Der Arbeitsmarkt im September 2025
Herbstbelebung auf Oktober verschoben
Die Herbstbelebung setzte im September aufgrund der andauernden Konjunkturschwäche auf dem Arbeitsmarkt spürbar weniger agil ein als üblich. Nachdem die Arbeitslosigkeit in den beiden Monaten zuvor saisonüblich stieg, begann sie trotz weiterer Massenentlassungen zumindest wieder leicht zu sinken, wie die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mitteilt.
Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich demnach im letzten Monat um 25 Personen (-0,2 Prozent). Ende September waren 14.680 Frauen und Männer im Agenturbezirk Bamberg-Coburg arbeitslos gemeldet. Das sind 998 Personen (+7,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Das liegt zum Großteil an den vielen Geflüchteten in der Region, die in der Regel Bürgergeld von den Job-centern beziehen. Ende September waren im Agenturbezirk 1.032 Ukrainer und weitere 949 Flüchtlinge anderer Herkunftsländer (davon 529 Syrer, 137 Afghanen, 43 Eritreer, 39 Iraker und 32 Iraner) arbeitslos gemeldet. Arbeitsuchend sind insgesamt 3.649 Geflüchtete registriert.
Die Arbeitslosenquote beträgt wie im August weiterhin 4,2 Prozent. Ihr Vorjahresniveau lag bei 3,9 Prozent. Im September wurden 1.452 Menschen arbeitslos, 11,2 Prozent (+146) mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig fanden 1.171 Personen einen neuen Arbeitsplatz. Das waren 96 beziehungsweise 7,6 Prozent weniger als in 2024.
Ernüchternder Start in den Herbst
„Mit dem Start in das neue Ausbildungs- und Schuljahr sank die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen im September wieder. Durch den Beginn des Herbstsemesters an den Hochschulen wird die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen im Oktober weiter sinken. Ende September war etwas mehr als jeder zehnte Arbeitslose (10,9 Prozent) jünger als 25 Jahre alt. Aktuell sind 1.606 junge Menschen arbeitslos; 128 beziehungsweise 8,7 Prozent mehr als letztes Jahr. Davon sind 290 Geflüchtete“, lautet die Einschätzung zum Arbeitsmarkt von Stefan Trebes, dem Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. „Die leichte Aufhellung der Stimmung am Arbeitsmarkt der letzten Monate scheint verflogen. Der normalerweise dynamische Start der Herbstbelebung nach den Sommerferien wurde überlagert von realisierten Massenentlassungen, die in letzter Zeit wieder deutlich zunahmen. Bei einigen Firmen ist mittlerweile die zweite oder dritte Welle des Personalabbaus in vollem Gange. Zeitgleich halten sich die Betriebe mit Investitionsvorhaben zurück. Positiv ist, dass es viele Übernahmen bei Insolvenzen gibt. Jedoch braucht es Zeit, bis die neu aufgestellten Firmen wieder Tritt fassen und Personal einstellen. Durch die Entlassungen bieten sich jedoch auch Chancen für Firmen, die suchen.“
Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze querbeet
Im Mai 2025 (Hochrechnung aktuellster Wert) bezogen im Agenturbezirk insgesamt 152 Betriebe für 2.966 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. 1,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in Kurzarbeit. Die Kurzarbeiterquote bewegt sich weiterhin stabil auf einem sehr niedrigen Niveau. Seit dem Vorjahr ist die Zahl der Betriebe um 55 (+56,7 Prozent) und die der Kurzarbeiter um 968 (+48,4 Prozent) gestiegen.
„Es fällt auf, dass es bei der Kurzarbeit sowie dem Insolvenzgeld keinen branchenspezifischen Schwerpunkt gibt. Das Transferkurzarbeitergeld bewegt sich seit Monaten stabil auf einem hohen Niveau, besonders in der Region um Coburg, während der Raum Bamberg deutlich weniger betroffen ist. Eine Änderung der Situation im negativen wie positiven Sinne ist aktuell nicht in Sicht“, sagt dazu Stefan Trebes.
Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen
In der Stadt Bamberg setzte die Herbstbelebung im September dieses Jahres weniger dynamisch ein. Die Arbeitslosigkeit nahm um 2,0 Prozent beziehungsweise 46 Personen leicht zu. Ende des Monats waren 2.331 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 12,9 Prozent (+266) mehr als im Vorjahr. In den vergangenen vier Wochen wurden 12,7 Prozent mehr Menschen entlassen, jedoch auch 6,6 Prozent mehr eingestellt als in 2024. Die Arbeitslosenquote stieg seit August um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 5,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 4,7 Prozent. Im September meldeten die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet 192 sozialversicherungspflichtige Stellen, lediglich 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Bestand betreut der Arbeitgeberservice aktuell 1.043 Beschäftigungsofferten, 20,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im Landkreis Bamberg setzte im September eine leichte Herbstbelebung ein. Die Zahl der Arbeitslosen nahm seit Ende August um 18 Menschen (-0,7 Prozent) auf 2.496 leicht ab. Sie liegt um 1,5 Prozent (+38 Personen) leicht über dem Vorjahres-wert. Im September verloren 6,0 Prozent mehr Personen ihren Job als in 2024; gleichzeitig fanden 7,1 Prozent weniger eine Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote beträgt unverändert weiterhin 2,8 Prozent (Vorjahr 2,8 Prozent). Dies ist die niedrigste Quote im gesamten Agenturbezirk und entspricht Vollbeschäftigung. Aus dem Landkreis Bamberg gingen in den vergangenen vier Wochen 168 sozial-versicherungspflichtige Stellenangebote bei den Vermittlungsexperten ein. 9,1 Pro-zent mehr als im Vorjahr. Der Personalmehrbedarf kam zum Großteil aus der Zeitarbeit. Im Stellenpool des Arbeitgeberservice befinden sich aktuell 1 294 Beschäftigungsangebote; 12,1 Prozent weniger als im September 2024.
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Der Arbeitsmarkt im Juli 2025
Unspektakulärer jahreszeitlich üblicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit
Im Juli nimmt erfahrungsgemäß die Arbeitslosigkeit jahreszeitlich bedingt leicht zu. Nachdem sie sich im letzten Jahr aus konjunkturellen Gründen um 455 Personen (+3,5 Prozent) erhöhte, fiel der Anstieg heuer mit plus 187 (+1,4 Prozent) deutlich schwächer aus, wie die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mitteilt.
Die Arbeitslosenquote legte im Agenturbezirk Bamberg-Coburg seit Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent zu. Vor einem Jahr betrug sie 3,8 Prozent. zum Monatswechsel waren 14.029 Personen arbeitslos gemeldet, 706 oder 5,3 Prozent mehr als in 2024. Das liegt zum Großteil an den vielen Geflüchteten in der Region, die in der Regel Bürgergeld von den Jobcentern beziehen. Ende Juli waren im Agenturbezirk 933 Ukrainer und weitere 860 Flüchtlinge anderer Herkunftsländer (davon 502 Syrer, 107 Afghanen, 39 Eritreer, 38 Iraker und 24 Iraner) arbeitslos gemeldet. Arbeitsuchend sind insgesamt 3 785 Geflüchtete registriert.
Zum Start in die Sommerferien nimmt mit dem Schul- und Ausbildungsende regel-mäßig die Jugendarbeitslosigkeit der bis 25-Jährigen zu. Ihre Zahl erhöhte sich in den letzten vier Wochen um 116 (+9,2 Prozent). Der Anstieg fiel um 38 Prozent geringer aus als im Vorjahr, da sich die Übernahmechancen aufgrund der leicht aufhellenden Aussichten am Arbeitsmarkt verbessert haben. Aktuell sind 1.377 junge Erwachsene auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, zwei weniger als in 2024.
Mit 1.149 Beschäftigungsaufnahmen fanden 148 Personen mehr (+14,8 Prozent) eine neue berufliche Perspektive als im vergangenen Jahr. Trotz der größeren Entlassungen seit Jahresbeginn meldeten sich mit insgesamt 1.449 betroffenen lediglich 3,0 Prozent (+42) mehr Personen neu arbeitslos als im Vorjahr. Aufgrund der weiterhin soliden Jobchancen finden viele bereits während der Kündigungsfrist eine neue Anstellung.
Arbeitsmarktentwicklung
„Pünktlich zum Start in die Sommerferien ist im Juli die Arbeitslosigkeit wieder leicht gestiegen. Der Grund dafür ist das jährliche Schul- und Ausbildungsende. Junge Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen werden übergangsweise arbeitslos“, äußerte sich Stefan Trebes, Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung. „Daher erwarte ich, dass die Arbeitslosigkeit auch im August erneut leicht steigt, denn dann enden viele betriebliche Ausbildungen. Im Gegensatz zum letzten Jahr meldeten sich aufgrund der etwas besseren wirtschaftlichen Lage in diesem Jahr bisher deutlich weniger Jugendliche, da die Betriebe mehr Absolventen direkt übernommen haben. Der Großteil der Jugendlichen wird wegen der guten Aussichten für Fachkräfte schon in den nächsten Wochen einen Job finden und beruflich durchstarten. Die meisten Schüler beginnen im September eine Ausbildung, streben einen höheren Schulabschluss an oder gehen ab Herbst zum Studium.“
„Kurzarbeit sichert weiterhin Jobs“
Im März 2025 (Hochrechnung aktuellster Wert) bezogen im Agenturbezirk insgesamt 143 Betriebe für 2.695 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 28,9 Prozent (+605) Kurzarbeiter mehr als vor einem Jahr. 1,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in Kurzarbeit. Stefan Trebes zur Situation: „Die Kurzarbeit bewegt sich trotz des spürbaren Anstiegs seit dem letzten Jahr weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Viele Betriebe setzen bereits seit längerer Zeit auf sie, um ihre Fachkräfte halten zu können. Jedoch ist sie lediglich eine Lösung, wenn man damit rechnet, dass sich die Situation in absehbarer Zeit wieder bessert.“
Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.
Zum Schuljahres- und Ausbildungsende nahm die Arbeitslosigkeit größtenteils saisonal bedingt in nahezu allen Regionen des Agenturbezirks wieder leicht zu. Lediglich die Stadt Coburg verzeichnete einen marginalen Rückgang um 0,3 Prozent. Im Landkreis Lichtenfels stieg sie im Juli um 2,8 Prozent, gefolgt von den Landkreisen Forchheim (+2,5 Prozent), Kronach (+2,2 Prozent), Coburg (+1,5 Prozent), Bam-berg (+0,7 Prozent) und der Stadt Bamberg (+0,3 Prozent).
Im Landkreis Coburg (+2,3 Prozent), der Stadt Coburg (+4,4 Prozent) sowie den Landkreisen Forchheim (+6,2 Prozent), Lichtenfels (+8,5 Prozent) und Kronach (+9,2 Prozent) bewegt sich die Arbeitslosigkeit prozentual nur im einstelligen Bereich über dem Vorjahresniveau. Lediglich in der Stadt Bamberg (+13,0 Prozent) fällt die Zunahme prozentual zweistellig aus. Im Landkreis Bamberg (-2,8 Prozent) liegt sie derweil seit zwei Monaten unter dem Vorjahresniveau.
Die niedrigste Arbeitslosenquote und weiterhin Vollbeschäftigung gibt es im Landkreis Bamberg (2,6 Prozent). Am höchsten ist sie weiterhin mit einem Wert von 7,2 Prozent in der Stadt Coburg.
Sommerzeit am Stellenmarkt – Gute Chancen für Fachkräfte
Erfahrungsgemäß geht der Personalbedarf der Betriebe über die Sommerferienzeit spürbar zurück, bevor er im September mit dem einsetzenden Herbstaufschwung wieder an Fahrt aufnimmt. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg bekam im Juli 1 094 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet, 22,1 Prozent beziehungsweise 311 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 20,8 Prozent (-287) weniger Stellen gemeldet. Der Großteil des Rückgangs entfiel auf die Zeitarbeit (-110 beziehungsweise ‑29,5 Prozent) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (-130 beziehungsweise ‑58,3 Prozent). Aktuell gibt es im Stellenpool 6.457 Jobangebote, 25,4 Prozent (-2.196) weniger als in 2024.
Rein statistisch kommen auf 100 gemeldete sozialversicherungspflichtige Stellen derzeit 217 potentielle arbeitslose Bewerber. Der Arbeitgeberservice verfügt über ein breit aufgestelltes Angebot an Beschäftigungschancen. Jedoch werden überwiegend Fachkräfte gesucht. Gut vier von fünf Stellen sind für qualifiziertes Personal (79,3 Prozent) bestimmt, während über die Hälfte der Arbeitslosen (51,7 Prozent) keinen verwertbaren Berufsabschluss hat. Bei den Jobcentern sind es über zwei Drittel (67,5 Prozent), während es im Versichertenbereich lediglich etwas mehr als ein Drittel sind (39,0 Prozent).
Arbeitsmarktentwicklung in der Region Bamberg
In der Stadt Bamberg erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat nur leicht um 6 Personen (+0,3 Prozent) auf 2.160. Im Vergleich zum Vorjahr sind 249 Personen (+13,0 Prozent) mehr arbeitslos. Normalerweise nimmt im Juli saisonbedingt die Jugendarbeitslosigkeit zu, da sich nicht übernommene Ausbildungs-absolventen oder Schulabgänger melden. In diesem Jahr sank die Zahl der Arbeits-losen unter 25-Jährigen jedoch um 3,1 Prozent auf 158. Es verloren 6,7 Prozent weniger Menschen ihren Job als im Vorjahr, während fast so viele (-2) eine Beschäftigung aufnahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Juni weiterhin 4,9 Prozent. Ihr Vorjahresniveau lag bei 4,4 Prozent.
Im Juli meldeten die Betriebe aus dem Stadtgebiet 218 sozialversicherungspflichtige Jobangebote dem Arbeitgeberservice, 35 (-13,8 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im Stellenpool sind aktuell 1 014 Beschäftigungsangebote, 30,6 Prozent weniger (-447) als vor zwölf Monaten.
Im Landkreis Bamberg nahm die Arbeitslosigkeit im Juli um 0,7 Prozent beziehungsweise 17 Personen auf 2.345 leicht zu. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 68 Personen bzw. 2,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Bamberger Land verzeichnet agentur-bezirksweit als einzige Region im Vorjahresvergleich einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Juli melden sich regelmäßig Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen, die nicht übernommen wurden. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen (Alter bis 25 Jahre) erhöhte sich daher im letzten Monat um 44 (+21,1 Prozent) auf 253. Das ist im Mehrjahresvergleich ein saisonüblicher Anstieg. Es fanden 10,7 Prozent mehr Personen eine neue Beschäftigung, als im letzten Jahr, während 8,2 Prozent mehr arbeitslos wurden. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Juni weiterhin 2,6 Prozent (Vorjahresmonat 2,7 Prozent) und ist die niedrigste im gesamten Agenturbezirk. Das ist Vollbeschäftigung. Per Definition spricht man von Vollbeschäftigung ab einer Quote von unter 3,0 Prozent.
Aus dem Landkreis Bamberg gingen beim Arbeitgeberservice im Juli 181 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein, 16,6 Prozent weniger (-36) als im Vorjahr. Im Bestand gibt es aktuell 1.251 Offerten, 18,7 Prozent weniger (-288) als vor zwölf Monaten.
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Arbeitsmarkt im Juli 2024
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Im Juli steigt die Arbeitslosigkeit saisonbedingt leicht an. In diesem Jahr erhöhte sie sich konjunkturell bedingt jedoch stärker als üblich, teilt die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mit. Die niedrigste Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk hat der Landkreis Bamberg.
Bereits im Juni war die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk angestiegen, was sich im Juli fortgesetzt hat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Agenturbezirk Bamberg-Coburg seit Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Vor einem Jahr lag ihr Wert bei 3,3 Prozent. Ende Juli waren 13.323 Personen arbeitslos gemeldet, 1.711 oder 14,7 Prozent mehr als in 2023. Das liege laut Agentur zum Großteil am anhaltenden Zustrom von Geflüchteten in die Region, die zum überwiegenden Teil Bürgergeld von den Jobcentern beziehen. Ende Juli waren im Agenturbezirk 843 Ukrainer und weitere 899 Flüchtlinge anderer Herkunftsländer (davon 653 Syrer, 104 Afghanen, 44 Iraker, 40 Eritreer, 33 Iraner und 19 Somalier) arbeitslos gemeldet.
Zum Schul- und Ausbildungsende steigt vor den Sommerferien regelmäßig die Jugendarbeitslosigkeit der Menschen bis zum Alter von 25 Jahren. Ihre Zahl erhöhte sich in den letzten vier Wochen um 187 (+15,7 Prozent). Aktuell sind 1.379 junge Erwachsene auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, 287 beziehungsweise 26,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Jobchancen sind der Agentur für Arbeit zufolge weiterhin gut. Mit 1.001 Beschäftigungsaufnahmen fanden 112 Personen mehr (+12,6 Prozent) eine neue berufliche Perspektive als im Juli 2023. Auslaufende Zeitverträge und wirksam werdende Kündigungen zur Jahresmitte waren die Ursache für mehr Arbeitslosmeldungen. 1.407 Personen registrierten sich neu arbeitslos, 21,7 Prozent (+251) mehr als im Vorjahr.
Anstieg der Arbeitslosigkeit
„Mit dem Beginn der Sommerferien ist auch in diesem Jahr die Arbeitslosigkeit im Juli wieder gestiegen. Ursache dafür sind zum Großteil das jährliche Schul- und Ausbildungsende zur Jahresmitte“, lautet die Einschätzung zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung von Stefan Trebes, dem Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. „Junge Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich zur Überbrückung, bis sie im Herbst auf der Leiter ins Berufsleben die nächste Sprosse besteigen, arbeitslos. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Arbeitslosigkeit auch im August weiter zunimmt, denn dann enden viele betriebliche Ausbildungen. Es meldeten sich in diesem Jahr um über die Hälfte mehr Jugendliche (+55,8 Prozent) als im letzten Jahr, da Ausbildungsabsolventen wohlbedachter übernommen werden.”
Der Großteil der Jugendlichen werde wegen der guten Aussichten für Fachkräfte schon in den nächsten Wochen einen Job finden und beruflich durchstarten. Die meisten Schüler beginnen im September eine Ausbildung, streben einen höheren Schulabschluss an oder gehen ab Herbst zum Studium.
Bei der bundesweiten Initiative Jobturbo für Geflüchtete liege der Arbeitsagenturbezirk auch in diesem Monat wieder bayernweit mit deutlichem Abstand an der Spitze – mit einer Jobintegrationsquote, die mehr als doppelt so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt. „Gemeinsames solidarisches Anpacken aller Partner am Arbeitsmarkt bringt mehr als nur ein Slogan, wir sind dynamischer, haben eine Jobturbine“, so Trebes.
Arbeitsmarktentwicklung in Bamberg Stadt und Land
Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst dle Gebietskörperschaften Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.
In der Stadt Bamberg erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Juli um 39 Personen (+2,1 Prozent) auf 1.911. Im Vergleich zum Vorjahr sind 115 Personen (+6,4 Prozent) mehr arbeitslos. Im Juli wächst saisonbedingt die Jugendarbeitslosigkeit, da sich nicht übernommene Ausbildungsabsolventen oder Schulabgänger melden. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen stieg daher im letzten Monat um 14,2 Prozent beziehungsweise um 23 auf 185. Es fanden 25,2 Prozent mehr Menschen einen neuen Arbeitsplatz als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote legte in den letzten vier Wochen um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zu. Vor einem Jahr betrug sie 4,2 Prozent.
Im Landkreis Bamberg nahm die Arbeitslosigkeit im Juli um 2,6 Prozent beziehungsweise 62 Personen auf 2.413 zu. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 292 Personen beziehungsweise 13,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Juli melden sich regelmäßig Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen, die nicht übernommen wurden. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen bis zum Alter von 25 Jahren erhöhte sich daher im letzten Monat um 42 (+20,9 Prozent) auf 243. Es fanden 16,0 Prozent mehr Personen eine neue Beschäftigung, als im letzten Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent (Vorjahresmonat 2,4 Prozent) und ist die niedrigste im gesamten Agenturbezirk.
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Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg
Arbeitsmarkt Juli: Üblicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit
Die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg hat die Arbeitsmarkt-Zahlen für Juli veröffentlicht. Die Unterschiede zum Vormonat sind nicht groß, der übliche Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zeichnet sich allerdings ab.
Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen jahreszeitlich bedingt leicht an. Die Arbeitslosenquote blieb im Agenturbezirk Bamberg-Coburg trotzdem unverändert auf dem Vormonatsniveau von 3,3 Prozent. Ende des vergangenen Monats waren in der Region 11.612 Personen arbeitslos gemeldet, teilte die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mit. Das sind 462 oder 4,1 Prozent mehr als in 2022.
Seit Juni erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen leicht um 1,6 Prozent (+185 Personen). Da ukrainische Geflüchtete seit mehr als einem Jahr (Juni 2022) von den Jobcentern betreut werden, hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich deutlich verringert. Insgesamt sind 892 von ihnen arbeitslos gemeldet.
Zum Schul- und Ausbildungsende steigt vor den Sommerferien regelmäßig die Jugendarbeitslosigkeit der bis 25-Jährigen. Ihre Zahl erhöhte sich in den letzten vier Wochen um 120 (+12,3 Prozent). Aktuell sind 1.092 junge Erwachsene auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. 889 Personen haben hingegen im zurückliegende Monat eine neue Beschäftigung gefunden.
Stefan Trebes, Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, sagt zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung: „Mit dem Start in die Sommerferien ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht gestiegen. Der Grund dafür ist das jährliche Schul- und Ausbildungsende zur Jahresmitte. Junge Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich übergangsweise arbeitslos. Daher erwarte ich, dass die Arbeitslosigkeit auch im August erneut zunimmt, denn dann enden viele betriebliche Ausbildungen.“
Arbeitslosigkeit in der Region
Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst die Gebietskörperschaften Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.
Zum Schuljahres- und Ausbildungsende nahm die Arbeitslosigkeit übergangsweise in nahezu allen Regionen des Agenturbezirks im saisonüblichen Rahmen zu. Im Landkreis Forchheim (-0,9 Prozent) ging sie sogar leicht zurück. Der Landkreis Coburg verzeichnete mit 3,9 Prozent den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli, gefolgt von Kronach und der Stadt Bamberg mit jeweils 2,0 Prozent, dem Landkreis Bamberg (+1,9 Prozent), der Stadt Coburg (+1,8 Prozent) und Lichtenfels (+0,9 Prozent).
Die größte Zunahme verzeichnet weiterhin die Stadt Coburg (+9,6 Prozent), gefolgt von den Landkreisen Kronach (+6,8 Prozent), Lichtenfels (+5,3 Prozent), Coburg (+3,9 Prozent), Forchheim (+3,2 Prozent) und Bamberg (+2,4 Prozent). In der Stadt Bamberg liegt die Arbeitslosigkeit lediglich um 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Die niedrigste Arbeitslosenquote und Vollbeschäftigung haben die Landkreise Bamberg (2,4 Prozent) und Forchheim (2,8 Prozent), während sie in der Stadt Coburg mit 6,1 Prozent am höchsten ist.
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Der Arbeitsmarkt im Juli 2022
Üblicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit
Ende Juli waren 11.150 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 432 oder 3,7 Prozent weniger als vor zwölf Monaten. Im vergangenen Monat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 280 Personen (+2,6 Prozent). Wie die Agentur für Arbeit betont, erhöht sich mit dem Schul- und Ausbildungsende vor den Sommerferien üblicherweise die Arbeitslosigkeit der bis 25-Jährigen.
Da die ab Februar 2022 aus der Ukraine geflüchteten Menschen seit dem 1. Juni von den Jobcentern betreut werden, erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Juni sprunghaft um 987 Personen (+10,0 Prozent) auf 10.870 Menschen. Der gesamte Anstieg entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine.
Sie haben bis Ende August Zeit, ihre Anträge in den Jobcentern zu stellen. Durch die Übergangsregelung können sie bis zum Wechsel weiterhin ihre Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, damit sich keine finanzielle Lücke auftut. Dies bedeutet aber auch, dass noch nicht alle Geflüchteten in der Statistik erfasst sind.
Die Zahl der bis 25-Jährigen stieg auch in diesem Jahr in den letzten vier Wochen um 92 (+9,4 Prozent). Im Vergleich zum letzten Jahr meldeten sich jedoch aufgrund der guten Übernahmeaussichten 27,0 Prozent weniger. Der positive Trend der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit setzt sich weiter fort, teilt die Agentur für Arbeit mit. Aktuell sind 1.067 junge Erwachsene auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, 177 (14,2 Prozent) weniger als vor zwölf Monaten. Vor zwei Jahren, als die Arbeitslosigkeit pandemiebedingt auf ihrem Zenit war, gab es ein Drittel beziehungsweise 533 mehr arbeitslose Jugendliche, so die Agentur für Arbeit. Die Arbeitslosigkeit Geflüchteter aus der Ukraine stieg im letzten Monat lediglich noch um 29 Personen (+2,6 Prozent) auf 1.160, wirkte sich daher nur marginal auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahl aus.
Die Arbeitslosenquote nahm im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zu. Vor einem Jahr lag ihr Wert bei 3,3 Prozent. Im letzten Monat verloren 1.121 Männer und Frauen ihren Arbeitsplatz und meldeten sich arbeitslos, 3 Personen weniger als in 2021. Zeitgleich konnten 839 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Das sind 280 oder 25,0 Prozent weniger als in 2021. Durch den hohen Fachkräftebedarf (drei Viertel aller Stellen) ist der Anteil an Arbeitslosen mit Berufsabschluss mittlerweile auf 43,7 Prozent gesunken.
Agiler Arbeitsmarkt
„In den letzten Wochen vor den Sommerferien ist im Juli die Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß leicht gestiegen. Die Ursache dafür liegt am Schul- und Ausbildungs-ende zur Jahresmitte. Junge Menschen melden sich zur Überbrückung arbeitslos. Ich rechne daher auch im August erneut mit einem kleinen Anstieg. Aufgrund der guten Jobchancen nehmen viele der frischgebackenen, heiß begehrten jungen Fachkräfte, bei denen die Übernahme nicht klappte, bereits in den kommenden Wochen wieder eine Arbeit auf. Die meisten Schüler starten im September in eine Ausbildung, besuchen eine weiterführende Schule oder studieren ab Herbst. Anders als in den beiden vorangegangenen Jahren der Corona Krise wurden in diesem Jahr deutlich mehr Ausbildungsabsolventen direkt von ihren Betrieben übernommen.
Im Juli haben sich im Agenturbezirk lediglich 207 weitere Ukrainer im erwerbsfähi-gen Alter (mindestens 15 Jahre alt) bei den Jobcentern gemeldet. Insgesamt sind es jetzt 2 651. Die ersten Gespräche in der Arbeitsvermittlung zeigen deutlich, dass es überwiegend Frauen mit Sprachkurs- und Kinderbetreuungsbedarf sind. Sie besuchen teilweise schon Integrationskurse. Ein paar konnten bereits eine Beschäftigung aufnehmen. Das kurz- und mittelfristig vermittelbare Bewerberpotential hält sich je-doch in Grenzen. Die niedrigen Kurzarbeiterzahlen zeigen eine gute Auftragslage. Dennoch sind die Sorgen vieler Betriebe groß: die Inflationsrate, Lieferketten, die Energieversorgung, steigende Corona Zahlen und der Arbeitskräftemangel sind hierbei die am meisten genannten Risiken“, skizziert Stefan Trebes, Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt.
Kurzarbeit gibt weiterhin Gas zur Jobsicherung
Im März 2022 (Hochrechnung aktuellster Wert) bezogen im Agenturbezirk insgesamt 745 Betriebe für 5.956 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. 2,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in Kurzarbeit. Die Zahl der Betriebe nahm seit Februar um 16,4 Prozent (-146) ab. Wie sich die Folgen des Ukraine Kriegs auf die Kurzarbeit letztendlich auswirken, ist noch ungewiss. Jedoch führen auch Corona bedingte Lieferschwierigkeiten aus China – zum Beispiel, der Lockdown des Hafens von Shanghai -, der Hafenstreik von Hamburg sowie das Fehlen von Kraftfahrern zu Lieferengpässen und weiteren Preisanstiegen. Um Ausfallzeiten zu überbrücken und Kündigungen zu vermeiden, nutzen einige Betriebe wieder die Kurzarbeit.
Stellenmarkt – Jobrekord, erstmals über 10.000 Stellen
Im Juli bekam der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg 1.530 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet, 30,1 Prozent beziehungsweise 658 weniger als im vergangenen Jahr. Da Fachkräftegesuche teilweise nicht besetzt werden können, gibt es derzeit eine Konsolidierung des Zugangs auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. Der Stellenzugang lag um 14,3 Prozent über dem vom Vorkrisenjahr 2019. Der Stellenbestand ist um gut ein Viertel (+24,0 Prozent) beziehungsweise insgesamt 1.937 Angebote größer als vor einem Jahr. Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik überschreitet er die 10.000-Marke. Rein statistisch kommen auf 100 gemeldete sozialversicherungspflichtige Stellen aktuell lediglich 111 potentielle arbeitslose Bewerber.
„Die Besetzung von Stellen für Fachkräfte und mittlerweile auch für Helfer ist eine Herausforderung und spitzt sich weiter zu. Wir haben keinen Fachkräfte- sondern einen Arbeitskräfteengpass in vielen Branchen“, sagt Dieter Kamm, stellvertretender Teamleiter des Arbeitgeberservice für die Regionen Bamberg und Forchheim. „Teilweise schließen zum Beispiel Gastwirtschaften deswegen tageweise oder sogar ganz. Der Markt hat sich gedreht. Mittlerweile sucht in der Regel der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber aus. Neben dem Gehalt spielen immer mehr die Rahmenbedingungen sowie die Kompromissbereitschaft eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von Arbeitskräften. Auch die Weiterqualifizierung eigener Mitarbeiter ist ein wichtiger Baustein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Arbeitgeberservice berät und unterstützt dabei. Teilweise ist durch uns eine Übernahme der Kosten von bis zu 100 Prozent möglich.“
Arbeitsmarktentwicklung in der Region Bamberg
Stadt Bamberg
In der Stadt Bamberg lag die Zahl der Arbeitslosen Ende Juli wie im Vormonat unverändert bei 1.780. Im Vorjahresvergleich sind es jedoch 71 Personen (3,8 Prozent) weniger. Im Juli kommt es regelmäßig zu vermehrten Arbeitslosmeldungen von jungen Menschen, die nach Abschluss der Berufsausbildung nicht übernommen wurden oder Abgänger von allgemein- und berufsbildenden Schulen waren. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im vergangenen Monat um 17 oder 13,5 Prozent auf 143. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Juni 4,2 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent). Im letzten Monat meldeten die Betriebe aus dem Stadtgebiet 302 sozialversicherungspflichtige Jobangebote dem Arbeitgeberservice, 60 (-16,6 Prozent) weniger als im letzten Jahr. Im Stellenpool sind aktuell 1 961 Beschäftigungsangebote, 395 (+25,2 Prozent) mehr als im Vorjahr.
Landkreis Bamberg
Im Bamberger Land nahm die Arbeitslosigkeit im Juli um 156 Personen (+8,1 Pro-zent) auf 2.071 zu. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 202 Personen bzw. 8,9 Pro-zent unter dem Vorjahresniveau. Im Juli melden sich regelmäßig vermehrt junge Menschen arbeitslos, die nach Abschluss der Berufsausbildung nicht übernommen wurden oder Abgänger von allgemein- und berufsbildenden Schulen sind. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im vergangenen Monat um 38 oder 24,7 Prozent auf 192. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent (Vorjahresmonat: 2,6 Prozent) und ist die niedrigste im gesamten Agenturbezirk. Das ist Vollbeschäftigung. Per Definition spricht man von Vollbeschäftigung ab einer Quote von unter 3,0 Prozent.
Aus dem Landkreis Bamberg gingen beim Arbeitgeberservice im Juli 260 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein, 196 (-43,0 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im Bestand gibt es aktuell 1.944 Offerten, 296 (+18,0 Prozent) mehr als vor zwölf Monaten.