IHK-Gremium Bamberg im Austausch mit Landrat und Oberbürgermeister
Wirtschaft und Politik suchen Schulterschluss für Bamberg
Der enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung steht im Mittelpunkt des Unternehmerfrühstücks des IHK-Gremiums Bamberg mit Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
„Gerade in Zeiten von Transformationsdruck und wachsender Unsicherheit ist es entscheidend, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam Lösungen vor Ort entwickeln und Hand in Hand zusammenarbeiten“, betont Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. Oberbürgermeister Niedermaier kündigt in diesem Zusammenhang an, dass ein Wirtschaftssenat gegründet werden soll, um den Themen Wirtschaft und Digitalisierung mehr Sichtbarkeit und Bedeutung zu verleihen. „Wir entwickeln einen direkten Draht in die Politik und stellen damit sicher, dass wirtschaftliche Themen zügig behandelt werden“, so Niedermaier.
Auch Landrat Maciejonczyk unterstreicht die Bedeutung einer starken regionalen Wirtschaft: „Am Anfang der Nahrungskette steht immer das, was erwirtschaftet wird. Nur wenn unsere Wirtschaft stark bleibt, können wir auch künftig Wohlstand, soziale Stabilität und gesellschaftliche Leistungen sichern.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden konkrete Themen aus Handel, Logistik, Tourismus, Stadtentwicklung und Denkmalpflege angesprochen. Vertreter aus der regionalen Wirtschaft werben dabei für bessere Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus in Genehmigungsverfahren und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung, aber auch die Sorgen regionaler Unternehmen.
Herbert Grimmer: Bildung als elementarer Schlüsselfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation. Das IHK-Gremium spricht sich für eine stärkere Vernetzung von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen und das Verständnis für Selbstständigkeit und Mittelstand zu stärken.
„Bildung ist die Rendite der Zukunft. Das können wir direkt hier in Bamberg gestalten gemeinsam mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.
“Kompass” für die kommenden Jahre überreicht
Zum Abschluss überreicht Grimmer im Namen des IHK-Gremiums den Gästen einen Auszug aus Artikel 153 der Bayerischen Verfassung als symbolischen “Kompass“ für die kommenden Jahre. Dort ist klar als Verfassungsauftrag formuliert, die selbständigen Klein- und Mittelstandsbetriebe zu fördern und gegen “Überlastung und Aufsaugung“ zu schützen, aber auch den Aufstieg „aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen zu fördern“. Grimmer leitet daraus ab, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik miteinander Lösungen suchen, um Hindernisse abzubauen. „Wir freuen uns auf eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit,” so Grimmer.
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Einsatz für den Wirtschaftsstandort Oberfranken
IHK zeichnet ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten aus Landkreis Bamberg aus
Fast 100 Prüferinnen und Prüfer aus Oberfranken, die seit mindestens 20 Jahren dieser Tätigkeit ehrenamtlich nachgehen, hat die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth für ihr großes Engagement ausgezeichnet. Einige der Geehrten kommen dabei auch aus dem Einzugsgebiet des IHK-Gremiums Bamberg, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
Aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg werden geehrt: Johannes Barth, Manfred Burger, Thomas Hein, Kerstin Richter und Katharina Schumm für 20 Jahre sowie Hans-Peter Beuschlein, Matthias Lebert und Jochen Roll für 30 Jahre.
„Berufliche und akademische Bildung sind längst absolut gleichwertig”, macht Dr. Michael Waasner deutlich, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, vor dem Hintergrund des nach wie vor anhaltenden Trends zur akademischen Bildung. Die Gleichwertigkeit beziehe sich dabei nicht nur auf die Karrieremöglichkeiten, sondern auch auf die Verdienstchancen. Deshalb habe das Thema Berufliche Bildung bei der IHK auch oberste Priorität. Sie sichere den qualifizierten Fachkräftenachwuchs und damit auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberfranken. „Die berufliche Bildung ist das große Rad, das die oberfränkische Wirtschaft am Laufen hält und daran haben auch die rund 2000 ehrenamtlich tätigen Prüfer großen Anteil”, so Dr. Waasner weiter.
Weit über ihre Tätigkeit in den Betrieben hinaus seien die ehrenamtlichen Prüfer für die Region von großer Bedeutung. so der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär stellvertretend für die Kommunalpolitik. Wenn Oberfranken auf junge Leute setzen kann, die auf hervorragende Art und Weise ausgebildet wurden und die sich global behaupten könnten, dann haben daran auch die vielen ehrenamtlichen Prüfer großen Anteil. „Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft von heute und einer möglichst guten Zukunft der Wirtschaft von morgen”, so der Landrat zu den Ausgezeichneten.
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Wirtschaft im Raum Bamberg trotzt schwierigen Rahmenbedingungen
Bamberger Wirtschaft wächst – Industrie schwächelt
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Raum Bamberg ist seit 2019, dem Jahr vor Corona, um 3.157 auf 97.770 angestiegen, so die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer aktuellen regionalen Analyse. Die Stadt Bamberg verzeichnete ein Plus von 3.269 auf 57.747, der Landkreis Bamberg hingegen einen leichten Rückgang um 112 auf 40.023 Beschäftigte.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth wirft einen genaueren Blick auf die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für die einzelnen Branchen. Eine Analyse der einzelnen Wirtschaftsabschnitte zeigt, dass in der Stadt Bamberg die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Beschäftigtenplus von 923, der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 646 und der Bereich Verkehr und Lagerei mit 607 die höchsten Zuwächse verzeichnen. Von einem Beschäftigtenabbau besonders betroffen war in der Stadt Bamberg vor allem das Verarbeitende Gewerbe (-1.465). In nur sechs Jahren ging jeder zehnte Industriearbeitsplatz verloren.
Auch im Landkreis Bamberg zeigt sich das Verarbeitende Gewerbe mit einem Beschäftigtenrückgang um 2.154 auf 11.278 sichtlich angeschlagen. Gegenüber 2019 gingen hier 16 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Aber auch das Gastgewerbe verzeichnet ein deutliches Minus von 239 oder 19,5 Prozent auf 989. Das größte Plus gab es im Landkreis beim Handel inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+813) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+561).
Beängstigender Beschäftigtenabbau in der Industrie
„Auch wenn die Beschäftigtenentwicklung in der Summe in der Stadt und im Landkreis Bamberg noch positiv ist: Der Beschäftigtenverlust in der Industrie ist beängstigend”, macht Herbert Grimmer deutlich, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. „Vor allem im Landkreis ist das keine Konjunkturflaute mehr, sondern ein substanzieller Abbau. Es ist fraglich, ob es gelingen wird, den dort erfolgten Beschäftigtenverlust in absehbarer Zeit wieder aufzufangen oder ob wir uns mitten in einem Prozess der Deindustrialisierung befinden.”
Trotz positiver Entwicklung: Durch Verlust der Industriearbeitsplätze droht Gefahr
„Oberfranken und dort vor allem Stadt und Landkreis Bamberg haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Beschäftigtenwachstum hingelegt, um das uns viele andere Regionen in Deutschland beneiden”, macht Grimmer deutlich. Von historischen Erfolgen könne die Region aber nicht leben.
„Lange Jahre wurde der Erfolg der deutschen Industrie als selbstverständlich angenommen”, so Grimmer. „Die internationalen Rahmenbedingungen sind so schwierig wie selten zuvor. Mit diesen Bedingungen müssen andere Länder genauso klarkommen. In Deutschland sind wir uns aber außerdem oft selbst im Weg. Viele unserer Probleme sind hausgemacht.” Das Spektrum reiche von der überbordenden Bürokratie über fehlende Deregulierungen, lange Genehmigungsverfahren und die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten, die hohe Abgaben- und Steuerlast bis hin zur oft antiquierten Infrastruktur.
Auch gegenüber 2024 verzeichnen Stadt (+568) und Landkreis (+239) einen leichten Beschäftigtenzuwachs.
Oberfranken: Seit 2019 Verlust von 15.252 Industriearbeitsplätzen
In Gesamtoberfranken verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe einen sehr deutlichen Beschäftigtenabbau mit einem Minus von 15.252 Beschäftigten seit 2019 (-11,1 Prozent). Zudem ist bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen eine nennenswerte Abnahme zu verzeichnen (-1.406 Beschäftigte). Dies lässt sich durch deren enge Verknüpfung mit dem Verarbeitenden Gewerbe erklären. Es gibt allerdings auch Wirtschaftsabschnitte, welche sich im Wachstum befinden, etwa die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+5.741 seit 2019), das Gesundheits- und Sozialwesen (+3.342), Verkehr und Lagerei (+2.566), Erziehung und Unterricht (+2.557) oder die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.134).
Während in der Summe seit 2019 oberfrankenweit 4.224 neue Arbeitsplätze entstanden sind, ist die Entwicklung zuletzt spürbar gekippt. Gegenüber 2024 verzeichnet Oberfranken einen Rückgang von 1.858 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, verursacht vor allem durch den Abbau im Verarbeitenden Gewerbe (-3.764), aber auch im Handel und den wirtschaftsnahen Dienstleistungen. Neue Arbeitsplätze sind im vergangenen Jahr vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen entstanden (+1.524). Hinweis: Die Berechnungen basieren auf Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Stichtag 30.6. des jeweiligen Jahres.
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„Die Entwicklung unserer Region lebt vom konstruktiven Zusammenspiel von Kommunen und staatlichen Stellen“
Verabschiedung und Amtseinführung kommunaler Mandatsträger in Oberfranken
Die Regierung von Oberfranken hat im Rahmen ihrer Dienstbesprechung mit den Landräten sowie der Oberbürgermeisterin und den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte die ausscheidenden Amtsinhaber verabschiedet und zugleich die sechs neu gewählten Landräte und Oberbürgermeister in der Runde begrüßt.
Regierungspräsident Florian Luderschmid dankte der Amtsinhaberin und den Amtsinhabern der sich neigenden Amtsperiode für ihr langjähriges Engagement, ihren unermüdlichen Einsatz und die gute Zusammenarbeit. Er würdigte dabei die Leistungen der Mandatsträger und betonte die Bedeutung einer verlässlichen und partnerschaftlichen Abstimmung zwischen staatlicher und kommunaler Ebene: „Die Entwicklung unserer Region lebt vom konstruktiven Zusammenspiel von Kommunen und staatlichen Stellen. Dieses gemeinsame, lösungsorientierte Miteinander hat sich bei allen alltäglichen und insbesondere bei großen Herausforderungen besonders bewährt.”
Zusammenarbeit zwischen Staat und Kommunen
Die Regierung von Oberfranken versteht sich als verlässliche Partnerin der kommunalen Ebene. Als Mittelbehörde zwischen den bayerischen Staatsministerien und den nachgeordneten Behörden bündelt, koordiniert, berät und beaufsichtigt sie die neun Landkreise und vier kreisfreien Städte in Oberfranken. Staatliches Handeln und kommunale Selbstverwaltung stehen dabei nicht im Gegensatz, sondern ergänzen sich im gemeinsamen Auftrag, das öffentliche Wohl zu fördern. Die Regierung von Oberfranken steht den Kommunen auch künftig mit fachlicher Unterstützung und enger Abstimmung zur Seite.
Ausscheidende Amtsträger gewürdigt
Verabschiedet wurden Landrat Johann Kalb (Landkreis Bamberg), Landrat Dr. Hermann Ulm (Landkreis Forchheim), Landrat Klaus Peter Söllner (Landkreis Kulmbach), Oberbürgermeister Andreas Starke (Stadt Bamberg), Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (Stadt Bayreuth) und Oberbürgermeisterin Eva Döhla (Stadt Hof).
Besonders würdigte Regierungspräsident Luderschmid die Verdienste der beiden längst gedienten Mandatsträger: Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Andreas Starke stellten sich über drei beziehungsweise zwei Jahrzehnte hinweg in den Dienst ihres Landkreises beziehungsweise ihrer Stadt und prägten die Entwicklung ihrer Regionen nachhaltig.
Neu eingeführte Amtsträger
Mit Blick auf die bevorstehende Amtsperiode betonte Regierungspräsident Luderschmid, dass er sich auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den neuen Amtsträgern freue.
Als neu gewählte Mandatsträger führte er Johannes Maciejonczyk (Landrat Landkreis Bamberg), Hanngörg Zimmermann (Landrat Landkreis Forchheim), Jonas Gleich (Landrat Landkreis Kulmbach), Sebastian Martins Niedermaier (Oberbürgermeister Stadt Bamberg), Dr. Andreas Zippel (Oberbürgermeister Stadt Bayreuth) sowie Stefan Schmalfuß (Oberbürgermeister Stadt Hof) offiziell in ihre Ämter ein. Die neue Amtsperiode beginnt zum 1. Mai 2026.
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Für 1.957 Azubis aus Oberfranken wird es ernst
Start der IHK-Abschlussprüfungen
Am morgigen Dienstag, dem 28. April, beginnen für viele Auszubildende die IHK-Abschlussprüfungen, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt. Insgesamt 1.957 Auszubildende legen bei der IHK für Oberfranken Bayreuth ihre Prüfungen in insgesamt 100 Berufen ab.
Für Michael von Hertell, Leiter der beruflichen Bildung, ist die duale Ausbildung ein echter Erfolgsfaktor: Die Ausbildung in einem Betrieb lege das Fundament für einen nachhaltigen, erfolgreichen Berufsweg. Die Azubis bauten nicht nur umfangreiche Fachkenntnisse auf, sondern entwickelten sich dabei auch persönlich stark weiter. Er betont, wer sich für eine Ausbildung entscheide, stell die richtigen Weichen für die Zukunft.
Zunächst stehen am 28. und 29. April für 1.465 Prüflinge in 52 kaufmännischen und kaufmännisch verwandten Berufen die schriftlichen Abschlussprüfungen auf dem Programm. Dazu gehören Kaufleute für Büromanagement sowie Einzelhandels- und Bankkaufleute. Ab dem 5. und 6. Mai folgen die Prüfungen für 492 Prüflinge in 48 technischen Berufen, darunter Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker. Die mündlichen und praktischen Prüfungen finden für die technischen Berufe zwischen dem 22. Juni und 31. Juli 2026, für die kaufmännischen Berufe zwischen dem 29. Juni und dem 31. Juli 2026 statt.
Zwei von drei Ausbildungsverhältnissen bei IHK-Unternehmen
Für die Prüflinge geht mit der Abschlussprüfung ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende: Unsere Unternehmen sind auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen, um die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern, unterstreicht von Hertell. Eine fundierte Ausbildung ist aber auch der Schlüssel, um den Wirtschaftsstandort Oberfranken langfristig zu stärken.
Die Förderung der beruflichen Bildung bleibt zentrale Aufgabe der deutschen IHKs. Mit einer bundesweiten Ausbildungskampagne setzen die deutschen IHKs Impulse, um das Ansehen der dualen Ausbildung weiter zu erhöhen und mehr junge Menschen für diesen Karriereweg zu begeistern. Unter dem Motto “Jetzt #könnenlernen – Ausbildung macht mehr aus uns” geben echte Auszubildende Einblicke in ihre Arbeitswelt und zeigen: Ausbildung lohnt sich.
Die schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen finden an bundesweit einheitlichen Terminen statt. Die IHKs in Oberfranken stehen für knapp zwei Drittel aller Ausbildungsverhältnisse in der Region.
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IHK-Präsident Dr. Michael Waasner mahnt dringende Reformen an
Oberfranken: 15.252 Industriearbeitsplätze seit 2019 verloren
Oberfranken hat 15.252 Industriearbeitsplätze seit dem Jahr 2019 verloren, teilt die IHK für Oberfranken Bayreuth mit und bezieht sich bei den Berechnungen auf Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
„Die Deindustrialisierung Oberfrankens schreitet ungebremst voran“, warnt Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth. „Alleine von 2024 auf 2025 gingen 3.764 Industriearbeitsplätze verloren. Damit summieren sich die Beschäftigtenverluste in der Industrie seit 2019 auf 15.252.“ Dr. Waasner mahnt dringend eine Ertüchtigung des Standortes Deutschland an.
Der Beschäftigtenabbau um 15.252 oder 11,1 Prozent entspricht in etwa den Einwohnerzahlen von Städten wie Kronach (16.600), Selb (14.700), Pegnitz (13.700) oder Hirschaid (12.400). Hinzu komme ein Abbau von 1.406 Beschäftigten seit 2019 bei den “wirtschaftlichen Dienstleistungen” – nicht zuletzt, weil Aufträge aus der Industrie ausblieben.
Zahl der Industriebeschäftigten in Oberfranken auf historischem Tief
„Mit 121.545 hat die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe einen historischen Tiefststand erreicht“, so Dr. Waasner. „Unsere schlimmsten Befürchtungen sind leider eingetreten.“
Für diese besorgniserregende Entwicklung gebe es drei Hauptgründe: die schlechten Standortbedingungen für die Industrie, die unsicheren internationalen Märkte und die Krise der deutschen Automobilhersteller, die voll auf die über 200 Automobilzulieferer in Oberfranken durchschlage.
Zwar gebe es laut Berechnungen der IHK für Oberfranken Bayreuth Zuwächse in anderen Wirtschaftszweigen, aber die reichten nicht aus, um die Verluste in der Industrie zu kompensieren, etwa in der öffentlichen Verwaltung (+5.741 seit 2019), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.342), im Bereich Verkehr und Logistik (+2.566), Erziehung und Unterricht (+2.557) oder den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.134) Die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zwischen 2019 und 2025 mit einem Plus mit 4.224 oder 1,0 Prozent noch leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr gingen in der Summe 1.858 Arbeitsplätze verloren.
Berlin habe erste Weichen gestellt, aber das reiche bei weitem nicht aus. Dr. Waasner fordert entschlossenes Handeln: „Arbeitskosten, Steuer- und Abgabenlast sowie Bürokratie müssen runter, Planungssicherheit und Infrastrukturausgaben rauf!“ Er erinnert an die Agenda 2010: Damals wurde Deutschland vom „kranken Mann“ zur wirtschaftlichen Lokomotive Europas. Oberfranken profitierte davon erheblich – die Arbeitslosigkeit sank, die Beschäftigung stieg.
Aber nicht nur in Brüssel, Berlin und München müssten die Weichen für die Zukunft gestellt werden, sondern auch auf kommunaler Ebene. „Noch mehr als bisher müssen auch in der Kommunalpolitik bei jeder Entscheidung Auswirkungen auf den Standort und die Wirtschaft mitgedacht werden”, so Dr. Waasner mit einem Appell an alle neu oder wieder gewählten Kommunalpolitikerinnen und ‑politiker.
Deutschland brauche Antworten auf eine sich radikal veränderte Weltordnung, den immer härter werdenden internationalen Wettbewerb und den demografischen Wandel. „Jetzt braucht es wieder einen Kraftakt, die Lage ist so ernst wie selten zuvor“, macht Dr. Waasner deutlich. „Wir brauchen ein Jahr der Reformen, eine Agenda 2030, eine Agenda für mehr Wachstum. Unsere Unternehmen brauchen wieder eine verlässliche Zukunftsperspektive. Und zwar jetzt!“
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Oberfränkische Wirtschaftskammern bezeichnen Stimmung als alarmierend
Oberfranken braucht Taten, keine Ankündigungen
Der Wirtschaftsstandort Oberfranken steht am Scheideweg. Daher müsse die Regierung endlich zu einem echten Befreiungsschlag ansetzen, so die Präsidenten der IHK für Oberfranken Bayreuth, der HWK für Oberfranken und der IHK zu Coburg, Dr. Michael Waasner, Matthias Graßmann und Dr. Andreas Engel. Ohne Befreiungsschlag komme die Wirtschaft nicht aus der Krise, die Unternehmen warteten auf den versprochenen Wachstumsbooster.
Im April 2024 hatten die oberfränkischen Wirtschaftskammern gemeinsam im Rahmen einer Pressekonferenz in Kasendorf „Wirtschaft@Politik“ die Dringlichkeit von wirtschaftspolitischen Reformen unterstrichen. „Zwei Jahre später ist die politische Bilanz absolut ernüchternd. Wir erkennen weiterhin keinen Willen zu großen, strukturellen zukunftsorientierten Reformen“, resümiert der Präsident der HWK für Oberfranken, Matthias Graßmann. Das Handwerk bleibe zwar stabil, die Stimmung aber sei absolut alarmierend. Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth ergänzt: „Die Lage ist mehr als ernst. Seit 2019 sind im Verarbeitenden Gewerbe, also in der Industrie und im Produzierenden Handwerk, in Oberfranken 11.500 Arbeitsplätze verlorengegangen.“ Nur noch 125.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich – so wenige wie nie zuvor.
Die drei Wirtschaftskammern vertreten rund 77.000 Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus und Dienstleistungen. Sie fordern von der Bundesregierung endlich einen klaren Kurs für den Standort Deutschland. Dr. Andreas Engel, Präsident der IHK zu Coburg, bringt es auf den Punkt: „Auf Seiten der Politik dürfte es längst kein Erkenntnisproblem mehr geben, dass höchster Handlungsdruck herrscht, und es wurden ja auch Reformen und Entlastungen angekündigt – aber passiert ist viel zu wenig.“
Bürokratie lähmt Betriebe
Bürokratie, Energie & Rohstoffe, Infrastruktur, Fachkräftesicherung, Steuern & Abgaben und Planungssicherheit – 2026 bestimmen noch die gleichen Schlagworte die Diskussion, die die Wirtschaftskammern 2024 verstärkt in den Fokus gerückt haben. Dr. Engel: „Wir haben keine Zeit mehr für weitere Stolperschritte im Klein-Klein – unser Standort braucht tiefgreifende Reformen zur Verbesserung der Standortqualität, und zwar schnellstmöglich!“
Gerade die jüngsten Diskussionen – Abschaffung des Anspruchs auf Teilzeitarbeit („Lifestyle-Teilzeit“), Erhöhung der Erbschaftssteuer, Kürzungen des Leistungskatalogs bei der gesetzlichen Krankenkasse, Einbeziehung weiterer Einkünfte in die Beitragsrechnung – würden nur weiter das Klima vergiften. „Außerdem wird so jeder mögliche Reformansatz sofort zerredet. Dieses Vorgehen ist der schwierigen Lage absolut nicht angemessen“, kritisiert Graßmann.
„Wir brauchen eine Agenda 2030 und keine Politik unkoordinierter Einzelmaßnahmen. Mit einem solchen Masterplan sollen Investitionen, Arbeitsvolumen und Produktivität dauerhaft gestärkt werden”, macht Dr. Waasner deutlich. „Es kann doch nicht sein, dass schulterzuckend zur Kenntnis genommen wird, dass durch die De-Industrialisierung die Basis unseres Wohlstands schleichend erodiert, dass Investitionen immer weiter gekürzt werden, dass der Jobabbau an Tempo gewinnt“, so Dr. Engel.
Auch bei den weiteren Stichworten aus der Pressekonferenz 2024 „Wirtschaft@Politik“ sehen die oberfränkischen Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammer für Oberfranken kaum Bewegung. Bürokratie bleibt ein großes Hindernis. „Es gibt viele Ankündigungen, aber kaum echte Erleichterungen“, kritisiert Graßmann. Selbst einfache Maßnahmen wie die Abschaffung der Bonpflicht wurden nicht umgesetzt. Die Folge: Unternehmen verlieren Zeit und Geld durch unnötige Vorschriften – und zudem längst die Geduld.
Infrastruktur: Hier zeige sich schon jetzt, dass nur Teile des sogenannten Sondervermögens für Infrastrukturmaßnahmen tatsächlich sachgerecht ausgegeben werden. Graßmann weiter: „Planungssicherheit? Beim Heizungsgesetz etwa zeigt sich, wie wenig die Politik auf die Wirtschaft hört.“
„Die Stimmung unter unseren Betrieben ist schlecht. Dies ändert sich nur, wenn die Politik ihre dringlichsten Hausaufgaben macht und die Regierung als entschlossene Einheit auftritt“, so Dr. Waasner. Als Fazit formuliert er eine eindeutige Botschaft: „Der Herbst ist vorbei, einen Herbst der Reformen habe ich nicht wahrgenommen. Was wir wirklich brauchen, ist kein Frühling der Diskussionen, kein Frühling der Dampfplauderei und erst recht kein Frühling neuer Vorschriften, sondern ein Frühling der Taten!“ Die Politik müsse jetzt handeln, damit Oberfranken und ganz Deutschland wieder auf Kurs kommen.
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Startschuss in Kulmbach
Oberfranken Offensiv geht mit 36 oberfränkischen Modellkommunen neue Wege
Wie bewältigen unsere Städte und Gemeinden die Herausforderungen der Zukunft in Zeiten des permanenten Wandels und klammer Kassen? Antworten darauf und vor allem konkrete Lösungsansätze sollen jetzt mit 36 Kommunen erarbeitet werden, die gemeinsam neue und zum Teil auch unkonventionelle Wege gehen. Federführend in diesem Projekt ist die regionale Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv.
Zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dieser sogenannten Modellkommunen kamen in Kulmbach im Coworking-Space „Zeiträume“ zusammen, um die nächsten Schritte zu definieren.
Es sind zentrale Themen, denen sich die Rathauschefs unserer vor allem ländlich geprägten Gemeinden und kleineren Städte permanent stellen müssen: Wie schaffe ich für meine Mitbürgerinnen und Mitbürger modernen und bezahlbaren Wohnraum, wie fördere ich ein lebendiges Miteinander und wie verhelfe ich meiner Kommune zu einem positiven Image? Dabei sind Infrastruktur, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Betreuung und Pflege sowie die medizinische Versorgung nur einige der entscheidenden Kriterien, ob sich Menschen für oder gegen einen Wohnort entscheiden. Mit diesen komplexen Themen setzt sich auch die Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv in ihrem Projekt „TrafO – Zentrum für Transformation und Change-Management Oberfranken“ auseinander.
„Unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern fehlt es weniger an Erkenntnis, als vielmehr häufig an finanziellen Mitteln, Manpower und Zeit. Hier wollen wir in drei Schritten unterstützen“, so Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv. „Erstens – wir definieren mit den jeweiligen Kommunen ihre größten Herausforderungen. Zweitens – wir vernetzen diese Gemeinden thematisch miteinander und fördern so den Austausch, und drittens – wir erarbeiten mit diesen vernetzten Gemeinden maßgeschneiderte Projekte, die dann bestmöglich übertragbar sind.“
Zudem wird es fachbezogene Exkursionen geben, die den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand hinaus ermöglichen. So bietet Oberfranken Offensiv beispielsweise im April eine zweitägige geführte Reise an, die unter anderem nach Nordrhein-Westfalen führt. Dort wird den Teilnehmenden erläutert, wie es der gut 1.700 Einwohner kleine Ort Etteln geschafft hat, als beste „Smart City“ weltweit ausgezeichnet zu werden.
„Es wird eine Mischung aus Workshops, Tagungen, Exkursionen und Unterstützung der Projektarbeit vor Ort sein, mit der wir unseren Modellkommunen unter die Arme greifen wollen“, ergänzt Ebert. „Im vergangenen November setzten wir am Medizincampus Oberfranken in Bayreuth ein Ausrufezeichen, indem wir dessen Bedeutung für unsere Haus- und Facharztversorgung der Zukunft unterstrichen. In diesem Jahr wird es eine Tagung geben, die das Thema Wohnen in mehreren Facetten aufgreift.“ Dabei sorge auch die Wahl der Veranstaltungsorte für Impulse. „Ein Coworking-Space wie hier in Kulmbach könne einer Kommune neue Perspektiven bieten und gleichzeitig aus einem tristen Leerstand einen modernen Ort der Begegnungen schaffen.“
Die Modellkommunen
Folgende Städte und Gemeinden haben den Zuschlag als Modellkommune in dem Projekt von Oberfranken Offensiv erhalten:
Landkreis Kronach (9): Tettau, Steinbach am Wald, Nordhalben, Stockheim, Küps, Steinwiesen, Pressig, Ludwigstadt, Wallenfels
Landkreis Kulmbach (5): Presseck, Kasendorf, Stadtsteinach, Marktleugast, Thurnau
Landkreis Hof (5): Köditz, Trogen, Schwarzenbach am Wald, Bad Steben, Schwarzenbach an der Saale
Landkreis Bamberg (5): Ebrach, Buttenheim, Strullendorf, Schönbrunn im Steigerwald, Viereth-Trunstadt
Landkreis Bayreuth (4): Goldkronach, Waischenfeld, Emtmannsberg, Gefrees
Landkreis Forchheim (4): Igensdorf, Ebermannstadt, Gößweinstein, Kunreuth
Landkreis Coburg (2): Niederfüllbach, Ahorn
Landkreis Lichtenfels (3): Marktzeuln, Redwitz an der Rodach, Hochstadt am Main
Mit dem Landkreis Wunsiedel ist Oberfranken Offensiv im engen Austausch, um ein umfangreiches Projekt zu unterstützen, von dem mehrere Kommunen im Fichtelgebirge profitieren könnten und das sich aktuell noch in der Vorbereitungsphase befindet.
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Grüne Woche
Oberfrankentag begeistert Besucherinnen und Besucher
Mit großer Resonanz, viel Musik und genussvoller Vielfalt hat sich Oberfranken beim Oberfrankentag auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert. Tausende Besucherinnen und Besucher erlebten in der Bayernhalle einen eindrucksvollen Auftritt der Region, der Tradition, Innovation und Lebensfreude vereinte.
Der Oberfrankentag fand zur absoluten Spitzenzeit der Messe statt: am besucherstärksten Messetag, in der meistfrequentierten Halle und zur Hauptbesuchszeit. Entsprechend dicht drängten sich Gäste aus Berlin, aus ganz Deutschland und aus aller Welt rund um die Bühne und den angrenzenden Gemeinschaftsstand von Oberfranken Offensiv. Gemeinsam mit den Tourismusregionen Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkische Schweiz feierte Oberfranken ein lebendiges Fest der Region – ganz im Sinne des Mottos: Es geht nur gemeinsam.
Seit vielen Jahren setzen die Veranstalter der Grünen Woche in der stark frequentierten Bayernhalle auf oberfränkische Akzente – und auch 2026 zeigte sich erneut, warum. Ab 12:00 Uhr sorgten die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf und die Marktredwitzer Blaskapelle für musikalische Höhepunkte aus der Heimat.
Am Gemeinschaftsstand selbst luden unter anderem der Hofer Wärschtlamo Marcus Traub, das Bräuwerck Neudrossenfeld, die Brauerei Nikl aus Pretzfeld, zahlreiche Genusshandwerkerinnen und Genusshandwerker aus ganz Oberfranken sowie die Universität Bayreuth zum Probieren, Informieren und Austauschen ein.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung zum Oberfrankentag und zeigten sich begeistert von der Mischung aus Bühnenprogramm und kulinarischen Highlights. Ob frisch gezapfte Biere der Brauereien vor Ort, die heißen Wiener des original Hofer Wärschtlamos oder die europäisch geschützte Hofer Rindfleischwurst – die Vielfalt und Qualität des Angebots machten den Stand zu einem echten Aushängeschild der UNESCO-zertifizierten Genussregion Oberfranken.
Zum wiederholten Mal war zudem die Fakultät für Lebenswissenschaften am Campus Kulmbach der Universität Bayreuth Teil des Gemeinschaftsstands. Mit ihren zukunftsorientierten Studiengängen genießt die Fakultät international große Anerkennung und ergänzt den oberfränkischen Messeauftritt in Berlin auf ideale Weise.
Die Grüne Woche zählt zu den weltweit bedeutendsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Oberfranken Offensiv organisiert den oberfränkischen Gemeinschaftsstand bereits seit zehn Jahren und setzt damit kontinuierlich starke Impulse für die Sichtbarkeit der Region auf internationaler Bühne.
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Oberfranken in Berlin
Genuss, Innovation und Zusammenhalt auf der Grünen Woche 2026
Vom 16. bis 25. Januar ist die Bundeshauptstadt ein Stück oberfränkischer als sonst: Auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert sich Oberfranken erneut als genussvolle, innovative und lebenswerte Region.
Bereits zum zehnten Mal in Folge organisiert und managt Oberfranken Offensiv e.V. den großen oberfränkischen Gemeinschaftsstand in der Bayernhalle. Genusshandwerk, traditionelle und innovative Brauereien und Brennereien, sowie die führenden Tourismusregionen Oberfrankens treten dabei geschlossen auf und zeigen eindrucksvoll die Vielfalt und Stärke der Region. Gemeinsam geben sie in Berlin eine überzeugende Visitenkarte Oberfrankens ab.
Mit der Eröffnung der Messe wird der imposante Oberfrankenstand schnell zum beliebten Treffpunkt in der Bayernhalle (Halle 22b). An mehreren Informations- und Ausschankbereichen beraten Touristiker aus dem Fichtelgebirge, dem Frankenwald und der Fränkischen Schweiz über Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten – von Aktivurlaub über Genussreisen bis hin zu kulturellen Highlights.
Auch die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, lässt sich einen Besuch am Oberfrankenstand traditionell nicht nehmen. Sie betont: „Oberfranken ist auch das Land des Bieres. Es ist der Regierungsbezirk mit den meisten Brauereien – und das macht einen schon stolz. Jetzt geht es aber auch darum, diese Vielfalt zu bewahren. Deswegen ist es wichtig, uns in der Zukunft gut aufzustellen, um keine Betriebe verlieren! Dahinter steht ein unglaubliches Engagement, zum Beispiel, was die LEADER-Projekte im ländlichen Raum anbelangt, passiert ganz viel. Man sieht: Bayern ist in allen Regionen wirklich lebenswert!“
Großzügig, offen und weithin sichtbar: Auf 42 Quadratmetern präsentiert sich Oberfranken als eine der stärksten Regionen in der Bayernhalle. Das klare fränkische Rot-Weiß und die prominente Lage direkt am bayerischen Biergarten machen den Stand zu einem beliebten Treffpunkt. Für Bezirkstagspräsident und Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Henry Schramm, ist der gemeinsame Auftritt ein wichtiger Baustein in der Außendarstellung der Genussregion Oberfranken: „Als Vorsitzender von Oberfranken Offensiv halte ich es für sehr wichtig, dass wir auf der Grünen Woche vertreten sind! An unserem Stand in ganz zentraler Lage kommen viele Besucherinnen und Besucher vorbei und werden auf unsere Tourismusregionen und unsere Genussprodukte aufmerksam. Bei uns am Stand – wie auch in Oberfranken – kann man sich wohl fühlen, wir sind gastfreundlich und das kann man hier hautnah erleben. Oberfranken ist eine wahre Genussregion, ausgezeichnet als immaterielles UNESCO-Kulturerbe, und damit kann man Menschen begeistern!“
Ein besonderer Höhepunkt ist der erste Messesamstag, traditionell der besucherstärkste Tag der Grünen Woche. An diesem Tag richtet Oberfranken Offensiv das Bühnenprogramm der Bayernhalle aus und lädt zum Oberfrankentag ein. Ab 12:00 Uhr sorgen die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf im Landkreis Bayreuth und die Marktredwitzer Blaskapelle für musikalische Akzente aus der Region.
Am Stand von Oberfranken laden unter anderem der Hofer Wärschtlamo Marcus Traub, das Bräuwerck Neudrossenfeld, die Brauerei Nikl aus Pretzfeld, zahlreiche Genusshandwerker aus ganz Oberfranken sowie die Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Bayreuth in Kulmbach zum Probieren, Informieren und Austauschen ein. Begrüßt werden die Gäste von den Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Henry Schramm und Florian Luderschmid und Geschäftsführer Frank Ebert.
Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv, bestätigt die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher: „Unser schönes Oberfranken auf der Grünen Woche vor einem großen internationalen Publikum zu vertreten, ist einerseits eine sehr wichtige Aufgabe im Regionalmarketing-Konzept unseres Vereins. Gleichzeitig ist es uns eine große Freude: Denn wir sehen jedes Jahr wieder, dass unsere Angebote nicht nur gut angenommen, sondern sogar richtig gefeiert werden!“
Die Grüne Woche Berlin zählt zu den weltweit bedeutendsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Jährlich zieht sie hunderttausende Besucherinnen und Besucher sowie Fachpublikum aus aller Welt an – und bietet damit eine ideale Bühne, um Oberfranken als starke, genussvolle und zukunftsorientierte Region zu präsentieren.