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Lesung

Vor­trag und Mit­tel­al­ter-Lesung mit Gitar­ren-Beglei­tung im Schat­ten des Bam­ber­ger Doms

Don­ners­tag, 19. März: „Königs­mord“ im Museumscafé

Das Diö­ze­san­mu­se­um Bam­berg lädt am Don­ners­tag, dem 19. März, zu einem beson­de­ren Vor­trags- und Lesungs­abend in das neue Muse­ums­ca­fé am Dom ein. Die Bam­ber­ger His­to­ri­ke­rin und Autorin Karin Deng­ler-Schrei­ber, die ihre his­to­ri­schen Roma­ne unter dem Pseud­onym Anna Degen ver­öf­fent­licht, nimmt das Publi­kum mit in die beweg­te Zeit des frü­hen 13. Jahr­hun­derts – in eine Epo­che poli­ti­scher Intri­gen, dynas­ti­scher Kon­flik­te und dra­ma­ti­scher Ereig­nis­se am Domberg.

Im Mit­tel­punkt des Romans „Der Königs­mord von Bam­berg“ steht der Mord am römisch-deut­schen König Phil­ipp von Schwa­ben im Jahr 1208 – eines der spek­ta­ku­lärs­ten Ver­bre­chen des Mit­tel­al­ters, das sich in Bam­berg ereig­ne­te. Der Stau­fer­kö­nig war damals zur Hoch­zeit sei­ner Nich­te in die Bischofs­stadt gereist, als er Opfer des Atten­tats wur­de. Schlüs­sel­fi­gur im Roman ist die 12-jäh­ri­ge Sophie, wel­che die Tat beob­ach­tet und damit für mäch­ti­ge Män­ner zur gefähr­li­chen Zeu­gin wird.

In ihrem Vor­trag beleuch­tet Deng­ler-Schrei­ber die his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de die­ser Zeit: den erbit­ter­ten Macht­kampf zwi­schen den Dynas­tien der Stau­fer und Wel­fen, die poli­ti­schen Span­nun­gen im Reich sowie die Rol­le des Bam­ber­ger Bischofs zur Zeit des Dom­neu­baus im frü­hen 13. Jahr­hun­dert. Dabei wird deut­lich, wie eng kirch­li­che und welt­li­che Macht mit­ein­an­der ver­floch­ten waren und wie schnell selbst hoch­ran­gi­ge Per­sön­lich­kei­ten in den Stru­del poli­ti­scher Kon­flik­te gera­ten konnten.

Im Anschluss liest die Autorin einen Aus­zug aus ihrem Roman. Die Lesung wird musi­ka­lisch beglei­tet von dem Gitar­ris­ten Rein­hard Sures. Der Abend ver­bin­det his­to­ri­sche Ein­ord­nung, lite­ra­ri­sche Erzähl­kunst und Musik – und führt das Publi­kum zurück in eine Zeit, in der sich im Schat­ten des Bam­ber­ger Domes euro­päi­sche Geschich­te ent­schied. Im Anschluss gibt es einen Emp­fang und und eine Signierstunde.


Die Ver­an­stal­tung

Wann?
Don­ners­tag, 19. März 2026, 18.00 Uhr, Ein­lass 17:30 Uhr


Wo?

Diö­ze­san­mu­se­um Bam­berg, Dom­platz 5, 96049 Bamberg


Anmel­dung und Informationen

Tickets zu 8,00 Euro gibt es im Vor­ver­kauf an der Kas­se des Diö­ze­san­mu­se­ums und online auf www.dioezesanmuseum-bamberg.de, Rest­kar­ten an der Abendkasse.


Die Autorin

Anna Degen ist das Pseud­onym der His­to­ri­ke­rin, Denk­mal­pfle­ge­rin und ehe­ma­li­gen Welt­kul­tur­er­be-Mana­ge­rin Karin Deng­ler-Schrei­ber, die über die mit­tel­al­ter­li­chen Hand­schrif­ten des Klos­ters Michels­berg pro­mo­vier­te und sich seit vie­len Jah­ren mit der Bam­ber­ger Geschich­te beschäf­tigt. Für ihre umfang­rei­che ehren­amt­li­che Tätig­keit erhielt sie 2004 das Bundesverdienstkreuz.

Mit Ras­sis­ten und Faschis­ten sprechen

Mo Asumang liest in der KUFA

Zeit­le­bens erfuhr Mo Asumang ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­run­gen und Bedro­hun­gen. Als Reak­ti­on dar­auf hat sie begon­nen, mit Ras­sis­ten und Faschis­ten zu reden. Mor­gen Abend liest sie aus ihrem Buch „Mo und die Ari­er. Allein unter Ras­sis­ten und Neonazis“.

In „Mo und die Ari­er. Allein unter Ras­sis­ten und Neo­na­zis“ beschreibt die afro­deut­sche TV-Mode­ra­to­rin Mo Asumang, wie sie sich als Reak­ti­on auf Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus ent­schloss, in Kon­takt mit Ras­sis­ten zu tre­ten. Dazu mel­de­te sie sich bei einem rechts­ra­di­ka­len Dating-Por­tal an, ging zu NPD-Demos und traf in den USA einen der bekann­tes­ten Rechts­ra­di­ka­len. „Mo und die Ari­er“ gibt einen bestür­zen­den Ein­blick in die rech­te Sze­ne. Mit ihrem Werk möch­te die Autorin aber auch Mut machen, die eige­ne Angst zu über­win­den und sich zur Wehr zu setzen.

Mo Asumang wur­de 1996 Deutsch­lands ers­te afro­deut­sche TV-Mode­ra­to­rin. Seit­her arbei­tet sie außer­dem als Schau­spie­le­rin, Dozen­tin, Regis­seu­rin und Pro­du­zen­tin. 2019 erhielt sie für ihr Enga­ge­ment gegen Rechts­extre­mis­mus und Frem­den­feind­lich­keit das Bundesverdienstkreuz.

Die Uni­ver­si­tät Bam­berg lädt am Abend des mor­gi­gen Mitt­woch zu einer Lesung mit Mo Asumang in die Kul­tur­fa­brik KUFA ein. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 19:30 und nach der Lesung besteht die Mög­lich­keit, mit der Autorin ins Gespräch zu kom­men. Der Ein­tritt ist frei, die Ver­an­stal­ter bit­ten aber um eine Anmel­dung unter info@demokratie-leben-bamberg.de.

ETA Hoff­mann Theater

Advents­ca­fé und Lesung

Am 19. Dezem­ber fei­ert das ETA Hoff­mann Thea­ter den vier­ten Advent wie­der mit einem Advents­ca­fé und einer Lesung. Mit dem dies­jäh­ri­gen Mot­to kön­nen wahr­schein­lich alle etwas anfan­gen: „Kurz vor Weih­nach­ten geht doch immer was schief.“

Wer kennt das nicht? Weih­nach­ten kommt Tag für Tag näher, aber Fei­er­tags­ent­span­nung will sich ein­fach nicht ein­stel­len. Ganz im Gegen­teil, es steigt der Stress. Man fin­det nicht recht­zei­tig oder über­haupt kei­ne pas­sen­den Geschen­ke, die Weih­nachts­gans ver­brennt im Ofen, es gibt Streit unter dem Weih­nachts­baum und so weiter.

Pas­send dazu ver­an­stal­tet das ETA Hoff­man Thea­ter am kom­men­den Sonn­tag um 15 Uhr in der Treff­bar ein Advents­ca­fé samt Lesung von Flo­ri­an Wal­ter. Das Mot­to der vor­weih­nacht­li­chen Ver­an­stal­tung lau­tet „Kurz vor Weih­nach­ten geht doch immer was schief!“.

Thea­ter­päd­ago­gin Sophie Rin­tel­mann, die das Advents­ca­fé orga­ni­siert, hat das Mot­to ausgewählt,weil wahr­schein­lich alle damit und mit Weih­nachts­stress etwas anfan­gen kön­nen. „Jedes Jahr nimmt man sich vor”, sagt sie, „die­ses Jahr schaf­fe ich es, das Fest ruhig anzu­ge­hen, ganz ohne Stress. Aber es kommt eben nie ganz so, wie man es sich vornimmt.“

Sie selbst hat auch Erfah­rung mit Weih­nachts­är­ger. „In mei­ner Kind­heit hat­ten wir in der Fami­li­en mal einen ver­güns­tig­ten Baum gekauft. Als wir ihn zuhau­se auf­stell­ten, ist uns klar gewor­den, war­um er bil­li­ger war. Er roch nach Gül­le. Kurz gesagt: Wir muss­ten den Baum wie­der rauswerfen.“

Auf dem Lese-Pro­gramm des Advents­ca­fés ste­hen dar­um auch nur Geschich­ten, bei denen mot­to­ge­mäß auch eini­ges schief geht. Wel­che Geschich­ten es genau sind, ent­schei­det Sophie Rin­tel­mann am Sonn­tag spon­tan anhand der Alters­truk­tur der Kin­der im Publikum.

Auf jeden Fall wird am vier­ten Advents­sonn­tag ETA-Schau­spie­ler Flo­ri­an Wal­ter auf der Büh­ne der ETA-Treff­bar Platz neh­men und die Geschich­ten bei Punsch und Kek­sen vor­le­sen. Die Lesung ist für alle ab vier Jah­ren geeignet.

Der Ein­tritt zum Advents­ca­fé ist frei, 15 Plät­ze ste­hen zur Ver­fü­gung. Zähl­kar­ten kön­nen an der Thea­ter­kas­se reser­viert wer­den. Bei der Ver­an­stal­tung gilt aber 2G-Plus. Schnell­tests kann das Publi­kum im Vor­feld in Thea­ter­nä­he sonn­tags unter ande­rem in der Tou­rist-Info in der Gey­ers­wörth­stra­ße 5 machen.