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Bayernliga Nord

Letz­tes Heim­spiel der Saison

SC Feucht bei FC Ein­tracht Bam­berg zu Gast

Im letz­ten Heim­spiel der Sai­son in der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord erwar­tet der FC Ein­tracht Bam­berg heu­te um 14 Uhr den SC Feucht. Sport­lich geht es nicht mehr um viel. Die Mann­schaft möch­te die Fans aber trotz­dem mit einem Sieg in die Som­mer­pau­se verabschieden.

Nach der 2:3 Heim­nie­der­la­ge vor einer Woche gegen den ASV Neu­markt und dem Sieg des Tabel­len­zwei­ten SpVgg Ans­bach hat sich der FC Ein­tracht Bam­ber­ger aus dem Titel­ren­nen und dem Kampf um einen Rele­ga­ti­ons­platz ver­ab­schie­det. Vor dem Spiel gegen den SC Feucht steht Bam­berg mit 68 Punk­ten auf Tabel­len­platz vier und kann die SpVgg Ans­bach in den letz­ten zwei Spie­len nicht mehr überholen.

Sicher ist jedoch, dass die Dom­rei­ter auf­grund des Vor­sprungs zum Fünf­ten die Sai­son min­des­tens als Vier­ter been­den wer­den. Einer­seits sieht die die jun­ge Mann­schaft Rang Vier als gro­ßen Erfolg, ande­rer­seits jedoch auch als eine Ent­täu­schung. Schließ­lich hat­te sie vor nicht all­zu lan­ger Zeit noch die bes­te Aus­gangs­po­si­ti­on aller auf den ers­ten vier Tabel­len­plät­zen ste­hen­den Vereine.

Jetzt, da die Ent­schei­dung um Platz eins und zwei ohne die Bam­ber­ger fal­len wird, kann die Ein­tracht befreit in das Heim­spiel gegen den SC Feucht gehen. Die Mit­tel­fran­ken haben eben­falls zuletzt ver­lo­ren. Am Diens­tag­abend unter­la­gen sie dem TSV Abts­wind mit 1:2. Gra­vie­rend hat sich jedoch die­se Nie­der­la­ge für Feucht in der Tabel­le nicht aus­ge­wirkt. Schon längst ist der Klas­sen­er­halt näm­lich gesi­chert. Denn die Mann­schaft steht mit 47 Punk­ten auf dem zehn­ten Tabel­len­platz. Auch die Mit­tel­fran­ken kön­nen somit ganz locker im Bam­ber­ger Sta­di­on antreten.

Stim­men vor dem Spiel gegen den SC Feucht

Bam­bergs Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß sag­te vor dem Spiel: „Ich gebe zu, es ist schon etwas bit­ter, das The­ma Regio­nal­li­ga für die nächs­te Sai­son zu den Akten legen zu müs­sen, gera­de wenn man so lan­ge an der Tabel­len­spit­ze stand wie wir. Aber der Auf­tritt vor einer Woche gegen den ASV Neu­markt hat gezeigt, dass die phy­si­schen und psy­chi­schen Kräf­te unse­rer jun­gen Mann­schaft deut­lich nach­las­sen. Die Wochen nach der Win­ter­pau­se haben gezehrt. Immer wie­der muss­ten wir auf­grund von Krank­hei­ten und Ver­let­zun­gen auf Jugend­spie­ler und sogar auf den 41-jäh­ri­gen Peter Heyer zurück­grei­fen, um einen wett­be­werbs­fä­hi­gen Kader zusam­men­zu­be­kom­men. Auch unser Trai­ner Juli­an Kol­beck hat gleich mehr­fach sei­ne Fuß­ball­schu­he geschnürt, mit­ge­spielt – und dabei sogar zwei Tore erzielt. Zum Abschluss aber will sich die Mann­schaft noch mög­lichst mit zwei Sie­gen bei den Fans bedan­ken: Am Sams­tag gegen den SC Feucht – und vor allem am nächs­ten Sams­tag bei der DJK Don Bosco. Dom­rei­ter Der­by­sie­ger. Hat­ten wir schon mal im Okto­ber 2021, hört sich im Mai 2022 aber genau­so gut an.”

Trai­ner Juli­an Kol­beck kom­men­tier­te die Lage vor dem Spiel gegen den SC Feucht so: „Die Nie­der­la­ge gegen Neu­markt war schmerz­haft, aber auch ver­meid­bar. Am Ende war ersicht­lich, wel­che Moral die Mann­schaft mal wie­der hat. Lei­der ist durch die Nie­der­la­ge auch rech­ne­risch der Auf­stieg in die Regio­nal­li­ga nicht mehr mög­lich. Den­noch ein rie­sen Kom­pli­ment an die Mann­schaft und den Staff. Auf die bis­he­ri­ge Sai­son kön­nen wir rich­tig stolz sein. Wel­che Lei­den­schaft, welch Enga­ge­ment und Herz Tag für Tag gezeigt wur­de, ist schon bewun­derns­wert. Nun heißt es, die letz­ten zwei Spie­le erfolg­reich zu gestal­ten. Den Anfang macht am Sams­tag der star­ke Auf­stei­ger vom SC Feucht. Spie­le­risch hat Feucht eine super Spiel­an­la­ge, gespickt mit guten Ein­zel­spie­lern. Den­noch wol­len wir dem Spiel unse­ren Stem­pel auf­drü­cken und die Fans und Unter­stüt­zer des FC beim letz­ten Heim­spiel mit einem Sieg in die Som­mer­pau­se ver­ab­schie­den. Wir freu­en uns auf zahl­rei­che Zuschau­en­de, das haben sich die Jungs im letz­ten Heim­spiel für eine tol­le Sai­son verdient.”

„Wir wer­den wie­der zu unse­rer alten Stär­ke fin­den müssen“

FC Ein­tracht Bam­berg gegen ASV Neumarkt

Am dritt­letz­ten Spiel­tag der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord ist der FC Ein­tracht Bam­berg am mor­gi­gen Sams­tag Gast­ge­ber für den ASV Neu­markt. Gro­ßen Hoff­nun­gen auf den Auf­stieg gibt man sich unter­des­sen nicht mehr hin.

Die Aus­gangs­la­ge vor dem Spiel gegen den ASV Neu­markt könn­te bes­ser sein. Denn in sei­nem vor­letz­ten Aus­wärts­spiel der Sai­son hat es auch den FC Ein­tracht Bam­berg erwischt. In einem Nach­hol­spiel unter­la­gen die Dom­rei­ter am Diens­tag­abend beim ATSV Erlan­gen mit 2:3 und gin­gen zum ers­ten Mal in die­ser Spiel­zeit aus­wärts als Ver­lie­rer vom Platz. Beson­ders bit­ter ist die Nie­der­la­ge aus zwei Grün­den. Zum einen gaben die Ober­fran­ken eine 2:0‑Pausenführung aus der Hand. Zum ande­ren sicher­ten sich die Erlan­ger nach dem 1:0‑Hinspielsieg den direk­ten Vergleich.

In der Tabel­le ran­gie­ren die Dom­rei­ter jetzt mit 68 Punk­ten auf Tabel­len­platz vier. Der Rück­stand zu Tabel­len­füh­rer DJK Vil­z­ing drei Spiel­ta­ge vor Sai­son­ende beläuft sich auf vier Punk­te. Zudem haben die Vil­z­in­ger den direk­ten Ver­gleich gegen die Bam­ber­ger gewonnen.

Für die Ein­tracht geht es jetzt allen­falls nur noch um Platz zwei. Die­ser berech­tigt zur Rele­ga­ti­ons­run­de der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Auf­grund der Jäger­rol­le darf es jetzt jedoch kei­ne Aus­rut­scher mehr geben. Hin­zu kommt, dass Bam­berg auf Pat­zer der Kon­kur­renz hof­fen muss.

Kon­kur­ren­ten sind die SpVgg Ans­bach als Zwei­ter mit 72 Punk­ten – der FCE ist im direk­ten Ver­gleich bes­ser – und der Drit­te ATSV Erlan­gen mit 69 Zäh­lern. Die Auf­ga­be gegen den ASV Neu­markt wird nicht ein­fach wer­den. Zwar konn­te Bam­berg das Hin­spiel am 9. Okto­ber letz­ten Jah­res mit 4:2 gewin­nen, die Neu­mark­ter spie­len bis­her aber eine star­ke Sai­son und bele­gen mit 58 Punk­ten Rang fünf.

In Bam­berg kann der ASV Neu­markt daher locker und befreit auf­spie­len. Außer­dem kom­men die Ober­pfäl­zer mit einer klei­nen Serie in die Dom­stadt. Die letz­ten drei Begeg­nun­gen gewan­nen sie, zwei davon aus­wärts. Die Bam­ber­ger soll­ten also gewarnt sein.

Stim­men vor dem Spiel

Ein­trachts Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß sag­te am Don­ners­tag: „Es hat schon ein wenig weh­ge­tan am Diens­tag­abend, als wir inner­halb von 25 Minu­ten alles ver­spielt haben, was wir uns zuvor in knapp 65 Minu­ten beim ATSV Erlan­gen erar­bei­tet hat­ten. Den­noch haben wir nicht den gerings­ten Grund zum Jam­mern. Im Gegen­teil: Was die­se jun­ge Mann­schaft mit einem Schnitt von nicht ein­mal 24 Jah­ren in die­ser Sai­son geleis­tet hat, war schlicht­weg gigan­tisch. Dass ihr jetzt im Schluss­spurt etwas die Luft aus­ge­gan­gen ist, hat Gründe.

Ich bin ein­fach nur stolz auf unse­re jun­gen Dom­rei­ter. Und alle unse­re Fans kön­nen das auch sein. Damit wir doch noch in die Regio­nal­li­ga auf­stei­gen könn­ten, müss­ten gleich drei Teams in den letz­ten drei Spie­len pat­zen. Das ist unwahr­schein­lich. Und auch Platz zwei ist nach der Nie­der­la­ge in Erlan­gen in Fer­ne gerückt. Gegen den ASV Neu­markt, nächs­te Woche gegen den SC Feucht und nicht zuletzt beim Der­by-Fina­le in Wil­den­sorg wer­den die Dom­rei­ter noch mal alles geben, um im Fall der Fäl­le dabei zu sein, wenn es um die Ver­ga­be der bei­den ers­ten Plät­ze geht.“

Trai­ner Juli­an Kol­beck sieht die Aus­gangs­la­ge ähn­lich: „Es war eine ganz bit­te­re Nie­der­la­ge am Diens­tag in Erlan­gen, die wir erst­mal ver­dau­en müs­sen. Wenn du 2:0 zur Halb­zeit führst, willst du natür­lich was mit­neh­men. Aber es soll­te ein­fach nicht sein. Den Frust, der sich jetzt ange­sam­melt hat, wer­den wir uns am Sams­tag von der See­le schie­ßen. Mit Neu­markt erwar­tet uns ein schwe­rer Geg­ner, der frei auf­spie­len kann und auch wird. Wir wol­len unse­ren Fans und Unter­stüt­zern ein schö­nes Spiel lie­fern und noch­mal alles Mög­li­che ver­su­chen, wei­ter oben dran zu blei­ben, bis es rech­ne­risch nicht mehr geht. Wir haben und wer­den uns nie geschla­gen geben. Die Mann­schaft spielt eine über­ra­gen­de Sai­son und will das in den letz­ten Spie­len auch noch­mal zeigen.“

Und Mit­tel­feld­spie­ler Lukas Schmitt­sch­mitt füg­te an: „Mit einer bit­te­ren Nie­der­la­ge im Spit­zen­spiel gegen Erlan­gen sind wir alles ande­re als gut in die Woche gestar­tet. Den­noch heißt es, Mund abput­zen und nach vor­ne schau­en. Als nächs­ter Geg­ner steht der ASV Neu­markt vor der Tür. Wir wer­den wie­der zu unse­rer alten Stär­ke fin­den müs­sen, um die drei Punk­te in Bam­berg zu behalten.“

Vor­aus­sicht­li­ches FCE-Auf­ge­bot: Dell­er­mann, Olschew­ski– Hack, Heinz, Hel­mer, Kau­be, Kett­ler, Koll­mer, Lang, Linz, Lje­v­sic, Popp, Reck, Reisch­mann, Sapry­kin, Schmitt, Schmitt­sch­mitt, Stroh­mer, Valdez.