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Digitalisierung

vbw-Kon­gress „Moder­ner Staat und Bürokratieabbau“

vbw for­dert Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten in 2026

Auf einem Kon­gress der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. dis­ku­tier­ten Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft über den Fort­schritt der Bun­des­re­gie­rung bei Dere­gu­lie­rung und Digi­ta­li­sie­rung. Dabei for­der­te der vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer den Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten im Jahr 2026.

„Die über­bor­den­de Büro­kra­tie hängt unse­ren Unter­neh­men wie ein Mühl­stein um den Hals. Sie schränkt ihre inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit stark ein“, beton­te vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Der Staat müs­se sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.

Die vbw begrüßt, dass die Dring­lich­keit die­ses zen­tra­len Anlie­gens der Wirt­schaft inzwi­schen auch in Ber­lin ver­stan­den ist und sich das neu ein­ge­rich­te­te Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung auf die The­men kon­zen­triert. Bros­sardt erklär­te: „Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ hat die schwarz-rote Koali­ti­on ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg gebracht. Aber wir brau­chen wei­te­re Initia­ti­ven, um unse­re Unter­neh­men nach­hal­tig zu ent­las­ten und unse­ren Stand­ort wie­der attrak­tiv für Inves­ti­tio­nen zu machen.“

Wich­tig ist laut dem vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer aber vor allem, dass beim Büro­kra­tie­ab­bau jetzt schnell auch wirk­lich spür­ba­re Ent­las­tun­gen ein­tre­ten. Als kurz­fris­ti­ge Hand­lungs­fel­der nann­te er die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung, ein wir­kungs­vol­les Sofort­pro­gramm zur Redu­zie­rung von Doku­men­ta­ti­ons- und Mel­de­pflich­ten sowie ein Mora­to­ri­um für Sta­tis­tik­pflich­ten. „Bis Ende 2026 müs­sen min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten abge­baut sein“, for­dert Brossardt.

Dar­über hin­aus mach­te er klar, dass es nicht nur dar­um gehe, bestehen­de Büro­kra­tie abzu­bau­en. Genau­so wich­tig sei es, bei künf­ti­gen Geset­zen so wenig neue Büro­kra­tie auf­zu­bau­en wie mög­lich. „Neue Vor­ga­ben für die Wirt­schaft müs­sen viel kri­ti­scher als in der Ver­gan­gen­heit auf Sinn­haf­tig­keit und Umsetz­bar­keit hin­ter­fragt und dazu kon­se­quent Pra­xis- und Digi­tal­ch­ecks für jedes neue Geset­zes­vor­ha­ben eta­bliert werden.“

Smart-City-Pilot­pro­jekt in Bam­berg wird wei­ter ausgebaut

Digi­ta­le Sen­so­ren unter­stüt­zen Kli­ma­an­pas­sung beim Stadtgrün

In Bam­berg wird die digi­ta­le Unter­stüt­zung für kli­ma­an­ge­pass­tes Stadt­grün wei­ter aus­ge­baut. Im Okto­ber wur­den im Stadt­ge­biet zusätz­li­che digi­ta­le Sen­so­ren zur Mes­sung der Boden­feuch­te, des Stamm­durch­mes­sers und loka­ler Wet­ter­da­ten instal­liert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Damit wird das bestehen­de Sys­tem auf 39 Mess­punk­te erwei­tert. Die Mess­stel­len erfas­sen kon­ti­nu­ier­lich Daten zu Boden­feuch­te, Tem­pe­ra­tur, Wind­ge­schwin­dig­keit und Baum­wachs­tum, die anschlie­ßend in digi­ta­le Model­le ein­flie­ßen. Auf die­ser Grund­la­ge kön­nen Bewäs­se­rungs­maß­nah­men bedarfs­ge­recht und res­sour­cen­scho­nend geplant wer­den, sodass Was­ser­ver­brauch, Trans­port­auf­wand und Pfle­ge­kos­ten redu­ziert werden.

„Mit der neu­en Sen­so­rik erhal­ten wir erst­mals einen detail­lier­ten Ein­blick, wie sich Boden­feuch­te, Baum­wachs­tum und Wit­te­rung an unse­ren Stand­or­ten gegen­sei­tig beein­flus­sen. Das hilft uns, Bewäs­se­rung und Pfle­ge noch ziel­ge­rich­te­ter zu steu­ern“, erklärt Micha­el Weber, der bei Bam­berg Ser­vice für die Baum­pfle­ge zustän­dig ist.

Die Sen­so­ren wur­den im Rah­men des Pro­jekts BaK­IM beschafft, in wel­chem Baum­be­stän­de mit Droh­nen beflo­gen wer­den. Aus den gesam­mel­ten Daten wer­den mit Hil­fe ver­schie­de­ner Metho­den der Künst­li­chen Intel­li­genz detail­lier­te Infor­ma­tio­nen zu Anzahl, Art und Gesund­heit der über­flo­ge­nen Bäu­me in Stadt und Forst gewon­nen. Die Sen­so­ren hel­fen, die Vor­her­sa­gen der in BaK­IM ein­ge­setz­ten Metho­den der Künst­li­chen Intel­li­genz zu kon­trol­lie­ren und lang­fris­tig zu verbessern.

Die Sen­so­rik und App, die in Bam­berg zum Ein­satz kom­men, wur­den ursprüng­lich im För­der­pro­jekt „Stadt­Grün­Di­gi­tal“ der Stadt Erlan­gen ent­wi­ckelt. Sie ergän­zen die in Bam­berg bereits ein­ge­setz­ten Werk­zeu­ge So ist neben den bestehen­den drei Wet­ter­sta­tio­nen eine wei­te­re in Vor­be­rei­tung. Und auch die Den­d­ro­me­ter-Mes­sun­gen, mit denen die Ent­wick­lung von Umfang und Höhe von Bäu­men gemes­sen wer­den kön­nen, baut Bam­berg wei­ter aus Zu den vier bereits instal­lier­ten Gerä­ten kom­men dem­nächst noch drei wei­te­re hinzu.

„All die­se Tech­nik wird uns im Som­mer­halb­jahr ermög­li­chen, unse­re Bäu­me noch effi­zi­en­ter und res­sour­cen­scho­nen­der zu bewäs­sern. Wir kön­nen geziel­ter han­deln, Was­ser und Arbeits­zeit spa­ren und die Gesund­heit unse­rer jun­gen Stadt­bäu­me nach­hal­tig sichern“, freut sich auch Micha­el Böhm, Abtei­lungs­lei­ter für die Grün­an­la­gen und Fried­hö­fe bei Bam­berg Service.

Und auch das Pro­gramm Smart City Bam­berg pro­fi­tiert. „Durch den Erfah­rungs­aus­tausch und die Über­tra­gung der Lösung aus Erlan­gen kön­nen wir Kos­ten spa­ren und so noch mehr Nut­zen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus dem Bud­get der Smart City Bam­berg zie­hen“, ergänzt Sascha Götz, der Pro­gramm­lei­ter von Smart Bamberg.


Die Pro­jek­te

BaK­IM und Stadt­Grün­Di­gi­tal wer­den in der För­der­li­nie Kom­mu­nal­Di­gi­tal! des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les geför­dert. Der enge Aus­tausch ent­stand durch die Ver­net­zungs­for­ma­te die Bay­ern Inno­va­tiv inner­halb der För­de­rung koor­di­nier­te. Die Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät-Erlan­gen-Nürn­berg (FAU) und der Lehr­stuhl für Kogni­ti­ve Sys­te­me an der Uni­ver­si­tät Bam­berg ent­wi­ckel­ten in den jewei­li­gen Pro­jek­ten die neu­en Lösun­gen. Seit Janu­ar 2025 wird die Wei­ter­ent­wick­lung von BaK­IM im Pro­gramm Smart City Bam­berg der Stadt fort­ge­führt. Geför­dert wird Smart City Bam­berg in der För­der­li­nie Modell­pro­jek­te Smart City vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bauwesen

vbw begrüßt res­sort­über­grei­fen­den Ansatz zur Ent­las­tung der Wirtschaft

Bros­sardt „Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Bun­des­re­gie­rung dranbleiben!“

„Die schwarz-rote Koali­ti­on hat beim Büro­kra­tie­ab­bau die Zei­chen der Zeit erkannt. Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ bringt sie ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg, mit denen sie den über­fäl­li­gen Büro­kra­tie­ab­bau res­sort­über­grei­fend ange­hen und die Digi­ta­li­sie­rung end­lich vor­an­trei­ben will“, erklärt der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V., Bert­ram Bros­sardt, im Nach­gang der Kabi­netts­sit­zung mit dem Schwer­punkt Büro­kra­tie­rück­bau in der ver­gan­ge­nen Woche.

Das sei ein Anfang, die Rich­tung stim­me. Neben der schnel­len Umset­zung der ange­sto­ße­nen Geset­zes­ver­fah­ren brau­che es wei­te­re Initia­ti­ven, um Unter­neh­men am Stand­ort deut­lich und nach­hal­tig zu ent­las­ten und zu unter­stüt­zen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss an dem wich­ti­gen The­ma dranbleiben!“

Bros­sardt betont, anhal­ten­de glo­ba­le Kri­sen, ver­stärk­ter Pro­tek­tio­nis­mus, die vor­an­schrei­ten­de De-Indus­tria­li­sie­rung in Deutsch­land und eine schwä­cheln­de Nach­fra­ge in vie­len Bran­chen und Märk­ten stell­ten Unter­neh­men schon seit län­ge­rem vor enor­me Her­aus­for­de­run­gen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss alles dafür tun, die Rah­men­be­din­gun­gen am Stand­ort aktiv wirt­schafts­freund­li­cher und wett­be­werbs­fä­hi­ger zu gestal­ten. Die Wirt­schaft trägt seit Jah­ren schwer an über­bor­den­den büro­kra­ti­schen Ver­pflich­tun­gen und einer zu lang­sam vor­an­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung. Der Staat muss sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.“

In die­sem Zusam­men­hang bewer­tet der vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer posi­tiv, dass sich das Bun­des­ka­bi­nett über Eck­punk­te zum Auf­bau einer Work-and-Stay-Agen­tur ver­stän­digt hat, um die Inte­gra­ti­on von Fach­kräf­ten aus dem Aus­land in den deut­schen Arbeits­markt zu ver­bes­sern. „Die Unter­neh­men in Bund und Frei­staat sind auf gut qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te aus dem Aus­land ange­wie­sen. Dar­um müs­sen wir zügig und beherzt Hür­den abbau­en, die ihnen den Weg in den Arbeits­markt erschwe­ren“, sagt Bros­sardt. Auch das Geset­zes­vor­ha­ben zur Erhö­hung von Schwel­len­wer­ten zur Bestel­lung von Sicher­heits­be­auf­trag­ten unter­stützt die vbw „Unter­neh­men gehen sehr ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit mög­li­chen Gefah­ren für die Gesund­heit ihrer Mit­ar­bei­ten­den um. Die geplan­te Locke­rung der Vor­ga­ben, wie vie­le Sicher­heits­be­auf­trag­te Geschäfts­füh­rer von Klein- und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men bestel­len müs­sen, um ihren gesetz­li­chen Ver­pflich­tun­gen nach­zu­kom­men, ver­schafft ihnen mehr Fle­xi­bi­li­tät“, so Bros­sardt abschließend.

Ver­an­stal­tungs­rei­he hat vie­le Men­schen in den Stadt­tei­len erreicht

Smart im Quar­tier: Wie Digi­ta­li­sie­rung jen­seits des Stadt­zen­trums ankommt

Im Som­mer 2024 ent­stand eine Idee: Smart City Bam­berg soll­te nicht nur im Stadt­zen­trum, son­dern auch in den ver­schie­de­nen Stadt­tei­len erleb­bar wer­den – die Smar­te Woche war gebo­ren! Den Auf­takt mach­te Bam­berg-Süd­west im März 2025, im Juni folg­te dann Bam­berg-Ost. Mit der drit­ten Smar­ten Woche vom 20. bis 24. Okto­ber in der Gereuth und Wun­der­burg hat die­se Ver­an­stal­tungs­rei­he nun ein Ende gefun­den. Die Stadt Bam­berg blickt zurück und fragt, was bleibt.

Ziel der Smar­ten Wochen war nicht nur, die Pro­jek­te von Smart City Bam­berg zu den Men­schen zu brin­gen. Es galt viel­mehr, Ange­bo­te zu schaf­fen, sich mit Digi­ta­li­sie­rung an sich aus­ein­an­der­zu­set­zen. So soll­ten even­tu­el­le Hem­mun­gen und Vor­be­hal­te abge­baut und gezeigt wer­den, dass Digi­ta­li­sie­rung, wenn sie klug ein­ge­setzt wird, vie­le Vor­tei­le mit sich bringt. Dass sie uns im All­tag schon jetzt an vie­len Stel­len, auch unbe­wusst, umgibt. Und dass sie den Aller­meis­ten nüt­zen kann, direkt und indirekt.


Ein bun­tes Pro­gramm für ver­schie­de­ne Zielgruppen

Zusam­men mit Part­ner­ein­rich­tun­gen vor Ort, allen vor­an den Stadt­teil­bü­ros und Jugend­zen­tren, wur­de für jede Smar­te Woche ein eige­nes Pro­gramm ent­wi­ckelt. Die­ses bezog zum einen bestehen­de For­ma­te vor Ort ein, wel­che Smart City Bam­berg mit digi­ta­len Inhal­ten bespiel­te. Zum ande­ren gab es Pro­gramm­punk­te, die eigens für die Smar­ten Wochen ange­bo­ten wur­den. Es ent­stand ein Pro­gramm, das ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen adres­sier­te, für Jung und Alt und alles dazwischen!

So gab es bei allen Smar­ten Wochen bei­spiels­wei­se Gedächt­nis­trai­nings für die älte­re Gene­ra­ti­on, span­nen­de Tech­nik-Work­shops bei den Kin­der- und Jugend­treffs sowie infor­ma­ti­ve Pro­jekt­vor­stel­lun­gen und jeweils einen Smart Talk, die bewähr­te Podi­ums­dis­kus­si­on zu digi­ta­len Fragestellungen.


Über 500 Teil­neh­men­de bei den Smar­ten Wochen

Für das Pro­gramm Smart City Bam­berg waren die Smar­ten Wochen ein gro­ßer Erfolg! Ins­ge­samt kamen 501 Teil­neh­men­de zu den Smar­ten Wochen: 153 nach Süd­west, 209 nach Ost und 139 in die Gereuth-Wun­der­burg. Im direk­ten Gespräch mit den Besu­che­rin­nen und Besu­chern konn­ten vie­le Fra­gen geklärt, aber auch Beden­ken geteilt und mit­un­ter abge­baut wer­den. Es wur­de über die Bedürf­nis­se nach Daten­schutz, einen gesun­den Umgang mit digi­ta­len und sozia­len Medi­en oder auch die Bedeu­tung von Digi­ta­li­sie­rung im Gesund­heits­we­sen dis­ku­tiert. Gleich­zei­tig wur­de der Nut­zen eines Digi­ta­len Zwil­lings für den Erhalt Bam­bergs oder einer Künst­li­chen Intel­li­genz für die Pfle­ge der Bam­ber­ger Baum­be­stän­de für vie­le ver­ständ­li­cher. Die Bam­berg-App und die Enga­ge­ment-Platt­form „Bam­berg-Mit­ein­an­der“ beka­men beson­de­re Auf­merk­sam­keit, sind sie doch die Pro­jek­te, die im Früh­jahr 2026 für die Men­schen in Bam­berg bereit­ge­stellt werden.


Smar­te Wochen 2025 – was bleibt?

Die Smar­ten Wochen 2025 haben gezeigt, dass die Infor­ma­tio­nen und der Aus­tausch zu Digi­ta­li­sie­rung flä­chen­de­ckend statt­fin­den müs­sen. Es gilt, Men­schen in ganz Bam­berg dazu abzu­ho­len, und das nicht (nur) im Stadt­zen­trum, son­dern dort, wo sie leben. Auch wenn zunächst kei­ne wei­te­ren Smar­ten Wochen mehr geplant sind, sol­len auch in Zukunft Infor­ma­ti­ons- und Betei­li­gungs­ver­an­stal­tun­gen zu Smart City Bam­berg in den ver­schie­de­nen Stadt­tei­len statt­fin­den. Infor­ma­tio­nen dazu sind hier zu fin­den. 

Ange­bo­te rund ums The­ma Digitalisierung

Smar­te Woche in der Gereuth und in der Wunderburg

Nach den smar­ten Wochen Südwest/​Babenberger Vier­tel (März 2025) und Bam­berg-Ost (Juni 2025) sind nun vom 20. bis 24. Okto­ber 2025 die Stadt­tei­le Gereuth und Wun­der­burg an der Rei­he, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Wie­der ein­mal lockt ein bun­tes Pro­gramm, das dazu ein­lädt, Digi­ta­li­sie­rung zu ent­de­cken und zu erle­ben, und auch mehr über die Pro­jek­te von Smart City Bam­berg zu erfah­ren. Bei den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen im Quar­tiers­bü­ro am Ula­nen­park, dem Bür­ger­haus im Ros­ma­rin­weg und der Bas­KID­hall ist für jeden etwas dabei.

Die fei­er­li­che Eröff­nung fin­det am Mon­tag, 20.10.2025, zwi­schen 16 und 18 Uhr vor dem Quar­tiers­bü­ro am Ula­nen­park statt. Bei einem Heiß­ge­tränk kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher nicht nur her­aus­fin­den, was es mit Smart City Bam­berg auf sich hat, son­dern auch die bei­den Pro­jek­te „Bam­berg-App“ und die „Enga­ge­ment-Platt­form“ in einem ers­ten Pro­to­typ direkt aus­pro­bie­ren. Auch für die Klei­nen wird etwas gebo­ten: es war­ten ver­schie­de­ne Spiel­sta­tio­nen, an denen es auch etwas zu gewin­nen gibt.

Die rest­li­che Woche über besu­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Smart City Bam­berg ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen im Quar­tier, um den Men­schen Digi­ta­li­sie­rung näher zu brin­gen und ihnen viel­leicht auch die Scheu davor zu neh­men. Spie­le­ri­sches Gedächt­nis­trai­ning und locke­re Gesprä­che im Senio­ren­ca­fé bie­ten Raum und Zeit für kri­ti­sche Fra­gen und Infor­ma­tio­nen dar­über, wie die Smart-City-Pro­jek­te Nut­zen für Bam­berg schaf­fen können.


Smart Talk und For­ma­te für Kin­der und Jugendliche

Bei einem Smart Talk, der seit acht Semes­tern bewähr­ten Podi­ums­dis­kus­si­on zu digi­ta­len Fra­ge­stel­lun­gen, soll es dann dar­um gehen, wie Digi­ta­li­sie­rung bei der Pfle­ge von an Demenz erkrank­ten Men­schen hel­fen kann. Außer­dem fin­den gleich zwei span­nen­de For­ma­te für Kin­der und Jugend­li­che statt: beim Jugend­treff kön­nen Figu­ren gesprayt und per K.I. zum digi­ta­len Leben erweckt wer­den, und beim Kids‘ Treff kön­nen die Teil­neh­men­den ihre tech­ni­schen Fähig­kei­ten spie­le­risch ent­de­cken und ausbauen.

Den krö­nen­den Abschluss der Smar­ten Woche bil­det ein Fahr­rad­ki­no, das Kino­er­leb­nis der beson­de­ren Art: immer im Wech­sel betrei­ben zwei bis drei Gäs­te die Film­vor­füh­rung durch die eige­ne Kör­per­kraft, in dem sie kräf­tig in die Peda­le tre­ten. Gezeigt wird eine Aus­wahl an Fil­men der Bam­ber­ger Kurzfilmtage.

Nähe­res zum Pro­gramm, den Uhr­zei­ten und Ver­an­stal­tungs­or­ten ist auf www.smartcity.bamberg.de/veranstaltungen zu finden.

Die zwei­te Smar­te Woche ist vorbei

Ein bun­tes Pro­gramm mach­te Digi­ta­li­sie­rung in Bam­berg-Ost erlebbar

Nach­dem Ende März die ers­te Smar­te Woche in Bam­berg Süd­west ein vol­ler Erfolg war, kam nun auch Bam­berg-Ost in den Genuss die­ser Ver­an­stal­tungs­rei­he, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Fünf Tage lang konn­ten sich Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner des Stadt­teils über ver­schie­de­ne Aspek­te von Digi­ta­li­sie­rung infor­mie­ren und dazu aus­tau­schen. Zusam­men mit Ein­rich­tun­gen vor Ort, näm­lich dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Kän­gu­ruh, dem Fami­li­en­treff Löwen­zahn und dem Quar­tiers­bü­ro am Tivo­lischlöss­chen, gestal­te­te Smart City Bam­berg das Programm.

Star­kem Wind und Nie­sel­re­gen zum Trotz fan­den sich bei der Eröff­nung vor dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Kän­gu­ruh über den Nach­mit­tag ver­teilt gut 25 Per­so­nen ein. Nach der Begrü­ßung durch den Refe­ren­ten für Wirt­schaft, Betei­li­gun­gen und Digi­ta­li­sie­rung, Dr. Ste­fan Gol­ler, erklär­te der Pro­gramm­lei­ter Sascha Götz, war­um Bam­berg vom Pro­gramm Smart City nur pro­fi­tie­ren kann: „Wir schaf­fen Lösun­gen, die einen wirk­li­chen Mehr­wert für Bam­berg brin­gen! Ob das nun die Bam­berg-App ist, über die die Men­schen in Bam­berg ein­fach und unkom­pli­ziert die für sie wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Oder der Digi­ta­le Zwil­ling, der dabei hilft, das ein­zig­ar­ti­ge Welt­erbe zu bewah­ren und mehr dar­über zu erfah­ren. Oder unser Droh­nen­pro­jekt BaK­IM, das Forst- und Grün­flä­chen­mit­ar­bei­ten­de dabei unter­stützt, die Baum­be­stän­de zu bewah­ren. Direkt oder indi­rekt wird jeder in Bam­berg etwas davon haben!“

Anschlie­ßend konn­ten sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu Smart City Bam­berg und den Pro­jek­ten „Bam­berg-App“ und „Hier & Jetzt“ aus­tau­schen. Auch Unter­hal­tung für die Klei­nen war gebo­ten und bei Eis, Geträn­ken und Gebäck ließ es sich trotz des Wet­ters gut aushalten.


Viel­sei­ti­ges Pro­gramm für ver­schie­de­ne Interessensgruppen

Wie auch bei der Smar­ten Woche in Süd­west wur­de auch die­ses Mal dar­auf­ge­setzt, vor allem bestehen­de Ange­bo­te zu nut­zen und mit digi­ta­len Inhal­ten zu bespie­len. Höhe­punk­te waren erneut die inno­va­ti­ven und span­nen­den Work­shops für Kin­der und Jugend­li­che. So konn­ten im Rah­men des Jugend­treffs am Diens­tag Figu­ren auf Plat­ten gesprüht wer­den, die anschlie­ßend mit­tels einer Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) ani­miert wur­den. So wur­de allen klar, wie Tech­nik und auch KI Krea­ti­vi­tät berei­chern kann! Auch nach der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung im Kän­gu­ruh lern­ten die Kin­der am Don­ners­tag Tech­nik haut­nah ken­nen und löte­ten unter Anlei­tung Schne­cken­haus-Anhän­ger mit LEDs.

Für Men­schen, die weni­ger digi­tal-affin sind, gab es gleich meh­re­re Ange­bo­te. So stan­den etwa am Diens­tag Mit­ar­bei­ten­de von Smart City Bam­berg beim Gene­ra­tio­nen­ca­fé im Löwen­zahn bereit, über das Pro­gramm zu infor­mie­ren. Am sel­ben Tag wur­de das For­mat „Fit im Kopf“ im Tivo­lischlöss­chen dafür genutzt, sich spie­le­risch mit digi­ta­len The­men zu befas­sen und gleich­zei­tig das Gedächt­nis zu trainieren.

Am Mitt­woch bot ein Work­shop der Uni­ver­si­tät Bam­berg im Tivo­lischlöss­chen Gele­gen­heit, sich über Daten­schutz­be­stim­mun­gen aus­zu­tau­schen. Auch die Teil­neh­men­den der Eng­lisch- und Deutsch­kur­se im Kän­gu­ruh lern­ten die pas­sen­den Voka­beln, um sich über Digi­ta­li­sie­rung und Smart City zu infor­mie­ren. Und bei einer Gesprächs­run­de am Mitt­woch­abend wur­de im Löwen­zahn zusam­men über­legt, wie das Pro­jekt „Unter­stüt­zung für Men­schen mit Demenz“ auf­ge­baut sein muss, damit Ehren­amt­li­che sich dar­in engagieren.

Span­nend war auch der Smart Talk zum The­ma „Digi­ta­le (Un-) Abhän­gig­keit“ am Don­ners­tag im Löwen­zahn: Bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on teil­ten Frau Car­la Holt­gra­ve von der Sucht­be­ra­tung Bam­berg-Forch­heim und Prof. Dr. Chris­ti­an Schicha von der FAU Erlan­gen-Nürn­berg ihre Ein­schät­zun­gen zu den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen eines aus­ufern­den Digi­tal­kon­sums. Die Auf­nah­me des Smart Talks wird auf dem You­tube-Kanal von Smart City Bam­berg veröffentlicht.

Der Abschluss der Smar­ten Woche Bam­berg-Ost wur­de im Rah­men des Nach­bar­schafts­fest am Löwen­zahn began­gen: Kin­der konn­ten beim Glücks­rad klei­ne Prei­se gewin­nen oder bei einem Smart City-Memo­ry gegen­ein­an­der (oder wahl­wei­se gegen Mit­ar­bei­ten­de von Smart City) antre­ten. Erwach­se­ne konn­ten auf einer ana­lo­gen Ver­si­on des Pro­jekts „Hier & Jetzt“ ihre Geheim­tipps zu Bam­berg-Ost tei­len oder sich ein­fach nur mit dem Team zu den Pro­jek­ten austauschen.


Auch in Bam­berg-Ost kam die Smar­te Woche gut an

Ins­ge­samt kamen rund 200 Per­so­nen zu den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen. Für das Team von Smart City Bam­berg bestä­tigt das, wie wich­tig es ist, zu den Men­schen in die ver­schie­de­nen Quar­tie­re Bam­bergs zu gehen. „Wir freu­en uns immer, mit den Men­schen in Bam­berg in direk­ten Aus­tausch zu tre­ten. Die Smar­te Woche zeigt, dass da viel Gesprächs­be­darf ist – ganz gleich, wie eine Per­son zu Digi­ta­li­sie­rung steht“, so Ade­le Wecker, die die Smart Woche Ost orga­ni­siert hatte.

Das Datum für die nächs­te Smar­te Woche steht bereits fest: vom 20. bis 24. Okto­ber soll es nach Gereuth-Wun­der­burg gehen – man darf gespannt bleiben!

„Bil­dungs­er­folg mit Daten­ba­sis prüf­bar machen, Lern­zei­ten flexibilisieren“

vbw for­dert ver­bind­li­che Stan­dards für mehr Bil­dungs­qua­li­tät in Bund und Bayern

Die Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft for­dert ver­bind­li­che Stan­dards für mehr Bil­dungs­qua­li­tät in Bund und Bay­ern. Für die Ver­bes­se­rung der Bil­dungs­qua­li­tät in Bund und Frei­staat brau­che es mehr Ver­bind­lich­keit, also die abge­stimm­te, ver­ant­wor­tungs­vol­le Zusam­men­ar­beit aller Betei­lig­ten vom Staat über Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen bis zu jedem Einzelnen.

Im Bil­dungs­sys­tem müs­se jedem Akteur klar sein, wel­che Pflich­ten er zu erfül­len hat und wann Anstren­gung erfor­der­lich ist. Um Bil­dungs­er­folg über­prüf­bar zu machen, müs­sen hand­fes­te Daten erho­ben und ver­läss­li­che, ver­bind­li­che Qua­li­täts­stan­dards ein­ge­führt wer­den. Das geht aus dem aktu­el­len Gut­ach­ten „Bil­dungs­leis­tung durch mehr Ver­bind­lich­keit“ des von der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. initi­ier­ten Akti­ons­rats Bil­dung hervor.

„Deut­lich ziel­füh­ren­der als freund­li­che Unver­bind­lich­keit ist Klar­text. Denn das Pro­blem mit der Unver­bind­lich­keit ist, dass sie zu vie­les offen lässt und sie kei­ne Trans­pa­renz schafft über Erfol­ge und Miss­erfol­ge. Dar­um brau­chen wir für die lang­fris­ti­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Stand­or­tes zwin­gen­der­ma­ßen Ver­bind­lich­keit. Es muss jedem Bil­dungs­ak­teur klar sein, wel­che Pflich­ten zu erfül­len sind und wann Anstren­gung erfor­der­lich ist. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sind unse­re Fach­kräf­te von mor­gen. Wir müs­sen sie zu mehr Eigen­ver­ant­wor­tung beim Ler­nen moti­vie­ren und gleich­zei­tig dabei unter­stüt­zen, ihre Basis­kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln und zu ver­bes­sern“, mach­te vbw Prä­si­dent Wolf­ram Hatz im Rah­men der Ver­an­stal­tung klar und ergänz­te: „Momen­tan errei­chen 15 Pro­zent der Neunt­kläss­ler nicht den Min­dest­stan­dard für den ers­ten Schul­ab­schluss im Lesen. Im Frei­staat sieht die Lage mit zwölf Pro­zent etwas bes­ser aus, es herrscht aber Hand­lungs­be­darf. Oft bleibt die grund­le­gen­de Kom­pe­tenz­för­de­rung auf der Stre­cke, gleich­zei­tig feh­len ver­bind­li­che Stan­dards, um den Bil­dungs­er­folg sicher­zu­stel­len. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung hat nach dem neu­er­li­chen PISA-Schock wich­ti­ge Wei­chen gestellt. Was den Bund betrifft, soll­te der PISA-Bun­des­län­der­ver­gleich wie­der auf­ge­nom­men wer­den, um eine evi­denz­ba­sier­te Wei­ter­ent­wick­lung des Bil­dungs­sys­tems zu ermöglichen.“

Im Frei­staat tra­ge die PISA-Offen­si­ve der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung mit ver­bind­li­chen Sprach­tests ein­ein­halb Jah­re vor der Ein­schu­lung und der ver­stärk­ten För­de­rung der Kern­kom­pe­ten­zen in der Grund­schu­le bereits zu einer gestei­ger­ten Bil­dungs­qua­li­tät bei. „Aus­ge­hend davon brau­chen wir nun einen Maß­nah­men­plan, der alle wei­te­ren Bil­dungs­pha­sen sys­te­ma­tisch in den Blick nimmt. Die Hete­ro­ge­ni­tät der Ler­nen­den ist gestie­gen. Indem wir Lern­zei­ten fle­xi­bi­li­sie­ren, kön­nen wir auf unter­schied­li­che Lern­ge­schwin­dig­kei­ten bes­ser ein­ge­hen“, führ­te Hatz aus und for­dert, in dem Zuge, auch die drit­te und vier­te Klas­se sowie den Über­tritt in die wei­ter­füh­ren­den Schu­len beweg­li­cher zu gestal­ten. „Wir müs­sen sicher­stel­len, dass ein grund­le­gen­des Kom­pe­tenz­ni­veau erreicht wird. Im Zuge des demo­gra­fi­schen Wan­dels sind unse­re Unter­neh­men auf jede jun­ge Nach­wuchs­kraft ange­wie­sen. Wir kön­nen es uns nicht leis­ten, dass Kin­der und Jugend­li­che im Bil­dungs­sys­tem den Anschluss verlieren.“

Prof. em. Dr. Rudolf Tip­pelt, ehe­ma­li­ger Inha­ber des Lehr­stuhls für All­ge­mei­ne Päd­ago­gik und Bil­dungs­for­schung an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen und Mit­glied des Akti­ons­rats Bil­dung, erklär­te die Idee zum Gut­ach­ten: „Gibt es eine Erklä­rung für das Ver­sa­gen des deut­schen Bil­dungs­sys­tems trotz zahl­lo­ser Emp­feh­lun­gen und Refor­men Bemü­hun­gen? – Der Akti­ons­rat Bil­dung prüft die Hypo­the­se, ob deren Ver­bind­lich­keit und Ange­mes­sen­heit zur Ver­mei­dung von Anstren­gung und zum Erhalt von Ent­schei­dungs­spiel­räu­men igno­riert wurde.”

Inter­na­tio­na­ler Tag der Bil­dung am 24. Januar

vbw betont Schlüs­sel­rol­le von Bil­dungs­qua­li­tät für Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem Inter­na­tio­na­len Tag der Bil­dung am 24. Janu­ar erin­nert die Welt­ge­mein­schaft an ihre Ver­pflich­tung, im Rah­men der Nach­hal­tig­keits­agen­da bis zum Jahr 2030 für alle Men­schen welt­weit und ein Leben lang für gute, inklu­si­ve und chan­cen­ge­rech­te Bil­dung zu sor­gen. Anläss­lich des Welt­ta­ges betont die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. den Stel­len­wert von Bil­dungs­qua­li­tät für die inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit Deutsch­lands und des Freistaats

„Damit unse­re Unter­neh­men lang­fris­tig wett­be­werbs- und zukunfts­fä­hig blei­ben, sind sie auf qua­li­fi­zier­te Arbeits- und Fach­kräf­te ange­wie­sen. Die Grund­la­ge für die Nach­wuchs­kräf­te­si­che­rung legen wir in der Schu­le, indem wir Kin­dern und Jugend­li­chen flä­chen­de­ckend qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge und bedarfs­ge­rech­te Bil­dungs­an­ge­bo­te zur Ver­fü­gung stel­len“, macht vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt klar.

Ins­be­son­de­re digi­ta­le Kom­pe­ten­zen sind laut vbw am Arbeits­markt inzwi­schen Schlüs­sel­fer­tig­kei­ten. „Wir müs­sen die Digi­ta­li­sie­rung an baye­ri­schen Schu­len vor­an­trei­ben, digi­ta­le Lehr- und Lern­for­ma­te in Unter­richt als ‚New Nor­mal‘ ver­an­kern und die jun­gen Men­schen dabei unter­stüt­zen, kon­ti­nu­ier­lich digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät zu ent­wi­ckeln“, führt Bros­sardt aus. Das gehe auch aus der Stu­die „Digi­ta­le Bil­dung an Baye­ri­schen Schu­len zwi­schen Pan­de­mie und KI“ her­vor, die vom Lehr­stuhl für empi­ri­sche Päd­ago­gik und Päd­ago­gi­sche Psy­cho­lo­gie der LMU Mün­chen im Auf­trag der vbw erstellt und Ende ver­gan­ge­nen Jah­res der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt wur­de. Die Digi­ta­li­sie­rung an Baye­ri­schen Schu­len habe sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren spür­bar beschleu­nigt. „Wir müs­sen den Schub nut­zen und ins­be­son­de­re beim Ein­satz von KI momen­tan noch unge­nutz­te Poten­zia­le heben“, bilan­ziert Brossardt. 

Dass der Bil­dungs­stand­ort Bay­ern bereits hohe Bil­dungs­qua­li­tät vor­wei­sen kann, zei­ge der erneu­te zwei­te Platz des Frei­staats beim Bil­dungs­mo­ni­tor 2024 der Initia­ti­ve Neue Markt­wirt­schaft (INSM). „Unser Schul­sys­tem ist tra­di­tio­nell stark. Der Nach­wuchs hat hier in Bay­ern gute Vor­aus­set­zun­gen, um früh die Grund­la­gen für eine erfolg­rei­che beruf­li­che Zukunft zu schaf­fen“, betont Bros­sardt. „Wir dür­fen uns mit Blick auf das bun­des­weit ins­ge­samt abneh­men­de Bil­dungs­ni­veau dar­auf aber nicht aus­ru­hen. Im Gegen­teil, wir müs­sen die guten Bil­dungs­an­ge­bo­te im Frei­staat schul­art­über­grei­fend kon­se­quent wei­ter­ent­wi­ckeln. Der Nach­wuchs braucht indi­vi­du­el­le und dif­fe­ren­zier­te För­de­rung, ins­be­son­de­re bei der Sprach­kom­pe­tenz. Sie schafft fächer­über­grei­fend die Grund­la­ge für den schu­li­schen Erfolg unse­rer Fach­kräf­te von morgen.“

Digi­ta­li­sie­rung und Pflege

Cari­tas­ver­band Bam­berg schließt Digi­ta­li­sie­rung in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ab

Zum Ende des Jah­res hat der Cari­tas­ver­band für die Erz­diö­ze­se Bam­berg einen Schritt Rich­tung sei­ner Digi­ta­li­sie­rung unter­nom­men. Nach einer Ein­füh­rungs­zeit von zwei­ein­halb Jah­ren hat der Ver­band nun die Imple­men­ta­ti­on einer Soft­ware abge­schlos­sen, mit der er die Pfle­ge­pro­zes­se in mehr als 40 Pfle­ge­ein­rich­tun­gen fast voll­stän­dig digi­ta­li­siert wurden.

Anhand der Digi­ta­li­sie­rung durch die­se Soft­ware ist es laut einer Mit­tei­lung der Cari­tas mög­lich, den Pfle­ge­pro­zess von der Ana­mne­se über den Beginn von Maß­nah­men bis hin zum Berichts­we­sen und der Eva­lua­ti­on digi­tal zu steu­ern. Die Lösung mit der Bezeich­nung „pps“ (Pfle­ge­pro­zess­steue­rung) kommt damit ab sofort in den der­zeit 43 Pfle­ge­ein­rich­tun­gen auf dem Gebiet der Erz­diö­ze­se Bam­berg zum Ein­satz. Dazu zäh­len Cari­tas-Sozi­al­sta­tio­nen, ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te und Tagespflegeeinrichtungen.

Im Rah­men des Pro­jekt­ab­schlus­ses am 12. Novem­ber wür­dig­te der Cari­tas­ver­band Bam­berg die­sen Schritt. „Gera­de in der Pfle­ge kommt es immer noch auf Sie als Mensch an.“ Mit die­sen Wor­ten wand­te sich der Vor­stands­vor­sit­zen­de des Cari­tas­ver­ban­des für die Erz­diö­ze­se Bam­berg, Micha­el End­res, an die zahl­rei­chen Lei­tungs­kräf­te, die in der Bam­ber­ger Cari­tas-Zen­tra­le erschie­nen waren.

Aber das hei­ße nicht, fuhr End­res fort, dass in der häus­li­chen Pfle­ge nicht auch moder­ne Tech­nik ein­ge­setzt wer­den kön­ne. Denn digi­ta­le Werk­zeu­ge wür­den die Abläu­fe, die Ver­wal­tungs­ar­beit, die Doku­men­ta­ti­on und nicht zuletzt die Steue­rung des jeweils ein­zel­nen Pfle­ge­falls sowie die Pfle­ge am Men­schen ver­bes­sern und für die jewei­li­gen Pfle­ge­kräf­te erleich­tern. Das zei­ge die­ses Pro­jekt sehr deut­lich. Dafür bedank­te sich End­res bei den Lei­tun­gen der Sozi­al­sta­tio­nen und ihren Mit­ar­bei­ten­den. Außer­dem sprach der Vor­stands­vor­sit­zen­de den Pro­jekt­lei­ten­den des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des Bam­berg, Eva Lin­ke und Kle­mens Kes­tel sowie Sil­via Besold einen gro­ßen Dank aus und beglück­wünsch­te das Team für den erfolg­rei­chen Projektabschluss.

Digi­ta­li­sie­rung in 1.700 Köp­fe bringen

Stand heu­te arbei­ten etwa 1.700 Mit­ar­bei­ten­de unmit­tel­bar an Patient:innen mit dem neu­en Sys­tem. „Die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen sind von dem neu­en Sys­tem so begeis­tert, die wol­len das gar nicht mehr her­ge­ben“, sagt Eva Lin­ke, die beim Cari­tas­ver­band für die Erz­diö­ze­se Bam­berg gemein­sam mit Kle­mens Kes­tel für das Pro­jekt zustän­dig ist.

Die­ser Erfolg ist laut Cari­tas auch dem Pro­jekt­ma­nage­ment der bei­den Ver­ant­wort­li­chen geschul­det, die sich vor allem auch dem The­ma Schu­lung in gro­ßem Umfang wid­me­ten. Dabei qua­li­fi­zier­ten Lin­ke und Kes­tel zunächst ins­ge­samt 109 Pfle­ge­fach­per­so­nen aus den Ein­rich­tun­gen zu soge­nann­ten Mul­ti­pli­ka­to­ren. Die­se wur­den anschlie­ßend damit beauf­tragt, die­sen letz­ten Schritt in der Digi­ta­li­sie­rung der Pfle­ge zu beglei­ten und in die Köp­fe der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zu bringen.

Die ein­ge­setz­ten Soft­ware-Modu­le sind sie in der Lage, auch mit der neu­es­ten Ent­wick­lung pps zu kom­mu­ni­zie­ren und sich unter­ein­an­der zu ver­net­zen. Somit erhal­ten alle an der Pfle­ge Betei­lig­ten sofort einen voll­stän­di­gen Über­blick über alle für sie rele­van­ten Daten. Zeit­auf­wän­di­ge und kom­pli­zier­te Papier- und Schreib­ar­beit gehört laut Mit­tei­lung durch die Digi­ta­li­sie­rung der Ver­gan­gen­heit an. Statt­des­sen erfas­sen Pfle­ge­kräf­te Infor­ma­tio­nen heu­te per mobi­lem End­ge­rät oder Desk­top­rech­ner bin­nen kür­zes­ter Zeit und kön­nen Pati­en­ten­da­ten zeit- und orts­un­ab­hän­gig sofort abru­fen, ana­ly­sie­ren und auswerten.

Mit chatGPT erstell­ter Antrag

Volt-ÖDP-Bam­bergs Mit­te: Wie weit ist die Digi­ta­li­sie­rung der Stadtverwaltung?

Der Aus­schuss­ge­mein­schaft Volt-ÖDP-Bam­bergs Mit­te im Stadt­rat geht die Digi­ta­li­sie­rung der Stadt­ver­wal­tung nicht trans­pa­rent genug vor­an. Dar­um hat sie Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke in einem teil­wei­se von chatGPT erstell­ten Antrag auf­ge­for­dert, einen Sach­stands­be­richt zur Digi­ta­li­sie­rung vorzulegen.

Wie die Aus­schuss­ge­mein­schaft Volt-ÖDP-Bam­bergs Mit­te mit­ge­teilt hat, setzt sie sich dafür ein, die Digi­ta­li­sie­rung der Stadt­ver­wal­tung Bam­berg vor­an­zu­trei­ben. Ent­spre­chend begrü­ße sie das vor etwa drei Jah­ren begon­ne­ne Smart City-Pro­jekt. Die­ses Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben soll die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und Ver­net­zung der Stadt aus­wei­ten, um der Stadt­ge­sell­schaft die Digi­ta­li­sie­rung so nutz­bar wie mög­lich zu machen. Die Aus­schuss­ge­mein­schaft selbst lässt ihre Tex­te bereits teil­wei­se von der Tex­terstel­lungs­soft­ware chatGPT schreiben.

Um zu erfah­ren, wie weit es um die Digi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung steht, hat die Aus­schuss­ge­mein­schaft nun einen Antrag gestellt, dem Stadt­rat noch vor der Som­mer­pau­se einen ent­spre­chen­den Sach­stands­be­richts vorzulegen.

Die­ser Bericht, for­dern Volt, ÖDP, Bam­bergs Mit­te und chatGPT, soll einen Über­blick dar­über geben, wel­che Maß­nah­men bis­her umge­setzt wur­den und wel­che Pro­ble­me und Her­aus­for­de­run­gen bestehen. Außer­dem soll er den Mit­tel­be­darf der nächs­ten Jah­re für die Digi­ta­li­sie­rung erläu­tern und die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Struk­tu­ren und die Kom­pe­tenz­ver­tei­lung in der Ver­wal­tung beleuchten.

„Die Digi­ta­li­sie­rung der Stadt­ver­wal­tung Bam­berg ist eine wich­ti­ge Auf­ga­be der nächs­ten Jah­re, um die Effi­zi­enz und Ser­vice­qua­li­tät der Ver­wal­tung sicher­zu­stel­len und den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein zeit­ge­mä­ßes Ange­bot bie­ten zu kön­nen“, sagt Hans-Gün­ter Brün­ker, Spre­cher der Aus­schuss­ge­mein­schaft. „Des­halb for­dern wir die Stadt Bam­berg auf, die­sen Weg gemein­sam mit dem Stadt­rat zu gehen, denn nur so kön­nen wir errei­chen, dass die not­wen­di­gen Mit­tel zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, um die Digi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung voranzutreiben.“

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