Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets sie­gen in Chem­nitz und holen den Heim­vor­teil in der 1. Playoff-Runde

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Chemnitz
Symbolbild, Foto: Pixabay
Am 31. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets bei den NINERS Chem­nitz ihren 21. Sai­son­sieg ein­ge­fah­ren und sich damit das Heim­recht in der ers­ten Play­off-Run­de gesichert!

In der Mes­se Chem­nitz besieg­te die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel am Mon­tag­abend vor 4.166 Zuschau­ern die NINERS Chem­nitz mit 89:62 (43:40) und lie­fer­te dabei eine wei­te­re bären­star­ke Leis­tung ab. Am Ende mach­te ein­mal mehr die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung, die den offen­siv­star­ken Sach­sen nur 62 Zäh­ler gestat­te­te und sie zu ins­ge­samt 25 Ball­ver­lus­ten zwang, den Unter­schied! In der Offen­si­ve besta­chen die BMA365 Bam­berg Bas­kets durch immer wie­der sehens­wer­te Angrif­fe und Team­play. Acht Spie­ler in der Mann­schaft aus Freak City hat­ten am Ende zwi­schen 8 und 12 Punk­ten auf ihrem Konto.


Der Spiel­ver­lauf

Bei­de Teams star­te­ten mit hoher Inten­si­tät ins DYN-Top­spiel des 31. Spiel­tags, wobei die Bam­ber­ger mit dem Drei­er von Kapi­tän Ibi Wat­son beim 5:2 (2.) zunächst etwas vor­leg­ten, ehe es nach vier Zäh­lern in Fol­ge von John New­mann III und sei­nem Alley Oop zum 5:6 (3.) erst­mals so rich­tig laut in der Mes­se Chem­nitz wur­de. Eric Washing­ton leg­te noch einen Drei­er für die Gast­ge­ber oben­drauf, bevor Cobe Wil­liams auf der Gegen­sei­te, eben­falls per Drei­er, die pas­sen­de Ant­wort gab (10:9/4.) und Richard Bal­int nach einem Foul beim Drei­er alle sei­ne drei Frei­wür­fe zum 13:9 traf. Wie schon zuletzt beim Heim­spiel gegen Olden­burg brach­te auch in Chem­nitz die Ein­wechs­lung von Dani­el Kep­pe­l­er und Aus­tin Crow­ley zusätz­li­chen Dampf ins Bam­ber­ger Spiel. Nach vier Kep­pe­l­er-Punk­ten führ­te das Team von Head Coach Anton Gavel mit 17:12 (6.) und über­zeug­te in die­ser Anfangs­pha­se ein­mal wie­der mit bären­star­ker Ver­tei­di­gung. Para­de­bei­spiel war der Angriff der NINERS in der 7. Minu­te, als die BMA365 Bam­berg Bas­kets Kost­ja Mus­hi­di nur einen Not-Drei­er gestat­te­ten und den Rebound mus­ter­gül­tig in einen Schnell­an­griff umwan­del­ten, den Aus­tin Crow­ley eis­kalt abschloss. NINERS Coach Rodri­go Pas­to­re nahm sei­ne ers­te Aus­zeit und bekam hier zudem Unter­stüt­zung von der Hal­len­tech­nik, die beim Stand von 20:12 (7.) den Geist auf­gab und für eine lan­ge Unter­bre­chung sorg­te. Nach knapp einer hal­ben Stun­de Pau­se konn­te es dann aber doch wei­ter­ge­hen (aller­dings ohne rich­ti­ge Anzei­ge­ta­fel und auch ohne wirk­lich sicht­ba­re Spiel­uhr) und die Chem­nit­zer schlu­gen durch Ama­dou Sow und Roman Bedime sofort zu (20:17/8.). Gänz­lich unbe­ein­druckt gaben Moritz Krim­mer und Aus­tin Crow­ley die pas­sen­de Ant­wort (25:17/8.) und beim Stand von 27:20 ging das wahr­schein­lich längs­te ers­te Vier­tel der dies­jäh­ri­gen BBL-Sai­son zu Ende.

Wie schon nach der lan­gen Pau­se im ers­ten Abschnitt leg­ten die Chem­nit­zer auch zu Beginn des 2. Vier­tels mit einem 5:0‑Lauf los (27:25/12.). Nun folg­te jedoch das abso­lu­te High­light die­ses Spiels! Wie­der ein­mal kamen die Bam­ber­ger nach dem Defen­siv-Rebound ins Lau­fen. Aus­tin Crow­ley drib­bel­te den Ball nach vor­ne und bedien­te Cobe Wil­liams, indem er ihm den Ball links neben dem Ring hoch­leg­te, wo der Bam­ber­ger Point Guard plötz­lich in der Luft stand und den Ball mit bei­den Hän­den per Alley Oop zum 29:25 (13.) ver­senk­te. Wenig spä­ter traf EJ Onu in der Zone gegen Kevin Yebo zum 35:27 (16.) und die Bam­ber­ger konn­ten die Gast­ge­ber erst ein­mal wie­der etwas auf Distanz hal­ten. Abschüt­teln lie­ßen sich die NINERS aber nicht. Ganz im Gegen­teil, denn knapp drei Minu­ten vor der Pau­se brach­te Kevin Yebo sei­ne Mann­schaft wie­der auf 37:36 her­an. Moritz Krim­mer kon­ter­te jedoch auf der Gegen­sei­te mit einem Drei­er und so lagen die BMA365 Bam­berg Bas­kets auch zur Pau­se wei­ter­hin in Füh­rung (43:40). 


„Das war eine rei­fe Leistung“

Pau­se, die Drit­te: Wie­der star­te­ten die Chem­nit­zer nach der vor­an­ge­gan­ge­nen Unter­bre­chung mit einem 5:0‑Lauf. Das And-One von Kevin Yebo brach­te die Sach­sen nach dem 9:7 in der 4. Minu­te hier wie­der in Füh­rung (43:45/23.). Wer von den 4.166 Zuschau­ern in der Mes­se Chem­nitz nun gedacht hat­te, dass die NINERS das Spiel in den Griff bekom­men wür­den, hat­te sei­ne Rech­nung ohne den Pokal­sie­ger gemacht. Mit einem 13:0‑Run in knapp drei­ein­halb Minu­ten zogen die BMA365 Bam­berg Bas­kets auf 56:45 (26.) davon und zwan­gen Rodri­go Pas­to­re zu sei­ner nächs­ten Aus­zeit. Dies­mal half die Unter­bre­chung den Chem­nit­zern jedoch nicht, denn die Ver­tei­di­gung der Bam­ber­ger konn­te nach die­sem Time­out noch­mals zule­gen. Drei NINERS Ball­ver­lus­te (am Ende ins­ge­samt 25!) waren die Fol­ge, die man in der Offen­si­ve in ein 63:46 (28.) ummün­zen konn­te. 26 Sekun­den vor dem Ende des drit­ten Abschnitts traf Demar­cus Demo­nia für drei Punk­te und sorg­te mit dem 68:50 nach dem drit­ten Vier­tel für die bis dahin höchs­te Füh­rung des Abends. 

Auch im Schluss­ab­schnitt lie­ßen die BMA365 Bam­berg Bas­kets nicht nach. Die Ver­tei­di­gung stand nach wie vor her­vor­ra­gend und so gestat­te­te man den NINERS nur ganz weni­ge freie Abschlüs­se. Offen­siv lief der Ball aus­ge­zeich­net und man bau­te so die Füh­rung wei­ter aus (79:52/34.). Als Dani­el Kep­pe­l­er knapp vier Minu­ten vor dem Ende von der Frei­wurf­li­nie zum 84:55 ein­netz­te, war die Par­tie längst ent­schie­den und bei­de Coa­ches nut­zen so die letz­ten Minu­ten des Spiels, um auch ihren Bank­spie­lern ein­mal etwas mehr Ein­satz­zeit zu geben. Am Ende sieg­ten die Bam­ber­ger sou­ve­rän und völ­lig ver­dient mit 89:62 und prä­sen­tier­ten sich ein­mal mehr als geschlos­se­ne Ein­heit. „Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zum Sieg. Vie­le von ihnen wis­sen viel­leicht gar nicht, wie schwer es sein kann, in Chem­nitz zu gewin­nen. Abge­se­hen von der ers­ten Minu­te direkt nach dem Sei­ten­wech­sel haben wir in der zwei­ten Halb­zeit rich­tig stark ver­tei­digt und nur 22 Punk­te zuge­las­sen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Offen­siv teil­ten wir gut den Ball und am Ende scor­ten bei uns acht Spie­ler (nahe­zu) zwei­stel­lig. Das war eine rei­fe Leis­tung, vor allem zu Beginn der Par­tie und dann über die nahe­zu kom­plet­te zwei­te Halb­zeit hin­weg. Wir sind sehr glück­lich über die­sen Erfolg und dass wir jetzt mit Heim­vor­teil in die Play­offs gehen.”

Bereits am kom­men­den Wochen­en­de steht für die BMA365 Bam­berg Bas­kets die nächs­te Auf­ga­be in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga auf dem Pro­gramm. Im vor­letz­ten Heim­spiel der Haupt­run­de tref­fen sie am Sonn­tag, 3. Mai (Tip-Off: 18:00 Uhr), auf die Veo­lia Towers Ham­burg. Das letz­te Haupt­run­den-Heim­spiel steigt dann am 10. Mai gegen die Tele­kom Bas­kets Bonn (Tip-Off: 16:30 Uhr). Im Anschluss an die Par­tie gegen die Rhein­län­der sind dann alle ein­ge­la­den, beim Jer­sey Reti­re­ment der Bam­ber­ger Num­mer 9 mit dabei zu sein, wenn Kars­ten Tad­das Tri­kot für immer sei­nen wohl­ver­dien­ten Platz unter dem Hal­len­dach der BROSE ARENA bekom­men wird.

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