Vereine und Initiativen können ab sofort Fördermittel für Demokratieprojekte beantragen
Demokratie stärken: Stadt Bamberg fördert neue Projektideen
Die Stadt Bamberg ist seit April erneut als „Partnerschaft für Demokratie“ Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Damit stehen Fördermittel für Projekte zur Verfügung, die das demokratische Miteinander stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und sich für Vielfalt, Respekt und gegen Extremismus sowie Diskriminierung einsetzen, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und das Miteinander aktiv gestalten. Mit der Förderung möchten wir Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger ermutigen, ihre Ideen umzusetzen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt zu stärken. Jede gute Projektidee ist ein Beitrag zu einem respektvollen, vielfältigen und demokratischen Bamberg“, sagt Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp.
Ab sofort können Vereine, gemeinnützige Organisationen und Initiativen Projektanträge einreichen. Gesucht werden Ideen, die Menschen zusammenbringen, demokratische Werte erlebbar machen und das Engagement vor Ort stärken. Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode liegt auf der Beteiligung junger Menschen sowie auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schulen, Vereinen und der Zivilgesellschaft.
Die Antragsunterlagen stehen unter www.stadt.bamberg.de/demokratie zum Download bereit. Neu ist, dass die Förderung in der aktuellen Förderperiode über Pauschalen erfolgt. Wichtig ist, dass ein Projekt zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen hat. Auch eine öffentliche Ankündigung – etwa über soziale Medien, Flyer oder die Presse – darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids erfolgen. Antragstellende erhalten derzeit in der Regel innerhalb von etwa drei Wochen eine Rückmeldung. Wer Fragen zur Antragstellung, zu förderfähigen Projektideen oder zum Ablauf hat, kann sich an Helene Trusen per E‑Mail an demokratie@stadt.bamberg.de wenden.
Ab August übernimmt iSo e. V. als örtlicher Träger die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in Bamberg. Nach einer Einarbeitungsphase wird sie zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Projektideen, Beratung und Fördermöglichkeiten sein.
Darüber hinaus wird im Laufe des Sommers ein Bündnis aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Vereine und zivilgesellschaftlicher Organisationen gegründet. Dieses Gremium begleitet künftig die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung der Partnerschaft für Demokratie in Bamberg und berät zugleich über die Vergabe der Fördermittel.
Mit der erneuten Teilnahme am Bundesprogramm setzt die Stadt Bamberg ein klares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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Herzensangelegenheit zur Weihnachtszeit
Sparkasse Bamberg spendet 10.000 Euro an regionale Vereine
Mit ihrer traditionellen Weihnachtsspende unterstützt die Sparkasse Bamberg in diesem Jahr zwei engagierte Vereine, die sich über eine Unterstützung von insgesamt 10.000 Euro freuen dürfen.
5.000 Euro gehen an die Kreisverkehrswacht Bamberg e.V. Das Geld wird in neue Kinderfahrräder investiert, die künftig bei der Radfahrausbildung in den Schulen eingesetzt werden. Grundschülerinnen und ‑schüler können damit ihren „Radlführerschein“ absolvieren, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. „Ich freue mich wirklich sehr über die Spende, mit der wir vielen Schülerinnen und Schülern wichtige Sicherheit im Straßenverkehr vermitteln können. Auch die Eltern sind davon begeistert“, bedankt sich Matthias Wenninger, 1. Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Bamberg e.V.
Weitere 5 000 Euro erhält der Freundes- und Förderkreis der Kinderklinik Bamberg e.V. Die Spende fließt in die Anschaffung eines neuen Untersuchungsgeräts, mit dem bei Frühgeborenen mögliche Netzhautschäden frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Das ist ein wichtiger Beitrag zu Gesundheitsvorsorge der Kleinsten, damit diese gesund aufwachsen und später gut sehen können. „Es ist wichtig, dass diese Erkrankungen frühzeitig erkannt werden, um gleich die optimale medizinische Behandlung der kleinen Patienten einzuleiten. So bleibt den Kindern, aber auch den Eltern viel Leid erspart und für später wird Lebensqualität geschenkt“, freut sich Ines Rohwer, 1. Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises der Kinderklinik Bamberg e.V.
„Wir freuen uns, mit unserer Spende Projekte hier in unserer Heimat zu unterstützen, die auch direkt den Menschen vor Ort zugutekommen“, betont Stephan Kirchner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bamberg. „Gerade in der Weihnachtszeit möchten wir zeigen, dass wir füreinander da sind. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Vereine zu fördern, die Großartiges für Kinder und Familien in unserer Region leisten. Solches Engagement macht unsere Region stark – heute und in Zukunft.“
Seit vielen Jahren engagiert sich die Sparkasse Bamberg regelmäßig für regionale Vereine und soziale Einrichtungen. Mit ihrer Unterstützung trägt sie dazu bei, dass die Bamberger Region lebens- und liebenswert bleibt – für Jung und Alt. Die Spenden stammen aus dem Sparkassen-PS-Sparen und Gewinnen.
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Bundesregierung
Zukunftspaket Ehrenamt bringt Verbesserungen für Engagierte und Vereine
Mit dem am 10. September vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Steueränderungsgesetzes 2025 beginnt die Umsetzung der ersten Maßnahmen des im Koalitionsvertrag vereinbarten Zukunftspakts Ehrenamt, teilt der SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz mit.
Ziel sei es, die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement spürbar zu verbessern und bürokratische Hürden abzubauen.
„Ob im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in sozialen Initiativen oder in der Nachbarschaftshilfe: Das Ehrenamt verdient nicht nur Wertschätzung, sondern auch konkrete Unterstützung“, erklärt Andreas Schwarz und ergänzt: „Mit dem Zukunftspakt Ehrenamt schaffen wir Verbesserungen, von denen auch die Engagierten und Vereine in Oberfranken profitieren.“
Zu den im Steueränderungsgesetz 2025 beschlossenen Maßnahmen gehörten die Erhöhung der Ehrenamtspauschale von 840 auf 960 Euro und die Erhöhung der Übungsleiterpauschale von 3.000 auf 3.300 Euro. Die Haftungsprivilegierung für ehrenamtlich Tätige wird vereinheitlicht und ebenfalls auf 3.300 Euro angehoben.
Die Änderungen sollen jeweils zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
Zusätzlich profitieren gemeinnützige Vereine von höheren steuerlichen Freigrenzen und vereinfachten Nachweispflichten, was ihre Arbeit deutlich erleichtert: Die Einnahmen-Grenze, ab der gemeinnützige Organisationen ihre Mittel zeitnah verwenden müssen, wird von derzeit 45.000 auf 100.000 Euro pro Jahr ausgeweitet. Die Freigrenze aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb für gemeinnützige Vereine soll von 45.000 auf 50.000 Euro pro Jahr steigen. Schließlich soll – damit zusammenhängend – die Einnahmen-Grenze, ab der Vereine und andere gemeinnützige Körperschaften eine Aufteilung ihrer Aktivitäten in verschiedene Sphären vornehmen müssen, ebenfalls von aktuell 45.000 auf 50.000 Euro steigen.
„Die Maßnahmen aus dem Steueränderungsgesetz sind aber nur der Anfang“, betont der SPD-Abgeordnete Schwarz. „Im Rahmen des Zukunftspakts Ehrenamt sind weitere Schritte zur Entlastung und Förderung des Engagements geplant.“ Dazu gehört insbesondere der gezielte Abbau bürokratischer Belastungen, u. a. durch Vereinfachungen des Vereins- und Datenschutzrechts, die viele Initiativen und Vereine im Alltag ausbremsen. Ein weiterer zentraler Baustein ist der Ausbau der wichtigen Arbeit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.
Der Beschluss des Bundeskabinetts kommt passend zum Start der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ (12. bis 21. September). Die Aktionswoche des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement will die Vielfalt und Bedeutung des Ehrenamts und bürgerschaftlichen Engagements sichtbar machen.