Ent­schei­dung zu Modell­re­gio­nen vertagt

Bam­berg treibt wei­ter­hin den Aus­bau der Schnell­test­struk­tu­ren und Digi­ta­li­sie­rung voran

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Foto: Sebastian Quenzer
Die Stadt Bam­berg hat­te sich dar­um bewor­ben, als eine von bay­ern­weit acht Modell­kom­mu­nen für das „Modell­pro­jekt Öff­nungs­kon­zep­te“ der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung aus­ge­wählt zu wer­den. Mit dem „Modell­pro­jekt Öff­nungs­kon­zep­te“ soll erprobt wer­den, wie eine kon­trol­lier­te Öff­nung bestimm­ter Lebens­be­rei­che unter Pan­de­mie-Bedin­gun­gen mög­lich ist. Not­wen­dig dafür sind eine star­ke Schnell­test­struk­tur und eine Digi­ta­li­sie­rung der Kontaktnachverfolgung.

Ursprüng­lich war für den heu­ti­gen Mitt­woch eine Ent­schei­dung des Minis­ter­rats ange­kün­digt. Im Zuge sei­ner heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz ver­kün­de­te Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder jedoch, dass das Gre­mi­um die Ent­schei­dung über die Modell­ver­su­che auf Grund der aktu­el­len pan­de­mi­schen Lage um zwei Wochen ver­scho­ben hat.


„Per­spek­ti­ven schaf­fen, ohne den Infek­ti­ons­schutz zu vernachlässigen“

Unab­hän­gig davon wird die Stadt Bam­berg ihre bereits auf­ge­bau­te umfang­rei­che Test­in­fra­struk­tur wei­ter aus­bau­en, zumal für den Inzi­denz­be­reich von 100 bis 200 eine Nega­tiv­tes­tung in vie­len Geschäf­ten erfor­der­lich sein soll, wie die Staats­re­gie­rung heu­te ankün­dig­te. Bereits jetzt ist die Kom­mu­ne gut auf­ge­stellt: Bam­berg ver­fügt über ein Schnell­test­netz, das über das Oster­wo­chen­en­de gut ange­nom­men wur­de. Neben den Sta­tio­nen an der Gal­gen­fuhr sowie in Apo­the­ken im gesam­ten Stadt­ge­biet gibt es seit ver­gan­ge­ner Woche auch am ZOB ein Schnell­test­zen­trum in der Innen­stadt. Ab 15. April soll außer­dem ein Schnell­test­bus in den Stadt­tei­len unter­wegs sein.

„Wir wol­len Per­spek­ti­ven für die Men­schen, die Wirt­schaft und die Kul­tur schaf­fen, ohne den Infek­ti­ons­schutz zu ver­nach­läs­si­gen“, erklä­ren Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp. Die nächs­ten Wochen sol­len genutzt wer­den, um die Struk­tu­ren und die Digi­ta­li­sie­rung vor­an zu trei­ben. Soll­te Bam­berg als Modell­re­gi­on aus­ge­wählt wer­den, kön­ne man die­se Zie­le pro­ak­tiv ange­hen und einen Mehr­wert für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schaffen.

Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp dank­te in Ver­tre­tung von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke allen Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zern der Bewer­bung, die nach der kurz­fris­ti­gen und unan­ge­kün­dig­ten Aus­schrei­bung am ver­gan­ge­nen Mitt­woch eine ent­spre­chen­de Bewer­bung über das Oster­wo­chen­en­de mög­lich gemacht haben. „Wir wer­den wei­ter­hin den Schul­ter­schluss zwi­schen Land­rats­amt, Wirt­schaft, Hygie­ne­fach­leu­ten, Sozi­al­stif­tung, Kul­tur­schaf­fen­den und Hotel- und Gas­tro­no­mie­ver­bän­den fort­füh­ren, der sich bis­her so gut bewährt hat“, so Glüsenkamp.

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