Grüne Woche
Oberfrankentag begeistert Besucherinnen und Besucher
Mit großer Resonanz, viel Musik und genussvoller Vielfalt hat sich Oberfranken beim Oberfrankentag auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert. Tausende Besucherinnen und Besucher erlebten in der Bayernhalle einen eindrucksvollen Auftritt der Region, der Tradition, Innovation und Lebensfreude vereinte.
Der Oberfrankentag fand zur absoluten Spitzenzeit der Messe statt: am besucherstärksten Messetag, in der meistfrequentierten Halle und zur Hauptbesuchszeit. Entsprechend dicht drängten sich Gäste aus Berlin, aus ganz Deutschland und aus aller Welt rund um die Bühne und den angrenzenden Gemeinschaftsstand von Oberfranken Offensiv. Gemeinsam mit den Tourismusregionen Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkische Schweiz feierte Oberfranken ein lebendiges Fest der Region – ganz im Sinne des Mottos: Es geht nur gemeinsam.
Seit vielen Jahren setzen die Veranstalter der Grünen Woche in der stark frequentierten Bayernhalle auf oberfränkische Akzente – und auch 2026 zeigte sich erneut, warum. Ab 12:00 Uhr sorgten die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf und die Marktredwitzer Blaskapelle für musikalische Höhepunkte aus der Heimat.
Am Gemeinschaftsstand selbst luden unter anderem der Hofer Wärschtlamo Marcus Traub, das Bräuwerck Neudrossenfeld, die Brauerei Nikl aus Pretzfeld, zahlreiche Genusshandwerkerinnen und Genusshandwerker aus ganz Oberfranken sowie die Universität Bayreuth zum Probieren, Informieren und Austauschen ein.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung zum Oberfrankentag und zeigten sich begeistert von der Mischung aus Bühnenprogramm und kulinarischen Highlights. Ob frisch gezapfte Biere der Brauereien vor Ort, die heißen Wiener des original Hofer Wärschtlamos oder die europäisch geschützte Hofer Rindfleischwurst – die Vielfalt und Qualität des Angebots machten den Stand zu einem echten Aushängeschild der UNESCO-zertifizierten Genussregion Oberfranken.
Zum wiederholten Mal war zudem die Fakultät für Lebenswissenschaften am Campus Kulmbach der Universität Bayreuth Teil des Gemeinschaftsstands. Mit ihren zukunftsorientierten Studiengängen genießt die Fakultät international große Anerkennung und ergänzt den oberfränkischen Messeauftritt in Berlin auf ideale Weise.
Die Grüne Woche zählt zu den weltweit bedeutendsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Oberfranken Offensiv organisiert den oberfränkischen Gemeinschaftsstand bereits seit zehn Jahren und setzt damit kontinuierlich starke Impulse für die Sichtbarkeit der Region auf internationaler Bühne.
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Oberfranken in Berlin
Genuss, Innovation und Zusammenhalt auf der Grünen Woche 2026
Vom 16. bis 25. Januar ist die Bundeshauptstadt ein Stück oberfränkischer als sonst: Auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert sich Oberfranken erneut als genussvolle, innovative und lebenswerte Region.
Bereits zum zehnten Mal in Folge organisiert und managt Oberfranken Offensiv e.V. den großen oberfränkischen Gemeinschaftsstand in der Bayernhalle. Genusshandwerk, traditionelle und innovative Brauereien und Brennereien, sowie die führenden Tourismusregionen Oberfrankens treten dabei geschlossen auf und zeigen eindrucksvoll die Vielfalt und Stärke der Region. Gemeinsam geben sie in Berlin eine überzeugende Visitenkarte Oberfrankens ab.
Mit der Eröffnung der Messe wird der imposante Oberfrankenstand schnell zum beliebten Treffpunkt in der Bayernhalle (Halle 22b). An mehreren Informations- und Ausschankbereichen beraten Touristiker aus dem Fichtelgebirge, dem Frankenwald und der Fränkischen Schweiz über Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten – von Aktivurlaub über Genussreisen bis hin zu kulturellen Highlights.
Auch die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, lässt sich einen Besuch am Oberfrankenstand traditionell nicht nehmen. Sie betont: „Oberfranken ist auch das Land des Bieres. Es ist der Regierungsbezirk mit den meisten Brauereien – und das macht einen schon stolz. Jetzt geht es aber auch darum, diese Vielfalt zu bewahren. Deswegen ist es wichtig, uns in der Zukunft gut aufzustellen, um keine Betriebe verlieren! Dahinter steht ein unglaubliches Engagement, zum Beispiel, was die LEADER-Projekte im ländlichen Raum anbelangt, passiert ganz viel. Man sieht: Bayern ist in allen Regionen wirklich lebenswert!“
Großzügig, offen und weithin sichtbar: Auf 42 Quadratmetern präsentiert sich Oberfranken als eine der stärksten Regionen in der Bayernhalle. Das klare fränkische Rot-Weiß und die prominente Lage direkt am bayerischen Biergarten machen den Stand zu einem beliebten Treffpunkt. Für Bezirkstagspräsident und Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Henry Schramm, ist der gemeinsame Auftritt ein wichtiger Baustein in der Außendarstellung der Genussregion Oberfranken: „Als Vorsitzender von Oberfranken Offensiv halte ich es für sehr wichtig, dass wir auf der Grünen Woche vertreten sind! An unserem Stand in ganz zentraler Lage kommen viele Besucherinnen und Besucher vorbei und werden auf unsere Tourismusregionen und unsere Genussprodukte aufmerksam. Bei uns am Stand – wie auch in Oberfranken – kann man sich wohl fühlen, wir sind gastfreundlich und das kann man hier hautnah erleben. Oberfranken ist eine wahre Genussregion, ausgezeichnet als immaterielles UNESCO-Kulturerbe, und damit kann man Menschen begeistern!“
Ein besonderer Höhepunkt ist der erste Messesamstag, traditionell der besucherstärkste Tag der Grünen Woche. An diesem Tag richtet Oberfranken Offensiv das Bühnenprogramm der Bayernhalle aus und lädt zum Oberfrankentag ein. Ab 12:00 Uhr sorgen die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf im Landkreis Bayreuth und die Marktredwitzer Blaskapelle für musikalische Akzente aus der Region.
Am Stand von Oberfranken laden unter anderem der Hofer Wärschtlamo Marcus Traub, das Bräuwerck Neudrossenfeld, die Brauerei Nikl aus Pretzfeld, zahlreiche Genusshandwerker aus ganz Oberfranken sowie die Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Bayreuth in Kulmbach zum Probieren, Informieren und Austauschen ein. Begrüßt werden die Gäste von den Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Henry Schramm und Florian Luderschmid und Geschäftsführer Frank Ebert.
Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv, bestätigt die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher: „Unser schönes Oberfranken auf der Grünen Woche vor einem großen internationalen Publikum zu vertreten, ist einerseits eine sehr wichtige Aufgabe im Regionalmarketing-Konzept unseres Vereins. Gleichzeitig ist es uns eine große Freude: Denn wir sehen jedes Jahr wieder, dass unsere Angebote nicht nur gut angenommen, sondern sogar richtig gefeiert werden!“
Die Grüne Woche Berlin zählt zu den weltweit bedeutendsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Jährlich zieht sie hunderttausende Besucherinnen und Besucher sowie Fachpublikum aus aller Welt an – und bietet damit eine ideale Bühne, um Oberfranken als starke, genussvolle und zukunftsorientierte Region zu präsentieren.
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Rund 90 Landwirtschafts-Azubis zeigen beim Forstlichen Wettbewerb ihr Können
Moderner Fünfkampf mal anders
Die meisten Landwirte bewirtschaften auch Wald. Dass die Arbeiten im Wald kompetent und vor allem sicher ausgeführt werden, ist ein Bestandteil der Ausbildung zum Landwirt. Doch wie fit sind die angehenden Landwirtinnen und Landwirte in Oberfranken, wenn es um Waldarbeiten geht? Das konnten rund 90 von ihnen nun beim Forstlichen Wettbewerb in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken in Bayreuth unter Beweis stellen.
In fünf Disziplinen mussten sie antreten und wurden dabei von Forstspezialisten der drei oberfränkischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) bewertet. Am Ende gab es für die Besten wertvolle Preise. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus ganz Oberfranken
Baumartenbestimmung, Pflanzung und der richtige Schnitt
Neben einer Theorieprüfung wurden vorwiegend die praktischen Fähigkeiten der Auszubildenden geprüft. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei war die korrekte Bedienung der Motorsäge. Der sichere Umgang mit der modernen Forsterntetechnik ist unerlässlich für eine unfallfreie Waldarbeit. In einem anderen Prüfungsteil mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, ob Sie einen Baum den fachlichen Vorgaben entsprechend fällen können. Dazu gehört das korrekte Ansetzen des sogenannten Fallkerbs, damit der Baum auch in die gewünschte Richtung umfällt und niemanden verletzt. Auch das Pflanzen von Baumsetzlingen war Bestandteil der Prüfung.
Arbeitsschutz und Sicherheit
Bei Forstarbeiten sind Sicherheit und Arbeitsschutz ein wichtiges Thema. Dies beginnt bei der richtigen Ausrüstung. Aufgabe bei der vierten Station war es, Ausrüstungsgegenstände wie Helm, Visier, Schuhe oder Schnittschutzjacken zu inspizieren und Mängel zu benennen. Auch welche Fehler beim Baumschnitt passieren können, mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand verschieden gesägter Baumstöcke analysieren, um mögliche Gefahrenquellen zu identifizieren. Um Spannungsbeurteilung und Baumansprache ging es bei der abschließenden fünften Disziplin In welchem Zustand befindet sich der zu fällende Baum und worauf muss besonders geachtet werden
Die „Olympischen Spiele“ der Landwirtschaftsausbildung
Welch hohen Stellenwert der alle zwei Jahre stattfindende Forstliche Wettbewerb in der Landwirtschafts-Ausbildung hat, wurde bei der Siegerehrung deutlich. Zahlreiche Gäste aus Verbänden, Verwaltungen und Institutionen zollten der Leistung der Teilnehmer Respekt. Für Wolfgang Schultheiß, den Vorsitzenden der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken (FVO) ist klar „Der Forstliche Wettbewerb – das sind quasi die Olympischen Spielen in Ihrer Ausbildung.“
Gesamtbester und damit Sieger des Forstlichen Wettbewerbs 2025 wurde Niklas Lippert aus Hohenberg an der Eger (Landkreis Wunsiedel). Passend zur erzielten perfekten Punktzahl beim Sägen suchte er sich unter großem Applaus als Preis eine Motorsäge aus. Insgesamt gab es für die besten 40 Preise. Dr. Michael Schmidt, Behördenleiter des AELF Bayreuth-Münchberg, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und lobte die hervorragende Zusammenarbeit der drei oberfränkischen ÄELF und der Regierung von Oberfranken. Der vlf Oberfranken spendierte Speisen und Getränke.
IHK-Veranstaltung: Zukunftsmobilität – Wenn Gaming und Automobil verschmelzen
Gaming im Auto: Wie Videospiele die Mobilität verändern
Die IHK für Oberfranken Bayreuth hat im Rahmen einer Veranstaltung zwei Welten zusammengebracht: Automobiler und Automobilzulieferer auf der einen sowie die Gamingbranche auf der anderen Seite.
„Unser Ziel war es, einmal bewusst zwei Branchen zusammenzubringen, die mehr Anknüpfungspunkte haben, als man gemeinhin glaubt”, so Dr. Dominik Erhard, IHK-Ansprechpartner für Innovation, Technologie und gewerbliche Schutzrechte.
Schon als Kinder lernen wir durch Spielen, entdecken Neues und knüpfen Freundschaften. Längst sind Videospiele für viele Menschen Alltag – unabhängig vom Alter. Jetzt erobert Gaming sogar das Auto. Beim Automotive- und Gaming-Dialogforum der IHK für Oberfranken Bayreuth in Bamberg wurde deutlich: Gaming im Auto ist keine Zukunftsmusik mehr. Die Gamingbranche ist heute gewichtiger als Hollywood und die Musikindustrie zusammen, so Serkan Yücebas, Experte für In-Car-Gaming. Seine Vision: Das Auto wird zum digitalen Erlebnisraum.
Sicherheit steht an erster Stelle
Wir warten oft im Auto – beim Laden, im Stau oder vor der Schule, berichtet Yücebas. Meist schauen wir dann aufs Handy. Er nennt das Mäusekino. Künftig sollen große Bildschirme, bequeme Sitze und smarte Technik das Auto zum zweiten Wohnzimmer machen. Er verdeutlicht: 37,5 Millionen Menschen in Deutschland spielen regelmäßig Videospiele. Das Durchschnittsalter liegt bei 39,5 Jahren. Gaming sei längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Auch die Wissenschaft sieht Chancen. Diese Technologie erlaubt es, das Auto völlig neu zu definieren, macht Psychologie-Professor Claus-Christian Carbon von der Universität Bamberg deutlich. Professor Benedikt Morschheuser, ebenfalls Uni Bamberg, betont: Es geht darum, Spielerlebnisse zu schaffen, die im Auto mehr Spaß machen als zu Hause. Das Fahrzeug selbst wird Teil des Spiels – etwa durch Bewegung oder die Nutzung von Fahrdaten.
Paul Redetzky vom Entwicklerstudio Emergo Entertainment fordert eigene Spielwelten für das Auto. So wie der Gameboy oder Pokemon neue Wege eröffnet haben, braucht es auch für das Auto eigene Ideen.
Christian Meister vom Netzwerk OfraCar hebt hervor: Unsere Unternehmen in Oberfranken sind offen für Gaming im Auto und bringen das nötige Know-how mit. Allerdings müssten Prozesse schneller werden, um mit dem asiatischen Markt Schritt zu halten. Es fehlt an Mut und Investitionen, sind sich die Experten einig. Yücebas ergänzt: Die Zulieferer machen einen tollen Job, aber die Hersteller müssen den nächsten Schritt wagen.
Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat natürlich oberste Priorität. Deshalb wird In-Car-Gaming in der Regel nur im stehenden Fahrzeug aktiviert – etwa während einer Ladepause oder beim Warten. Einige Systeme sind zusätzlich mit Fahrerüberwachung ausgestattet: Erkennt die Kamera, dass die Augen des Fahrers nicht auf der Straße bleiben, wird der Bildschirm automatisch deaktiviert.
Von Spielspaß bis Smart Mobility
In Asien ist Gaming im Auto schon Alltag, in Deutschland steckt es noch in den Kinderschuhen. Erste Systeme gibt es vor allem in Premiumfahrzeugen. Technisch möglich sind heute schon: Als Beispiele werden seitens der Experten genannt:
- Bewegungssitze, die bei Rennspielen vibrieren
- Luftströme, die sich der Geschwindigkeit anpassen
- Beleuchtung, die auf das Spiel reagiert
- Multiplayer-Spiele für die Rückbank
- Künstliche Intelligenz, die Sehenswürdigkeiten erkennt
- Interaktive Zeichenpads für Kinder
- Karaoke-Modus.
Gerade während des Ladevorgangs von E‑Autos schafft Gaming neue Möglichkeiten, Wartezeiten sinnvoll zu nutzen.
Neue Chancen für Unternehmen
Auch Unternehmen profitieren: Gamification kann den Autokauf zum Erlebnis machen. Spiele helfen, Kundenwünsche besser zu verstehen – etwa, wenn verschiedene Felgendesigns getestet werden. Gaming bietet zudem neue Werbeflächen und Sponsoringmöglichkeiten.
Das Auto von morgen ist nicht nur elektrisch und vernetzt – es wird auch zum Spielplatz. Die Verbindung von Gaming und Mobilität schafft neue Wege für Kundenbindung, Markenkommunikation und Freizeitgestaltung. Gemeinsam mit Partnern wie OfraCar, Lagarde1 oder den Wirtschaftsjunioren Bayern hat die IHK für Oberfranken beide Branchen zusammengebracht und fördert Innovationen in der Region. Dr. Erhard: “Experiment gelungen!”
vbw, Bezirksgruppe Oberfranken
17. Arbeitgeberforum Oberfranken: Strukturelle Probleme hemmen Erholung
Bei ihrem 17. Arbeitgeberforum diskutierte die Bezirksgruppe Oberfranken der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V darüber, wie man mit Lösungsbegabung die aktuellen Zeiten des Wandels erfolgreich meistern kann.
Als Gastredner gab Professor Dr. Hengstschläger, Leiter des Instituts für medizinische Genetik sowie Organisationsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik an der medizinischen Universität Wien, in seinem Vortrag „Mit Lösungsbegabung die Zukunft gestalten“ wertvolle Impulse. Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken, erklärte im Rahmen der Veranstaltung: „In den letzten beiden Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands zurückgegangen. Die Wirtschaft ist also geschrumpft, am Standort Deutschland besteht Handlungsbedarf. Die hohen Arbeits- und Energiekosten, Unternehmenssteuern und Bürokratielasten sind Stellschrauben, bei denen wir zügig und effektiv ansetzen müssen. Hierfür kann Lösungsbegabung eine Schlüsselfertigkeit sein.“
Laut vbw ist die Strukturkrise problematisch, die notwendigen Maßnahmen seien bekannt. „Statistiken zeigen, dass die Strukturkrise ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen hat. Die Bundesregierung ist gut aus den Startlöchern gekommen“, führte Kaeser dazu aus. Mit dem Investitionsbooster, dem Einstieg in eine Unternehmenssteuerreform oder den Entlastungen beim Thema Energie habe sie wichtige und richtige Akzente gesetzt. Klar sei aber, dass jetzt weitere Reformen folgen müssen. „Wir setzen darauf, dass dabei Maßnahmen beschlossenen werden, die den Anstieg der Lohnzusatzkosten wirksam bremsen und so die Beitragszahler – und damit die Unternehmen – spürbar entlasten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Bürokratieabbau, der jetzt Fahrt aufnehmen muss. Darunter fällt auch die im Koalitionsvertrag versprochene Arbeitszeitflexibilisierung. Der globale Wettbewerb um Technologieführerschaft ist noch nicht entschieden. Der Bund muss genauso lösungsorientiert und innovationsfreudig wie der Freistaat agieren. Dann haben wir die Chance, als Industriestandort ganz vorne mitzuspielen.“
„Ihr seid die Zukunft der Landwirtschaft“
Freisprechungsfeier im Beruf Landwirt /Landwirtin für Oberfranken West
22 junge Männer und 10 junge Frauen aus den Landkreisen Bamberg, Coburg, Forchheim, Kronach, Kulmbach und Lichtenfels haben die Ausbildung zum staatlich anerkannten Beruf Landwirt/Landwirtin erfolgreich abgeschlossen. Darunter waren auch Absolventinnen und Absolventen des Bildungsprogramms Landwirt (BiLa), teilweise von außerhalb Oberfrankens. Bei einer Feierstunde im Lichtenfelser Stadtteil Trieb erhielten sie ihre Urkunden von der Regierung von Oberfranken, wie die Regierung von Oberfranken mitteilt.
Die Absolventinnen und Absolventen der klassischen Ausbildung haben eine dreijährige duale Ausbildung absolviert, bei der insbesondere auch die Praxis eine entscheidende Rolle spielt. Nach einem Berufsgrundschuljahr in Vollzeit waren sie zwei Jahre in landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieben tätig. Während dieser Zeit besuchten sie an einem Tag pro Woche die Freiherr-von-Rast Berufsschule Coburg, um das Wissen zu vertiefen. Ergänzend fanden Lehrgänge und Schulungen an Landmaschinen- und Tierhaltungsschulen statt.
Mit großer Freude blickte der stellvertretende Landrat des Landkreises Lichtenfels, Helmut Fischer, auf die Absolventen: „Wenn wir eine Freisprechungsfeier erleben, ist es etwas Besonderes. Was Sie geschafft haben, ist bemerkenswert. Wir brauchen erfolgreiche Betriebe in unseren Landkreisen.“ Die Landwirtschaft benötigt gut ausgebildete Fachkräfte, um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Dafür gab Matthias Dotzler von der Regierung von Oberfranken den Absolventen mit auf den Weg: „Ich möchte Ihnen eines ans Herz legen: Bitte nutzen Sie die zahlreichen Fort- und Weiterbildungsangebote, denn man lernt nie aus.“
Zeugnisübergabe und Auszeichnung der Jahrgangsbesten
Zusammen mit Klaus Reininger von der Regierung von Oberfranken zeichnete Dotzler die fünf Besten des Jahrgangs aus: Verena Kirchner, Jonas Steiner, Tim Spörlein Johannes Konrad und Konrad Eichhorn. Sie konnten sich über eine DLG-Jahresmitgliedschaft freuen. Tanja Schilling, Klassenleiterin an der Freiherr-von-Rast-Berufsschule Coburg, würdigte Jonas Steiner zudem als Schulbesten. Sie zog ein ausschließlich positives Resümee dieses Jahrgangs: „Für die Schüler ist ihr Beruf Leidenschaft. Wir hatten als Lehrer Glück, sie unterrichten zu dürfen.“
Michael Bienlein, Kreisobmann des BBV Lichtenfels, gab den Absolventen mit auf dem Weg: „Ausbildung braucht Zeit. Sie haben sich diese Zeit genommen. Jetzt können Sie das Erlernte in der Praxis umsetzen.“ Unter den Gratulanten waren außerdem Georg Schauer, Vorsitzender des vlf Lichtenfels und Harald Weber, Behördenleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Coburg-Kulmbach.
Schulbeginn in Oberfranken
Neues Schuljahr 2025//2026 startet mit weiter steigenden Schülerzahlen
Rund 60.000 Schülerinnen und Schüler starten am 16. September 2025 in Oberfranken an Grund‑, Mittel- und Förderschulen in das neue Schuljahr, mehr als 27.500 Schülerinnen und Schüler besuchen oberfränkische berufliche Schulen (ohne Fach- und Berufsoberschulen), wie die Regierung von Oberfranken mitteilt.
38.432 Schülerinnen und Schüler und damit etwas mehr als im Vorjahr (38.112) besuchen im neuen Schuljahr die rund 230 oberfränkischen Grundschulen in 1.776 Grundschulklassen (Vorjahr: 1.758). Die Zahl der Erstklässler sinkt um 51 auf 9.611.
Auch an den knapp 100 oberfränkischen Mittelschulen steigen die Zahlen auf nunmehr 16.581 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 16.424). Die Zahl der Mittelschulklassen sinkt dagegen von 815 auf 807 leicht, sodass die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse nun bei 20,54 liegt (Vorjahr: 20,15).
Personalsituation an den Grund- und Mittelschulen
Neu eingestellt wurden von der Regierung von Oberfranken 97 Lehrkräfte, 8 Fachlehrkräfte und 5 Förderlehrkräfte. Zusätzlich wurden 58 Lehrkräfte, 8 Fachlehrkräfte und 3 Förderlehrkräfte aus anderen Regierungsbezirken nach Oberfranken versetzt.
Insgesamt ist damit auch im kommenden Schuljahr der Unterricht nach Stundenplan sowie der Wahlpflicht‑, Förder- und besondere Unterricht grundsätzlich gewährleistet. Die bedarfsgerechte Versorgung der kleinen Grundschulen im ländlichen Raum und der kleinen Mittelschulverbünde mit Lehrkräften kann durch eigens dafür bereitgestellte Lehrerstunden sichergestellt werden.
Für die Gesamtversorgung wichtig sind auch Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis. Hier läuft die Personalgewinnung kontinuierlich weiter, insbesondere für die Mobile Reserve und für zusätzliche Unterrichtsangebote.
Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat bereits jetzt zusätzliche Anstellungsmöglichkeiten zur Aufstockung der Mobilen Reserve ab November 2025 und Januar 2026 in Aussicht gestellt.
Angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels sowie aufgrund der Personalfluktuation während des gesamten Schuljahres bleibt es weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe, flächendeckend ausreichend Lehrkräfte, vor allem für Vertretungssituationen, zu finden.
Sprachstandserhebungen an Grundschulen und Einrichtung von Vorkursen „Deutsch 240“ in Oberfranken
In diesem Jahr wurden zum ersten Mal verpflichtende Sprachstandserhebungen für die Kinder durchgeführt, die nach ihrem Alter grundsätzlich für September 2026 zur Einschulung vorgesehen sind. In Oberfranken nahmen von den rund 10.000 Kindern dieser Altersgruppe auf Empfehlung der Kindertagesstätten rund 3.100 an den von der jeweils zuständigen Sprengelgrundschule organisierten Erhebungen teil.
46 Prozent (1.418) davon wurden aufgrund des Erhebungsergebnisses verpflichtet, eine staatlich geförderte Kita mit integriertem Vorkurs „Deutsch 240“ zu besuchen. Davon unabhängig können auch weitere Vorschulkinder auf Empfehlung von Kita und Schule an den Vorkursen teilnehmen.
Den Vorkurs führen Kita und Grundschule gemeinsam durch. Im Schuljahr 2025//2026 stehen den oberfränkischen Grundschulen hierfür 1.080 Lehrerwochenstunden (Vorjahr: 550 Stunden) zur Verfügung. Damit kann ein flächendeckendes Angebot an Vorkursen „Deutsch 240“ eingerichtet werden.
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Test technischer Systeme unter realen Bedingungen
Bundesweiter Warntag: Positive Bilanz für den Regierungsbezirk Oberfranken
Der heutige bundesweite Warntag ist in Oberfranken nach einem ersten Überblick insgesamt positiv verlaufen. Dies teilt die Regierung von Oberfranken mit.
Die beteiligten Behörden und Organisationen haben die Abläufe reibungslos umgesetzt, was auf eine gute Vorbereitung und Zusammenarbeit hinweist.
Die digitalen Warnungen wurden über das Modulare Warnsystem an Warn-Apps und Cell Broadcast erfolgreich versendet. Auch die Sirenen, soweit technisch digital aufgerüstet, gaben eine akustische Warnung und Entwarnung ab. Neben dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beteiligten sich in Oberfranken 138 Kommunen mit Sirenenwarnung (insgesamt rund 650 Sirenen) und Lautsprecherwagen.
Die gewonnenen Erfahrungen fließen nun in die bundesweite Auswertung des BBK ein.
Mit jedem Probealarm werden die technischen Systeme unter realen Bedingungen getestet, um Schwachstellen zu erkennen und die Effizienz und Effektivität zukünftiger Alarmierungen zu optimieren. Darüber hinaus tragen sie dazu bei, die Bevölkerung über die verschiedenen Formen der Warnung zu informieren und zu sensibilisieren. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Selbsthilfefähigkeit der Menschen in Deutschland im Krisenfall.
Die beim letzten Warntag aufgetretenen technischen Probleme bei der Entwarnung im Bereich einer Leitstelle konnten inzwischen behoben werden. Dies unterstreicht den Nutzen des Warntages als Instrument zur stetigen technischen Optimierung der Warnsysteme.
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Schlichter bei Streitigkeiten im Maler- und Lackierer- sowie im Elektronikerhandwerk
Neue Sachverständige für das Handwerk
HWK-Präsident Matthias Graßmann hat drei neue Sachverständige vereidigt, wie die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken mitteilt. Diese fungieren als Schlichter bei Streitigkeiten im Elektronikerhandwerk sowie im Maler- und Lackiererhandwerk.
Sachverständige sind für das Handwerk unabdingbar. Sie stehen Gerichten, Behörden und privaten Auftraggebern als Experten für ihr Gewerk mit ihrem Fachwissen zur Verfügung. Die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken vereidigte nun feierlich drei neue Sachverständige – Tobias Kerstan aus Bayreuth und Konrad Hoffmann aus Hollfeld für das Elektronikerhandwerk sowie Andreas Böhm aus Strullendorf für das Maler- und Lackiererhandwerk. Die besondere Bedeutung dieser neuberufenen Schlichter stellte HWK-Präsident Matthias Graßmann heraus: „Durch die Arbeit unserer Sachverständigen besteht in vielen Fällen die Chance, Streitigkeiten zwischen Handwerksbetrieben sowie zwischen Handwerksbetrieben und Kunden außergerichtlich und somit schnell und kostengünstig zu klären.“
Die drei neuen Sachverständigen leisteten vor dem HWK-Präsidenten, HWK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer, Syndikusrechtsanwalt Gerold Gebhard und Familienmitgliedern einen Schwur: Darin verpflichteten sie sich dazu, ihre Gutachten unparteiisch und nach bestem Wissen und Gewissen zu erstellen. Im Anschluss erhielten sie ihre Bestellungsurkunden, einen Sachverständigenausweis sowie den sogenannten Rundstempel überreicht. Dieser Rundstempel ist ein Zeichen dafür, dass die Sachverständigen öffentlich bestellt und vereidigt sind.
Der lange Weg bis zur Vereidigung
Mit der feierlichen Vereidigung endete für die drei neuen Sachverständigen ein langer Weg, der in der Regel – wie Syndikusrechtsanwalt Gebhard, der bei der Handwerkskammer das Sachverständigenwesen betreut, betont – zwei bis drei Jahre dauert. In der Bewerbungsphase standen Grundlagenseminare zu verschiedenen Rechtsbereichen auf dem Programm. Außerdem meisterten die drei erfolgreich eine Eignungsfeststellung, bei der sie unter anderem ein Testgutachten erstellten, das dann auf seine Qualität geprüft wurde.
Ausbildungsstart 2025
Mehr Azubis im oberfränkischen Handwerk
Es ist ein erfreulicher Einstieg in das nächste Ausbildungsjahr. Im oberfränkischen Handwerk wurden bis dato (Stand: 29. August 2025) 1.780 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, wie die Handwerkskammer für Oberfranken mitteilt. Dies obwohl nahezu ein ganzer Jahrgang Gymnasiasten fehlt.
„Diese Zahlen freuen uns riesig“, sagt HWK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer. „Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in unserer Region, dem Sonderfaktor Wechsel von G8 auf G9, dem immer härter werdenden Wettbewerb um die jungen Leute und der Unentschlossenheit vieler Schulabgänger ist das ein großer Erfolg.“
Bauer wertet die konstante Tendenz mit einem leichten Plus von 0,74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr als gutes Zeichen. Dies sei bereits im dritten Jahr in Folge ein Zuwachs bei den Auszubildenden. „Wir haben schon das Gefühl, dass immer mehr junge Menschen die guten Chancen und die ausgezeichneten Karriereperspektiven im Handwerk erkennen. Und sich gleichzeitig das Image der Handwerksberufe weiter verbessert.“ Dies führe offensichtlich auch bei den Eltern, die maßgeblichen Anteil an der Berufswahl ihrer Kinder haben, zu einem Umdenken.
Dennoch zeichnet sich kein einheitliches Bild quer durch Oberfranken ab. Bauer: „Einige Regionen haben noch Nachholbedarf.“ Zudem seien nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt. Die interne Ausbildungsbörse der HWK für Oberfranken (www.hwk-oberfranken.de/lehrstellenboerse), in die örtliche Handwerksbetriebe auf freiwilliger Basis ihr Lehrstellenangebot eintragen, weise momentan 371 handwerkliche Ausbildungsplätze in 46 Gewerken aus. „Dabei sind allerdings auch schon viele Angebote gelistet, die auf das Ausbildungsjahr 2026 abzielen.“
Starke Argumente für das Handwerk
Diejenigen, die sich in diesem Jahr für eine duale Ausbildung in einem handwerklichen Beruf entschieden haben, hätten die Vorteile des Handwerks erkannt: Sichere und attraktive Ausbildungsplätze direkt in der Region, gute Verdienstperspektiven sowie die sinnhafte und erfüllende Arbeit für jeden Einzelnen. „Diese Vorteile bestätigen uns im Handwerk nicht nur unterschiedliche Studien, sondern vor allem die Berufsstarter selbst“, so der Hauptgeschäftsführer. „Die steigende gesellschaftliche, aber auch individuelle Wertschätzung tut ihr Übriges dazu.“ Auch HWK-Präsident Matthias Graßmann ist stolz auf die Entwicklung bei den Ausbildungszahlen: „Offensichtlich fruchten unsere vielen Aktivitäten zur Berufsorientierung für junge Leute und auch unsere Imagearbeit bei den Eltern.“ Auch weiterhin biete das Handwerk den Schülerinnen und Schülern beste Perspektiven. Graßmann: „Noch nie waren die Einstiegs- und Karrierechancen im Handwerk so gut wie jetzt – und das bei zukunftsorientierten Aufgaben wie Energie- und Mobilitätswende, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.“
Handwerk als Ausbildungsbranche Nummer 1
Nach wie vor hoch sei auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe. 1.994 Handwerksbetriebe aus ganz Oberfranken bilden in unterschiedlichen Gewerken aus. Sie engagieren sich aktiv für den Nachwuchs und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs. „Das Handwerk ist Ausbildungsbranche Nummer 1. Bei uns erlernen über 30 Prozent aller Lehrlinge ihr berufliches Know-how, obwohl der Anteil der Betriebe an der Gesamtwirtschaft bei nur rund zwölf Prozent liegt.“
Dabei spiele, laut Reinhard Bauer, im Bewerbungsprozess weder die Art des Schulabschlusses noch die Abschlussnote die entscheidende Rolle. „Den Handwerkern sind bei der Einstellung eher Softfacts wie Motivation, Teamfähigkeit, Umgangsformen und Zuverlässigkeit wichtig.“
Die Türen bleiben offen
Für Jugendliche, die sich noch nicht entschieden haben, wie es nach der Schule weitergehen und wohin ihr beruflicher Weg führen soll, bietet das Handwerk auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart noch Möglichkeiten zum Einstieg an. „Die Türen unserer Betriebe bleiben für Interessenten weiter offen, für das aktuelle Ausbildungsjahr noch mindestens bis Ende Oktober und auch darüber hinaus“, macht Bauer den jungen Leuten Mut. Orientierung und Ideen zum Einstieg könnten sie beispielsweise bei den Berufsmessen des Handwerks finden, die am 11. Oktober in Bayreuth und Bamberg sowie am 18. Oktober in Coburg stattfinden.