vbw-Kongress „Moderner Staat und Bürokratieabbau“
vbw fordert Abbau von mindestens zehn Prozent der Verwaltungsvorschriften in 2026
Auf einem Kongress der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über den Fortschritt der Bundesregierung bei Deregulierung und Digitalisierung. Dabei forderte der vbw-Hauptgeschäftsführer den Abbau von mindestens zehn Prozent der Verwaltungsvorschriften im Jahr 2026.
„Die überbordende Bürokratie hängt unseren Unternehmen wie ein Mühlstein um den Hals. Sie schränkt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit stark ein“, betonte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Staat müsse seine administrativen Ansprüche weiter deutlich zurückfahren, Leistungen effizienter zur Verfügung stellen und auf allen Ebenen Abläufe vereinfachen und beschleunigen.
Die vbw begrüßt, dass die Dringlichkeit dieses zentralen Anliegens der Wirtschaft inzwischen auch in Berlin verstanden ist und sich das neu eingerichtete Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung auf die Themen konzentriert. Brossardt erklärte: „Mit der Modernisierungsagenda und dem ‚Entlastungskabinett‘ hat die schwarz-rote Koalition erste erfolgversprechende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Aber wir brauchen weitere Initiativen, um unsere Unternehmen nachhaltig zu entlasten und unseren Standort wieder attraktiv für Investitionen zu machen.“
Wichtig ist laut dem vbw-Hauptgeschäftsführer aber vor allem, dass beim Bürokratieabbau jetzt schnell auch wirklich spürbare Entlastungen eintreten. Als kurzfristige Handlungsfelder nannte er die im Koalitionsvertrag vereinbarte Arbeitszeitflexibilisierung, ein wirkungsvolles Sofortprogramm zur Reduzierung von Dokumentations- und Meldepflichten sowie ein Moratorium für Statistikpflichten. „Bis Ende 2026 müssen mindestens zehn Prozent der Verwaltungsvorschriften abgebaut sein“, fordert Brossardt.
Darüber hinaus machte er klar, dass es nicht nur darum gehe, bestehende Bürokratie abzubauen. Genauso wichtig sei es, bei künftigen Gesetzen so wenig neue Bürokratie aufzubauen wie möglich. „Neue Vorgaben für die Wirtschaft müssen viel kritischer als in der Vergangenheit auf Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit hinterfragt und dazu konsequent Praxis- und Digitalchecks für jedes neue Gesetzesvorhaben etabliert werden.“
Das könnte Sie auch interessieren...
Smart-City-Pilotprojekt in Bamberg wird weiter ausgebaut
Digitale Sensoren unterstützen Klimaanpassung beim Stadtgrün
In Bamberg wird die digitale Unterstützung für klimaangepasstes Stadtgrün weiter ausgebaut. Im Oktober wurden im Stadtgebiet zusätzliche digitale Sensoren zur Messung der Bodenfeuchte, des Stammdurchmessers und lokaler Wetterdaten installiert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Damit wird das bestehende System auf 39 Messpunkte erweitert. Die Messstellen erfassen kontinuierlich Daten zu Bodenfeuchte, Temperatur, Windgeschwindigkeit und Baumwachstum, die anschließend in digitale Modelle einfließen. Auf dieser Grundlage können Bewässerungsmaßnahmen bedarfsgerecht und ressourcenschonend geplant werden, sodass Wasserverbrauch, Transportaufwand und Pflegekosten reduziert werden.
„Mit der neuen Sensorik erhalten wir erstmals einen detaillierten Einblick, wie sich Bodenfeuchte, Baumwachstum und Witterung an unseren Standorten gegenseitig beeinflussen. Das hilft uns, Bewässerung und Pflege noch zielgerichteter zu steuern“, erklärt Michael Weber, der bei Bamberg Service für die Baumpflege zuständig ist.
Die Sensoren wurden im Rahmen des Projekts BaKIM beschafft, in welchem Baumbestände mit Drohnen beflogen werden. Aus den gesammelten Daten werden mit Hilfe verschiedener Methoden der Künstlichen Intelligenz detaillierte Informationen zu Anzahl, Art und Gesundheit der überflogenen Bäume in Stadt und Forst gewonnen. Die Sensoren helfen, die Vorhersagen der in BaKIM eingesetzten Methoden der Künstlichen Intelligenz zu kontrollieren und langfristig zu verbessern.
Die Sensorik und App, die in Bamberg zum Einsatz kommen, wurden ursprünglich im Förderprojekt „StadtGrünDigital“ der Stadt Erlangen entwickelt. Sie ergänzen die in Bamberg bereits eingesetzten Werkzeuge So ist neben den bestehenden drei Wetterstationen eine weitere in Vorbereitung. Und auch die Dendrometer-Messungen, mit denen die Entwicklung von Umfang und Höhe von Bäumen gemessen werden können, baut Bamberg weiter aus Zu den vier bereits installierten Geräten kommen demnächst noch drei weitere hinzu.
„All diese Technik wird uns im Sommerhalbjahr ermöglichen, unsere Bäume noch effizienter und ressourcenschonender zu bewässern. Wir können gezielter handeln, Wasser und Arbeitszeit sparen und die Gesundheit unserer jungen Stadtbäume nachhaltig sichern“, freut sich auch Michael Böhm, Abteilungsleiter für die Grünanlagen und Friedhöfe bei Bamberg Service.
Und auch das Programm Smart City Bamberg profitiert. „Durch den Erfahrungsaustausch und die Übertragung der Lösung aus Erlangen können wir Kosten sparen und so noch mehr Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Budget der Smart City Bamberg ziehen“, ergänzt Sascha Götz, der Programmleiter von Smart Bamberg.
Die Projekte
BaKIM und StadtGrünDigital werden in der Förderlinie KommunalDigital! des Bayerischen Staatsministerium für Digitales gefördert. Der enge Austausch entstand durch die Vernetzungsformate die Bayern Innovativ innerhalb der Förderung koordinierte. Die Friedrich-Alexander-Universität-Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Lehrstuhl für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg entwickelten in den jeweiligen Projekten die neuen Lösungen. Seit Januar 2025 wird die Weiterentwicklung von BaKIM im Programm Smart City Bamberg der Stadt fortgeführt. Gefördert wird Smart City Bamberg in der Förderlinie Modellprojekte Smart City vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw begrüßt ressortübergreifenden Ansatz zur Entlastung der Wirtschaft
Brossardt „Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Bundesregierung dranbleiben!“
„Die schwarz-rote Koalition hat beim Bürokratieabbau die Zeichen der Zeit erkannt. Mit der Modernisierungsagenda und dem ‚Entlastungskabinett‘ bringt sie erste erfolgversprechende Maßnahmen auf den Weg, mit denen sie den überfälligen Bürokratieabbau ressortübergreifend angehen und die Digitalisierung endlich vorantreiben will“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, im Nachgang der Kabinettssitzung mit dem Schwerpunkt Bürokratierückbau in der vergangenen Woche.
Das sei ein Anfang, die Richtung stimme. Neben der schnellen Umsetzung der angestoßenen Gesetzesverfahren brauche es weitere Initiativen, um Unternehmen am Standort deutlich und nachhaltig zu entlasten und zu unterstützen. „Die Bundesregierung muss an dem wichtigen Thema dranbleiben!“
Brossardt betont, anhaltende globale Krisen, verstärkter Protektionismus, die voranschreitende De-Industrialisierung in Deutschland und eine schwächelnde Nachfrage in vielen Branchen und Märkten stellten Unternehmen schon seit längerem vor enorme Herausforderungen. „Die Bundesregierung muss alles dafür tun, die Rahmenbedingungen am Standort aktiv wirtschaftsfreundlicher und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Die Wirtschaft trägt seit Jahren schwer an überbordenden bürokratischen Verpflichtungen und einer zu langsam voranschreitenden Digitalisierung. Der Staat muss seine administrativen Ansprüche weiter deutlich zurückfahren, Leistungen effizienter zur Verfügung stellen und auf allen Ebenen Abläufe vereinfachen und beschleunigen.“
In diesem Zusammenhang bewertet der vbw Hauptgeschäftsführer positiv, dass sich das Bundeskabinett über Eckpunkte zum Aufbau einer Work-and-Stay-Agentur verständigt hat, um die Integration von Fachkräften aus dem Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt zu verbessern. „Die Unternehmen in Bund und Freistaat sind auf gut qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Darum müssen wir zügig und beherzt Hürden abbauen, die ihnen den Weg in den Arbeitsmarkt erschweren“, sagt Brossardt. Auch das Gesetzesvorhaben zur Erhöhung von Schwellenwerten zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten unterstützt die vbw „Unternehmen gehen sehr verantwortungsbewusst mit möglichen Gefahren für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden um. Die geplante Lockerung der Vorgaben, wie viele Sicherheitsbeauftragte Geschäftsführer von Klein- und mittelständischen Unternehmen bestellen müssen, um ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen, verschafft ihnen mehr Flexibilität“, so Brossardt abschließend.
Das könnte Sie auch interessieren...
Veranstaltungsreihe hat viele Menschen in den Stadtteilen erreicht
Smart im Quartier: Wie Digitalisierung jenseits des Stadtzentrums ankommt
Im Sommer 2024 entstand eine Idee: Smart City Bamberg sollte nicht nur im Stadtzentrum, sondern auch in den verschiedenen Stadtteilen erlebbar werden – die Smarte Woche war geboren! Den Auftakt machte Bamberg-Südwest im März 2025, im Juni folgte dann Bamberg-Ost. Mit der dritten Smarten Woche vom 20. bis 24. Oktober in der Gereuth und Wunderburg hat diese Veranstaltungsreihe nun ein Ende gefunden. Die Stadt Bamberg blickt zurück und fragt, was bleibt.
Ziel der Smarten Wochen war nicht nur, die Projekte von Smart City Bamberg zu den Menschen zu bringen. Es galt vielmehr, Angebote zu schaffen, sich mit Digitalisierung an sich auseinanderzusetzen. So sollten eventuelle Hemmungen und Vorbehalte abgebaut und gezeigt werden, dass Digitalisierung, wenn sie klug eingesetzt wird, viele Vorteile mit sich bringt. Dass sie uns im Alltag schon jetzt an vielen Stellen, auch unbewusst, umgibt. Und dass sie den Allermeisten nützen kann, direkt und indirekt.
Ein buntes Programm für verschiedene Zielgruppen
Zusammen mit Partnereinrichtungen vor Ort, allen voran den Stadtteilbüros und Jugendzentren, wurde für jede Smarte Woche ein eigenes Programm entwickelt. Dieses bezog zum einen bestehende Formate vor Ort ein, welche Smart City Bamberg mit digitalen Inhalten bespielte. Zum anderen gab es Programmpunkte, die eigens für die Smarten Wochen angeboten wurden. Es entstand ein Programm, das verschiedene Zielgruppen adressierte, für Jung und Alt und alles dazwischen!
So gab es bei allen Smarten Wochen beispielsweise Gedächtnistrainings für die ältere Generation, spannende Technik-Workshops bei den Kinder- und Jugendtreffs sowie informative Projektvorstellungen und jeweils einen Smart Talk, die bewährte Podiumsdiskussion zu digitalen Fragestellungen.
Über 500 Teilnehmende bei den Smarten Wochen
Für das Programm Smart City Bamberg waren die Smarten Wochen ein großer Erfolg! Insgesamt kamen 501 Teilnehmende zu den Smarten Wochen: 153 nach Südwest, 209 nach Ost und 139 in die Gereuth-Wunderburg. Im direkten Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern konnten viele Fragen geklärt, aber auch Bedenken geteilt und mitunter abgebaut werden. Es wurde über die Bedürfnisse nach Datenschutz, einen gesunden Umgang mit digitalen und sozialen Medien oder auch die Bedeutung von Digitalisierung im Gesundheitswesen diskutiert. Gleichzeitig wurde der Nutzen eines Digitalen Zwillings für den Erhalt Bambergs oder einer Künstlichen Intelligenz für die Pflege der Bamberger Baumbestände für viele verständlicher. Die Bamberg-App und die Engagement-Plattform „Bamberg-Miteinander“ bekamen besondere Aufmerksamkeit, sind sie doch die Projekte, die im Frühjahr 2026 für die Menschen in Bamberg bereitgestellt werden.
Smarte Wochen 2025 – was bleibt?
Die Smarten Wochen 2025 haben gezeigt, dass die Informationen und der Austausch zu Digitalisierung flächendeckend stattfinden müssen. Es gilt, Menschen in ganz Bamberg dazu abzuholen, und das nicht (nur) im Stadtzentrum, sondern dort, wo sie leben. Auch wenn zunächst keine weiteren Smarten Wochen mehr geplant sind, sollen auch in Zukunft Informations- und Beteiligungsveranstaltungen zu Smart City Bamberg in den verschiedenen Stadtteilen stattfinden. Informationen dazu sind hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Angebote rund ums Thema Digitalisierung
Smarte Woche in der Gereuth und in der Wunderburg
Nach den smarten Wochen Südwest/Babenberger Viertel (März 2025) und Bamberg-Ost (Juni 2025) sind nun vom 20. bis 24. Oktober 2025 die Stadtteile Gereuth und Wunderburg an der Reihe, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Wieder einmal lockt ein buntes Programm, das dazu einlädt, Digitalisierung zu entdecken und zu erleben, und auch mehr über die Projekte von Smart City Bamberg zu erfahren. Bei den verschiedenen Veranstaltungen im Quartiersbüro am Ulanenpark, dem Bürgerhaus im Rosmarinweg und der BasKIDhall ist für jeden etwas dabei.
Die feierliche Eröffnung findet am Montag, 20.10.2025, zwischen 16 und 18 Uhr vor dem Quartiersbüro am Ulanenpark statt. Bei einem Heißgetränk können Besucherinnen und Besucher nicht nur herausfinden, was es mit Smart City Bamberg auf sich hat, sondern auch die beiden Projekte „Bamberg-App“ und die „Engagement-Plattform“ in einem ersten Prototyp direkt ausprobieren. Auch für die Kleinen wird etwas geboten: es warten verschiedene Spielstationen, an denen es auch etwas zu gewinnen gibt.
Die restliche Woche über besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Smart City Bamberg verschiedene Veranstaltungen im Quartier, um den Menschen Digitalisierung näher zu bringen und ihnen vielleicht auch die Scheu davor zu nehmen. Spielerisches Gedächtnistraining und lockere Gespräche im Seniorencafé bieten Raum und Zeit für kritische Fragen und Informationen darüber, wie die Smart-City-Projekte Nutzen für Bamberg schaffen können.
Smart Talk und Formate für Kinder und Jugendliche
Bei einem Smart Talk, der seit acht Semestern bewährten Podiumsdiskussion zu digitalen Fragestellungen, soll es dann darum gehen, wie Digitalisierung bei der Pflege von an Demenz erkrankten Menschen helfen kann. Außerdem finden gleich zwei spannende Formate für Kinder und Jugendliche statt: beim Jugendtreff können Figuren gesprayt und per K.I. zum digitalen Leben erweckt werden, und beim Kids‘ Treff können die Teilnehmenden ihre technischen Fähigkeiten spielerisch entdecken und ausbauen.
Den krönenden Abschluss der Smarten Woche bildet ein Fahrradkino, das Kinoerlebnis der besonderen Art: immer im Wechsel betreiben zwei bis drei Gäste die Filmvorführung durch die eigene Körperkraft, in dem sie kräftig in die Pedale treten. Gezeigt wird eine Auswahl an Filmen der Bamberger Kurzfilmtage.
Näheres zum Programm, den Uhrzeiten und Veranstaltungsorten ist auf www.smartcity.bamberg.de/veranstaltungen zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Die zweite Smarte Woche ist vorbei
Ein buntes Programm machte Digitalisierung in Bamberg-Ost erlebbar
Nachdem Ende März die erste Smarte Woche in Bamberg Südwest ein voller Erfolg war, kam nun auch Bamberg-Ost in den Genuss dieser Veranstaltungsreihe, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Fünf Tage lang konnten sich Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils über verschiedene Aspekte von Digitalisierung informieren und dazu austauschen. Zusammen mit Einrichtungen vor Ort, nämlich dem Mehrgenerationenhaus Känguruh, dem Familientreff Löwenzahn und dem Quartiersbüro am Tivolischlösschen, gestaltete Smart City Bamberg das Programm.
Starkem Wind und Nieselregen zum Trotz fanden sich bei der Eröffnung vor dem Mehrgenerationenhaus Känguruh über den Nachmittag verteilt gut 25 Personen ein. Nach der Begrüßung durch den Referenten für Wirtschaft, Beteiligungen und Digitalisierung, Dr. Stefan Goller, erklärte der Programmleiter Sascha Götz, warum Bamberg vom Programm Smart City nur profitieren kann: „Wir schaffen Lösungen, die einen wirklichen Mehrwert für Bamberg bringen! Ob das nun die Bamberg-App ist, über die die Menschen in Bamberg einfach und unkompliziert die für sie wichtigen Informationen erhalten. Oder der Digitale Zwilling, der dabei hilft, das einzigartige Welterbe zu bewahren und mehr darüber zu erfahren. Oder unser Drohnenprojekt BaKIM, das Forst- und Grünflächenmitarbeitende dabei unterstützt, die Baumbestände zu bewahren. Direkt oder indirekt wird jeder in Bamberg etwas davon haben!“
Anschließend konnten sich die Besucherinnen und Besucher zu Smart City Bamberg und den Projekten „Bamberg-App“ und „Hier & Jetzt“ austauschen. Auch Unterhaltung für die Kleinen war geboten und bei Eis, Getränken und Gebäck ließ es sich trotz des Wetters gut aushalten.
Vielseitiges Programm für verschiedene Interessensgruppen
Wie auch bei der Smarten Woche in Südwest wurde auch dieses Mal daraufgesetzt, vor allem bestehende Angebote zu nutzen und mit digitalen Inhalten zu bespielen. Höhepunkte waren erneut die innovativen und spannenden Workshops für Kinder und Jugendliche. So konnten im Rahmen des Jugendtreffs am Dienstag Figuren auf Platten gesprüht werden, die anschließend mittels einer Künstlichen Intelligenz (KI) animiert wurden. So wurde allen klar, wie Technik und auch KI Kreativität bereichern kann! Auch nach der Hausaufgabenbetreuung im Känguruh lernten die Kinder am Donnerstag Technik hautnah kennen und löteten unter Anleitung Schneckenhaus-Anhänger mit LEDs.
Für Menschen, die weniger digital-affin sind, gab es gleich mehrere Angebote. So standen etwa am Dienstag Mitarbeitende von Smart City Bamberg beim Generationencafé im Löwenzahn bereit, über das Programm zu informieren. Am selben Tag wurde das Format „Fit im Kopf“ im Tivolischlösschen dafür genutzt, sich spielerisch mit digitalen Themen zu befassen und gleichzeitig das Gedächtnis zu trainieren.
Am Mittwoch bot ein Workshop der Universität Bamberg im Tivolischlösschen Gelegenheit, sich über Datenschutzbestimmungen auszutauschen. Auch die Teilnehmenden der Englisch- und Deutschkurse im Känguruh lernten die passenden Vokabeln, um sich über Digitalisierung und Smart City zu informieren. Und bei einer Gesprächsrunde am Mittwochabend wurde im Löwenzahn zusammen überlegt, wie das Projekt „Unterstützung für Menschen mit Demenz“ aufgebaut sein muss, damit Ehrenamtliche sich darin engagieren.
Spannend war auch der Smart Talk zum Thema „Digitale (Un-) Abhängigkeit“ am Donnerstag im Löwenzahn: Bei einer Podiumsdiskussion teilten Frau Carla Holtgrave von der Suchtberatung Bamberg-Forchheim und Prof. Dr. Christian Schicha von der FAU Erlangen-Nürnberg ihre Einschätzungen zu den negativen Auswirkungen eines ausufernden Digitalkonsums. Die Aufnahme des Smart Talks wird auf dem Youtube-Kanal von Smart City Bamberg veröffentlicht.
Der Abschluss der Smarten Woche Bamberg-Ost wurde im Rahmen des Nachbarschaftsfest am Löwenzahn begangen: Kinder konnten beim Glücksrad kleine Preise gewinnen oder bei einem Smart City-Memory gegeneinander (oder wahlweise gegen Mitarbeitende von Smart City) antreten. Erwachsene konnten auf einer analogen Version des Projekts „Hier & Jetzt“ ihre Geheimtipps zu Bamberg-Ost teilen oder sich einfach nur mit dem Team zu den Projekten austauschen.
Auch in Bamberg-Ost kam die Smarte Woche gut an
Insgesamt kamen rund 200 Personen zu den verschiedenen Veranstaltungen. Für das Team von Smart City Bamberg bestätigt das, wie wichtig es ist, zu den Menschen in die verschiedenen Quartiere Bambergs zu gehen. „Wir freuen uns immer, mit den Menschen in Bamberg in direkten Austausch zu treten. Die Smarte Woche zeigt, dass da viel Gesprächsbedarf ist – ganz gleich, wie eine Person zu Digitalisierung steht“, so Adele Wecker, die die Smart Woche Ost organisiert hatte.
Das Datum für die nächste Smarte Woche steht bereits fest: vom 20. bis 24. Oktober soll es nach Gereuth-Wunderburg gehen – man darf gespannt bleiben!
Das könnte Sie auch interessieren...
„Bildungserfolg mit Datenbasis prüfbar machen, Lernzeiten flexibilisieren“
vbw fordert verbindliche Standards für mehr Bildungsqualität in Bund und Bayern
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert verbindliche Standards für mehr Bildungsqualität in Bund und Bayern. Für die Verbesserung der Bildungsqualität in Bund und Freistaat brauche es mehr Verbindlichkeit, also die abgestimmte, verantwortungsvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten vom Staat über Bildungsinstitutionen bis zu jedem Einzelnen.
Im Bildungssystem müsse jedem Akteur klar sein, welche Pflichten er zu erfüllen hat und wann Anstrengung erforderlich ist. Um Bildungserfolg überprüfbar zu machen, müssen handfeste Daten erhoben und verlässliche, verbindliche Qualitätsstandards eingeführt werden. Das geht aus dem aktuellen Gutachten „Bildungsleistung durch mehr Verbindlichkeit“ des von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. initiierten Aktionsrats Bildung hervor.
„Deutlich zielführender als freundliche Unverbindlichkeit ist Klartext. Denn das Problem mit der Unverbindlichkeit ist, dass sie zu vieles offen lässt und sie keine Transparenz schafft über Erfolge und Misserfolge. Darum brauchen wir für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes zwingendermaßen Verbindlichkeit. Es muss jedem Bildungsakteur klar sein, welche Pflichten zu erfüllen sind und wann Anstrengung erforderlich ist. Die Schülerinnen und Schüler sind unsere Fachkräfte von morgen. Wir müssen sie zu mehr Eigenverantwortung beim Lernen motivieren und gleichzeitig dabei unterstützen, ihre Basiskompetenzen zu entwickeln und zu verbessern“, machte vbw Präsident Wolfram Hatz im Rahmen der Veranstaltung klar und ergänzte: „Momentan erreichen 15 Prozent der Neuntklässler nicht den Mindeststandard für den ersten Schulabschluss im Lesen. Im Freistaat sieht die Lage mit zwölf Prozent etwas besser aus, es herrscht aber Handlungsbedarf. Oft bleibt die grundlegende Kompetenzförderung auf der Strecke, gleichzeitig fehlen verbindliche Standards, um den Bildungserfolg sicherzustellen. Die Bayerische Staatsregierung hat nach dem neuerlichen PISA-Schock wichtige Weichen gestellt. Was den Bund betrifft, sollte der PISA-Bundesländervergleich wieder aufgenommen werden, um eine evidenzbasierte Weiterentwicklung des Bildungssystems zu ermöglichen.“
Im Freistaat trage die PISA-Offensive der Bayerischen Staatsregierung mit verbindlichen Sprachtests eineinhalb Jahre vor der Einschulung und der verstärkten Förderung der Kernkompetenzen in der Grundschule bereits zu einer gesteigerten Bildungsqualität bei. „Ausgehend davon brauchen wir nun einen Maßnahmenplan, der alle weiteren Bildungsphasen systematisch in den Blick nimmt. Die Heterogenität der Lernenden ist gestiegen. Indem wir Lernzeiten flexibilisieren, können wir auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten besser eingehen“, führte Hatz aus und fordert, in dem Zuge, auch die dritte und vierte Klasse sowie den Übertritt in die weiterführenden Schulen beweglicher zu gestalten. „Wir müssen sicherstellen, dass ein grundlegendes Kompetenzniveau erreicht wird. Im Zuge des demografischen Wandels sind unsere Unternehmen auf jede junge Nachwuchskraft angewiesen. Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder und Jugendliche im Bildungssystem den Anschluss verlieren.“
Prof. em. Dr. Rudolf Tippelt, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied des Aktionsrats Bildung, erklärte die Idee zum Gutachten: „Gibt es eine Erklärung für das Versagen des deutschen Bildungssystems trotz zahlloser Empfehlungen und Reformen Bemühungen? – Der Aktionsrat Bildung prüft die Hypothese, ob deren Verbindlichkeit und Angemessenheit zur Vermeidung von Anstrengung und zum Erhalt von Entscheidungsspielräumen ignoriert wurde.”
Das könnte Sie auch interessieren...
Internationaler Tag der Bildung am 24. Januar
vbw betont Schlüsselrolle von Bildungsqualität für Wettbewerbsfähigkeit
Mit dem Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar erinnert die Weltgemeinschaft an ihre Verpflichtung, im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda bis zum Jahr 2030 für alle Menschen weltweit und ein Leben lang für gute, inklusive und chancengerechte Bildung zu sorgen. Anlässlich des Welttages betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Stellenwert von Bildungsqualität für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und des Freistaats
„Damit unsere Unternehmen langfristig wettbewerbs- und zukunftsfähig bleiben, sind sie auf qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte angewiesen. Die Grundlage für die Nachwuchskräftesicherung legen wir in der Schule, indem wir Kindern und Jugendlichen flächendeckend qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Bildungsangebote zur Verfügung stellen“, macht vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt klar.
Insbesondere digitale Kompetenzen sind laut vbw am Arbeitsmarkt inzwischen Schlüsselfertigkeiten. „Wir müssen die Digitalisierung an bayerischen Schulen vorantreiben, digitale Lehr- und Lernformate in Unterricht als ‚New Normal‘ verankern und die jungen Menschen dabei unterstützen, kontinuierlich digitale Souveränität zu entwickeln“, führt Brossardt aus. Das gehe auch aus der Studie „Digitale Bildung an Bayerischen Schulen zwischen Pandemie und KI“ hervor, die vom Lehrstuhl für empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München im Auftrag der vbw erstellt und Ende vergangenen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Digitalisierung an Bayerischen Schulen habe sich in den vergangenen Jahren spürbar beschleunigt. „Wir müssen den Schub nutzen und insbesondere beim Einsatz von KI momentan noch ungenutzte Potenziale heben“, bilanziert Brossardt.
Dass der Bildungsstandort Bayern bereits hohe Bildungsqualität vorweisen kann, zeige der erneute zweite Platz des Freistaats beim Bildungsmonitor 2024 der Initiative Neue Marktwirtschaft (INSM). „Unser Schulsystem ist traditionell stark. Der Nachwuchs hat hier in Bayern gute Voraussetzungen, um früh die Grundlagen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu schaffen“, betont Brossardt. „Wir dürfen uns mit Blick auf das bundesweit insgesamt abnehmende Bildungsniveau darauf aber nicht ausruhen. Im Gegenteil, wir müssen die guten Bildungsangebote im Freistaat schulartübergreifend konsequent weiterentwickeln. Der Nachwuchs braucht individuelle und differenzierte Förderung, insbesondere bei der Sprachkompetenz. Sie schafft fächerübergreifend die Grundlage für den schulischen Erfolg unserer Fachkräfte von morgen.“
Das könnte Sie auch interessieren...
Digitalisierung und Pflege
Caritasverband Bamberg schließt Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen ab
Zum Ende des Jahres hat der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg einen Schritt Richtung seiner Digitalisierung unternommen. Nach einer Einführungszeit von zweieinhalb Jahren hat der Verband nun die Implementation einer Software abgeschlossen, mit der er die Pflegeprozesse in mehr als 40 Pflegeeinrichtungen fast vollständig digitalisiert wurden.
Anhand der Digitalisierung durch diese Software ist es laut einer Mitteilung der Caritas möglich, den Pflegeprozess von der Anamnese über den Beginn von Maßnahmen bis hin zum Berichtswesen und der Evaluation digital zu steuern. Die Lösung mit der Bezeichnung „pps“ (Pflegeprozesssteuerung) kommt damit ab sofort in den derzeit 43 Pflegeeinrichtungen auf dem Gebiet der Erzdiözese Bamberg zum Einsatz. Dazu zählen Caritas-Sozialstationen, ambulante Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen.
Im Rahmen des Projektabschlusses am 12. November würdigte der Caritasverband Bamberg diesen Schritt. „Gerade in der Pflege kommt es immer noch auf Sie als Mensch an.“ Mit diesen Worten wandte sich der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg, Michael Endres, an die zahlreichen Leitungskräfte, die in der Bamberger Caritas-Zentrale erschienen waren.
Aber das heiße nicht, fuhr Endres fort, dass in der häuslichen Pflege nicht auch moderne Technik eingesetzt werden könne. Denn digitale Werkzeuge würden die Abläufe, die Verwaltungsarbeit, die Dokumentation und nicht zuletzt die Steuerung des jeweils einzelnen Pflegefalls sowie die Pflege am Menschen verbessern und für die jeweiligen Pflegekräfte erleichtern. Das zeige dieses Projekt sehr deutlich. Dafür bedankte sich Endres bei den Leitungen der Sozialstationen und ihren Mitarbeitenden. Außerdem sprach der Vorstandsvorsitzende den Projektleitenden des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg, Eva Linke und Klemens Kestel sowie Silvia Besold einen großen Dank aus und beglückwünschte das Team für den erfolgreichen Projektabschluss.
Digitalisierung in 1.700 Köpfe bringen
Stand heute arbeiten etwa 1.700 Mitarbeitende unmittelbar an Patient:innen mit dem neuen System. „Die Kolleginnen und Kollegen sind von dem neuen System so begeistert, die wollen das gar nicht mehr hergeben“, sagt Eva Linke, die beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg gemeinsam mit Klemens Kestel für das Projekt zuständig ist.
Dieser Erfolg ist laut Caritas auch dem Projektmanagement der beiden Verantwortlichen geschuldet, die sich vor allem auch dem Thema Schulung in großem Umfang widmeten. Dabei qualifizierten Linke und Kestel zunächst insgesamt 109 Pflegefachpersonen aus den Einrichtungen zu sogenannten Multiplikatoren. Diese wurden anschließend damit beauftragt, diesen letzten Schritt in der Digitalisierung der Pflege zu begleiten und in die Köpfe der Kolleginnen und Kollegen zu bringen.
Die eingesetzten Software-Module sind sie in der Lage, auch mit der neuesten Entwicklung pps zu kommunizieren und sich untereinander zu vernetzen. Somit erhalten alle an der Pflege Beteiligten sofort einen vollständigen Überblick über alle für sie relevanten Daten. Zeitaufwändige und komplizierte Papier- und Schreibarbeit gehört laut Mitteilung durch die Digitalisierung der Vergangenheit an. Stattdessen erfassen Pflegekräfte Informationen heute per mobilem Endgerät oder Desktoprechner binnen kürzester Zeit und können Patientendaten zeit- und ortsunabhängig sofort abrufen, analysieren und auswerten.
Das könnte Sie auch interessieren...
Mit chatGPT erstellter Antrag
Volt-ÖDP-Bambergs Mitte: Wie weit ist die Digitalisierung der Stadtverwaltung?
Der Ausschussgemeinschaft Volt-ÖDP-Bambergs Mitte im Stadtrat geht die Digitalisierung der Stadtverwaltung nicht transparent genug voran. Darum hat sie Oberbürgermeister Starke in einem teilweise von chatGPT erstellten Antrag aufgefordert, einen Sachstandsbericht zur Digitalisierung vorzulegen.
Wie die Ausschussgemeinschaft Volt-ÖDP-Bambergs Mitte mitgeteilt hat, setzt sie sich dafür ein, die Digitalisierung der Stadtverwaltung Bamberg voranzutreiben. Entsprechend begrüße sie das vor etwa drei Jahren begonnene Smart City-Projekt. Dieses Digitalisierungsvorhaben soll die digitale Transformation und Vernetzung der Stadt ausweiten, um der Stadtgesellschaft die Digitalisierung so nutzbar wie möglich zu machen. Die Ausschussgemeinschaft selbst lässt ihre Texte bereits teilweise von der Texterstellungssoftware chatGPT schreiben.
Um zu erfahren, wie weit es um die Digitalisierung der Verwaltung steht, hat die Ausschussgemeinschaft nun einen Antrag gestellt, dem Stadtrat noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Sachstandsberichts vorzulegen.
Dieser Bericht, fordern Volt, ÖDP, Bambergs Mitte und chatGPT, soll einen Überblick darüber geben, welche Maßnahmen bisher umgesetzt wurden und welche Probleme und Herausforderungen bestehen. Außerdem soll er den Mittelbedarf der nächsten Jahre für die Digitalisierung erläutern und die zur Verfügung stehenden Strukturen und die Kompetenzverteilung in der Verwaltung beleuchten.
„Die Digitalisierung der Stadtverwaltung Bamberg ist eine wichtige Aufgabe der nächsten Jahre, um die Effizienz und Servicequalität der Verwaltung sicherzustellen und den Bürgerinnen und Bürgern ein zeitgemäßes Angebot bieten zu können“, sagt Hans-Günter Brünker, Sprecher der Ausschussgemeinschaft. „Deshalb fordern wir die Stadt Bamberg auf, diesen Weg gemeinsam mit dem Stadtrat zu gehen, denn nur so können wir erreichen, dass die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben.“