„Kin­der stär­ken. Kin­der schützen.“

Drei­kö­nigs­sin­gen im Erz­bis­tum Bam­berg eröffnet

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Dreikönigssingen
Am Freitag wurde die Aktion Dreikönigssingen im Erzbistum Bamberg eröffnet. Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg / Dominik Schreiner
Gemein­sam mit rund 350 Kin­dern und Jugend­li­chen im Königs­ge­wand hat der Bam­ber­ger Weih­bi­schof und Diö­ze­san­ad­mi­nis­tra­tor Her­wig Gössl am Frei­tag fei­er­lich die Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen eröff­net. Im Mit­tel­punkt der Stern­sin­ger­ak­ti­on ste­hen dies­mal vor allem die Kin­der­rech­te in Indonesien.

Nach dem Auf­takt in der Bam­ber­ger Mar­tins­kir­che zogen am Frei­tag die vie­len Cas­pars, Mel­chi­ors und Bal­tha­sars durch die Innen­stadt hin­auf zum Dom. Bei der dor­ti­gen Wort-Got­tes-Fei­er seg­ne­te Gössl die Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger, die in der ers­ten Janu­ar­wo­che von Haus zu Haus gehen wer­den, um den Men­schen den Segen zu brin­gen und Spen­den für Not lei­den­de Kin­der zu sammeln.

Mit ihrer Teil­nah­me an der Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen ver­brei­te­ten und leb­ten die Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger die Fro­he Bot­schaft der Weih­nachts­ge­schich­te, so Weih­bi­schof Gössl. Dass der eigent­lich all­mäch­ti­ge Gott als Mensch – ja gar als klei­nes Kind – auf die Erde gekom­men sei, ver­deut­li­che sei­nen Wor­ten nach, dass es auch für uns nicht ziel­füh­rend sei, „immer grö­ßer sein und immer mehr haben zu wol­len.“ Viel­mehr hebe die Geburt Jesu Chris­ti die Bedeu­tung von Tugen­den wie Beschei­den­heit, Genüg­sam­keit und Dank­bar­keit her­vor, die auch ange­sichts aktu­el­ler Ereig­nis­se wie der Coro­na-Pan­de­mie oder der glo­ba­len Kli­ma­kri­se beson­ders wich­tig seien.

Im Mit­tel­punkt der Stern­sin­ger­ak­ti­on ste­hen jedes Jahr ein ande­res Land und ein ande­res The­ma. Die Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger wer­den so alters­ge­recht für die Not von Kin­dern und Jugend­li­chen welt­weit sowie für glo­ba­le Zusam­men­hän­ge sen­si­bi­li­siert. Unter dem Mot­to „Kin­der stär­ken. Kin­der schüt­zen. In Indo­ne­si­en und welt­weit.“ rich­tet sich der Blick dies­mal vor allem auf Kin­der­rech­te in Indo­ne­si­en. Mit dem Anlie­gen beschäf­tig­ten sich die Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger bei ver­schie­de­nen Aktio­nen und Work­shops im Vor­lauf der Aus­sendung sowie bei der the­ma­ti­schen Ein­stim­mung in der Bam­ber­ger Martinskirche.

Welt­weit größ­te Soli­da­ri­täts­ak­ti­on von Kin­dern für Kinder

Bei der anschlie­ßen­den Pro­zes­si­on zogen die rund 350 Mäd­chen und Jun­gen gemein­sam mit ihren Beglei­te­rin­nen und Beglei­tern sowie Weih­bi­schof Her­wig Gössl durch die Bam­ber­ger Innen­stadt. Die jüngs­ten Köni­ge waren 6 Jah­re alt – die ältes­ten über 18. Vie­le von ihnen zeig­ten sich begeis­tert vom Auf­ein­an­der­tref­fen: „Auch mal Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger aus ande­ren Orten ken­nen­zu­ler­nen, das macht Spaß“, sag­te Moritz aus der Pfar­rei St. Micha­el Stadtsteinach.

Neben dem Segen von Weih­bi­schof Gössl hol­ten sich die Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger im Bam­ber­ger Dom dann auch noch ein Lob von Diö­ze­san­ju­gend­pfar­rer Gerd-Richard Neu­mei­er ab: Mit ihrer Teil­nah­me an der Akti­on setz­ten sie sich für das Wohl ihrer Mit­men­schen ein und über­näh­men beim Drei­kö­nigs­sin­gen „eines der ‚jüngs­ten‘ Ehren­äm­ter in der Kir­che“, so Neumeier.

BDKJ-Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Eva Russ­wurm freut sich nach zwei Jah­ren mit Coro­na-Beschrän­kun­gen dar­über, dass die Stern­sin­ger­ak­ti­on dies­mal wie­der wei­test­ge­hend im Nor­mal­zu­stand statt­fin­den kann. „Dass es nach zwei Jah­ren Zwangs­pau­se nach wie vor in allen Gemein­den enga­gier­te Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger gibt, ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit“, betont Russ­wurm und dankt im glei­chen Atem­zug den Betreue­rin­nen und Betreu­ern, Orag­ni­s­a­to­rin­nen und Orga­ni­sa­to­ren sowie den Eltern, die den Erfolg der Akti­on tat­kräf­tig unterstützten.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen zur welt­weit größ­ten Soli­da­ri­täts­ak­ti­on von Kin­dern für Kin­der ent­wi­ckelt. Rund 1,23 Mil­li­ar­den Euro wur­den seit­her gesam­melt, mehr als 76.500 Pro­jek­te für Kin­der in Afri­ka, Latein­ame­ri­ka, Asi­en, Ozea­ni­en und Ost­eu­ro­pa unter­stützt. Bei der 64. Akti­on zum Jah­res­be­ginn 2022 haben Mäd­chen und Jun­gen aus 8.423 Pfarr­ge­mein­den, Schu­len und Kin­der­gär­ten rund 38,6 Mil­lio­nen Euro gesammelt.

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