Impf­stoff darf nur noch für Zweit­imp­fun­gen genutzt werden

Baye­ri­sches Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um stoppt völ­lig uner­war­tet Erst­imp­fun­gen aller Impfzentren

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Universität Bamberg: Grafik: Pixabay
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Sowohl Land­rat Kalb als auch Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke und Bür­ger­meis­ter Glü­sen­kamp wur­den von der Nach­richt des Baye­ri­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums völ­lig über­rascht, dass ab dem mor­gi­gen Mitt­woch die Erst­imp­fun­gen aller Impf­zen­tren gestoppt wer­den, und haben unver­züg­lich für mor­gen um 8 Uhr eine Kri­sen­sit­zung mit den Ver­ant­wort­li­chen des Impf­zen­trums im Land­rats­amt anberaumt.

Der Impf­stoff darf nur noch für Zweit­imp­fun­gen genutzt werden

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb zei­gen sich ent­setzt und ver­är­gert: „Ohne Vor­war­nung wur­den die Impf­zen­tren heu­te am spä­ten Nach­mit­tag ange­wie­sen, ab mor­gen nur noch Zweit­imp­fun­gen durch­zu­füh­ren und alle geplan­ten Erst­imp­fun­gen abzu­sa­gen.“ Bay­ern­weit müss­ten Reser­ven der Impf­stof­fe der Fir­men Bio­n­Tech und Moder­na auf­ge­baut wer­den, um die erfor­der­li­chen Zweit­imp­fun­gen in den kom­men­den Wochen sicher­stel­len zu können.

OB Star­ke sprach von „feh­len­der Pro­fes­sio­na­li­tät der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung bei der Orga­ni­sa­ti­on des Impf­stoffs“. Ins­be­son­de­re rüg­te er, dass es offen­sicht­lich nicht gelun­gen sei, Erst- und Zweit­imp­fun­gen zu koor­di­nie­ren. „Seit Mona­ten küm­mern sich Stadt und Land­kreis erfolg­reich zusam­men dar­um, einen rei­bungs­lo­sen Ablauf sicher zu stel­len. Wäh­rend auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne davon gespro­chen wur­de, dass nun end­lich aus­rei­chend Impf­stoff zur Ver­fü­gung stün­de, sieht die Wirk­lich­keit vor Ort ganz anders aus.“ Land­rat Johann Kalb beton­te: „Wir alle sind bestürzt über die­se scho­ckie­ren­de Ent­wick­lung, denn wir woll­ten im Gegen­teil unse­re Impf­quo­te stei­gern und hat­ten vor, für Bam­berg Son­der­kon­tin­gen­te an Impf­stoff zu for­dern. Jetzt ist es nur noch erlaubt, Erst­imp­fun­gen durch­zu­füh­ren, um den Ver­fall von Impf­stoff zu ver­mei­den.“ Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp ergänz­te: „Seit Mit­te Dezem­ber sind wir bereit zu imp­fen, haben Impf­ka­pa­zi­tä­ten auf- und aus­ge­baut, die infol­ge der Impf­stoff­knapp­heit bis­her sel­ten aus­ge­nutzt wer­den konn­ten. Jetzt wer­den alle Impf­wil­li­gen und die Impf­zen­tren wie­der vor den Kopf gestoßen.“

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