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Digitalisierung

Alle sind ein­ge­la­den, Ideen einzubringen

Wie soll die Bam­berg-App wei­ter­ent­wi­ckelt werden?

Seit 1. April steht die Bam­berg-App zum Down­load bereit. Jetzt sind alle ein­ge­la­den, Ideen ein­zu­brin­gen, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Nach nur ein­ein­halb Mona­ten haben bereits rund 2000 Per­so­nen die Bam­berg-App auf ihren Smart­phones instal­liert und haben ers­te Ein­drü­cke gesam­melt. Nun bit­tet das Pro­gramm Smart City um Rück­mel­dung zu den Inhal­ten und den Funk­tio­nen der App: Was gefällt gut, was fehlt? Wie leicht fällt die Nut­zung und durch was wird sie viel­leicht erschwert? Was soll­te bei der Wei­ter­ent­wick­lung unbe­dingt berück­sich­tigt wer­den und warum?

Wer sich ger­ne ein­brin­gen will, kann bis zum 21. Juni 2026 zwei Betei­li­gungs­for­ma­te nut­zen: zum einen eine Online-Umfra­ge, zum ande­ren ein Dis­kus­si­ons­fo­rum auf der städ­ti­schen Betei­li­gungs­platt­form www.bamberg-gestalten.de. Die Online-Umfra­ge besteht aus 26 Fra­gen und lässt sich in unter zehn Minu­ten bewäl­ti­gen. Sie kann ohne Anmel­dung und auf Wunsch anonym aus­ge­füllt werden.

Die Teil­nah­me an der Dis­kus­si­on erfor­dert zunächst eine Anmel­dung bis zum 1. Juni 2026. Vor dem Start am 8. Juni 2026 erhal­ten alle Ange­mel­de­ten per E‑Mail einen Ein­la­dungs­link zu einer geschlos­se­nen Grup­pe auf bam­berg-gestal­ten. Für den Bei­tritt ist eine Regis­trie­rung auf bam­berg-gestal­ten nötig.


Dop­pel­ter Nut­zen der Gruppendiskussion

Die Dis­kus­si­on auf bam­berg-gestal­ten dient einem wei­te­ren Zweck: Im Rah­men des EU-Pro­jekts „AI4Deliberation“ soll getes­tet wer­den, inwie­fern Künst­li­che Intel­li­genz Betei­li­gungs­pro­zes­se ver­ein­fa­chen und unter­stüt­zen kann. Eine KI soll hier­für The­men und Dis­kus­sio­nen zusam­men­fas­sen, damit die Men­schen schnell einen Über­blick über die Betei­li­gungs­pro­zes­se bekom­men. Außer­dem soll sie unan­ge­mes­se­ne Spra­che erken­nen und fil­tern. Die Dis­kus­si­on auf bam­berg-gestal­ten bie­tet einen ers­ten Test­lauf für das Projekt.


Teil­neh­men lohnt sich

Abge­se­hen von der Mög­lich­keit, die Wei­ter­ent­wick­lung der Bam­berg-App mit­zu­ge­stal­ten, lockt auch noch ein Gewinn: Unter allen Teil­neh­men­den der Umfra­ge bezie­hungs­wei­se der Grup­pen­dis­kus­si­on wird je ein Bam­berg-Gut­schein über 30 Euro ver­lost. Für die Teil­nah­me muss dann bei der Umfra­ge frei­wil­lig eine E‑Mail-Adres­se ange­ge­ben wer­den. Die Gewin­ne­rin­nen oder der Gewin­ner wer­den Anfang Juli benachrichtigt.

Hier geht es direkt zur Umfra­ge bezie­hungs­wei­se zur Anmel­dung zur Dis­kus­si­on: https://bamberg-gestalten.de/smart-city-bamberg-app

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­jek­ten Bam­berg-App und AI4Deliberation unter: https://smartcity.bamberg.de/projekte/

Info­ver­an­stal­tung zu drei digi­ta­len Anwendungen

Smart infor­miert auf dem Maxplatz

Der Schrift­zug auf dem leuch­tend-bun­ten Stadt­bus auf dem Max­platz gab ers­te Hin­wei­se: „Gemein­sam machen wir Bam­berg smart.“ Vor der Kulis­se die­ses Bus­ses wur­den drei neue Anwen­dun­gen von Smart City Bam­berg auf dem Max­platz prä­sen­tiert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Viel­leicht kam der Spruch der einen oder dem ande­ren bereits bekannt vor, dient er doch seit über fünf Jah­ren als Slo­gan des Pro­gramms Smart City der Stadt Bam­berg. Hier wer­den im Rah­men des Bun­des­för­der­pro­gramms „Modell­pro­jek­te Smart Cities“ digi­ta­le Anwen­dun­gen für Städ­te und Kom­mu­nen ent­wi­ckelt.  Am 1. April 2026 erreich­te Smart City Bam­berg gleich drei Mei­len­stei­ne – und die­se wur­de auf dem Max­platz präsentiert.

Vor der Kulis­se des Stadt­bus­ses in den Far­ben von Smart City Bam­berg fand eine Info­ver­an­stal­tung zu drei digi­ta­len Anwen­dun­gen statt, die an die­sem Tag ver­öf­fent­licht wur­den: die Bam­berg-App, die Enga­ge­ment­platt­form „Bamberg-Miteinander.de“ und die Raum- und Mate­ri­al­platt­form „Bam­Börs­la“. An drei Stän­den stan­den Mit­ar­bei­ten­de bereit, um über die Anwen­dun­gen zu infor­mie­ren, Fra­gen zu beant­wor­ten und sie auf Lap­top und Han­dy direkt zu präsentieren.

Zwi­schen 13 und 18 Uhr kamen rund 120 Per­so­nen an die Stän­de, davon etwa 70 Erwach­se­ne, die mehr wis­sen woll­ten. In den Gesprä­chen wur­de schnell klar, dass die Anwen­dun­gen gefragt sind: Ob die Bün­de­lung nütz­li­cher Infor­ma­tio­nen in der Bam­berg-App, die digi­ta­le Koor­di­na­ti­on von ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment auf Bamberg-Miteinander.de, oder das Aus- und Ver­lei­hen unge­nutz­ter Din­ge oder leer­ste­hen­der Räu­me – (min­des­tens) eines die­ser drei The­men stieß immer auf Interesse.

Anwen­dun­gen ab sofort nutzbar

Alle drei Anwen­dun­gen kön­nen seit dem 1. April 2026 kos­ten­los genutzt wer­den. Die Bam­berg-App kann ent­we­der in den gän­gi­gen App-Stores auf das eige­ne Mobil­te­le­fon her­un­ter­ge­la­den oder im Brow­ser unter www.app.bamberg.de auf­ge­ru­fen wer­den. Die Enga­ge­ment­platt­form steht unter www.bamberg-miteinander.de und die Raum- und Mate­ri­al­platt­form unter www.bamboersla.bamberg.de zur Verfügung.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind außer­dem unter www.smartcity.bamberg.de zu finden.

Ab April 2026 ste­hen neue Apps bereit

Drei Lösun­gen für ein smar­tes Bamberg

Jetzt wird „Smart City“ für alle Men­schen in Bam­berg greif­bar. Mit der Bam­berg-App sowie einer Enga­ge­ment- und einer Res­sour­cen-Platt­form star­tet das Digi­ta­li­sie­rungs­pro­gramm der Stadt Bam­berg im April rich­tig durch, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die digi­ta­len Anwen­dun­gen für Smart­phone und Inter­net­brow­ser wur­den seit April 2023 ent­wi­ckelt. Sie ent­stan­den im Rah­men des För­der­pro­gramms „Modell­pro­jek­te Smart Cities“ des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bau­we­sen. „Ob Pri­vat­per­son, Kul­tur­sze­ne, Ver­ein oder neu gegrün­de­te Initia­ti­ve: Vie­le wer­den von den inno­va­ti­ven Anwen­dun­gen pro­fi­tie­ren“, erklärt Digi­ta­li­sie­rungs­re­fe­rent Dr. Ste­fan Goller.

Den offi­zi­el­len Start­schuss gab es am Don­ners­tag, 26. März 2026, im Stadt:Raum, als Dr. Gol­ler, Smart-City-Pro­gramm­lei­ter Sascha Götz und Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner die drei Anwen­dun­gen sym­bo­lisch in Betrieb nah­men. „Dank Smart City sind hier ganz her­vor­ra­gen­de digi­ta­le Lösun­gen ent­stan­den. Ich kann nur jedem Men­schen in Bam­berg emp­feh­len, die­se selbst ein­mal aus­zu­pro­bie­ren“, erklär­te Metz­ner bei die­sem Termin.


Die Bam­berg-App – Unse­re Stadt auf einen Blick

Eine zen­tra­le Anwen­dung, die digi­ta­le Ser­vices der Stadt­ver­wal­tung und nütz­li­che Infor­ma­tio­nen zum Leben in Bam­berg bün­delt. Die Bam­berg-App lässt sich per­so­na­li­sie­ren, sodass sie nur das anzeigt, was den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern wich­tig ist, bei­spiels­wei­se Neu­ig­kei­ten aus dem Rat­haus, Ent­sor­gungs­ter­mi­ne für die eige­ne Adres­se oder Ver­an­stal­tun­gen. „Von vie­len wur­de eine sol­che Stadt-App gefor­dert, nun gibt es sie end­lich“, freut sich Sascha Götz. „Die Bam­berg-App hat viel zu bie­ten! Ein beson­de­res High­light ist die Funk­ti­on ‚Dein Bam­berg‘: Eine Kar­te, in die die Men­schen Geheim­tipps ein­tra­gen kön­nen. Ob Wickel­platz oder bar­rie­re­freie Toi­let­te, Hoff­loh­markt oder Stra­ßen­kon­zert, eine Bank im Grü­nen oder Schlittenwiese!“


Bamberg-Miteinander.de – Dei­ne Platt­form zum Mitwirken

Enga­ge­ment in Bam­berg zu stär­ken, dar­um geht es bei Bamberg-Miteinander.de. Die Platt­form ermög­licht Ver­ei­nen und Initia­ti­ven, sich zu prä­sen­tie­ren und von denen gefun­den zu wer­den, die sich ger­ne enga­gie­ren wür­den. Ein Mit­wirk-O-Mat hilft Unent­schlos­se­nen dabei, die pas­sen­de Grup­pe für sich zu fin­den. Auch kön­nen neue Grup­pen gegrün­det wer­den, um sich gemein­sam für etwas ein­zu­set­zen. Zudem bie­tet Bamberg-Miteinander.de nütz­li­che Werk­zeu­ge zur Zusam­men­ar­beit, unter ande­rem Chats und Video­kon­fe­ren­zen, das Tei­len und gemein­sa­me Bear­bei­ten von Doku­men­ten oder auch eine Funk­ti­on für Pro­jekt­ma­nage­ment. „Statt schwe­rer Ord­ner­samm­lun­gen, unüber­sicht­li­cher E‑Mail-Abspra­chen oder unsi­che­rer Mes­sen­ger­diens­te bie­tet Bamberg-Miteinander.de eine zen­tra­le, siche­re Arbeits­um­ge­bung“, erklärt Micha­el Mem­mel, Pro­jekt­lei­ter und Lei­ter des Amts für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit. „Dort kön­nen die Akti­vi­tä­ten der Grup­pe best­mög­lich koor­di­niert werden!“


Bam­Börs­la – Mit­ein­an­der tei­len in Bamberg

Bei der Raum- und Mate­ri­al­platt­form Bam­Börs­la geht es nicht um Kauf und Ver­kauf, son­dern um tem­po­rä­res Tei­len, Gemein­schaft und ein leben­di­ges Bam­berg. Die leer­ste­hen­de Laden­flä­che, die zwi­schen­zeit­lich als Pop-Up Gale­rie oder Kurs­raum umge­nutzt wird. Das Ver­eins­heim, das für Pri­vat­fei­ern oder Ver­an­stal­tun­gen gebucht wird. Die Audio­an­la­ge, die für das Bene­fiz­kon­zert aus­ge­lie­hen wird. Oder die spe­zi­el­le Säge, die der Hob­by-Hand­wer­ker für ein Pro­jekt borgt. „Die Bei­spie­le, wer wie vom Bam­Börs­la pro­fi­tie­ren kann, sind gren­zen­los“, meint Anni­ka Hoff­mann, Pro­jekt­lei­te­rin im Amt für Inklu­si­on, „Vie­les, das nur punk­tu­ell gebraucht wird, gibt es schon und ver­staubt unge­nutzt im Kel­ler. Auch Räu­me ste­hen leer, obwohl gera­de die Ehren­amts- und Kul­tur­sze­ne sie drin­gend benö­ti­gen wür­den. Hier bringt das Bam­Börs­la Bedarf und Vor­han­de­nes, also Ange­bot und Nach­fra­ge zusammen!“


Erfol­ge zuneh­mend sichtbar

Die Anwen­dun­gen wur­den nicht als fer­ti­ge Lösun­gen kom­mer­zi­el­ler Anbie­ter ein­ge­kauft, son­dern in Open Source ent­wi­ckelt. Das bedeu­tet, dass der Code ver­öf­fent­licht wird, sodass ande­re ihn nut­zen oder auch wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen. Durch den Ein­satz die­ser Anwen­dun­gen wer­den Kom­mu­nen wie Bam­berg unab­hän­gi­ger von teu­ren Lizenz­pro­duk­ten und kön­nen die Sicher­heit ihrer Daten selbst im Blick behal­ten. „Ich habe das Pro­gramm Smart City mit auf den Weg gebracht und stets unter­stützt, weil ich des­sen Wert erkannt habe“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, „für ande­re Kom­mu­nen, die die­se Lösun­gen bei sich ein­set­zen kön­nen, aber allen vor­an für die Bam­ber­ger Stadt­ge­sell­schaft. Es ist toll, dass die Früch­te die­ser Arbeit zuneh­mend für alle sicht­bar und spür­bar werden!“

Dabei sind die im April ver­öf­fent­lich­ten Platt­for­men Bam­berg-App, Bamberg-Miteinander.de und das Bam­Börs­la nicht die ein­zi­gen Erfol­ge, die das Pro­gramm Smart City Bam­berg ver­zeich­nen darf: Schon im Juni 2025 wur­de das Feri­en­por­tal des Jugend­amts von Grund auf neu gebaut und opti­miert. Auch die Bam­Boards, inter­ak­ti­ve Bild­schirm­s­te­len, wur­den bereits 2023 in einer ers­ten Ver­si­on umge­setzt, dann wei­ter­ent­wi­ckelt und bie­ten nun an mitt­ler­wei­le zehn Stand­or­ten schnel­len Zugang zu nütz­li­chen Infor­ma­tio­nen. In den kom­men­den ein­ein­halb Jah­ren wer­den noch wei­te­re, span­nen­de digi­ta­le Lösun­gen fol­gen. Mehr Infor­ma­tio­nen sind zu fin­den unter www.smartcity.bamberg.de


Info­ver­an­stal­tung

Am 1. April 2026 fin­det zwi­schen 13 und 18 Uhr eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zu den drei Anwen­dun­gen auf dem Max­platz statt. An drei Stän­den ste­hen Mit­ar­bei­ten­de vom Pro­gramm Smart City bereit, um Fra­gen zu den Anwen­dun­gen beant­wor­ten oder die­se direkt am Lap­top oder Han­dy vorzustellen.

vbw-Kon­gress „Moder­ner Staat und Bürokratieabbau“

vbw for­dert Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten in 2026

Auf einem Kon­gress der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. dis­ku­tier­ten Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft über den Fort­schritt der Bun­des­re­gie­rung bei Dere­gu­lie­rung und Digi­ta­li­sie­rung. Dabei for­der­te der vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer den Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten im Jahr 2026.

„Die über­bor­den­de Büro­kra­tie hängt unse­ren Unter­neh­men wie ein Mühl­stein um den Hals. Sie schränkt ihre inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit stark ein“, beton­te vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Der Staat müs­se sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.

Die vbw begrüßt, dass die Dring­lich­keit die­ses zen­tra­len Anlie­gens der Wirt­schaft inzwi­schen auch in Ber­lin ver­stan­den ist und sich das neu ein­ge­rich­te­te Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung auf die The­men kon­zen­triert. Bros­sardt erklär­te: „Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ hat die schwarz-rote Koali­ti­on ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg gebracht. Aber wir brau­chen wei­te­re Initia­ti­ven, um unse­re Unter­neh­men nach­hal­tig zu ent­las­ten und unse­ren Stand­ort wie­der attrak­tiv für Inves­ti­tio­nen zu machen.“

Wich­tig ist laut dem vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer aber vor allem, dass beim Büro­kra­tie­ab­bau jetzt schnell auch wirk­lich spür­ba­re Ent­las­tun­gen ein­tre­ten. Als kurz­fris­ti­ge Hand­lungs­fel­der nann­te er die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung, ein wir­kungs­vol­les Sofort­pro­gramm zur Redu­zie­rung von Doku­men­ta­ti­ons- und Mel­de­pflich­ten sowie ein Mora­to­ri­um für Sta­tis­tik­pflich­ten. „Bis Ende 2026 müs­sen min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten abge­baut sein“, for­dert Brossardt.

Dar­über hin­aus mach­te er klar, dass es nicht nur dar­um gehe, bestehen­de Büro­kra­tie abzu­bau­en. Genau­so wich­tig sei es, bei künf­ti­gen Geset­zen so wenig neue Büro­kra­tie auf­zu­bau­en wie mög­lich. „Neue Vor­ga­ben für die Wirt­schaft müs­sen viel kri­ti­scher als in der Ver­gan­gen­heit auf Sinn­haf­tig­keit und Umsetz­bar­keit hin­ter­fragt und dazu kon­se­quent Pra­xis- und Digi­tal­ch­ecks für jedes neue Geset­zes­vor­ha­ben eta­bliert werden.“

Smart-City-Pilot­pro­jekt in Bam­berg wird wei­ter ausgebaut

Digi­ta­le Sen­so­ren unter­stüt­zen Kli­ma­an­pas­sung beim Stadtgrün

In Bam­berg wird die digi­ta­le Unter­stüt­zung für kli­ma­an­ge­pass­tes Stadt­grün wei­ter aus­ge­baut. Im Okto­ber wur­den im Stadt­ge­biet zusätz­li­che digi­ta­le Sen­so­ren zur Mes­sung der Boden­feuch­te, des Stamm­durch­mes­sers und loka­ler Wet­ter­da­ten instal­liert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Damit wird das bestehen­de Sys­tem auf 39 Mess­punk­te erwei­tert. Die Mess­stel­len erfas­sen kon­ti­nu­ier­lich Daten zu Boden­feuch­te, Tem­pe­ra­tur, Wind­ge­schwin­dig­keit und Baum­wachs­tum, die anschlie­ßend in digi­ta­le Model­le ein­flie­ßen. Auf die­ser Grund­la­ge kön­nen Bewäs­se­rungs­maß­nah­men bedarfs­ge­recht und res­sour­cen­scho­nend geplant wer­den, sodass Was­ser­ver­brauch, Trans­port­auf­wand und Pfle­ge­kos­ten redu­ziert werden.

„Mit der neu­en Sen­so­rik erhal­ten wir erst­mals einen detail­lier­ten Ein­blick, wie sich Boden­feuch­te, Baum­wachs­tum und Wit­te­rung an unse­ren Stand­or­ten gegen­sei­tig beein­flus­sen. Das hilft uns, Bewäs­se­rung und Pfle­ge noch ziel­ge­rich­te­ter zu steu­ern“, erklärt Micha­el Weber, der bei Bam­berg Ser­vice für die Baum­pfle­ge zustän­dig ist.

Die Sen­so­ren wur­den im Rah­men des Pro­jekts BaK­IM beschafft, in wel­chem Baum­be­stän­de mit Droh­nen beflo­gen wer­den. Aus den gesam­mel­ten Daten wer­den mit Hil­fe ver­schie­de­ner Metho­den der Künst­li­chen Intel­li­genz detail­lier­te Infor­ma­tio­nen zu Anzahl, Art und Gesund­heit der über­flo­ge­nen Bäu­me in Stadt und Forst gewon­nen. Die Sen­so­ren hel­fen, die Vor­her­sa­gen der in BaK­IM ein­ge­setz­ten Metho­den der Künst­li­chen Intel­li­genz zu kon­trol­lie­ren und lang­fris­tig zu verbessern.

Die Sen­so­rik und App, die in Bam­berg zum Ein­satz kom­men, wur­den ursprüng­lich im För­der­pro­jekt „Stadt­Grün­Di­gi­tal“ der Stadt Erlan­gen ent­wi­ckelt. Sie ergän­zen die in Bam­berg bereits ein­ge­setz­ten Werk­zeu­ge So ist neben den bestehen­den drei Wet­ter­sta­tio­nen eine wei­te­re in Vor­be­rei­tung. Und auch die Den­d­ro­me­ter-Mes­sun­gen, mit denen die Ent­wick­lung von Umfang und Höhe von Bäu­men gemes­sen wer­den kön­nen, baut Bam­berg wei­ter aus Zu den vier bereits instal­lier­ten Gerä­ten kom­men dem­nächst noch drei wei­te­re hinzu.

„All die­se Tech­nik wird uns im Som­mer­halb­jahr ermög­li­chen, unse­re Bäu­me noch effi­zi­en­ter und res­sour­cen­scho­nen­der zu bewäs­sern. Wir kön­nen geziel­ter han­deln, Was­ser und Arbeits­zeit spa­ren und die Gesund­heit unse­rer jun­gen Stadt­bäu­me nach­hal­tig sichern“, freut sich auch Micha­el Böhm, Abtei­lungs­lei­ter für die Grün­an­la­gen und Fried­hö­fe bei Bam­berg Service.

Und auch das Pro­gramm Smart City Bam­berg pro­fi­tiert. „Durch den Erfah­rungs­aus­tausch und die Über­tra­gung der Lösung aus Erlan­gen kön­nen wir Kos­ten spa­ren und so noch mehr Nut­zen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus dem Bud­get der Smart City Bam­berg zie­hen“, ergänzt Sascha Götz, der Pro­gramm­lei­ter von Smart Bamberg.


Die Pro­jek­te

BaK­IM und Stadt­Grün­Di­gi­tal wer­den in der För­der­li­nie Kom­mu­nal­Di­gi­tal! des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les geför­dert. Der enge Aus­tausch ent­stand durch die Ver­net­zungs­for­ma­te die Bay­ern Inno­va­tiv inner­halb der För­de­rung koor­di­nier­te. Die Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät-Erlan­gen-Nürn­berg (FAU) und der Lehr­stuhl für Kogni­ti­ve Sys­te­me an der Uni­ver­si­tät Bam­berg ent­wi­ckel­ten in den jewei­li­gen Pro­jek­ten die neu­en Lösun­gen. Seit Janu­ar 2025 wird die Wei­ter­ent­wick­lung von BaK­IM im Pro­gramm Smart City Bam­berg der Stadt fort­ge­führt. Geför­dert wird Smart City Bam­berg in der För­der­li­nie Modell­pro­jek­te Smart City vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bauwesen

vbw begrüßt res­sort­über­grei­fen­den Ansatz zur Ent­las­tung der Wirtschaft

Bros­sardt „Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Bun­des­re­gie­rung dranbleiben!“

„Die schwarz-rote Koali­ti­on hat beim Büro­kra­tie­ab­bau die Zei­chen der Zeit erkannt. Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ bringt sie ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg, mit denen sie den über­fäl­li­gen Büro­kra­tie­ab­bau res­sort­über­grei­fend ange­hen und die Digi­ta­li­sie­rung end­lich vor­an­trei­ben will“, erklärt der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V., Bert­ram Bros­sardt, im Nach­gang der Kabi­netts­sit­zung mit dem Schwer­punkt Büro­kra­tie­rück­bau in der ver­gan­ge­nen Woche.

Das sei ein Anfang, die Rich­tung stim­me. Neben der schnel­len Umset­zung der ange­sto­ße­nen Geset­zes­ver­fah­ren brau­che es wei­te­re Initia­ti­ven, um Unter­neh­men am Stand­ort deut­lich und nach­hal­tig zu ent­las­ten und zu unter­stüt­zen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss an dem wich­ti­gen The­ma dranbleiben!“

Bros­sardt betont, anhal­ten­de glo­ba­le Kri­sen, ver­stärk­ter Pro­tek­tio­nis­mus, die vor­an­schrei­ten­de De-Indus­tria­li­sie­rung in Deutsch­land und eine schwä­cheln­de Nach­fra­ge in vie­len Bran­chen und Märk­ten stell­ten Unter­neh­men schon seit län­ge­rem vor enor­me Her­aus­for­de­run­gen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss alles dafür tun, die Rah­men­be­din­gun­gen am Stand­ort aktiv wirt­schafts­freund­li­cher und wett­be­werbs­fä­hi­ger zu gestal­ten. Die Wirt­schaft trägt seit Jah­ren schwer an über­bor­den­den büro­kra­ti­schen Ver­pflich­tun­gen und einer zu lang­sam vor­an­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung. Der Staat muss sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.“

In die­sem Zusam­men­hang bewer­tet der vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer posi­tiv, dass sich das Bun­des­ka­bi­nett über Eck­punk­te zum Auf­bau einer Work-and-Stay-Agen­tur ver­stän­digt hat, um die Inte­gra­ti­on von Fach­kräf­ten aus dem Aus­land in den deut­schen Arbeits­markt zu ver­bes­sern. „Die Unter­neh­men in Bund und Frei­staat sind auf gut qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te aus dem Aus­land ange­wie­sen. Dar­um müs­sen wir zügig und beherzt Hür­den abbau­en, die ihnen den Weg in den Arbeits­markt erschwe­ren“, sagt Bros­sardt. Auch das Geset­zes­vor­ha­ben zur Erhö­hung von Schwel­len­wer­ten zur Bestel­lung von Sicher­heits­be­auf­trag­ten unter­stützt die vbw „Unter­neh­men gehen sehr ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit mög­li­chen Gefah­ren für die Gesund­heit ihrer Mit­ar­bei­ten­den um. Die geplan­te Locke­rung der Vor­ga­ben, wie vie­le Sicher­heits­be­auf­trag­te Geschäfts­füh­rer von Klein- und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men bestel­len müs­sen, um ihren gesetz­li­chen Ver­pflich­tun­gen nach­zu­kom­men, ver­schafft ihnen mehr Fle­xi­bi­li­tät“, so Bros­sardt abschließend.

Ver­an­stal­tungs­rei­he hat vie­le Men­schen in den Stadt­tei­len erreicht

Smart im Quar­tier: Wie Digi­ta­li­sie­rung jen­seits des Stadt­zen­trums ankommt

Im Som­mer 2024 ent­stand eine Idee: Smart City Bam­berg soll­te nicht nur im Stadt­zen­trum, son­dern auch in den ver­schie­de­nen Stadt­tei­len erleb­bar wer­den – die Smar­te Woche war gebo­ren! Den Auf­takt mach­te Bam­berg-Süd­west im März 2025, im Juni folg­te dann Bam­berg-Ost. Mit der drit­ten Smar­ten Woche vom 20. bis 24. Okto­ber in der Gereuth und Wun­der­burg hat die­se Ver­an­stal­tungs­rei­he nun ein Ende gefun­den. Die Stadt Bam­berg blickt zurück und fragt, was bleibt.

Ziel der Smar­ten Wochen war nicht nur, die Pro­jek­te von Smart City Bam­berg zu den Men­schen zu brin­gen. Es galt viel­mehr, Ange­bo­te zu schaf­fen, sich mit Digi­ta­li­sie­rung an sich aus­ein­an­der­zu­set­zen. So soll­ten even­tu­el­le Hem­mun­gen und Vor­be­hal­te abge­baut und gezeigt wer­den, dass Digi­ta­li­sie­rung, wenn sie klug ein­ge­setzt wird, vie­le Vor­tei­le mit sich bringt. Dass sie uns im All­tag schon jetzt an vie­len Stel­len, auch unbe­wusst, umgibt. Und dass sie den Aller­meis­ten nüt­zen kann, direkt und indirekt.


Ein bun­tes Pro­gramm für ver­schie­de­ne Zielgruppen

Zusam­men mit Part­ner­ein­rich­tun­gen vor Ort, allen vor­an den Stadt­teil­bü­ros und Jugend­zen­tren, wur­de für jede Smar­te Woche ein eige­nes Pro­gramm ent­wi­ckelt. Die­ses bezog zum einen bestehen­de For­ma­te vor Ort ein, wel­che Smart City Bam­berg mit digi­ta­len Inhal­ten bespiel­te. Zum ande­ren gab es Pro­gramm­punk­te, die eigens für die Smar­ten Wochen ange­bo­ten wur­den. Es ent­stand ein Pro­gramm, das ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen adres­sier­te, für Jung und Alt und alles dazwischen!

So gab es bei allen Smar­ten Wochen bei­spiels­wei­se Gedächt­nis­trai­nings für die älte­re Gene­ra­ti­on, span­nen­de Tech­nik-Work­shops bei den Kin­der- und Jugend­treffs sowie infor­ma­ti­ve Pro­jekt­vor­stel­lun­gen und jeweils einen Smart Talk, die bewähr­te Podi­ums­dis­kus­si­on zu digi­ta­len Fragestellungen.


Über 500 Teil­neh­men­de bei den Smar­ten Wochen

Für das Pro­gramm Smart City Bam­berg waren die Smar­ten Wochen ein gro­ßer Erfolg! Ins­ge­samt kamen 501 Teil­neh­men­de zu den Smar­ten Wochen: 153 nach Süd­west, 209 nach Ost und 139 in die Gereuth-Wun­der­burg. Im direk­ten Gespräch mit den Besu­che­rin­nen und Besu­chern konn­ten vie­le Fra­gen geklärt, aber auch Beden­ken geteilt und mit­un­ter abge­baut wer­den. Es wur­de über die Bedürf­nis­se nach Daten­schutz, einen gesun­den Umgang mit digi­ta­len und sozia­len Medi­en oder auch die Bedeu­tung von Digi­ta­li­sie­rung im Gesund­heits­we­sen dis­ku­tiert. Gleich­zei­tig wur­de der Nut­zen eines Digi­ta­len Zwil­lings für den Erhalt Bam­bergs oder einer Künst­li­chen Intel­li­genz für die Pfle­ge der Bam­ber­ger Baum­be­stän­de für vie­le ver­ständ­li­cher. Die Bam­berg-App und die Enga­ge­ment-Platt­form „Bam­berg-Mit­ein­an­der“ beka­men beson­de­re Auf­merk­sam­keit, sind sie doch die Pro­jek­te, die im Früh­jahr 2026 für die Men­schen in Bam­berg bereit­ge­stellt werden.


Smar­te Wochen 2025 – was bleibt?

Die Smar­ten Wochen 2025 haben gezeigt, dass die Infor­ma­tio­nen und der Aus­tausch zu Digi­ta­li­sie­rung flä­chen­de­ckend statt­fin­den müs­sen. Es gilt, Men­schen in ganz Bam­berg dazu abzu­ho­len, und das nicht (nur) im Stadt­zen­trum, son­dern dort, wo sie leben. Auch wenn zunächst kei­ne wei­te­ren Smar­ten Wochen mehr geplant sind, sol­len auch in Zukunft Infor­ma­ti­ons- und Betei­li­gungs­ver­an­stal­tun­gen zu Smart City Bam­berg in den ver­schie­de­nen Stadt­tei­len statt­fin­den. Infor­ma­tio­nen dazu sind hier zu fin­den. 

Ange­bo­te rund ums The­ma Digitalisierung

Smar­te Woche in der Gereuth und in der Wunderburg

Nach den smar­ten Wochen Südwest/​Babenberger Vier­tel (März 2025) und Bam­berg-Ost (Juni 2025) sind nun vom 20. bis 24. Okto­ber 2025 die Stadt­tei­le Gereuth und Wun­der­burg an der Rei­he, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Wie­der ein­mal lockt ein bun­tes Pro­gramm, das dazu ein­lädt, Digi­ta­li­sie­rung zu ent­de­cken und zu erle­ben, und auch mehr über die Pro­jek­te von Smart City Bam­berg zu erfah­ren. Bei den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen im Quar­tiers­bü­ro am Ula­nen­park, dem Bür­ger­haus im Ros­ma­rin­weg und der Bas­KID­hall ist für jeden etwas dabei.

Die fei­er­li­che Eröff­nung fin­det am Mon­tag, 20.10.2025, zwi­schen 16 und 18 Uhr vor dem Quar­tiers­bü­ro am Ula­nen­park statt. Bei einem Heiß­ge­tränk kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher nicht nur her­aus­fin­den, was es mit Smart City Bam­berg auf sich hat, son­dern auch die bei­den Pro­jek­te „Bam­berg-App“ und die „Enga­ge­ment-Platt­form“ in einem ers­ten Pro­to­typ direkt aus­pro­bie­ren. Auch für die Klei­nen wird etwas gebo­ten: es war­ten ver­schie­de­ne Spiel­sta­tio­nen, an denen es auch etwas zu gewin­nen gibt.

Die rest­li­che Woche über besu­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Smart City Bam­berg ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen im Quar­tier, um den Men­schen Digi­ta­li­sie­rung näher zu brin­gen und ihnen viel­leicht auch die Scheu davor zu neh­men. Spie­le­ri­sches Gedächt­nis­trai­ning und locke­re Gesprä­che im Senio­ren­ca­fé bie­ten Raum und Zeit für kri­ti­sche Fra­gen und Infor­ma­tio­nen dar­über, wie die Smart-City-Pro­jek­te Nut­zen für Bam­berg schaf­fen können.


Smart Talk und For­ma­te für Kin­der und Jugendliche

Bei einem Smart Talk, der seit acht Semes­tern bewähr­ten Podi­ums­dis­kus­si­on zu digi­ta­len Fra­ge­stel­lun­gen, soll es dann dar­um gehen, wie Digi­ta­li­sie­rung bei der Pfle­ge von an Demenz erkrank­ten Men­schen hel­fen kann. Außer­dem fin­den gleich zwei span­nen­de For­ma­te für Kin­der und Jugend­li­che statt: beim Jugend­treff kön­nen Figu­ren gesprayt und per K.I. zum digi­ta­len Leben erweckt wer­den, und beim Kids‘ Treff kön­nen die Teil­neh­men­den ihre tech­ni­schen Fähig­kei­ten spie­le­risch ent­de­cken und ausbauen.

Den krö­nen­den Abschluss der Smar­ten Woche bil­det ein Fahr­rad­ki­no, das Kino­er­leb­nis der beson­de­ren Art: immer im Wech­sel betrei­ben zwei bis drei Gäs­te die Film­vor­füh­rung durch die eige­ne Kör­per­kraft, in dem sie kräf­tig in die Peda­le tre­ten. Gezeigt wird eine Aus­wahl an Fil­men der Bam­ber­ger Kurzfilmtage.

Nähe­res zum Pro­gramm, den Uhr­zei­ten und Ver­an­stal­tungs­or­ten ist auf www.smartcity.bamberg.de/veranstaltungen zu finden.

Die zwei­te Smar­te Woche ist vorbei

Ein bun­tes Pro­gramm mach­te Digi­ta­li­sie­rung in Bam­berg-Ost erlebbar

Nach­dem Ende März die ers­te Smar­te Woche in Bam­berg Süd­west ein vol­ler Erfolg war, kam nun auch Bam­berg-Ost in den Genuss die­ser Ver­an­stal­tungs­rei­he, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Fünf Tage lang konn­ten sich Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner des Stadt­teils über ver­schie­de­ne Aspek­te von Digi­ta­li­sie­rung infor­mie­ren und dazu aus­tau­schen. Zusam­men mit Ein­rich­tun­gen vor Ort, näm­lich dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Kän­gu­ruh, dem Fami­li­en­treff Löwen­zahn und dem Quar­tiers­bü­ro am Tivo­lischlöss­chen, gestal­te­te Smart City Bam­berg das Programm.

Star­kem Wind und Nie­sel­re­gen zum Trotz fan­den sich bei der Eröff­nung vor dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Kän­gu­ruh über den Nach­mit­tag ver­teilt gut 25 Per­so­nen ein. Nach der Begrü­ßung durch den Refe­ren­ten für Wirt­schaft, Betei­li­gun­gen und Digi­ta­li­sie­rung, Dr. Ste­fan Gol­ler, erklär­te der Pro­gramm­lei­ter Sascha Götz, war­um Bam­berg vom Pro­gramm Smart City nur pro­fi­tie­ren kann: „Wir schaf­fen Lösun­gen, die einen wirk­li­chen Mehr­wert für Bam­berg brin­gen! Ob das nun die Bam­berg-App ist, über die die Men­schen in Bam­berg ein­fach und unkom­pli­ziert die für sie wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Oder der Digi­ta­le Zwil­ling, der dabei hilft, das ein­zig­ar­ti­ge Welt­erbe zu bewah­ren und mehr dar­über zu erfah­ren. Oder unser Droh­nen­pro­jekt BaK­IM, das Forst- und Grün­flä­chen­mit­ar­bei­ten­de dabei unter­stützt, die Baum­be­stän­de zu bewah­ren. Direkt oder indi­rekt wird jeder in Bam­berg etwas davon haben!“

Anschlie­ßend konn­ten sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu Smart City Bam­berg und den Pro­jek­ten „Bam­berg-App“ und „Hier & Jetzt“ aus­tau­schen. Auch Unter­hal­tung für die Klei­nen war gebo­ten und bei Eis, Geträn­ken und Gebäck ließ es sich trotz des Wet­ters gut aushalten.


Viel­sei­ti­ges Pro­gramm für ver­schie­de­ne Interessensgruppen

Wie auch bei der Smar­ten Woche in Süd­west wur­de auch die­ses Mal dar­auf­ge­setzt, vor allem bestehen­de Ange­bo­te zu nut­zen und mit digi­ta­len Inhal­ten zu bespie­len. Höhe­punk­te waren erneut die inno­va­ti­ven und span­nen­den Work­shops für Kin­der und Jugend­li­che. So konn­ten im Rah­men des Jugend­treffs am Diens­tag Figu­ren auf Plat­ten gesprüht wer­den, die anschlie­ßend mit­tels einer Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) ani­miert wur­den. So wur­de allen klar, wie Tech­nik und auch KI Krea­ti­vi­tät berei­chern kann! Auch nach der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung im Kän­gu­ruh lern­ten die Kin­der am Don­ners­tag Tech­nik haut­nah ken­nen und löte­ten unter Anlei­tung Schne­cken­haus-Anhän­ger mit LEDs.

Für Men­schen, die weni­ger digi­tal-affin sind, gab es gleich meh­re­re Ange­bo­te. So stan­den etwa am Diens­tag Mit­ar­bei­ten­de von Smart City Bam­berg beim Gene­ra­tio­nen­ca­fé im Löwen­zahn bereit, über das Pro­gramm zu infor­mie­ren. Am sel­ben Tag wur­de das For­mat „Fit im Kopf“ im Tivo­lischlöss­chen dafür genutzt, sich spie­le­risch mit digi­ta­len The­men zu befas­sen und gleich­zei­tig das Gedächt­nis zu trainieren.

Am Mitt­woch bot ein Work­shop der Uni­ver­si­tät Bam­berg im Tivo­lischlöss­chen Gele­gen­heit, sich über Daten­schutz­be­stim­mun­gen aus­zu­tau­schen. Auch die Teil­neh­men­den der Eng­lisch- und Deutsch­kur­se im Kän­gu­ruh lern­ten die pas­sen­den Voka­beln, um sich über Digi­ta­li­sie­rung und Smart City zu infor­mie­ren. Und bei einer Gesprächs­run­de am Mitt­woch­abend wur­de im Löwen­zahn zusam­men über­legt, wie das Pro­jekt „Unter­stüt­zung für Men­schen mit Demenz“ auf­ge­baut sein muss, damit Ehren­amt­li­che sich dar­in engagieren.

Span­nend war auch der Smart Talk zum The­ma „Digi­ta­le (Un-) Abhän­gig­keit“ am Don­ners­tag im Löwen­zahn: Bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on teil­ten Frau Car­la Holt­gra­ve von der Sucht­be­ra­tung Bam­berg-Forch­heim und Prof. Dr. Chris­ti­an Schicha von der FAU Erlan­gen-Nürn­berg ihre Ein­schät­zun­gen zu den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen eines aus­ufern­den Digi­tal­kon­sums. Die Auf­nah­me des Smart Talks wird auf dem You­tube-Kanal von Smart City Bam­berg veröffentlicht.

Der Abschluss der Smar­ten Woche Bam­berg-Ost wur­de im Rah­men des Nach­bar­schafts­fest am Löwen­zahn began­gen: Kin­der konn­ten beim Glücks­rad klei­ne Prei­se gewin­nen oder bei einem Smart City-Memo­ry gegen­ein­an­der (oder wahl­wei­se gegen Mit­ar­bei­ten­de von Smart City) antre­ten. Erwach­se­ne konn­ten auf einer ana­lo­gen Ver­si­on des Pro­jekts „Hier & Jetzt“ ihre Geheim­tipps zu Bam­berg-Ost tei­len oder sich ein­fach nur mit dem Team zu den Pro­jek­ten austauschen.


Auch in Bam­berg-Ost kam die Smar­te Woche gut an

Ins­ge­samt kamen rund 200 Per­so­nen zu den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen. Für das Team von Smart City Bam­berg bestä­tigt das, wie wich­tig es ist, zu den Men­schen in die ver­schie­de­nen Quar­tie­re Bam­bergs zu gehen. „Wir freu­en uns immer, mit den Men­schen in Bam­berg in direk­ten Aus­tausch zu tre­ten. Die Smar­te Woche zeigt, dass da viel Gesprächs­be­darf ist – ganz gleich, wie eine Per­son zu Digi­ta­li­sie­rung steht“, so Ade­le Wecker, die die Smart Woche Ost orga­ni­siert hatte.

Das Datum für die nächs­te Smar­te Woche steht bereits fest: vom 20. bis 24. Okto­ber soll es nach Gereuth-Wun­der­burg gehen – man darf gespannt bleiben!

„Bil­dungs­er­folg mit Daten­ba­sis prüf­bar machen, Lern­zei­ten flexibilisieren“

vbw for­dert ver­bind­li­che Stan­dards für mehr Bil­dungs­qua­li­tät in Bund und Bayern

Die Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft for­dert ver­bind­li­che Stan­dards für mehr Bil­dungs­qua­li­tät in Bund und Bay­ern. Für die Ver­bes­se­rung der Bil­dungs­qua­li­tät in Bund und Frei­staat brau­che es mehr Ver­bind­lich­keit, also die abge­stimm­te, ver­ant­wor­tungs­vol­le Zusam­men­ar­beit aller Betei­lig­ten vom Staat über Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen bis zu jedem Einzelnen.

Im Bil­dungs­sys­tem müs­se jedem Akteur klar sein, wel­che Pflich­ten er zu erfül­len hat und wann Anstren­gung erfor­der­lich ist. Um Bil­dungs­er­folg über­prüf­bar zu machen, müs­sen hand­fes­te Daten erho­ben und ver­läss­li­che, ver­bind­li­che Qua­li­täts­stan­dards ein­ge­führt wer­den. Das geht aus dem aktu­el­len Gut­ach­ten „Bil­dungs­leis­tung durch mehr Ver­bind­lich­keit“ des von der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. initi­ier­ten Akti­ons­rats Bil­dung hervor.

„Deut­lich ziel­füh­ren­der als freund­li­che Unver­bind­lich­keit ist Klar­text. Denn das Pro­blem mit der Unver­bind­lich­keit ist, dass sie zu vie­les offen lässt und sie kei­ne Trans­pa­renz schafft über Erfol­ge und Miss­erfol­ge. Dar­um brau­chen wir für die lang­fris­ti­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Stand­or­tes zwin­gen­der­ma­ßen Ver­bind­lich­keit. Es muss jedem Bil­dungs­ak­teur klar sein, wel­che Pflich­ten zu erfül­len sind und wann Anstren­gung erfor­der­lich ist. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sind unse­re Fach­kräf­te von mor­gen. Wir müs­sen sie zu mehr Eigen­ver­ant­wor­tung beim Ler­nen moti­vie­ren und gleich­zei­tig dabei unter­stüt­zen, ihre Basis­kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln und zu ver­bes­sern“, mach­te vbw Prä­si­dent Wolf­ram Hatz im Rah­men der Ver­an­stal­tung klar und ergänz­te: „Momen­tan errei­chen 15 Pro­zent der Neunt­kläss­ler nicht den Min­dest­stan­dard für den ers­ten Schul­ab­schluss im Lesen. Im Frei­staat sieht die Lage mit zwölf Pro­zent etwas bes­ser aus, es herrscht aber Hand­lungs­be­darf. Oft bleibt die grund­le­gen­de Kom­pe­tenz­för­de­rung auf der Stre­cke, gleich­zei­tig feh­len ver­bind­li­che Stan­dards, um den Bil­dungs­er­folg sicher­zu­stel­len. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung hat nach dem neu­er­li­chen PISA-Schock wich­ti­ge Wei­chen gestellt. Was den Bund betrifft, soll­te der PISA-Bun­des­län­der­ver­gleich wie­der auf­ge­nom­men wer­den, um eine evi­denz­ba­sier­te Wei­ter­ent­wick­lung des Bil­dungs­sys­tems zu ermöglichen.“

Im Frei­staat tra­ge die PISA-Offen­si­ve der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung mit ver­bind­li­chen Sprach­tests ein­ein­halb Jah­re vor der Ein­schu­lung und der ver­stärk­ten För­de­rung der Kern­kom­pe­ten­zen in der Grund­schu­le bereits zu einer gestei­ger­ten Bil­dungs­qua­li­tät bei. „Aus­ge­hend davon brau­chen wir nun einen Maß­nah­men­plan, der alle wei­te­ren Bil­dungs­pha­sen sys­te­ma­tisch in den Blick nimmt. Die Hete­ro­ge­ni­tät der Ler­nen­den ist gestie­gen. Indem wir Lern­zei­ten fle­xi­bi­li­sie­ren, kön­nen wir auf unter­schied­li­che Lern­ge­schwin­dig­kei­ten bes­ser ein­ge­hen“, führ­te Hatz aus und for­dert, in dem Zuge, auch die drit­te und vier­te Klas­se sowie den Über­tritt in die wei­ter­füh­ren­den Schu­len beweg­li­cher zu gestal­ten. „Wir müs­sen sicher­stel­len, dass ein grund­le­gen­des Kom­pe­tenz­ni­veau erreicht wird. Im Zuge des demo­gra­fi­schen Wan­dels sind unse­re Unter­neh­men auf jede jun­ge Nach­wuchs­kraft ange­wie­sen. Wir kön­nen es uns nicht leis­ten, dass Kin­der und Jugend­li­che im Bil­dungs­sys­tem den Anschluss verlieren.“

Prof. em. Dr. Rudolf Tip­pelt, ehe­ma­li­ger Inha­ber des Lehr­stuhls für All­ge­mei­ne Päd­ago­gik und Bil­dungs­for­schung an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen und Mit­glied des Akti­ons­rats Bil­dung, erklär­te die Idee zum Gut­ach­ten: „Gibt es eine Erklä­rung für das Ver­sa­gen des deut­schen Bil­dungs­sys­tems trotz zahl­lo­ser Emp­feh­lun­gen und Refor­men Bemü­hun­gen? – Der Akti­ons­rat Bil­dung prüft die Hypo­the­se, ob deren Ver­bind­lich­keit und Ange­mes­sen­heit zur Ver­mei­dung von Anstren­gung und zum Erhalt von Ent­schei­dungs­spiel­räu­men igno­riert wurde.”

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