Mit Saisonsieg Nummer 7 haben die BMA365 Bamberg Baskets das Jahr 2025 beendet. Am 13. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga besiegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Dienstagabend den SYNTAINICS MBC mit 99:74 (61:43) und zog so an den Weißenfelsern in der Tabelle mit einer Bilanz von nun sieben Siegen und fünf Niederlagen vorbei.
Nach der Heimpleite gegen Ulm hatte Head Coach Anton Gavel eine Reaktion von seiner Mannschaft gefordert, welche sein Team in der mit 5.700 Zuschauern erneut ausverkauften BROSE ARENA gegen den MBC auch ablieferte. Von Beginn an übernahmen die Bamberger um Ibi Watson das Kommando auf dem Parkett. Der Kapitän gab seinem Team mit bereits 12 Zählern im ersten Abschnitt klar den Kurs vor, von dem sich die BMA365 Bamberg Baskets das gesamte Spiel über auch nicht abringen ließen und letztlich einen Start-Ziel-Sieg verbuchen konnten.
Neben Ibi Watson, mit 24 Punkten Topscorer und zudem mit +27 auch effektivster Spieler der Partie, zeigten auch Cobe Williams mit 10 Punkten, 9 Assists sowie der besten Plus-Minus-Statistik (+27) und Demarcus Demonia mit einem Double Double aus 20 Punkten und 10 Rebounds starke Leistungen. Erfolgreichster Werfer auf Seiten der Weißenfelser war Khyri Thomas mit 18 Punkten.
Der Spielverlauf
Trotz manch angeschlagenem Spieler konnte Head Coach Anton Gavel auch gegen das Team aus Sachsen-Anhalt wieder seine gewohnte Startformation aufbieten und die legte von Beginn an gut los. Die Intensität in der Verteidigung stimmte und offensiv spielte man teils richtig sehenswert zusammen. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase (5:5/3.) sorgte Ibi Watson mit seinem Korberfolg im Fast Break für das 9:5 (4.). Auf Seiten der Wölfe leistete vor allem Khyri Thomas Widerstand. Mit seinem zweiten Dreier warf er den MBC auf 9:8 wieder heran, doch Ibi Watson konterte ebenfalls per Dreier prompt auf der Gegenseite. Bambergs Nummer 2 war in dieser Phase nicht zu stoppen. Mit einem Drei-Punkte-Spiel erhöhte Watson zunächst auf 17:12 (6.), ehe er seinen zu diesem Zeitpunkt bereits erzielten 10 Zählern noch weitere hätte folgen lassen können. Den Angriff nach Steal von Cobe Williams schloss der Kapitän jedoch nicht selbst ab. Stattdessen fand er den völlig blank in der Ecke stehenden Demarcus Demonia, der das Zuspiel per Dreier zum 20:12 (6.) zu veredeln wusste. Wölfe-Coach Ramondino nahm seine erste Auszeit. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus, denn das Bamberger Trio Watson, Williams und Demonia legte nochmals nach (26:12/8.). Bis zur Viertelpause konnte der MBC zwar etwas verkürzen, doch mit einer soliden 10-Punkte-Führung gingen die Bamberger aus dem ersten Abschnitt (32:22).
3:12 Minuten waren im ersten Viertel noch zu spielen, als Bundesliga-Geschichte in der BROSE ARENA geschrieben wurde. John Bryant betrat für den MBC das Spielfeld und kam so zu seinem insgesamt 500. Bundesliga-Einsatz. Exakt hier in der BROSE ARENA hatte Big John am 3. Oktober 2010 auch sein erstes Bundesliga-Spiel bestritten. Damals im Trikot von ratiopharm ulm musste er sich den Bambergern um Topscorer Anton Gavel (15 Punkte) mit 59:70 geschlagen geben. In seinem Bundesliga-Debüt erzielte John Bryant 10 Punkte und holte 8 Rebounds. Zwölf Punkte für die Ulmer steuerte damals übrigens der Mann bei, den John Bryant mit seinem 500. BBL-Spiel nun in der ewigen BBL-Bestenliste eingeholt hat, nämlich Per Günther.
Die ersten Minuten des zweiten Abschnitts gehörten nun den Wölfen. 135 Sekunden waren in Viertel Nummer zwei gerade einmal gespielt, als Spencer Reaves den MBC auf 34:28 heranführte. Nun unterbrach Anton Gavel das Spiel mit einer Auszeit (13.). Im Anschluss änderte sich zunächst wenig am Abstand beider Teams, ehe ein kleiner Zwischenspurt die BMA365 Bamberg Baskets mit 6 Zählern von Demarcus Demonia zum 46:34 (17.) wieder deutlicher in Führung brachte. Williams und die ebenfalls starken Daniel Keppeler und Austin Crowley legten nach und kurz vor der Halbzeitpause hatte man den Abstand bis auf 21 Zähler (61:40) ausbauen können. Den Pausenstand von 61:43 erzielte Spencer Reaves mit einem seiner beiden Dreier in diesem Spiel.
„In der ersten Halbzeit ist offensiv vieles gut für uns gelaufen”
Der dritte Abschnitt sollte der ausgeglichenste der gesamten Partie werden. Am Ende konnten die Bamberger alle Viertel für sich verbuchen ( +10 | +8 | +2 | +5 ), in den zehn Minuten nach der Pause tat sich am Abstand beide Teams jedoch eher wenig. Anton Gavels Team startete gut und konnte den Vorsprung zunächst auf 71:47 (24.) weiter ausbauen. Mit einem 10:2‑Run bissen die Wölfe erst einmal zurück (73:57/28.), ehe Krimmer und Crowley zum Ende des dritten Viertels wieder auf +20 stellten (77:57).
Im Schlussabschnitt verstanden es die Bamberger ausgezeichnet, die Wölfe auch weiterhin auf Distanz zu halten. Über 80:60 (32.) und 85:65 (34.) hielt man den Abstand von nach dem dritten Viertel auch weiterhin konstant. Die Verteidigung stand nach wie vor gut und auch beim Rebound hatte man am Ende mit 40:36 die Nase vorne. Als dann knapp vier Minuten vor dem Ende Ibi Watson und Daniel Keppeler (der starke Tip-In von Daniel zum 90:67 wurde in der offiziellen Statistik als Eigenkorb gewertet und somit Kapitän Ibi Watson gutgeschrieben) auch offensiv nochmals nachlegten, war spätestens beim 92:67 (38.) alles zugunsten der Hausherren entschieden. Mit zwei verwandelten Freiwürfen war es diesmal Adrian Petković, der den 99:74-Endstand markieren durfte.
„Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem Sieg und für die Art und Weise, wie sie nach der Niederlage gegen Ulm heute geantwortet haben. Manche Jungs haben heute angeschlagen viel gespielt, was auch ihren Charakter zeigt. In der ersten Halbzeit ist offensiv vieles gut für uns gelaufen, was das Spiel natürlich auch einfacher gemacht hat“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber auch unsere Stopps bekommen, die wir gebraucht haben. Nach vielen Heimspielen war das jetzt vielleicht ein Spiel, mit dem wir zufrieden sein können, so wie wir es letztlich gestaltet haben. Jetzt ist es für uns wichtig, die Jungs alle gesund zu bekommen und dann geht es nach Bonn.“
Am Montag, 5. Januar gibt es in Bonn ein Wiedersehen mit Patrick Heckmann. Tip-Off im Telekom Dome gegen die Telekom Baskets Bonn ist um 20:00 Uhr. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres bekommt man es dann am 9. Januar mit den MHP RIESEN Ludwigsburg zu tun. Tip-Off in der BROSE ARENA an diesem Freitagabend ist dann ebenfalls um 20:00 Uhr.
