Im Basketball ist bekanntlich vieles möglich und wer schon einmal in der BROSE ARENA bei einem Spiel dabei war, der weiß, dass in Freak City häufig sogar noch etwas mehr geht. Genau dieses „etwas mehr“ werden die Bamberg Baskets am Mittwochabend im Playoff-Viertelfinale in der European North Basketball League auch brauchen, gilt es im Rückspiel gegen Dziki Warschau den 21-Punkte-Rückstand aus dem ersten Aufeinandertreffen in Polen aufzuholen und so doch noch den Einzug ins Final Four der ENBL schaffen zu können.
Die Aufgabe ist schwer, doch im Team der Bamberg Baskets glaubt man fest daran, das Ruder mit den eigenen Fans im Rücken noch herumreißen zu können. Tip-Off zur Partie der Bamberg Baskets gegen Dziki Warschau ist am Mittwochabend um 20:00 Uhr. „Jeder von uns weiß, was für eine Leistung wir in Warschau abgeliefert haben. Sie war desaströs“, sagt Head Coach Anton Gavel. „Egal wie schlimm sie aber auch war, haben wir jetzt noch eine zweite Chance. Diese ist zwar sehr schwierig zu meistern, aber das ist ein Spiel mit einer riesengroßen Charakterfrage für uns und man wird sehen, welches Gesicht wir zeigen und wie hart wir kämpfen werden, um doch noch weiterzukommen. Dass es mit diesem großen Rückstand natürlich schwierig wird, wissen wir alle, aber wir müssen einfach alles versuchen, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen.“
Nach Sieg gegen Bamberg bislang ungeschlagen
Beim Rückspiel in Bamberg werden die Polen einen Spieler mit dabeihaben, der beim Hinspiel noch nicht zum Team der „Wildschweine“ zählte. Erst vergangene Woche nahm man den US-Amerikaner Alijah Comithier unter Vertrag. Der 23-Jährige spielte zuvor in Finnland für KTP Kotka Basket, wo er im Schnitt 16,6 Punkte und 6,2 Rebounds ablieferte. Für sein neues Team kam der 2,01 Meter große Flügelspieler am Wochenende in der polnischen Liga erstmals zum Einsatz. Beim 90:80-Heimsieg gegen GTK Gliwice erzielte der Neuzugang in 21 Minuten Spielzeit 19 Punkte, gab drei Assists und kam bei nur einem Fehlwurf aus dem Feld auf eine Effektivität von 26.
Der Heimsieg im Hinspiel gegen die Bamberg Baskets hat den Polen offensichtlich Rückenwind verliehen. Hatten das Team von Cheftrainer Krzysztof Szablowski vor dem Playoff Hinspiel in der ENBL vier Spiele in der heimischen OBL in Folge verloren, konnten die Polen nach dem Sieg gegen Bamberg auch ihre beiden folgenden Ligaspiele beim Tabellendritten Gornik Zamek Ksiaz Walbrzych und gegen Gliwice gewinnen.
Knackpunkt im Hinspiel war ganz klar das letzte Viertel. Den Bambergern wollte zwar auch in den ersten dreißig Minuten nicht wahrlich viel gelingen, doch beim 58:64 nach dem dritten Viertel lag man noch gut im Rennen. Was dann allerdings im letzten Abschnitt geschah, verschlimmerte die Ausgangssituation für die Bamberg Baskets vor dem Rückspiel erheblich. Mit 16:31 ging der Schlussabschnitt an die Polen, die sich so ein ordentliches Polster für das Rückspiel erkämpfen konnten.
Auffälligster Akteur der Polen im Hinspiel war der Este Janari Jõesaar, der mit 19 Punkten und 10 Rebounds ein Double Double auflegte. Topscorer im Team aus Freak City war Ronaldo Segu mit 16 Punkten.
