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Oberfranken

Wegen Soft­ware­pro­ble­men ver­zö­ger­te sich Aus­zah­lungs­start spürbar

Coro­na-Hil­fen kom­men an

Im Rah­men der Novem­ber­hil­fe wur­den bis­her 55,6 Mil­lio­nen Euro und im Rah­men der Über­brü­ckungs­hil­fe II 16,7 Mil­lio­nen Euro im Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken aus­be­zahlt, das ent­spricht gut 86 Pro­zent der bean­trag­ten Hil­fen. Gabrie­le Hohen­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken, zeigt sich erleich­tert, dass die Aus­zah­lung nach einem holp­ri­gen Start wegen feh­len­der Soft­ware zügig erfol­gen konnte.

In Bay­ern ist die IHK für Mün­chen und Ober­bay­ern für die Prü­fung und Aus­zah­lung der ver­schie­de­nen Coro­na-Hil­fen ver­ant­wort­lich. Nach den Start­schwie­rig­kei­ten, die vor allem der feh­len­den Soft­ware geschul­det war, konn­ten letzt­end­lich in Bay­ern Anträ­ge schnel­ler als in ande­ren Bun­des­län­dern bewil­ligt und aus­ge­zahlt wer­den. „Die­se Auf­hol­jagt war wich­tig für unse­re Unter­neh­men, von denen vie­le mit dem Rücken zur Wand ste­hen”, so Hohen­ner. „Ziel muss es nun sein, dass auch die Anträ­ge für die Dezem­ber­hil­fe, die Neu­start­hil­fe und die Über­brü­ckungs­hil­fe III ähn­lich schnell geprüft und bewil­ligt wer­den.” 150 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der IHK in Mün­chen bear­bei­ten die Anträ­ge, unter­stützt von 250 exter­nen Voll­zeit­kräf­ten, unter ande­rem von Beam­ten des Frei­staa­tes, der Mes­se Mün­chen und von Personaldienstleistern.


Über­brü­ckungs­hil­fe II

Mit der Über­brü­ckungs­hil­fe II bezu­schusst der Bund die lau­fen­den Fix­kos­ten von Selbst­stän­di­gen, Betrie­ben und ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen im Zeit­raum Sep­tem­ber bis Dezem­ber 2020. Im Kam­mer­be­zirk der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth wur­den im Rah­men der Über­brü­ckungs­hil­fe II bis­lang rund 16,7 Mil­lio­nen Euro an rund 1.300 betrof­fe­ne Betrie­be aus­ge­zahlt. 3,9 Mil­lio­nen Euro gin­gen an das Gast­ge­wer­be, 3,5 Mil­lio­nen an Unter­neh­men im Wirt­schafts­zweig “sons­ti­ge wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen”. Zu die­sem Bereich gehö­ren unter ande­rem Rei­se­bü­ros, Event- und Mes­se­ver­an­stal­ter. 90,9 Pro­zent der Anträ­ge wur­den posi­tiv beschie­den, 86,3 Pro­zent der bean­trag­ten Gel­der bis­her bewil­ligt. Die Antrags­frist für die Über­brü­ckungs­hil­fe II ende­te am 31. März 2021.


Novem­ber­hil­fe

Bei der Novem­ber­hil­fe erstat­tet der Staat den Betrie­ben, die wäh­rend des Teil-Lock­downs im Novem­ber schlie­ßen muss­ten, bis zu 75 Pro­zent der aus­ge­fal­le­nen Umsät­ze. Betrof­fen von den Ein­schrän­kun­gen waren vor allem Hotels, Gast­stät­ten, Fit­ness­stu­di­os, Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, die Rei­se­bran­che und Ver­an­stal­ter. Ins­ge­samt wur­den bis­her knapp 4.100 Anträ­ge auf Novem­ber­hil­fe im Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit einer Gesamt­för­der­sum­me von 55,6 Mil­lio­nen Euro bewil­ligt. Davon flos­sen, Stand Mit­te März, knapp zwei Drit­tel in das Gast­ge­wer­be, gefolgt von 13,5 Pro­zent in den Bereich “Kunst, Unter­er­hal­tung und Erho­lung”. 92 Pro­zent der Anträ­ge wur­den posi­tiv beschie­den, 86,4 Pro­zent der bean­trag­ten Gel­der bis­her bewil­ligt. Anträ­ge auf Novem­ber­hil­fe kön­nen noch bis Ende April gestellt werden.


Zeit­na­he Ver­füg­bar­keit von Tests und Imp­fun­gen nächs­ter Schritt

Hohen­ner: „Seit gut einem Jahr bestimmt die Coro­na-Pan­de­mie das öffent­li­che Leben und die Wirt­schafts­ent­wick­lung.” Vie­len Unter­neh­men hät­ten die staat­li­chen Hil­fen gehol­fen, ihre Zah­lungs­fä­hig­keit abzu­si­chern. „Es muss uns aber allen klar sein, dass die Coro­na-Hil­fen nie alle Ver­lus­te abde­cken kön­nen. Umso wich­ti­ger ist es, mit dem Tes­ten und Imp­fen vor­an­zu­kom­men, um unse­ren Unter­neh­men eine Per­spek­ti­ve zu geben”, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken appel­liert für Coro­na-Tests in Handwerksbetrieben

„Regel­mä­ßi­ges Tes­ten schmä­lert die Gefahr einer erneu­ten Lockdown-Verschärfung“

Regel­mä­ßi­ge Coro­na-Tests kön­nen die Gefahr einer erneu­ten Lock­down-Ver­schär­fung ver­rin­gern. Die Hand­werks­kam­mer (HWK) für Ober­fran­ken appel­liert daher an ihre rund 16.400 Mit­glieds­be­trie­be, Beschäf­tig­ten ver­mehrt Selbst­tests anzubieten.

„Dies ist im Inter­es­se aller, um Infek­tio­nen früh­zei­tig zu ent­de­cken und Infek­ti­ons­ket­ten ent­spre­chend durch­bre­chen zu kön­nen“, sagt der Vize­prä­si­dent der HWK für Ober­fran­ken, Mat­thi­as Graß­mann. Eine gene­rel­le Test­pflicht, die mit zusätz­li­chen büro­kra­ti­schen Belas­tun­gen für Unter­neh­men ver­bun­den wäre, lehnt die Hand­werks­kam­mer eben­so wie die ande­ren baye­ri­schen Kam­mern aller­dings strikt ab.


Wer trägt die Kosten?

„Durch regel­mä­ßi­ges Tes­ten und die Ein­hal­tung der Hygie­ne­re­geln kann die Zeit über­brückt wer­den, bis allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein Impf­an­ge­bot gemacht wer­den kann“, betont Graß­mann wei­ter. Zwar bestehe aktu­ell weder für Betrie­be noch für Beschäf­tig­te eine Test­pflicht: „Es ist jedoch im Inter­es­se von uns allen, dass sowohl Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer als auch ihre Beschäf­tig­ten gesund blei­ben. Eine leis­tungs­star­ke und gesun­de Beleg­schaft ist die maß­geb­li­che Vor­aus­set­zung für einen funk­tio­nie­ren­den Betrieb ohne Produktionsausfälle.“

Außer­dem könn­ten regel­mä­ßi­ge Tests dazu bei­tra­gen, das Infek­ti­ons­ge­sche­hen unter Kon­trol­le zu hal­ten. „Dies wie­der­um schmä­lert die Gefahr einer erneu­ten Lock­down-Ver­schär­fung“, sagt Graß­mann. Aller­dings for­dert das Hand­werk auch. „Damit unse­re Betrie­be in Ober­fran­ken und auch in ganz Bay­ern groß­flä­chig tes­ten kön­nen, müs­sen die erfor­der­li­chen Tests aber auch vor­han­den sein. Hier muss die Poli­tik ihre Haus­auf­ga­ben machen und für die ent­spre­chen­den Kapa­zi­tä­ten sor­gen.“ Zudem stel­le sich natür­lich die Fra­ge, wer letzt­lich für die Kos­ten der Betrie­be auf­kom­me, wenn auf der ande­ren Sei­te alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kos­ten­los getes­tet wer­den. Den­noch rät der HWK-Vize­prä­si­dent sei­nen Hand­werks­kol­le­gen, mög­lichst viel zu tes­ten. „Wir tra­gen so unse­ren Teil dazu bei, wei­te­re beschrän­ken­de Maß­nah­men zu verhindern.“

Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken hat auf der Web­sei­te https://www.hwk-oberfranken.de/corona-schnelltest die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten für Betrie­be zusammengestellt.

Umfra­ge der IHK für Oberfranken 

Vie­le Hür­den für Coro­na-Tests in Unternehmen

Tes­ten und imp­fen wer­den als wich­ti­ge Stra­te­gie ange­se­hen, um aus dem Lock­down zu kom­men und eine wei­te­re Aus­brei­tung des Virus zu mini­mie­ren. Gut 50 Pro­zent der Unter­neh­men bie­ten ihre Beschäf­tig­ten bereits Coro­na-Tests an oder pla­nen zeit­nah ein sol­ches Ange­bot. So die Ergeb­nis­se einer aktu­el­len Blitz­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zum The­ma “Tes­ten”.

32 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men bie­ten bereits regel­mä­ßig Tests für ihre Mit­ar­bei­ter an, 22 Pro­zent pla­nen sol­che Tests in Kür­ze. Getes­tet wird bereits vor allem in Indus­trie­un­ter­neh­men, so Mal­te Tie­de­mann, Stand­ort­re­fe­rent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. In Kür­ze wol­len vor allem auch Unter­neh­men im Bereich Ein­zel­han­del und Tou­ris­mus Tests für ihre Mit­ar­bei­ter anbie­ten, wobei das davon abhängt, ob und wann die­se Unter­neh­men öff­nen dür­fen. Über alle Bran­chen und Grö­ßen­klas­sen hin­weg hat rund die Hälf­te der Unter­neh­men bis dato kei­ne kon­kre­ten Plä­ne für eine Teststrategie.

Feh­len­de Kos­ten­über­nah­me und Infor­ma­tio­nen größ­te Hemmschwelle

Die Grün­de dafür sind viel­fäl­tig. Auf die Fra­ge, wo Unter­neh­men Unter­stüt­zungs­be­darf sehen, wird in allen Bran­chen an ers­ter Stel­le der Kos­ten­fak­tor genannt. Knapp 60 Pro­zent der ober­frän­ki­schen Unter­neh­men, die bereits tes­ten, wün­schen sich eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Der­zeit müs­sen die Test und die Durch­füh­rung der Tes­tung im vol­len Umfang von den Unter­neh­men finan­ziert werden.

Für Unter­neh­men, die noch nicht tes­ten, sind feh­len­de Infor­ma­tio­nen zum Umgang mit Tests in den Unter­neh­men für gut 40 Pro­zent der Befrag­ten der größ­te Hemm­schuh. Dar­über hin­aus feh­len 22 Pro­zent der Unter­neh­men ent­spre­chen­de Schu­lungs­an­ge­bo­te, um Tes­tun­gen im eige­nen Betrieb sicher und pro­fes­sio­nell durch­füh­ren zu kön­nen. Ein Unter­neh­mer bringt es auf den Punkt: „Wir sind sehr ver­un­si­chert wegen feh­len­der Richt­li­ni­en, wis­sen nicht, wel­che Vor­aus­set­zun­gen die Tests erfül­len müs­sen, wer die Tests durch­füh­ren kann und wo wir die Tests beschaf­fen können.”

Die IHK-Orga­ni­sa­ti­on greift die Fra­gen zu den tech­ni­schen und recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen auf und bie­tet allen Unter­neh­men zwei kos­ten­lo­se Webi­na­re an. Die Webi­na­re “Covid-19-Selbst­tests in Unter­neh­men orga­ni­sie­ren und durch­füh­ren” sowie “Coro­na-Tests in Unter­neh­men – Was geht recht­lich, was nicht?” wer­den ab sofort jeweils min­des­tens zehn Mal ange­bo­ten. Infor­ma­tio­nen dazu auf der IHK-Home­page https://www.bayreuth.ihk.de/

R.I.O.! Rock in Oberfranken

Die Bands für die Club­tour 2021 ste­hen fest

Vier aus­er­wähl­te Musi­kacts haben die Chan­ce, „Ober­fran­kens Band des Jah­res 2021“ zu wer­den. Ink4Ivy wird hier­bei die Regi­on Bam­berg /​Forch­heim bei der Club­tour der vom Bezirk Ober­fran­ken aus­ge­rich­te­ten Ver­an­stal­tung R.I.O.! Rock in Ober­fran­ken ver­tre­ten. Als Spe­cial Guest zeigt Samu Neves sein musi­ka­li­sches Kön­nen auf der Bühne.

„Trotz der der­zei­ti­gen Unge­wiss­heit wol­len wir ver­su­chen ein Live-Event auf die Bei­ne zu stel­len. Wie üblich soll der Ein­tritt frei sein und jedem Gast die Mög­lich­keit gebo­ten wer­den über sei­nen Favo­ri­ten abzu­stim­men“, so Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.

Eine Vor­ent­schei­dung wur­de die­ses Jahr im Rah­men einer Online-Jury­sit­zung getrof­fen. Die Jury wähl­te je eine Band aus den Regio­nen Coburg/​Kronach/​Lichtenfels, Bamberg/​Forchheim, Kulmbach/​Bayreuth und Hof/​Wunsiedel anhand von Video- und Ton­ma­te­ri­al aus. Samu­el Rauch, Popu­lar­mu­sik­be­auf­trag­ter des Bezirks Ober­fran­ken, ist für die Orga­ni­sa­ti­on zustän­dig: „Die Qua­li­tät der Ein­sen­dun­gen war in die­sem Jahr enorm hoch. Die Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen sich auf wirk­lich star­ke Live­shows freu­en. Jetzt hof­fen wir, dass im Som­mer eine Tour statt­fin­den kann.“

Es ist geplant, im Som­mer die R.I.O.!-Tour mög­li­cher­wei­se auf ober­frän­ki­schen Frei­licht­büh­nen durch­zu­füh­ren. Soll­ten die fünf Kon­zer­te die­ses Jahr nicht statt­fin­den kön­nen, gehen die qua­li­fi­zier­ten Bands im Früh­jahr 2022 auf Tour. Nach jedem Auf­tritt erhal­ten die Musi­ke­rin­nen und Musi­ker pro­fes­sio­nel­les Feed­back und Tipps. Neben der gewon­ne­nen Büh­nen­er­fah­rung und einer Tour­ga­ge kann sich die Sie­ger­band auf ein Preis­geld in Höhe von 1000 Euro freuen.


Die Bands

Die vier­köp­fi­ge Band Ink4Ivy, die die Regi­on Bamberg/​Forchheim ver­tritt, arbei­tet mit Elan und Enga­ge­ment an eige­nen Songs. Geprägt von vie­len ver­schie­de­nen Pop-Rock-Punks Band aus deren Jugend ent­wi­ckelt sich eine Eigen­dy­na­mik, der ein kom­plett eige­ner Sound ent­springt. Es wer­den Ele­men­te von Metal, Rock oder Pop mit dem Grund­ver­ständ­nis von Punk verwoben.

Jack Tor­ran­ce wird die Regi­on Coburg /​Kro­nach /​Lich­ten­fels ver­tre­ten. Jack Tor­ran­ce ist nicht nur eine Band mit Vor­lie­be für Jack Nichol­son und sei­ne Rol­le in „The Shi­ning“, Jack Tor­ran­ce machen Heart­core. Mit einer Sozia­li­sa­ti­on im Hard­core und Punk­rock und allen damit ver­bun­de­nen Wer­ten sowie jah­re­lan­ger Erfah­run­gen in ande­ren Bands ist den Mit­glie­dern von Jack Tor­ran­ce nicht nur klar, was sie nicht wol­len, son­dern vor allem was sie wol­len: Emo­tio­nen aus­le­ben und Emo­tio­nen wecken. Nie­mals halb­her­zig, immer raus mit all dem Herzblut.

Die sie­ben­köp­fi­ge Mit­tel­al­ter­rock­band Cor­vi­dae kommt aus dem Kulm­ba­cher Raum und ver­tritt die Regi­on Kulm­bach /​Bay­reuth. Ihre Lie­der erzäh­len Geschich­ten von Rit­tern, Räu­bern und Pira­ten, schö­nen Prin­zes­sin­nen und üblen Schur­ken. Sie sind meis­tens hei­ter, aber auch mal schwer und laden zum Nach­den­ken und Mit­sin­gen ein. Der ein­zig­ar­ti­ge Sound der Raben ent­steht hier­bei aus 2‑stimmigen Dudel­sä­cken, gepaart mit einer Pri­se kna­cki­gem Bass, ver­fei­nert mit trei­ben­den Gitar­ren­riffs, zer­mal­men­den Drums, kraft­vol­len mehr­stim­mi­gen Gesän­gen und das Gan­ze ange­rich­tet auf einer Por­ti­on Symphonie.

Inspi­riert von Frank Tur­ner, John Allen und ande­ren Singer/​Songwritern, hat Maxi­mi­li­an Adler, der mit sei­ner Band Maxi­mi­li­an Adler & The Spli­der Pha­ser Naked Band die Regi­on Hof /​Wun­sie­del ver­tritt, sei­nen ganz eige­nen Sound gefun­den. Ein von sei­ner Akus­tik­gi­tar­re getra­ge­ner Punk­rock­sound, mit star­ken Fol­k­ein­flüs­sen. Über all­dem thront sei­ne leicht melan­cho­li­sche, dafür umso durch­drin­gen­de­re Stim­me. Mal schnell, laut und ein­gän­gig, mal lei­se und dafür umso ein­dring­li­cher. Zusam­men mit sei­nen Band­kol­le­gen an der Man­do­li­ne, Gei­ge, E‑Gitarre, am Bass und an den Drums ent­steht ein ein­zig­ar­ti­ger Sound.

Der gebür­ti­ge Bra­si­lia­ner Samu­el Neves tritt als Spe­cial Guest auf. Er begann mit 11 Jah­ren Gitar­re zu spie­len und zu sin­gen. Er hat­te bereits zahl­rei­che Auf­trit­te in Coburg sowie auf dem Sam­ba Fes­ti­val. Er beein­druckt mit Rock, Pop, Bos­sa Nova und bra­si­lia­ni­scher Popmusik.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind zu fin­den auf den Social-Media-Kanä­len des Bezirks Ober­fran­ken bei Face­book, Insta­gram und YouTube.

IHK-Ver­tre­ter im Gespräch mit Moni­ka Hohlmeier

“Update Euro­pa”

In Brüs­sel wer­den immer mehr EU-wei­te Ent­schei­dun­gen getrof­fen, die auch auf die ober­frän­ki­schen Unter­neh­men unmit­tel­ba­re Aus­wir­kun­gen haben. Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth hat das zum Anlass genom­men, um unter dem Mot­to “Update Euro­pa” aktu­el­le Euro­pa­the­men an die Poli­tik zu adres­sie­ren. Ansprech­part­ne­rin der vir­tu­el­len Sit­zung war die ober­frän­ki­sche Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Moni­ka Hohlmeier.

„Durch die Coro­na-Pan­de­mie und die in die­sem Zusam­men­hang dis­ku­tier­ten The­men, wie etwa die Beschaf­fung der Impf­stof­fe oder die fak­ti­schen Grenz­schlie­ßun­gen des Bin­nen­mark­tes, sind ande­re The­men in den Hin­ter­grund gerückt , obwohl sie von gro­ßer Bedeu­tung für unse­re Unter­neh­men sind”, beton­te IHK-Prä­si­den­tin Son­ja Wei­gand in ihrer Begrü­ßung. Die Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te ver­sprach, bei allen Ent­schei­dun­gen auf euro­päi­scher Ebe­ne die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen Wirt­schaft im Auge zu behal­ten. Drei The­men­be­rei­che hat­te die IHK vor­be­rei­tet, die durch Exper­ten aus dem IHK-Ehren­amt qua­si als “Paten” ein­ge­führt wur­den.
IHK-Vize­prä­si­dent Dr. Hein­rich Strunz ging zunächst auf die anste­hen­de neue EU-För­der­pe­ri­ode 2022–2028 ein, in der Deutsch­land deut­lich weni­ger EU-För­der­mit­tel erhal­ten soll als bis­her. In der Fol­ge droht nach sei­nen Wor­ten ein För­der­ge­fäl­le von 40 Pro­zent zwi­schen Ober­fran­ken und Höchst­för­der­ge­bie­ten in der Tsche­chi­schen Repu­blik. Das wer­de ins­be­son­de­re in den Grenz­re­gio­nen zu erheb­li­chen Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen füh­ren und im schlech­tes­ten Fall zu einem Rück­gang von Inves­ti­tio­nen oder gar zu Betriebs­ver­la­ge­run­gen. „Wir for­dern die deut­sche Poli­tik in Land, Bund und EU auf, dro­hen­de Nach­tei­le für die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft durch Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen über Nach­ver­hand­lun­gen zu ver­hin­dern. Zudem muss der Frei­staat Bay­ern einen grö­ße­ren eige­nen finan­zi­el­len Hand­lungs­spiel­raum bekom­men, um ein­zel­be­trieb­li­che Inves­ti­tio­nen in Ober­fran­ken auch künf­tig för­dern zu kön­nen”, so Dr. Strunz.

„Es ist völ­lig inak­zep­ta­bel, dass ein Höchst­för­der­ge­biet der EU an eine Regi­on grenzt, die ohne För­de­rung aus­kom­men muss”, kri­ti­sier­te Moni­ka Hohl­mei­er den von der EU-Kom­mis­si­on vor­ge­leg­ten Ent­wurf für die Neu­ord­nung der EU-För­de­rung. Die Abge­ord­ne­te will sich gegen­über der Kom­mis­si­on dafür ein­set­zen, die Deutsch­land zuste­hen­den För­der­an­tei­le zu erhöhen.

So gewin­ne der Bund zusätz­li­chen Spiel­raum, um zusätz­li­che För­der­ge­bie­te in den Grenz­re­gio­nen aus­wei­sen zu kön­nen. Ziel müs­se es sein, das För­der­ge­fäl­le zur Tsche­chi­schen Repu­blik auf maxi­mal 15 Pro­zent zu begrenzen.

Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer gemein­sam mit IHK-Ver­tre­tern bei einer Video­kon­fe­renz mit MdEP Moni­ka Hohlmeier.

Bre­x­it führt zu Beeinträchtigungen

Einen Impuls zum Bre­x­it und sei­nen Aus­wir­kun­gen auf die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft gab Ste­fan Trassl, Geschäfts­füh­rer der Sig­mund Lind­ner GmbH in War­men­stein­ach. Er berich­te­te von erheb­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen der Han­dels­be­zie­hun­gen sei­nes Unter­neh­mens mit dem Ver­ei­nig­ten König­reich. „Die Pro­ble­me betref­fen nicht nur unser Unter­neh­men, denn rund 190 Unter­neh­men in Ober­fran­ken haben wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen nach Groß­bri­tan­ni­en”, beton­te Trassl. Die baye­ri­schen Expor­te nach Groß­bri­tan­ni­en sind 2020 um 18 Pro­zent ein­ge­bro­chen, wodurch das Ver­ei­nig­te König­reich von Platz 5 der baye­ri­schen Han­dels­part­ner auf Platz 8 zurück­ge­fal­len sei. Kon­kret lei­de man der­zeit unter erheb­lich ver­län­ger­ten Lie­fer­zei­ten, deut­lich höhe­ren Fracht­kos­ten und erheb­li­chen Pro­ble­men mit uner­fah­re­nen bri­ti­schen Zoll­be­hör­den. Ins­ge­samt beein­träch­ti­ge die Situa­ti­on die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men erheblich.

„Alles ist jetzt teu­rer und umständ­li­cher”, so das Resü­mee Hohl­mei­ers zum Bre­x­it. Die bri­ti­sche Regie­rung unter Pre­mier Boris John­son habe sich nicht auf den EU-Aus­tritt vor­be­rei­tet und so tref­fe man nun völ­lig unvor­be­rei­te­te bri­ti­sche Beam­te vor allem bei der Zoll­ab­wick­lung. Das mache Just-in-time-Lie­fe­run­gen nahe­zu unmög­lich und füh­re zu lan­gen Trans­port- und Stand­zei­ten. Den ober­frän­ki­schen Unter­neh­mern mach­te die Abge­ord­ne­te aller­dings wegen der unbe­re­chen­ba­ren Hal­tung der bri­ti­schen Regie­rung wenig Hoff­nung auf schnel­le Bes­se­rung und fai­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen. Schon jetzt ver­sto­ße das Ver­ei­nig­te König­reich gegen zen­tra­le Punk­te des rati­fi­zier­ten Über­gangs­ver­tra­ges und nut­ze die Son­der­rol­le Nord­ir­lands zum eige­nen Vor­teil. „Wir müs­sen hart ver­han­deln, denn die Bri­ten ver­tre­ten die Posi­ti­on ‘Wir pro­fi­tie­ren, aber die EU zahlt’ “, so Hohlmeier.


“Green Deal” darf kein “Green Kill” werden

Als drit­ten The­men­kom­plex führ­te Bernd Hör­auf, Geschäfts­füh­rer der Ger­res­hei­mer Tettau GmbH aus Tettau in die Fol­gen des “Green Deal” für ober­frän­ki­sche Unter­neh­men ein. Mit dem Green Deal ver­fol­ge die Euro­päi­sche Uni­on das Ziel, bis 2050 kli­ma­neu­tral zu sein und das Wirt­schafts­wachs­tum in der EU von der Res­sour­cen­nut­zung abzu­kop­peln. Das füh­re zu enor­men Her­aus­for­de­run­gen für die Wirt­schaft, ins­be­son­de­re für die indus­tri­el­le Pro­duk­ti­on. „Wir müs­sen auf­pas­sen, dass aus dem ‘Green Deal’ kein ‘Green Kill’ wird”, mahn­te Hör­auf. Schließ­lich müs­se man auf der einen Sei­te die erneu­er­ba­re Strom­erzeu­gung, die Strom­net­ze und die For­schung in inno­va­ti­ven Zukunfts­tech­no­lo­gien, wie der Was­ser­stoff­tech­nik, mas­siv aus­bau­en, zugleich aber auf der ande­ren Sei­te den betrof­fe­nen Unter­neh­men im Über­gang bei­ste­hen. „Eine neue Glas­wan­ne mit Umfeld kann bis zu 30 Mil­lio­nen Euro kos­ten und hat eine Lauf­zeit von 15 Jah­ren. Betreibt man die­se Anla­ge mit rege­ne­ra­tiv erzeug­tem Strom und grü­nem Was­ser­stoff, bringt das erheb­li­che Mehr­kos­ten mit sich”, so Hör­auf. Die Poli­tik müs­se des­halb einen Mehr­kos­ten­aus­gleich bei Schlüs­sel­tech­no­lo­gien ein­füh­ren, um das Abwan­dern der Pro­duk­ti­on und damit die Ver­la­ge­rung der CO2-Belas­tung zu verhindern.

Die Umset­zung des “Green Deal” nann­te auch Moni­ka Hohl­mei­er eine Her­ku­les­auf­ga­be. Die EU-Kom­mis­si­on habe 50 Maß­nah­men defi­niert, um die Kli­ma­zie­le zu errei­chen. Der Umstieg dür­fe vor allem im Bereich der Wirt­schaft nicht nur ideo­lo­gisch moti­viert sein, son­dern müs­se ver­träg­lich erfol­gen. „Wir müs­sen die inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit der euro­päi­schen Volks­wirt­schaf­ten im Auge behal­ten, sonst kommt es zu Ver­la­ge­run­gen, die unse­rer Wirt­schaft scha­den, und dabei dem Welt­kli­ma auch nicht hel­fen”, so die Abge­ord­ne­te, die sich vor allem für Inves­ti­ti­ons­pro­gram­me zur För­de­rung neu­er Zukunfts­tech­no­lo­gien aus­sprach. Bis­her aller­dings sei der Green Deal ledig­lich ein rei­nes Ideen­werk, das über kon­kre­te Kom­mis­si­ons­ent­schei­dun­gen erst zu einem Regel­werk her­an­wach­sen müs­se. „Allei­ne einen fai­ren Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te­han­del zu imple­men­tie­ren ist extrem auf­wen­dig, vor allem wenn man die unter­schied­li­chen Akteu­re in den EU-Mit­glieds­staa­ten betrach­tet”, erläu­ter­te Moni­ka Hohlmeier.

In ihrem Schluss­wort kri­ti­sier­te IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner die Kurz­fris­tig­keit, mit der man­che Ent­schei­dun­gen von erheb­li­cher Trag­wei­te für die Wirt­schaft oft ange­gan­gen und umge­setzt wer­den. „Vie­le The­men wer­den lan­ge auf­ge­scho­ben und dann zur Unzeit mit äußerst knap­pen Umset­zungs­fris­ten ent­schie­den”, so Hohenner.

Nach­rüst­frist bei Regis­trier­kas­sen läuft ab

Mit­ten in der Coro­na-Kri­se kom­men Nach­rüst­kos­ten für Unter­neh­men zu

Bis spä­tes­tens 30. März müs­sen Unter­neh­men ihre elek­tro­ni­schen Regis­trier­kas­sen mit einer zer­ti­fi­zier­ten tech­ni­schen Sicher­heits­ein­rich­tung nach­ge­rüs­tet haben. Die IHK für Ober­fran­ken for­dert ange­sichts der aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen eine Ver­län­ge­rung die­ser Frist.

„Vie­le der betrof­fe­nen Unter­neh­men befin­det sich seit Mona­ten im Lock­down und wis­sen nicht, wann sie wie­der öff­nen dür­fen und ob sie die aktu­el­le Kri­sen­si­tua­ti­on über­haupt über­ste­hen”, so Gabrie­le Hohen­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. „Vie­le Unter­neh­men kämp­fen aktu­ell um jeden Euro Liqui­di­tät. In die­ser Situa­ti­on eine der­ar­ti­ge Umrüs­tung zu ver­lan­gen, ist abso­lut nicht ver­hält­nis­mä­ßig.” Allei­ne in Ober­fran­ken gebe es nach IHK-Schät­zung 20.000 bis 30.000 elek­tro­ni­sche Kas­sen und Kas­sen­sys­te­me, die in ers­ter Linie bei Ein­zel­händ­lern und Gas­tro­no­men stehen.

Unter­neh­men mit elek­tro­ni­schen Regis­trier­kas­sen soll­ten die­se ursprüng­lich bis Anfang 2020 mit einer zer­ti­fi­zier­ten tech­ni­schen Sicher­heits­ein­rich­tung (TSE) aus­rüs­ten. Da wegen Ver­zö­ge­run­gen bei der zustän­di­gen Bun­des­be­hör­de lan­ge Zeit über­haupt kei­ne zer­ti­fi­zier­ten Sicher­heits­lö­sun­gen am Markt erhält­lich waren, hat­te das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um nach For­de­run­gen der Wirt­schaft eine Nicht­be­an­stan­dungs­frist bis 30. Sep­tem­ber 2020 ein­ge­räumt. „Bay­ern hat­te zusätz­lich, wie fast alle ande­ren Bun­des­län­der, wegen der Belas­tun­gen der Unter­neh­men durch Coro­na-Pan­de­mie und Lock-Downs unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen eine Schon­frist bis Ende März 2021 ein­ge­räumt”, erläu­tert Andre­as Wand­ner, IHK-Refe­rent für Steu­ern, Finan­zen und Handelsregister.


IHK-Emp­feh­lung: Beim Finanz­amt Antrag auf Frist­ver­län­ge­rung stellen

Solan­ge kei­ne wei­te­re, all­ge­mein­gül­ti­ge Frist­ver­län­ge­rung von der Finanz­ver­wal­tung ver­kün­det wird, emp­fiehlt die IHK daher, dass Unter­neh­men, die sich der­zeit in einer Zwangs­la­ge befin­den, bei ihrem Finanz­amt einen Antrag auf Frist­ver­län­ge­rung stel­len. Der Betrieb einer unge­schütz­ten Kas­se wäre ansons­ten ab April nicht recht­mä­ßig und es dro­hen Maß­nah­men wie Schät­zun­gen von Besteue­rungs­grund­la­gen sowie Bußgelder.

„Es besteht auch wei­ter­hin kei­ne all­ge­mei­ne Pflicht zur Nut­zung einer Regis­trier­kas­se”, betont Wand­ner. „Unter­neh­mer, die nach wie vor eine offe­ne Laden­kas­se ver­wen­den, sind nicht zur Anschaf­fung gezwungen.”

Frän­ki­scher Theatersommer

„Den Gefal­len, ein Stück über Coro­na auf die Büh­ne zu brin­gen, wer­de ich dem Virus nicht tun“

Trotz Pan­de­mie blickt die ober­frän­ki­sche Lan­des­büh­ne des Frän­ki­schen Thea­ter­som­mers auf ein künst­le­risch und wirt­schaft­lich zufrie­den­stel­len­des Jahr 2020 zurück. Zwi­schen den Lock­downs spiel­te die Wan­der­büh­ne über 80 Auf­trit­te. Jan Bur­din­ski ist Regis­seur, Dar­stel­ler und Inten­dant des Frän­ki­schen Thea­ter­som­mers. Im Inter­view wirft er einen Blick auf die ver­gan­ge­ne Saison.

Wie war der zurück­lie­gen­de Thea­ter­som­mer? Wie weit war regu­lä­res Arbei­ten möglich?

Jan Bur­din­ski: Die Thea­ter­som­mer-Sai­son 2020 war eine ein­zig­ar­ti­ge Erfah­rung: Die Unge­wiss­heit, ob wir über­haupt wür­den spie­len kön­nen, zehr­te an den Ner­ven des Ensem­bles, doch wir hat­ten alle dar­auf ein­ge­schwo­ren, dass wir nach einem offi­zi­el­len Öff­nungs-Signal sofort mit den vor­be­rei­te­ten Insze­nie­run­gen star­ten wür­den. Das Signal von der Baye­ri­schen Lan­des­re­gie­rung kam am 15. Juni, und am 17. Juni gab es in Adels­dorf mit „Engel auf Erden“, ein Thea­ter­stück zu Mar­le­ne Diet­rich, die ers­te Pre­mie­re, wel­cher inner­halb eines Monats sie­ben wei­te­re Pre­mie­ren folg­ten: Drei Solo-Stü­cke, „Roll on Beet­ho­ven“, „Der Geräusch­lo­se“, „Ein Nass­horn und ein Tro­cken­horn“, zwei Musik­thea­ter-Dar­bie­tun­gen, dar­un­ter „Aus dem Leben eines Tau­ge­nichts“ und „Das Mör­der­ka­rus­sell“ und die Wie­der­auf­nah­me-Pre­mie­re des Musi­cals „Heis­se Zei­ten“. Ver­zich­ten muss­ten wir auf die per­so­nen­rei­chen Stü­cke „Ein Som­mer­nachts­traum“ und „Der flie­hen­de Hol­la­en­der“. Bei­de Stü­cke haben wir auf die jet­zi­ge Sai­son 2021 ver­scho­ben. Und wie­der ste­hen wir damit in den Startlöchern.


Konn­te unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen, samt Hygie­nekon­zept und Abstands­re­ge­lun­gen, Thea­ter­stim­mung aufkommen?

Jan Bur­din­ski: Das haben wir uns damals auch gefragt. Aber schon die ers­te Auf­füh­rung wisch­te alle Beden­ken bei­sei­te. Die Dank­bar­keit des Publi­kums war über­wäl­ti­gend, die Thea­ter­stim­mung gera­de­zu eupho­risch. Wir hat­ten sehr enga­gier­te Mit­ar­bei­ter, die das erfor­der­li­che Hygie­ne-Kon­zept per­fekt vor­be­rei­tet hat­ten und alle Zuschau­er mit Charme und Mas­ke zu ihren Plät­zen geleiteten.

Jan Bur­din­ski wirft er einen Blick auf die ver­gan­ge­ne Saison

Zwi­schen dem ers­ten und zwei­ten Lock­down konn­ten wir auf die­se Wei­se über acht­zig Auf­füh­run­gen durchführen.


In wel­chem wirt­schaft­li­chen Zustand befin­det sich der Frän­ki­sche Theatersommer?

Jan Bur­din­ski: Es war ein Glück, dass wir beim ers­ten Lock­down die Flin­te nicht gleich ins Korn gewor­fen hat­ten, obgleich es Stim­men und Emp­feh­lun­gen gab, die gan­ze Sai­son abzu­sa­gen. Das haben wir aus unse­rer Spiel­lust her­aus nicht befolgt. Es wäre auch wirt­schaft­lich ein Desas­ter gewor­den. Nun kön­nen wir sagen: Alles rich­tig gemacht. Der Jah­res­ab­schluss konn­te sich sehen lassen.

Wie weit sind Sie in den Pla­nun­gen für die kom­men­de Sai­son? Wie gehen Sie dabei mit der nach wie vor herr­schen­den Unsi­cher­heit, ob Kul­tur­be­trieb statt­fin­det oder nicht, um?

Jan Bur­din­ski: Mit der­sel­ben Hal­tung wie im Vor­jahr: Wir berei­ten uns Schritt für Schritt vor und wol­len star­ten, wenn das Signal auf grün steht.


Wel­che Stü­cke wür­den zu sehen sein, wenn alles klappt?

Jan Bur­din­ski: Wie schon erwähnt „Ein Som­mer­nachts­traum“ und „Der flie­hen­de Hol­la­en­der“. Außer­dem moti­vier­te uns der gro­ße Publi­kums­er­folg des Musi­cals „Heis­se Zei­ten“ dazu, die Fort­set­zungs­ge­schich­te vor­zu­neh­men: Das Musi­cal „Höchs­te Zeit“. Dazu kom­men noch meh­re­re solis­ti­sche Neu­in­sze­nie­run­gen wie „Emmas Glück“, bekannt aus dem Kino, „Die Stern­stun­de des Josef Bie­der“, das komö­di­an­ti­sche Solo eines Thea­ter-Requi­si­teurs, und das Musik­thea­ter „Mozart goo­geln“. Und last but not least „Don Qui­jo­te & San­cho Pansa“.


Nach wel­chen Gesichts­punk­ten stel­len Sie den Spiel­plan zusammen?

Jan Bur­din­ski: Ent­schei­dend ist die Ent­wick­lung, wel­che das Schau­spiel-Ensem­ble in den letz­ten Jah­ren genom­men hat, des­sen Wün­sche und Befä­hi­gun­gen. Die Kennt­nis unse­res sehr hete­ro­ge­nen Publi­kums erfor­dert einen viel­ge­stal­ti­gen Spiel­plan, was auch mei­ner eige­nen Vor­lie­be entspricht.


Wer­den Sie sich insze­na­to­risch der Pan­de­mie annehmen?

Jan Bur­din­ski: Den Gefal­len, ein Stück über Coro­na auf die Büh­ne zu brin­gen, wer­de ich dem Virus nicht tun, das wäre zuviel der Ehre. Seit einem Jahr hat die Pan­de­mie all unse­re Sin­ne in Beschlag genom­men. Jetzt habe ich ein Bedürf­nis nach fri­scher Thea­ter­luft und damit ste­he ich nicht allein. Aus grö­ße­rem zeit­li­chen Abstand her­aus wer­de ich viel­leicht mal ein Thea­ter­stück dar­über schrei­ben. Es wird eine Tra­gi­ko­mö­die werden.


Mit Gut Kut­zen­berg bei Lich­ten­fels haben Sie zusätz­lich zum Wan­der­thea­ter eine sta­tio­nä­re Büh­ne gefun­den. Wie weit sind Sie mit die­ser Büh­ne fort­ge­schrit­ten – wird sie 2021 schon zum Ein­satz kommen?

Jan Bur­din­ski: Mit der Sanie­rung der Räum­lich­kei­ten von Gut Kut­zen­berg wer­den wir noch ein paar Jah­re zu tun haben, aber das „Gar­ten­thea­ter“ nut­zen wir schon seit zwei Jah­ren. Es ist eine traum-haf­te Frei­licht­büh­ne – bes­tens geeig­net für den „Som­mer­nachts­traum“ und für „Don Qui­jo­te“.
Die Wie­se vor den bei­den gro­ßen Lin­den­bäu­men sind herr­li­che Spiel­plät­ze für Kin­der­thea­ter und für Musik­thea­ter. Und die bei­den Scheu­nen bespie­len wir mit klei­nen fei­nen Kammertheater-Produktionen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter

http://www.theatersommer.de

IHK warnt vor dro­hen­der Fachkräftelücke

„Dau­men hoch“ für die Ausbildung

Auch in die­sem Jahr erhal­ten alle akti­ven Aus­bil­dungs­be­trie­be der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihren „Dau­men hoch“-Aufkleber, mit dem sie ihr Aus­bil­dungs­en­ga­ge­ment nach außen sicht­bar machen kön­nen. „Jedes ein­zel­ne Unter­neh­men, das sich für Aus­bil­dung enga­giert, leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Fach­kräf­te­si­che­rung und damit zur Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Wirt­schafts­stand­orts“, so die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner zur Bedeu­tung der beruf­li­chen Aus­bil­dung. „Auf­grund der Pan­de­mie gab es 2020 einen Ein­bruch bei den Aus­bil­dungs­zah­len. Daher müs­sen wir gera­de jetzt alle Regis­ter für die Aus­bil­dung zie­hen“, so Hohenner.

Seit 2015 erhal­ten alle Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth die Aus­zeich­nung „Aus­bil­dungs­be­trieb: die­ses Unter­neh­men sichert Qua­li­tät durch beruf­li­che Aus­bil­dung“ mit Urkun­de und ent­spre­chen­dem Auf­kle­ber. Damit kann die Aus­bil­dungs­leis­tung gegen­über Kun­den, Lie­fe­ran­ten und auch der Öffent­lich­keit sicht­bar gemacht wer­den. An rund 2.300 akti­ve Aus­bil­dungs­be­trie­be wer­den die Auf­kle­ber in die­sen Tagen verschickt.


„Ja zur Ausbildung“

„Noch nie war die beruf­li­che Aus­bil­dung so wich­tig wie jetzt“, erläu­tert Bernd Reh­orz, Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK, mit Blick auf die aktu­el­len Aus­bil­dungs­zah­len. 2020 ver­zeich­ne­te die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth einen Rück­gang von 19,9 Pro­zent bei den neu ein­ge­tra­ge­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen. Cir­ca 3.000 Lehr­stel­len waren zum Start des lau­fen­den Aus­bil­dungs­jah­res in Ober­fran­ken noch unbe­setzt. „Dies liegt unter ande­rem an der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung, die wir in Ober­fran­ken schon seit eini­gen Jah­ren spü­ren. Vor allem aber ist dies auf die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie zurück­zu­füh­ren“, so Reh­orz. Bereits jetzt zeich­ne sich lei­der eine Fort­set­zung des Trends für 2021 ab.
„Wird der Rück­gang der Aus­bil­dungs­zah­len nicht gestoppt, wer­den unse­re Unter­neh­men in eini­gen Jah­ren mit enor­mem Fach­kräf­te­man­gel zu kämp­fen haben“, warnt Hohen­ner. Für die Unter­neh­men, die heu­te noch nicht abschät­zen kön­nen, wel­che lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen die Pan­de­mie haben wird, wäre dies eine zusätz­li­che Belas­tung. „Soweit darf es nicht kom­men. Wir müs­sen jetzt in Aus­bil­dung inves­tie­ren, bevor die Fach­kräf­te­lü­cke zu groß wird und durch Coro­na ange­schla­ge­ne Unter­neh­men in die Knie zwingt“, so die IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin. „Aus­bil­dung ist eine Inves­ti­ti­on in die nahe Zukunft.“


Auch die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ver­stärkt ihr Enga­ge­ment rund um die beruf­li­che Bil­dung ange­sichts der aktu­el­len Ent­wick­lung. „Ja zur Aus­bil­dung“ ist das Mot­to, mit dem die IHK ihre Maß­nah­men rund um die Aus­bil­dung bün­deln und somit deren Schlag­kraft erhö­hen will. „Wir appel­lie­ren an die Betrie­be, ihr Aus­bil­dungs­en­ga­ge­ment wei­ter hoch zu hal­ten. Zugleich möch­ten wir auch Jugend­li­che über­zeu­gen, sich für eine Aus­bil­dung und die damit ver­bun­de­nen Vor­tei­le, wie z.B. den hohen Pra­xis­be­zug sowie die zahl­rei­chen Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten nach dem Abschluss, zu ent­schei­den“, so Reh­orz. „Aus­bil­dung hat bei der IHK obers­te Prio­ri­tät. Für die Zukunft unse­rer Unter­neh­men, den Wirt­schafts­stand­ort und damit unse­rer gesam­ten Region.“


„Zeigt uns Eure Daumen“

Auch die „Dau­men hoch“-Aktion möch­te die IHK in die­sem Jahr noch sicht­ba­rer machen. Unter dem Mot­to „Zeigt uns Eure Dau­men“ ruft die IHK daher alle Aus­bil­dungs­be­trie­be auf, Fotos ihrer Aus­zu­bil­den­den oder Aus­bil­der mit ihrem „Dau­men hoch“ Auf­kle­ber auf der Face­book Sei­te der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zu tei­len. „Jedes ein­zel­ne Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men leis­tet Gro­ßes für Ober­fran­ken. Das darf auch gezeigt wer­den“, so Rehorz.

Hilfs­an­ge­bot

Kri­sen­dienst Ober­fran­ken berät und zeigt Wege auf

Hoff­nungs­lo­sig­keit, Exis­tenz­ängs­te, Über­for­de­rung, Ein­sam­keit, Angst, Panik, Rat­lo­sig­keit, Wut, Trau­er – eine Kri­se kann sich unter­schied­lich äußern. Um einen ers­ten Aus­weg zu fin­den, hilft oft­mals ein bera­ten­des Gespräch. Eine anony­me und pro­fes­sio­nel­le Sofort­hil­fe bie­tet der Kri­sen­dienst Ober­fran­ken ab 1. März an.

Die­se Hil­fe steht ab kom­men­der Wochen von Mon­tag bis Mitt­woch, jeweils von 9 bis 17 Uhr, don­ners­tags und frei­tags von 9 bis 21 Uhr und sams­tags, sonn­tags und an Fei­er­ta­gen von 9 bis 17 Uhr erreich­bar. An die kos­ten­freie Tele­fon­num­mer 0800 655 3000 kann sich jede Per­son wen­den, die sich in einer see­li­schen Not­si­tua­ti­on befin­det. Auch Mit­be­trof­fe­ne, Ange­hö­ri­ge und Bezugs­per­so­nen kön­nen das psy­cho­so­zia­le Bera­tungs­an­ge­bot wahrnehmen.

Der Bezirk Ober­fran­ken schafft durch die Ein­füh­rung des Kri­sen­diens­tes samt Abend-Wochen­end-Fei­er­tag-Diens­te ein Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­an­ge­bot über die übli­chen Büro­zei­ten hin­aus. „Situa­tio­nen, in denen man nicht mehr wei­ter­weiß, gehö­ren zum Leben und kön­nen jeden Men­schen in jeder Lebens­pha­se tref­fen. Der Kri­sen­dienst Ober­fran­ken bie­tet Erwach­se­nen eine kom­pe­ten­te Anlauf­stel­le. Gemein­sam wer­den Lösun­gen erar­bei­tet, die den Weg aus der Kri­se erleich­tern“, erläu­tert Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.


Tele­fo­ni­sche Bera­tung, Ver­mitt­lung und mobi­le Ein­sät­ze vor Ort

Der Kri­sen­dienst Ober­fran­ken umfasst eine Leit­stel­le mit Sitz in Bay­reuth. Hier berät ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les Team aus geschul­ten Fach­kräf­ten die Anru­fen­den. Die sozi­al­päd­ago­gisch, psy­cho­lo­gisch und the­ra­peu­tisch aus­ge­bil­de­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter klä­ren die jewei­li­ge Situa­ti­on und bie­ten eine ers­te Ent­las­tung und Orientierung.

Wenn aus dem Tele­fo­nat her­vor­geht, dass eine län­ger­fris­ti­ge psy­cho­so­zia­le Beglei­tung oder eine ärzt­li­che Behand­lung not­wen­dig ist, emp­fiehlt der Kri­sen­dienst geeig­ne­te Fach­stel­len und ver­mit­telt falls nötig kurz­fris­tig einen Ter­min. Dank der engen Zusam­men­ar­beit mit einem brei­ten Netz­werk regio­na­ler Part­ner wie Ein­rich­tun­gen, Bera­tungs­stel­len, Arzt­pra­xen und Kli­ni­ken kann indi­vi­du­el­le und schnel­le Hil­fe geleis­tet wer­den.
Im Bedarfs­fall akti­viert die Leit­stel­le ein mobi­les Team, das „zum Ort der Kri­se“ fährt, um mög­lich­wei­se zu dees­ka­lie­ren oder um eine even­tu­el­le Gefähr­dung ein­zu­schät­zen und not­wen­di­ge Schrit­te ein­zu­lei­ten. Die mobi­len Diens­te sind in vier Pla­nungs­re­gio­nen – Bamberg/​Forchheim, Coburg/​Kronach/​Lichtenfels, Bayreuth/​Kulmbach und Hof/​Wunsiedel – auf­ge­teilt und somit inner­halb einer Stun­de am Kri­sen­ort in Oberfranken.

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm appel­liert: „Je frü­her Betrof­fe­ne anru­fen, des­to bes­ser, denn durch früh­zei­ti­ge Unter­stüt­zung kann eine Ver­schlech­te­rung oder eine Zwangs­maß­nah­me ver­mie­den werden.“


Nie­der­schwel­li­ger Zugang

Die Kri­sen­diens­te der sie­ben baye­ri­schen Bezir­ke bil­den zusam­men das Netz­werk Kri­sen­diens­te Bay­ern. Die von den Bezir­ken und dem Frei­staat Bay­ern finan­zier­ten zen­tra­len Leit­stel­len sind unter der bay­ern­weit ein­heit­li­chen Ruf­num­mer 0800 655 3000 erreich­bar. Die Bera­tung erfolgt anonym und kos­ten­frei. Es ist kei­ne Ter­min­ver­ein­ba­rung und kein Aus­tausch von For­ma­li­tä­ten not­wen­dig. Alle Hil­fe­su­chen­den, unab­hän­gig davon, ob sie an einer psy­chi­schen Vor­er­kran­kung lei­den oder nicht, kön­nen auf die qua­li­fi­zier­te Hil­fe zurück­grei­fen. „Mit dem Kri­sen­dienst wird die Ver­sor­gung für Men­schen mit psy­chi­schem Hil­fe­be­darf in unse­rer Regi­on wei­ter gestärkt. Er ist ein wich­ti­ger Bei­trag zur wei­te­ren Ent­stig­ma­ti­sie­rung psy­chi­scher Erkran­kun­gen“, erklärt Sozi­al­pla­ner Robert Stiefler, der beim Bezirk den Auf­bau des Kri­sen­diens­tes Ober­fran­ken organisiert.

Bis zum geplan­ten Rund-um-die-Uhr-Betrieb ab 1. Juli die­sen Jah­res erfolgt die ein­gangs beschrie­be­ne Erreich­bar­keit des Kri­sen­diens­tes Oberfranken.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen zum Kri­sen­dienst sind zu fin­den unter https://www.krisendienste.bayern/ sowie http://www.krisendienst-oberfranken.de.

Die Suche beginnt

Ober­frän­ki­sches Wort des Jah­res 2021

„Mit dei­nem rol­len­den R und dem wei­chen T kommst du doch aus Ober­fran­ken, oder? Und was meinst du eigent­lich mit ´fei´ und ´Amer­la´?“ Die­se Fra­gen ken­nen die Ober­fran­ken nur zu gut. Sie sind stolz auf ihren Dia­lekt, denn er hat Wie­der­erken­nungs­wert und ist alles ande­re als alt­mo­disch. Das zei­gen jähr­lich die Ein­sen­dun­gen für das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res, wel­ches von der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken ab sofort für 2021 gesucht wird. Am 21. Febru­ar, dem Inter­na­tio­na­len Tag der Mut­ter­spra­che, und dar­über hin­aus sind Alle auf­ge­ru­fen, ihre ober­frän­ki­schen Wort-Favo­ri­ten einzusenden.

Der Gedenk­tag „Inter­na­tio­na­ler Tag der Mut­ter­spra­che“ wur­de ins Leben geru­fen, um die sprach­li­che, aber auch die kul­tu­rel­le Viel­falt zu erhal­ten und zu för­dern. Die­se Auf­ga­be hat sich auch der Bezirk Ober­fran­ken auf die Fah­nen geschrie­ben. Durch Aktio­nen wie die jähr­li­che Suche nach einem Dia­lekt­wort möch­te er das ober­frän­ki­sche Kul­tur­gut pfle­gen und vermitteln.


Suche ist seit 2015 eine fes­te Institution

„Das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res ist bereits zu einer fes­ten Insti­tu­ti­on gewor­den, weil es jedes Jahr aufs Neue die Viel­falt, Ori­gi­na­li­tät und Krea­ti­vi­tät unse­rer Mund­art beweist. Jeder kann bei unse­rer Akti­on mit­ma­chen – egal ob Ein­hei­mi­sche oder Zuge­zo­ge­ne, Alt oder Jung. Ich bin gespannt auf Ihre ideen­rei­chen Ein­sen­dun­gen! “, ruft Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm zum Mit­ma­chen auf.

Seit 2015 sucht der Bezirk Ober­fran­ken zusam­men mit dem Ober­frän­ki­schen Bau­ern­hof­mu­se­um Klein­los­nitz und dem Medi­en­part­ner extra-radio aus Hof ihre Dia­lekt-Lieb­lin­ge. Über 2 000 Ein­sen­dun­gen sind seit­dem beim Bezirk Ober­fran­ken ein­ge­gan­gen. Neben “Freg­ger”, das im Jahr 2020 das Ren­nen mach­te, zei­gen die Sie­ger­wör­ter Stern­laschmei­ßer (2019), der­schwit­zen (2018), urigeln (2017), a weng weng (2016) und Wisch­käst­la (2015) wie facet­ten­reich die ober­frän­ki­sche Mund­art ist.
„Wir suchen nach bekann­ten Wör­tern, aber auch nach Neu­schöp­fun­gen, die das Gemein­te beson­ders prä­zi­se benen­nen und wofür es im Hoch­deut­schen oft­mals gar kei­nen Aus­druck gibt. Der ober­frän­ki­sche Dia­lekt berei­chert unse­ren Sprach­schatz und darf nicht in Ver­ges­sen­heit gera­ten“, unter­streicht Bar­ba­ra Chris­toph, die Lei­te­rin der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks.

Nun star­tet die Suche nach einem Nach­fol­ger und Alle kön­nen sich dar­an betei­li­gen. Vor­schlä­ge für das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res 2021 kön­nen auf der Home­page des Bezirks Ober­fran­ken unter www.bezirk-oberfranken.de/owdj ein­ge­reicht oder per Mail an kulturservicestelle@bezirk-oberfranken.de geschickt wer­den. Im Spät­som­mer kürt eine Jury aus allen Ein­sen­dun­gen den Sieger.

Tag der Muttersprache

Auf Vor­schlag der UNESCO haben die Ver­ein­ten Natio­nen den 21. Febru­ar als Inter­na­tio­na­len Tag der Mut­ter­spra­che aus­ge­ru­fen. Er wird seit dem Jahr 2000 jähr­lich began­gen. Von den rund 6 000 Spra­chen, die heu­te welt­weit gespro­chen wer­den, sind nach Ein­schät­zung der UNESCO die Hälf­te vom Ver­schwin­den bedroht.

Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Oberfranken

Die Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken hat ihren Sitz im Muse­um für bäu­er­li­che Arbeits­ge­rä­te in Bay­reuth. Sie ist zustän­dig für die Bera­tung von Pri­vat­per­so­nen, Ver­ei­nen, Kom­mu­nen und sons­ti­gen Insti­tu­tio­nen in den Berei­chen Muse­ums­ar­beit, Thea­ter und Lite­ra­tur. Die Kul­tur­Ser­vice­Stel­le regt selbst Pro­jek­te an oder führt kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen durch, unter ande­rem den all­jähr­lich statt­fin­den­den Mund­art-Thea­ter-Tag in Zusam­men­ar­beit mit der Regio­nal­ver­tre­tung Ober­fran­ken der Arbeits­ge­mein­schaft Mund­art-Thea­ter Fran­ken e. V.

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