Müllsammelaktion am 25. September 2026 zum World Cleanup Day
Gemeinsam unterwegs für ein sauberes Bamberg
Die Stadt Bamberg beteiligt sich auch in diesem Jahr am World Cleanup Day, der weltweit größten Bürgerbewegung gegen Umweltverschmutzung. Am Freitag, 25. September 2026, sind alle Bambergerinnen und Bamberger eingeladen, gemeinsam achtlos weggeworfenen Müll im Stadtgebiet zu sammeln und damit ein Zeichen für Umwelt- und Naturschutz zu setzen, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Der große Zuspruch im vergangenen Jahr hat gezeigt, wie sehr den Menschen ein sauberes Stadtbild am Herzen liegt. Daran möchten wir anknüpfen und gemeinsam erneut ein sichtbares Zeichen für Umwelt- und Naturschutz setzen“, sagt Bambergs Zweiter Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp.
Der World Cleanup Day ist ein von den Vereinten Nationen unterstützter Aktionstag, der von der Bürgerbewegung „Let’s Do It!“ initiiert wurde. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 24 Millionen Menschen in 190 Ländern – darunter auch zahlreiche Ehrenamtliche aus Bamberg.
Mit der Sammelaktion soll nicht nur Abfall aus der Umwelt entfernt werden. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die Folgen achtlos entsorgter Abfälle gestärkt werden. Zigarettenstummel, Verpackungen oder Plastiktüten belasten Natur und Gewässer oft über viele Jahrzehnte hinweg. Während sich Plastikfolie erst nach bis zu 120 Jahren zersetzt, kann Glas bis zu eine Million Jahre in der Umwelt verbleiben.
„Jedes aufgehobene Stück Abfall macht einen Unterschied. Der World Cleanup Day zeigt, dass viele kleine Beiträge zusammen Großes bewirken können – direkt vor unserer eigenen Haustür“, so Glüsenkamp.
Anmeldung und Ablauf
Zur besseren Planung bittet die Stadt Bamberg alle Interessierten, sich vorab unter www.stadt.bamberg.de/worldcleanupday anzumelden. Weitere Informationen, unter anderem zu den Sammelstellen, erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig per E‑Mail und über die Internetseite der Stadt Bamberg. Die im Rahmen der Anmeldung erhobenen Daten werden ausschließlich für die Organisation der Aktion verwendet und anschließend gelöscht.
Treffpunkt ist am Freitag, 25. September 2026, um 10 Uhr an den Sammelstellen im Stadtgebiet. Dort werden die von der Stadt Bamberg bereitgestellten Müllsäcke ausgegeben. Handschuhe, Greifzangen, Eimer oder andere Sammelhilfen sind selbst mitzubringen.
Die gefüllten Müllsäcke können bis spätestens 15 Uhr an den Sammelstellen abgegeben werden. Anschließend übernimmt Bamberg Service den Abtransport zum Müllheizkraftwerk.
Das könnte Sie auch interessieren...
UN-Aktionstag
World Cleanup Day: Wasserwacht zieht große Mengen Schrott aus dem Kanal
Allerlei Müll wurde am „World Cleanup Day“ aus Bambergs Gewässern gezogen. Auch an Land sammelten freiwillige Helfer:innen Abfall an diesem Aktionstag der Vereinten Nationen auf. Erstaunt zeigten sich Offizielle unterdessen über die Menge des Mülls.
Der „World Cleanup Day“ ist ein UN-Aktionstag, der die Weltgemeinschaft zum kollektiven Handeln für eine gesunde und müllfreie Zukunft bringen will. Er wurde von der Bürgerbewegung „Let´s do it!“ ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bereits 19,1 Millionen Menschen aus 195 Ländern an diesem Aktionstag – auch Bambergerinnen und Bamberger nahmen teil, so eine Mitteilung des Rathauses.
Fahrräder, Einkaufswägen, ein Stuhl, Baustellen-Absperrungen, Bierflaschen, eine Laterne und jede Menge Metallschrott: Das alles hat die BRK-Wasserwacht Bamberg zum aktuellen „World Cleanup Day“ (20. September) aus dem Wasser gefischt.
Erstaunen über die Müllmengen
Auch an Land sorgten viele Engagierte für saubere Parks, Wege und Straßen. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger hatten sich für den Aktionstag beim Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg angemeldet. Darunter 100 Kinder von zwei Kindergärten. „Ich freue mich, dass sich so viele freiwillig für eine saubere Stadt einsetzen, ihnen liegt die Umwelt am Herzen“, sagte Umweltreferent und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. „Das Ergebnis zeigt aber leider auch die Kehrseite. Noch immer gibt es viel zu viele, die einfach ihren Müll irgendwo hinschmeißen. Bamberg ist hier leider keine Ausnahme.“
So musste der Bamberg Service am „World Cleanup Day“ insgesamt rund eineinhalb Kubikmetern Alteisen und zwei bis drei Kubikmeter Restmüll entsorgen. Allein die 18 Ehrenamtlichen der Wasserwacht haben mehr als einen Kubikmeter Metallschrott aus dem Ludwig-Donau-Main-Kanal zwischen Schleuse 100 und dem Kranen geholt. Sie hätten noch mehr herausziehen können, doch nach wenigen Stunden war schlicht das Boot mit Müll voll.
Mehrere Ehrenamtliche suchten zudem die Böschung ab, zwei Taucher tasteten sich auf dem Grund vor. Die Arbeit war nicht einfach, unter Wasser hatten die Taucher eine Sichtweite von gerade mal 30 Zentimetern. „Es hat sich wieder gelohnt, das Wasser nach Unrat abzusuchen. Erschreckend ist aber, was die Leute so wegschmeißen und traurig, dass solche Aktionen notwendig sind“, lautet das Fazit von Andreas Bornkessel, Vorsitzender der Wasserwacht Ortsgruppe Bamberg. Das Ergebnis zeige, dass es leider noch viel mehr solcher Einsätze bräuchte.
Das könnte Sie auch interessieren...
Müllsammel-Aktion
World Cleanup Day: Bamberg räumt auf
Jährlich am dritten Samstag des Septembers sind zum „World Cleanup Day“ weltweit Menschen aufgerufen, ihre Umgebung von Abfall zu säubern. Auch das Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Bamberg hatte die Menschen eingeladen, sich am Müllsammeln zu beteiligen.
Durch die gut gefüllte, blaue Abfalltüte hat sich unten ein Eisenrohr gebohrt. Barbara Lehmann zieht das ein Meter lange Metallstück heraus und schüttelt den Kopf: „Mein bisher ungewöhnlichster Fund. Das kann man doch nicht einfach so in die Natur werfen!“ Mit ihrem Mann Uwe streift sie über die Erba-Insel, blickt in Büsche, klettert Böschungen hinunter und sammelt Unrat ein, den andere Menschen hier zurückgelassen haben. Das Ehepaar gehört damit zu den über 50 Bambergerinnen und Bambergern, die sich am 17. September trotz Regen und sich am World Cleanup Day beteiligt haben. Das teilte die Stadt am 21. September mit.
„Ich freue mich“, sagte Bürgermeister und Klimareferent Jonas Glüsenkamp, „dass trotz des nasskalten Wetters so viele Personen mitgemacht haben. Mit jedem gefüllten Müllsack haben sie der Natur, der Stadt und den Mitmenschen etwas Gutes getan.“
Mehr als fünf Stunden waren die MüllsammlerInnen am World Cleanup Day im Stadtgebiet unterwegs. Jonas Glüsenkamp selbst sammelte Abfall rund um das Anker-Zentrum ein.
Insgesamt seien etwa zweieinhalb Kubikmeter Abfall eingesammelt worden – eine deutliche Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr. Die Planungen für 2023 laufen bereits. Dann sollen Sponsoren hinzukommen, um die Aktion weiter auszubauen. Grundlegend besteht aber ein anderes Ziel, sagte Tobias Schenk, Leiter des Umweltamts. „Wenn es uns vor dem Sammeln noch gelingt, Müll zu vermeiden, bringt uns das hoffentlich irgendwann zu einer sauberen Umgebung.“