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TuS Kriftel

Deut­li­ches 0:3 gegen den Vizemeister

Elt­manns Vol­ley­bal­ler unter­lie­gen dem Tus Kriftel

Auch im letz­ten Heim­spiel der Sai­son gab es für Elt­manns Vol­ley­bal­ler nichts zu holen. In einem über wei­te Stre­cken ein­deu­ti­gen Match ver­liert das Team aus Unter­fran­ken am Ende deut­lich und auch in der Höhe ver­dient mit 0:3 gegen den TuS Kriftel.

„Wir hat­ten gehofft, dass wir uns mit einem Sieg von unse­ren Zuschau­ern ver­ab­schie­den kön­nen; müs­sen aber offen und ehr­lich aner­ken­nen, dass Krif­tel nicht nur heu­te, son­dern über die gesam­te Sai­son ein­fach eine Num­mer zu groß für uns war“, wür­digt Kapi­tän Johan­nes Engeln die star­ke Leis­tung der Hessen.

Nach der kla­ren Nie­der­la­ge gegen Gra­fing hat­te Elt­mann auch in der Par­tie gegen Krif­tel so sei­ne Schwie­rig­kei­ten ins Spiel zu fin­den. Auch wenn Trai­ner Mat­thi­as Hau, der den aus per­sön­li­chen Grün­den ver­hin­der­ten Coach Kar­lo­vic ersetz­te, sei­ne Mann­schaft gut auf den kom­men­den Geg­ner ein­ge­stellt hat­te, merk­te man sei­nen Spie­lern die Ver­un­si­che­rung der letz­ten Wochen an. Nach elf gespiel­ten Punk­ten zog Hau dann beim Stand von 3:8 sei­ne ers­te Aus­zeit und ver­such­te, etwas Ruhe ins Spiel der Elt­man­ner zu brin­gen. Wenig spä­ter brach­te er dann Joshua Krzi­kal­la für Johan­nes Engel und Sebas­ti­an Rich­ter für Ben Bier­wisch in die Par­tie, wuss­te aber bereits spä­tes­tens nach der zwei­ten Aus­zeit und einem Spiel­stand von 13:23, dass im ers­ten Abschnitt nichts mehr zu holen sein soll­te. Nach­dem die­ser nur wenig spä­ter mit 25:14 an die Gäs­te aus Krif­tel ging, schöpf­te man im zwei­ten Satz zunächst etwas Hoff­nung und Elt­mann konn­te bis zum 8:10 sehr gut mit­hal­ten, zeig­te eine kon­zen­trier­te­re Leis­tung und konn­te sogar die ein oder ande­re umkämpf­te Ral­ly für sich ent­schei­den. Wie so oft in den letz­ten Mona­ten konn­te man die­ses Niveau aber auch in die­sem Satz nicht lang genug auf­recht hal­ten, sodass sich der Tabel­len­zwei­te Punkt für Punkt abset­zen und sich einen deut­li­chen Vor­sprung her­aus­spie­len konn­te, wel­chen sie auch bis zum Schluss nicht mehr ver­schen­ken soll­ten. Mit 25:17 ging somit auch der zwei­te Abschnitt an das Team um Trai­ner Tim Schön, der mit der Leis­tung sei­ner Mann­schaft bis dato mehr als zufrie­den sein konn­te. „Im zwei­ten Satz hat man mal wie­der den Unter­schied gese­hen. Wir haben am Anfang echt gut mit­ge­hal­ten und haben uns das Leben dann wie­der selbst unnö­tig schwer gemacht. Krif­tel hat es uns natür­lich sehr schwer gemacht, wenn wir in den ent­schei­den­den Pha­sen dann aber noch unnö­ti­ge und leicht­sin­ni­ge Feh­ler machen, anstatt den Ball ein­fach mal ins Feld zu spie­len, hast du an so einem Tag ein­fach kei­ne Chan­ce. Es ist echt scha­de, dass wir Mat­tis heu­te nicht bes­ser unter­stüt­zen konn­ten und er in sei­nem ers­ten Spiel von Beginn an direkt so viel Ver­ant­wor­tung über­neh­men muss­te. Er hat das dafür heu­te echt super gemacht und ich hät­te mir von den erfah­re­nen Spie­lern ein wenig mehr Ein­satz und Unter­stüt­zung gewünscht“, fin­det Mana­ger Resch­ke loben­de Wor­te für die Elt­man­ner Nach­wuchs­hoff­nung. Nach­dem Trai­ner Hau sei­nem Unmut in der zehn­mi­nü­ti­gen Satz­pau­se Luft gemacht hat­te und eine ent­spre­chen­de Leis­tungs­stei­ge­rung ein­for­der­te, dau­er­te es zwar ein paar Minu­ten, dann aber schie­nen die emo­tio­na­len Wor­te zu fruch­ten. Im aus­ge­gli­chens­ten Satz des Abends kämpf­te sich der Gast­ge­ber nach einem 5:9 Rück­stand immer wie­der her­an und glich in der Schluss­pha­se sogar zum 19:19 aus. Hät­te man sich in die­sem Abschnitt noch etwas cle­ve­rer prä­sen­tiert und die sich bie­ten­den Chan­ce etwas kon­se­quen­ter genutzt, wäre in die­sem Moment sogar ein Satz­ge­winn nicht ganz unwahr­schein­lich und unver­dient gewe­sen. Im Sti­le einer Spit­zen­mann­schaft hin­ge­gen prä­sen­tier­te die Mann­schaft aus Krif­tel, die sich nach einer Aus­zeit noch­mal kurz schüt­tel­ten, einen Ball nach dem ande­ren ent­schärf­ten, im Einer­block zugrif­fen und im Zwei­fel mit einem hohen Ball auf Dia­go­nal­spie­ler Bürchi immer die rich­ti­ge Lösung parat hat­ten. Trotz einer enga­gier­ten Leis­tung hat­te man somit auch im letz­ten Satz des Abends das Nach­se­hen und muss­te wenig spä­ter dabei zu sehen, wie sich der Geg­ner und des­sen mit­ge­reis­ten Fans über den ver­dien­ten Aus­wärts­sieg und die gewon­ne­ne Vize­meis­ter­schaft freu­en durften.

Nach einem spiel­frei­en Wochen­en­de geht es für den Vor­jah­res­meis­ter noch ein­mal nach Gotha, wo man am 26. April zum Sai­son­ab­schluss auf den neu­en Meis­ter trifft.

Cera­to­nia Vol­leys ver­lie­ren nach 2:0‑Führung in Kriftel

Elt­mann ver­schenkt Sieg im letz­ten Spiel des Jahres

Nichts zu fei­ern gab es für die Vol­ley­bal­ler aus Elt­mann am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Krif­tel. Trotz einer kla­ren 2:0 Satz­füh­rung und eini­gen Match­bäl­len im Tie-Break gelang es dem Team um Trai­ner Mar­co Donat nicht, das Spiel für sich zu ent­schei­den, sodass das Jahr 2024 mit einer ärger­li­chen und unnö­ti­gen Nie­der­la­ge endet.

Krif­tel zieht zudem in der Tabel­le an Elt­mann vor­bei und sichert sich somit nicht unver­dient den zwei­ten Platz direkt hin­ter Spit­zen­rei­ter Gotha. „Ich möch­te heu­te gar nicht über das Spiel reden. Jeder ist ent­täuscht und wir hät­ten uns den Jah­res­ab­schluss natür­lich auch anders vor­ge­stellt. Jetzt ist es so und wir müs­sen uns an die eige­ne Nase fas­sen. Wenn man den Geg­ner selbst stark macht und dann am Ende ein­fach nicht die nöti­ge Kon­se­quenz an den Tag legt, braucht man sich auch nicht wun­dern, wenn man am Schluss mit lee­ren Hän­den dasteht“, fin­det Kapi­tän Engel sehr selbst­kri­ti­sche Wor­te, will dabei aber die Leis­tung des Geg­ners kei­nes­wegs schmälern.

Auch wenn die Elt­man­ner Vol­ley­bal­ler am Sams­tag­abend in Hes­sen nicht den bes­ten Start erwisch­ten, kämpf­te sich das Team von Trai­ner Donat nach und nach zurück in die Par­tie. Spä­tes­tens nach der zwei­ten Aus­zeit beim Stan­de von 11:16 war den Gäs­ten der gewohn­te Sie­ges­wil­len anzu­mer­ken und ange­feu­ert von den zahl­reich mit­ge­reis­ten Fans, erkämpf­te man sich kurz vor Satz­en­de die ers­te Füh­rung, ehe man sich kurz dar­auf über den Gewinn des ers­ten Abschnitts freu­en durf­te. Die­ser Satz­ge­winn schien den CERATONIA Vol­leys gut zu tun, sodass man die posi­ti­ve Ener­gie mit in den zwei­ten Satz trans­por­tie­ren konn­te und genau dort wei­ter mach­te, wo man nur kurz zuvor auf­ge­hört hat­te. Eine sehr sta­bi­le und kon­se­quen­te Leis­tung, viel Druck im Auf­schlag und weni­ge Eigen­feh­ler sorg­ten dafür, dass Krif­tel nicht so rich­tig ins Spiel fand und über die gesam­te Satz­dau­er einem Rück­stand hin­ter­her­lau­fen muss­te. Trotz zwei­er Aus­zei­ten und meh­re­rer Spie­ler­wech­sel hat­te die Heim­mann­schaft am Ende nichts mehr genug ent­ge­gen­zu­set­zen, sodass auch der zwei­te Satz mit 25:20 an die Unter­fran­ken ging. Im drit­ten Satz reagier­te Krif­tels Trai­ner und ent­schied sich dazu, den spä­te­ren MVP Büchi auf der Dia­go­nal­po­si­ti­on star­ten zu las­sen. Die­ser Wech­sel soll­te sich nur wenig spä­ter aus­zah­len und es war schnell zu erken­nen, dass Elt­mann weder im Block noch in der Abwehr die pas­sen­de Ant­wort auf die­se tak­ti­sche Umstel­lung parat haben soll­te. Zudem stell­te Elt­mann ab Mit­te des drit­ten Sat­zes den Spiel­be­trieb unver­ständ­li­cher­wei­se qua­si kom­plett ein und über­ließ den Haus­her­ren ab die­sem Zeit­punkt das Kom­man­do. „Ich kann nicht ver­ste­hen, wie­so wir nach dem zwei­ten Satz auf­ge­hört haben, Vol­ley­ball zu spie­len. Wir hat­ten das Momen­tum auf unse­rer Sei­te und hät­ten die Mög­lich­keit gehabt, hier drei Punk­te mit nach Elt­mann zu neh­men. Dass wir uns dann so hän­gen las­sen und eine wirk­lich unak­zep­ta­ble Leis­tung zei­gen, kann ich so nicht nach­voll­zie­hen. Dar­über wer­den wir uns nach Weih­nach­ten unter­hal­ten, aber es ist klar, dass das Kon­se­quen­zen haben wird und wir uns einen sol­chen Aus­fall nicht noch­mal erlau­ben dür­fen“, so Trai­ner Mar­co Donat kurz nach Ende des Spiels.


„Sowas Unnö­ti­ges und Sinn­lo­ses habe ich sel­ten erlebt“

Der beschrie­be­ne Leis­tungs­ab­fall setz­te sich auch im vier­ten Satz fort. Vie­le Feh­ler, Abstim­mungs­schwie­rig­kei­ten, zu wenig Zug im eige­nen Spiel und eine desas­trö­se Kör­per­spra­che mach­ten es der TuS Krif­tel nun leicht, sich abzu­set­zen und das Spiel an sich zu rei­ßen. Der über­ra­gen­de Büchi punk­te­te nun zudem nach Belie­ben, war von Elt­mann ein­fach nicht in den Griff zu bekom­men und sorg­te nur wenig spä­ter dafür, dass Krif­tel den vier­ten Satz mit 25:21 gewin­nen konn­te und die Ent­schei­dung somit im Tie-Break fal­len soll­te. Den Start des Tie-Breaks ver­schlief Elt­mann dann mal so rich­tig und nach einer roten Kar­te gegen Melf Urban reagier­te Trai­ner Donat nach nur weni­gen Minu­ten mit sei­ner ers­ten Aus­zeit beim Stan­de von 0:4. Die­se kur­ze Unter­bre­chung schien dann Wir­kung zu zei­gen und sein Team kämpf­te sich Punkt für Punkt zurück ins Match. Noch vor dem Sei­ten­wech­sel konn­te man aus­glei­chen und nur wenig spä­ter stand es zur Über­ra­schung aller dann tat­säch­lich 14:11 für die Gäs­te aus Elt­mann. „Alles noch­mal gut gegan­gen“, dürf­ten sich die meis­ten Fans der CERATONIA Vol­leys zu die­sem Zeit­punkt wohl schon gedacht haben, wur­den aber nur wenig spä­ter eines Bes­se­ren belehrt und auf den knall­har­ten Boden der Tat­sa­chen zurück­ge­holt. Nur ein paar Minu­ten spä­ter blick­ten nicht nur Spie­ler, son­dern auch Trai­ner und Fans ver­dutzt auf die Anzei­ge­ta­fel, wo der End­stand von 17:15 für die TuS Krif­tel auf­leuch­te­te. „Sowas Unnö­ti­ges und Sinn­lo­ses habe ich sel­ten erlebt. Wir bekom­men hier noch­mal die Chan­ce, uns mit einem Sieg in die Pau­se zu ver­ab­schie­den, bekom­men die Match­bäl­le auf dem Sil­ber­ta­blett ser­viert und schaf­fen es dann trotz­dem nicht, den Sack zuzu­ma­chen. Zwei Nie­der­la­gen im Tie-Break hören sich jetzt erst­mal nicht so schlecht an, aber wenn ich mir über­le­gen, was da eigent­lich alles drin gewe­sen wäre, ärgert es mich wirk­lich unglaub­lich arg und ich kann am Ende auch nicht zufrie­den sein. Auf der ande­ren Sei­te kommt die Nie­der­la­ge viel­leicht gera­de noch zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Wir müs­sen uns, unse­re Ein­stel­lung im Trai­ning und unser Ver­hal­ten auf dem Spiel­feld nun drin­gend unter die Lupe neh­men und so schnell wie mög­lich reagie­ren. So gewin­nen wir auch in Zukunft kei­nen Blu­men­topf und wir kön­nen froh sein, dass wir über Weih­nach­ten jetzt ein biss­chen Zeit haben, das Gan­ze in Ruhe zu ana­ly­sie­ren und dann nach der Pau­se an uns zu arbei­ten“, so Mana­ger Felix Resch­ke kurz nach Spielende.

Nach der bit­te­ren Nie­der­la­ge geht es für die CERATONIA Vol­leys erst­mal in die Weih­nachts­pau­se, die am Sonn­tag mit einer ver­eins­in­ter­nen Weih­nachts­fei­er sei­nen Anfang fand. Nach ein paar ruhi­gen und hof­fent­lich erhol­sa­men Tagen star­tet das Team von Trai­ner Donat dann kurz nach den Fei­er­ta­gen wie­der mit dem Trai­ning und wird dabei alles dar­an­set­zen, sich best­mög­lich auf den nächs­ten Geg­ner vor­zu­be­rei­ten. Am 11. Janu­ar emp­fängt man dann nie­mand Gerin­ge­res als den Tabel­len­füh­rer aus Gotha, der das Kalen­der­jahr mit einem deut­li­chen 3:1 Sieg been­de­te und die Tabel­len­füh­rung somit wei­ter aus­bau­en konn­te. „Das wird natür­lich nicht leicht und es gibt kei­ne schwe­re­re Auf­ga­be als nach Weih­nach­ten direkt gegen Gotha spie­len zu müs­sen. Jetzt gilt es, noch­mal alle Kräf­te zu mobi­li­sie­ren und dann hof­fent­lich mit einem Erfolgs­er­leb­nis ins neue Jahr zu star­ten“, hofft Kapi­tän Engel auf eine posi­ti­ve Wende.

Vol­ley­ball

Als Auf­stei­ger: VC Elt­mann ist Meis­ter 2. Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga Süd

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Auf­ge­stie­gen und Meis­ter gewor­den. Der VC Elt­mann hat am Wochen­en­de mit einem Sieg gegen den TuS Kri­tel vor­zei­tig die Meis­ter­schaft der 2. Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga Süd gewonnen.

Rund 800 Zuschauer:innen waren am Sams­tag­abend (6. April) dem Auf­ruf des VC Elt­manns gefolgt und in die hei­mi­sche Georg-Schä­fer-Hal­le gekom­men, wie der Ver­ein mit­teil­te. Der Anlass: Im Spiel gegen den TuS Krif­tel konn­te der Auf­stei­ger Elt­mann mit einem Zwei­punk­te­sieg drei Spiel­ta­ge vor Sai­son­ende die Meis­ter­schaft der 2. Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga Süd gewinnen.

Von Anfang an prä­sen­tier­ten sich sowohl der VC Elt­mann als auch der fünft­plat­zier­te TuS Krif­tel in Top­form. So ent­wi­ckel­te sich eine aus­ge­gli­che­ne Par­tie, in der sich kei­nes der bei­den Teams abset­zen konn­te. Erst beim Stan­de von 24:23 konn­te Elt­mann durch ein Ass von Chris Nowak ent­schei­dend in Füh­rung gehen und den ers­ten Satz gewinnen.

Auch im zwei­ten Satz star­te­te Krif­tel stark und lies kei­nen Zwei­fel dar­an, Zähl­ba­res mit nach Hau­se neh­men zu wol­len. Sehens­wer­te Ball­wech­sel und ein Spiel auf höchs­tem Niveau präg­ten auch die­sen Durchgang.

Erneut erst gegen Satz­en­de konn­te sich der Elt­man­ner Gast­ge­ber abset­zen und mit 24:19 in Füh­rung gehen. Dies­mal kämpf­te sich der TuS Krif­tel jedoch wie­der her­an und VC-Coach Chris­ti­an Kranz muss­te bei den Spiel­stän­den von 24:21 und 24:23 zwei Aus­zei­ten neh­men. Mit Erfolg, denn kurz dar­auf ging auch der zwei­te Satz an den VCE (25:23).

„Am Ende wur­de es noch­mal rich­tig knapp und ich hat­te wirk­lich ziem­lich gro­ße Angst, dass die Par­tie kippt“, zitiert die Mit­tei­lung Chris­ti­an Kranz. „Emo­tio­nal wäre das nur schwie­rig zu ver­ar­bei­ten gewe­sen, aber am Ende haben wir durch eine homo­ge­ne Mann­schafts­leis­tung mal wie­der unter Beweis gestellt, dass wir zurecht da oben ste­hen und man es manch­mal eben auch ein­fach mal erzwin­gen muss, wenn es spie­le­risch nicht ganz so ast­rein läuft.“

Par­ty­nacht in Bamberg

Der drit­te Satz bot ein ande­res Bild. 35 Minu­ten dau­ert der Durch­gang, ehe sich dies­mal Krif­tel durch­set­zen konn­te: 29:31. Elt­manns Titel­ge­winn muss­te um einen wei­te­ren Satz ver­scho­ben wer­den. Beein­dru­cken ließ sich der VC von die­sem Rück­schlag jedoch nicht.

Wie in den Sät­zen zuvor kämpf­te sich das Team auch in den vier­ten Satz und gab kei­nen Ball ver­lo­ren. Ohne Wech­sel näher­te sich der Spit­zen­rei­ter nun Punkt für Punkt dem gro­ßen Ziel. Da sich der TuS Krif­tel aber auch in die­sem Spiel­ab­schnitt nicht abschüt­teln ließ, konn­te Elt­manns Satz­ge­winn erneut nur denk­bar knapp zustan­de kommen.

Beim Stan­de von 24:23 für den VC war es dann aller­dings soweit. Dem form­star­ken Dia­go­nal­spie­ler Jan­nis Hopt gelang es nach mehr als zwei Stun­den Spiel­zeit um 21:49 Uhr, den Match­ball per Schmet­ter­schlag zum 25:23 zu ver­wan­deln. Der VC Elt­mann war als Auf­stei­ger Meis­ter der 2. Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga Süd geworden.

Und dann gab es kein Hal­ten mehr. Spie­ler, Trai­ner und Ver­ant­wort­li­che lagen sich in den Armen und lie­ßen ihren Emo­tio­nen frei­en Lauf. Beson­ders gerührt war MVP Tobi­as Wer­ner, der nach der Über­rei­chung sei­ner gol­de­nen Medail­le in Trä­nen aus­brach. „Das ist doch ein­fach nur unglaub­lich“, sag­te der wert­volls­te Spie­ler der Par­tie nach Spie­len­de. „Damit hät­te ich am Anfang der Sai­son nie­mals gerech­net und was wir als Team geleis­tet haben, ist nicht in Wor­te zu fas­sen. Dass ich dann noch die gol­de­ne Medail­le über­reicht bekom­me, macht es für mich natür­lich nur noch schö­ner und zeigt, dass sich har­te Arbeit und Dis­zi­plin am Ende doch aus­zahlt.“

Was nach Spie­len­de folg­te und wie der VC Elt­mann den Gewinn der Meis­ter­schaft zele­brier­te, ist laut der Mit­tei­lung des Ver­eins nicht bekannt. Gerüch­ten zufol­ge sei Jan­nis Hopt jedoch zu spä­ter Stun­de glück­se­lig sit­zend auf einem über­di­men­sio­na­len Blu­men­top in der Bam­ber­ger Alt­stadt gesich­tet wor­den, was zumin­dest als klei­nes Indiz für eine län­ge­re Par­ty­nacht gewer­tet wer­den dürfte.

Vol­ley­ball

Match­ball für VC Elt­mann gegen TuS Kriftel

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Der VC Elt­mann kann am Wochen­en­de vor hei­mi­schem Publi­kum Meis­ter der Zwei­ten Vol­ley­ball Bun­des­li­ga wer­den. Gegen den TuS Krif­tel reicht ein Zweipunktesieg.

Nach dem spiel­frei­en Oster­wo­chen­en­de geht es für den VC Elt­mann am kom­men­den Sams­tag (6. April) gegen den Tabel­len­fünf­ten TuS Krif­tel um die Meis­ter­schaft in der Zwei­ten Vol­ley­ball Bun­des­li­ga. Nach­dem der direk­te Kon­kur­rent der Blue Vol­leys Gotha am letz­ten Spiel­tag deut­lich und über­ra­schend mit 0:3 gegen den TV Bühl ver­lo­ren hat, kann der Elt­man­ner Auf­stei­ger nun zum ers­ten Mal die Gele­gen­heit nut­zen und bereits am dritt­letz­ten Spiel­tag für die Sen­sa­ti­on sor­gen. Siegt Elt­mann mit drei oder zwei Sät­zen Vor­sprung – wofür es drei Tabel­len­punk­te gibt – oder mit einem Satz Vor­sprung (hier­für gibt es zwei Punk­te), ist es geschafft. Dann kann der Tabel­len­zwei­te aus Gotha den VC Elt­mann nicht mehr einholen.

Trai­ner warnt vor Euphorie

„Es ist unglaub­lich“, sagt Kapi­tän Johan­nes Engel, „wie kon­stant die Mann­schaft das hohe Niveau wöchent­lich abru­fen kann und beson­ders in den engen Momen­ten zusam­men­steht und Moral beweist. Das ist unse­re größ­te Stär­ke und ohne die­sen sen­sa­tio­nel­len Team­geist wür­den wir jetzt nicht da oben stehen.“

Trotz viel­ver­spre­chen­der Vor­zei­chen will Trai­ner Chris­ti­an Kranz unter der Woche aber noch nichts von Fei­er­lich­kei­ten oder dem Titel­ge­winn hören. Zu genau weiß der Würz­bur­ger um die Stär­ken des kom­men­den Geg­ners und warnt des­halb vor zu viel Eupho­rie. „Noch haben wir gar nichts gewon­nen“, sagt Kranz. „Die Aus­gangs­la­ge ist sehr viel ver­spre­chend, aber wenn wir jetzt nach­las­sen, kann es uns trotz­dem pas­sie­ren, dass wir am Ende mit lee­ren Hän­den daste­hen. Wir müs­sen jetzt noch­mal alles in die Waag­scha­le wer­fen und uns auf das nächs­te Spiel fokus­sie­ren. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chan­cen, Krif­tel zu schla­gen und die nöti­gen Punk­te zu sammeln.

Und tat­säch­lich: Mit dem TuS Krif­tel emp­fängt Elt­mann eines der form­stärks­ten Teams der Liga, das wäh­rend der Sai­son bereits ande­re Top­teams vor Pro­ble­me stel­len konn­te. So gewann Elt­mann das Hin­spiel im Dezem­ber 2023 zwar mit 3:1, tat sich dabei aber alles ande­re als leicht.

„Wir wer­den die Woche noch­mal rich­tig flei­ßig trai­nie­ren und uns das Hin­spiel gemein­sam anse­hen, um uns best­mög­lich auf die bevor­ste­hen­de Her­ku­les­auf­ga­be vor­zu­be­rei­ten“, sagt Trai­ner Kranz weiter.