Mit einem Heimspiel starten die BMA365 Bamberg Baskets nach der Länderspielpause in den Jahresendspurt. Im ersten von insgesamt vier Heimspielen im Dezember empfangen die Bamberger am Montagabend die Rostock Seawolves.
„Es ist nie ein leichtes Spiel nach so einer langen Pause. Beide Mannschaften mussten durch die Nationalmannschaften auf Spieler verzichten. Wir haben Moritz in der Länderspielpause wieder Stück für Stück ans Team herangeführt und müssen jetzt dann schauen, ob er schon einsatzbereit sein wird“, so Anton Gavel, Bambergs Head Coach. „Rostock ist eine Mannschaft, die uns in der letzten Saison zweimal unglaublich weh getan hat und uns aus der Halle geschossen hat. Sie haben sich mit BBL-erfahrenen Spielern sehr gut verstärkt, sind sehr gut gecoacht und so wird das eine absolut schwierige Aufgabe für uns. Sie sind eine Mannschaft, die sehr gut von außen trifft. Darauf sowie auf den Ball müssen wir aufpassen und in der Offensive kluge Entscheidungen treffen.“
Neben der Basketball Bundesliga sind die Rostocker in dieser Saison auch auf europäischem Parkett unterwegs. Im FIBA Europe Cup spielen die Seawolves stark auf und stehen in Runde zwei des Wettbewerbs. In der ersten Gruppenphase hatte man sich gegen die Teams aus Antwerpen, Porto und Tartu durchsetzen können und sich als Gruppensieger mit einer Bilanz von fünf Siegen und nur einer Niederlage für die nächste Runde qualifiziert. Hier trifft man nun auf die Mannschaften aus Murcia, Sopot und Szombathely.
Beim Blick auf die Tabelle heißt es vor dem 9. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga: der Achte empfängt den Dreizehnten. Dass diese Zahlen aber nahezu nichts aussagen, wird einem schnell deutlich, sieht man sich die Bilanz der beiden Mannschaften an. Nur ein Sieg trennt derzeit die Bamberger (4 Siege, 3 Niederlagen) von den Rostockern (3 Siege, 4 Niederlagen). Insgesamt ist in der Tabelle wieder einmal alles sehr eng beieinander, denn auch die auf Position 15 stehenden Braunschweiger haben schon drei Spiele gewonnen. In fremder Halle gingen die Rostocker in dieser Saison bislang drei Mal als Verlierer vom Parkett (78:88 in Trier, 80:87 in Ulm und 71:92 in Braunschweig). In Würzburg (75:63) konnte man hingegen gewinnen.
DeAndre Lansdowne als Anführer mit Erfahrung
Mit D’Shawn Schwartz (26 Jahre – SF – 2,01 m) haben die Rostocker einen ihrer besten Angreifer der Vorsaison weiterhin an Bord halten können. Der 26-Jährige bringt es aktuell auf einem Mittelwert von 15,3 Zählern pro Partie. Beim Heimsieg der Rostocker gegen Oldenburg gelang ihm mit 26 Zählern sein Saisonbestwert. Der aus Texas stammende Small Forward spielte vor seiner Zeit an der Ostsee bereits zwei Jahre in Europa, nämlich in der Türkei und in Frankreich. Mit Dominic Lockhart (31 Jahre – SF – 1,99 m), Elias Baggette (23 Jahre – PG – 1,81 m), Robin Amaize (31 Jahre – SF – 1,96 m), Sid-Marlon Theis (32 Jahre – PF – 2,04 m) und Oshane Drews (24 Jahre – SG – 1,98 m) haben die Rostocker auch ihre starke deutsche Achse aus dem Vorjahr gehalten. Leider allerdings laborieren sowohl Dominic Lockhart (verletzte sich Mitte April dieses Jahres im Training) als auch Robin Amaize (verletzte sich am 1. Spieltag beim Gastspiel in Trier) an Achillessehen-Verletzungen.
Ordentlich an BBL-Erfahrung brachten TJ Crockett und Owen Klassen nach Rostock. Tarontate de Shawn Crockett (26 Jahre – SG – 1,87 m) führte in der Vorsaison die Braunschweiger in der BBL-Tabelle auf Position drei und damit in die Playoffs. Bereits 230 BBL-Spiele auf dem Buckel hat Center Owen Klassen (34 Jahre – C – 2,08 m). Der Deutsch-Kanadier kam aus Würzburg und geht nun bei den Rostockern in seine bereits 9. BBL-Saison. Kassim Nicholson (26 Jahre – SF – 2,01 m) wurde nachverpflichtet, um die Lücke nach der Verletzung von Robin Amaize zu schließen. Der US-Amerikaner spielte in der Vorsaison in Polen für King Stettin, wo er auch Spielpraxis in der Basketball Champions League sammeln konnte. Mit Lukasz Kolenda (26 Jahre – SG – 1,96 m) haben sich die Rostocker einen polnischen Nationalspieler angeln können, der als extrem vielseitig gilt. Rostocks Head Coach Przemyslaw Frasunkiewicz kennt seinen Landsmann noch aus seiner Zeit als polnischer U20-Nationalcoach. Neu ist auch der Belgier Andy van Vliet (30 Jahre – C – 2,13 m). Mit bisherigen Stationen in Frankreich, Griechenland, Polen, Israel und Litauen ist er schon gut in Europa herumgekommen.
Komplettiert wird das Roster der Rostocker mit Bent Leuchten (23 Jahre – C – 2,14 m), Luis Wulff (21 Jahre – PG – 1,99 m), Jonas Zilinskas (19 Jahre – PF – 2,04 m), Mika Freitag (19 Jahre – SG – 1,88 m), Alan Topic-Volovec (18 Jahre – SF – 2,00 m), Bruno Loll (18 Jahre – C – 2,04 m), Benedict Baumgarth (19 Jahre – PF – 2,13 m) und Matthes Tilsen (19 Jahre – SF – 1,96 m).
Mit der Verpflichtung von DeAndre Lansdowne (36 Jahre – PG – 1,88 m) ist den Ostseestädtern ein großer Fang gelungen. Der Routinier ist der perfekte Anführer, was er in der BBL sowohl während seiner Zeit in Braunschweig oder auch in Diensten der NINERS Chemnitz unter Beweis gestellt hat. Mit den Sachsen gewann der US-Amerikaner, der zudem auch die madagassische Staatbürgerschaft besitzt, 2024 den FIBA Europe Cup. Das Match am Montagabend in Bamberg wird Lansdownes 152. BBL-Spiel sein. Im bisherigen Saisonverlauf steuerte er 8,9 Punkte sowie 4,6 Rebounds und 4,7 Assists bei den Spielen der Seawolves bei.
Tip-Off zum Montagsspiel ist um 20:00 Uhr.
