrzentrum vor.
Gruppen aus dem Bereich „Kinder und Jugend“
Die fünf ausgezeichneten Gruppen aus dem Bereich „Kinder und Jugend“ orientieren sich nach den Worten von Sonja Salzhuber an den Anliegen und Bedürfnissen junger Menschen und setzen damit auch Ziele des neuen kirchlichen Jugendplans um. In Rothenkirchen kommen seit vielen Jahren regelmäßig 40 bis 50 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zur Kinderkirche, wo ihnen das jeweilige Sonntagsevangelium kreativ nähergebracht wird. Die Katholische Jugend in Schnaittach bietet jedes Jahr im Sommer ein Zeltlager, regelmäßige Gruppenstunden und besondere Aktionen wie ein Fußballturnier an. Außerdem sind viele Jugendliche auch in anderen Gremien der Pfarrei aktiv. In Veitsbronn gibt es ebenfalls ein Zeltlager, das von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) vorbereitet wird, und außerdem eine Herbstfreizeit. Die Leiterrunde der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in St. Josef in Bamberg unterstützt und begleitet Kinder und Jugendliche und organisierte beispielsweise schon ein Auslandslager in Ungarn zum 50. Jubiläum der DPSG. Die Katholische Landjugendbewegung in Litzendorf bietet Kindern und Jugendlichen durch Angebote wie Zeltlager oder Kindertage Spaß, Abwechslung und Erlebnisse, an die sich alle gerne zurückerinnern.
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Ein Amt, das Wirtschaft und Justiz verbindet
Ehrenamtlich tätige Handelsrichter aus dem IHK-Gremium Bamberg ausgezeichnet
Wenn juristischer Sachverstand auf unternehmerische Erfahrung trifft, dann lerne man voneinander, und am Ende profitierten alle Beteiligten davon: die streitenden Parteien, die Wirtschaft und der Rechtsstaat. So hat IHK-Vizepräsident Wilhelm Wasikowski die Tätigkeit eines Handelsrichters erklärt. Beim erstmals veranstalteten “Tag der Handelsrichter“ auf Kloster Banz wurden zahlreiche Handelsrichter aus allen Teilen Oberfrankens für Ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden mit Ralf-Dieter Thiehofe und Heribert Trunk zwei Persönlichkeiten aus dem IHK-Gremium Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg) für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement als Handelsrichter ausgezeichnet. Beide sind seit 2012 als ehrenamtliche Handelsrichter aktiv. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der IHK für Oberfranken Bayreuth gemeinsam mit der IHK zu Coburg.
Diese ganz besondere Tätigkeit lebe von Beständigkeit und von Menschen, die Jahr für Jahr ehrenamtlich Recht sprechen, ohne dass es dafür Applaus oder Schlagzeilen gibt, sagt Wilhelm Wasikowski, selbst seit 21 Jahren auch ehrenamtlicher Handelsrichter. Er ist nicht nur IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels, sondern selbst auch als Handelsrichter tätig. Seinen Worten zufolge gehören die Kammern für Handelssachen bei den Landgerichten zu den am wenigsten bekannten, aber wichtigsten Institutionen unserer Wirtschaft. Dort würden Menschen aus der Wirtschaft ihre Erfahrungen unentgeltlich und neben dem eigenen Beruf aus Überzeugung einbringen. „Fairness, Verlässlichkeit, Respekt vor den Regeln des Wettbewerbs, das ist kein Bild aus dem Geschichtsbuch, sondern gelebter Alltag“, so Wilhelm Wasikowski.
Handelsrichter, die wissen, wie ein Unternehmen tickt
Wenn Unternehmen um Lieferungen, Zahlungen oder Verträge streiten, dann benötige es einen Ort, der nicht nur Paragrafen kennt, sondern auch Bilanzen lesen kann. Genau das sei die Stärke der Kammer für Handelssachen. Berufsrichter säßen dort gemeinsam mit Handelsrichtern, die wüssten, wie ein Betrieb tickt, wie Lieferketten funktionieren und was ein Deckungsbeitrag ist. “Das ist keine Theorie aus dem Seminarraum, das ist Praxis am Verhandlungstisch“, macht der IHK-Vizepräsident deutlich. Für die Unternehmen bedeute dies konkret: „Verfahren, die oft schneller gehen und Entscheidungen, die näher an der Realität liegen.“
Handelsrichter – eine fränkische Erfindung
Tradition als Fundament, Rechtssicherheit als Voraussetzung und Innovation als Zukunft, so beschreibt Dr. Adrian Roßner, promovierter Landeshistoriker und CEO des Wissenschaftszentrums für Künstliche Intelligenz im Kloster Speinshart den Dreiklang, der die Arbeit der Handelsrichter ziemlich genau umfasst. Er spannt in launigen Worten einen weiten Bogen über mehrere Jahrhunderte oberfränkische Industriegeschichte und stellt dabei auch fest, dass das Amt des Handelsrichters eine fränkische Erfindung sei, die bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts zurückreiche.
Wie wertvoll kaufmännisches Wissen im Gerichtssaal ist, darüber berichtet Dr. Andreas Engel, Präsident der IHK zu Coburg. Er ist seit 22 Jahren als ehrenamtlicher Handelsrichter tätig. Er spricht von einem Rollenwechsel. Während man im eigenen Unternehmen die Verantwortung für Beschäftigte, Kunden, Investitionen, Verträge und wirtschaftliche Entscheidungen zu tragen habe, bleibe die unternehmerische Erfahrung im Gerichtssaal zwar wichtig, aber die Rolle sei eine andere, denn ein Handelsrichter sitze dort nicht als Interessensvertreter der Wirtschaft, sondern als Richter, unabhängig und dem Gesetz verpflichtet. Genau dieser Rollenwechsel mache das Amt so besonders: „Wir bringen unseren unternehmerischen Blick mit, aber wir müssen bereit sein, ihn aus einer neuen Perspektive zu betrachten.“
Unterschiedliche Erfahrungswelten kommen zusammen
Eine Kammer für Handelssachen funktioniere gerade deshalb so gut, weil dort unterschiedliche Erfahrungswelten zusammenkommen, brachte Andreas Engel das Erfolgsrezept der Handelsrichter-Tätigkeit auf den Punkt. Beide Seiten ergänzen sich. Der Jurist werde durch den Kaufmann nicht zum besseren Juristen. Und der Kaufmann werde durch die Robe nicht plötzlich zum Juristen. Aber beide brächten etwas ein, was die jeweils andere Seite so nicht mitbringen kann.
Die Anforderungen an Handelsrichter würden derzeit steigen, die Zahl der Streitverfahren gehe jedoch zurück. Das berichtet Andreas Bauer, Vizepräsident des Landgerichts Coburg. Als Gründe nennt er unter anderem, dass vermehrt außergerichtliche Vergleiche getätigt werden.
Ehrenamt mit herausragender Bedeutung für Gemeinwesen
IHK-Präsident Dr. Michael Waasner stellt die große Bedeutung des Ehrenamtes heraus. Ehrenamtliche Tätigkeiten hätten eine herausragende Bedeutung für das Gemeinwesen und seien eine starke Ressource für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, macht der IHK-Präsident deutlich. Deshalb könne ehrenamtliches Engagement nicht hoch genug geschätzt werden. „Ehrenamt ist von Natur aus sinnstiftend, lehrreich, befriedigend, es ist nicht nur fruchtbar für die Gemeinschaft, sondern auch für den Einzelnen.“
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Infoveranstaltung für interessierte Ehrenamtliche
Dabei sein, wo’s zählt: Ehrenamt bei „Care im Quartier“
Am 29. Januar 2026 findet um 17:30 Uhr im Stadtarchiv Bamberg eine Infoveranstaltung statt, bei der Bürgerinnen und Bürger mehr über das Projekt „Care im Quartier“ erfahren können, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Im Mittelpunkt des Projekts „Care im Quartier“ steht die Idee, dass gute Nachbarschaft und professionelle Hilfen zusammenwirken – und dass sorgende Gemeinschaften dort wachsen, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, Verantwortung teilen und sich füreinander interessieren – im eigenen Quartier oder Stadtteil. Damit diese Idee lebendig wird, sucht „Care im Quartier“ Bürgerinnen und Bürger, die Freude daran haben, einen kleinen oder größeren Teil ihrer Zeit einzubringen – ganz nach ihren zeitlichen Möglichkeiten und persönlichen Stärken. Im Rahmen einer Infoveranstaltung am 29. Januar 2026, um 17:30 Uhr, im Stadtarchiv Bamberg, können Interessierte mehr erfahren.
Einsamkeit, zunehmende Pflegebedarfe und der Wandel sozialer Strukturen gehören zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen (nicht nur) in Bayern. Studien zeigen, dass sich insbesondere ältere Menschen immer häufiger isoliert fühlen und Unterstützung im Alltag benötigen – von kurzen Gesprächen bis zu Orientierung im komplexen Hilfesystem. Gleichzeitig wächst der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, sich im eigenen Umfeld solidarisch einzubringen und etwas für die Gemeinschaft zu tun.
Mit „Care im Quartier“ entsteht in Bamberg ein Projekt, das von Beginn an partnerschaftlich gedacht ist: Stadt Bamberg, AWO, Caritas, Sozialstiftung Bamberg sowie SOPHIA im Quartier e.V. bündeln ihre Erfahrungen, Angebote und Perspektiven, um (nicht nur) ältere Menschen und ihre Angehörigen im Alltag wirkungsvoll zu unterstützen.
Die Einsatzfelder des Ehrenamtes bei „Care im Quartier“ reichen von kleinen Alltagshilfen über Begleitdienste bis hin zu stadtteilbezogenen Aktionen und Veranstaltungen. Auch wer Freude an Organisation, Gesprächsbegleitung oder digitaler Unterstützung hat, ist herzlich willkommen. Was Interessierte erwartet, welche Formen der Begleitung und Qualifizierung das Projekt anbietet und wie die Zusammenarbeit ganz praktisch aussieht, erfahren Besucherinnen und Besucher am 29. Januar 2026 um 17:30 Uhr im Stadtarchiv Bamberg in der Sandstraße 30a. Die Veranstaltung steht allen offen, die schon ehrenamtlich engagiert sind oder sich vorstellen können, künftig Teil dieser wachsenden Sorgegemeinschaften in Bamberg zu werden. Eine Anmeldung hilft den Organisatoren bei der Vorbereitung. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei der Seniorenbeauftragten Stefanie Hahn unter stefanie.hahn@stadt.bamberg.de oder 0951//871450.
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Landkreisweiter Aktionstag am 11. Mai 2025
Erfolgreicher Auftakt für „Landkreis musiziert in Bewegung“
Das Ehrenamt ist das Herzstück vieler erfolgreicher Veranstaltungen im Landkreis Bamberg – das zeigte sich auch beim ersten Planungstreffen für den Aktionstag „Landkreis musiziert in Bewegung“, wie das Landratsamt Bamberg mitteilt.
Im Bauernmuseum Bamberger Land in Frensdorf kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Vereinen und Organisationen zusammen, um Ideen zu entwickeln, Kooperationen zu schmieden und das Programm für den landkreisweiten Aktionstag am 11. Mai 2025 zu gestalten.
Bereits die erste Auflage von „Landkreis in Bewegung“ im Jahr 2023 war ein voller Erfolg. Nun kommt mit der musikalischen Komponente ein neuer, mitreißender Aspekt hinzu. „Es geht darum, Menschen zusammenzubringen, Ehrenamt und Gemeinschaft zu stärken und mit sportlichen sowie musikalischen Aktionen unseren Landkreis noch lebendiger zu machen“, fasste Landrat Johann Kalb die Zielsetzung zusammen.
Vielfältiges Programm mit Musik und Bewegung
In einer offenen und konstruktiven Runde wurden zahlreiche Ideen für den Aktionstag zusammengetragen. Da der 11. Mai 2025 auf den Muttertag fällt, bietet sich die Gelegenheit, Traditionen wie das Muttertagsständchen oder musikalische Darbietungen von Chören und Musikvereinen in einen größeren Rahmen zu setzen. Auch gemeinsame Muttertagswanderungen mit Einkehr und festliche Auftritte zu Ehren der Mütter sind denkbar.
Neben den musikalischen Beiträgen spielt das sportliche Element weiterhin eine zentrale Rolle. Geplant sind Wanderungen über Gemeinde- und Bergwege, Radtouren von Keller zu Keller, Fußball- und Quattroball-Turniere sowie die beliebte Sommerquatsch-Olympiade. Die Kombination aus Musik und Bewegung soll für eine besonders mitreißende Atmosphäre sorgen.
Integration und Jugendförderung im Fokus
Der Aktionstag soll Begegnungen schaffen – unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebenslage. Musik und Sport verbinden und helfen, Barrieren abzubauen. Besonders die Einbindung junger Menschen ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. 2023 beteiligten sich bereits zahlreiche Jugendgruppen, Sportvereine und Jugendzentren mit eigenen Veranstaltungen. Auch diesmal sollen sie mit ihren kreativen Musikprojekten, Tanzworkshops oder sportlichen Wettbewerben aktiv eingebunden werden. Geplant sind Kooperationen mit Musikschulen, Jugendkapellen und Tanzgruppen sowie spontane Mitmachaktionen an verschiedenen Orten im Landkreis.
„Landkreis musiziert in Bewegung“ wird daher von der Integrationslotsin und Ehrenamtsbeauftragten Friederike Straub und dem Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr unterstützt. Das Projekt wird zudem aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration gefördert.
Ehrenamt als treibende Kraft
Das Treffen verdeutlichte einmal mehr die Bedeutung des Ehrenamts für den Erfolg solcher Initiativen. Viele Teilnehmende signalisierten ihre Bereitschaft, bestehende Veranstaltungen in das Konzept einzubinden. Dadurch entstehen Synergien, die nicht nur für mehr Sichtbarkeit sorgen, sondern auch den Zusammenhalt in den Gemeinden stärken. Gerade in ländlichen Regionen lebt das kulturelle und gesellschaftliche Leben vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Ohne ihren Einsatz wären Projekte wie „Landkreis musiziert in Bewegung“ kaum realisierbar.
Bis zum Aktionstag am 11. Mai 2025 gibt es noch viel zu tun – die Verantwortlichen laden alle Interessierten ein, eigene Ideen einzubringen und sich aktiv an der Gestaltung zu beteiligen. Für weitere Informationen oder zur Mitgestaltung können sich Interessierte an die Ehrenamtsbeauftragte und Integrationslotsin Friederike Straub (friederike.straub@lra-ba.bayern.de, 0951 /85–498) oder an den Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr (oliver.schulz-mayr@lra-ba.bayern.de, 0951 /85–546) wenden.
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Anerkennung für jahrzehntelangen Dienst am Gemeinwohl
Oberbürgermeister Andreas Starke verleiht dreimal das staatliche Ehrenzeichen
Auf zusammen 100 Jahre ehrenamtliches Engagement kommen Peter Süß beim Technischen Hilfswerk sowie Fabian Reh und Hans-Joachim Wagner beim Malteser Hilfsdienst. Alle drei wurden nun für ihre besonderen Verdienste mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration ausgezeichnet.
„Es freut mich sehr, dass ich drei vorbildlichen und verdienten Mitgliedern von Hilfsorganisationen offiziellen Dank und die öffentliche Anerkennung für ihre beeindruckenden Leistungen für das Gemeinwohl aussprechen darf“, betonte Oberbürgermeister Andreas Starke bei der Verleihung. „Sie alle setzen sich seit vielen Jahren uneigennützig zum Wohl unserer Stadt und unserer Mitmenschen ein. Unsere Stadtgesellschaft braucht dieses Engagement“, so der OB.
Peter Süß, der auch SPD-Stadtrat ist, arbeitet seit bereits 50 Jahren beim Technischen Hilfswerk, wofür er von Oberbürgermeister Andreas Starke das Große Ehrenzeichen verliehen bekam. Süß war 1975 als Junghelfer ins THW eingetreten. Seine Grundausbildung absolvierte er im Jahr 1995 und war dann als Einsatzkraft im früheren Instandsetzungszug des THW Bamberg tätig. Später war er dann Einsatzkraft im THW Ortsverband Bamberg, als sich die drei separaten Züge zusammengeschlossen hatten. Süß qualifizierte sich für die Mitarbeit im Zugtrupp, für die Führungskomponente, sowie im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit im THW. Über seinen aktiven Dienst hinaus ist er dem THW sehr verbunden, war stets eine wertvolle Stütze und hat sich durch anhaltenden Einsatz und große Verlässlichkeit ausgezeichnet.
„Gutes tun und sich mit Herzblut engagieren ist eine der prägenden Charaktereigenschaften von Peter Süß“, betonte der OB in seiner Laudatio. Süß ist auch Mitglied in zahlreichen Gremien des Bamberger Stadtrates. Außerdem zweiter Vorsitzender des Bürgervereins Kramersfeld.
25 Jahre bei den Maltesern engagiert
Auf jeweils 25 Jahre Engagement beim Malteser Hilfsdienst Bamberg e.V. können Fabian Reh aus Litzendorf und Hans-Joachim Wagner aus Stegaurach blicken. Dafür wurden beide von Oberbürgermeister Starke mit dem Ehrenzeichen am Bande ausgezeichnet.
Fabian Reh ist 1999 in die Jugendgruppe bei den Maltesern in Litzendorf eingetreten. Bereits mit 18 Jahren hat er sich bei den Einsatzdiensten eingebracht. Besonders in der Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung war er bis zu ihrer Auflösung aktiv. Schon immer hat Reh die Malteser fotografisch begleitet und mit Einführung von Social Media auch dort die Arbeit der Malteser kommuniziert. Ebenso wirkt er sowohl bei Sanitätsdiensten im Raum Bamberg, als auch bei Wallfahrten ins In- und Ausland mit. Im vergangenen Jahr zum Beispiel bei der Ministrantenwallfahrt nach Rom, bei der mehr als 40.000 deutschsprachige Ministrantinnen und Ministranten und auch 1200 aus der Erzdiözese Bamberg teilgenommen haben.
Auch Hans-Joachim Wagner ist mit 18 Jahren bei den Maltesern, allerdings in Bonn, eingetreten. Im Jahr 1972 nahm Wagner bei den Maltesern eine interessante und außerordentlich wichtige Tätigkeit auf: Der heute 77-Jährige ging mit einem Team von Ärzten und Pflegepersonal nach Da Nang in Vietnam, um dort fast ein Jahr lang Kriegsverletzte in einem mit deutschen Mitteln gebauten Krankenhaus zu versorgen.
1992 verschlug es ihn dann berufsbedingt nach Bayern und Thüringen und er zog in den Raum Bamberg. Immer, wenn es seine Zeit zuließ, war Wagner ehrenamtlich bei Wallfahrten dabei, davon zwei Behinderten-Wallfahrten nach Rom. Auch im Sanitätsdienst war er aktiv.
Seit seinem Ruhestand engagiert sich Wagner im Fahr- und Mahlzeitendienst und ist in den letzten Jahren vier Mal für 14 Tage im Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina zum Sanitätsdienst gewesen. Dieses Örtchen hat nur 6000 Einwohner, nimmt aber pro Jahr ca. zwei Millionen Pilger aus aller Herren Länder auf.
„Als Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, aber auch ganz persönlich, danke ich Ihnen von Herzen für Ihr Engagement und gratuliere Ihnen zu diesen beachtlichen Auszeichnungen!“, würdigte OB Starke die Leistungen der Geehrten.
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Herausragendes Ehrenamt im Landkreis Bamberg
Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine mit der Ehrenamtsnadel ausgezeichnet
Im Landkreis Bamberg engagiert sich jeder dritte Bürger ehrenamtlich, also rund 50.000 Frauen und Männer. Oft passiert das abseits des Scheinwerferlichtes. Um dieses Engagement entsprechend zu würdigen, zeichnet der Landkreis Bamberg seit 2005 jährlich Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Institutionen für besondere Verdienste um das Ehrenamt mit der Ehrenamtsnadel aus.
Allein 2024 gingen 63 Vorschläge für diese Auszeichnung am Landratsamt Bamberg ein, teilt das Landratsamt Bamberg mit. Hieraus wurden 25 Bürgerinnen und Bürger sowie zwei Vereine ausgewählt, die am 23. Januar im Rahmen einer Feierstunde Landrat Johann Kalb gewürdigt wurden: „Wir haben Sie heute ins Bauernmuseum Bamberger Land eingeladen, weil Sie stellvertretend für das Ehrenamt und damit für gegenseitige Hilfe in unserer Region stehen. Ehrenamtliches Engagement und Zusammenhalt kennen keine Grenzen. Ich danke Ihnen allen für ihren fortwährenden Einsatz, ihre Stärke und ihre großartige Leistung, die Sie erbracht haben.“
Im Landkreis Bamberg gebe es weit über 1.200 Vereine und Gruppierungen, darunter beispielweise rund 235 Sportvereine, 70 Musikvereine, 70 Chöre und Gesangvereine, 30 Orts- und Kulturringe und 75 politische Gruppen, 185 Feuerwehren mit 50 Kinderfeuerwehren. Zudem gebe es in beinahe allen Kommunen Obst und Gartenbauvereine, Büchereien sowie etliche weitere Vereine.
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Für besonderen ehrenamtlichen Einsatz
Hallstadt: Verleihung der Ehrenamtsmedaillen 2024
Alljährlich werden in Hallstadt Ehrenamtsmedaillen verliehen. Diesmal ging die Auszeichnung an sechs Bürger:innen der Stadt.
Hallstadt hat ein intaktes Vereinsleben. Etwa 50 Vereine sind maßgeblich für den Zusammenhalt in der Gemeinde verantwortlich, wie die Stadt aktuell mitteilt. Darum zeichnen Bürgermeister Thomas Söder und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Wich einmal im Jahr jene mit Ehrenamtsmedaillen aus, die sich durch besonderen ehrenamtlichen Einsatz besonders hervorgetan haben. In diesem Jahr ging diese Auszeichnung an sechs Bürger:innen.
Ehrenamtsmedaillen gingen an
Ob im Frauenkreis in der Kirche oder der „Runde der Alten“ beim SV Dörfleins – Gerlinde Nickel hilft gerne und macht daraus kein großes Aufsehen. Über Jahrzehnte hinweg wirkte sie bei der Haussammlung des Diakonischen Werks mit. Heute noch organisiert sie den Brunch für das Team des Frühstückstreffs der evangelischen Kirchengemeinde und unterstützt beim Aufbau und Schmücken der Weihnachtskrippe in der Johanneskirche. Sowohl bei der Johanneskirchweih in Hallstadt als auch bei der Kirchweih in Dörfleins ist auf Gerlinde Nickel schon immer Verlass gewesen.
Beate Schmitt, Tochter von Gerlinde Nickel, unterstützt ihre Mutter dabei tatkräftig. Doch weit mehr noch als in der Johanneskirche, ist sie beim SV Dörfleins engagiert. Seit mehr als 30 Jahren putzt, kocht und organisiert sie im Sportheim bei Feierlichkeiten und anderen Veranstaltungen. Die Trikotwäsche der Fußballer bedeutet einen erheblichen Zeitaufwand, den sie gerne auf sich nimmt. Wie ihre Mutter auch, bleibt Beate Schmitt bei all diesen Tätigkeiten stets im Hintergrund.
Eine weitere Ehrenamtsmedaille geht an Erika Lang. Seit ist vielen Jahren ehrenamtlich in der evangelischen Johannesgemeinde aktiv. Dabei wirkt sie an einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben mit. Regelmäßig sorgt sie dafür, dass der Frühstückstreff und der Brunch am Sonntag nach dem Gottesdienst im evangelischen Gemeindeheim stattfinden können. Und auch an anderer Stelle bemüht sie sich darum, dass das Gemeindeleben erhalten bleibt. So teilt sie den Gemeindebrief aus, unterstützt beim Krippenaufbau und der Johanneskirchweih, packt bei der jährlichen Aufräumaktion im Frühjahr tatkräftig mit an und backt Kuchen, wann immer Kuchen gebraucht wird.
Ehrenamtsmedaillen gingen an – Teil 2
Als Musikerin ist Birgit Hittinger dem Musikverein Hallstadt seit inzwischen 44 Jahren treu. Anfangs als Posaunistin, erlernte sie später weitere Instrumente wie Tenorhorn, Bariton und Tuba. 1997 legte sie einen Ausbilderlehrgang ab, seitdem ist sie Ausbilderin im Verein. Unzähligen Schüler:innen hat sie in den vergangenen 27 Jahren die Freude an der Musik vermittelt. Auch in der Vorstandschaft des Musikvereins half sie tatkräftig mit. Im Mai 2000 erhielt sie die Ehrennadel in Silber des Nordbayerischen Musikbundes, 2005 die Ehrennadel in Silber der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände.
Erwin Morgenroth ist Unterstützer und Mitglied zahlreicher Vereine und Gruppen. So zählt er zu den Gründungsmitgliedern des Musikvereins Hallstadt, für den er 24 Jahre als Kassierer und 19 Jahre in der erweiterten Vorstandschaft tätig war. Er übernahm dabei insbesondere die Organisation von Musikfesten und dem Mühlbauernfest. Auch im Annakapellen-Verein ist er Gründungsmitglied. In der Gruppe „Miteinander – Füreinander“ begleitet er ehrenamtlich Behinderte zum Einkaufen und zum Arzt, fast 20 Jahre lang brachte er Lebensmittel von der Bamberger Tafel zu Bedürftigen.
Seit Juli 1980 ist Dieter Ramer Mitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft Dörfleins, in der er 1987 das Amt des Kassierers übernommen hat. Bis heute übt er diese Tätigkeit pflichtbewusst und zuverlässig im Ehrenamt aus. Zugleich ist er in den katholischen Kirchengemeinden von Hallstadt und Dörfleins regelmäßig als Mesner, Lektor oder Kommunionhelfer tätig. Jüngst kümmerte er sich um die Gestaltung und Durchführung des Festgottesdienstes anlässlich des Jubiläums „75 Jahre SV Dörfleins, 1200 Jahre Dörfleins“.
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Landratsamt Bamberg
Bürger:innen und Vereine für Ehrenamt ausgezeichnet
26 Bürger:innen und drei Vereine haben für ihr Engagement im Ehrenamt die Ehrenamtsnadel des Landratsamtes erhalten. Diese verleiht der Landkreis seit 2005.
Im Landkreis Bamberg engagiert sich jede dritte Bürgerin und jeder dritte Bürger in einem Ehrenamt, wie das Landratsamt mitteilte, also rund 50.000 Frauen und Männer. Tätig sind sie in den mehr als 1.200 Vereinen und Gruppierungen des Landkreises. Darunter befinden sich beispielsweise etwa 235 Sportvereine, 70 Musikvereine, 70 Chöre und Gesangvereine, 30 Orts- und Kulturringe, 75 politische Gruppen und 185 Feuerwehren. Zudem gibt es in beinahe allen Kommunen Obst- und Gartenbauvereine oder Büchereien.
Um dieses Engagement zu würdigen, zeichnet der Landkreis seit 2005 jährlich Bürger:innen, Vereine und Institutionen für besondere Verdienste um das Ehrenamt mit der Ehrenamtsnadel aus. 2023 gingen etwa 60 Vorschläge für diese Auszeichnung am Landratsamt Bamberg ein. Aus diesen wurden 26 Bürger:innen und drei Vereine ausgewählt, die der stellvertretende Landrat Bruno Kellner am 30. Januar im Rahmen einer Feierstunde würdigte.
„Wir haben Sie heute ins Landratsamt eingeladen“, sagte Kellner, „weil Sie stellvertretend für das Ehrenamt und damit für gegenseitige Hilfe in unserer Region stehen. Die Vielfalt Ihres Engagements beeindruckt mich sehr. Die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die man kaum zählen kann, die Leidenschaft, die man kaum messen kann. Jedes Engagement – klein oder groß – steht für sich und jedes ist unvergleichbar viel wert.“
Zudem erhielten im Rahmen des Festaktes zwei Personen die Kommunale Dankurkunde. Dabei handelt es sich um Gerhard Ellner aus der Gemeinderat Gerach und Stefan Paptistella, Marktgemeinderat Hirschaid. Einen weiteren Preis, den Anerkennungspreis der Stiftung „Helfen tut gut“, erhielt zudem der Liederhort Hallstadt 1892.
Die Gewinner:innen der Ehrenamtsnadel 2024
- Alfons Fröhling, Theatergruppe Schönbrunn
- Stefan Jankowski, Musikverein Stadt Hallstadt
- Irene Stumpf, Gemeindebücherei Litzendorf
- Josef Trunk, GV Liedertafel 1880 e.V. Hallstadt
- Mathias Zweyer, Blasmusikverein Bischberg 1960 e.V.
- Egid Sauer, Kolpingfamilie Amlingstadt
- Petra Schuckert, Diözesanfamilienrat
- Nikolaus Kunzelmann, Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung Oberleiterbach
- Georg Aumüller, DJK Steinsdorf
- Martina Förner, SC Kemmern
- Silvia Heckes, TSV Schammelsdorf 1911 e.V.
- Hubertus Keck, TSV Schammelsdorf 1911 e.V.
- Stephan Möller, Basketballgemeinschaft Litzendorf 1993 e.V.
- Ulrich Diezel, Obst- und Gartenbauverein Priesendorf
- Karl Dremel, Fußballverein Zeckendorf, Wandertage Zeckendorf
- Holger Hillmann, Bürgerverein Markt Ebrach, SC Ebrach, FFW Ebrach
- Friedrich Linz, OGV Pettstadt, FFW Pettstadt, Holzrechtlervereinigung, Gemeinderat
- Bernhard Maisch, Musikverein Stadtkapelle Baunach e.V.
- Dieter Sauer, Kreisjugendring Bamberg-Land
- Adriana Wagner, Bücherei Stegaurach
- Jürgen Huttner, SV Walsdorf 1950 e.V.
- Helmut Knoblach, 1. FC 1911 Baunach e.V.
- Alexander Müssig, SC Markt Heiligenstadt
- Heike Fröhling, Gesangverein Schönbrunn, Pfarrgemeinde Schönbrunn
- Gerhard Kohler, Opelfreunde Königsfeld
- Dameon-Erick Reck, FFW Köttmannsdorf, FFW Herrnsdorf
- Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Regionalverband Bamberg-Land
- SC Kemmern 1930 e.V.
- Katholische Öffentliche Bücherei Sassanfahrt
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Herausragendes Ehrenamt im Landkreis Bamberg
Ehrenamtliches Engagement mit Ehrenamtsnadel ausgezeichnet
Um ihr Engagement zu würdigen, vergibt der Landkreis Bamberg seit 2005 eine Ehrenamtsnadel an Bürgerinnen, Bürger, Vereine und Institutionen für besondere Verdienste um das Ehrenamt.
Im Landkreis Bamberg gibt es mehr als 1.200 Vereine und Gruppierungen. Darunter befinden sich beispielsweise 235 Sportvereine, 140 Musikvereine, 30 Orts- und Kulturringe, 75 politische Gruppen, 185 Feuerwehren, Gartenbauvereine, Büchereien und viele weitere Vereine. In diesen Institutionen engagiert sich jede dritte Bürgerin beziehungsweise jeder dritte Bürger ehrenamtlich. Es sind also etwa 50.000 Frauen und Männer ehrenamtlich im Landkreis tätig. Oft passiere dies abseits des Scheinwerferlichtes, wie das Landratsamt mitteilte. Um dieses Engagement entsprechend zu würdigen, zeichnet der Landkreis Bamberg seit 2005 jährlich Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Institutionen für besondere Verdienste um das Ehrenamt mit der Ehrenamtsnadel aus.
Allein 2022 gingen knapp 70 Vorschläge für diese Auszeichnung beim Landratsamt ein. Hieraus wählte das Amt 27 Bürgerinnen und Bürger und drei Vereine für die Ehrenamtsnadel aus. „Sie stehen stellvertretend für das Ehrenamt und damit für gegenseitige Hilfe in unserer Region stehen“, sagte Landrat Johann Kalb. „Die Vielfalt Ihres Engagements beeindruckt mich sehr. Die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die man kaum zählen kann. Die Leidenschaft, die man kaum messen kann. Jedes Engagement – klein oder groß – steht für sich – und jedes ist unvergleichbar viel wert.“
Die Ausgezeichneten
Die Ehrenamtsnadel für besondere Verdienste um die Kultur geht an Michael Gessler aus Schlüsselfeld, Rudolf Holzer (Walsdorf), Claudia Kestler-Böhm (Königsfeld), Franz Franz (Schlüsselfeld) und Brigitte Seidl (Geiselwind).
Im Bereich des Sozialen zeichnete das Landratsamt Lars Freyer (Hallstadt) aus, Andreas Schreiber (Stegaurach), Herta Seidl (Buttenheim), Gerda Simmerlein (Walsdorf) und Birgit Then (Hallstadt).
Besondere Verdienste im Bereich des Sports haben Andreas Baier (Bischberg), Silvia Blechinger (Reckendorf), Gerald Eberlein (Zapfendorf), Werner Ruff (Litzendorf) und Karl Scharf (Schönbrunn) geleistet.
Gesellschaftspolitisch haben sich Renate und Nikolaus Dorn (Buttenheim), Elisabeth Dörfler-Christa (Litzendorf), Friedrich Grasser (Königsfeld) und Stefan Kabitz (Zapfendorf) hervorgetan.
In der Kategorie „besondere Verdienste in der Jugendarbeit im Bereich Kultur“ geht die Ehrenamtsnadel an Cornelia Mühlhoff-Kempgen und Christa Schlüter (beide Stegaurach).
In der Jugendarbeit im Bereich Sport haben Bigit Knauer (Hirschaid), Martin Kriesten (Stegaurach) und Alfred Bergmann (Strullendorf) gewonnen.
Besondere Verdienste in der Jugendarbeit im Bereich Gesellschaftspolitik haben Maximilian Dorsch (Bamberg) und Maximilian Mende (Hallstadt) errungen.
Der Sonderpreis „Jugendarbeit“ geht an Gruppierung, namentlich das Jugendblasorchester „Eintracht“ Oberhaid, den SV Waizendorf 1969 e.V. und die Gemeindebücherei Buttenheim.
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Ehrenamtspreisverleihung des BfV
22 Kreissiegerinnen und Kreissieger im Rampenlicht
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat bei seiner bereits 27. Ehrenamtspreisverleihung im Münchner GOP Varieté-Theater insgesamt 22 ehrenamtliche Vereinsmitarbeiterinnen und ‑mitarbeiter aus dem Freistaat für ihr außergewöhnliches Engagement im und für den Amateurfußball ausgezeichnet, darunter für den Bezirk Oberfranken einen Funktionär aus dem Landkreis Bamberg.
Rudolf Kerl (TSV Lengfeld 1876), Christian Dorsch (SV Blau-Weiß Sassendorf) und Gerhard Lindner (SC Kirchenthumbach) belegten die Plätze eins bis drei. Sie wurden von BFV-Partner LOTTO Bayern ebenso wie auch alle 19 weiteren Kreissiegerinnen und Kreissieger mit Geldprämien für ihre Vereine belohnt. Dabei gingen 2.000 Euro stellvertretend für Rudolf Kerl an den TSV Lengfeld 1876 aus dem Kreis Würzburg, 1.500 Euro fließen dank Christian Dorsch in die Vereinskasse des SV Blau-Weiß Sassendorf im Fußball-Kreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach, für den SC Kirchenthumbach im Kreis Amberg/Weiden um Preisträger Gerhard Lindner gab es 800 Euro. Die Gesamthöhe der Prämien beträgt 10.000 Euro.
Alle 22 Kreissiegerinnen und ‑sieger werden im Frühjahr kommenden Jahres gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern zu einem Dankeschön-Wochenende eingeladen, 15 von ihnen erhalten zudem eine Einladung zum DFB-Club 100, der im kommenden Jahr anlässlich eines Länderspiels der A‑Nationalmannschaft in Deutschland tagt. Die Urkunden überreichten LOTTO-Bayern-Vize-Präsident Josef Müller, BFV-Präsident Christoph Kern, Verbands-Ehrenamtsreferent Stefan Merkel, BFV-Vizepräsidentin Inge Pirner und mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf der Ehrengast der Gala.
„Diese Bühne heute hier gehört euch, dieser Tag ist eurer. Diese Veranstaltung ist unser Dankeschön für das, was ihr tagein, tagaus Großartiges leistet. Dafür, dass der Ball bei euch im Verein rollt, dass Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter Freude haben und gemeinsam durch Dick und Dünn gehen. Ohne das Ehrenamt geht nichts. Das Ehrenamt umfasst alle, die sich in unseren bayerischen Fußballvereinen engagieren. Besser: den Verein mit Leben füllen und das Vereinsleben am Leben erhalten. Schlichtweg: Eine äußert wertvolle Aufgabe, die mit einer Verantwortung, gar Verpflichtung verbunden ist und nicht genug wertgeschätzt werden kann“, betonte BFV-Präsident Kern.
„Ich möchte Ihnen versichern, dass wir wissen, was Sie leisten“
BFV-Präsident Christoph Kern bedankte sich in seiner Rede bei allen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, die sich in den bayerischen Fußballvereinen engagieren und ihre Klubs mit Leben füllen.
„Hansi Flick hat in dieser Woche den Kader für das Turnier bekannt gegeben. Jeder einzelne Spieler, der das Ticket für Katar gelöst hat, hat einmal klein angefangen. Bei den Amateuren. Dort wo sich Menschen wie Sie unermüdlich für unseren Sport einsetzen. Ohne diesen Einsatz würden viele Spieler vielleicht niemals in der Bundesliga oder in der Nationalmannschaft ankommen. Das belegt: Der vermeintlich kleine Fußball leistet in Wahrheit etwas sehr Großes. Denn hier, an der Basis, nimmt alles seinen Anfang. Das ist der Unterbau, ohne den das gesamte Haus des Fußballs keine Stabilität hätte. Deshalb möchte ich Ihnen für Ihr herausragendes Engagement, für das Sie heute ausgezeichnet werden, ganz herzlich danken. Und ich möchte Ihnen versichern, dass wir wissen, was Sie leisten. Und dass wir uns dafür einsetzen, dass diese Leistung stärker gewürdigt und gefördert wird“, erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der Ehrengast der 27. BFV-Ehrenamtspreisverleihung.
„Danke ans Ehrenamt – diese Aussage gehört jeden Tag auch mit Leben und Taten gefüllt. Sie gehört in der Mitte unserer Gesellschaft verankert, denn diese ist schließlich größter Profiteur und vor allem die Wertschätzung aus der breiten Gesellschaft heraus trägt die vielen ehrenamtlich Engagierten, die wir gar nicht alle einzeln so würdigen können, wie sie es verdient hätten. Für diese breite Anerkennung müssen wir uns alle einsetzen. Und natürlich auch dafür, dass im Sinne unserer BFV-Leadership-Programme auch noch mehr Frauen an die Schaltstellen der Vereine und des gesamten Amateurfußballs kommen. Davon profitieren nicht nur der Verband und die Vereine, sondern auch die Ehrenamtsbewegung“, erklärte BFV-Vizepräsidentin Inge Pirner, zu deren präsidialen Aufgabenbereichen die Förderung des Ehrenamts gehört.
In einer Talkrunde dikutierten DFB-Präsident Bernd Neuendorf und BFV-Vizepräsidentin Inge Pirner mit den Kreissiegern Peter Dollinger (SC Irgertsheim, Kreis Donau/Isar) und Klaus Graf (TSV Mellrichstadt, Kreis Rhön) über das Ehrenamt im Fußball, die Arbeit an der Basis, aktuelle Sorgen und Nöte der Vereine, aber auch Lösungsansätze für die Zukunft.
„Wir sehen hier heute Menschen, die Sportheime bauen oder energetisch sanieren – während der Pandemie und steigender Kosten. Aus Vereinen, die Mitglieder und Sponsoren gewinnen – trotz Inflation und Wirtschaftskrise. Ehrenamtler, die Vereine entwickeln, modernisieren und voranbringen – allen widrigen Umständen zum Trotz. Corona und keine Krise wird das Ehrenamt aufhalten – solange es Menschen wie sie gibt. Menschen, die ihre ganze Kraft und ihre Ideen in den Dienst der Vereine und damit auch in den Dienst der Gesellschaft stellen – und das ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Das alles tut gut! Sich still darüber zu freuen, damit ist es aber nicht getan. Dieses Engagement hat es verdient, seine Bühne und die damit verbundene Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu bekommen. Denn von diesem Tag soll auch eine Botschaft ausgehen: Wir wollen noch mehr Menschen für das Ehrenamt gewinnen! Denn wenn uns diese so herausfordernde Zeit eines lehrt, dann die Tatsache, dass ohne persönliches Engagement nichts geht“, sagte Verbands-Ehrenamtsreferent Stefan Merkel.
Die 22 Kreissiegerinnen und ‑sieger 2022
Bezirk Oberbayern
Kreis München: Nikolaus Ludwig, FC Teutonia München
Kreis Donau/Isar: Peter Dollinger, SC Irgertsheim
Kreis Inn/Salzach: Johann Geiger, TSV Siegsdorf
Kreis Zugspitze: Uwe Enzmann, TSV Peiting
Bezirk Niederbayern
Kreis Niederbayern Ost: Walter Mader, TSV Metten
Kreis Niederbayern West: Patrick Brunner, SC Falkenberg
Bezirk Schwaben
Kreis Augsburg: Anton Mayr, TSV Rain – vertreten durch Wolfgang Schmidt, Vereinsehrenamtsbeauftragter
Kreis Donau: Kurt Jung, SV Eggelstetten
Kreis Allgäu: Sebastian Veit, TSV Legau
Bezirk Oberpfalz
Kreis Amberg/Weiden: Gerhard Lindner, SC Kirchenthumbach
Kreis Cham/Schwandorf: Michael Bruckmüller, TSV Pemfling
Kreis Regensburg: Robert Rappl, SG Painten
Bezirk Oberfranken
Kreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach: Christian Dorsch, SV Blau Weiß Sassendorf
Kreis Coburg/Kronach/Lichtenfels: Helmut Meyer, TSV Meeder
Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel: Alexander Kropf, ASV Leupoldsgrün – nicht persönlich vor Ort
Bezirk Mittelfranken
Kreis Nürnberg/Frankenhöhe: Thomas Streng, SGV Nürnberg-Fürth
Kreis Erlangen/Pegnitzgrund: Diana Köppen, ASV Höchstadt
Kreis Neumarkt/Jura: Reinhold Heß, DJK Fiegenstall
Bezirk Unterfranken
Kreis Würzburg: Rudolf Kerl, TSV Lengfeld
Kreis Schweinfurt: Sebastian Manger, FC Wasserlosen
Kreis Aschaffenburg: Manfred Wissel, SpVgg Rothengrund/Gunzenbach
Kreis Rhön: Klaus Graf, TSV Mellrichstadt