FC Eintracht Bamberg setzt auf erfahrene Lösung bis Saisonende
Michael Hutzler kehrt zurück
Nach turbulenten Tagen und dem 4:0‑Auswärtssieg gegen Großschwarzenlohe hat der FC Eintracht Bamberg die nächste wichtige Personalentscheidung getroffen: Michael Hutzler übernimmt bis zum Saisonende das Traineramt. Er folgt damit auf Jan Gernlein und dessen Co‑Trainer Alex Grau, von denen sich der Verein zuvor getrennt hatte.
Unterstützt wird Hutzler vom aktuellen Mannschaftskapitän Christopher Kettler, der als spielender Co‑Trainer fungieren wird. Darüber hinaus kehrt der frühere Torjäger Tobias Ulbricht zum Verein zurück und soll vor allem bei den Planungen für die kommende Saison eine wichtige Rolle einnehmen.
„Der Kontakt zu Hutzi ist nie abgerissen. Wir sind freundschaftlich verbunden“, erklärt Vorstandssprecher Sascha Dorsch. „Seine Bereitschaft, spontan einzuspringen, wissen wir sehr zu schätzen. Er steht für Erfolg, positive Energie und mutigen Fußball – genau das, was wir in den letzten Wochen der Saison brauchen.“
Auch Kettler soll eine zentrale Rolle einnehmen. „Kette ist sportlich unantastbar und hat zuletzt viel Verantwortung übernommen. Er wird auf dem Platz vorangehen und ein wertvoller Sparringspartner für das Trainerteam sein“, so Dorsch weiter.
Mit Tobias „Ulle“ Ulbricht stößt ein weiterer Kenner der Bamberger Fußballszene zum Team. Der ehemalige Angreifer gilt als gut vernetzter Fachmann und wird den Verein insbesondere in der sportlichen Planung unterstützen. „Seine Rückkehr ist ein Glücksfall“, betont Dorsch.
Michael Hutzler, der unter anderem bei Jahn Forchheim, der DJK Ammerthal und Don Bosco Bamberg tätig war, freut sich auf die Aufgabe: „Der FC Eintracht ist mein Herzensverein. Eigentlich wollte ich nicht mehr als Trainer arbeiten, aber als der Anruf kam, musste ich nicht lange überlegen. Ich möchte den letzten Wochen der Saison noch einmal Energie geben und etwas von dem zurückgeben, was ich selbst erleben durfte.“
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Bayernliga Nord
Domreiter vor Auswärtsaufgabe bei der SpVgg SV Weiden
Für den FC Eintracht Bamberg steht am morgigen Dienstagabend (10. März) das zweite von drei Auswärtsspielen in Folge in der Bayernliga Nord an. Um 18:30 Uhr sind die Domreiter im Sparda-Bank-Stadion bei der SpVgg SV Weiden zu Gast.
Die Ausgangslage verspricht ein interessantes Duell. Bamberg reist derzeit als Tabellenfünfter an und möchte nach dem enttäuschenden 2:2‑Unentschieden im vergangenen Spiel gegen den TSV Neudrossenfeld wieder einen Dreier einfahren. Mit einem Erfolg könnten die Domreiter ihre Position im oberen Tabellenfeld weiter festigen.
Die Gastgeber aus Weiden gehen allerdings mit ganz viel Rückenwind in die Begegnung. Am vergangenen Spieltag setzte die Mannschaft mit einem deutlichen 6:0‑Erfolg gegen den FSV Stadeln ein Ausrufezeichen. Trotz Tabellenplatz 14 dürfte das Selbstvertrauen nach diesem klaren Sieg also entsprechend groß sein.
Auch das Hinspiel zeigt, wie eng die beiden Teams beieinanderliegen. Beim Aufeinandertreffen im August 2025 in der Bayernliga Nord trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1‑Unentschieden.
Für den FC Eintracht Bamberg gilt es nun, im Sparda-Bank-Stadion konzentriert aufzutreten und die eigenen Stärken endlich auf den Platz zu bringen. Die Zuschauer dürfen sich auf eine intensive Begegnung freuen, in der beide Teams wichtige Punkte sammeln wollen.
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Domreiter zeigen starke Frühform
FC Eintracht Bamberg überzeugt im Testspiel gegen den SV Buckenhofen
Der FC Eintracht Bamberg hat im Testspiel gegen den SV Buckenhofen eine starke Frühform gezeigt und sich auf der Sportanlage Bamberg souverän mit 4:0 durchgesetzt. Besonders durch schnelle Seitenwechsel, intensive Zweikampfführung und konsequente Balleroberungen setzte Bamberg früh die Akzente.
„Wir haben den Jungs heute zwei Aufgaben mitgegeben: Die eine war, den letzten Test vor dem Rückrundenstart zu gewinnen. Die andere, noch wichtiger, war es, „zu Null“ zu spielen“, so Bambergs Coach Jan Gernlein vor dem Spiel.
Bereits in der Anfangsphase entwickelte sich eine intensive Partie. In der 9. Minute leitete Ljevsic mit einem schnellen Pass auf Zeitler eine erste gefährliche Szene ein. Wenig später kam auch Schneider zum Abschluss und prüfte den gegnerischen Torhüter mit einem ersten gefährlichen Versuch. Buckenhofen blieb jedoch keineswegs passiv und setzte in der 9. und 13. Minute eigene offensive Nadelstiche.
Bamberg übernahm zunehmend die Kontrolle. In der 18. Minute fiel die verdiente Führung für die Domreiter: Kraußold traf mit einem platzierten Abschluss zum 1:0. Nur zwei Minuten später erhöhte Bamberg auf 2:0: Buckenhofens Eisgrub lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz und bescherte der Eintracht damit das zweite Tor.
Die Gastgeber blieben am Drücker und nutzten ihre Überlegenheit konsequent. In der 42. Minute traf Ljevsic zum 3:0‑Pausenstand. Defensiv präsentierte sich Bamberg stabil, Torhüter Willert verhinderte mögliche Abschlüsse der Gäste und hielt seinen Kasten sauber.
„Mit diesem Schwung gehen wir in die erste Wettkampfwoche des Jahres“
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Bamberg kontrollierte weiterhin das Spielgeschehen und erspielte sich weitere Chancen. Die Domreiter agierten laufstark, zweikampforientiert und mit klarer Struktur im Spiel nach vorne. In der 83. Minute setzte Ljevsic mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 4:0‑Endstand – per souverän verwandelten Foulelfmeter.
„Wir hatten mit dem Ball teils gute, teils aber auch wilde Momente. Gegen den Ball aber war es für den jetzigen Zeitpunkt aber sehr fleißig und organisiert. Die Jungs haben als Gruppe heute gut gearbeitet. Mit diesem Schwung gehen wir in die erste Wettkampfwoche des Jahres“, bilanzierte Jan Gernlein den Auftritt der Domreiter vor dem Nachholspiel am kommenden Samstag gegen den FC Ingolstadt 2.
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FC Eintracht Bamberg gewinnt gegen Großbardorf mit 3:2
Knapper Sieg im ersten Test
Im ersten Testspiel nach der Winterpause konnte der FC Eintracht Bamberg einen knappen Sieg über den Landesligisten TSV Großbardorf landen. Auf dem Kunstrasenplatz in Strahlungen gewannen die „Domreiter“ mit 3:2.
„Fleißig sein und über den Kampf in einen Spielrhythmus kommen“ – diese Worte gab Bambergs Trainer Jan Gernlein seinen Spielern vor dem ersten Spiel nach einer langen Winterpause mit auf dem Weg. Allein, in den ersten 45 Minuten gelang dies den „Domreitern“ nur ansatzweise. Auf dem gut zu bespielenden Kunstrasenplatz in Strahlungen war es der Landesligaersten aus dem Rhön Grabfeld, der griffiger war und folgerichtig nach acht Minuten in Führung ging. Während sich die Bamberger Defensive unsortiert zeigte, genügte ein starker Diagonalball auf Großbardorfs Nathan Wirth, der nach klasse Ballannahme TW Dellermann keine Chance ließ und zur Führung einnetzte. Chancen auf Bamberger Seite blieben in der Folge Mangelware.
In der zweiten Halbzeit präsentierte sich Bamberg dann von einer anderen Seite. Mit hohem Anlaufen und aggressivem Pressen gelang es den Oberfranken nun das Spiel komplett in die Hand zu nehmen und mit teils starken Kombinationen eine Vielzahl von Chancen zu erspielen. Eine davon nutzte Valentin Schmitt nach einer knappen Stunde zum Ausgleich. Dem agilen Timm Strasser war es vorbehalten, seine Farben in Führung zu bringen. Er erlief einen schlampigen Rückpass der Großbardorfer Hintermannschaft und schob ungehindert zur Führung für den FC Eintracht Bamberg ein. In der Folgezeit versäumte es sein Team diese Führung auszubauen und ließ eine Vielzahl guter Chancen liegen. Und so kam es, wie es im Fußball dann immer kommt: nach einem unnötigen Foulspiel im Bamberger Strafstoß zeigte der Schiedsrichter zurecht auf den Punkt und Jimmy Mangold glich zum 2:2 aus. Es spricht für die Moral der Gäste, dass sie diesen Ausgleich nicht auf sich sitzen lassen wollten. Und so war es Jonas Hartwig vorbehalten, fast im Gegenzug nach einem Eckball wieder auf Sieg zu stellen, als er den Ball aus acht Metern mit einem Kunstschuss über die Linie zu drücken.
„Am Ende sind wir mit dem Spiel vor allem in der zweiten Hälfte zufrieden“, bilanzierte Jan Gernlein. „Die Jungs haben verstanden, dass wir nur über eine 100%ige Einstellung erfolgreich sein können. Diese haben wir dann gezeigt und daraus in Phasen den Fußball gespielt, den wir spielen wollen: mutig und mit Überzeugung in Offensive und Defensive. Darauf bauen wir auf.“
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Bayernliga Nord
FC Eintracht Bamberg will starken Abschluss vor der Winterpause in Weiden
Am Samstag, dem 29. November, reist der FC Eintracht Bamberg zum Auswärtsspiel bei der SpVgg SV Weiden. Anstoß im Sparda-Bank-Stadion ist um 14 Uhr. Für die Domreiter könnte es das letzte Spiel vor der Winterpause sein – und eine Gelegenheit, ihre starke Form ein weiteres Mal zu bestätigen.
Die Mannschaft von Trainer Jan Gernlein geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Am vergangenen Dienstagabend feierte der FCE einen verdienten 2:0‑Erfolg gegen den TSV Kornburg und zeigte dabei erneut seine spielerische Stabilität und kompakte Defensive. Mit klarer Struktur, geduldigem Spielaufbau und effizienter Chancenverwertung setzt Bamberg seinen Aufwärtstrend fort. Mit Rang vier in der Tabelle im Rücken wollen die Domreiter nun auch auswärts punkten, um sich fest in der Spitzengruppe der Bayernliga Nord zu etablieren.
Die Gastgeber aus Weiden durchleben derzeit eine durchwachsene Phase: Drei Niederlagen in Folge haben die Mannschaft von Trainer Michael Riester auf Rang 13 abrutschen lassen. Nach dem erfolgreichen Aufsteigerjahr präsentiert sich die Mannschaft trotz vieler Unentschieden und zahlreicher junger Neuzugänge weiterhin engagiert und mit viel Entwicklungspotenzial. Vor der Winterpause will der SpVgg SV Weiden noch einmal Punkte sammeln und seine Leistungskurve stabilisieren. Das letzte Aufeinandertreffen im August endete mit einem 1:1‑Unentschieden, doch die Domreiter wissen, dass nur eine konzentrierte und entschlossene Leistung den Auswärtserfolg bringen kann.
Für den FC Eintracht Bamberg geht es in Weiden darum, die eigene Linie konsequent fortzuführen und die starke Form vor der Winterpause zu bestätigen. Ob das für die Domreiter schon der letzte Pflichtspielauftritt bleibt, hängt noch von der möglichen Nachholpartie gegen den FC Ingolstadt II am 6. Dezember ab. Unabhängig davon steht das Team geschlossen auf dem Platz, um den positiven Trend der vergangenen Wochen weiter auszubauen und selbstbewusst in die Winterpause zu gehen.
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Bayernliga Nord
FC Eintracht Bamberg triumphiert nach zweimaligem Rückstand in Regensburg
Auf dem Kunstrasenplatz in Regensburg holte der FC Eintracht Bamberg nach zweimaligem Rückstand einen 3:2‑Sieg bei der Fortuna. Der Siegtreffer gelang am Ende Youngster Jonah Schildbach.
Die Führung der Heimelf resultierte aus einer Standardsituation. Einen Freistoß aus 20 Metern zirkelte Andrea Nocerino an der Bamberger Mauer vorbei zur 1:0‑Führung, die die Heimelf mit in die Pause nahm.
Die zweite Hälfte gehörte dann in Summe den Gästen aus Bamberg. Nach einer feinen Kombination über mehrere Stationen verpasste Paul Kraußold nur knapp den Ausgleich. Den besorgte nur wenig später Nico Zietsch, der einen Freistoß aus 30 Metern perfekt in den Winkel zirkelte. Fast im Gegenzug die neuerliche Führung der Regensburger, die einen Steckpass in die Tiefe eiskalt ausnutzten.
Aber Bamberg zeigte Moral und egalisierte erneut. Luca Ljevsic setzte sich im Strafraum durch und zog trocken aus der Drehung ab. Aber Bamberg wolle mehr. Und wurde schlussendlich auch für seinen Mut belohnt. Jonah Schildbach, erst kurz vorher eingewechselt, stand nach einem Pfahlmann- Schuss goldrichtig und drückte den abprallenden Ball zur Führung für seine Farben über die Linie. Ein Ergebnis, das bis zum Schluss Bestand hatte und Bambergs Trainer Jan Gernlein hochzufrieden stimmte: „Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen und zu verstehen, wie man auf diesem Geläuf spielen muss. Am Ende ist es ein verdienter Sieg meiner Jungs, vor denen ich den Hut ziehe. Es eine Willensleistung, dieses Spie noch zu ziehen. Darauf bauen wir auf.“
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Schwung aus Eltersdorf nutzen
Domreiter wollen Heimspiel gegen Kornburg für sich entscheiden
Nach dem 1:0‑Auswärtssieg beim Tabellenführer SC Eltersdorf will der FC Eintracht Bamberg am kommenden Sonntag, 2. November um 14 Uhr, im heimischen Fuchsparkstadion nachlegen. Gegner ist der TSV Kornburg, der derzeit Tabellenplatz 13 in der Bayernliga Nord belegt.
Mit dem Erfolg in Eltersdorf im Rücken möchten die Domreiter jetzt vor heimischem Publikum weitere Punkte sammeln, um den Kontakt zur Spitzengruppe zu halten.
Der Sieg in Eltersdorf war nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein starkes Signal der Mannschaft. Nach der 0:1‑Heimniederlage gegen die DJK Gebenbach und der schweren Verletzung von Kapitän Christopher Kettler überzeugte der FCE gegen den Spitzenreiter mit disziplinierter Defensivarbeit, hohem Einsatzwillen und mannschaftlicher Geschlossenheit. Der Lohn: drei Punkte und jede Menge Selbstvertrauen. Sportleiter Stefan Mohr lobte den Auftritt seines Teams, betonte aber auch die Bedeutung dieser Mentalität für die kommenden Aufgaben: „Der Sieg in Eltersdorf war hart erkämpft, aber absolut verdient. Die Jungs haben über 90 Minuten vollen Einsatz gezeigt, sich reingeworfen und den unbedingten Willen bewiesen, das Spiel für sich zu entscheiden. Genau diese Mentalität brauchen wir auch jetzt gegen Kornburg. Es wird wieder ein intensives Spiel, und nur wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten und alles reinwerfen, können wir auch zu Hause erfolgreich sein.“
Gegner mit Kampfgeist
Der Plan für das Heimspiel steht fest: kompakt bleiben, geduldig spielen und die eigenen Chancen konsequent nutzen.
Der TSV Kornburg steckt derzeit im unteren Tabellenmittelfeld fest. Nach einem Remis in der Vorwoche musste das Team zuletzt eine knappe Niederlage hinnehmen. Trotz der jüngsten Ergebnisse ist die Mannschaft keinesfalls zu unterschätzen: Kornburg präsentiert sich kämpferisch stark, arbeitet diszipliniert gegen den Ball und sucht immer wieder den schnellen Weg nach vorne.
Gerade deshalb ist für den FCE höchste Konzentration gefragt. Spiele gegen Teams aus der unteren Tabellenregion sind oft besonders umkämpft – und genau hier möchte die Mannschaft an ihre geschlossene und fokussierte Leistung aus Eltersdorf anknüpfen.
„Der Sieg gegen Eltersdorf hat allen sehr gut getan, muss aber in den kommenden Wochen bestätigt werden, um nicht an Wert zu verlieren. Die Lust auf Intensität muss gegen jeden Gegner in diesem Maße da sein, um weitere Schritte zu machen“, blickt Trainer Jan Gernlein nach dem Auswärtserfolg mit klaren Worten auf die nächsten Aufgaben.
Mit dieser Einstellung wollen die Domreiter am Sonntag erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, ihre Heimstärke unter Beweis stellen und die nächsten drei Punkte im Fuchsparkstadion behalten.
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Bayernliga Nord
Domreiter gastieren beim Tabellenführer in Eltersdorf
Am morgigen Freitagabend, dem 24. Oktober um 19:00 Uhr, kommt es für den FC Eintracht Bamberg zum Duell mit dem Spitzenreiter: Die Domreiter gastieren beim SC Eltersdorf.
Gespielt wird im Elsener Sportpark – unter Flutlicht, gegen eines der aktuell formstärksten Teams der Bayernliga Nord. Trotzdem: Nach der knappen 0:1‑Heimniederlage gegen Gebenbach will die Mannschaft von Trainer Jan Gernlein aber wieder punkten und an die positiven Auftritte der letzten Wochen anknüpfen.
FCE will beim Tabellenführer bestehen
Fünf Spiele in Folge blieb der FCE ungeschlagen, ehe die Serie am vergangenen Wochenende ein Ende fand. Gegen Gebenbach fehlte im Offensivspiel die letzte Durchschlagskraft, und ein Traumtor aus 25 Metern reichte den Oberpfälzern, um die Punkte aus Bamberg zu entführen. Dazu kam noch der dramatische Zusammenprall von Kapitän Christopher Kettler bei einem Kopfball mit seinem Gegenspieler kurz vor Schluss. Chefcoach Jan Gernlein und das Team entschlossen sich daraufhin, das Spiel nicht mehr fortzusetzen. Aufatmen dann Anfang der Woche: “Kette” geht es deutlich besser!
Die Domreiter haben in den vergangenen Wochen dennoch viel Selbstvertrauen getankt und gezeigt, dass sie auch mit erfahrenen Gegnern in der Bayernliga Nord mithalten können.
„Nach der kleinen Serie von fünf Spielen ohne Niederlage haben wir nun einen Rückschlag gegen Gebenbach hinnehmen müssen. Nun gilt es wieder, neu Anlauf zu nehmen und gegen eine erfahrene Mannschaft wie Eltersdorf zu bestehen. Aus solchen Spielen können gerade unsere jungen Spieler für die Zukunft sehr viel mitnehmen“, ordnet Trainer Jan Gernlein die Situation realistisch ein.
Mit diesem Ansatz geht der Blick beim FCE nach vorn. Gerade auswärts will man wieder kompakter stehen, Fehler im Spielaufbau vermeiden und die eigenen Offensivaktionen konsequenter zu Ende spielen.
Sportleiter Stefan Mohr blickt dem Flutlichtspiel mit Vorfreude entgegen: „Wir wissen natürlich, dass uns mit dem SC Eltersdorf als neuem Tabellenführer eine richtig starke Mannschaft erwartet. Trotzdem fahren wir selbstbewusst dorthin, weil wir um unsere eigene Qualität wissen. Entscheidend wird sein, dass wir als Kollektiv auftreten, geschlossen agieren und mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Unter Flutlicht am Freitagabend – das sind genau die Spiele, auf die man sich freut. Wir wollen zeigen, was in uns steckt und alles reinhauen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“
Tabellenführer in Topform
Der SC Eltersdorf präsentiert sich aktuell in beeindruckender Verfassung: Der Spitzenreiter hat in den vergangenen Wochen nahezu alles gewonnen und führt die Tabelle souverän an. Die Mannschaft verfügt über eine enorme Erfahrung, agiert spielstark und weiß, wie man enge Partien für sich entscheidet.
Für den FC Eintracht Bamberg gilt es nun, geschlossen aufzutreten und die eigenen Stärken auszuspielen. Trotz der schwierigen Aufgabe fährt das Team mit Zuversicht nach Mittelfranken – denn die bisherigen Auftritte haben gezeigt, dass die junge Mannschaft auch gegen Topgegner mithalten kann. Mit Leidenschaft, Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit wollen die Domreiter alles daransetzen, dem Favoriten ein Bein zu stellen.
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Bayernliga Nord
FC Eintracht will Heimsieg-Serie gegen Gebenbach fortsetzen
Endlich wieder ein Heimspiel im Fuchsparkstadion. An diesem Samstag, 18. Oktober, 14 Uhr, empfängt der FC Eintracht Bamberg die DJK Gebenbach und möchte seine Heimsieg-Serie fortsetzen.
Nach den letzten intensiven Auswärtspartien in Erlangen und Cham wollen die Domreiter vor heimischen Publikum wieder ein Ausrufezeichen setzen und ihre Serie von drei Siegen zu Hause in Folge fortsetzen. Gegen die robust auftretenden Oberpfälzer kommt es vor allem darauf an, konzentriert zu bleiben, Ballverluste zu vermeiden und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen. Das Ziel ist klar drei Punkte für Bamberg!
Formstarke Domreiter
Der FCE hat sich nach einem durchwachsenen Saisonstart deutlich stabilisiert und präsentiert sich aktuell in guter Form. Beim 3:3‑Unentschieden gegen den ATSV Erlangen zeigte die Mannschaft erneut Konzentration und Teamgeist – nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (1:1 zur Pause) entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der am Ende leistungsgerecht unentschieden endete.
„Wir haben in Erlangen ein Spiel erlebt, das viel wilder war als wir es hätten haben wollen. Wir wollen gegen Gebenbach wieder mehr Kontrolle und Struktur haben, zudem unser Tor wieder besser schützen. Drei Gegentore sind einfach deutlich zu viel. Die Jungs werden das wieder schnell verinnerlichen und am Samstag auf dem Platz entsprechend auftreten”, zog Trainer Jan Gernlein sein Fazit und blickt zuversichtlich auf Samstag.
Zuvor blieb der FCE viermal in Folge ohne Gegentor und sammelte zehn Punkte aus fünf Spielen. Mit dieser Serie im Rücken hat sich Bamberg bis auf Tabellenplatz sechs vorgearbeitet und steht damit im oberen Drittel der Bayernliga Nord. Besonders die defensive Stabilität, das mannschaftliche Zusammenspiel und die starke Mentalität zeichneten das Team in diesen Spielen aus. Hier gilt es, gegen Gebenbach wieder anzuknüpfen.
Gebenbach will weiter klettern
Die Gäste aus der Oberpfalz reisen mit Rückenwind in die Domstadt. Nach dem 2:0‑Heimsieg zuletzt will die DJK Gebenbach weiter Punkte sammeln und sich aus der unteren Tabellenregion hocharbeiten. Das Team von Trainer Dominic Rühl, der erst vor 14 Tagen das Ruder übernommen hat, überzeugte zuletzt durch kompakte Defensive und hohe Laufbereitschaft.
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Trainer Eintracht Bamberg im Interview
Jan Gernlein: „Alles, was besser ist als Platz 17, ist eine Klasseleistung“
Denkbar knapp wendete der FC Eintracht Bamberg Ende Mai in der Relegation den Abstieg aus der Regionalliga Bayern ab. Nun beginnt der Verein seine zweite Saison in der vierthöchsten Spielklasse. Warum von der Mannschaft aber auch in der neuen Spielzeit keine Höhenflüge zu erwarten sind und wie er die letzte Saison wahrgenommen hat, hat uns Trainer Jan Gernlein im Interview erzählt.
Herr Gernlein, was ging in ihnen im Moment des Klassenerhalts vor?
Jan Gernlein: Sehr viel Erleichterung. Die Wochen davor waren sehr anstrengend gewesen und im Hintergrund hatten wir schon das ganze Jahr über viel daran gearbeitet, dass der Verein den nächsten Schritt gehen kann. Entsprechend wäre es extrem schade gewesen, wenn dieses Jahr Arbeit umsonst gewesen wäre und wir hätten absteigen müssen. Aber jetzt können wir auf dem Klassenerhalt aufbauen.
Was ist dieser nächste Schritt?
Jan Gernlein: Dass wir ein zweites Jahr in dieser Liga bleiben. Der übernächste Schritt könnte sein, dass das Stadion mal irgendwann fertig umgebaut ist. Die Umkleidecontainer sollen noch bis Ende des Jahres stehenbleiben und die neuen Umkleiden dann fertig sein. Bis dahin ist auch die Tribüne teilweise gesperrt, weil der Kabinentrakt eben unten drunter gemacht wird. Aber diese Dinge haben wir nicht selbst in der Hand. Das ist eine Angelegenheit der Stadt. Zusätzlich gibt es viele weitere Themen im Verein, zum Beispiel wie man die Jugend voranbringen kann.
In der Relegation hat die Eintracht gegen den TSV Buchbach und gegen den VfB Eichstätt zweimal 0:0 unentschieden gespielt und sich dann jeweils knapp mit 5:4 im Elfmeterschießen durchgesetzt. Und auch Buchbach und Eichstätt kamen nicht über ein Unentschieden, was schlecht für Bamberg gewesen wäre, hinaus. Gab es im Moment des Klassenerhaltes also auch ein wenig das Gefühl, Glück gehabt zu haben?
Jan Gernlein: Ich sage nein, weil wir in Eichstätt ein Spiel hatten, in dem wir in der einen und die Eichstätter in der anderen Halbzeit besser waren. Deswegen war es letztendlich ein verdientes Unentschieden. Und gegen Buchbach waren wir, denke ich, deutlich spielbestimmend. Wir haben also völlig verdient zweimal 0:0 gespielt und stabil dabei gestanden.
Welcher war neben dem Klassenerhalt der schönste Moment der Saison für Sie?
Jan Gernlein: Da kann ich nicht einen Spielmoment nennen, aber der Gesamteindruck war positiv. Zu sehen, dass wir uns trotz der vielenNiederlagen und der schwierigen Saisonphasen nicht verändert haben – weder die Mannschaft, noch der Verein – war schön. Denn wir haben die Ruhe nicht verloren. In anderen Vereinen hat man ein- oder zweimal den Trainer entlassen. Bei uns ist es ruhig geblieben und die Mannschaft hat auch nie den Eindruck gemacht, dass sie zweifelt. Vielleicht waren die Spieler nach dem Spiel mal niedergeschlagen, aber zum nächsten Training sind sie wieder mit Freude angetreten. Das hat es besonders gemacht.
Welcher war der schlimmste Moment?
Jan Gernlein: Ich denke, das Heimspiel gegen Nürnberg II Anfang April. Wir hatten eine sehr schlechte erste Halbzeit und lagen 0:2 hinten. Nach dem Seitenwechsel sind wir aber besser ins Spiel gekommen, haben zwei Tore geschossen und die Dynamik war plötzlich ganz auf unserer Seite. Dann, in der Schlussphase, haben wir innerhalb von zehn Minuten weitere vier Gegentore gefangen und noch mit 2:6 verloren. Das war sechs Spieltage vor Saisonende. Da dachte ich: Mit solchen Leistungen wird es schwer, die Klasse zu halten.
Welches Saisonziel haben Sie sportlich, welchen Tabellenplatz peilen Sie an?
Jan Gernlein: Das schönste wäre natürlich, direkt den Klassenerhalt zu schaffen, ohne Relegation, also mindestens Tabellenplatz 14 zu erreichen. Ich glaube aber, dass es eher unrealistisch ist, sich das so zu wünschen. Es müsste vier Teams geben, die hinter uns stehen. Und wenn ich mir anschaue, was andere Vereine investieren können, muss ich sagen: Alles, was besser ist als Platz 17, ist eine Klasseleistung. Auch wenn andere das vielleicht gerne anders hören würden.
Letzte Saison haben Sie mehr oder weniger konstant gegen den Abstieg gespielt. Was müsste dennoch anders werden, um so einen Saisonverlauf zu verhindern?
Jan Gernlein: Ich denke, es wird von Anfang an wieder genauso laufen, gegen den Abstieg und um den Klassenerhalt. Aber die Mannschaft kann diese Situation jetzt besser annehmen. Sie hat in den letzten Jahren eigentlich eine Aufstiegssaison nach der anderen gehabt. Nun war es das erste Mal, dass sie die Erfahrung machen musste, öfter zu verlieren als zu gewinnen. Aber eben, weil wir diese Erfahrung jetzt gemacht haben, denke ich, würde sie uns beim zweiten Mal nicht aus der Bahn werfen und wir könnten die Situation besser einschätzen.
Gibt es eine Lektion, die Sie aus der ersten Saison in der Regionalliga Bayern gelernt haben?
Jan Gernlein: Man muss eine hohe Intensität haben im Spiel und Fehler werden viel schneller bestraft. Auch gibt es viel weniger Pausen in der Saison als in der Bayernliga. Diese Dinge kann man der Mannschaft als Trainer natürlich vorher erzählen, aber sie muss es in gewisser Weise auch erleben und die praktische Erfahrung dazu machen. Zu dieser Erfahrung kann auf der anderen Seite aber wiederum auch gehören, dass man, wenn man mutig spielt, gegen jeden Gegner eine Chance hat. Insofern haben wir nicht nur eine sehr ereignisreiche, sondern auch eine sehr lehrreiche Saison hinter uns.
Hat sich der Verein etwas vorgemacht, war die Saison also härter als erwartet?
Jan Gernlein: Meine Spieler sehen es vielleicht anders, aber ich würde sagen, nein. Im Gegenteil, ich fand es überraschend, wie oft wir letztendlich Spiele kontrolliert haben – auch wenn wir verloren haben. Zum Beispiel im Saisonrückspiel gegen Bayreuth haben wir, zumindest gefühlt, die Partie 50 oder 60 Minuten lang kontrolliert. Am Ende gingen wir als Verlierer vom Platz, konnten aber zeigen, dass wir mit einer Mannschaft, die hauptberuflich Fußball spielt, mithalten können.
Der FC Eintracht Bamberg hat in der letzten Saison 36 Tore geschossen und 69 Tore kassiert. Keine Mannschaft hat weniger Treffer erzielt und nur eine, der Absteiger FC Memmingen, hat mehr hinnehmen müssen. Wie war da der Trainer mit sich zufrieden?
Jan Gernlein: Es ist nicht so, dass ich sage: Das Trainerteam hat alles richtig gemacht. Das wird es nie geben. Trotzdem waren viele Situationen dabei, in denen, wenn der Plan, den wir uns jeweils vor den Spielen zurechtgelegt hatten, so umgesetzt worden wäre, wie wir es gerne gehabt hätten, vielleicht der eine oder andere Sieg mehr drin gewesen wäre. Dass es dazu aber nicht gekommen ist, war jedoch tatsächlich nicht nur die Qualitätsschuld der Spieler, sondern auch des Trainerteams. Auf dem Weg, die Jungs dahin zu bringen, dass sie es vielleicht besser können, hat nicht immer alles so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben. Aber im Endeffekt haben wir als Trainerteam und Mannschaft gut miteinander funktioniert.
Der Verein scheint mit Ihnen zumindest zufrieden gewesen zu sein: Im März wurde Ihr Vertrag um zwei Jahre verlängert. Mitten in einer kritischen Phase wie dem Abstiegskampf für das Fußballgeschäft eigentlich ein unüblicher Schritt, möchte man sagen. Wäre gängigerweise der Trainer nicht entlassen worden, um mit einem Ersatz neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen?
Jan Gernlein: Die Verlängerung geschah in einer Phase, in der wir sechs Spiele am Stück verloren hatten. Und tatsächlich ist es so, dass es im Fußball, gerade in den ersten vier Ligen, in solchen Situationen in den Vereinen normalerweise wenig Wertschätzung für die Trainer und wenig Ruhe gibt. Aber der Vorstand und auch ich als Trainer haben uns nicht von Aktionismus leiten lassen. Wir ticken bei dieser Frage gleich und gehen in die gleiche Richtung. Wir waren überzeugt, den Klassenerhalt nur zu schaffen, wenn wir im Verein und im Umfeld die Ruhe behalten. Auch haben wir uns entschieden, da ich ja sowieso in Bamberg bin und gut mit dem Verein klarkomme, genau wie er mit mir, meinen Vertrag, wenn wir ihn schon verlängern, nicht nur um ein Jahr, sondern gleich um zwei Jahre zu verlängern. Dann haben wir in der nächsten Saison die gleiche Thematik möglicherweise nicht schon wieder.
Wie haben Sie es geschafft, dass die Mannschaft bis zum Schluss nicht aufgegeben hat?
Jan Gernlein: Das hatte schon mit dem Einfluss des Trainerteams zu tun, aber ein großer Anteil daran muss von der Mannschaft selbst kommen. Es sind viele verschiedene Charaktere und alle haben ein Privatleben als Arbeitnehmer oder Studenten oder Familienmenschen. Und ein Privatleben kann immer mal wieder belastend sein, wofür der Fußball dann Ausgleich sein soll. Deswegen kommen die Spieler mit einer ganz anderen Freude zum Training und zu den Spielen. Wenn man Fußball hauptberuflich spielt, sich darüber definiert und dann erfolglos ist, wird es schwierig und der Spaß geht verloren.
Aber wie groß kann der Spaß im Ausgleich sein, wenn man sechsmal in Folge verliert?
Jan Gernlein: Spaß ist nicht immer nur lachen und so weiter. Er kann auch darin bestehen, gefordert zu werden und an seine Grenzen zu kommen. Man kommt nach einem langen Arbeitstag zum Training und bekommt neuen Input, der einen körperlich und im Kopf herausfordert. Ich habe viele intelligente Spieler, denen solche Herausforderungen gefallen.
Welche Rückmeldungen haben die Spieler nach der Saison gegeben?
Jan Gernlein: Mit so vielen habe ich nach der Saison noch nicht gesprochen, aber ich glaube, es waren alle extrem erleichtert, dass es gereicht hat. Ich denke, sie haben allerdings auch erkannt, dass sie nicht nochmal bis kurz vor Saisonende zittern wollen. Sie würden es in der nächsten Saison gerne vorher schon klären – positiv natürlich. Auch haben sie nicht gedacht, dass sie auch durchaus mithalten können und zum Beispiel gegen Bayern München II gewinnen und verdient gewinnen können.
Was sagten die Fans nach der Saison?
Jan Gernlein: Zwischendurch gab es natürlich immer wieder sehr viel Unmut – bei sechs oder sieben in Folge verlorenen Spielen, für die man ja auch Eintritt gezahlt hat, ist das aber normal. Es kam allerdings auch sehr viel Wertschätzung, weil die Fans natürlich realistisch einschätzen konnten, wie schwer die Liga für uns ist und dass wir trotzdem unser Ding gemacht haben. Mit aller Gewalt Klassenerhalt, haben sie gesagt.
Nun haben Sie mit Lukasz Jankowiak, Andreas Pfahlmann, Radzivon Hushcha und Muiz Alli vier neue Offensivspieler verpflichtet. Bis auf Jankowiak sind alle um die 20 Jahre alt, also noch ziemlich jung. Sie sagten, der Vorteil in der neuen Saison ist die Erfahrung aus der letzten. Haben diese jungen Spieler solche Erfahrung?
Jan Gernlein: Indirekt. Lukasz bringt sie auf jeden Fall mit, ich kenne ihn schon mehr als zehn Jahre. Radzivon und Muiz waren letzte Saison immer wieder im Training dabei und hatten auch schon kleine Einsätze in Testspielen. Sie wissen also, was bei uns los ist. Und Pfahlmann, als einziger, der aus der Bezirksliga hochwechselt, muss jetzt schauen, wie es für ihn vom Tempo und der Härte her ist. Hinzu kommen noch Mittelfeldmann Koray Kaiser, der schon ein ganzes Jahr in Bayreuth unter Profibedingungen zumindest mittrainiert hat. Und unser neuer Torwart Benedikt Willert war mit 19 schon Profi beim FC Nürnberg. Das heißt, er wird sich schnell wieder an dieses Niveau gewöhnen.
Benedikt Willert ist die neue Nummer eins vor Fabian Dellermann. Planen Sie noch mit Torwart Ben Olschewski, der einen Kreuzbandriss hat?
Jan Gernlein: Wir planen so, dass er sich keinen Stress machen muss, weswegen wir auch einen neuen Torwart geholt haben. Bei einem Kreuzbandriss weiß man nie, wie schnell ein Spieler wieder auf dem Platz stehen kann.
Hätten Sie sich im Angesicht der vielen Gegentore aus der letzten Saison nicht auch in der Defensive verstärken sollen?
Jan Gernlein: Nein. Ich würde behaupten, dass wir personell in der Verteidigung vom Ligaschnitt her ordentlich aufgestellt sind.
Wie sieht im Vergleich zur letzten Saison das Budget aus?
Jan Gernlein: Wir werden wohl Einschnitte machen müssen. Die Finanzen gestalten sich zum Beispiel dahingehend schwieriger, dass wir schauen müssen, wie der Ersatz für die gesperrte Tribüne ankommt. Wie nehmen die Zuschauer die unüberdachte Gegengerade an? Denn das ist wetterabhängig und uns könnten Eintrittsgelder wegfallen. Aber wir nehmen das ernst und geben nicht mehr Geld aus als wir haben – das hat der Verein bekanntermaßen früher gemacht.
Auf welchen Gegner freuen Sie sich in der kommenden Spielzeit am meisten?
Jan Gernlein: Ich freue mich auf Augsburg II. Deren Trainer Tobias Strobl war früher mein Chef, als ich in Schweinfurt Co-Trainer war und er ist ein sehr guter Freund von mir. Das sind besondere Spiele. Und sportlich freue ich mich auf eben diesen FC Schweinfurt, als meinen Ex-Verein. Und es ist auch ein schönes Derby.