Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der nächste Bundesweite Warntag statt. Ab 11:00 Uhr wird in ganz Deutschland eine Probewarnung über verschiedene Warnkanäle ausgelöst. Auch in Oberfranken werden zahlreiche Kommunen ihre Sirenen testen.
Ziel des Warntags ist es, die technischen Warnsysteme und die Abläufe zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu erproben und zugleich die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen. Im Ernstfall – etwa bei Naturkatastrophen, Großbränden oder anderen Gefahrenlagen – kann eine schnelle und effektive Warnung Leben retten.
Was ist der Bundesweite Warntag?
Der jährliche Bundesweite Warntag ist eine gemeinsame Initiative des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie der Innenministerien der Länder. Neben der technischen Überprüfung des sogenannten Warnmittel-Mix steht vor allem die Sensibilisierung der Bevölkerung im Vordergrund.
Alle an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen Warnmittel wie Warn-Apps (zum Beispiel NINA oder KATWARN), Cell Broadcast, Rundfunkdurchsagen sowie digitale Werbetafeln werden zentral durch das BBK ausgelöst. Zusätzlich testen die Kommunen, wo technisch möglich, eigene Warnmittel wie Sirenen und Lautsprecherwagen. Technische Voraussetzung dafür ist die Umrüstung von analogen auf digitale Sirenen.
In Oberfranken beteiligen sich 169 Kommunen mit Sirenenwarnung und eine Kommune mit einem Lautsprecherwagen. Durch die fortschreitende digitale Ertüchtigung analoger Feuerwehrsirenen, gefördert durch den Freistaat Bayern, konnte die Anzahl der teilnehmenden Kommunen von 138 über zwischenzeitlich 159 auf nunmehr 169 Kommunen innerhalb der letzten beiden Warntage gesteigert werden.
Ablauf des Warntages
Ab 11:00 Uhr: Zentrale Auslösung aller an MoWaS angeschlossenen Warnmittel durch das BBK in der höchsten Warnstufe 1. Parallel hierzu lösen die Länder und die teilnehmenden kommunalen Stellen zeitgleich die in ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen, nicht direkt an MoWaS angeschlossenen Warn- und Kommunikationsmittel wie zum Beispiel Sirenen manuell aus.
Ab 11:45 Uhr: Entwarnung der Warnmeldung “Bundesweiter Warntag 2026” durch die Nationale Warnzentrale des BBK einschließlich der Umsetzung durch die Warnmultiplikatoren und regionalen Warnmittel. Es erfolgt auch eine Entwarnung über Cell Broadcast.
Die Entwarnung signalisiert das Ende des Tests und dient der Überprüfung, ob die Systeme auch im Ernstfall zuverlässig funktionieren.
