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Corona

Coro­na

Bewoh­ne­rin einer Iso­lier­ein­heit ist mit einer Coro­na-Mutan­te infiziert

In der Regi­on Bam­berg ist am Diens­tag­abend erst­mals eine Muta­ti­on des Coro­na-Virus nach­ge­wie­sen wor­den, wie das Land­rats­amt Bam­berg und die Stadt Bam­berg mit­tei­len. Eine Bewoh­ne­rin einer Inte­rims-Ein­rich­tung der Sozi­al­stif­tung Bam­berg ist mit der erst­mals in Gar­misch-Par­ten­kir­chen fest­ge­stell­ten Vari­an­te des Virus infi­ziert. Der Frau geht es gut. Sie ist symptomfrei.

Die Coro­na-Muta­ti­on, die erst­mals in Gar­misch fest­ge­stellt wur­de, ist nach aktu­el­ler Erkennt­nis nicht mit den hoch­an­ste­cken­den England‑, Süd­afri­ka- oder Bra­si­li­en-Muta­tio­nen gleich­zu­set­zen. Den­noch tun die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen im Inter­es­se des Schut­zes der Bevöl­ke­rung alles, um eine wei­te­re Aus­brei­tung zu ver­hin­dern. Dar­auf ver­stän­dig­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen am Mitt­woch­mor­gen in einer kurz­fris­tig anbe­raum­ten Bespre­chung mit Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke.

Alle Bewoh­ner und Mit­ar­bei­ter wur­den getes­tet

Die 88-Jäh­ri­ge war vor gut einer Woche aus einem ande­ren ober­frän­ki­schen Land­kreis in die Ein­rich­tung nach Bam­berg ver­legt wor­den. In Ober­fran­ken hat ledig­lich die Sozi­al­stif­tung Bam­berg eine sol­che Inte­rims-Ein­heit, auch Zwi­schen­ein­rich­tung genannt, auf Auf­for­de­rung der Regie­rung von Ober­fran­ken ein­ge­rich­tet. Dort ver­brin­gen Infi­zier­te, die sym­ptom­frei sind aber wei­ter pfle­ge­risch ver­sorgt wer­den müs­sen, die Zeit, bis die Infek­ti­on aus­ge­stan­den ist.

Weil eine Covid-Infek­ti­on – nicht die Muta­ti­on – bei Ein­lie­fe­rung bekannt war, erfolg­te die Betreu­ung der Bewoh­ne­rin bereits von Beginn an iso­liert und durch­ge­hend unter infek­tio­lo­gi­schem Voll­schutz. Des­halb gibt es aktu­ell nach Auf­fas­sung des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen beim Land­rats­amt Bam­berg und der Sozi­al­stif­tung Bam­berg kei­nen Anhalts­punkt für eine Aus­brei­tung der seit Diens­tag, 26. Janu­ar, als Muta­ti­on iden­ti­fi­zier­ten Infek­ti­on. Den­noch wur­den am Diens­tag und Mitt­woch alle Bewoh­ner und Mit­ar­bei­ter der Ein­rich­tung auf eine Covid-Infek­ti­on getestet. 

Ärzt­li­cher Lei­ter Impf­zen­trum Bamberg

Dr. Klaus Wei­ner im Interview

Seit zwei Wochen ist der Bam­ber­ger Arzt Dr. Klaus Wei­ner der ärzt­li­che Lei­ter des Impf­zen­trums Bam­berg. Wir haben mit dem Medi­zi­ner über die täg­li­che Arbeit im Impf­zen­trum, Impf­stof­feng­päs­se und Impf­skep­sis gesprochen.

Herr Dr. Wei­ner, wie sieht Ihre täg­li­che Arbeit im Impf­zen­trum aus?

Klaus Wei­ner: Mor­gens habe ich eine kur­ze Bespre­chung zum Infor­ma­ti­ons­aus­tausch mit unse­rer Ver­wal­tungs­lei­tung über die tages­ak­tu­el­le Situa­ti­on. Wie vie­le Impf­stoff-Dosen haben wir vor­rä­tig, wie sieht die per­so­nel­le Ein­tei­lung der Teams aus, wie die anste­hen­de Ver­sor­gung sta­tio­nä­rer Ein­rich­tun­gen nach ein­ge­gan­ge­nen Mel­de­zah­len? Dann beginnt die akti­ve Betei­li­gung an der Impflo­gis­tik, mit ande­ren Wor­ten, wir imp­fen – ambu­lant oder im Zen­trum. Wei­te­re täg­li­che Auf­ga­ben bestehen in Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­chen, zum Bei­spiel über Vor­ge­hens­wei­se bei Pro­blem­imp­fun­gen. Am Abend hal­te ich wie­der mit der orga­ni­sa­to­ri­schen Lei­te­rin ein Tagesresümee.

Wie vie­le Leu­te wur­den im Bam­ber­ger Impf­zen­trum bereits geimpft?

Klaus Wei­ner: Zum 21. Janu­ar hat­ten wir über 3.000 Erst­imp­fun­gen in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und über 1.000 im Impf­zen­trum. Die Zweit­imp­fun­gen sind auch schon angelaufen.


Lie­gen Sie mit die­sen Zah­len im Plan oder hät­ten bereits mehr Leu­te geimpft wer­den können?

Klaus Wei­ner: Wir lie­gen ganz gut im Plan, wur­den zeit­wei­se aber durch Impf­stoff­ver­knap­pung und durch sehr kurz­fris­tig abge­sag­te Lie­fe­rung zuge­sag­ter – und ver­plan­ter – Dosen sozu­sa­gen ausgebremst.

Im IZ sol­len bis zu 600 Imp­fun­gen täg­lich mög­lich sein. Errei­chen Sie die­se Zahl? Ist genü­gend Impf­stoff vor­han­den oder ist auch Bam­berg von Eng­päs­sen im Nach­schub betroffen?

Dr. Klaus Wei­ner, Foto: Anna Lienhardt/​Amt für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffentlichkeitsarbeit

Klaus Wei­ner: Bei Voll­aus­las­tung aller sechs Impf­stra­ßen ist die­se Zahl rech­ne­risch im Ide­al­fall wohl denk­bar, rea­lis­tisch wür­de mei­ne Ein­schät­zung aber dar­un­ter lie­gen. Wir arbei­ten mit Men­schen, deren indi­vi­du­el­le Gege­ben­hei­ten, Ängs­te, Reak­tio­nen, Ein­schrän­kun­gen – aktu­ell imp­fen wir vie­le über 80-Jäh­ri­ge – wir zu berück­sich­ti­gen haben. Eng­päs­se gab es natür­lich, auch die Zuord­nungs­lo­gis­tik, wie die Vor­pla­nung und Bereit­stel­lung der Zweit­do­sis nach drei Wochen, bei noch unge­wis­ser Nach­lie­fe­rung, ist eine Her­aus­for­de­rung, die ein qua­si tages­ak­tu­el­les Nach­jus­tie­ren erfordert.

Wel­cher Impf­stoff wird im Bam­ber­ger IZ verwendet?

Klaus Wei­ner: Bis­lang ver­wen­den wir aus­schließ­lich den Impf­stoff von BioNTech/​Pfizer.

Lässt sich ein­schät­zen, wie aus­ge­prägt Impf­be­reit­schaft bezie­hungs­wei­se Impf­skep­sis in der Regi­on sind?

Klaus Wei­ner: Das ist schwer ein­zu­schät­zen. Wir sehen nur die Impf­wil­li­gen. In der sta­tio­nä­ren Pfle­ge ist der Anteil des impf­wil­li­gen Pfle­ge­per­so­nals aber teils noch bedrü­ckend niedrig.

Wel­che Bot­schaft wür­den Sie Impf­skep­ti­ke­rin­nen und ‑skep­ti­kern übermitteln?

Klaus Wei­ner: Infor­mie­ren Sie sich! Nut­zen Sie seriö­se Quel­len. Suchen Sie nicht nur nach Aus­sa­gen meist zwei­fel­haf­ter Kom­pe­tenz, die die eige­ne Skep­sis bestär­ken. Und im All­ge­mei­nen soll­ten die Leu­te zur Kennt­nis neh­men, dass tod- und leid­brin­gen­de Erkran­kun­gen nur durch kon­se­quen­te Impf­stra­te­gien ver­hin­dert oder sogar ganz eli­mi­niert wer­den konn­ten. Bei­spie­le hier­für sind die Pocken, Diph­te­rie, Kin­der­läh­mung, Wund­starr­krampf oder Hirn­haut­ent­zün­dung. Wir besit­zen eine schar­fe Waf­fe, die­ses Virus zu bekämp­fen: Eine wirk­sa­me und siche­re Imp­fung.
Ohne ein gewis­ses Grund­ver­trau­en in evi­denz­ba­sier­te Medi­zin wer­den wir die­se, uns alle betref­fen­de, lebens­ver­än­dern­de Pan­de­mie nicht beherr­schen. Die­ses Virus tötet, täglich.

Lie­fer­schwie­rig­kei­ten beim Impfstoff

Ab Diens­tag vor­erst kei­ne Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bamberg

Von der Ankün­di­gung, dass weni­ger Bio­n­tech-Impf­stoff als zuge­sagt gelie­fert wer­den kann, sind alle ober­frän­ki­schen Ein­rich­tun­gen betrof­fen – auch die Bam­ber­ger. Ab Diens­tag müs­sen des­halb die Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bam­berg aus­ge­setzt werden.

Die über­ra­schen­de Ankün­di­gung von Pfi­zer, dass weni­ger Bio­n­tech Impf­stoff nach Euro­pa gelie­fert wer­den kann, hat auch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf alle ober­frän­ki­schen Impf­zen­tren – auch für die Bam­ber­ger Ein­rich­tung. Die Regie­rung von Ober­fran­ken teilt mit, dass – anders als zuge­sagt – ab dem kom­men­den Diens­tag kei­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mehr im Impf­zen­trum Bam­berg geimpft wer­den kön­nen, weil der Impf­stoff fehlt. Dies betrifft rund 600 Per­so­nen. Die­se wer­den am mor­gi­gen Sonn­tag per­sön­lich durch das Impf­zen­trum Bam­berg kon­tak­tiert.

OB und Land­rat zei­gen sich ent­täuscht
„Sobald wir eine ver­bind­li­che Zusa­ge für neue Lie­fe­run­gen des Impf­stoffs haben, wer­den neue Ersatz­ter­mi­ne ver­ein­bart“, ver­spre­chen Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb in einer sofort anbe­raum­ten Sit­zung des Coro­na-Kri­sen­stabs im Impf­zen­trum Bam­berg. Star­ke und Kalb beto­nen aber, dass der Impf­stoff für all jene in Bam­berg gesi­chert sei, die schon einen Ter­min für ihre zwei­te Imp­fung ver­ein­bart haben. Die­se Ter­mi­ne für die zwei­te Imp­fung ste­hen fest und fin­den defi­ni­tiv statt.

Die für den kom­men­den Mon­tag ver­ein­bar­ten Impf­ter­mi­ne kön­nen eben­so ein­ge­hal­ten wer­den. Dies betrifft zwei Alten- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen im Land­kreis.
Der Ober­bür­ger­meis­ter und der Land­rat zei­gen sich ent­täuscht über die unter­bro­che­ne Lie­fer­ket­te: „Wir tun vor Ort unser Bes­tes und bedau­ern, dass man uns nicht mit aus­rei­chend Impf­stoff ver­sorgt.“ Sie wei­sen jedoch dar­auf hin, dass Impf­wil­li­ge sich wei­ter­hin im Impf­zen­trum regis­trie­ren las­sen kön­nen. Dies kön­ne tele­fo­nisch, per E‑Mail oder Online erfol­gen. Sobald wie­der Impf­stoff zur Ver­fü­gung steht, nimmt das Impf­zen­trum den Kon­takt zu den regis­trier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auf und ver­ein­bart den Impftermin.

Coro­na

Groß­teil der Alten- und Pfle­ge­hei­me in Stadt und Land­kreis „erst­ge­impft“

In 25 von ins­ge­samt 33 Alten- und Pfle­ge­hei­men in der Stadt Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg hat die Covi­d19-Imp­fung begon­nen. Nach aktu­el­ler Ein­schät­zung soll bis Mit­te nächs­ter Woche in allen Ein­rich­tun­gen die ers­te Imp­fung ver­ab­reicht sein.

„Es ist uns gelun­gen, bin­nen zwei­ein­halb Wochen den Groß­teil aller Alten- und Pfle­ge­hei­me in Stadt und Land­kreis Bam­berg eine ers­te Imp­fung gegen das Coro­na-Virus zu ver­ab­rei­chen“, freu­en sich Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb. Sie dan­ken dem Ärz­te- und Pfle­ge­team für die­se her­aus­ra­gen­de Arbeit. Das Impf­zen­trum Bam­berg nimmt damit in Ober­fran­ken eine Spit­zen­stel­lung ein. Star­ke und Kalb beto­nen, dass die von Stadt und Land­kreis ver­folg­te Impf­stra­te­gie wir­ke und „wir das Ziel des Coro­na-Schut­zes für die Hei­me frü­her als erwar­tet errei­chen konnten.“


„Wich­ti­ges Etappenziel“

In 25 von ins­ge­samt 33 Alten- und Pfle­ge­hei­men in Stadt- und Land­kreis Bam­berg hat die Covi­d19-Imp­fung begon­nen. In der Stadt wur­den bereits über 90 Pro­zent der Ein­rich­tun­gen besucht. Ins­ge­samt 1.039 Heim­be­woh­ner sowie 626 Beschäf­tig­te haben sich in der ers­ten Wel­le imp­fen las­sen, berich­ten Star­ke und Kalb unter Hin­weis auf Rück­mel­dun­gen der mobi­len Impf­trupps des Bam­ber­ger Impf­zen­trums. Alle zur Ver­fü­gung ste­hen­den rund 2170 Impf­do­sen wur­den ver­ab­reicht. Jede Heim­be­woh­ne­rin bzw. jeder Heim­be­woh­ner sowie das Pfle­ge­per­so­nal kann sich frei­wil­lig imp­fen las­sen.
Nach aktu­el­ler Ein­schät­zung wer­de man schon bis Mit­te nächs­ter Woche in allen Ein­rich­tun­gen die ers­te Imp­fung ver­ab­reicht haben. „Das ist ein wich­ti­ges Etap­pen­ziel zum Schutz der älte­ren Men­schen und vul­nerabler Grup­pen. Je schnel­ler wir die­se Grup­pen imp­fen, des­to eher ver­mei­den wir eine Über­las­tung der Kran­ken­häu­ser und Inten­siv­sta­tio­nen“, so Star­ke und Kalb übereinstimmend.

Dank die­ses Erfolgs kön­ne bereits ab dem mor­gi­gen Frei­tag mit der Imp­fung der zwei­ten Grup­pe, den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern über 80 Jah­re, begon­nen wer­den. Das Anmel­de­ver­fah­ren dazu hat bereits begon­nen. „Anhand der gro­ße Nach­fra­ge zeich­net sich bereits jetzt ab, dass das Impf­in­ter­es­se in die­ser Grup­pe eben­falls sehr groß ist“, bekräf­tigt der Ärzt­li­che Lei­ter des Impf­zen­trums, Dr. Klaus Weiner.

Coro­na

Stadt Bam­berg rich­tet Impf-Hot­line ein

Der Start­schuss für Coro­na-Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bam­berg rückt näher. Da mit einem gro­ßen Andrang bei der Ter­min­ver­ga­be gerech­net wird, unter­stützt die Stadt Bam­berg das Impf­zen­trum mit einer eige­nen Hotline.

Der Start­schuss für die ers­ten Coro­na-Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bam­berg in der Bro­se Are­na rückt näher. Nach­dem zunächst Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern in Alten- und Pfle­ge­hei­men sowie Men­schen in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen geimpft wur­den, soll im Lau­fe der nächs­ten Woche mit der Imp­fung in der Risi­ko­grup­pe der Über-80-Jäh­ri­gen, die Zuhau­se leben, begon­nen wer­den. Men­schen, die sich imp­fen las­sen möch­ten, wol­len nun wis­sen: Wie bekom­me ich einen Ter­min, wie läuft die Imp­fung ab oder wie muss ich mich vor und nach der Imp­fung ver­hal­ten? Da mit einem gro­ßen Andrang bei der Ter­min­ver­ga­be gerech­net wird, unter­stützt die Stadt Bam­berg das Impf­zen­trum mit einer eige­nen Hot­line: Unter der 0951//87–2424 kön­nen über 80-Jäh­ri­ge aus Stadt und Land­kreis Bam­berg ab Diens­tag, dem 12. Janu­ar, all­ge­mei­ne Fra­gen zur Coro­na-Imp­fung und Ter­min­ver­ga­be stellen. 

Senio­rin­nen und Senio­ren unter­stüt­zen Impf­zen­trum Bam­berg bei Terminvergabe 

„Mit der zusätz­li­chen Hot­line möch­ten wir dafür Sor­ge tra­gen, dass die Ter­min­ver­ga­be trotz einer hohen Nach­fra­ge mög­lichst rei­bungs­los ver­läuft und das Impf­zen­trum Bam­berg so etwas ent­las­ten“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Betreut wird die Hot­line auf Initia­ti­ve des Vor­sit­zen­den der ARGE, Wolf­gang Bud­de, von Mit­glie­dern des Bam­ber­ger Senio­ren­bei­rats, die sich auf all­ge­mei­ne Fra­gen zur Coro­na-Imp­fung vor­be­rei­tet haben. „Ich freue mich rie­sig dar­über, dass wir sach­kun­di­ge Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für die Hot­line gewin­nen konn­ten. Das ist geleb­tes bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment“, sagt Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glü­sen­kamp.
Die Impf-Hot­line ist täg­lich von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr geschal­ten. Für all­ge­mei­ne Fra­gen zur aktu­el­len Lage in Stadt und Land­kreis, Schul­schlie­ßun­gen, Ver­halt­ens­emp­feh­lun­gen et cete­ra wird auch das Bür­ger­te­le­fon der Stadt Bam­berg wie­der tägl. von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr frei geschal­ten: 0951//87–2525. Eine medi­zi­ni­sche Bera­tung erfolgt unter den städ­ti­schen Hot­lines nicht.

Coro­na-Imp­fun­gen

Mobi­le Impf­teams begin­nen in Stadt und Land­kreis Bamberg

Am heu­ti­gen Sonn­tag star­te­ten die Coro­na-Imp­fun­gen in der Stadt Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg. Etwa zeit­gleich nah­men ein mobi­les Impf­team in einem Senio­ren­heim in der Stadt und ein zwei­tes Impf­team in einer Pfle­ge­ein­rich­tung im Land­kreis ihre Arbeit auf.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb vor Ort

„Ges­tern kam die ers­te Impf­stoff­lie­fe­rung in Bay­ern an, heu­te wird in Bam­berg schon geimpft. Das ist ein wich­ti­ger Tag für die Bekämp­fung der Coro­na Pan­de­mie und für uns alle ein gro­ßes Zei­chen der Hoff­nung“, so Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke vor einem Senio­ren­zen­trum in Bamberg.

Coro­na-Impf­start in einem Bam­ber­ger Senio­ren­zen­trum des Dia­ko­ni­schen Werks Bam­berg-Forch­heim. Heim­lei­te­rin Chris­ti­ne Lech­ner wird von Dr. Klaus Wei­ner geimpft, Foto: Pres­se­stel­le Stadt Bamberg

Zusam­men mit Land­rat Johann Kalb, Stell­ver­tre­ten­dem Land­rat Bru­no Kell­ner, Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp, Dr. Tobi­as Pfaf­fen­dorf, Geschäfts­füh­rer der durch­füh­ren­den Betrei­ber­ge­sell­schaft des Impf­zen­trums Bam­berg, und der Lei­te­rin des Gesund­heits­am­tes, Dr. Susan­ne Paul­mann, begrüß­te Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke das ers­te mobi­le Impf­team des Impf­zen­trums Bam­berg vor einem Senio­ren­heim in der Stadt.

In etwa zeit­gleich nahm ein zwei­tes Impf­team in einer Pfle­ge­ein­rich­tung im Land­kreis sei­ne Arbeit auf.

Land­rat Johann Kalb zeig­te sich sehr zufrie­den: „Nach fast einem Jahr Pan­de­mie und Kri­sen­mo­dus kön­nen wir jetzt etwas tun, damit wir nächs­tes Jahr wie­der ein nor­ma­les Weih­nach­ten fei­ern können.“

Auch Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp bezeich­ne­te den Impf­start als hoff­nungs­vol­len Tag für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger: „Ich freue mich, dass es heu­te los­geht. Auch wenn uns allen noch ein Stück Geduld abver­langt wird, bis tat­säch­lich genug Impf­stoff da ist, dass so vie­le Men­schen geimpft sind, dass wie­der Schritt für Schritt Nor­ma­li­tät ein­keh­ren kann.“

Dr. Susan­ne Paul­mann, Lei­te­rin des Gesund­heits­am­tes, wies eben­falls dar­auf hin, dass in der Anfangs­pha­se der Impf­stoff noch nicht flä­chen­de­ckend für die gesam­te Bevöl­ke­rung zur Ver­fü­gung ste­hen kön­ne: „Auf­grund der aktu­ell noch begrenz­ten Men­ge an Impf­stoff liegt unser Haupt­au­gen­merk im Moment auf den Alten- und Pfle­ge­hei­men, wo vie­le Men­schen im hohen Alter nahe bei­ein­an­der leben und arbei­ten. Die­se Grup­pen wer­den bei vor­lie­gen­dem Ein­ver­ständ­nis zuerst geimpft – sowohl die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner als auch die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den Pfle­ge­hei­men. Kli­ni­ken und Kran­ken­häu­ser, Not­fall- und Inten­siv­sta­tio­nen, Dia­ly­se­zen­tren fol­gen unmit­tel­bar und dann par­al­lel zu den Hei­men. Die allein­le­ben­den über 80-Jäh­ri­gen kom­men als Nächs­te dran.“

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke und Land­rat Kalb wie­sen dar­auf hin, dass Stadt und Land­kreis in einer gemein­sa­men Akti­on alle über 80-Jäh­ri­gen, die gemäß der Impf­ver­ord­nung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums eben­falls zu Impf­grup­pe der höchs­ten Prio­ri­tät gehör­ten, per Brief in der zwei­ten Janu­ar­hälf­te über ihren Impf­start und die Moda­li­tä­ten der Anmel­dung im Impf­zen­trum infor­mie­ren würden.

Die mobi­len Impf­teams, die immer von einem Poli­zei­team beglei­tet wer­den, sind jeweils dop­pelt besetzt mit zwei Ärz­ten bezie­hungs­wei­se Ärz­tin­nen, zwei medi­zi­ni­schen Fach­an­ge­stell­ten und zwei Ver­wal­tungs­kräf­ten. Auf die­se Wei­se kön­nen in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sowohl die mobi­len Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner, Pfle­ge­kräf­te und Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in einem eigens dafür vor­be­rei­te­ten Impf­zim­mer auf­ge­klärt und geimpft wer­den, als auch par­al­lel Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner in den Zimmern.

Staats­mi­nis­te­rin Huml hat­te ange­kün­digt, dass mor­gen und am 30. Dezem­ber wei­te­re 205.000 Impf­do­sen für die 96 Impf­zen­tren in Bay­ern gelie­fert wür­den. Im Janu­ar wür­de dann regel­mä­ßig Impf­stoff des Her­stel­lers Bio­n­tech-Pfi­zer an die Impf­ver­teil­zen­tren gehen. Bei die­sem Impf­stoff ist eine zwei­te Imp­fung im Abstand von cir­ca 21 Tagen erfor­der­lich, um den voll­stän­di­gen Impf­schutz zu errei­chen. Die Impf­do­sen für den zwei­ten Impf­ter­min wer­den in der Anfangs­pha­se von den ers­ten Lie­fe­run­gen zurück­be­hal­ten und zen­tral gela­gert und gesichert.

Coro­na

Staats­mi­nis­te­rin Huml besucht Schnell­test­zen­tren in Stadt und Landkreis

Dank einer kon­zer­tier­ten Zusam­men­ar­beit zwi­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, der Stadt Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg sowie dem Frei­staat ist es gelun­gen, eine Weih­nachts­tes­t­ak­ti­on für Ange­hö­ri­ge von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen anzu­bie­ten. Aus die­sem Anlass besuch­te am 24. Dezem­ber unter ande­rem Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml die Schnelltestzentren.

Dank an Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen auch von Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke und Land­rat Kalb

Die ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Schnell­test­zen­tren Bam­berg und Scheß­litz erhiel­ten am 24. Dezem­ber hohen Besuch zum Start des Test­be­triebs. Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke begrüß­te Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml, Land­rat Johann Kalb, Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp, Dr. Susan­ne Paul­mann, die Lei­te­rin des Gesund­heits­am­tes Bam­berg, und den Koor­di­na­tor des Schnell­test­zen­trums, Chris­toph Treu­bel, den Stell­ver­tre­ten­den Kreis­be­reit­schafts­lei­ter des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes, vor der Graf- Stauf­fen­berg-Schu­le in Bam­berg. „Hut ab“, lob­te der Ober­bür­ger­meis­ter die logis­ti­sche Meis­ter­leis­tung und die gute Zusam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen zum Wohl der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. „Ziel ist es, die Men­schen in den Alten- und Pfle­ge­hei­men zu schüt­zen. Wenn wir ihre Besu­cher tes­ten, min­dern wir das Anste­ckungs­ri­si­ko.“ 
Staats­mi­nis­te­rin Huml schloss sich dem Dank an: „Die ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ermög­li­chen mit ihrem Dienst an den Weih­nachts­fei­er­ta­gen, dass pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen in den Alten- und Pfle­ge­hei­men an Weih­nach­ten Besuch haben kön­nen. Der Frei­staat Bay­ern stellt für die­se bay­ern­weit ange­bo­te­nen Schnell­tests 600.000 kos­ten­lo­se Test­kits zur Ver­fü­gung und die Kom­mu­nen haben mit der unkom­pli­zier­ten Bereit­stel­lung der Räum­lich­kei­ten eben­falls ihren Teil dazu bei­getra­gen. Das ist eine Klasse-Zusammenarbeit.“

Am Test­zen­trum in Scheß­litz tra­fen sich an Hei­lig­abend (von links nach rechts) Dr. Susan­ne Paul­mann, Lei­te­rin des Gesund­heits­am­tes, Udo Kunz­mann, Geschäfts­füh­rer der Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg (GKG), Stell­ver­tre­ten­der Land­rat Bru­no Kell­ner, Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp, Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml, Land­rat Johann Kalb, Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Hol­ger Dre­mel zusam­men mit den ehren­amt­li­chen Ein­satz­kräf­ten der ver­schie­de­nen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Foto: Pres­se­stel­le Stadt Bamberg

Im Anschluss an den Ter­min in der Stadt fuhr die Dele­ga­ti­on nach Scheß­litz zum zwei­ten Schnell­test­stand­ort im Land­kreis Bam­berg. Hier war­te­ten bereits Stell­ver­tre­ten­der Land­rat Bru­no Kell­ner und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Hol­ger Dre­mel. Land­rat Johann Kalb drück­te sei­nen Respekt vor der logis­ti­schen Leis­tung und dem Ein­satz der Ehren­amt­li­chen aus: „Auch Sie wol­len mit ihren Fami­li­en Weih­nach­ten fei­ern. Dank Ihres Enga­ge­ments sind vie­le Men­schen an Weih­nach­ten nicht allein.“ Er dank­te auch der Poli­zei, die sowohl die Arbeit der Schnell­test­zen­tren als auch die Arbeit des Impf­zen­trums beglei­te und siche­re.
Die ehren­amt­li­chen Kräf­te der Bam­ber­ger Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen: Johan­ni­ter Regio­nal­ver­band Ober­fran­ken, Mal­te­ser Bam­berg, Was­ser­wacht, DLRG und THW hat­ten sich dan­kens­wer­ter­wei­se bereit erklärt unter Feder­füh­rung des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes die Schnell­tests an den Weih­nachts­fei­er­ta­gen zu über­neh­men. Ein­satz­lei­ter Chris­toph Treu­bel beton­te: „Ein Besuch der Test­zen­tren ohne Besuchs­be­stä­ti­gung des jewei­li­gen Hei­mes ist nicht mög­lich. Es dau­ert etwa 45 Minu­ten, bis das Ergeb­nis des Schnell­tests vor­liegt. Es ist zu emp­feh­len, zusätz­lich eine even­tu­el­le War­te­zeit einzukalkulieren.“

Hin­ter­grund: Seit Inkraft­tre­ten der 10. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung benö­ti­gen Besu­cher von Alten- und Pfle­ge­hei­men einen aktu­el­len nega­ti­ven Coro­na­test. Dabei darf nach aktu­el­ler Rege­lung die dem Test­ergeb­nis zugrun­de­lie­gen­de Tes­tung mit­tels eines Anti­gen-Schnell­tests höchs­tens 48 Stun­den und mit­tels eines PCR-Tests höchs­tens 3 Tage vor dem Besuch vor­ge­nom­men wor­den sein. „Mit den Schnell­test­zen­tren an der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­le und in Schess­litz kön­nen wir sicher­stel­len, dass Ange­hö­ri­gen zeit­nah den benö­tig­ten Test erhal­ten“, so Star­ke und Kalb.

Im Rah­men der Tes­tun­gen wird es ver­mut­lich auch zu posi­ti­ven Ergeb­nis­sen kom­men. Die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sind mit Form­blät­tern aus­ge­stat­tet wor­den, die auch die­se Situa­ti­on berück­sich­ti­gen. Im For­mu­lar posi­ti­ver Schnell­test wird der Pati­ent auf­ge­for­dert, sich umge­hend in häus­li­che Iso­la­ti­on zu bege­ben und sofort per Mail (gesundheitsamt@lra-ba.bayern.de) Kon­takt zum zustän­di­gen Gesund­heits­amt auf­zu­neh­men. Das Gesund­heits­amt mel­det sich dann, um einen Ter­min für einen PCR-Bestä­ti­gungs­test zu vereinbaren.

Die Senio­tel-Pfle­ge­hei­me der Gemein­nüt­zi­gen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg bie­ten den Besu­chern wie bis­her auch über die Fei­er­ta­ge die Tes­tung in den Hei­men selbst an.

Coro­na

Rei­hen­fol­ge der Imp­fun­gen ist festgelegt

Die Rei­hen­fol­ge der Coro­na-Imp­fun­gen ist fest­ge­legt. In der Stadt Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg star­ten die Imp­fun­gen am kom­men­den Sonn­tag, dem 27. Dezem­ber, mit mobi­len Impf­teams in Altenheimen.

„Prio­ri­tät haben Alten­hei­me, Kran­ken­häu­ser, Dia­ly­se­zen­tren, Notaufnahmen“

Stadt und Land­kreis Bam­berg haben in enger Abstim­mung mit dem Gesund­heits­amt Bam­berg die Rei­hen­fol­ge der Coro­na-Imp­fun­gen für das Impf­zen­trum Bam­berg fest­ge­legt. In einem ers­ten Schritt bis cir­ca Ende Janu­ar wer­den Bewoh­ner und Beschäf­tig­te von Alten- und Pfle­ge­hei­men, danach Kli­ni­ken, Kran­ken­häu­ser, Dia­ly­se­zen­tren, Not­fall- und Inten­siv­sta­tio­nen ver­sorgt. Die Impf­grup­pe der über 80-Jäh­ri­gen wird recht­zei­tig von Stadt und Land­kreis Bam­berg per Post über den Start ihrer Imp­fun­gen infor­miert. „Ers­te Prio­ri­tät haben Alten­hei­me, Kran­ken­häu­ser, Dia­ly­se­zen­tren, Not­auf­nah­men“, so das Gesund­heits­amt Bamberg.

Das Impf­zen­trum in der bro­se Are­na, Foto: Pres­se­stel­le Stadt Bamberg
Zum Impf­start nur begrenzt Impf­do­sen zugeteilt

Die Rei­hen­fol­ge der Imp­fun­gen ist in einer Rechts­ver­ord­nung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums fest­ge­legt, die auf der Impf­emp­feh­lung der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on beim Robert-Koch-Insti­tut (RKI) aufbaut.

Dr. Susan­ne Paul­mann, Lei­te­rin des ört­li­chen Gesund­heits­am­tes, erläu­tert die Prio­ri­sie­rung für Bam­berg Stadt und Land­kreis: „Zum Impf­start und bis cir­ca Mit­te Janu­ar erhal­ten wir nur begrenzt Impf­do­sen zuge­teilt. Des­halb imp­fen wir am Anfang dort, wo vie­le Men­schen der Risi­ko­grup­pen eng bei­ein­an­der leben und arbeiten.“

Ein­rich­tun­gen für älte­re und pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen und deren Pfle­ge­per­so­nal imp­fen. Dann folg­ten Beschäf­tig­te in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen, wie Inten­siv­sta­tio­nen, Not­auf­nah­men, Ret­tungs­diens­te, Trans­plan­ta­ti­ons­be­rei­che, Dia­ly­se­zen­tren, die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in Kran­ken­häu­sern und Kliniken.

„Es ist erfreu­lich, dass es vie­le Impf­wil­li­ge gibt. Doch noch müs­sen wir etwas Geduld und Ver­ständ­nis für die haben, die das größ­te Risi­ko tra­gen. Wir haben gese­hen, wie vie­le schwe­re Krank­heits­ver­läu­fe und auch Todes­fäl­le es geben kann, wenn sich in einer Pfle­ge­ein­rich­tung ein Infek­ti­ons­ge­sche­hen aus­brei­tet. Das gilt es vor­ran­gig zu ver­hin­dern“, so Judith Wein­gart, Spre­che­rin der Stadt Bam­berg. „Wir infor­mie­ren die Öffent­lich­keit, wenn die nächs­te Grup­pe an der Rei­he ist und im Impf­zen­trum selbst geimpft wird. Dafür rei­chen die zuge­teil­ten Impf­do­sen noch nicht. Es kön­nen noch kei­ne Impf­ter­mi­ne ver­ein­bart werden.“

Arbeits­markt

Agen­tur für Arbeit: „Ist die Ampel in der Gas­tro­no­mie grün, wird ein­ge­stellt, stei­gen die Infek­ti­ons­zah­len, wird entlassen“

Die öffent­li­chen Beschrän­kun­gen, die in den ver­gan­ge­nen Mona­ten zur Bekämp­fung der Coro­na-Pan­de­mie unter­nom­men wur­den, haben sich in so gut wie allen Tei­len der Gesell­schaft aus­ge­wirkt. Auch der Arbeits­markt ist betrof­fen – vie­le Men­schen haben ihre Arbeits­stel­le ver­lo­ren. Bian­ca Heger ist Beauf­trag­te für Chan­cen­gleich­heit am Arbeits­markt bei der Agen­tur für Arbeit Bam­berg- Coburg. Unter ihrer Lei­tung bie­tet die Behör­de ab dem 27. Novem­ber ein kos­ten­lo­ses Online-Semi­nar zu Mög­lich­kei­ten des Wie­der­ein­stiegs in den Arbeits­markt an. Bei Frau Heger haben wir nach­ge­fragt, wie die der­zei­ti­gen Chan­cen, eine Stel­le zu fin­den, aus­se­hen, wie sich der Arbeits­markt wegen Coro­na ver­än­dert hat und wie man sich im Vor­stel­lungs­ge­spräch am bes­ten verhält.
Frau Heger, Sie sind bei der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg Beauf­trag­te für Chan­cen­gleich­heit am Arbeits­markt. Wel­chen Anfor­de­run­gen sind Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer am Arbeits­markt ausgesetzt?
Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg: Bianca Heger
Bian­ca Heger, Foto: Agen­tur für Arbeit Bamberg-Coburg

Bian­ca Heger: Gera­de zu Zei­ten der Pan­de­mie ver­la­gern sich die Anfor­de­run­gen an die Arbeit­neh­mer, aber auch an die Arbeit­ge­ber sehr stark. Neben der eigent­li­chen täg­li­chen Arbeit bezie­hungs­wei­se der Suche nach einer Arbeits­stel­le oder pas­sen­den Mit­ar­bei­tern gilt es, Fami­lie und Beruf trotz geschlos­se­ner Kin­der­ta­ges­stät­ten, Home Schoo­ling und ver­mehr­ter Tele­ar­beits­wün­sche unter einen Hut zu brin­gen. Da ist die Mög­lich­keit, Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te in Anspruch zu neh­men, umso wich­ti­ger. Wir bie­ten daher allen Bür­gern und Arbeit­ge­bern ein viel­fäl­ti­ges indi­vi­du­el­les Ange­bot, das auf die jewei­li­ge per­sön­li­che Lebens­la­ge abge­stimmt ist. Ich kann allen, die an einem Schei­de­weg ste­hen, nur wärms­tens emp­feh­len, die Situa­ti­on auch als Chan­ce zu ver­ste­hen, neue Wege zu gehen. Die Agen­tur für Arbeit und ich bera­ten Sie gerne.

Wel­che Maß­nah­men ergreift die Agen­tur für Arbeit genau?

Bian­ca Heger: Wir bie­ten unter­schied­lichs­te Bera­tungs­for­ma­te an. So haben Arbeit­neh­mer, genau­so aber auch Arbeit­ge­ber – neben der regu­lä­ren Arbeits­ver­mitt­lung – die Mög­lich­keit, Bera­tungs­ter­mi­ne bei der Beauf­trag­ten für Chan­cen­gleich­heit am Arbeits­markt wahr­zu­neh­men.
Als Beauf­trag­te für Chan­cen­gleich­heit bie­te ich ein sehr umfang­rei­ches Ange­bot: Ich infor­mie­re über die Situa­ti­on von Frau­en und Män­nern auf dem Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt und zei­ge Hand­lungs­be­dar­fe auf, wo Benach­tei­li­gun­gen abge­baut wer­den soll­ten. Ich bera­te zum Wie­der­ein­stieg in den Beruf nach einer Fami­li­en- oder Pfle­ge­pha­se sowie über Fra­gen der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf und bera­te und unter­stüt­ze Arbeit­ge­ber sowie deren Orga­ni­sa­tio­nen in die­sen Fra­gen. Außer­dem arbei­te ich als Netz­werk­part­ne­rin mit dem Ziel der gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be von Frau­en und Män­nern am Erwerbs­le­ben, dem soge­nann­ten Gen­der-Main­strea­ming, mit kom­mu­na­len und öffent­li­chen Stel­len, Kir­chen, Unter­neh­men, Ver­bän­den, Kam­mern, Ver­ei­nen und Netz­wer­ken zusam­men. Dann wir­ke ich bei der Ent­wick­lung von geschäfts­po­li­ti­schen Kon­zep­ten der Agen­tur für Arbeit zur Gleich­stel­lung von Frau­en und Män­nern am Arbeits­markt mit und bera­te und unter­stüt­ze Fach- und Füh­rungs­kräf­te bei der frau­en- und fami­li­en­ge­rech­ten fach­li­chen Aufgabenerledigung.

Wie haben sich die Arbeits­lo­sen­zah­len seit Beginn der Pan­de­mie entwickelt?

Bian­ca Heger: Im Okto­ber setz­te sich der Herbst­auf­schwung in einer für die­sen Monat übli­chen Inten­si­tät fort. Die Arbeits­lo­sig­keit sank den zwei­ten Monat in Fol­ge seit Beginn der Kri­se. Seit drei Mona­ten ver­lo­ren kon­ti­nu­ier­lich weni­ger Men­schen ihren Arbeits­platz, wäh­rend mehr eine neue Beschäf­ti­gung fan­den als im letz­ten Jahr. Allein im letz­ten Monat wur­den 366 Per­so­nen in der Pro­duk­ti­on und Fer­ti­gung ein­ge­stellt, 15,5 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Im Bereich Ver­kehr und Logis­tik waren es 214 Per­so­nen, 11,5 Pro­zent mehr. Wir hat­ten bis­her nur weni­ge für den Win­ter vor­sorg­li­che Arbeits­los­mel­dun­gen vom Bau. Fach­kräf­te wer­den in der Regel gehal­ten. Wir ste­hen momen­tan an einem Schei­de­weg. Die Ent­wick­lun­gen in den nächs­ten Tagen und Wochen wer­den ent­schei­dend sein.

Wel­che Bevöl­ke­rungs­grup­pen sind oder waren beson­ders der Gefahr aus­ge­setzt, ihre Arbeits­stel­le auf­grund der im Zuge der Virus­be­kämp­fung unter­nom­me­nen Ein­schrän­kun­gen der Wirt­schaft zu verlieren?

Bian­ca Heger: Der Arbeits­markt geriet ab April durch die vom Virus her­vor­ge­ru­fe­nen wirt­schaft­li­chen Fol­gen und Gegen­maß­nah­men zuneh­mend unter Druck. Das schlägt sich in einem sprung­haf­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit nie­der. Die­ser wur­de jedoch durch die rege Inan­spruch­nah­me von Kurz­ar­bei­ter­geld deut­lich abge­mil­dert. Die meis­ten Arbeits­los­mel­dun­gen kamen in den ers­ten Mona­ten aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be, ins­be­son­de­re aus der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie. Neben der Zeit­ar­beit sind auch der Han­del sowie das Gast­ge­wer­be stark betrof­fen. Aber auch Selb­stän­di­ge mel­de­ten sich arbeits­los. Jedoch ver­zeich­ne­ten wir in der Forst­wirt­schaft, dem Gar­ten­bau sowie bei den Bau­be­ru­fen der Kri­se zum Trotz kei­nen Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit. Knapp die Hälf­te der Ent­las­se­nen übten Hel­fer­tä­tig­kei­ten aus. Die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit sowie die der Aus­län­der erhöh­ten sich über­pro­por­tio­nal. Das sind jedoch kri­sen­ty­pi­sche Ent­wick­lun­gen. Die Gas­tro­no­mie ist ein Spie­gel­bild der Pan­de­mie. Ist die Ampel grün, wird ein­ge­stellt, stei­gen die Infek­ti­ons­zah­len, wird ent­las­sen. Ein bis­he­ri­ges Novum – erst­mals mel­de­ten sich auf­grund der ange­spann­ten Situa­ti­on im Tou­ris­mus Deut­sche bei uns zurück, die seit Jah­ren auf­grund der bes­se­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten in Öster­reich arbei­ten. Um tem­po­rä­re Auf­trags­spit­zen abzu­de­cken, steigt die Beschäf­ti­gung in der Zeit­ar­beit wie­der. Aller­dings beob­ach­ten wir hier einen Dreh­tür­ef­fekt bei Ein­stel­lun­gen und Freisetzungen.

Wie wirkt sich die Pan­de­mie auf die Zahl offe­ner Arbeits­stel­len aus?

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg bekam im Okto­ber 1.594 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te gemel­det, 6,1 Pro­zent mehr als im letz­ten Jahr. Im Zuge der Herbst­be­le­bung zieht der Stel­len­markt von Sep­tem­ber auf Okto­ber in wirt­schaft­lich pro­spe­rie­ren­den Zei­ten an. In die­sem Jahr fiel der Neu­zu­gang an Stel­len trotz der andau­ern­den Coro­na-Kri­se im ver­gan­ge­nen Monat sogar um 31,5 Pro­zent grö­ßer aus als im Sep­tem­ber. Zum Ver­gleich – im letz­ten Jahr, als die Kon­junk­tur bereits leicht abflau­te, gin­gen im Okto­ber 7,3 Pro­zent weni­ger sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein als im Vor­mo­nat. Gut ein Drit­tel der Stel­len kamen aus dem Bereich der Zeit­ar­beit, die im Ver­gleich zum Vor­jahr 46,5 Pro­zent mehr Job­an­ge­bo­te mel­de­te. Der Stel­len­be­stand leg­te im Okto­ber um 193 Offer­ten, ein Plus von 3,2 Pro­zent auf 6.246, zu. Er ist den vier­ten Mona­ten in Fol­ge leicht gewach­sen und erholt sich peu à peu. Vor einem Jahr war er um 794 Ange­bo­te bezie­hungs­wei­se 11,3 Pro­zent grö­ßer gewe­sen. Seit sei­nem Tief­punkt vor vier Mona­ten ver­rin­ger­te sich der Abstand zum Vor­jah­res­ni­veau um 1.015 Job­an­ge­bo­te. Auf 100 gemel­de­te Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te kom­men rein sta­tis­tisch nur 198 arbeits­lo­se poten­ti­el­le Bewerber.

Das Online-Semi­nar, das Sie ab 27. Novem­ber anbie­ten, wen­det sich an Men­schen, die den beruf­li­chen Wie­der­ein­stieg vor­ha­ben. Ist es auch für Leu­te geeig­net, die zum ers­ten Mal auf Job­su­che sind?

Bian­ca Heger: Das Semi­nar greift ver­schie­de­ne The­men um den beruf­li­chen Wie­der­ein­stieg auf, aber natür­lich kön­nen auch Arbeits­su­chen­de auf der Suche nach der ers­ten Arbeits­stel­le von den Inhal­ten der Semi­na­re pro­fi­tie­ren. Vie­le Schrit­te wie­der­ho­len sich in der Suche nach einer Arbeits­stel­le immer wie­der, aber die ers­te Arbeits­stel­le und somit auch das ers­te eige­ne Gehalt setzt mög­li­cher­wei­se den Grund­stein einer beruf­li­chen Zukunft – daher gilt es hier auf jeden Fall sich gut vorzubereiten.

Ein Seg­ment des Semi­nars beschäf­tigt sich mit Bewer­bungs­stra­te­gien. Wie sieht eine erfolg­ver­spre­chen­de Bewer­bungs­stra­te­gie aus?

Bian­ca Heger: Es gibt die unter­schied­lichs­ten Lebens­si­tua­tio­nen, die Men­schen dazu ver­an­las­sen, sich auf dem Arbeits­markt zu bewer­ben. So reizt plötz­lich eine inter­es­san­te Stel­len­an­zei­ge zu einem beruf­li­chen Neu­start oder Wech­sel oder nach einer län­ge­ren Erzie­hungs­pau­se oder Pfle­ge­pha­se steht der Wie­der­ein­stieg an. Vie­les ist im spä­te­ren Berufs­le­ben nicht mehr so selbst­ver­ständ­lich wie kurz nach der Aus­bil­dung oder vor eini­gen Jah­ren und es tau­chen immer wie­der neue Fra­gen auf: Wie bewer­be ich mich zeit­ge­mäß? Wann ist eine Bewer­bung erfolgs­ver­spre­chend? Wo fin­de ich eigent­lich Jobs? Wie brin­ge ich einen roten Faden in mei­nen Lebens­lauf? Wie ver­mit­te­le ich trotz Unsi­cher­heit einen pro­fes­sio­nel­len Ein­druck? All die­se Fra­gen sind wich­ti­ge Punk­te einer erfolgs­ver­spre­chen­den Bewer­bungs­stra­te­gie, aber die eine per­fek­te und immer pas­sen­de Stra­te­gie gibt es nicht. Dazu ist der Arbeits­markt zu viel­fäl­tig und dafür sind die Men­schen auch zu unter­schied­lich. Das ist auch gut so. Denn unse­re Viel­falt ist unse­re Stär­ke. Im Gegen­satz zu ande­ren Län­dern wir­ken sich daher die wirt­schaft­li­chen Fol­gen der Pan­de­mie in Deutsch­land nicht so gra­vie­rend aus. Ein wich­ti­ger Erfolgs­bau­stein ist aber auch, eine selbst­be­wuss­te posi­ti­ve inne­re Ein­stel­lung zu haben und die­se auch durch ein über­zeu­gen­des Auf­tre­ten zu untermauern.

Ein ande­res Seg­ment han­delt von über­zeu­gen­dem Auf­tre­ten im Vor­stel­lungs­ge­spräch. Wor­auf gilt es in solch einer Situa­ti­on zu achten?

Bian­ca Heger: Es gibt in jedem Vor­stel­lungs­ge­spräch fünf ver­schie­de­ne Pha­sen: den Small­talk als Ein­stieg, das Ken­nen­ler­nen, die Selbst­prä­sen­ta­ti­on, Rück­fra­gen und den Abschluss. Grund­le­gend gilt, wer zu einem Vor­stel­lungs­ge­spräch ein­ge­la­den wird, hat schon mal gute Kar­ten in der Hand. Denn zu einem Vor­stel­lungs­ge­spräch wer­den in der Regel nur jene Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber ein­ge­la­den, die dem Anfor­de­rungs­pro­fil ent­spre­chen oder die das Inter­es­se des Arbeit­ge­bers geweckt haben. Trotz­dem gibt es eini­ge Feh­ler im Vor­stel­lungs­ge­spräch, die Sie leicht ver­mei­den kön­nen. Bei­spie­le hier­für sind: Unpünkt­lich­keit, feh­len­de Vor­be­rei­tung oder feh­len­de Ant­wor­ten, ein klin­geln­des Han­dy, unrea­lis­ti­sche Gehalts­vor­stel­lun­gen, offen­sicht­li­che Lügen, unpas­sen­des Auf­tre­ten oder unpas­sen­de Klei­dung, kein abschlie­ßen­des Dan­kes­wort und schlecht über ande­re oder ehe­ma­li­ge Arbeit­ge­ber zu spre­chen. Wenn Sie die­se Punk­te beach­ten und mit einer posi­ti­ven Ein­stel­lung zum Vor­stel­lungs­ge­spräch gehen, ste­hen die Chan­cen gut, dass Sie in die enge­re Aus­wahl kommen.

Zum letz­ten Ter­min des Semi­nars geht es um Gehalts­ver­hand­lun­gen. Wie for­dernd darf man hier sein, was soll­te man vermeiden?

Bian­ca Heger: Mitt­ler­wei­le gibt es vie­le Mög­lich­kei­ten, über Gehäl­ter zu recher­chie­ren, um sich auch vor dem Gespräch Gedan­ken über per­sön­li­che Gehalts­un­ter­gren­zen zu machen. Dies soll­te man auf jeden Fall tun. Spre­chen Sie aber auf kei­nen Fall als ers­tes über das Gehalt, hier macht das Unter­neh­men den ers­ten Schritt. Wei­te­re Tipps sind: Begrün­den Sie den Gehalts­wunsch stets mit guten Argu­men­ten, wie Zusatz­qua­li­fi­ka­tio­nen, Sprach­kennt­nis­sen und Arbeits­er­fah­run­gen. Wenn Sie nach dem vor­he­ri­gen Gehalt gefragt wer­den, sagen Sie die Wahr­heit – Lügen wer­den schnell ent­tarnt und sind ein abso­lu­tes Aus­schluss­kri­te­ri­um. Klä­ren Sie ab, ob es sich bei dem ver­han­del­ten Gehalt um das Brut­to- oder Net­to­ge­halt han­delt und ob Zusatz­ver­gü­tun­gen wie Urlaubs- oder Weih­nachts­geld schon mit ein­be­rech­net wur­den. Aus­führ­lich wird das The­ma der Gehalts­ver­hand­lun­gen in unse­rem Semi­nar am 14. Dezem­ber besprochen.

Online-Semi­nar zum beruf­li­chen Wiedereinstieg

Ab 27. Novem­ber, jeweils 9 Uhr

Anmel­dung an:

Bian­ca Heger, Email: Bamberg-Coburg.BCA@arbeitsagentur.de

Wei­te­re Informationen:

www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bamberg-coburg/bamberg

Aus­bil­dungs­zen­trum der Bundespolizei

Kampf gegen Corona

Eine der Auf­ga­ben der Bun­des­po­li­zei besteht im Grenz­schutz. Seit dem 16. März führt sie zudem vor­über­ge­hen­de Grenz­kon­trol­len zu meh­re­ren Nach­bar­län­dern durch. Ziel der Maß­nah­men ist, das Rei­se­auf­kom­men nach Deutsch­land zu redu­zie­ren und somit die Ver­brei­tung des Coro­na­vi­rus zu ver­lang­sa­men. Zur aktu­el­len Lage stand uns Tho­mas Leh­mann, lei­ten­der Poli­zei­di­rek­tor des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg, Rede und Antwort.
Wel­che Vor­keh­run­gen wur­den für den Stand­ort getrof­fen, um die Gefahr der Anste­ckung mit dem Coro­na-Virus best­mög­lich zu bannen?

Tho­mas Leh­mann: Wir haben zunächst die Aus­bil­dung, wo immer mög­lich, suk­zes­si­ve auf ein ange­lei­te­tes „Fern­stu­di­um“ umge­stellt. Fer­ner wur­de dem Per­so­nal des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg weit­ge­hend die Mög­lich­keit zur Arbeit im Home-Office ein­ge­räumt. Neben der gene­rel­len Gesund­heits­vor­sor­ge und Betreu­ung haben sich unse­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Mini­mie­rung eines Infek­ti­ons­ri­si­kos ver­schrie­ben. Die all­ge­mein­gül­ti­gen Hin­wei­se und Emp­feh­lun­gen des Robert Koch-Insti­tuts sind für unse­re Mit­ar­bei­ter eben­so exis­tent wie für den Bür­ger. Vor­ga­ben des Gesund­heits­am­tes gel­ten entsprechend.

Tho­mas Leh­mann, lei­ten­der Poli­zei­di­rek­tor des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bamberg
Wel­che Aus­wir­kun­gen hat die­se Kri­se spe­zi­ell auf den Aus­bil­dungs­be­trieb in Bamberg?

Tho­mas Leh­mann: Um die Infek­ti­ons­ket­ten zu unter­bre­chen, wur­de die Aus­bil­dung in der Bun­des­po­li­zei in ein ange­lei­te­tes Selbst­stu­di­um umge­wan­delt. Die Aus­zu­bil­den­den ver­blei­ben an ihren Hei­mat­or­ten und wer­den durch Nut­zung digi­ta­ler Medi­en unter­rich­tet. Wesent­li­che Bestand­tei­le der Aus­bil­dung in der Bun­des­po­li­zei bestehen aus der Ver­mitt­lung theo­re­ti­scher Inhal­te im Bereich der Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten, der Rechts­wis­sen­schaf­ten und Ein­satz­leh­re. Die­se Fächer sind teil­wei­se dazu geeig­net, auch ohne Prä­senz in der Aus­bil­dungs­ein­rich­tung ver­mit­telt zu wer­den. Neben der Über­mitt­lung von Auf­ga­ben­stel­lun­gen per E‑Mail ver­fügt die Bun­des­po­li­zei über eine e‑Lear­ning-Platt­form. Hier kön­nen die Aus­zu­bil­den­den auch von ihrem Wohn­ort aus auf Arbeits­un­ter­la­gen zugrei­fen. Nor­ma­ler­wei­se wech­seln sich die theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Antei­le ab bezie­hungs­wei­se bau­en jeweils inhalt­lich, metho­disch und didak­tisch auf­ein­an­der auf.

Wie stark ist das Aus- und Fort­bil­dungs­zen­trum invol­viert, sprich wer­den Aus­bil­der ein­ge­setzt bezie­hungs­wei­se unter wel­chen Umstän­den wür­den auch Aus­zu­bil­den­de ein­ge­setzt werden?

Tho­mas Leh­mann: Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bam­berg unter­stützt auf Anfor­de­rung die Bun­des­be­reit­schafts­po­li­zei mit Ein­satz­zü­gen. Die­se set­zen sich aus Aus­bil­dungs­per­so­nal sowie Anwär­te­rin­nen und Anwär­tern des zwei­ten und drit­ten Dienst­jah­res zusam­men. Aktu­ell unter­stüt­zen bereits ein­ge­setz­te Ein­satz­kräf­te aus Bam­berg die vor­über­ge­hend wie­der­ein­ge­führ­ten Grenz­kon­trol­len an den Gren­zen zu Frank­reich, Öster­reich und der Schweiz.

Wie gehen die Beam­tin­nen und Beam­ten mit dem stän­dig bestehen­den Risi­ko einer Anste­ckung um?

Tho­mas Leh­mann: Durch die kon­se­quen­te Beach­tung der Hygie­ne­stan­dards und Emp­feh­lun­gen des Robert-Koch-Insti­tuts ver­su­chen wir das Infek­ti­ons­ri­si­ko zu redu­zie­ren. Dies gelang bis­her sehr gut.

Was machen Sie als ers­tes, wenn die Aus­gangs­be­schrän­kung auf­ge­ho­ben ist?

Tho­mas Leh­mann: Auf einem Bier­kel­ler ein küh­les Rauch­bier trin­ken, ein Kon­zert besu­chen, ins Thea­ter gehen und dar­auf hof­fen, dass die Mensch­heit die rich­ti­gen Leh­ren aus der Pan­de­mie zieht.

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