Erz­bi­schof Schick fei­ert Boni­fa­ti­us­tag im hes­si­schen Amöneburg

„Boni­fa­ti­us hat Jesus Chris­tus zu uns gebracht“

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Erzbischof Ludwig Schick, Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg / Dominik Schreiner
Mit einem Got­tes­dienst im hes­si­schen Amö­ne­burg hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick an die Ankunft des hei­li­gen Boni­fa­ti­us vor 1300 Jah­ren erin­nert. 721 grün­de­te die­ser das Klos­ter Amö­ne­burg und leg­te damit nicht nur den Grund­stein für die dor­ti­ge Gemein­de, son­dern auch für sein mis­sio­na­ri­sches Wir­ken im dama­li­gen Frankenland.

„Boni­fa­ti­us habe unse­ren Vor­fah­ren ein kost­ba­res Erbe ver­macht, wel­ches zu schät­zen und wei­ter­zu­ge­ben gilt“, sag­te der Erz­bi­schof in sei­ner Pre­digt.
Das Erbe des hei­li­gen Boni­fa­ti­us, der heu­te als „Apos­tel Deutsch­lands“ bezeich­net wird, bestehe im Evan­ge­li­um Jesu Chris­ti, ver­deut­lich­te Schick: „Er hat unse­ren Vor­fah­ren den Glau­ben an einen guten Gott gebracht, der mit der Hoff­nung und der Lie­be ein Drei­ge­stirn bil­det. Die drei Gött­li­chen Tugen­den sind die Moto­ren eines jeden Lebens“, so der Oberhirte.

Das durch Boni­fa­ti­us ver­brei­te­te Evan­ge­li­um ent­hält nach den Wor­ten des Erz­bi­schofs „auch einen all­ge­mein ver­bind­li­chen mora­li­schen Kom­pass, den wir für unser Zusam­men­le­ben brau­chen.“ Wir könn­ten es als Grund­ge­setz bezeich­nen für das indi­vi­du­el­le, fami­liä­re, gesell­schaft­li­che, wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Leben. Auch sei dem Wir­ken des hei­li­gen Boni­fa­ti­us die Kir­che in der heu­ti­gen Form in Diö­ze­sen und Pfar­rei­en zu ver­dan­ken, „in denen die sie­ben Sakra­men­te gefei­ert, das Evan­ge­li­um gepre­digt und aus­legt sowie kari­ta­ti­ve Wer­ke getan wer­den“, so Schick.

Jubi­lä­en dür­fen laut dem Erz­bi­schof jedoch nicht zu Nost­al­gie­ver­an­stal­tun­gen wer­den, son­dern soll­ten die Erin­ne­rung an das Gute der Ver­gan­gen­heit wach­hal­ten, „um es in die Zukunft zu tra­gen und um es wei­ter zu geben, damit auch die nächs­ten Gene­ra­tio­nen von die­sem Erbe leben kön­nen.“ In die­sem Sin­ne sei es auch wich­tig, sich stets aufs Neue das Erbe des hei­li­gen Boni­fa­ti­us anzu­eig­nen, denn „wer nur erbt und nicht erwirbt, der ist immer in der Gefahr, das Ererb­te zu ver­tun“, ermahn­te Schick.

Der hei­li­ge Boni­fa­ti­us gilt als „Apos­tel der Deut­schen“. Als Mis­sio­nar und Refor­mer grün­de­te er Klös­ter, Diö­ze­sen und Pfar­rei­en. Vor 1300 Jah­ren, im Jahr 721, begann Boni­fa­ti­us die Chris­tia­ni­sie­rung des heu­ti­gen Hes­sens und Thü­rin­gens – dort, wo heu­te die Stadt Amö­ne­burg steht. Die­ses Jubi­lä­um fei­ern Stadt und Gemein­de ein Jahr lang. Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick ist im nahe­ge­le­ge­nen Mar­dorf auf­ge­wach­sen, hat die Stifts­schu­le St. Johann in Amö­ne­burg besucht und dort 1969 das Abitur abge­legt. Seit 2015 ist er Ehren­bür­ger von Amöneburg.

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