Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bekommen es die BMA365 Bamberg Baskets am morgigen Sonntag mit einem der stärksten Aufsteiger der letzten Jahre zu tun. Mit 14 Siegen aus bislang 25 Spielen stehen die VET-CONCEPT Gladiators Trier aktuell auf Position 7 der Tabelle und sind im Rennen um die Playoffs ebenso voll mit dabei wie die Bamberger, die das Pokalwochenende mit eingeschlossen nun seit nunmehr sieben Spielen in Folge ungeschlagen sind.
War das Hinspiel Anfang Oktober letzten Jahres von vielen Experten noch als Aufeinandertreffen zweier Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle tituliert worden, treffen am Sonntag ab 16:30 Uhr in der BROSE ARENA nun zwei Playoff-Anwärter aufeinander.
„Nach der Niederlage am dritten Spieltag in Trier wollen wir jetzt in unserer Halle eine Antwort geben. Trier spielt offensiv einen sehr guten Basketball. Deshalb wird unser absoluter Fokus darauf liegen, defensiv eine deutlich bessere Leistung zu zeigen, als wir das im Hinspiel getan haben. In Trier haben wir versucht, das Spiel mit einer Kopf-durch-die-Wand-Mentalität zu gewinnen, was uns ja aber nicht gelungen ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Umso wichtiger war und ist es, die Zeit vor dem Spiel fokussiert zu nutzen, um uns bestmöglich auf dieses Spiel vorzubereiten. Dieses offensive Bollwerk zu stoppen, wird nicht einfach und ist eine gute Herausforderung für uns, der wir uns mit unseren Fans im Rücken stellen werden.“
Nach einem fulminanten Start und der Tabellenführung am 7. Spieltag konnten die Trierer sich nach ihrer Rückkehr ins Oberhaus sehr schnell etablieren und so schon früh einen Haken hinter das ausgegebene Saisonziel machen. Mit 90,9 erzielten Punkten pro Partie stellt das Team von Trainer Jacques Schneider die aktuell offensivstärkste Mannschaft der BBL. Sechs ihrer 14 Saisonsiege holten die Gladiators dabei in fremder Halle (in Berlin, Heidelberg, Ludwigsburg, beim MBC, in Frankfurt und in Braunschweig). Gehen die Moselstädter als Sieger vom Parkett, sind es im Schnitt sogar 95,7 Punkte, die man auf die Anzeigetafel bringt. Mit im Schnitt pro Spiel kassierten 92,0 Punkten sind die Trierer auf der anderen Seite jedoch auch die einzige Mannschaft, die unter den ersten neun Teams der Tabelle ein negatives Korbverhältnis hat.
Erstmals in dieser Saison kreuzten sich die Wege beider Mannschaften am dritten Spieltag. In der nicht ganz ausverkauften SWT Arena in Trier sahen die 5.129 Zuschauer ein äußerst kurzweiliges Spiel. Trier nach dem Sieg zuvor bei ALBA BERLIN von Beginn an heiß und so hatten die Bamberger alle Mühe, nach anfänglicher Führung an den Gladiators dranzubleiben. Mitte des Schlussabschnitts betrug die Trierer Führung satte 12 Punkte und auch dreieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber noch zweistellig in Front. Mit einem unglaublichen Schlussspurt brachten die BMA365 Bamberg Baskets das Spiel noch in die Verlängerung. Die Trierer aber konterten in der Extra-Spielzeit mit einem eigenen Run und holten sich letztlich den Sieg. Beste Werfer der Trierer waren Eli Brooks (24) und Jordan Roland (18). Im Team von Head Coach Anton Gavel waren Ibi Watson (26) und EJ Onu (13) offensiv am erfolgreichsten.
Zwei ihrer letzten fünf, beziehungsweise vier ihrer letzten zehn Spiele konnten die Gladiators gewinnen. Zuletzt stand man sich gleich zweimal mit den Veolia Towers Hamburg gegenüber. Während man das Heimspiel für sich entscheiden konnte, gab es in der Hansestadt hingegen eine klare Niederlage. Insgesamt kassierten die Trierer sieben ihrer bisherigen 11 Saisonniederlagen in fremder Halle. Dem stehen jedoch bereits 14 Saisonsiege entgegen und bescheren dem BBL-Aufsteiger aktuell Tabellenposition 7.
Geht es nach den Zahlen, sollten die Fans am Sonntag in der BROSE ARENA ein tolles und äußerst offensiv geprägtes Spiel zu sehen bekommen. Neben den Punkten pro Spiel haben die Trierer auch bei den Rebounds, Assists und Steals leicht die Nase vorne, jedoch hat man mit im Schnitt 16,8 Ballverlusten im Ligaranking den schlechtesten Wert und steht damit auf Platz 18 (Bamberg 3.).
