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Oberfranken

IHK-Gre­mi­um Bam­berg im Aus­tausch mit Land­rat und Oberbürgermeister

Wirt­schaft und Poli­tik suchen Schul­ter­schluss für Bamberg

Der enge Schul­ter­schluss zwi­schen Wirt­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung steht im Mit­tel­punkt des Unter­neh­mer­früh­stücks des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg mit Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er und Land­rat Johan­nes Macie­jon­c­zyk, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mitteilt.

„Gera­de in Zei­ten von Trans­for­ma­ti­ons­druck und wach­sen­der Unsi­cher­heit ist es ent­schei­dend, dass Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Poli­tik gemein­sam Lösun­gen vor Ort ent­wi­ckeln und Hand in Hand zusam­men­ar­bei­ten“, betont Her­bert Grim­mer, Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg. Ober­bür­ger­meis­ter Nie­der­mai­er kün­digt in die­sem Zusam­men­hang an, dass ein Wirt­schafts­se­nat gegrün­det wer­den soll, um den The­men Wirt­schaft und Digi­ta­li­sie­rung mehr Sicht­bar­keit und Bedeu­tung zu ver­lei­hen. „Wir ent­wi­ckeln einen direk­ten Draht in die Poli­tik und stel­len damit sicher, dass wirt­schaft­li­che The­men zügig behan­delt wer­den“, so Niedermaier.

Auch Land­rat Macie­jon­c­zyk unter­streicht die Bedeu­tung einer star­ken regio­na­len Wirt­schaft: „Am Anfang der Nah­rungs­ket­te steht immer das, was erwirt­schaf­tet wird. Nur wenn unse­re Wirt­schaft stark bleibt, kön­nen wir auch künf­tig Wohl­stand, sozia­le Sta­bi­li­tät und gesell­schaft­li­che Leis­tun­gen sichern.“

Im wei­te­ren Ver­lauf der Ver­an­stal­tung wer­den kon­kre­te The­men aus Han­del, Logis­tik, Tou­ris­mus, Stadt­ent­wick­lung und Denk­mal­pfle­ge ange­spro­chen. Ver­tre­ter aus der regio­na­len Wirt­schaft wer­ben dabei für bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen, mehr Prag­ma­tis­mus in Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und ein stär­ke­res Bewusst­sein für die Bedeu­tung, aber auch die Sor­gen regio­na­ler Unternehmen.


Her­bert Grim­mer: Bil­dung als ele­men­ta­rer Schlüsselfaktor

Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist die Bedeu­tung von Bil­dung und beruf­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on. Das IHK-Gre­mi­um spricht sich für eine stär­ke­re Ver­net­zung von Unter­neh­men, Schu­len, Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen aus, um jun­gen Men­schen Per­spek­ti­ven auf­zu­zei­gen und das Ver­ständ­nis für Selbst­stän­dig­keit und Mit­tel­stand zu stärken.

„Bil­dung ist die Ren­di­te der Zukunft. Das kön­nen wir direkt hier in Bam­berg gestal­ten gemein­sam mit Schu­len, Hoch­schu­len und Unter­neh­men“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.

“Kom­pass” für die kom­men­den Jah­re überreicht

Zum Abschluss über­reicht Grim­mer im Namen des IHK-Gre­mi­ums den Gäs­ten einen Aus­zug aus Arti­kel 153 der Baye­ri­schen Ver­fas­sung als sym­bo­li­schen “Kom­pass“ für die kom­men­den Jah­re. Dort ist klar als Ver­fas­sungs­auf­trag for­mu­liert, die selb­stän­di­gen Klein- und Mit­tel­stands­be­trie­be zu för­dern und gegen “Über­las­tung und Auf­sau­gung“ zu schüt­zen, aber auch den Auf­stieg „aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit zu selb­stän­di­gen Exis­ten­zen zu för­dern“. Grim­mer lei­tet dar­aus ab, dass Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Poli­tik mit­ein­an­der Lösun­gen suchen, um Hin­der­nis­se abzu­bau­en. „Wir freu­en uns auf eine inten­si­ve und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit,” so Grimmer.

Ein­satz für den Wirt­schafts­stand­ort Oberfranken

IHK zeich­net ehren­amt­lich enga­gier­te Per­sön­lich­kei­ten aus Land­kreis Bam­berg aus

Fast 100 Prü­fe­rin­nen und Prü­fer aus Ober­fran­ken, die seit min­des­tens 20 Jah­ren die­ser Tätig­keit ehren­amt­lich nach­ge­hen, hat die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer für Ober­fran­ken Bay­reuth für ihr gro­ßes Enga­ge­ment aus­ge­zeich­net. Eini­ge der Geehr­ten kom­men dabei auch aus dem Ein­zugs­ge­biet des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mitteilt.

Aus der Stadt und dem Land­kreis Bam­berg wer­den geehrt: Johan­nes Barth, Man­fred Bur­ger, Tho­mas Hein, Kers­tin Rich­ter und Katha­ri­na Schumm für 20 Jah­re sowie Hans-Peter Beusch­lein, Mat­thi­as Lebert und Jochen Roll für 30 Jahre.

„Beruf­li­che und aka­de­mi­sche Bil­dung sind längst abso­lut gleich­wer­tig”, macht Dr. Micha­el Waas­ner deut­lich, Prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, vor dem Hin­ter­grund des nach wie vor anhal­ten­den Trends zur aka­de­mi­schen Bil­dung. Die Gleich­wer­tig­keit bezie­he sich dabei nicht nur auf die Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten, son­dern auch auf die Ver­dienst­chan­cen. Des­halb habe das The­ma Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK auch obers­te Prio­ri­tät. Sie siche­re den qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­te­nach­wuchs und damit auch die Zukunft des Wirt­schafts­stand­or­tes Ober­fran­ken. „Die beruf­li­che Bil­dung ist das gro­ße Rad, das die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft am Lau­fen hält und dar­an haben auch die rund 2000 ehren­amt­lich täti­gen Prü­fer gro­ßen Anteil”, so Dr. Waas­ner weiter.

Weit über ihre Tätig­keit in den Betrie­ben hin­aus sei­en die ehren­amt­li­chen Prü­fer für die Regi­on von gro­ßer Bedeu­tung. so der Hofer Land­rat Dr. Oli­ver Bär stell­ver­tre­tend für die Kom­mu­nal­po­li­tik. Wenn Ober­fran­ken auf jun­ge Leu­te set­zen kann, die auf her­vor­ra­gen­de Art und Wei­se aus­ge­bil­det wur­den und die sich glo­bal behaup­ten könn­ten, dann haben dar­an auch die vie­len ehren­amt­li­chen Prü­fer gro­ßen Anteil. „Sie sind ein wesent­li­cher Bestand­teil der Wirt­schaft von heu­te und einer mög­lichst guten Zukunft der Wirt­schaft von mor­gen”, so der Land­rat zu den Ausgezeichneten.

Wirt­schaft im Raum Bam­berg trotzt schwie­ri­gen Rahmenbedingungen

Bam­ber­ger Wirt­schaft wächst – Indus­trie schwächelt

Die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten im Raum Bam­berg ist seit 2019, dem Jahr vor Coro­na, um 3.157 auf 97.770 ange­stie­gen, so die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth in einer aktu­el­len regio­na­len Ana­ly­se. Die Stadt Bam­berg ver­zeich­ne­te ein Plus von 3.269 auf 57.747, der Land­kreis Bam­berg hin­ge­gen einen leich­ten Rück­gang um 112 auf 40.023 Beschäftigte.

Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth wirft einen genaue­ren Blick auf die Zah­len der Bun­des­agen­tur für Arbeit für die ein­zel­nen Bran­chen. Eine Ana­ly­se der ein­zel­nen Wirt­schafts­ab­schnit­te zeigt, dass in der Stadt Bam­berg die frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen mit einem Beschäf­tig­ten­plus von 923, der Bereich Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einem Plus von 646 und der Bereich Ver­kehr und Lage­rei mit 607 die höchs­ten Zuwäch­se ver­zeich­nen. Von einem Beschäf­tig­ten­ab­bau beson­ders betrof­fen war in der Stadt Bam­berg vor allem das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be (-1.465). In nur sechs Jah­ren ging jeder zehn­te Indus­trie­ar­beits­platz verloren.

Auch im Land­kreis Bam­berg zeigt sich das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be mit einem Beschäf­tig­ten­rück­gang um 2.154 auf 11.278 sicht­lich ange­schla­gen. Gegen­über 2019 gin­gen hier 16 Pro­zent der Arbeits­plät­ze ver­lo­ren. Aber auch das Gast­ge­wer­be ver­zeich­net ein deut­li­ches Minus von 239 oder 19,5 Pro­zent auf 989. Das größ­te Plus gab es im Land­kreis beim Han­del inklu­si­ve Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen (+813) sowie im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen (+561).


Beängs­ti­gen­der Beschäf­tig­ten­ab­bau in der Industrie

„Auch wenn die Beschäf­tig­ten­ent­wick­lung in der Sum­me in der Stadt und im Land­kreis Bam­berg noch posi­tiv ist: Der Beschäf­tig­ten­ver­lust in der Indus­trie ist beängs­ti­gend”, macht Her­bert Grim­mer deut­lich, IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg. „Vor allem im Land­kreis ist das kei­ne Kon­junk­tur­flau­te mehr, son­dern ein sub­stan­zi­el­ler Abbau. Es ist frag­lich, ob es gelin­gen wird, den dort erfolg­ten Beschäf­tig­ten­ver­lust in abseh­ba­rer Zeit wie­der auf­zu­fan­gen oder ob wir uns mit­ten in einem Pro­zess der Deindus­tria­li­sie­rung befinden.”


Trotz posi­ti­ver Ent­wick­lung: Durch Ver­lust der Indus­trie­ar­beits­plät­ze droht Gefahr

„Ober­fran­ken und dort vor allem Stadt und Land­kreis Bam­berg haben in den ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­ten ein Beschäf­tig­ten­wachs­tum hin­ge­legt, um das uns vie­le ande­re Regio­nen in Deutsch­land benei­den”, macht Grim­mer deut­lich. Von his­to­ri­schen Erfol­gen kön­ne die Regi­on aber nicht leben.

„Lan­ge Jah­re wur­de der Erfolg der deut­schen Indus­trie als selbst­ver­ständ­lich ange­nom­men”, so Grim­mer. „Die inter­na­tio­na­len Rah­men­be­din­gun­gen sind so schwie­rig wie sel­ten zuvor. Mit die­sen Bedin­gun­gen müs­sen ande­re Län­der genau­so klar­kom­men. In Deutsch­land sind wir uns aber außer­dem oft selbst im Weg. Vie­le unse­rer Pro­ble­me sind haus­ge­macht.” Das Spek­trum rei­che von der über­bor­den­den Büro­kra­tie über feh­len­de Dere­gu­lie­run­gen, lan­ge Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und die im inter­na­tio­na­len Ver­gleich hohen Ener­gie­kos­ten, die hohe Abga­ben- und Steu­er­last bis hin zur oft anti­quier­ten Infrastruktur.

Auch gegen­über 2024 ver­zeich­nen Stadt (+568) und Land­kreis (+239) einen leich­ten Beschäftigtenzuwachs.


Ober­fran­ken: Seit 2019 Ver­lust von 15.252 Industriearbeitsplätzen

In Gesamt­ober­fran­ken ver­zeich­net das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be einen sehr deut­li­chen Beschäf­tig­ten­ab­bau mit einem Minus von 15.252 Beschäf­tig­ten seit 2019 (-11,1 Pro­zent). Zudem ist bei den sons­ti­gen wirt­schaft­li­chen Dienst­leis­tun­gen eine nen­nens­wer­te Abnah­me zu ver­zeich­nen (-1.406 Beschäf­tig­te). Dies lässt sich durch deren enge Ver­knüp­fung mit dem Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be erklä­ren. Es gibt aller­dings auch Wirt­schafts­ab­schnit­te, wel­che sich im Wachs­tum befin­den, etwa die öffent­li­che Ver­wal­tung, Ver­tei­di­gung und Sozi­al­ver­si­che­rung (+5.741 seit 2019), das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen (+3.342), Ver­kehr und Lage­rei (+2.566), Erzie­hung und Unter­richt (+2.557) oder die frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen (+2.134).

Wäh­rend in der Sum­me seit 2019 ober­fran­ken­weit 4.224 neue Arbeits­plät­ze ent­stan­den sind, ist die Ent­wick­lung zuletzt spür­bar gekippt. Gegen­über 2024 ver­zeich­net Ober­fran­ken einen Rück­gang von 1.858 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten, ver­ur­sacht vor allem durch den Abbau im Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be (-3.764), aber auch im Han­del und den wirt­schafts­na­hen Dienst­leis­tun­gen. Neue Arbeits­plät­ze sind im ver­gan­ge­nen Jahr vor allem im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen ent­stan­den (+1.524). Hin­weis: Die Berech­nun­gen basie­ren auf Daten der Bun­des­agen­tur für Arbeit zu den sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten mit Stich­tag 30.6. des jewei­li­gen Jahres.

„Die Ent­wick­lung unse­rer Regi­on lebt vom kon­struk­ti­ven Zusam­men­spiel von Kom­mu­nen und staat­li­chen Stellen“

Ver­ab­schie­dung und Amts­ein­füh­rung kom­mu­na­ler Man­dats­trä­ger in Oberfranken

Die Regie­rung von Ober­fran­ken hat im Rah­men ihrer Dienst­be­spre­chung mit den Land­rä­ten sowie der Ober­bür­ger­meis­te­rin und den Ober­bür­ger­meis­tern der kreis­frei­en Städ­te die aus­schei­den­den Amts­in­ha­ber ver­ab­schie­det und zugleich die sechs neu gewähl­ten Land­rä­te und Ober­bür­ger­meis­ter in der Run­de begrüßt.

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid dank­te der Amts­in­ha­be­rin und den Amts­in­ha­bern der sich nei­gen­den Amts­pe­ri­ode für ihr lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment, ihren uner­müd­li­chen Ein­satz und die gute Zusam­men­ar­beit. Er wür­dig­te dabei die Leis­tun­gen der Man­dats­trä­ger und beton­te die Bedeu­tung einer ver­läss­li­chen und part­ner­schaft­li­chen Abstim­mung zwi­schen staat­li­cher und kom­mu­na­ler Ebe­ne: „Die Ent­wick­lung unse­rer Regi­on lebt vom kon­struk­ti­ven Zusam­men­spiel von Kom­mu­nen und staat­li­chen Stel­len. Die­ses gemein­sa­me, lösungs­ori­en­tier­te Mit­ein­an­der hat sich bei allen all­täg­li­chen und ins­be­son­de­re bei gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen beson­ders bewährt.”


Zusam­men­ar­beit zwi­schen Staat und Kommunen

Die Regie­rung von Ober­fran­ken ver­steht sich als ver­läss­li­che Part­ne­rin der kom­mu­na­len Ebe­ne. Als Mit­tel­be­hör­de zwi­schen den baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­en und den nach­ge­ord­ne­ten Behör­den bün­delt, koor­di­niert, berät und beauf­sich­tigt sie die neun Land­krei­se und vier kreis­frei­en Städ­te in Ober­fran­ken. Staat­li­ches Han­deln und kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung ste­hen dabei nicht im Gegen­satz, son­dern ergän­zen sich im gemein­sa­men Auf­trag, das öffent­li­che Wohl zu för­dern. Die Regie­rung von Ober­fran­ken steht den Kom­mu­nen auch künf­tig mit fach­li­cher Unter­stüt­zung und enger Abstim­mung zur Seite.


Aus­schei­den­de Amts­trä­ger gewürdigt

Ver­ab­schie­det wur­den Land­rat Johann Kalb (Land­kreis Bam­berg), Land­rat Dr. Her­mann Ulm (Land­kreis Forch­heim), Land­rat Klaus Peter Söll­ner (Land­kreis Kulm­bach), Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke (Stadt Bam­berg), Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Ebers­ber­ger (Stadt Bay­reuth) und Ober­bür­ger­meis­te­rin Eva Döh­la (Stadt Hof).

Beson­ders wür­dig­te Regie­rungs­prä­si­dent Luder­schmid die Ver­diens­te der bei­den längst gedien­ten Man­dats­trä­ger: Land­rat Klaus Peter Söll­ner und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke stell­ten sich über drei bezie­hungs­wei­se zwei Jahr­zehn­te hin­weg in den Dienst ihres Land­krei­ses bezie­hungs­wei­se ihrer Stadt und präg­ten die Ent­wick­lung ihrer Regio­nen nachhaltig.


Neu ein­ge­führ­te Amtsträger

Mit Blick auf die bevor­ste­hen­de Amts­pe­ri­ode beton­te Regie­rungs­prä­si­dent Luder­schmid, dass er sich auf eine enge und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit mit den neu­en Amts­trä­gern freue.

Als neu gewähl­te Man­dats­trä­ger führ­te er Johan­nes Macie­jon­c­zyk (Land­rat Land­kreis Bam­berg), Hann­görg Zim­mer­mann (Land­rat Land­kreis Forch­heim), Jonas Gleich (Land­rat Land­kreis Kulm­bach), Sebas­ti­an Mar­tins Nie­der­mai­er (Ober­bür­ger­meis­ter Stadt Bam­berg), Dr. Andre­as Zip­pel (Ober­bür­ger­meis­ter Stadt Bay­reuth) sowie Ste­fan Schmal­fuß (Ober­bür­ger­meis­ter Stadt Hof) offi­zi­ell in ihre Ämter ein. Die neue Amts­pe­ri­ode beginnt zum 1. Mai 2026.

Für 1.957 Azu­bis aus Ober­fran­ken wird es ernst

Start der IHK-Abschlussprüfungen

Am mor­gi­gen Diens­tag, dem 28. April, begin­nen für vie­le Aus­zu­bil­den­de die IHK-Abschluss­prü­fun­gen, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit­teilt. Ins­ge­samt 1.957 Aus­zu­bil­den­de legen bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihre Prü­fun­gen in ins­ge­samt 100 Beru­fen ab.

Für Micha­el von Her­tell, Lei­ter der beruf­li­chen Bil­dung, ist die dua­le Aus­bil­dung ein ech­ter Erfolgs­fak­tor: Die Aus­bil­dung in einem Betrieb lege das Fun­da­ment für einen nach­hal­ti­gen, erfolg­rei­chen Berufs­weg. Die Azu­bis bau­ten nicht nur umfang­rei­che Fach­kennt­nis­se auf, son­dern ent­wi­ckel­ten sich dabei auch per­sön­lich stark wei­ter. Er betont, wer sich für eine Aus­bil­dung ent­schei­de, stell die rich­ti­gen Wei­chen für die Zukunft.

Zunächst ste­hen am 28. und 29. April für 1.465 Prüf­lin­ge in 52 kauf­män­ni­schen und kauf­män­nisch ver­wand­ten Beru­fen die schrift­li­chen Abschluss­prü­fun­gen auf dem Pro­gramm. Dazu gehö­ren Kauf­leu­te für Büro­ma­nage­ment sowie Ein­zel­han­dels- und Bank­kauf­leu­te. Ab dem 5. und 6. Mai fol­gen die Prü­fun­gen für 492 Prüf­lin­ge in 48 tech­ni­schen Beru­fen, dar­un­ter Indus­trie­me­cha­ni­ker, Mecha­tro­ni­ker und Elek­tro­ni­ker. Die münd­li­chen und prak­ti­schen Prü­fun­gen fin­den für die tech­ni­schen Beru­fe zwi­schen dem 22. Juni und 31. Juli 2026, für die kauf­män­ni­schen Beru­fe zwi­schen dem 29. Juni und dem 31. Juli 2026 statt.

Zwei von drei Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen bei IHK-Unternehmen

Für die Prüf­lin­ge geht mit der Abschluss­prü­fung ein wich­ti­ger Lebens­ab­schnitt zu Ende: Unse­re Unter­neh­men sind auf qua­li­fi­zier­te Nach­wuchs­kräf­te ange­wie­sen, um die Her­aus­for­de­run­gen von heu­te und mor­gen zu meis­tern, unter­streicht von Her­tell. Eine fun­dier­te Aus­bil­dung ist aber auch der Schlüs­sel, um den Wirt­schafts­stand­ort Ober­fran­ken lang­fris­tig zu stärken.

Die För­de­rung der beruf­li­chen Bil­dung bleibt zen­tra­le Auf­ga­be der deut­schen IHKs. Mit einer bun­des­wei­ten Aus­bil­dungs­kam­pa­gne set­zen die deut­schen IHKs Impul­se, um das Anse­hen der dua­len Aus­bil­dung wei­ter zu erhö­hen und mehr jun­ge Men­schen für die­sen Kar­rie­re­weg zu begeis­tern. Unter dem Mot­to “Jetzt #kön­nen­ler­nen – Aus­bil­dung macht mehr aus uns” geben ech­te Aus­zu­bil­den­de Ein­bli­cke in ihre Arbeits­welt und zei­gen: Aus­bil­dung lohnt sich.

Die schrift­li­chen IHK-Abschluss­prü­fun­gen fin­den an bun­des­weit ein­heit­li­chen Ter­mi­nen statt. Die IHKs in Ober­fran­ken ste­hen für knapp zwei Drit­tel aller Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se in der Region.

IHK-Prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner mahnt drin­gen­de Refor­men an

Ober­fran­ken: 15.252 Indus­trie­ar­beits­plät­ze seit 2019 verloren

Ober­fran­ken hat 15.252 Indus­trie­ar­beits­plät­ze seit dem Jahr 2019 ver­lo­ren, teilt die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit und bezieht sich bei den Berech­nun­gen auf Daten des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik zu den sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäftigten.

„Die Deindus­tria­li­sie­rung Ober­fran­kens schrei­tet unge­bremst vor­an“, warnt Dr. Micha­el Waas­ner, Prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. „Allei­ne von 2024 auf 2025 gin­gen 3.764 Indus­trie­ar­beits­plät­ze ver­lo­ren. Damit sum­mie­ren sich die Beschäf­tig­ten­ver­lus­te in der Indus­trie seit 2019 auf 15.252.“ Dr. Waas­ner mahnt drin­gend eine Ertüch­ti­gung des Stand­or­tes Deutsch­land an.

Der Beschäf­tig­ten­ab­bau um 15.252 oder 11,1 Pro­zent ent­spricht in etwa den Ein­woh­ner­zah­len von Städ­ten wie Kro­nach (16.600), Selb (14.700), Peg­nitz (13.700) oder Hirschaid (12.400). Hin­zu kom­me ein Abbau von 1.406 Beschäf­tig­ten seit 2019 bei den “wirt­schaft­li­chen Dienst­leis­tun­gen” – nicht zuletzt, weil Auf­trä­ge aus der Indus­trie ausblieben.


Zahl der Indus­trie­be­schäf­tig­ten in Ober­fran­ken auf his­to­ri­schem Tief

„Mit 121.545 hat die Zahl der Beschäf­tig­ten im Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be einen his­to­ri­schen Tiefst­stand erreicht“, so Dr. Waas­ner. „Unse­re schlimms­ten Befürch­tun­gen sind lei­der eingetreten.“

Für die­se besorg­nis­er­re­gen­de Ent­wick­lung gebe es drei Haupt­grün­de: die schlech­ten Stand­ort­be­din­gun­gen für die Indus­trie, die unsi­che­ren inter­na­tio­na­len Märk­te und die Kri­se der deut­schen Auto­mo­bil­her­stel­ler, die voll auf die über 200 Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer in Ober­fran­ken durchschlage.

Zwar gebe es laut Berech­nun­gen der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth Zuwäch­se in ande­ren Wirt­schafts­zwei­gen, aber die reich­ten nicht aus, um die Ver­lus­te in der Indus­trie zu kom­pen­sie­ren, etwa in der öffent­li­chen Ver­wal­tung (+5.741 seit 2019), im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen (+3.342), im Bereich Ver­kehr und Logis­tik (+2.566), Erzie­hung und Unter­richt (+2.557) oder den frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen (+2.134) Die Gesamt­zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten ist zwi­schen 2019 und 2025 mit einem Plus mit 4.224 oder 1,0 Pro­zent noch leicht gestie­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr gin­gen in der Sum­me 1.858 Arbeits­plät­ze verloren.

Ber­lin habe ers­te Wei­chen gestellt, aber das rei­che bei wei­tem nicht aus. Dr. Waas­ner for­dert ent­schlos­se­nes Han­deln: „Arbeits­kos­ten, Steu­er- und Abga­ben­last sowie Büro­kra­tie müs­sen run­ter, Pla­nungs­si­cher­heit und Infra­struk­tur­aus­ga­ben rauf!“ Er erin­nert an die Agen­da 2010: Damals wur­de Deutsch­land vom „kran­ken Mann“ zur wirt­schaft­li­chen Loko­mo­ti­ve Euro­pas. Ober­fran­ken pro­fi­tier­te davon erheb­lich – die Arbeits­lo­sig­keit sank, die Beschäf­ti­gung stieg.

Aber nicht nur in Brüs­sel, Ber­lin und Mün­chen müss­ten die Wei­chen für die Zukunft gestellt wer­den, son­dern auch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne. „Noch mehr als bis­her müs­sen auch in der Kom­mu­nal­po­li­tik bei jeder Ent­schei­dung Aus­wir­kun­gen auf den Stand­ort und die Wirt­schaft mit­ge­dacht wer­den”, so Dr. Waas­ner mit einem Appell an alle neu oder wie­der gewähl­ten Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und ‑poli­ti­ker.

Deutsch­land brau­che Ant­wor­ten auf eine sich radi­kal ver­än­der­te Welt­ord­nung, den immer här­ter wer­den­den inter­na­tio­na­len Wett­be­werb und den demo­gra­fi­schen Wan­del. „Jetzt braucht es wie­der einen Kraft­akt, die Lage ist so ernst wie sel­ten zuvor“, macht Dr. Waas­ner deut­lich. „Wir brau­chen ein Jahr der Refor­men, eine Agen­da 2030, eine Agen­da für mehr Wachs­tum. Unse­re Unter­neh­men brau­chen wie­der eine ver­läss­li­che Zukunfts­per­spek­ti­ve. Und zwar jetzt!“

Ober­frän­ki­sche Wirt­schafts­kam­mern bezeich­nen Stim­mung als alarmierend

Ober­fran­ken braucht Taten, kei­ne Ankündigungen

Der Wirt­schafts­stand­ort Ober­fran­ken steht am Schei­de­weg. Daher müs­se die Regie­rung end­lich zu einem ech­ten Befrei­ungs­schlag anset­zen, so die Prä­si­den­ten der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, der HWK für Ober­fran­ken und der IHK zu Coburg, Dr. Micha­el Waas­ner, Mat­thi­as Graß­mann und Dr. Andre­as Engel. Ohne Befrei­ungs­schlag kom­me die Wirt­schaft nicht aus der Kri­se, die Unter­neh­men war­te­ten auf den ver­spro­che­nen Wachstumsbooster.

Im April 2024 hat­ten die ober­frän­ki­schen Wirt­schafts­kam­mern gemein­sam im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz in Kasen­dorf „Wirtschaft@Politik“ die Dring­lich­keit von wirt­schafts­po­li­ti­schen Refor­men unter­stri­chen. „Zwei Jah­re spä­ter ist die poli­ti­sche Bilanz abso­lut ernüch­ternd. Wir erken­nen wei­ter­hin kei­nen Wil­len zu gro­ßen, struk­tu­rel­len zukunfts­ori­en­tier­ten Refor­men“, resü­miert der Prä­si­dent der HWK für Ober­fran­ken, Mat­thi­as Graß­mann. Das Hand­werk blei­be zwar sta­bil, die Stim­mung aber sei abso­lut alar­mie­rend. Dr. Micha­el Waas­ner, Prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ergänzt: „Die Lage ist mehr als ernst. Seit 2019 sind im Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be, also in der Indus­trie und im Pro­du­zie­ren­den Hand­werk, in Ober­fran­ken 11.500 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren­ge­gan­gen.“ Nur noch 125.000 Men­schen arbei­ten in die­sem Bereich – so weni­ge wie nie zuvor.

Die drei Wirt­schafts­kam­mern ver­tre­ten rund 77.000 Unter­neh­men aus Indus­trie, Hand­werk, Han­del, Tou­ris­mus und Dienst­leis­tun­gen. Sie for­dern von der Bun­des­re­gie­rung end­lich einen kla­ren Kurs für den Stand­ort Deutsch­land. Dr. Andre­as Engel, Prä­si­dent der IHK zu Coburg, bringt es auf den Punkt: „Auf Sei­ten der Poli­tik dürf­te es längst kein Erkennt­nis­pro­blem mehr geben, dass höchs­ter Hand­lungs­druck herrscht, und es wur­den ja auch Refor­men und Ent­las­tun­gen ange­kün­digt – aber pas­siert ist viel zu wenig.“


Büro­kra­tie lähmt Betriebe

Büro­kra­tie, Ener­gie & Roh­stof­fe, Infra­struk­tur, Fach­kräf­te­si­che­rung, Steu­ern & Abga­ben und Pla­nungs­si­cher­heit – 2026 bestim­men noch die glei­chen Schlag­wor­te die Dis­kus­si­on, die die Wirt­schafts­kam­mern 2024 ver­stärkt in den Fokus gerückt haben. Dr. Engel: „Wir haben kei­ne Zeit mehr für wei­te­re Stol­per­schrit­te im Klein-Klein – unser Stand­ort braucht tief­grei­fen­de Refor­men zur Ver­bes­se­rung der Stand­ort­qua­li­tät, und zwar schnellstmöglich!“

Gera­de die jüngs­ten Dis­kus­sio­nen – Abschaf­fung des Anspruchs auf Teil­zeit­ar­beit („Life­style-Teil­zeit“), Erhö­hung der Erb­schafts­steu­er, Kür­zun­gen des Leis­tungs­ka­ta­logs bei der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se, Ein­be­zie­hung wei­te­rer Ein­künf­te in die Bei­trags­rech­nung – wür­den nur wei­ter das Kli­ma ver­gif­ten. „Außer­dem wird so jeder mög­li­che Reform­an­satz sofort zer­re­det. Die­ses Vor­ge­hen ist der schwie­ri­gen Lage abso­lut nicht ange­mes­sen“, kri­ti­siert Graßmann.

„Wir brau­chen eine Agen­da 2030 und kei­ne Poli­tik unko­or­di­nier­ter Ein­zel­maß­nah­men. Mit einem sol­chen Mas­ter­plan sol­len Inves­ti­tio­nen, Arbeits­vo­lu­men und Pro­duk­ti­vi­tät dau­er­haft gestärkt wer­den”, macht Dr. Waas­ner deut­lich. „Es kann doch nicht sein, dass schul­ter­zu­ckend zur Kennt­nis genom­men wird, dass durch die De-Indus­tria­li­sie­rung die Basis unse­res Wohl­stands schlei­chend ero­diert, dass Inves­ti­tio­nen immer wei­ter gekürzt wer­den, dass der Job­ab­bau an Tem­po gewinnt“, so Dr. Engel.

Auch bei den wei­te­ren Stich­wor­ten aus der Pres­se­kon­fe­renz 2024 „Wirtschaft@Politik“ sehen die ober­frän­ki­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mern und die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken kaum Bewe­gung. Büro­kra­tie bleibt ein gro­ßes Hin­der­nis. „Es gibt vie­le Ankün­di­gun­gen, aber kaum ech­te Erleich­te­run­gen“, kri­ti­siert Graß­mann. Selbst ein­fa­che Maß­nah­men wie die Abschaf­fung der Bon­pflicht wur­den nicht umge­setzt. Die Fol­ge: Unter­neh­men ver­lie­ren Zeit und Geld durch unnö­ti­ge Vor­schrif­ten – und zudem längst die Geduld.

Infra­struk­tur: Hier zei­ge sich schon jetzt, dass nur Tei­le des soge­nann­ten Son­der­ver­mö­gens für Infra­struk­tur­maß­nah­men tat­säch­lich sach­ge­recht aus­ge­ge­ben wer­den. Graß­mann wei­ter: „Pla­nungs­si­cher­heit? Beim Hei­zungs­ge­setz etwa zeigt sich, wie wenig die Poli­tik auf die Wirt­schaft hört.“

„Die Stim­mung unter unse­ren Betrie­ben ist schlecht. Dies ändert sich nur, wenn die Poli­tik ihre dring­lichs­ten Haus­auf­ga­ben macht und die Regie­rung als ent­schlos­se­ne Ein­heit auf­tritt“, so Dr. Waas­ner. Als Fazit for­mu­liert er eine ein­deu­ti­ge Bot­schaft: „Der Herbst ist vor­bei, einen Herbst der Refor­men habe ich nicht wahr­ge­nom­men. Was wir wirk­lich brau­chen, ist kein Früh­ling der Dis­kus­sio­nen, kein Früh­ling der Dampf­plau­de­rei und erst recht kein Früh­ling neu­er Vor­schrif­ten, son­dern ein Früh­ling der Taten!“ Die Poli­tik müs­se jetzt han­deln, damit Ober­fran­ken und ganz Deutsch­land wie­der auf Kurs kommen.

Start­schuss in Kulmbach

Ober­fran­ken Offen­siv geht mit 36 ober­frän­ki­schen Modell­kom­mu­nen neue Wege

Wie bewäl­ti­gen unse­re Städ­te und Gemein­den die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft in Zei­ten des per­ma­nen­ten Wan­dels und klam­mer Kas­sen? Ant­wor­ten dar­auf und vor allem kon­kre­te Lösungs­an­sät­ze sol­len jetzt mit 36 Kom­mu­nen erar­bei­tet wer­den, die gemein­sam neue und zum Teil auch unkon­ven­tio­nel­le Wege gehen. Feder­füh­rend in die­sem Pro­jekt ist die regio­na­le Ent­wick­lungs­agen­tur Ober­fran­ken Offensiv.

Zahl­rei­che Bür­ger­meis­te­rin­nen und Bür­ger­meis­ter die­ser soge­nann­ten Modell­kom­mu­nen kamen in Kulm­bach im Cowor­king-Space „Zeit­räu­me“ zusam­men, um die nächs­ten Schrit­te zu definieren.

Es sind zen­tra­le The­men, denen sich die Rat­haus­chefs unse­rer vor allem länd­lich gepräg­ten Gemein­den und klei­ne­ren Städ­te per­ma­nent stel­len müs­sen: Wie schaf­fe ich für mei­ne Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger moder­nen und bezahl­ba­ren Wohn­raum, wie för­de­re ich ein leben­di­ges Mit­ein­an­der und wie ver­hel­fe ich mei­ner Kom­mu­ne zu einem posi­ti­ven Image? Dabei sind Infra­struk­tur, Erreich­bar­keit mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, Betreu­ung und Pfle­ge sowie die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung nur eini­ge der ent­schei­den­den Kri­te­ri­en, ob sich Men­schen für oder gegen einen Wohn­ort ent­schei­den. Mit die­sen kom­ple­xen The­men setzt sich auch die Ent­wick­lungs­agen­tur Ober­fran­ken Offen­siv in ihrem Pro­jekt „Tra­fO – Zen­trum für Trans­for­ma­ti­on und Chan­ge-Manage­ment Ober­fran­ken“ auseinander.

„Unse­ren Bür­ger­meis­te­rin­nen und Bür­ger­meis­tern fehlt es weni­ger an Erkennt­nis, als viel­mehr häu­fig an finan­zi­el­len Mit­teln, Man­power und Zeit. Hier wol­len wir in drei Schrit­ten unter­stüt­zen“, so Frank Ebert, Geschäfts­füh­rer von Ober­fran­ken Offen­siv. „Ers­tens – wir defi­nie­ren mit den jewei­li­gen Kom­mu­nen ihre größ­ten Her­aus­for­de­run­gen. Zwei­tens – wir ver­net­zen die­se Gemein­den the­ma­tisch mit­ein­an­der und för­dern so den Aus­tausch, und drit­tens – wir erar­bei­ten mit die­sen ver­netz­ten Gemein­den maß­ge­schnei­der­te Pro­jek­te, die dann best­mög­lich über­trag­bar sind.“

Zudem wird es fach­be­zo­ge­ne Exkur­sio­nen geben, die den sprich­wört­li­chen Blick über den Tel­ler­rand hin­aus ermög­li­chen. So bie­tet Ober­fran­ken Offen­siv bei­spiels­wei­se im April eine zwei­tä­gi­ge geführ­te Rei­se an, die unter ande­rem nach Nord­rhein-West­fa­len führt. Dort wird den Teil­neh­men­den erläu­tert, wie es der gut 1.700 Ein­woh­ner klei­ne Ort Etteln geschafft hat, als bes­te „Smart City“ welt­weit aus­ge­zeich­net zu werden.

„Es wird eine Mischung aus Work­shops, Tagun­gen, Exkur­sio­nen und Unter­stüt­zung der Pro­jekt­ar­beit vor Ort sein, mit der wir unse­ren Modell­kom­mu­nen unter die Arme grei­fen wol­len“, ergänzt Ebert. „Im ver­gan­ge­nen Novem­ber setz­ten wir am Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken in Bay­reuth ein Aus­ru­fe­zei­chen, indem wir des­sen Bedeu­tung für unse­re Haus- und Fach­arzt­ver­sor­gung der Zukunft unter­stri­chen. In die­sem Jahr wird es eine Tagung geben, die das The­ma Woh­nen in meh­re­ren Facet­ten auf­greift.“ Dabei sor­ge auch die Wahl der Ver­an­stal­tungs­or­te für Impul­se. „Ein Cowor­king-Space wie hier in Kulm­bach kön­ne einer Kom­mu­ne neue Per­spek­ti­ven bie­ten und gleich­zei­tig aus einem tris­ten Leer­stand einen moder­nen Ort der Begeg­nun­gen schaffen.“


Die Modell­kom­mu­nen

Fol­gen­de Städ­te und Gemein­den haben den Zuschlag als Modell­kom­mu­ne in dem Pro­jekt von Ober­fran­ken Offen­siv erhalten:

Land­kreis Kro­nach (9): Tet­tau, Stein­bach am Wald, Nord­hal­ben, Stock­heim, Küps, Stein­wie­sen, Pres­sig, Lud­wig­stadt, Wallenfels

Land­kreis Kulm­bach (5): Press­eck, Kasen­dorf, Stadt­stein­ach, Markt­leu­gast, Thurnau

Land­kreis Hof (5): Köditz, Tro­gen, Schwar­zen­bach am Wald, Bad Steben, Schwar­zen­bach an der Saale

Land­kreis Bam­berg (5): Ebrach, But­ten­heim, Strul­len­dorf, Schön­brunn im Stei­ger­wald, Viereth-Trunstadt

Land­kreis Bay­reuth (4): Gold­kro­nach, Wai­schen­feld, Emt­manns­berg, Gefrees

Land­kreis Forch­heim (4): Igens­dorf, Eber­mann­stadt, Göß­wein­stein, Kunreuth

Land­kreis Coburg (2): Nie­der­füll­bach, Ahorn

Land­kreis Lich­ten­fels (3): Marktz­euln, Red­witz an der Rodach, Hoch­stadt am Main

Mit dem Land­kreis Wun­sie­del ist Ober­fran­ken Offen­siv im engen Aus­tausch, um ein umfang­rei­ches Pro­jekt zu unter­stüt­zen, von dem meh­re­re Kom­mu­nen im Fich­tel­ge­bir­ge pro­fi­tie­ren könn­ten und das sich aktu­ell noch in der Vor­be­rei­tungs­pha­se befindet.

Grü­ne Woche

Ober­fran­ken­tag begeis­tert Besu­che­rin­nen und Besucher

Mit gro­ßer Reso­nanz, viel Musik und genuss­vol­ler Viel­falt hat sich Ober­fran­ken beim Ober­fran­ken­tag auf der Grü­nen Woche in Ber­lin prä­sen­tiert. Tau­sen­de Besu­che­rin­nen und Besu­cher erleb­ten in der Bay­ern­hal­le einen ein­drucks­vol­len Auf­tritt der Regi­on, der Tra­di­ti­on, Inno­va­ti­on und Lebens­freu­de vereinte.

Der Ober­fran­ken­tag fand zur abso­lu­ten Spit­zen­zeit der Mes­se statt: am besu­cher­stärks­ten Mes­se­tag, in der meist­fre­quen­tier­ten Hal­le und zur Haupt­be­suchs­zeit. Ent­spre­chend dicht dräng­ten sich Gäs­te aus Ber­lin, aus ganz Deutsch­land und aus aller Welt rund um die Büh­ne und den angren­zen­den Gemein­schafts­stand von Ober­fran­ken Offen­siv. Gemein­sam mit den Tou­ris­mus­re­gio­nen Fich­tel­ge­bir­ge, Fran­ken­wald und Frän­ki­sche Schweiz fei­er­te Ober­fran­ken ein leben­di­ges Fest der Regi­on – ganz im Sin­ne des Mot­tos: Es geht nur gemeinsam.

Seit vie­len Jah­ren set­zen die Ver­an­stal­ter der Grü­nen Woche in der stark fre­quen­tier­ten Bay­ern­hal­le auf ober­frän­ki­sche Akzen­te – und auch 2026 zeig­te sich erneut, war­um. Ab 12:00 Uhr sorg­ten die Fich­ten­horn­blä­ser aus Spei­chers­dorf und die Markt­red­wit­zer Blas­ka­pel­le für musi­ka­li­sche Höhe­punk­te aus der Heimat.

Am Gemein­schafts­stand selbst luden unter ande­rem der Hofer Wärscht­la­mo Mar­cus Traub, das Bräuwerck Neu­dros­sen­feld, die Braue­rei Nikl aus Pretz­feld, zahl­rei­che Genuss­hand­wer­ke­rin­nen und Genuss­hand­wer­ker aus ganz Ober­fran­ken sowie die Uni­ver­si­tät Bay­reuth zum Pro­bie­ren, Infor­mie­ren und Aus­tau­schen ein.

Zahl­rei­che Gäs­te aus Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft folg­ten der Ein­la­dung zum Ober­fran­ken­tag und zeig­ten sich begeis­tert von der Mischung aus Büh­nen­pro­gramm und kuli­na­ri­schen High­lights. Ob frisch gezapf­te Bie­re der Braue­rei­en vor Ort, die hei­ßen Wie­ner des ori­gi­nal Hofer Wärscht­la­mos oder die euro­pä­isch geschütz­te Hofer Rind­fleisch­wurst – die Viel­falt und Qua­li­tät des Ange­bots mach­ten den Stand zu einem ech­ten Aus­hän­ge­schild der UNESCO-zer­ti­fi­zier­ten Genuss­re­gi­on Oberfranken.

Zum wie­der­hol­ten Mal war zudem die Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten am Cam­pus Kulm­bach der Uni­ver­si­tät Bay­reuth Teil des Gemein­schafts­stands. Mit ihren zukunfts­ori­en­tier­ten Stu­di­en­gän­gen genießt die Fakul­tät inter­na­tio­nal gro­ße Aner­ken­nung und ergänzt den ober­frän­ki­schen Mes­se­auf­tritt in Ber­lin auf idea­le Weise.

Die Grü­ne Woche zählt zu den welt­weit bedeu­tends­ten Mes­sen für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Gar­ten­bau. Ober­fran­ken Offen­siv orga­ni­siert den ober­frän­ki­schen Gemein­schafts­stand bereits seit zehn Jah­ren und setzt damit kon­ti­nu­ier­lich star­ke Impul­se für die Sicht­bar­keit der Regi­on auf inter­na­tio­na­ler Bühne.

Ober­fran­ken in Berlin

Genuss, Inno­va­ti­on und Zusam­men­halt auf der Grü­nen Woche 2026

Vom 16. bis 25. Janu­ar ist die Bun­des­haupt­stadt ein Stück ober­frän­ki­scher als sonst: Auf der Grü­nen Woche in Ber­lin prä­sen­tiert sich Ober­fran­ken erneut als genuss­vol­le, inno­va­ti­ve und lebens­wer­te Region.

Bereits zum zehn­ten Mal in Fol­ge orga­ni­siert und managt Ober­fran­ken Offen­siv e.V. den gro­ßen ober­frän­ki­schen Gemein­schafts­stand in der Bay­ern­hal­le. Genuss­hand­werk, tra­di­tio­nel­le und inno­va­ti­ve Braue­rei­en und Bren­ne­rei­en, sowie die füh­ren­den Tou­ris­mus­re­gio­nen Ober­fran­kens tre­ten dabei geschlos­sen auf und zei­gen ein­drucks­voll die Viel­falt und Stär­ke der Regi­on. Gemein­sam geben sie in Ber­lin eine über­zeu­gen­de Visi­ten­kar­te Ober­fran­kens ab.

Mit der Eröff­nung der Mes­se wird der impo­san­te Ober­fran­ken­stand schnell zum belieb­ten Treff­punkt in der Bay­ern­hal­le (Hal­le 22b). An meh­re­ren Infor­ma­ti­ons- und Aus­schank­be­rei­chen bera­ten Tou­ris­ti­ker aus dem Fich­tel­ge­bir­ge, dem Fran­ken­wald und der Frän­ki­schen Schweiz über Frei­zeit- und Urlaubs­mög­lich­kei­ten – von Aktiv­ur­laub über Genuss­rei­sen bis hin zu kul­tu­rel­len Highlights.

Auch die Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten, Michae­la Kani­ber, lässt sich einen Besuch am Ober­fran­ken­stand tra­di­tio­nell nicht neh­men. Sie betont: „Ober­fran­ken ist auch das Land des Bie­res. Es ist der Regie­rungs­be­zirk mit den meis­ten Braue­rei­en – und das macht einen schon stolz. Jetzt geht es aber auch dar­um, die­se Viel­falt zu bewah­ren. Des­we­gen ist es wich­tig, uns in der Zukunft gut auf­zu­stel­len, um kei­ne Betrie­be ver­lie­ren! Dahin­ter steht ein unglaub­li­ches Enga­ge­ment, zum Bei­spiel, was die LEA­DER-Pro­jek­te im länd­li­chen Raum anbe­langt, pas­siert ganz viel. Man sieht: Bay­ern ist in allen Regio­nen wirk­lich lebenswert!“

Groß­zü­gig, offen und weit­hin sicht­bar: Auf 42 Qua­drat­me­tern prä­sen­tiert sich Ober­fran­ken als eine der stärks­ten Regio­nen in der Bay­ern­hal­le. Das kla­re frän­ki­sche Rot-Weiß und die pro­mi­nen­te Lage direkt am baye­ri­schen Bier­gar­ten machen den Stand zu einem belieb­ten Treff­punkt. Für Bezirks­tags­prä­si­dent und Vor­sit­zen­den von Ober­fran­ken Offen­siv, Hen­ry Schramm, ist der gemein­sa­me Auf­tritt ein wich­ti­ger Bau­stein in der Außen­dar­stel­lung der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken: „Als Vor­sit­zen­der von Ober­fran­ken Offen­siv hal­te ich es für sehr wich­tig, dass wir auf der Grü­nen Woche ver­tre­ten sind! An unse­rem Stand in ganz zen­tra­ler Lage kom­men vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher vor­bei und wer­den auf unse­re Tou­ris­mus­re­gio­nen und unse­re Genuss­pro­duk­te auf­merk­sam. Bei uns am Stand – wie auch in Ober­fran­ken – kann man sich wohl füh­len, wir sind gast­freund­lich und das kann man hier haut­nah erle­ben. Ober­fran­ken ist eine wah­re Genuss­re­gi­on, aus­ge­zeich­net als imma­te­ri­el­les UNESCO-Kul­tur­er­be, und damit kann man Men­schen begeistern!“

Ein beson­de­rer Höhe­punkt ist der ers­te Mes­se­sams­tag, tra­di­tio­nell der besu­cher­stärks­te Tag der Grü­nen Woche. An die­sem Tag rich­tet Ober­fran­ken Offen­siv das Büh­nen­pro­gramm der Bay­ern­hal­le aus und lädt zum Ober­fran­ken­tag ein. Ab 12:00 Uhr sor­gen die Fich­ten­horn­blä­ser aus Spei­chers­dorf im Land­kreis Bay­reuth und die Markt­red­wit­zer Blas­ka­pel­le für musi­ka­li­sche Akzen­te aus der Region.

Am Stand von Ober­fran­ken laden unter ande­rem der Hofer Wärscht­la­mo Mar­cus Traub, das Bräuwerck Neu­dros­sen­feld, die Braue­rei Nikl aus Pretz­feld, zahl­rei­che Genuss­hand­wer­ker aus ganz Ober­fran­ken sowie die Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bay­reuth in Kulm­bach zum Pro­bie­ren, Infor­mie­ren und Aus­tau­schen ein. Begrüßt wer­den die Gäs­te von den Vor­sit­zen­den von Ober­fran­ken Offen­siv, Hen­ry Schramm und Flo­ri­an Luder­schmid und Geschäfts­füh­rer Frank Ebert.

Frank Ebert, Geschäfts­füh­rer von Ober­fran­ken Offen­siv, bestä­tigt die Begeis­te­rung der Besu­che­rin­nen und Besu­cher: „Unser schö­nes Ober­fran­ken auf der Grü­nen Woche vor einem gro­ßen inter­na­tio­na­len Publi­kum zu ver­tre­ten, ist einer­seits eine sehr wich­ti­ge Auf­ga­be im Regio­nal­mar­ke­ting-Kon­zept unse­res Ver­eins. Gleich­zei­tig ist es uns eine gro­ße Freu­de: Denn wir sehen jedes Jahr wie­der, dass unse­re Ange­bo­te nicht nur gut ange­nom­men, son­dern sogar rich­tig gefei­ert werden!“

Die Grü­ne Woche Ber­lin zählt zu den welt­weit bedeu­tends­ten Mes­sen für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Gar­ten­bau. Jähr­lich zieht sie hun­dert­tau­sen­de Besu­che­rin­nen und Besu­cher sowie Fach­pu­bli­kum aus aller Welt an – und bie­tet damit eine idea­le Büh­ne, um Ober­fran­ken als star­ke, genuss­vol­le und zukunfts­ori­en­tier­te Regi­on zu präsentieren.

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