Beleuch­tung nur, wo sie gebraucht wird

Grü­ne: Nachts ange­schal­te­te Stra­ßen­be­leuch­tung prüfen

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Straßenbeleuchtung
Symbolbild, Foto: Pixabay
Stra­ßen­be­leuch­tung, die nachts men­schen­lee­re Stra­ßen beleuch­tet, könn­te in Zei­ten von Ener­gie­knapp­heit und gestie­ge­nen Strom­kos­ten eine Mög­lich­keit sein, Ener­gie zu spa­ren. Ent­spre­chend haben die Bam­ber­ger Grü­nen im Stadt­rat nun einen Antrag ein­ge­bracht, die­se Pra­xis zu prüfen.

In ande­ren Kom­mu­nen gebe es bereits Bemü­hun­gen, Stra­ßen­be­leuch­tung nachts zu redu­zie­ren, wie die grü­ne Stadt­rats­frak­ti­on mit­teil­te. Der ener­gie­po­li­ti­sche Grü­nen-Spre­cher, Stadt­rat Andre­as Eichen­se­her, sag­te: „In Tübin­gen etwa wird die Stra­ßen­be­leuch­tung von Sonn­tag bis Mitt­woch, also in vier Näch­ten pro Woche, in der Zeit von 1 bis 5 Uhr nachts kom­plett aus­ge­schal­tet. Aus­ge­nom­men sind in Tun­nels und Unterführungen.“

Zusätz­lich lau­fe im Tübin­ger Stadt­teil Kreß­bach das Pro­jekt „Licht nach Bedarf“. Durch Bewe­gungs­mel­der dim­me sich die Stra­ßen­be­leuch­tung dabei nur dann hoch, wenn jemand vor­bei­ge­he. So habe man 89 Pro­zent des für die nächt­li­che Beleuch­tung ver­brauch­ten Stroms ein­spa­ren kön­nen. „Ähn­lich arbei­tet man auch in Eibel­stadt bei Würz­burg. Und sogar das benach­bar­te Ste­gau­rach spart mit dimm­ba­ren Lam­pen Energie.“

Andre­as Eichen­se­her und sei­ne Kol­le­gin Leo­nie Pfa­den­hau­er haben dar­um im Stadt­rat bean­tragt, sol­che pra­xis­er­prob­ten Bei­spie­le auf ihre Taug­lich­keit für Bam­berg zu prü­fen. Pfa­den­hau­er wies zusätz­lich auf den Sicher­heits­aspekt hin. „Wir dür­fen kei­ne neu­en Angst­räu­me schaf­fen, son­dern müs­sen die Sicher­heit von beson­ders gefähr­de­ten Men­schen ernst neh­men – und zwar sowohl ihre objek­ti­ve Gefähr­dung als auch ihr sub­jek­ti­ves Sicher­heits­ge­fühl.“ Ein­spar­po­ten­tia­le müss­ten immer am kon­kre­ten Ort geprüft und dür­fen nicht pau­schal umge­setzt werden.

Dass Ener­gie­spa­ren außer­dem auch mit Tier­schutz kom­bi­niert wer­den kön­ne, hat Ange­li­ka Gau­fer vom Vor­stand der Bam­ber­ger Grü­nen ange­merkt. Denn vie­le nacht­ak­ti­ve Tie­re wür­den durch über­mä­ßi­ge nächt­li­che Stra­ßen­be­leuch­tung in ihrem natür­li­chen Ver­hal­ten gestört. Kein oder weni­ger Licht kön­ne auch hier nur von Vor­teil sein.

„Dabei gibt es auch Maß­nah­men bei der Gestal­tung der Beleuch­tung“, sag­te Gau­fer, „etwa Lam­pen mit einem Farb­spek­trum, das Insek­ten nicht anlockt. Oder die Aus­rich­tung des Licht­ke­gels nur nach unten, wodurch Vögel nicht irri­tiert werden.“

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