Der Arbeits­markt im Novem­ber 2025

Arbeits­lo­sig­keit sinkt weiter

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Arbeitslosigkeit
Symbolbild, Foto: Pixabay
Die im Okto­ber dyna­misch durch­ge­star­te­te Herbst­be­le­bung flau­te erst im Ver­lauf der letz­ten zwei Wochen ab. Im Gegen­satz zum ver­gan­ge­nen Jahr, als die Arbeits­lo­sig­keit im Novem­ber ledig­lich mar­gi­nal abnahm (-20 Per­so­nen), ver­rin­ger­te sie sich heu­er wie in flo­rie­ren­den Jah­ren, wie die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mitteilt.

Am Monats­en­de waren dem­nach 13.568 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 179 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,3 Pro­zent weni­ger als im Monat zuvor. Seit dem letz­ten Jahr hat die Zahl der Arbeits­lo­sen um 305 Per­so­nen (+2,3 Pro­zent) zugenommen.

Ende des Monats waren im Agen­tur­be­zirk 1.547 Flücht­lin­ge arbeits­los gemel­det. Seit dem letz­ten Jahr hat ihre Zahl um 349 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 18,4 Pro­zent abge­nom­men. Allein die Arbeits­lo­sig­keit der Syrer ver­rin­ger­te sich um 38,1 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 281 Arbeits­lo­se auf 457.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te liegt wie im Okto­ber wei­ter­hin bei 3,9 Pro­zent. Ihr Vor­jah­res­wert betrug 3,8 Pro­zent. Die Chan­cen, einen neu­en Job zu fin­den, sind min­des­tens so gut wie vor einem Jahr. Dafür spricht, dass im Novem­ber 1.074 Per­so­nen ihre Arbeits­lo­sig­keit durch Auf­nah­me einer neu­en Beschäf­ti­gung been­den konn­ten, 1,1 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 12 Per­so­nen mehr als in 2024. In den letz­ten vier Wochen wur­den 1.439 Men­schen frei­ge­setzt, 9,3 Pro­zent (+122) mehr als im Vorjahr.


Arbeits­markt­ent­wick­lung

„Im Gegen­satz zu frü­he­ren Jah­ren mel­de­ten sich im Novem­ber aus den sai­son­üb­li­chen Beru­fen nur ver­ein­zelt ers­te Per­so­nen zur Über­brü­ckung des Win­ters vor­sorg­lich arbeits­los, aber noch ohne fes­ten Kün­di­gungs­ter­min. Sie kamen über­wie­gend aus dem Bau­ge­wer­be. Auf­grund der güns­ti­gen Wit­te­rung in der ers­ten Monats­hälf­te konn­ten Auf­trä­ge wei­ter­hin abge­ar­bei­tet wer­den“, so Ste­fan Tre­bes, Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg. „Die lang­sam zu Ende gehen­de Herbst­be­le­bung brach­te einen wei­te­ren leich­ten Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit, fast wie in guten Zei­ten. Die andau­ern­den Fol­gen von Insol­ven­zen und Mas­sen­ent­las­sun­gen geben noch kei­ne Zei­chen auf Ent­span­nung. Die Men­schen nut­zen die Zeit in den Trans­fer­ge­sell­schaf­ten aktiv und neh­men ihre Zukunft in die Hand. Vie­le fin­den rela­tiv zügig wie­der eine neue Beschäf­ti­gung oder ver­net­zen sich mit Part­nern und machen sich selb­stän­dig. Hand­wer­ker und Fach­kräf­te haben wei­ter­hin gute Chan­cen. Bei gut qua­li­fi­zier­ten Aka­de­mi­kern zeich­nen sich hin­ge­gen oft län­ge­re Ein­stell­pro­zes­se ab.“ Die Situa­ti­on wir­ke seit Ostern unver­än­dert. Es sei­en zwar kei­ne wei­te­ren Ein­brü­che in Sicht, aber auch kei­ne gro­ßen Bes­se­run­gen. Die Bau­bran­che hal­te ihr Per­so­nal, in der Ver­si­che­rungs­bran­che zeich­ne sich ein leich­ter Auf­wärts­trend ab. Die Zeit­ar­beits­bran­che, die nor­ma­ler­wei­se über den Jah­res­wech­sel mit dem Weih­nachts­ge­schäft mehr Bedarf mel­det, zei­ge sich ver­hal­ten. Auch der Ein­zel­han­del hal­te sich in die­sem Jahr spür­bar zurück. „Bis zum Jah­res­wech­sel rech­ne ich kaum mit Ver­än­de­run­gen. Wir wer­den im Dezem­ber einen ers­ten leich­ten sai­so­na­len Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit haben“, so Trebes.


Kurz­ar­beit – Ent­las­sen oder Kurzarbeit?

Im Juli 2025 (Hoch­rech­nung aktu­ells­ter Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 136 Betrie­be für 2.306 Arbeit­neh­mer kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld. Ledig­lich 0,9 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Seit dem Letz­ten Jahr hat die Zahl der Fir­men um 17 und die der Kurz­ar­bei­ter um 398 zuge­nom­men. Ste­fan Tre­bes dazu: „Der­zeit neh­men die Anfra­gen für kon­junk­tu­rel­le Kurz­ar­beit wie­der zu, jedoch bleibt die Lage wei­ter­hin sta­bil. Ent­las­sun­gen oder Kurz­ar­beit? Zuneh­mend ist für vie­le ent­schei­dend, ob der Betrieb eine kon­kre­te Zukunfts­op­ti­on in abseh­ba­rer Zeit für sich sieht. Rein auf den Opti­mis­mus, dass sich alles irgend­wie zum Guten wen­det, setzt kaum noch einer.“


Gerin­ge­re Arbeits­lo­sig­keit als vor einem Jahr in bereits drei Landkreisen

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst fol­gen­de Gebiets­kör­per­schaf­ten: Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

Auch zu Beginn der kal­ten Jah­res­zeit setz­te sich der Herbst­auf­schwung nahe­zu im gesam­ten Bezirk der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg fort. Der Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit erreich­te jedoch nicht mehr die Okto­ber­wer­te und flau­te spür­bar ab. Wie jeden Monat reagie­ren die ein­zel­nen loka­len Arbeits­märk­te unter­schied­lich. Spit­zen­rei­ter war die Stadt Bam­berg (-4,4 Pro­zent), gefolgt von den Land­krei­sen Bam­berg (-2,7 Pro­zent), Lich­ten­fels (-2,5 Pro­zent), Forch­heim (-1,5 Pro­zent) und Kro­nach (-0,3 Pro­zent). Ledig­lich der Land­kreis Coburg (+2,6 Pro­zent) und die Stadt Coburg (+0,2 Pro­zent) ver­zeich­ne­ten einen ers­ten leich­ten Anstieg.

In den Land­krei­sen Bam­berg (-4,0 Pro­zent), Lich­ten­fels (-0,4 Pro­zent) und Forch­heim (-0,1 Pro­zent) liegt die Arbeits­lo­sig­keit unter dem Vor­jah­res­wert. Die kreis­frei­en Städ­te Coburg (+6,8 Pro­zent) und Bam­berg (+6,4 Pro­zent) ver­bu­chen den größ­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit, gefolgt von den Land­krei­sen Kro­nach (+5,7 Pro­zent) und Coburg (+4,2 Prozent).

Die nied­rigs­te Arbeits­lo­sen­quo­te und wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung gibt es im Land­kreis Bam­berg (2,5 Pro­zent). Am höchs­ten ist sie in der Stadt Coburg mit 7,1 Prozent.


Arbeits­markt­ent­wick­lung in der Regi­on Bamberg

Die Herbst­be­le­bung setz­te sich mit unge­brems­ter Dyna­mik weit in den Novem­ber fort und ließ die Arbeits­lo­sig­keit um wei­te­re 99 Per­so­nen (-4,4 Pro­zent) spür­bar sin­ken. Die Stadt Bam­berg ver­zeich­ne­te agen­tur­be­zirks­weit den kräf­tigs­ten Rück­gang. Zum Beginn der Advents­zeit waren 2.146 Men­schen arbeits­los gemel­det, 6,4 Pro­zent bzw. 129 Per­so­nen mehr als vor einem Jahr. In den ver­gan­ge­nen vier Wochen mel­de­ten sich 10,3 Pro­zent mehr Per­so­nen arbeits­los als letz­tes Jahr. Gleich­zei­tig fan­den 4,9 Pro­zent mehr eine neue Beschäf­ti­gung. Die Arbeits­lo­sen­quo­te redu­zier­te sich in den letz­ten vier Wochen um 0,3 Pro­zent­punk­te auf 4,8 Pro­zent (Vor­jahr 4,6 Pro­zent). Im Novem­ber mel­de­ten die Betrie­be aus dem Stadt­ge­biet 266 sozi­al­ver­si­che­rungs-pflich­ti­ge Stel­len, 5,3 Pro­zent weni­ger (-15) als vor einem Jahr. Im Bestand betreut der Arbeit­ge­ber­ser­vice aktu­ell 1 014 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 14,7 Pro­zent weni­ger (-175) als im Vorjahr.

Auch im Bam­ber­ger Land trotz­te die Herbst­be­le­bung dem Novem­ber­wet­ter. Die Arbeits­lo­sig­keit ver­rin­ger­te sich um wei­te­re 63 Men­schen oder 2,7 Pro­zent auf 2.264 Per­so­nen. Sie liegt um 94 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 4,0 Pro­zent unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Es ver­lo­ren 10,6 Pro­zent mehr Per­so­nen ihren Job als im Novem­ber 2024. Gleich­zei­tig fan­den 15,2 Pro­zent weni­ger eine neue Beschäf­ti­gung. Die Arbeits­lo­sen­quo­te nahm seit Okto­ber um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 2,5 Pro­zent ab (2,6 Pro­zent Vor­jahr). Das ist Voll­be­schäf­ti­gung und die nied­rigs­te Quo­te im Agenturbezirk.

Aus dem Bam­ber­ger Land gin­gen in den ver­gan­ge­nen vier Wochen 176 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te bei den Ver­mitt­lungs­exper­ten ein, 5,4 Pro­zent (+9) mehr als im letz­ten Jahr. Im Stel­len­be­stand des Arbeit­ge­ber­ser­vice gibt es aktu­ell 1.195 Job­an­ge­bo­te, 9,8 Pro­zent weni­ger (-130) als im Novem­ber 2024.

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