Bas­ket­ball Bundesliga

Ner­ven­stark! BMA365 Bam­berg Bas­kets gewin­nen Over­ti­me-Kri­mi in Rostock

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Rostock
Symbolbild, Foto: Pixabay
Nach einer wah­ren Ner­ven­schlacht haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets ihre Par­tie des 21. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga in Ros­tock gewonnen.

Wäh­rend die SEAWOLVES zunächst die ers­ten drei Vier­tel der Par­tie jeweils mit einem Zäh­ler Unter­schied für sich hat­ten ent­schei­den kön­nen, hol­ten sich die Bam­ber­ger den Schluss­ab­schnitt mit drei Punk­ten Vor­sprung und schick­ten das Spiel somit in die Over­ti­me. Hier ließ die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel die Ost­see­städ­ter dann kein wei­te­res Mal in Füh­rung gehen und hol­te sich am Ende mit 88:86 (41:43 – 72:72) nach Ver­län­ge­rung den Sieg vor 3.841 Zuschau­ern in der Ros­to­cker StadtHalle.

Tops­corer der Gast­ge­ber war TJ Cro­ckett mit 25 Punk­ten. Bei den Bam­ber­gern punk­te­ten alle Star­ter zwei­stel­lig: Wat­son 19, Demo­nia 18, Wil­liams 15, Onu 12 und Bal­int 11.


Der Spiel­ver­lauf

Mit einem wun­der­schö­nen ers­ten Spiel­zug star­te­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets ins Gast­spiel an der Ost­see. Eine Pass­sta­fet­te über meh­re­re Sta­tio­nen ende­te mit einem Lob-Anspiel von Cobe Wil­liams auf EJ Onu, der den Ball per AlleyOop zum 2:0 in den Korb der SEAWOLVES drück­te. In Rei­hen der Ros­to­cker war vor allem TJ Cro­ckett von Beginn an da. Der US-Ame­ri­ka­ner erziel­te die ers­ten sie­ben Punk­te der See­wöl­fe (4:7/3.). Das Bam­ber­ger Spiel geriet im ers­ten Vier­tel infol­ge vie­ler Ball­ver­lus­te zwar immer wie­der ins Sto­cken, doch auch die Gast­ge­ber taten sich schwer und so blieb es zunächst knapp, wobei die See­wöl­fe von teils gro­ßen Lücken in der Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung oder erfolg­rei­chen Abschlüs­sen über die „Hin­ter­tür“ pro­fi­tier­ten (12:15/7.). Luka­sz Kolen­da bau­te die Füh­rung der Ros­to­cker mit sei­nem Drei­er auf 14:18 (8.) aus, doch wenig spä­ter konn­te Zach Ens­min­ger an der Frei­wurf­li­nie wie­der zum 18:18 (9.) aus­glei­chen. Cobe Wil­liams hol­te die Füh­rung bei noch 34 zu spie­len­den Sekun­den dann zurück auf Bam­ber­ger Sei­te, ehe TJ Cro­ckett mit sei­nen Zäh­lern 8, 9 und 10 im ers­ten Abschnitt für den 23:24-Zwischenstand nach den ers­ten zehn Minu­ten sorgte.

TJ Cro­ckett blieb auch im zwei­ten Abschnitt heiß. Sein drit­ter Drei­er zum 23:29 (12.) ver­an­lass­te Head Coach Anton Gavel zu einer Aus­zeit. Das anschlie­ßen­de Play schloss EJ Onu per Dun­king ab, doch in die­ser Pha­se ließ das Bam­ber­ger Spiel ein wenig das Mit­ein­an­der in der Offen­si­ve ver­mis­sen. Die Ros­to­cker nutz­ten dies geschickt und bau­ten, auch wei­ter­hin von TJ Cro­ckett getra­gen, ihre Füh­rung aus (27:36/15.). Die nächs­te Bam­ber­ger Aus­zeit war fäl­lig, doch kur­ze Zeit spä­ter schraub­te Andy van Vliet mit sei­nem Drei­er den Bam­ber­ger Rück­stand erst­mals in den zwei­stel­li­gen Bereich (29:39/16.). Eli­as Bag­get­te leg­te sogar noch einen drauf, ehe die Bam­ber­ger vor dem Gang in die Halb­zeit­pau­se noch­mals beein­dru­ckend zurück­schlu­gen. Mit einem 12:4‑Lauf, den ein star­ker Moritz Krim­mer mit einem Drei­er ein­lei­te­te, spiel­te man sich bis zur Pau­se wie­der auf 41:43 heran.


„Wir muss­ten heu­te eine Ant­wort zei­gen nach dem Berlin-Spiel“

Der drit­te Abschnitt begann dann äußerst zäh. Bei­de Mann­schaf­ten zunächst offen­siv nur noch mit wenig Durch­schlags­kraft und so waren beim 45:49 bereits über fünf­ein­halb Minu­ten nach der Pau­se gespielt. DeAnd­re Lans­dow­ne traf per Drei­er zum 45:52 (26.), wor­auf die nächs­te Bam­ber­ger Time­out folg­te und Anton Gavel sein Team wie­der in die Spur brach­te. Wenig spä­ter war es erneut Moritz Krim­mer, der mit sei­nem Drei­er zum 50:52 (28.) die Ros­to­cker zu einer Aus­zeit zwang. Nach­dem Richard Bal­int den letz­ten Angriff des drit­ten Vier­tels mit einem Drei­er zum 53:56 abge­schlos­sen hat­te, war auch die­ser Abschnitt, wie schon die bei­den zuvor, mit einem Punkt Vor­sprung an die See­wöl­fe gegangen.

Im Schluss­ab­schnitt waren dann 2:38 Minu­ten gespielt, als der Drei­er von Richard Bal­int die Füh­rung wie­der auf die Bam­ber­ger Sei­te wech­seln ließ (59:58/33.). Die SEAWOLVES aber kon­ter­ten prompt und mit einem 5:0‑Lauf hol­te man sich knapp sechs Minu­ten vor dem Ende die Füh­rung wie­der zurück (59:63/35. – Aus­zeit Bam­berg). Die Ros­to­cker leg­ten noch­mals nach (61:67/36.), doch Ibi Wat­son & Co. gaben sich noch lan­ge nicht geschla­gen. Nach­dem der Kapi­tän zunächst auf 65:67 (38.) ver­kürzt hat­te, erziel­te Demar­cus Demo­nia per Drei­er 2:03 Minu­ten vor Schluss die erneu­te Bam­ber­ger Füh­rung (68:67/38.). Nichol­son und Klas­sen dreh­ten den Spieß 15 Sekun­den vor Schluss noch­mals her­um (70:72), doch nach Anton Gavels Aus­zeit war es EJ Onu, der den Bam­ber­ger Spiel­zug zum 72:72 abschloss. Ros­tocks letz­ter Wurf von DeAnd­re Lans­dow­ne ging nicht in den Korb und die Par­tie damit in die Overtime.

In der Ver­län­ge­rung leg­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets zunächst leicht vor (75:72/41.). TJ Cro­ckett glich hier aber eben­so prompt wie­der aus, wie wenig spä­ter D’Shawn Schwartz mit drei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen zum 79:79 (43.). Drei­er von Ibi Wat­son und Richard Bal­int brach­ten die Bam­ber­ger 88 Sekun­den vor Ende der Ver­län­ge­rung mit 85:81 in Front, doch auch hier kamen die Ros­to­cker noch­mals her­an. 7 Sekun­den vor dem Ende netz­te TJ Cro­cket zwei­mal von der Frei­wurf­li­nie zum 86:85 ein. Es folg­te die letz­te Bam­ber­ger Aus­zeit, in deren Anschluss Ibi Wat­son gefoult wur­de. Der Kapi­tän traf bei­de Frei­wür­fe (88:85) und im fol­gen­den Angriff der SEAWOLVES ent­schied man sich zu Fou­len. Nach­dem Cro­ckett dar­auf­hin den ers­ten Frei­wurf getrof­fen hat­te (88:86), warf er den zwei­ten absicht­lich dane­ben. Beim Rebound behin­der­te ihn dann jedoch Kas­sim Nichol­son, wes­halb die Ros­to­cker zu kei­nem wei­te­ren Wurf kamen und die BMA365 Bam­berg Bas­kets damit das Dut­zend an Sai­son­sie­gen voll­ma­chen konnten.

„Wir muss­ten heu­te eine Ant­wort zei­gen nach dem Ber­lin-Spiel. Glück­wunsch an die Spie­ler, dass sie so lan­ge durch­ge­hal­ten haben. Offen­siv war es heu­te kei­ne Augen­wei­de, aber trotz­dem haben wir eini­ge gute Wür­fe bekom­men“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Am Ende haben wir die Stopps dann auch bekom­men. Teil­wei­se haben wir auch nicht schlau agiert, aber wir sind unglaub­lich froh, dass wir hier bestehen konn­ten. In den letz­ten drei Spie­len haben wir von Ros­tock immer auf die Müt­ze bekom­men. Jetzt in der Over­ti­me zu gewin­nen, ist für uns enorm wichtig.“

Nach dem Aus­wärts­sieg in Ros­tock geht es für die BMA365 Bam­berg Bas­kets am Sams­tag zum Halb­fi­na­le im BMW TOP FOUR. Im ers­ten Semi-Fina­le um den BBL-Pokal tref­fen die Bam­ber­ger im SAP Gar­den am Sams­tag um 16:00 Uhr auf den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball. Im zwei­ten Halb­fi­na­le ste­hen sich dann im Anschluss ALBA BERLIN und die EWE Bas­kets Olden­burg gegenüber.

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