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Jugendarbeitslosigkeit

Der Arbeits­markt im Sep­tem­ber 2025

Herbst­be­le­bung auf Okto­ber verschoben

Die Herbst­be­le­bung setz­te im Sep­tem­ber auf­grund der andau­ern­den Kon­junk­tur­schwä­che auf dem Arbeits­markt spür­bar weni­ger agil ein als üblich. Nach­dem die Arbeits­lo­sig­keit in den bei­den Mona­ten zuvor sai­son­üb­lich stieg, begann sie trotz wei­te­rer Mas­sen­ent­las­sun­gen zumin­dest wie­der leicht zu sin­ken, wie die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mitteilt.

Die Zahl der Arbeits­lo­sen ver­rin­ger­te sich dem­nach im letz­ten Monat um 25 Per­so­nen (-0,2 Pro­zent). Ende Sep­tem­ber waren 14.680 Frau­en und Män­ner im Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg arbeits­los gemel­det. Das sind 998 Per­so­nen (+7,3 Pro­zent) mehr als vor einem Jahr. Das liegt zum Groß­teil an den vie­len Geflüch­te­ten in der Regi­on, die in der Regel Bür­ger­geld von den Job-cen­tern bezie­hen. Ende Sep­tem­ber waren im Agen­tur­be­zirk 1.032 Ukrai­ner und wei­te­re 949 Flücht­lin­ge ande­rer Her­kunfts­län­der (davon 529 Syrer, 137 Afgha­nen, 43 Eri­tre­er, 39 Ira­ker und 32 Ira­ner) arbeits­los gemel­det. Arbeit­su­chend sind ins­ge­samt 3.649 Geflüch­te­te registriert.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im August wei­ter­hin 4,2 Pro­zent. Ihr Vor­jah­res­ni­veau lag bei 3,9 Pro­zent. Im Sep­tem­ber wur­den 1.452 Men­schen arbeits­los, 11,2 Pro­zent (+146) mehr als vor einem Jahr. Gleich­zei­tig fan­den 1.171 Per­so­nen einen neu­en Arbeits­platz. Das waren 96 bezie­hungs­wei­se 7,6 Pro­zent weni­ger als in 2024.


Ernüch­tern­der Start in den Herbst

„Mit dem Start in das neue Aus­bil­dungs- und Schul­jahr sank die Arbeits­lo­sig­keit der unter 25-Jäh­ri­gen im Sep­tem­ber wie­der. Durch den Beginn des Herbst­se­mes­ters an den Hoch­schu­len wird die Arbeits­lo­sig­keit der unter 25-Jäh­ri­gen im Okto­ber wei­ter sin­ken. Ende Sep­tem­ber war etwas mehr als jeder zehn­te Arbeits­lo­se (10,9 Pro­zent) jün­ger als 25 Jah­re alt. Aktu­ell sind 1.606 jun­ge Men­schen arbeits­los; 128 bezie­hungs­wei­se 8,7 Pro­zent mehr als letz­tes Jahr. Davon sind 290 Geflüch­te­te“, lau­tet die Ein­schät­zung zum Arbeits­markt von Ste­fan Tre­bes, dem Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg. „Die leich­te Auf­hel­lung der Stim­mung am Arbeits­markt der letz­ten Mona­te scheint ver­flo­gen. Der nor­ma­ler­wei­se dyna­mi­sche Start der Herbst­be­le­bung nach den Som­mer­fe­ri­en wur­de über­la­gert von rea­li­sier­ten Mas­sen­ent­las­sun­gen, die in letz­ter Zeit wie­der deut­lich zunah­men. Bei eini­gen Fir­men ist mitt­ler­wei­le die zwei­te oder drit­te Wel­le des Per­so­nal­ab­baus in vol­lem Gan­ge. Zeit­gleich hal­ten sich die Betrie­be mit Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben zurück. Posi­tiv ist, dass es vie­le Über­nah­men bei Insol­ven­zen gibt. Jedoch braucht es Zeit, bis die neu auf­ge­stell­ten Fir­men wie­der Tritt fas­sen und Per­so­nal ein­stel­len. Durch die Ent­las­sun­gen bie­ten sich jedoch auch Chan­cen für Fir­men, die suchen.“


Kurz­ar­beit sichert Arbeits­plät­ze querbeet

Im Mai 2025 (Hoch­rech­nung aktu­ells­ter Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 152 Betrie­be für 2.966 Arbeit­neh­mer kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld. 1,2 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Die Kurz­ar­bei­ter­quo­te bewegt sich wei­ter­hin sta­bil auf einem sehr nied­ri­gen Niveau. Seit dem Vor­jahr ist die Zahl der Betrie­be um 55 (+56,7 Pro­zent) und die der Kurz­ar­bei­ter um 968 (+48,4 Pro­zent) gestiegen.

„Es fällt auf, dass es bei der Kurz­ar­beit sowie dem Insol­venz­geld kei­nen bran­chen­spe­zi­fi­schen Schwer­punkt gibt. Das Trans­fer­kurz­ar­bei­ter­geld bewegt sich seit Mona­ten sta­bil auf einem hohen Niveau, beson­ders in der Regi­on um Coburg, wäh­rend der Raum Bam­berg deut­lich weni­ger betrof­fen ist. Eine Ände­rung der Situa­ti­on im nega­ti­ven wie posi­ti­ven Sin­ne ist aktu­ell nicht in Sicht“, sagt dazu Ste­fan Trebes.


Arbeits­markt­ent­wick­lung in den Regionen

In der Stadt Bam­berg setz­te die Herbst­be­le­bung im Sep­tem­ber die­ses Jah­res weni­ger dyna­misch ein. Die Arbeits­lo­sig­keit nahm um 2,0 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 46 Per­so­nen leicht zu. Ende des Monats waren 2.331 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 12,9 Pro­zent (+266) mehr als im Vor­jahr. In den ver­gan­ge­nen vier Wochen wur­den 12,7 Pro­zent mehr Men­schen ent­las­sen, jedoch auch 6,6 Pro­zent mehr ein­ge­stellt als in 2024. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg seit August um 0,1 Pro­zent­punk­te auf aktu­ell 5,2 Pro­zent. Vor einem Jahr betrug sie 4,7 Pro­zent. Im Sep­tem­ber mel­de­ten die Arbeit­ge­ber aus dem Stadt­ge­biet 192 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len, ledig­lich 2,5 Pro­zent weni­ger als vor einem Jahr. Im Bestand betreut der Arbeit­ge­ber­ser­vice aktu­ell 1.043 Beschäf­ti­gungs­of­fer­ten, 20,9 Pro­zent weni­ger als im Vorjahr.

Im Land­kreis Bam­berg setz­te im Sep­tem­ber eine leich­te Herbst­be­le­bung ein. Die Zahl der Arbeits­lo­sen nahm seit Ende August um 18 Men­schen (-0,7 Pro­zent) auf 2.496 leicht ab. Sie liegt um 1,5 Pro­zent (+38 Per­so­nen) leicht über dem Vor­jah­res-wert. Im Sep­tem­ber ver­lo­ren 6,0 Pro­zent mehr Per­so­nen ihren Job als in 2024; gleich­zei­tig fan­den 7,1 Pro­zent weni­ger eine Beschäf­ti­gung. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt unver­än­dert wei­ter­hin 2,8 Pro­zent (Vor­jahr 2,8 Pro­zent). Dies ist die nied­rigs­te Quo­te im gesam­ten Agen­tur­be­zirk und ent­spricht Voll­be­schäf­ti­gung. Aus dem Land­kreis Bam­berg gin­gen in den ver­gan­ge­nen vier Wochen 168 sozi­al-ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te bei den Ver­mitt­lungs­exper­ten ein. 9,1 Pro-zent mehr als im Vor­jahr. Der Per­so­nal­mehr­be­darf kam zum Groß­teil aus der Zeit­ar­beit. Im Stel­len­pool des Arbeit­ge­ber­ser­vice befin­den sich aktu­ell 1 294 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te; 12,1 Pro­zent weni­ger als im Sep­tem­ber 2024.

Der Arbeits­markt im Juli 2025

Unspek­ta­ku­lä­rer jah­res­zeit­lich übli­cher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Im Juli nimmt erfah­rungs­ge­mäß die Arbeits­lo­sig­keit jah­res­zeit­lich bedingt leicht zu. Nach­dem sie sich im letz­ten Jahr aus kon­junk­tu­rel­len Grün­den um 455 Per­so­nen (+3,5 Pro­zent) erhöh­te, fiel der Anstieg heu­er mit plus 187 (+1,4 Pro­zent) deut­lich schwä­cher aus, wie die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mitteilt.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te leg­te im Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg seit Juni um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 4,0 Pro­zent zu. Vor einem Jahr betrug sie 3,8 Pro­zent. zum Monats­wech­sel waren 14.029 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 706 oder 5,3 Pro­zent mehr als in 2024. Das liegt zum Groß­teil an den vie­len Geflüch­te­ten in der Regi­on, die in der Regel Bür­ger­geld von den Job­cen­tern bezie­hen. Ende Juli waren im Agen­tur­be­zirk 933 Ukrai­ner und wei­te­re 860 Flücht­lin­ge ande­rer Her­kunfts­län­der (davon 502 Syrer, 107 Afgha­nen, 39 Eri­tre­er, 38 Ira­ker und 24 Ira­ner) arbeits­los gemel­det. Arbeit­su­chend sind ins­ge­samt 3 785 Geflüch­te­te registriert.

Zum Start in die Som­mer­fe­ri­en nimmt mit dem Schul- und Aus­bil­dungs­en­de regel-mäßig die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit der bis 25-Jäh­ri­gen zu. Ihre Zahl erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen um 116 (+9,2 Pro­zent). Der Anstieg fiel um 38 Pro­zent gerin­ger aus als im Vor­jahr, da sich die Über­nah­me­chan­cen auf­grund der leicht auf­hel­len­den Aus­sich­ten am Arbeits­markt ver­bes­sert haben. Aktu­ell sind 1.377 jun­ge Erwach­se­ne auf der Suche nach einer neu­en Beschäf­ti­gung, zwei weni­ger als in 2024.

Mit 1.149 Beschäf­ti­gungs­auf­nah­men fan­den 148 Per­so­nen mehr (+14,8 Pro­zent) eine neue beruf­li­che Per­spek­ti­ve als im ver­gan­ge­nen Jahr. Trotz der grö­ße­ren Ent­las­sun­gen seit Jah­res­be­ginn mel­de­ten sich mit ins­ge­samt 1.449 betrof­fe­nen ledig­lich 3,0 Pro­zent (+42) mehr Per­so­nen neu arbeits­los als im Vor­jahr. Auf­grund der wei­ter­hin soli­den Job­chan­cen fin­den vie­le bereits wäh­rend der Kün­di­gungs­frist eine neue Anstellung.


Arbeits­markt­ent­wick­lung

„Pünkt­lich zum Start in die Som­mer­fe­ri­en ist im Juli die Arbeits­lo­sig­keit wie­der leicht gestie­gen. Der Grund dafür ist das jähr­li­che Schul- und Aus­bil­dungs­en­de. Jun­ge Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten wer­den über­gangs­wei­se arbeits­los“, äußer­te sich Ste­fan Tre­bes, Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, zur aktu­el­len Arbeits­markt­ent­wick­lung. „Daher erwar­te ich, dass die Arbeits­lo­sig­keit auch im August erneut leicht steigt, denn dann enden vie­le betrieb­li­che Aus­bil­dun­gen. Im Gegen­satz zum letz­ten Jahr mel­de­ten sich auf­grund der etwas bes­se­ren wirt­schaft­li­chen Lage in die­sem Jahr bis­her deut­lich weni­ger Jugend­li­che, da die Betrie­be mehr Absol­ven­ten direkt über­nom­men haben. Der Groß­teil der Jugend­li­chen wird wegen der guten Aus­sich­ten für Fach­kräf­te schon in den nächs­ten Wochen einen Job fin­den und beruf­lich durch­star­ten. Die meis­ten Schü­ler begin­nen im Sep­tem­ber eine Aus­bil­dung, stre­ben einen höhe­ren Schul­ab­schluss an oder gehen ab Herbst zum Studium.“


„Kurz­ar­beit sichert wei­ter­hin Jobs“

Im März 2025 (Hoch­rech­nung aktu­ells­ter Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 143 Betrie­be für 2.695 Arbeit­neh­mer kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld. Das waren 28,9 Pro­zent (+605) Kurz­ar­bei­ter mehr als vor einem Jahr. 1,1 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Ste­fan Tre­bes zur Situa­ti­on: „Die Kurz­ar­beit bewegt sich trotz des spür­ba­ren Anstiegs seit dem letz­ten Jahr wei­ter­hin auf einem nied­ri­gen Niveau. Vie­le Betrie­be set­zen bereits seit län­ge­rer Zeit auf sie, um ihre Fach­kräf­te hal­ten zu kön­nen. Jedoch ist sie ledig­lich eine Lösung, wenn man damit rech­net, dass sich die Situa­ti­on in abseh­ba­rer Zeit wie­der bessert.“

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst fol­gen­de Gebiets­kör­per­schaf­ten: Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

Zum Schul­jah­res- und Aus­bil­dungs­en­de nahm die Arbeits­lo­sig­keit größ­ten­teils sai­so­nal bedingt in nahe­zu allen Regio­nen des Agen­tur­be­zirks wie­der leicht zu. Ledig­lich die Stadt Coburg ver­zeich­ne­te einen mar­gi­na­len Rück­gang um 0,3 Pro­zent. Im Land­kreis Lich­ten­fels stieg sie im Juli um 2,8 Pro­zent, gefolgt von den Land­krei­sen Forch­heim (+2,5 Pro­zent), Kro­nach (+2,2 Pro­zent), Coburg (+1,5 Pro­zent), Bam-berg (+0,7 Pro­zent) und der Stadt Bam­berg (+0,3 Prozent).

Im Land­kreis Coburg (+2,3 Pro­zent), der Stadt Coburg (+4,4 Pro­zent) sowie den Land­krei­sen Forch­heim (+6,2 Pro­zent), Lich­ten­fels (+8,5 Pro­zent) und Kro­nach (+9,2 Pro­zent) bewegt sich die Arbeits­lo­sig­keit pro­zen­tu­al nur im ein­stel­li­gen Bereich über dem Vor­jah­res­ni­veau. Ledig­lich in der Stadt Bam­berg (+13,0 Pro­zent) fällt die Zunah­me pro­zen­tu­al zwei­stel­lig aus. Im Land­kreis Bam­berg (-2,8 Pro­zent) liegt sie der­weil seit zwei Mona­ten unter dem Vorjahresniveau.

Die nied­rigs­te Arbeits­lo­sen­quo­te und wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung gibt es im Land­kreis Bam­berg (2,6 Pro­zent). Am höchs­ten ist sie wei­ter­hin mit einem Wert von 7,2 Pro­zent in der Stadt Coburg.


Som­mer­zeit am Stel­len­markt – Gute Chan­cen für Fachkräfte

Erfah­rungs­ge­mäß geht der Per­so­nal­be­darf der Betrie­be über die Som­mer­fe­ri­en­zeit spür­bar zurück, bevor er im Sep­tem­ber mit dem ein­set­zen­den Herbst­auf­schwung wie­der an Fahrt auf­nimmt. Der Arbeit­ge­ber­ser­vice der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg bekam im Juli 1 094 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te gemel­det, 22,1 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 311 weni­ger als im Juni. Im Ver­gleich zum Vor­jahr wur­den 20,8 Pro­zent (-287) weni­ger Stel­len gemel­det. Der Groß­teil des Rück­gangs ent­fiel auf die Zeit­ar­beit (-110 bezie­hungs­wei­se ‑29,5 Pro­zent) sowie das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen (-130 bezie­hungs­wei­se ‑58,3 Pro­zent). Aktu­ell gibt es im Stel­len­pool 6.457 Job­an­ge­bo­te, 25,4 Pro­zent (-2.196) weni­ger als in 2024.

Rein sta­tis­tisch kom­men auf 100 gemel­de­te sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len der­zeit 217 poten­ti­el­le arbeits­lo­se Bewer­ber. Der Arbeit­ge­ber­ser­vice ver­fügt über ein breit auf­ge­stell­tes Ange­bot an Beschäf­ti­gungs­chan­cen. Jedoch wer­den über­wie­gend Fach­kräf­te gesucht. Gut vier von fünf Stel­len sind für qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal (79,3 Pro­zent) bestimmt, wäh­rend über die Hälf­te der Arbeits­lo­sen (51,7 Pro­zent) kei­nen ver­wert­ba­ren Berufs­ab­schluss hat. Bei den Job­cen­tern sind es über zwei Drit­tel (67,5 Pro­zent), wäh­rend es im Ver­si­cher­ten­be­reich ledig­lich etwas mehr als ein Drit­tel sind (39,0 Prozent).


Arbeits­markt­ent­wick­lung in der Regi­on Bamberg

In der Stadt Bam­berg erhöh­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen im ver­gan­ge­nen Monat nur leicht um 6 Per­so­nen (+0,3 Pro­zent) auf 2.160. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind 249 Per­so­nen (+13,0 Pro­zent) mehr arbeits­los. Nor­ma­ler­wei­se nimmt im Juli sai­son­be­dingt die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit zu, da sich nicht über­nom­me­ne Aus­bil­dungs-absol­ven­ten oder Schul­ab­gän­ger mel­den. In die­sem Jahr sank die Zahl der Arbeits-losen unter 25-Jäh­ri­gen jedoch um 3,1 Pro­zent auf 158. Es ver­lo­ren 6,7 Pro­zent weni­ger Men­schen ihren Job als im Vor­jahr, wäh­rend fast so vie­le (-2) eine Beschäf­ti­gung auf­nah­men. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im Juni wei­ter­hin 4,9 Pro­zent. Ihr Vor­jah­res­ni­veau lag bei 4,4 Prozent.

Im Juli mel­de­ten die Betrie­be aus dem Stadt­ge­biet 218 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Job­an­ge­bo­te dem Arbeit­ge­ber­ser­vice, 35 (-13,8 Pro­zent) weni­ger als im Vor­jahr. Im Stel­len­pool sind aktu­ell 1 014 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 30,6 Pro­zent weni­ger (-447) als vor zwölf Monaten.

Im Land­kreis Bam­berg nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Juli um 0,7 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 17 Per­so­nen auf 2.345 leicht zu. Die Zahl der Arbeits­lo­sen liegt um 68 Per­so­nen bzw. 2,8 Pro­zent unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Das Bam­ber­ger Land ver­zeich­net agen­tur-bezirks­weit als ein­zi­ge Regi­on im Vor­jah­res­ver­gleich einen Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit. Im Juli mel­den sich regel­mä­ßig Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten, die nicht über­nom­men wur­den. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen (Alter bis 25 Jah­re) erhöh­te sich daher im letz­ten Monat um 44 (+21,1 Pro­zent) auf 253. Das ist im Mehr­jah­res­ver­gleich ein sai­son­üb­li­cher Anstieg. Es fan­den 10,7 Pro­zent mehr Per­so­nen eine neue Beschäf­ti­gung, als im letz­ten Jahr, wäh­rend 8,2 Pro­zent mehr arbeits­los wur­den. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im Juni wei­ter­hin 2,6 Pro­zent (Vor­jah­res­mo­nat 2,7 Pro­zent) und ist die nied­rigs­te im gesam­ten Agen­tur­be­zirk. Das ist Voll­be­schäf­ti­gung. Per Defi­ni­ti­on spricht man von Voll­be­schäf­ti­gung ab einer Quo­te von unter 3,0 Prozent.

Aus dem Land­kreis Bam­berg gin­gen beim Arbeit­ge­ber­ser­vice im Juli 181 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein, 16,6 Pro­zent weni­ger (-36) als im Vor­jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 1.251 Offer­ten, 18,7 Pro­zent weni­ger (-288) als vor zwölf Monaten.

Arbeits­markt im Juli 2024

Leich­ter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Im Juli steigt die Arbeits­lo­sig­keit sai­son­be­dingt leicht an. In die­sem Jahr erhöh­te sie sich kon­junk­tu­rell bedingt jedoch stär­ker als üblich, teilt die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mit. Die nied­rigs­te Arbeits­lo­sen­quo­te im gesam­ten Agen­tur­be­zirk hat der Land­kreis Bamberg.

Bereits im Juni war die Arbeits­lo­sig­keit im Agen­tur­be­zirk ange­stie­gen, was sich im Juli fort­ge­setzt hat. Die Arbeits­lo­sen­quo­te erhöh­te sich im Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg seit Juni um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,8 Pro­zent. Vor einem Jahr lag ihr Wert bei 3,3 Pro­zent. Ende Juli waren 13.323 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 1.711 oder 14,7 Pro­zent mehr als in 2023. Das lie­ge laut Agen­tur zum Groß­teil am anhal­ten­den Zustrom von Geflüch­te­ten in die Regi­on, die zum über­wie­gen­den Teil Bür­ger­geld von den Job­cen­tern bezie­hen. Ende Juli waren im Agen­tur­be­zirk 843 Ukrai­ner und wei­te­re 899 Flücht­lin­ge ande­rer Her­kunfts­län­der (davon 653 Syrer, 104 Afgha­nen, 44 Ira­ker, 40 Eri­tre­er, 33 Ira­ner und 19 Soma­li­er) arbeits­los gemeldet.

Zum Schul- und Aus­bil­dungs­en­de steigt vor den Som­mer­fe­ri­en regel­mä­ßig die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit der Men­schen bis zum Alter von 25 Jah­ren. Ihre Zahl erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen um 187 (+15,7 Pro­zent). Aktu­ell sind 1.379 jun­ge Erwach­se­ne auf der Suche nach einer neu­en Beschäf­ti­gung, 287 bezie­hungs­wei­se 26,3 Pro­zent mehr als vor einem Jahr.

Die Job­chan­cen sind der Agen­tur für Arbeit zufol­ge wei­ter­hin gut. Mit 1.001 Beschäf­ti­gungs­auf­nah­men fan­den 112 Per­so­nen mehr (+12,6 Pro­zent) eine neue beruf­li­che Per­spek­ti­ve als im Juli 2023. Aus­lau­fen­de Zeit­ver­trä­ge und wirk­sam wer­den­de Kün­di­gun­gen zur Jah­res­mit­te waren die Ursa­che für mehr Arbeits­los­mel­dun­gen. 1.407 Per­so­nen regis­trier­ten sich neu arbeits­los, 21,7 Pro­zent (+251) mehr als im Vorjahr.


Anstieg der Arbeitslosigkeit

„Mit dem Beginn der Som­mer­fe­ri­en ist auch in die­sem Jahr die Arbeits­lo­sig­keit im Juli wie­der gestie­gen. Ursa­che dafür sind zum Groß­teil das jähr­li­che Schul- und Aus­bil­dungs­en­de zur Jah­res­mit­te“, lau­tet die Ein­schät­zung zur aktu­el­len Arbeits­markt­ent­wick­lung von Ste­fan Tre­bes, dem Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg. „Jun­ge Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten mel­den sich zur Über­brü­ckung, bis sie im Herbst auf der Lei­ter ins Berufs­le­ben die nächs­te Spros­se bestei­gen, arbeits­los. Ich gehe des­halb davon aus, dass die Arbeits­lo­sig­keit auch im August wei­ter zunimmt, denn dann enden vie­le betrieb­li­che Aus­bil­dun­gen. Es mel­de­ten sich in die­sem Jahr um über die Hälf­te mehr Jugend­li­che (+55,8 Pro­zent) als im letz­ten Jahr, da Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten wohl­be­dach­ter über­nom­men werden.” 

Der Groß­teil der Jugend­li­chen wer­de wegen der guten Aus­sich­ten für Fach­kräf­te schon in den nächs­ten Wochen einen Job fin­den und beruf­lich durch­star­ten. Die meis­ten Schü­ler begin­nen im Sep­tem­ber eine Aus­bil­dung, stre­ben einen höhe­ren Schul­ab­schluss an oder gehen ab Herbst zum Studium.

Bei der bun­des­wei­ten Initia­ti­ve Job­tur­bo für Geflüch­te­te lie­ge der Arbeits­agen­tur­be­zirk auch in die­sem Monat wie­der bay­ern­weit mit deut­li­chem Abstand an der Spit­ze – mit einer Job­in­te­gra­ti­ons­quo­te, die mehr als dop­pelt so hoch ist wie im Bun­des­durch­schnitt. „Gemein­sa­mes soli­da­ri­sches Anpa­cken aller Part­ner am Arbeits­markt bringt mehr als nur ein Slo­gan, wir sind dyna­mi­scher, haben eine Job­tur­bi­ne“, so Trebes.


Arbeits­markt­ent­wick­lung in Bam­berg Stadt und Land

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst dle Gebiets­kör­per­schaf­ten Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

In der Stadt Bam­berg erhöh­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen im Juli um 39 Per­so­nen (+2,1 Pro­zent) auf 1.911. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind 115 Per­so­nen (+6,4 Pro­zent) mehr arbeits­los. Im Juli wächst sai­son­be­dingt die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit, da sich nicht über­nom­me­ne Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten oder Schul­ab­gän­ger mel­den. Die Zahl der Arbeits­lo­sen unter 25-Jäh­ri­gen stieg daher im letz­ten Monat um 14,2 Pro­zent bezie­hungs­wei­se um 23 auf 185. Es fan­den 25,2 Pro­zent mehr Men­schen einen neu­en Arbeits­platz als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te leg­te in den letz­ten vier Wochen um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 4,4 Pro­zent zu. Vor einem Jahr betrug sie 4,2 Prozent.

Im Land­kreis Bam­berg nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Juli um 2,6 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 62 Per­so­nen auf 2.413 zu. Die Zahl der Arbeits­lo­sen liegt um 292 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 13,8 Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert. Im Juli mel­den sich regel­mä­ßig Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten, die nicht über­nom­men wur­den. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen bis zum Alter von 25 Jah­ren erhöh­te sich daher im letz­ten Monat um 42 (+20,9 Pro­zent) auf 243. Es fan­den 16,0 Pro­zent mehr Per­so­nen eine neue Beschäf­ti­gung, als im letz­ten Jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 2,7 Pro­zent (Vor­jah­res­mo­nat 2,4 Pro­zent) und ist die nied­rigs­te im gesam­ten Agenturbezirk.

Agen­tur für Arbeit Bamberg-Coburg

Arbeits­markt Juli: Übli­cher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg hat die Arbeits­markt-Zah­len für Juli ver­öf­fent­licht. Die Unter­schie­de zum Vor­mo­nat sind nicht groß, der übli­che Anstieg der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit zeich­net sich aller­dings ab.

Im Juli stieg die Zahl der Arbeits­lo­sen jah­res­zeit­lich bedingt leicht an. Die Arbeits­lo­sen­quo­te blieb im Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg trotz­dem unver­än­dert auf dem Vor­mo­nats­ni­veau von 3,3 Pro­zent. Ende des ver­gan­ge­nen Monats waren in der Regi­on 11.612 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, teil­te die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mit. Das sind 462 oder 4,1 Pro­zent mehr als in 2022.

Seit Juni erhöh­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen leicht um 1,6 Pro­zent (+185 Per­so­nen). Da ukrai­ni­sche Geflüch­te­te seit mehr als einem Jahr (Juni 2022) von den Job­cen­tern betreut wer­den, hat sich der Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit im Vor­jah­res­ver­gleich deut­lich ver­rin­gert. Ins­ge­samt sind 892 von ihnen arbeits­los gemeldet.

Zum Schul- und Aus­bil­dungs­en­de steigt vor den Som­mer­fe­ri­en regel­mä­ßig die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit der bis 25-Jäh­ri­gen. Ihre Zahl erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen um 120 (+12,3 Pro­zent). Aktu­ell sind 1.092 jun­ge Erwach­se­ne auf der Suche nach einer neu­en Beschäf­ti­gung. 889 Per­so­nen haben hin­ge­gen im zurück­lie­gen­de Monat eine neue Beschäf­ti­gung gefunden.

Ste­fan Tre­bes, Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, sagt zur aktu­el­len Arbeits­markt­ent­wick­lung: „Mit dem Start in die Som­mer­fe­ri­en ist die Arbeits­lo­sig­keit im Juli leicht gestie­gen. Der Grund dafür ist das jähr­li­che Schul- und Aus­bil­dungs­en­de zur Jah­res­mit­te. Jun­ge Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten mel­den sich über­gangs­wei­se arbeits­los. Daher erwar­te ich, dass die Arbeits­lo­sig­keit auch im August erneut zunimmt, denn dann enden vie­le betrieb­li­che Ausbildungen.“

Arbeits­lo­sig­keit in der Region

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst die Gebiets­kör­per­schaf­ten Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

Zum Schul­jah­res- und Aus­bil­dungs­en­de nahm die Arbeits­lo­sig­keit über­gangs­wei­se in nahe­zu allen Regio­nen des Agen­tur­be­zirks im sai­son­üb­li­chen Rah­men zu. Im Land­kreis Forch­heim (-0,9 Pro­zent) ging sie sogar leicht zurück. Der Land­kreis Coburg ver­zeich­ne­te mit 3,9 Pro­zent den größ­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit im Juli, gefolgt von Kro­nach und der Stadt Bam­berg mit jeweils 2,0 Pro­zent, dem Land­kreis Bam­berg (+1,9 Pro­zent), der Stadt Coburg (+1,8 Pro­zent) und Lich­ten­fels (+0,9 Prozent).

Die größ­te Zunah­me ver­zeich­net wei­ter­hin die Stadt Coburg (+9,6 Pro­zent), gefolgt von den Land­krei­sen Kro­nach (+6,8 Pro­zent), Lich­ten­fels (+5,3 Pro­zent), Coburg (+3,9 Pro­zent), Forch­heim (+3,2 Pro­zent) und Bam­berg (+2,4 Pro­zent). In der Stadt Bam­berg liegt die Arbeits­lo­sig­keit ledig­lich um 0,9 Pro­zent über dem Vorjahresniveau.

Die nied­rigs­te Arbeits­lo­sen­quo­te und Voll­be­schäf­ti­gung haben die Land­krei­se Bam­berg (2,4 Pro­zent) und Forch­heim (2,8 Pro­zent), wäh­rend sie in der Stadt Coburg mit 6,1 Pro­zent am höchs­ten ist.

Der Arbeits­markt im Juli 2022

Übli­cher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Ende Juli waren 11.150 Frau­en und Män­ner arbeits­los gemel­det, 432 oder 3,7 Pro­zent weni­ger als vor zwölf Mona­ten. Im ver­gan­ge­nen Monat stieg die Zahl der Arbeits­lo­sen um 280 Per­so­nen (+2,6 Pro­zent). Wie die Agen­tur für Arbeit betont, erhöht sich mit dem Schul- und Aus­bil­dungs­en­de vor den Som­mer­fe­ri­en übli­cher­wei­se die Arbeits­lo­sig­keit der bis 25-Jährigen.

Da die ab Febru­ar 2022 aus der Ukrai­ne geflüch­te­ten Men­schen seit dem 1. Juni von den Job­cen­tern betreut wer­den, erhöh­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen im Juni sprung­haft um 987 Per­so­nen (+10,0 Pro­zent) auf 10.870 Men­schen. Der gesam­te Anstieg ent­fiel auf Geflüch­te­te aus der Ukraine.

Sie haben bis Ende August Zeit, ihre Anträ­ge in den Job­cen­tern zu stel­len. Durch die Über­gangs­re­ge­lung kön­nen sie bis zum Wech­sel wei­ter­hin ihre Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz bezie­hen, damit sich kei­ne finan­zi­el­le Lücke auf­tut. Dies bedeu­tet aber auch, dass noch nicht alle Geflüch­te­ten in der Sta­tis­tik erfasst sind.

Die Zahl der bis 25-Jäh­ri­gen stieg auch in die­sem Jahr in den letz­ten vier Wochen um 92 (+9,4 Pro­zent). Im Ver­gleich zum letz­ten Jahr mel­de­ten sich jedoch auf­grund der guten Über­nah­me­aus­sich­ten 27,0 Pro­zent weni­ger. Der posi­ti­ve Trend der Ent­wick­lung der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit setzt sich wei­ter fort, teilt die Agen­tur für Arbeit mit. Aktu­ell sind 1.067 jun­ge Erwach­se­ne auf der Suche nach einer neu­en Beschäf­ti­gung, 177 (14,2 Pro­zent) weni­ger als vor zwölf Mona­ten. Vor zwei Jah­ren, als die Arbeits­lo­sig­keit pan­de­mie­be­dingt auf ihrem Zenit war, gab es ein Drit­tel bezie­hungs­wei­se 533 mehr arbeits­lo­se Jugend­li­che, so die Agen­tur für Arbeit. Die Arbeits­lo­sig­keit Geflüch­te­ter aus der Ukrai­ne stieg im letz­ten Monat ledig­lich noch um 29 Per­so­nen (+2,6 Pro­zent) auf 1.160, wirk­te sich daher nur mar­gi­nal auf die Ent­wick­lung der Arbeits­lo­sen­zahl aus.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te nahm im Juli um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,2 Pro­zent zu. Vor einem Jahr lag ihr Wert bei 3,3 Pro­zent. Im letz­ten Monat ver­lo­ren 1.121 Män­ner und Frau­en ihren Arbeits­platz und mel­de­ten sich arbeits­los, 3 Per­so­nen weni­ger als in 2021. Zeit­gleich konn­ten 839 Men­schen ihre Arbeits­lo­sig­keit durch Auf­nah­me einer neu­en Beschäf­ti­gung been­den. Das sind 280 oder 25,0 Pro­zent weni­ger als in 2021. Durch den hohen Fach­kräf­te­be­darf (drei Vier­tel aller Stel­len) ist der Anteil an Arbeits­lo­sen mit Berufs­ab­schluss mitt­ler­wei­le auf 43,7 Pro­zent gesunken.

Agi­ler Arbeitsmarkt

„In den letz­ten Wochen vor den Som­mer­fe­ri­en ist im Juli die Arbeits­lo­sig­keit erwar­tungs­ge­mäß leicht gestie­gen. Die Ursa­che dafür liegt am Schul- und Aus­bil­dungs-ende zur Jah­res­mit­te. Jun­ge Men­schen mel­den sich zur Über­brü­ckung arbeits­los. Ich rech­ne daher auch im August erneut mit einem klei­nen Anstieg. Auf­grund der guten Job­chan­cen neh­men vie­le der frisch­ge­ba­cke­nen, heiß begehr­ten jun­gen Fach­kräf­te, bei denen die Über­nah­me nicht klapp­te, bereits in den kom­men­den Wochen wie­der eine Arbeit auf. Die meis­ten Schü­ler star­ten im Sep­tem­ber in eine Aus­bil­dung, besu­chen eine wei­ter­füh­ren­de Schu­le oder stu­die­ren ab Herbst. Anders als in den bei­den vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­ren der Coro­na Kri­se wur­den in die­sem Jahr deut­lich mehr Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten direkt von ihren Betrie­ben übernommen.

Im Juli haben sich im Agen­tur­be­zirk ledig­lich 207 wei­te­re Ukrai­ner im erwerbs­fähi-gen Alter (min­des­tens 15 Jah­re alt) bei den Job­cen­tern gemel­det. Ins­ge­samt sind es jetzt 2 651. Die ers­ten Gesprä­che in der Arbeits­ver­mitt­lung zei­gen deut­lich, dass es über­wie­gend Frau­en mit Sprach­kurs- und Kin­der­be­treu­ungs­be­darf sind. Sie besu­chen teil­wei­se schon Inte­gra­ti­ons­kur­se. Ein paar konn­ten bereits eine Beschäf­ti­gung auf­neh­men. Das kurz- und mit­tel­fris­tig ver­mit­tel­ba­re Bewer­ber­po­ten­ti­al hält sich je-doch in Gren­zen. Die nied­ri­gen Kurz­ar­bei­ter­zah­len zei­gen eine gute Auf­trags­la­ge. Den­noch sind die Sor­gen vie­ler Betrie­be groß: die Infla­ti­ons­ra­te, Lie­fer­ket­ten, die Ener­gie­ver­sor­gung, stei­gen­de Coro­na Zah­len und der Arbeits­kräf­te­man­gel sind hier­bei die am meis­ten genann­ten Risi­ken“, skiz­ziert Ste­fan Tre­bes, Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, die aktu­el­le Situa­ti­on auf dem Arbeitsmarkt.

Kurz­ar­beit gibt wei­ter­hin Gas zur Jobsicherung

Im März 2022 (Hoch­rech­nung aktu­ells­ter Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 745 Betrie­be für 5.956 Arbeit­neh­mer kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld. 2,4 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Die Zahl der Betrie­be nahm seit Febru­ar um 16,4 Pro­zent (-146) ab. Wie sich die Fol­gen des Ukrai­ne Kriegs auf die Kurz­ar­beit letzt­end­lich aus­wir­ken, ist noch unge­wiss. Jedoch füh­ren auch Coro­na beding­te Lie­fer­schwie­rig­kei­ten aus Chi­na – zum Bei­spiel, der Lock­down des Hafens von Shang­hai -, der Hafen­streik von Ham­burg sowie das Feh­len von Kraft­fah­rern zu Lie­fer­eng­päs­sen und wei­te­ren Preis­an­stie­gen. Um Aus­fall­zei­ten zu über­brü­cken und Kün­di­gun­gen zu ver­mei­den, nut­zen eini­ge Betrie­be wie­der die Kurzarbeit.

Stel­len­markt – Job­re­kord, erst­mals über 10.000 Stellen

Im Juli bekam der Arbeit­ge­ber­ser­vice der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg 1.530 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te gemel­det, 30,1 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 658 weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr. Da Fach­kräf­te­ge­su­che teil­wei­se nicht besetzt wer­den kön­nen, gibt es der­zeit eine Kon­so­li­die­rung des Zugangs auf einem wei­ter­hin sehr hohen Niveau. Der Stel­len­zu­gang lag um 14,3 Pro­zent über dem vom Vor­kri­sen­jahr 2019. Der Stel­len­be­stand ist um gut ein Vier­tel (+24,0 Pro­zent) bezie­hungs­wei­se ins­ge­samt 1.937 Ange­bo­te grö­ßer als vor einem Jahr. Erst­mals seit Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik über­schrei­tet er die 10.000-Marke. Rein sta­tis­tisch kom­men auf 100 gemel­de­te sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len aktu­ell ledig­lich 111 poten­ti­el­le arbeits­lo­se Bewerber.

„Die Beset­zung von Stel­len für Fach­kräf­te und mitt­ler­wei­le auch für Hel­fer ist eine Her­aus­for­de­rung und spitzt sich wei­ter zu. Wir haben kei­nen Fach­kräf­te- son­dern einen Arbeits­kräf­te­eng­pass in vie­len Bran­chen“, sagt Die­ter Kamm, stell­ver­tre­ten­der Team­lei­ter des Arbeit­ge­ber­ser­vice für die Regio­nen Bam­berg und Forch­heim. „Teil­wei­se schlie­ßen zum Bei­spiel Gast­wirt­schaf­ten des­we­gen tage­wei­se oder sogar ganz. Der Markt hat sich gedreht. Mitt­ler­wei­le sucht in der Regel der Arbeit­neh­mer sei­nen Arbeit­ge­ber aus. Neben dem Gehalt spie­len immer mehr die Rah­men­be­din­gun­gen sowie die Kom­pro­miss­be­reit­schaft eine wich­ti­ge Rol­le bei der Gewin­nung von Arbeits­kräf­ten. Auch die Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung eige­ner Mit­ar­bei­ter ist ein wich­ti­ger Bau­stein, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben. Der Arbeit­ge­ber­ser­vice berät und unter­stützt dabei. Teil­wei­se ist durch uns eine Über­nah­me der Kos­ten von bis zu 100 Pro­zent möglich.“

Arbeits­markt­ent­wick­lung in der Regi­on Bamberg
Stadt Bam­berg

In der Stadt Bam­berg lag die Zahl der Arbeits­lo­sen Ende Juli wie im Vor­mo­nat unver­än­dert bei 1.780. Im Vor­jah­res­ver­gleich sind es jedoch 71 Per­so­nen (3,8 Pro­zent) weni­ger. Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich daher im ver­gan­ge­nen Monat um 17 oder 13,5 Pro­zent auf 143. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im Juni 4,2 Pro­zent (Vor­jahr 4,4 Pro­zent). Im letz­ten Monat mel­de­ten die Betrie­be aus dem Stadt­ge­biet 302 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Job­an­ge­bo­te dem Arbeit­ge­ber­ser­vice, 60 (-16,6 Pro­zent) weni­ger als im letz­ten Jahr. Im Stel­len­pool sind aktu­ell 1 961 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 395 (+25,2 Pro­zent) mehr als im Vorjahr.

Land­kreis Bamberg

Im Bam­ber­ger Land nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Juli um 156 Per­so­nen (+8,1 Pro-zent) auf 2.071 zu. Die Zahl der Arbeits­lo­sen liegt um 202 Per­so­nen bzw. 8,9 Pro-zent unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Im Juli mel­den sich regel­mä­ßig ver­mehrt jun­ge Men­schen arbeits­los, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len sind. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich daher im ver­gan­ge­nen Monat um 38 oder 24,7 Pro­zent auf 192. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 2,3 Pro­zent (Vor­jah­res­mo­nat: 2,6 Pro­zent) und ist die nied­rigs­te im gesam­ten Agen­tur­be­zirk. Das ist Voll­be­schäf­ti­gung. Per Defi­ni­ti­on spricht man von Voll­be­schäf­ti­gung ab einer Quo­te von unter 3,0 Prozent.

Aus dem Land­kreis Bam­berg gin­gen beim Arbeit­ge­ber­ser­vice im Juli 260 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein, 196 (-43,0 Pro­zent) weni­ger als im Vor­jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 1.944 Offer­ten, 296 (+18,0 Pro­zent) mehr als vor zwölf Monaten.