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Ehrenamt

Ehren­amts­preis­ver­lei­hung des BfV

22 Kreis­sie­ge­rin­nen und Kreis­sie­ger im Rampenlicht

Der Baye­ri­sche Fuß­ball-Ver­band (BFV) hat bei sei­ner bereits 27. Ehren­amts­preis­ver­lei­hung im Münch­ner GOP Varie­té-Thea­ter ins­ge­samt 22 ehren­amt­li­che Ver­eins­mit­ar­bei­te­rin­nen und ‑mit­ar­bei­ter aus dem Frei­staat für ihr außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment im und für den Ama­teur­fuß­ball aus­ge­zeich­net, dar­un­ter für den Bezirk Ober­fran­ken einen Funk­tio­när aus dem Land­kreis Bamberg.

Rudolf Kerl (TSV Leng­feld 1876), Chris­ti­an Dorsch (SV Blau-Weiß Sas­sen­dorf) und Ger­hard Lind­ner (SC Kir­ch­ent­hum­bach) beleg­ten die Plät­ze eins bis drei. Sie wur­den von BFV-Part­ner LOTTO Bay­ern eben­so wie auch alle 19 wei­te­ren Kreis­sie­ge­rin­nen und Kreis­sie­ger mit Geld­prä­mi­en für ihre Ver­ei­ne belohnt. Dabei gin­gen 2.000 Euro stell­ver­tre­tend für Rudolf Kerl an den TSV Leng­feld 1876 aus dem Kreis Würz­burg, 1.500 Euro flie­ßen dank Chris­ti­an Dorsch in die Ver­eins­kas­se des SV Blau-Weiß Sas­sen­dorf im Fuß­ball-Kreis Bamberg/​Bayreuth/​Kulmbach, für den SC Kir­ch­ent­hum­bach im Kreis Amberg/​Weiden um Preis­trä­ger Ger­hard Lind­ner gab es 800 Euro. Die Gesamt­hö­he der Prä­mi­en beträgt 10.000 Euro.

Alle 22 Kreis­sie­ge­rin­nen und ‑sie­ger wer­den im Früh­jahr kom­men­den Jah­res gemein­sam mit ihren Part­ne­rin­nen und Part­nern zu einem Dan­ke­schön-Wochen­en­de ein­ge­la­den, 15 von ihnen erhal­ten zudem eine Ein­la­dung zum DFB-Club 100, der im kom­men­den Jahr anläss­lich eines Län­der­spiels der A‑Nationalmannschaft in Deutsch­land tagt. Die Urkun­den über­reich­ten LOT­TO-Bay­ern-Vize-Prä­si­dent Josef Mül­ler, BFV-Prä­si­dent Chris­toph Kern, Ver­bands-Ehren­amts­re­fe­rent Ste­fan Mer­kel, BFV-Vize­prä­si­den­tin Inge Pir­ner und mit DFB-Prä­si­dent Bernd Neu­en­dorf der Ehren­gast der Gala.

„Die­se Büh­ne heu­te hier gehört euch, die­ser Tag ist eurer. Die­se Ver­an­stal­tung ist unser Dan­ke­schön für das, was ihr tag­ein, tag­aus Groß­ar­ti­ges leis­tet. Dafür, dass der Ball bei euch im Ver­ein rollt, dass Mäd­chen und Jun­gen, Frau­en und Män­ner, Schieds­rich­te­rin­nen und Schieds­rich­ter Freu­de haben und gemein­sam durch Dick und Dünn gehen. Ohne das Ehren­amt geht nichts. Das Ehren­amt umfasst alle, die sich in unse­ren baye­ri­schen Fuß­ball­ver­ei­nen enga­gie­ren. Bes­ser: den Ver­ein mit Leben fül­len und das Ver­eins­le­ben am Leben erhal­ten. Schlicht­weg: Eine äußert wert­vol­le Auf­ga­be, die mit einer Ver­ant­wor­tung, gar Ver­pflich­tung ver­bun­den ist und nicht genug wert­ge­schätzt wer­den kann“, beton­te BFV-Prä­si­dent Kern.


„Ich möch­te Ihnen ver­si­chern, dass wir wis­sen, was Sie leisten“


BFV-Prä­si­dent Chris­toph Kern bedank­te sich in sei­ner Rede bei allen Ehren­amt­le­rin­nen und Ehren­amt­lern, die sich in den baye­ri­schen Fuß­ball­ver­ei­nen enga­gie­ren und ihre Klubs mit Leben füllen.

„Han­si Flick hat in die­ser Woche den Kader für das Tur­nier bekannt gege­ben. Jeder ein­zel­ne Spie­ler, der das Ticket für Katar gelöst hat, hat ein­mal klein ange­fan­gen. Bei den Ama­teu­ren. Dort wo sich Men­schen wie Sie uner­müd­lich für unse­ren Sport ein­set­zen. Ohne die­sen Ein­satz wür­den vie­le Spie­ler viel­leicht nie­mals in der Bun­des­li­ga oder in der Natio­nal­mann­schaft ankom­men. Das belegt: Der ver­meint­lich klei­ne Fuß­ball leis­tet in Wahr­heit etwas sehr Gro­ßes. Denn hier, an der Basis, nimmt alles sei­nen Anfang. Das ist der Unter­bau, ohne den das gesam­te Haus des Fuß­balls kei­ne Sta­bi­li­tät hät­te. Des­halb möch­te ich Ihnen für Ihr her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment, für das Sie heu­te aus­ge­zeich­net wer­den, ganz herz­lich dan­ken. Und ich möch­te Ihnen ver­si­chern, dass wir wis­sen, was Sie leis­ten. Und dass wir uns dafür ein­set­zen, dass die­se Leis­tung stär­ker gewür­digt und geför­dert wird“, erklär­te DFB-Prä­si­dent Bernd Neu­en­dorf, der Ehren­gast der 27. BFV-Ehrenamtspreisverleihung.

„Dan­ke ans Ehren­amt – die­se Aus­sa­ge gehört jeden Tag auch mit Leben und Taten gefüllt. Sie gehört in der Mit­te unse­rer Gesell­schaft ver­an­kert, denn die­se ist schließ­lich größ­ter Pro­fi­teur und vor allem die Wert­schät­zung aus der brei­ten Gesell­schaft her­aus trägt die vie­len ehren­amt­lich Enga­gier­ten, die wir gar nicht alle ein­zeln so wür­di­gen kön­nen, wie sie es ver­dient hät­ten. Für die­se brei­te Aner­ken­nung müs­sen wir uns alle ein­set­zen. Und natür­lich auch dafür, dass im Sin­ne unse­rer BFV-Lea­ders­hip-Pro­gram­me auch noch mehr Frau­en an die Schalt­stel­len der Ver­ei­ne und des gesam­ten Ama­teur­fuß­balls kom­men. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur der Ver­band und die Ver­ei­ne, son­dern auch die Ehren­amts­be­we­gung“, erklär­te BFV-Vize­prä­si­den­tin Inge Pir­ner, zu deren prä­si­dia­len Auf­ga­ben­be­rei­chen die För­de­rung des Ehren­amts gehört.

In einer Talk­run­de diku­tier­ten DFB-Prä­si­dent Bernd Neu­en­dorf und BFV-Vize­prä­si­den­tin Inge Pir­ner mit den Kreis­sie­gern Peter Dol­lin­ger (SC Irgerts­heim, Kreis Donau/​Isar) und Klaus Graf (TSV Mellrich­stadt, Kreis Rhön) über das Ehren­amt im Fuß­ball, die Arbeit an der Basis, aktu­el­le Sor­gen und Nöte der Ver­ei­ne, aber auch Lösungs­an­sät­ze für die Zukunft.

„Wir sehen hier heu­te Men­schen, die Sport­hei­me bau­en oder ener­ge­tisch sanie­ren – wäh­rend der Pan­de­mie und stei­gen­der Kos­ten. Aus Ver­ei­nen, die Mit­glie­der und Spon­so­ren gewin­nen – trotz Infla­ti­on und Wirt­schafts­kri­se. Ehren­amt­ler, die Ver­ei­ne ent­wi­ckeln, moder­ni­sie­ren und vor­an­brin­gen – allen wid­ri­gen Umstän­den zum Trotz. Coro­na und kei­ne Kri­se wird das Ehren­amt auf­hal­ten – solan­ge es Men­schen wie sie gibt. Men­schen, die ihre gan­ze Kraft und ihre Ideen in den Dienst der Ver­ei­ne und damit auch in den Dienst der Gesell­schaft stel­len – und das ehren­amt­lich in ihrer Frei­zeit. Das alles tut gut! Sich still dar­über zu freu­en, damit ist es aber nicht getan. Die­ses Enga­ge­ment hat es ver­dient, sei­ne Büh­ne und die damit ver­bun­de­ne Auf­merk­sam­keit und Wert­schät­zung zu bekom­men. Denn von die­sem Tag soll auch eine Bot­schaft aus­ge­hen: Wir wol­len noch mehr Men­schen für das Ehren­amt gewin­nen! Denn wenn uns die­se so her­aus­for­dern­de Zeit eines lehrt, dann die Tat­sa­che, dass ohne per­sön­li­ches Enga­ge­ment nichts geht“, sag­te Ver­bands-Ehren­amts­re­fe­rent Ste­fan Merkel.


Die 22 Kreis­sie­ge­rin­nen und ‑sie­ger 2022

Bezirk Ober­bay­ern

Kreis Mün­chen: Niko­laus Lud­wig, FC Teu­to­nia München

Kreis Donau/​Isar: Peter Dol­lin­ger, SC Irgertsheim

Kreis Inn/​Salzach: Johann Gei­ger, TSV Siegsdorf

Kreis Zug­spit­ze: Uwe Enz­mann, TSV Peiting

Bezirk Nie­der­bay­ern

Kreis Nie­der­bay­ern Ost: Wal­ter Mader, TSV Metten

Kreis Nie­der­bay­ern West: Patrick Brun­ner, SC Falkenberg

Bezirk Schwa­ben

Kreis Augs­burg: Anton Mayr, TSV Rain – ver­tre­ten durch Wolf­gang Schmidt, Vereinsehrenamtsbeauftragter

Kreis Donau: Kurt Jung, SV Eggelstetten

Kreis All­gäu: Sebas­ti­an Veit, TSV Legau

Bezirk Ober­pfalz

Kreis Amberg/​Weiden: Ger­hard Lind­ner, SC Kirchenthumbach

Kreis Cham/​Schwandorf: Micha­el Bruck­mül­ler, TSV Pemfling

Kreis Regens­burg: Robert Rappl, SG Painten

Bezirk Ober­fran­ken

Kreis Bamberg/​Bayreuth/​Kulmbach: Chris­ti­an Dorsch, SV Blau Weiß Sassendorf

Kreis Coburg/​Kronach/​Lichtenfels: Hel­mut Mey­er, TSV Meeder

Kreis Hof/​Tirschenreuth/​Wunsiedel: Alex­an­der Kropf, ASV Leu­polds­grün – nicht per­sön­lich vor Ort

Bezirk Mit­tel­fran­ken

Kreis Nürnberg/​Frankenhöhe: Tho­mas Streng, SGV Nürnberg-Fürth

Kreis Erlangen/​Pegnitzgrund: Dia­na Köp­pen, ASV Höchstadt

Kreis Neumarkt/​Jura: Rein­hold Heß, DJK Fiegenstall

Bezirk Unter­fran­ken

Kreis Würz­burg: Rudolf Kerl, TSV Lengfeld

Kreis Schwein­furt: Sebas­ti­an Man­ger, FC Wasserlosen

Kreis Aschaf­fen­burg: Man­fred Wis­sel, SpVgg Rothengrund/​Gunzenbach

Kreis Rhön: Klaus Graf, TSV Mellrichstadt

Adal­bert-Raps-Stif­tung mit neu­em Wettaufruf 

Sozia­le Wet­te geht in die zwei­te Runde

„Wet­ten, dass Eure Orga­ni­sa­ti­on es nicht schafft, inner­halb von fünf Wochen min­des­tens 300 Euro Spen­den­gel­der zu sam­meln?!“ – Mit die­ser Wett­an­sa­ge for­dert die Adal­bert-Raps-Stif­tung gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen in Ober­fran­ken im Wett­zeit­raum vom 8. Novem­ber bis zum 10. Dezem­ber nun bereits zum zwei­ten Mal dazu her­aus, das Ehren­amt aktiv zu för­dern. Ab sofort wer­den Wett­part­ner gesucht.

Die Stif­tung setzt dies­mal – anders als bei der letzt­jäh­ri­gen Wet­te, im Rah­men derer der Gewinn neu­er Ehren­amt­li­cher im Fokus stand – auf einen rein finan­zi­el­len Ansatz. Der Grund liegt in der so gege­be­nen beson­ders nie­der­schwel­li­gen Unter­stüt­zung der Orga­ni­sa­tio­nen, die nach wie vor unter den Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie lei­den. Ganz in die­sem Sin­ne erwar­tet die teil­neh­men­den Orga­ni­sa­tio­nen auch in Run­de zwei der „sozia­len Wet­te“ ein attrak­ti­ver Wett­ein­satz: Denn ist die Wet­te mit einer Ein­nah­me von min­des­tens 300 Euro Spen­den­gel­dern gewon­nen, ver­dop­pelt die Stif­tung den gesam­mel­ten Erlös! Gede­ckelt wird der Wett­ge­winn bei 1.000 Euro, wobei sich beson­de­res Enga­ge­ment aus­zahlt. So gibt es für die inno­va­tivs­te Fund­rai­sing-Akti­on einen Bonus von 1.000 Euro on Top! Teil­neh­men kön­nen gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen mit Sitz in Ober­fran­ken. Ins­ge­samt ste­hen 20 Wett­plät­ze zur Ver­fü­gung, die Ver­ga­be erfolgt nach Ein­gang der Interessensbekundung.


„Sozia­le Wet­te 2.0“ zur Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Engagements

Die Unter­stüt­zung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments und damit ver­bun­den die Stär­kung der sozia­len Teil­ha­be in Ober­fran­ken hat für die Adal­bert-Raps-Stif­tung obers­te Prio­ri­tät. Nach erfolg­rei­chem Wett­auf­ruf im ver­gan­ge­nen Jahr, macht das nun auch die dies­jäh­ri­ge „sozia­le Wet­te“ deut­lich: Die Stif­tung wet­tet, dass Orga­ni­sa­tio­nen es inner­halb eines Zeit­raums von fünf Wochen nicht schaf­fen, min­des­tens 300 Euro Spen­den­gel­der zu gewin­nen. Obwohl der Wett­auf­ruf in die­sem Jahr einen rein finan­zi­el­len Ansatz ver­folgt und nicht wie bei der letz­ten Wett­run­de der Gewinn ehren­amt­lich Enga­gier­ter im Fokus steht, bleibt die Stif­tung ihrem Wett­kon­zept treu! Denn trotz geän­der­tem Wett­ge­gen­stand folgt auch die „sozia­le Wet­te 2.0“ dem Gami­fi­ca­ti­on-Ansatz und stei­gert somit den Ehr­geiz der teil­neh­men­den Orga­ni­sa­tio­nen. Außer­dem winkt erneut ein attrak­ti­ver Wett­ge­winn: Ist die Wet­te mit der Ein­nah­me von min­des­tens 300 Euro Spen­den­gel­dern gewon­nen, ver­dop­pelt die Stif­tung die­sen Wert bis zu einem Betrag von maxi­mal 1.000 Euro. Einen Bonus in Höhe von 1.000 Euro erhält zudem die­je­ni­ge Orga­ni­sa­ti­on, die ihre Spen­den­gel­der mit der inno­va­tivs­ten Fund­rai­sing-Idee gene­rie­ren konn­te. „Auf­grund des gro­ßen Zuspruchs beim letz­ten Mal, stand für uns außer Fra­ge, dass wir den Auf­ruf zur ‚sozia­len Wet­te‘ ein zwei­tes Mal star­ten wer­den.“, so Tina Beeg, Stif­tungs­re­fe­ren­tin Sozia­les. „Da wir aber wis­sen, dass es beson­ders die finan­zi­el­len Mit­tel sind, an denen es den Orga­ni­sa­tio­nen gera­de in Zei­ten der Pan­de­mie fehlt, haben wir uns für die­sen eher unge­wöhn­li­chen aber auch sehr nie­der­schwel­li­gen Wett­auf­ruf ent­schie­den.“ Der Wett­ein­satz steht der Orga­ni­sa­ti­on im Sin­ne ihrer Zwe­cke zur frei­en Ver­wen­dung zur Verfügung.


Wett­part­ner wer­den und profitieren

Im 12-tägi­gen Zeit­raum vom 18. bis zum 29. Okto­ber 2021 kön­nen sich gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen als Wett­part­ner unter info@raps-stiftung.de, Ansprech­part­ne­rin Tina Beeg, bei der Adal­bert-Raps-Stif­tung um einen Wett­platz bewer­ben. Vor­aus­set­zung dabei ist es, dass der Wir­kungs­kreis der jewei­li­gen Orga­ni­sa­ti­on in Ober­fran­ken liegt und die­se mit ihren Ange­bo­ten und Leis­tun­gen die sozia­le und gesell­schaft­li­che Teil­ha­be ihrer Ziel­grup­pe stär­ken. Als Bewer­bungs­for­mu­lar ist ein Steck­brief zur Orga­ni­sa­ti­on und deren Enga­ge­ment aus­zu­fül­len. Der eigent­li­che Wett­zeit­raum von fünf Wochen star­tet am 8. Novem­ber und reicht bis zum 10. Dezem­ber 2021. Für die Gewinn­ermitt­lung ist ent­schei­dend, wie hoch der ein­ge­nom­me­ne Spen­den­be­trag pro Orga­ni­sa­ti­on aus­ge­fal­len ist. Für die Ver­ga­be des Zusatz­prei­ses in Höhe von 1.000 Euro wird außer­dem der dahin­ter­lie­gen­de Fund­rai­sing-Ansatz nach dem Inno­va­ti­ons­kri­te­ri­um bewer­tet. Als Wett­nach­weis gilt es den teil­neh­men­den Orga­ni­sa­tio­nen nach Ende des Wett­zeit­raums inner­halb von einer Woche eine anony­mi­sier­te Lis­te der im Wett­zeit­raum ein­ge­gan­ge­nen Gel­der ein­zu­rei­chen. Zudem wird um die Ein­rei­chung von Bild-/Vi­deo­ma­te­ri­al zur Doku­men­ta­ti­on der Fund­rai­sing-Akti­on gebeten.

Adal­bert-Raps-Stif­tung: Ver­ant­wor­tung für Regi­on und Zukunft

Seit 40 Jah­ren reicht die Adal­bert-Raps-Stif­tung mit Sitz in Kulm­bach Men­schen aus ganz Ober­fran­ken die Hand, die Unter­stüt­zung benö­ti­gen – sei es im Bereich der Senio­ren- oder Jugend­ar­beit oder in ande­ren sozia­len Bedarfs­la­gen. Drü­ber hin­aus steht die Stif­tung, die 1978 von dem Apo­the­ker Adal­bert Raps gegrün­det wur­de, auch in der Lebens­mit­tel­for­schung als För­der­part­ner an der Sei­te zahl­rei­cher Wis­sen­schaft­ler und Insti­tu­te. In den För­der­be­reich „zu Ehren des Stif­ters“ fal­len unter ande­rem der Abitu­ri­en­ten­preis der Adal­bert-Raps-Schu­le sowie die Sti­pen­di­en für die Wei­ter­bil­dung zum Gewürz-Som­me­lier. Neben dem Enga­ge­ment in ein­zel­nen Pro­jek­ten und Koope­ra­tio­nen setzt die Stif­tung Akzen­te, indem sie Pro­gram­me und Initia­ti­ven für Ober­fran­ken ins Leben ruft, die für drän­gen­de Zukunfts­the­men den pas­sen­den wis­sen­schaft­li­chen und sozia­len Rah­men geben. Hier­zu zäh­len bei­spiel­wei­se das Ernäh­rungs­bil­dungs­pro­gramm KULINARIX in ober­frän­ki­schen Kin­der­ta­ges­stät­ten und der Wett­be­werb „Hel­den der Hei­mat“ für sozia­les Enga­ge­ment in Ober­fran­ken. Zen­tra­les Anlie­gen der Stif­tung ist es, in all ihren Tätig­kei­ten in einer Art und Wei­se zu unter­stüt­zen, die gezielt, effek­tiv und mess­bar nach­hal­tig ist.


Mehr Infor­ma­tio­nen unter
:

https://www.raps-stiftung.de

https://www.facebook.com/AdalbertRapsStiftung

IHK-Wahl im Janu­ar 2022

IHK wirbt für ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment im IHK-Gre­mi­um Bamberg

Vom 10. bis 27. Janu­ar 2022 sind die rund 48.000 Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth auf­ge­ru­fen, ihre Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter in die IHK-Gre­mi­en neu zu wäh­len. Die rund 11.900 IHK-Mit­glieds­un­ter­neh­men im Land­kreis Bam­berg wäh­len dabei ihre 40 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter vor Ort. Aktu­ell sucht die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth noch Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, die sich im Ehren­amt der IHK enga­gie­ren und für die Wahl kan­di­die­ren möchten.

Sie wer­den in den kom­men­den fünf Jah­ren ihre unter­neh­me­ri­sche Kom­pe­tenz in die Arbeit der IHK ein­flie­ßen las­sen und so den Kurs der IHK mit­be­stim­men. Das IHK-Gre­mi­um greift dabei loka­le The­men auf und sieht sich als Inter­es­sens­ver­tre­tung der Wirt­schaft vor Ort.


Ein Unter­neh­men – eine Stimme

„Jede Unter­neh­me­rin und jeder Unter­neh­mer mit einem Mit­glieds­be­trieb der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth kann wäh­len und sich auch wäh­len las­sen“, erläu­tert Gabrie­le Hohen­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. „Unab­hän­gig von Bran­che oder Unter­neh­mens­grö­ße hat bei der IHK jede Stim­me das glei­che Gewicht.“ Inter­es­sier­te Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, die für die Wahl 2022 kan­di­die­ren möch­ten, sol­len sich bit­te mög­lichst zeit­nah, spä­tes­tens aber bis zum 26. Okto­ber bei der IHK unter wahl@bayreuth.ihk.de mel­den und bis dahin ihre Kan­di­da­tur erklären.


IHK-Gre­mi­en: Regio­na­le The­men im Fokus

Einen beson­de­ren Schwer­punkt leg­te das Gre­mi­um Bam­berg in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf das The­ma „Fach­kräf­te­si­che­rung“. Dazu fand ein regel­mä­ßi­ger Aus­tausch zwi­schen den Mit­glie­dern des IHK-Gre­mi­ums und den Schul­lei­tern der wei­ter­füh­ren­den Schu­len in Stadt und Land­kreis Bam­berg statt. Auch mit der Hoch­schu­le pflegt das Gre­mi­um tra­di­tio­nell enge Kon­tak­te und ist bereits seit meh­re­ren Jah­ren Part­ner der Tan­dem­ver­an­stal­tun­gen zur bes­se­ren Ver­net­zung von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. „Ich freue mich, dass wir im Gre­mi­um die guten Bezie­hun­gen zu Schu­len und Hoch­schu­len im Raum Bam­berg wei­ter inten­si­vie­ren konn­ten. Auf die­ser Basis konn­ten wir wich­ti­ge Bil­dungs­in­itia­ti­ven auf den Weg brin­gen und damit auch einen wert­vol­len Bei­trag zur Zukunfts­fä­hig­keit des Wirt­schafts­sand­orts Bam­berg leis­ten“, so IHK-Prä­si­den­tin und Gre­mi­ums­vor­sit­zen­de Son­ja Weigand.

Beson­ders am Her­zen lag dem Gre­mi­um Bam­berg zudem die Bam­ber­ger Innen­stadt, was mit einer Befra­gung des inner­städ­ti­schen Ein­zel­han­dels und der Gas­tro­no­mie unter­mau­ert wur­de. Die aus der Umfra­ge abge­lei­te­ten Hand­lungs­be­dar­fe, unter ande­rem die hohe Bedeu­tung der Park­platz­si­tua­ti­on sowie eine Ver­bes­se­rung der Auf­ent­halts­qua­li­tät, wur­den der Stadt Bam­berg zuge­lei­tet. Auch trag­fä­hi­ge Kon­zep­te für die gewerb­li­che Ent­wick­lung in Bam­berg for­dert das Gre­mi­um mit Nachdruck. 


48.000 IHK-Mit­glie­der sind wahlberechtigt

Alle fünf Jah­re sind die rund 48.000 Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth auf­ge­ru­fen, ihre Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter in die acht regio­na­len IHK-Gre­mi­en in Bam­berg, Bay­reuth, Forch­heim, Hof, Kro­nach, Kulm­bach, Lich­ten­fels und Marktredwitz/​Selb zu wählen.

Die Mit­glieds­un­ter­neh­men gehö­ren dabei einer der drei Wahl­grup­pen an, Indus­trie, Handel/​Tourismus oder Dienst­leis­tun­gen. Die Wirt­schafts­struk­tur vor Ort wird dabei in der Sitz­ver­tei­lung abge­bil­det. So ist sicher­ge­stellt, dass unter­schied­li­che Blick­win­kel der loka­len Wirt­schaft und viel unter­neh­me­ri­sche Kom­pe­tenz ehren­amt­lich in die Arbeit der IHK und des IHK-Gre­mi­ums einfließen.

Kul­tu­rel­le Bil­dung und lebens­lan­ges Lernen 

Sieb­ter Band des Bam­ber­ger Bil­dungs­ent­wick­lungs­plans ist erschienen

Mit der kom­mu­na­len Bil­dungs­land­schaft im Bereich Kul­tu­rel­le Bil­dung und lebens­lan­ges Ler­nen befasst sich der sieb­te und letz­te Band des Bam­ber­ger Bil­dungs­ent­wick­lungs­plans. In der Aus­ein­an­der­set­zung mit den Coro­na-beding­ten Her­aus­for­de­run­gen des Jah­res 2020 wagt der Band auch einen qua­li­ta­ti­ven Blick hin­ter die Kulis­sen der Bil­dungs- und Kultureinrichtungen.

Kul­tu­rel­le Bil­dung muss als fes­ter Bestand­teil einer kom­mu­na­len Bil­dungs­land­schaft und als gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be ver­stan­den wer­den. Zugän­ge zu kul­tu­rel­ler Bil­dung müs­sen früh­zei­tig und nie­der­schwel­lig geschaf­fen wer­den und die Ver­net­zung zwi­schen den Akteu­rin­nen und Akteu­ren muss inten­si­viert wer­den. Mit die­sen Schluss­fol­ge­run­gen und Hand­lungs­fel­dern schließt der letz­te Band des Bil­dungs­ent­wick­lungs­plans zum The­ma „Kul­tu­rel­le Bil­dung und lebens­lan­ges Ler­nen“. Wäh­rend der Mehr­wert kul­tu­rel­ler Bil­dung für den ler­nen­den Men­schen vor allem die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung betrifft, pro­fi­tie­ren Kom­mu­nen eben­falls von viel­fäl­ti­gen Ange­bo­ten kul­tu­rel­ler Bil­dung. Sie sind Stand­ort­fak­to­ren, die Men­schen von außer­halb anzie­hen und wer­den von der Bevöl­ke­rung als selbst­ver­ständ­li­che Bil­dungs­res­sour­ce verstanden.

Die Publi­ka­ti­on gibt einen Über­blick über die Orte und Ange­bo­te kul­tu­rel­ler Bil­dung in der Stadt Bam­berg für ein­zel­ne Ziel­grup­pen wie Kin­der, Jugend­li­che, Fami­li­en oder Senio­ren. Zu den Orten kul­tu­rel­ler Bil­dung gehö­ren Büche­rei­en, Muse­en, Musik­schu­len, die Volks­hoch­schu­le, Orte dar­stel­len­der und bil­den­der Küns­te, aber auch der öffent­li­che Raum. In der Dar­stel­lung wur­de beson­de­rer Wert dar­auf gelegt, die Ein­rich­tun­gen als Bil­dungs­part­ner zu beschrei­ben und so das Zusam­men­spiel von for­ma­lem und non-for­ma­lem Ler­nen zu ver­deut­li­chen, bei­spiels­wei­se in der engen Zusam­men­ar­beit von Büche­rei­en und Schu­len. Die The­men Umwelt­bil­dung, poli­ti­sche und his­to­ri­sche sowie sport­li­che Bil­dung run­den die Zusam­men­stel­lung ab. Einen wich­ti­gen Stel­len­wert nimmt das gro­ße ehren­amt­li­che Enga­ge­ment ein, das sich ins­be­son­de­re in der Ver­eins­ar­beit durch alle Berei­che des Ler­nens und der kul­tu­rel­len Bil­dung zieht.

Kul­tu­rel­le Bil­dung in Zei­ten der Corona-Pandemie

Das Jahr 2020 mit Schlie­ßun­gen der kul­tu­rel­len (Bildungs-)Einrichtungen stell­te die Bericht­erstat­tung vor eine Her­aus­for­de­rung und mach­te die Dar­stel­lung von aktu­el­len Zah­len und einen Ver­gleich zu vor­he­ri­gen Jah­ren kaum mög­lich. So ent­stand die Idee, für die­ses beson­de­re Jahr auf Zah­len zu ver­zich­ten und viel­mehr einen qua­li­ta­ti­ven Blick hin­ter die Kulis­sen zu wer­fen. Vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen stan­den die Ein­rich­tun­gen, wel­che neu­en Wege muss­ten sie gehen, wel­che Sack­gas­sen, aber auch Licht­bli­cke gab es? Ent­stan­den sind kur­ze Berich­te über das Jahr 2020, die sich durch den gesam­ten Band ziehen.

„Sie geben einen direk­ten Ein­blick in ein Jahr, das von der Coro­na-Pan­de­mie geprägt war und Ein­fluss auf fast alle Arbeits­be­rei­che der Ein­rich­tun­gen und das gesam­te kul­tu­rel­le Leben der Stadt hat­te. Ich bedan­ke mich bei allen, die sich auf die­se Idee ein­ge­las­sen haben, das Jahr für uns auf ihre Art und Wei­se zusam­men­ge­fasst und dem Bericht damit ein beson­de­res Pro­fil gege­ben haben“, resü­miert Ramo­na Wen­zel aus dem Bil­dungs­bü­ro der Stadt Bamberg.

Bam­ber­ger Bildungsentwicklungsplan

Der Band zum The­ma kul­tu­rel­le Bil­dung beschließt die Rei­he des Bam­ber­ger Bil­dungs­ent­wick­lungs­plans, in der die Bil­dungs­land­schaft der Stadt Bam­berg von ihren Rah­men­be­din­gun­gen, über die früh­kind­li­che und schu­li­sche Bil­dung, Aus- und Wei­ter­bil­dung bis hin zum Fokus­the­ma Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on beschrie­ben wur­de. Alle Ver­öf­fent­li­chun­gen ste­hen auf der Sei­te https://www.stadt.bamberg.de/Bildungsentwicklungsplan zum Down­load zur Verfügung.

Was­ser­wacht Bamberg

Eine Mischung aus Sport, Spaß und gemein­nüt­zi­ger Tätigkeit

Das Haupt­ziel der Kreis­was­ser­wacht Bam­berg ist klar in ihrer Sat­zung for­mu­liert: Bekämp­fung des Ertrin­kungs­to­des. Wie dabei auf dem Was­ser und auch an Land vor­ge­gan­gen wird hat uns Ste­phan Grie­bel erklärt. Er ist seit vier Jah­ren Vor­sit­zen­der der Kreis­was­ser­wacht Bam­berg und mit Ret­tungs­boo­ten regel­mä­ßig auch auf den ört­li­chen Gewäs­sern unterwegs.

Herr Grie­bel, wie sieht das täg­li­che Arbei­ten der Was­ser­wacht Orts­grup­pe Bam­berg aus?

Ste­phan Grie­bel: Täg­li­che Arbei­ten gibt es eigent­lich kei­ne, weil die Was­ser­wacht eine ehren­amt­li­che Orga­ni­sa­ti­on ist. Es gibt in ganz Bay­ern eigent­lich kei­ne haupt­amt­li­chen Was­ser­wacht­ler, außer fünf Mit­ar­bei­ter in Mün­chen, die für die Ver­wal­tung des Lan­des­ver­ban­des mit 150.000 Mit­glie­dern zustän­dig sind. Wie bei der frei­wil­li­gen Feu­er­wehr haben aber auch wir Funk­mel­de-Emp­fän­ger. Die inte­grier­te Leit­stel­le alar­miert die Mit­glie­der der Schnell­ein­satz­grup­pe und dann rücken sie von ihrem Arbeits­platz oder von zuhau­se oder wo auch immer sie sich gera­de auf­hal­ten zur Ein­satz­stel­le aus. Die Wach­diens­te fin­den, ab dem Beginn der Bade­sai­son, an den Wochen­en­den, am Main-Donau-Kanal und an den umlie­gen­den Wach­sta­tio­nen an Flüs­sen und Seen statt. Eines unse­rer Boo­te patrouil­liert zum Bei­spiel von Viereth bis Schleu­se Bam­berg und auf dem Main, hoch bis zur Eisen­bahn­brü­cke bei Hall­stadt. Wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben an Land sind unter ande­rem die wöchent­li­che Dienst­ver­samm­lung am Mon­tag, bei der Aus­bil­dun­gen, Vor­trä­ge und auch mal kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den. Durch die Pan­de­mie haben die­se Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen in letz­ter Zeit natür­lich ein wenig gelitten.


Wie vie­le Ein­sät­ze hat­ten Sie letz­tes Jahr? Wel­cher Art waren die Ein­sät­ze zumeist?

Ste­phan Grie­bel: Not­fall­ein­sät­ze hat­ten wir letz­tes Jahr 15, womit wir voll in unse­rem Schnitt lie­gen. Meis­tens waren es Sach­ber­gun­gen oder Hil­fe­leis­tun­gen für Gewer­be, die am Was­ser arbei­ten – Bau­un­ter­neh­men oder Berufs­schiff­fahrt. Oder eben Ret­tungs­ein­sät­ze, wenn jemand am oder im Was­ser in Not gera­ten ist.


Wie oft wird es rich­tig brenzlig?

Ste­phan Grie­bel: Das ist es bei uns eigent­lich immer. Es gibt kei­nen Stan­dard-Was­ser-Ret­tungs­ein­satz. Dadurch, dass es sich immer um Ein­sät­ze aus beson­de­ren Lagen oder Situa­tio­nen her­aus han­delt, ist jeder Ein­satz immer hoch brenz­lig. Hin­zu kommt, dass wir als ehren­amt­li­che Semi-Pro­fis immer nur dann beauf­tragt wer­den, wenn kein ande­rer mehr hel­fen kann.


Sie haben vier Schnell­ein­satz­grup­pen. Wo sind die­se stationiert?

Ste­phan Grie­bel: Sie ver­tei­len sich über den Stadt- und Land­kreis und kom­men aus Bam­berg, Strul­len­dorf, Brei­ten­güß­bach und Bau­nach. Ent­spre­chend sind die Boo­te sta­tio­niert oder zen­tral untergebracht.


Mit eini­gen Aus­nah­men wie der Hain­ba­de­stel­le ist es ver­bo­ten, in den Bam­ber­ger Gewäs­sern zu schwim­men. Hal­ten sich die Leu­te daran?

Ste­phan Grie­bel: Die Bevöl­ke­rung hält sich nicht dar­an – lei­der. Vor allen Din­gen im Bereich des Schiff­bau­plat­zes. Dort hat­ten wir letz­tes Jahr zwei Tote. Oder auch im Bereich der Bug­er Spit­ze wer­den es immer mehr Leu­te, die dort unver­nünf­ti­ger­wei­se ins Was­ser gehen. Zum Bei­spiel Indi­vi­du­al­sport­ler, die für sich allein trai­nie­ren und letz­tes Jahr nicht in die Schwimm­bä­der konn­ten, zie­hen dort ihre Bah­nen und set­zen sich damit einem gro­ßen Risi­ko aus. Ein klei­ner Tipp für alle, die allein schwim­men: Mit einer Boje im Schlepp­tau wäre alles sicher, das gilt auch im Win­ter für die Eisschwimmer.


Die Bam­ber­ger Orts­grup­pe der Was­ser­wacht hat 500 Mit­glie­der – das klingt nach ziem­lich viel. Wor­an liegt der Zuspruch?

Ste­phan Grie­bel: Das sind tat­säch­lich ziem­lich vie­le Mit­glie­der, ja. Die Beliebt­heit der Was­ser­wacht liegt wahr­schein­lich an der Kom­bi­na­ti­on, die die Was­ser­wacht bie­tet, einer Mischung aus Spaß, einer gemein­nüt­zi­gen Rotes-Kreuz-Tätig­keit, Men­schen hel­fen und sich kör­per­lich betä­ti­gen zu kön­nen. Es ist nicht wie im Sani­täts­be­reich. Bei uns ist auch der Frei­zeit­cha­rak­ter sehr hoch ange­sie­delt. Wie bei der Berg­wacht – nur haben wir mehr Was­ser als Berge.


Wie vie­le der 500 Mit­glie­der sind regel­mä­ßig auf den Boo­ten vertreten?

Ste­phan Grie­bel: Unge­fähr 70. Die ande­ren unter­stüt­zen die Was­ser­wacht­ein­satz­kräf­te vom Land aus.


Man möch­te doch aber mei­nen, dass man sich der Was­ser­wacht anschließt, um auf dem Was­ser zu sein. Aber das klingt, als ob sich mehr Leu­te bei Ihnen mel­den, um eher Land­diens­te zu machen.

Ste­phan Grie­bel: Nein, da gibt es kei­ne Ten­denz. Den meis­ten unse­rer Mit­glie­der ist es eigent­lich egal, ob sie auf dem Was­ser oder an Land dabei sind. Sie machen den jewei­li­gen Dienst ger­ne, weil sie ger­ne helfen.


Als ehren­amt­li­che Orga­ni­sa­ti­on finan­ziert sich die Was­ser­wacht über Spen­den­gel­der und Mit­glieds­bei­trä­ge. Wie geht es der Was­ser­wacht wirtschaftlich?

Ste­phan Grie­bel: Es läuft, auch wenn wir finan­zi­ell kei­ne gro­ßen Sprün­ge machen kön­nen. Wir hof­fen, dass sich die Pan­de­miela­ge bald ent­spannt und wir unse­ren Nor­mal­be­trieb wie­der auf­neh­men kön­nen. An der Stel­le möch­te ich erwäh­nen, dass der Rein­erlös des Bam­ber­ger Rosen­mon­tags­balls des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes voll­stän­dig an das Rote Kreuz gespen­det wird und so auch die Arbeit der Was­ser­wacht mitfinanziert.


Wel­che per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten soll­te man mit­brin­gen, um Mit­glied bei der Was­ser­wacht wer­den zu können?

Ste­phan Grie­bel: Man soll­te Team­play­er sein. Ansons­ten sind alle bei uns will­kom­men. Man muss nicht ein­mal der Super-Sport­ler sein – auch als unsport­li­cher Mensch kann man sei­nen Platz und sei­ne Auf­ga­be bei uns fin­den. Spaß am Was­ser­sport scha­det aber natür­lich nicht.


Was geht in Ihnen vor, wenn Sie im Boot auf dem Was­ser sind?

Ste­phan Grie­bel: Es ist eine groß­ar­ti­ge Sache, Strei­fe zu fah­ren. Da spürt man eine gewis­se Frei­heit und Natur­ver­bun­den­heit. Außer­dem sieht man sei­ne Stadt vom Was­ser aus einer ganz ande­ren Per­spek­ti­ve. Den Leu­ten, die nicht in einem Boot auf den Flüs­sen unter­wegs sind, ent­geht was.


Sie haben außer Kin­der­schwimm­kur­sen und Ret­tungs­schwim­mer­kur­sen, Ers­te-Hil­fe- und Sani­täts­aus­bil­dung auch eine brei­te Jugendarbeit.

Ste­phan Grie­bel: Unse­re Jugend­ar­beit ist auch eine tol­le Geschich­te. Ab dem sechs­ten Lebens­jahr kann man Mit­glied bei uns wer­den und wird dann alters­ge­recht in Jugend­grup­pen ein­ge­teilt und an die Rote-Kreuz-Arbeit bei der Was­ser­wacht herangeführt.


Aber haben Sie genug Nach­wuchs oder lei­det auch die Was­ser­wacht unter Nachwuchsproblemen?

Ste­phan Grie­bel: Nach­wuchs­pro­ble­me wür­de ich es noch nicht nen­nen, aber wir sind besorgt über den Nach­wuchs. Wir haben sehr vie­le Kin­der in unse­ren Jugend­grup­pen, aber wenn es irgend­wann dar­um geht, mit 16 oder 17 in den Ein­satz­dienst über­zu­tre­ten, ist es oft so, dass die jun­gen Erwach­se­nen durch Schu­le, Berufs­aus­bil­dung so stark ein­ge­bun­den sind, dass ihnen zu wenig Zeit bleibt. Daher ent­schei­den sich vie­le gegen den ehren­amt­li­chen Dienst.


Wei­te­re Informationen:


http://www.wasserwacht-bamberg.de


https://www.kvbamberg.brk.de/


Spen­den­ti­cket Rosen­mon­tags­ball: https://brk-rosenmontagsball.de/

Fei­er­stun­de in wür­di­gem Rah­men wird nachgeholt 

Bür­ger­na­del an zwölf ehren­amt­lich enga­gier­te Persönlichkeiten

Zwölf ehren­amt­lich enga­gier­te Per­sön­lich­kei­ten sind mit der der Bam­ber­ger Bür­ger­na­del aus­ge­zeich­net wor­den. Die Fei­er­stun­de muss­te auf­grund der Pan­de­mie aus­fal­len, wird aber, sofern es die Rah­men­be­din­gun­gen zulas­sen, bald­mög­lichst nach­ge­holt. Die Bür­ger­na­deln sind einst­wei­len zuge­sandt worden.

Anna-Maria Den­ner­lein, Moni­ka Hoh, Hel­ga Lam­precht, Cor­ne­lia Pfis­ter, Karo­li­na Röcke­lein, Chris­tia­ne Schus­ter, Edda Sterk, Chris­ti­ne Thun, Katha­ri­na Schumm, Robert Bartsch, Mar­tin Claß und Mar­tin Rachold sind für ihr ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment mit der Bam­ber­ger Bür­ger­na­del aus­ge­zeich­net worden.

Die Bam­ber­ger Bür­ger­na­del gilt als Son­der­aus­zeich­nung für her­aus­ra­gen­des bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment zum Woh­le der Bam­ber­ger Bürger:innen. Ins Leben geru­fen wur­de sie vor elf Jah­ren; seit­dem hat die Stadt Bam­berg gemein­sam mit der Medi­en­grup­pe Ober­fran­ken 112 Per­sön­lich­kei­ten ausgezeichnet.

Anna-Maria Den­ner­lein unter­stützt das Frau­en­haus seit sei­ner Grün­dung vor 35 Jah­ren. Eben­falls fürs Frau­en­haus ist Moni­ka Hoh ehren­amt­lich tätig, über­dies lei­tet sie als Vor­sit­zen­de die Geschi­cke des Bür­ger­ver­eins Wil­den­sorg. Hel­ga Lam­precht und Karo­li­na Röcke­lein sind über Jah­re in ver­schie­de­nen Berei­chen für das Pfarr­amt St. Hein­rich aktiv. Cor­ne­lia Pfis­ter und Katha­ri­na Schumm prä­gen durch ihre Mit­ar­beit den Bür­ger­ver­ein Ste­phans­berg, Cor­ne­lia Pfis­ter unter ande­rem als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de, wäh­rend Katha­ri­na Schumm seit 18 Jah­ren für die Finan­zen ver­ant­wort­lich ist. Chris­tia­ne Schus­ter war unter ande­rem für die Bam­ber­ger Grup­pe von „amnes­ty“ aktiv und stell­te wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie einen Ein­kaufs­ser­vice für Älte­re auf die Bei­ne. Edda Sterk setzt sich als Schul­weg­hel­fe­rin für die Grund- und Mit­tel­schu­le Gau­stadt ein und gehört dem erwei­ter­ten Kir­chen­vor­stand der Kir­chen­ge­mein­de St. Mat­thä­us an. Auf vie­len Ebe­nen der Frau­en­po­li­tik ist Chris­ti­ne Thun aktiv, etwa als ehren­amt­li­che Rich­te­rin am Baye­ri­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richt. Robert Bartsch küm­mert sich beim För­der­ver­ein „gool­kids“ um sozi­al benach­tei­lig­te Kin­der. Mar­tin Claß setzt sich seit 18 Jah­ren für den Ver­ein „ufer­los – Schwu­le und Les­ben in Bam­berg“ ein. Und Mar­tin Rachold bringt sich mit viel Herz­blut als Vor­stand für die Blas­ka­pel­le St. Josef ein.

In Vor­be­rei­tung ist die Ver­lei­hung der Bür­ger­na­del 2021. Wer Bam­ber­ger Per­sön­lich­kei­ten, die sich ums Ehren­amt ver­dient gemacht haben, vor­schla­gen möch­te, wird gebe­ten, sich per E‑Mail an Anja Klü­ser-Macio­schek von der Stadt Bam­berg zu wen­den: anja.klueser@stadt.bamberg.de