Basketball Bundesliga
Serie ausgebaut! BMA365 Bamberg Baskets schlagen Trier
Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die BMA365 Bamberg Baskets einen weiteren Sieg verbuchen können. Im Heimspiel gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier gewannen die Bamberger ohne ihren erkrankten Head Coach Anton Gavel mit 98:79 (56:43) und holten damit ihren 6. BBL-Erfolg in Serie.
Unter der Regie von Assistant Coach Arne Woltmann benötigten die Bamberger zunächst ein Viertel, um zu ihrem Rhythmus zu finden. Im zweiten Abschnitt schaltete man dann jedoch einen Gang höher und bekam die Partie in den Griff. Mit 32:18 gewannen Ibi Watson & Co. das zweite Viertel und bauten nach dem Seitenwechsel ihre Führung sukzessive aus. Bis auf 80:55 zog man den Trierern, die ohne Nolan Adekunle und Steven Ashworth auskommen mussten (beide aufgrund von Sprunggelenksverletzungen) kurz vor Ende des dritten Viertels davon und ließ sich auch in der Folgezeit den letztlich hoch verdienten Sieg nicht noch einmal streitig machen.
Bester Werfer in der mit 5.514 Zuschauern prächtig gefüllten BROSE ARENA war Cobe Williams mit 22 Punkten. Bester Werfer der Trierer war Liga-Topscorer Jordan Roland mit 19 Zählern. Für die Bamberger war der Erfolg gegen den Aufsteiger der bereits 17. Saisonsieg, mit dem man den dritten Tabellenplatz weiter festigen konnte, zumal auch die unmittelbare Konkurrenz sowohl aus Bonn als auch aus Ulm an diesem Spieltag Federn lassen musste.
Der Spielverlauf
Die Gäste von der Mosel legten los wie die Feuerwehr. Eine halbe Minute war gerade einmal gespielt, da hatten die Trierer den Ball bereits zweimal im Bamberger Korb versenkt. Nach dem 0:6 durch Marco Hollersbacher ließ es dann aber auch der Pokalsieger das erste Mal so richtig krachen. Cobe Williams bediente Demarcus Demonia, der den Ball per Alley Oop ins gegnerische Netz hämmerte (2:6/3.). Die Gäste aber blieben auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels zunächst einmal in Führung, vor allem, da Jordan Roland immer wieder erfolgreich abschließen konnte (10:13/6.). 3:21 Minuten waren im ersten Abschnitt noch zu spielen, als die Gastgeber nach unwiderstehlichem Drive zum Korb von Cobe Williams erstmals in Führung gingen (14:13/7.). Die Trierer aber antworteten prompt und spielten sich gut eine Minute später ihrerseits wieder in Führung (14:18/8.). Es ging weiter hin und her (21:20/9.), ehe Moritz Krimmer in der Zone zum 24:25 nach dem ersten Abschnitt vollenden konnte.
Der zweite Abschnitt begann mit einem Korberfolg von Ibi Watson sowie einem Drei-Punkte-Spiel von Adrian Petkovic. Nachdem Ibi Watson noch einen Dreier nachgelegt hatte, unterbrach Gladiators Coach Jacques Schneider den Bamberger 8:0‑Lauf zum Start ins zweite Viertel mit seiner ersten Auszeit (32:25/13.). Die Bamberger aber ließen sich nicht stoppen. In der Verteidigung agierte man nun deutlich konzentrierter und im Angriff fand man ein ums andere Mal die beste Abschlussmöglichkeit. Nach einem 11:5‑Lauf hatte man den Vorsprung in den zweistelligen Bereich befördern können und die Trierer zu ihrer zweiten Auszeit (43:30/15.) gezwungen. Doch auch diesmal brachte das Timeout zunächst nicht den gewünschten Effekt. Cobe Williams trieb sein Team weiter an und der Vorsprung wuchs erst einmal auf 49:32 (17.), ehe die Trierer dann kurz vor der Pause doch nochmals zurückkommen konnten (53:43/20.). Zach Ensminger traf allerdings noch einen Dreier und so ging es beim Stand von 56:43 in die Kabine.
„Wir hatten einen Gameplan vorbereitet, den wir auch umgesetzt haben“
Wie schon im zweiten Viertel, so hatten die Bamberger auch nach dem Seitenwechsel die Partie nun weiterhin unter Kontrolle. EJ Onu schloss die beiden ersten Angriffe mit Dunking ab und der Bamberger Vorsprung blieb zunächst konstant immer so um die 15 Punkte (66:51/24.). Dann aber zog der Pokalsieger nochmals etwas an und vergrößerte seinen Vorsprung bis 100 Sekunden vor Ende des dritten Viertels auf 80:55 (29.). Zwei Dreier in den Schlusssekunden des dritten Viertels von Urald King hübschten das Ergebnis für die Trierer vor dem Schlussabschnitt nochmals etwas auf (80:61).
Doch wie schon die beiden Viertel zuvor, gaben die Bamberger auch im Schlussabschnitt den Ton an. Mitte des letzten Spielabschnitts war beim 91:66 (35.) die Entscheidung in dieser Partie längst gefallen und Coach Arne Woltmann nutzte die komfortable Führung, um mit Blick voraus auf die schwere Auswärtsaufgabe am Gründonnerstag in Vechta, die Spielzeit unter seinen Spielern möglichst gut zu verteilen. Großartig von den über 5.500 Zuschauern unterstützt, stand nach 40 Minuten ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für die BMA365 Bamberg Baskets auf der Anzeigetafel. „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir hatten einen Gameplan vorbereitet, den wir auch umgesetzt haben. Man merkt, dass wir mit Pokal und Meisterschaft schon 30 Spiele zusammengespielt haben. Das hat uns natürlich auch heute geholfen, da wir einfach wissen, wie wir spielen müssen“, so Bambergs Assistant Coach Arne Woltmann. „Insgesamt haben wir das heute sehr gut umgesetzt und fortgeführt. Ich hoffe, Anton ist bald wieder gesund, dann darf er das gerne wieder machen, aber jetzt im Moment sind wir zufrieden mit dem Sieg.“
Die Osterwoche hat gleich zwei Spiele für die BMA365 Bamberg Baskets parat. Zunächst ist man am Gründonnerstag um 18:30 Uhr zu Gast bei RASTA Vechta, ehe man dann am Ostermontag den anderen Aufsteiger dieser Saison, Science City Jena, in der BROSE ARENA begrüßen darf. Tip-Off zum Spiel gegen die Thüringer ist dann um 16:30 Uhr.
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Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets empfangen Trier
Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bekommen es die BMA365 Bamberg Baskets am morgigen Sonntag mit einem der stärksten Aufsteiger der letzten Jahre zu tun. Mit 14 Siegen aus bislang 25 Spielen stehen die VET-CONCEPT Gladiators Trier aktuell auf Position 7 der Tabelle und sind im Rennen um die Playoffs ebenso voll mit dabei wie die Bamberger, die das Pokalwochenende mit eingeschlossen nun seit nunmehr sieben Spielen in Folge ungeschlagen sind.
War das Hinspiel Anfang Oktober letzten Jahres von vielen Experten noch als Aufeinandertreffen zweier Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle tituliert worden, treffen am Sonntag ab 16:30 Uhr in der BROSE ARENA nun zwei Playoff-Anwärter aufeinander.
„Nach der Niederlage am dritten Spieltag in Trier wollen wir jetzt in unserer Halle eine Antwort geben. Trier spielt offensiv einen sehr guten Basketball. Deshalb wird unser absoluter Fokus darauf liegen, defensiv eine deutlich bessere Leistung zu zeigen, als wir das im Hinspiel getan haben. In Trier haben wir versucht, das Spiel mit einer Kopf-durch-die-Wand-Mentalität zu gewinnen, was uns ja aber nicht gelungen ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Umso wichtiger war und ist es, die Zeit vor dem Spiel fokussiert zu nutzen, um uns bestmöglich auf dieses Spiel vorzubereiten. Dieses offensive Bollwerk zu stoppen, wird nicht einfach und ist eine gute Herausforderung für uns, der wir uns mit unseren Fans im Rücken stellen werden.“
Nach einem fulminanten Start und der Tabellenführung am 7. Spieltag konnten die Trierer sich nach ihrer Rückkehr ins Oberhaus sehr schnell etablieren und so schon früh einen Haken hinter das ausgegebene Saisonziel machen. Mit 90,9 erzielten Punkten pro Partie stellt das Team von Trainer Jacques Schneider die aktuell offensivstärkste Mannschaft der BBL. Sechs ihrer 14 Saisonsiege holten die Gladiators dabei in fremder Halle (in Berlin, Heidelberg, Ludwigsburg, beim MBC, in Frankfurt und in Braunschweig). Gehen die Moselstädter als Sieger vom Parkett, sind es im Schnitt sogar 95,7 Punkte, die man auf die Anzeigetafel bringt. Mit im Schnitt pro Spiel kassierten 92,0 Punkten sind die Trierer auf der anderen Seite jedoch auch die einzige Mannschaft, die unter den ersten neun Teams der Tabelle ein negatives Korbverhältnis hat.
Erstmals in dieser Saison kreuzten sich die Wege beider Mannschaften am dritten Spieltag. In der nicht ganz ausverkauften SWT Arena in Trier sahen die 5.129 Zuschauer ein äußerst kurzweiliges Spiel. Trier nach dem Sieg zuvor bei ALBA BERLIN von Beginn an heiß und so hatten die Bamberger alle Mühe, nach anfänglicher Führung an den Gladiators dranzubleiben. Mitte des Schlussabschnitts betrug die Trierer Führung satte 12 Punkte und auch dreieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber noch zweistellig in Front. Mit einem unglaublichen Schlussspurt brachten die BMA365 Bamberg Baskets das Spiel noch in die Verlängerung. Die Trierer aber konterten in der Extra-Spielzeit mit einem eigenen Run und holten sich letztlich den Sieg. Beste Werfer der Trierer waren Eli Brooks (24) und Jordan Roland (18). Im Team von Head Coach Anton Gavel waren Ibi Watson (26) und EJ Onu (13) offensiv am erfolgreichsten.
Zwei ihrer letzten fünf, beziehungsweise vier ihrer letzten zehn Spiele konnten die Gladiators gewinnen. Zuletzt stand man sich gleich zweimal mit den Veolia Towers Hamburg gegenüber. Während man das Heimspiel für sich entscheiden konnte, gab es in der Hansestadt hingegen eine klare Niederlage. Insgesamt kassierten die Trierer sieben ihrer bisherigen 11 Saisonniederlagen in fremder Halle. Dem stehen jedoch bereits 14 Saisonsiege entgegen und bescheren dem BBL-Aufsteiger aktuell Tabellenposition 7.
Geht es nach den Zahlen, sollten die Fans am Sonntag in der BROSE ARENA ein tolles und äußerst offensiv geprägtes Spiel zu sehen bekommen. Neben den Punkten pro Spiel haben die Trierer auch bei den Rebounds, Assists und Steals leicht die Nase vorne, jedoch hat man mit im Schnitt 16,8 Ballverlusten im Ligaranking den schlechtesten Wert und steht damit auf Platz 18 (Bamberg 3.).