vbw-Ener­gie­preis­in­dex für das zwei­te Quar­tal 2025

Inter­na­tio­na­le Han­dels­kon­flik­te redu­zie­ren die Energienachfrage

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Energienachfrage
Symbolbild, Foto: Pixabay
Im zwei­ten Quar­tal 2025 lag der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der baye­ri­schen Wirt­schaft e.V. bei 111,4 Punk­ten. Gegen­über dem ers­ten Quar­tal ging der Index um 10,6 Pro­zent zurück. Ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­quar­tal lag der Index um durch­schnitt­lich 10,5 Pro­zent nied­ri­ger, wie die vbw mitteilt.

„Nach einer leich­ten Auf­wärts­be­we­gung im ers­ten Quar­tal 2025 hat sich die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung inter­na­tio­nal, aber auch in Deutsch­land in den ver­gan­ge­nen Mona­ten wie­der abge­schwächt. Die außen­wirt­schaft­li­chen Tur­bu­len­zen auf­grund der erra­ti­schen Außen­wirt­schafts­po­li­tik der Trump-Regie­rung machen sich deut­lich bemerk­bar“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

In der Fol­ge sei auch die Nach­fra­ge nach Ener­gie­pro­duk­ten zurück­ge­gan­gen. Trotz des Rück­gangs wür­den die Ener­gie­prei­se am Stand­ort Bay­ern zu hoch blei­ben. „Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 lag der vbw Ener­gie­preis­in­dex im zwei­ten Quar­tal 2025 nach wie vor um fast 30 Pro­zent höher. Klar ist: Es ist noch ein wei­ter Weg, um wie­der zu wett­be­werbs­fä­hi­gen Ener­gie­prei­sen zu kommen.“

Der Teil-Index für Pri­mär­ener­gie lag im zwei­ten Quar­tal 2025 um durch­schnitt­lich 15,5 Pro­zent nied­ri­ger als im ers­ten Quar­tal 2025. Wäh­rend die Prei­se für bei­spiels­wei­se Erd­gas (-18,0 Pro­zent) und Erd­öl (-15,8 Pro­zent) deut­lich zurück­gin­gen, stie­gen die Prei­se für in Deutsch­land erzeug­te Braun­koh­le erneut leicht an (+2,5 Pro­zent). Auch der Teil-Index für Sekun­där­ener­gie ging gegen­über dem Vor­quar­tal zurück (-5,8 Pro­zent). Beson­ders der Preis für Flüs­sig­gas (-20,0 Pro­zent) sank deut­lich. Die Prei­se für Fern­wär­me beweg­ten sich hin­ge­gen kaum (-0,3 Prozent).

Aus Sicht der vbw braucht der Wirt­schafts­stand­ort ein weit nied­ri­ge­res Ener­gie- und Strom­preis­ni­veau. „Die hohen Ener­gie­kos­ten sind seit Jah­ren einer unse­rer größ­ten Stand­ort­nach­tei­le. Sie belas­ten unse­re Unter­neh­men im glo­ba­len Ren­nen um Inno­va­ti­on und Wett­be­werbs­fä­hig­keit mas­siv. Es wird Zeit, dies zu ändern und wie­der zu alter Stär­ke zu fin­den. Die von der Bun­des­re­gie­rung ange­kün­dig­ten Maß­nah­men zur Redu­zie­rung der Ener­gie­prei­se gilt es nun schnellst­mög­lich umzu­set­zen. Auch beim Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien und Net­ze müs­sen wir deut­lich schnel­ler wer­den. Fakt ist: Wir müs­sen unse­ren Stand­ort von innen stär­ken, um im glo­ba­len Wett­be­werb nach außen zu bestehen“, sagt Bros­sardt abschließend.

Der voll­stän­di­ge vbw-Ener­gie­preis­in­dex und wei­te­re Erläu­te­run­gen dazu sind hier zu finden.

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