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Jan Gernlein

FC Ein­tracht Bam­berg setzt auf erfah­re­ne Lösung bis Saisonende

Micha­el Hutz­ler kehrt zurück

Nach tur­bu­len­ten Tagen und dem 4:0‑Auswärtssieg gegen Groß­schwar­zen­lo­he hat der FC Ein­tracht Bam­berg die nächs­te wich­ti­ge Per­so­nal­ent­schei­dung getrof­fen: Micha­el Hutz­ler über­nimmt bis zum Sai­son­ende das Trai­ner­amt. Er folgt damit auf Jan Gern­lein und des­sen Co‑Trainer Alex Grau, von denen sich der Ver­ein zuvor getrennt hatte.

Unter­stützt wird Hutz­ler vom aktu­el­len Mann­schafts­ka­pi­tän Chris­to­pher Kett­ler, der als spie­len­der Co‑Trainer fun­gie­ren wird. Dar­über hin­aus kehrt der frü­he­re Tor­jä­ger Tobi­as Ulb­richt zum Ver­ein zurück und soll vor allem bei den Pla­nun­gen für die kom­men­de Sai­son eine wich­ti­ge Rol­le einnehmen.

„Der Kon­takt zu Hut­zi ist nie abge­ris­sen. Wir sind freund­schaft­lich ver­bun­den“, erklärt Vor­stands­spre­cher Sascha Dorsch. „Sei­ne Bereit­schaft, spon­tan ein­zu­sprin­gen, wis­sen wir sehr zu schät­zen. Er steht für Erfolg, posi­ti­ve Ener­gie und muti­gen Fuß­ball – genau das, was wir in den letz­ten Wochen der Sai­son brauchen.“

Auch Kett­ler soll eine zen­tra­le Rol­le ein­neh­men. „Ket­te ist sport­lich unan­tast­bar und hat zuletzt viel Ver­ant­wor­tung über­nom­men. Er wird auf dem Platz vor­an­ge­hen und ein wert­vol­ler Spar­rings­part­ner für das Trai­ner­team sein“, so Dorsch weiter.

Mit Tobi­as „Ulle“ Ulb­richt stößt ein wei­te­rer Ken­ner der Bam­ber­ger Fuß­ball­sze­ne zum Team. Der ehe­ma­li­ge Angrei­fer gilt als gut ver­netz­ter Fach­mann und wird den Ver­ein ins­be­son­de­re in der sport­li­chen Pla­nung unter­stüt­zen. „Sei­ne Rück­kehr ist ein Glücks­fall“, betont Dorsch.

Micha­el Hutz­ler, der unter ande­rem bei Jahn Forch­heim, der DJK Ammer­thal und Don Bosco Bam­berg tätig war, freut sich auf die Auf­ga­be: „Der FC Ein­tracht ist mein Her­zens­ver­ein. Eigent­lich woll­te ich nicht mehr als Trai­ner arbei­ten, aber als der Anruf kam, muss­te ich nicht lan­ge über­le­gen. Ich möch­te den letz­ten Wochen der Sai­son noch ein­mal Ener­gie geben und etwas von dem zurück­ge­ben, was ich selbst erle­ben durfte.“

Bay­ern­li­ga Nord

Dom­rei­ter vor Aus­wärts­auf­ga­be bei der SpVgg SV Weiden

Für den FC Ein­tracht Bam­berg steht am mor­gi­gen Diens­tag­abend (10. März) das zwei­te von drei Aus­wärts­spie­len in Fol­ge in der Bay­ern­li­ga Nord an. Um 18:30 Uhr sind die Dom­rei­ter im Spar­da-Bank-Sta­di­on bei der SpVgg SV Wei­den zu Gast.

Die Aus­gangs­la­ge ver­spricht ein inter­es­san­tes Duell. Bam­berg reist der­zeit als Tabel­len­fünf­ter an und möch­te nach dem ent­täu­schen­den 2:2‑Unentschieden im ver­gan­ge­nen Spiel gegen den TSV Neu­dros­sen­feld wie­der einen Drei­er ein­fah­ren. Mit einem Erfolg könn­ten die Dom­rei­ter ihre Posi­ti­on im obe­ren Tabel­len­feld wei­ter festigen.

Die Gast­ge­ber aus Wei­den gehen aller­dings mit ganz viel Rücken­wind in die Begeg­nung. Am ver­gan­ge­nen Spiel­tag setz­te die Mann­schaft mit einem deut­li­chen 6:0‑Erfolg gegen den FSV Sta­deln ein Aus­ru­fe­zei­chen. Trotz Tabel­len­platz 14 dürf­te das Selbst­ver­trau­en nach die­sem kla­ren Sieg also ent­spre­chend groß sein.

Auch das Hin­spiel zeigt, wie eng die bei­den Teams bei­ein­an­der­lie­gen. Beim Auf­ein­an­der­tref­fen im August 2025 in der Bay­ern­li­ga Nord trenn­ten sich bei­de Mann­schaf­ten mit einem 1:1‑Unentschieden.

Für den FC Ein­tracht Bam­berg gilt es nun, im Spar­da-Bank-Sta­di­on kon­zen­triert auf­zu­tre­ten und die eige­nen Stär­ken end­lich auf den Platz zu brin­gen. Die Zuschau­er dür­fen sich auf eine inten­si­ve Begeg­nung freu­en, in der bei­de Teams wich­ti­ge Punk­te sam­meln wollen.

Dom­rei­ter zei­gen star­ke Frühform

FC Ein­tracht Bam­berg über­zeugt im Test­spiel gegen den SV Buckenhofen

Der FC Ein­tracht Bam­berg hat im Test­spiel gegen den SV Bucken­ho­fen eine star­ke Früh­form gezeigt und sich auf der Sport­an­la­ge Bam­berg sou­ve­rän mit 4:0 durch­ge­setzt. Beson­ders durch schnel­le Sei­ten­wech­sel, inten­si­ve Zwei­kampf­füh­rung und kon­se­quen­te Bal­ler­obe­run­gen setz­te Bam­berg früh die Akzente.

„Wir haben den Jungs heu­te zwei Auf­ga­ben mit­ge­ge­ben: Die eine war, den letz­ten Test vor dem Rück­run­den­start zu gewin­nen. Die ande­re, noch wich­ti­ger, war es, „zu Null“ zu spie­len“, so Bam­bergs Coach Jan Gern­lein vor dem Spiel.

Bereits in der Anfangs­pha­se ent­wi­ckel­te sich eine inten­si­ve Par­tie. In der 9. Minu­te lei­te­te Ljev­sic mit einem schnel­len Pass auf Zeit­ler eine ers­te gefähr­li­che Sze­ne ein. Wenig spä­ter kam auch Schnei­der zum Abschluss und prüf­te den geg­ne­ri­schen Tor­hü­ter mit einem ers­ten gefähr­li­chen Ver­such. Bucken­ho­fen blieb jedoch kei­nes­wegs pas­siv und setz­te in der 9. und 13. Minu­te eige­ne offen­si­ve Nadelstiche.

Bam­berg über­nahm zuneh­mend die Kon­trol­le. In der 18. Minu­te fiel die ver­dien­te Füh­rung für die Dom­rei­ter: Krauß­old traf mit einem plat­zier­ten Abschluss zum 1:0. Nur zwei Minu­ten spä­ter erhöh­te Bam­berg auf 2:0: Bucken­ho­fens Eis­grub lenk­te den Ball unglück­lich ins eige­ne Netz und bescher­te der Ein­tracht damit das zwei­te Tor.

Die Gast­ge­ber blie­ben am Drü­cker und nutz­ten ihre Über­le­gen­heit kon­se­quent. In der 42. Minu­te traf Ljev­sic zum 3:0‑Pausenstand. Defen­siv prä­sen­tier­te sich Bam­berg sta­bil, Tor­hü­ter Wil­lert ver­hin­der­te mög­li­che Abschlüs­se der Gäs­te und hielt sei­nen Kas­ten sauber.


„Mit die­sem Schwung gehen wir in die ers­te Wett­kampf­wo­che des Jahres“

Nach dem Sei­ten­wech­sel blieb die Par­tie inten­siv. Bam­berg kon­trol­lier­te wei­ter­hin das Spiel­ge­sche­hen und erspiel­te sich wei­te­re Chan­cen. Die Dom­rei­ter agier­ten lauf­stark, zwei­kampf­ori­en­tiert und mit kla­rer Struk­tur im Spiel nach vor­ne. In der 83. Minu­te setz­te Ljev­sic mit sei­nem zwei­ten Tref­fer den Schluss­punkt zum 4:0‑Endstand – per sou­ve­rän ver­wan­del­ten Foulelfmeter.

„Wir hat­ten mit dem Ball teils gute, teils aber auch wil­de Momen­te. Gegen den Ball aber war es für den jet­zi­gen Zeit­punkt aber sehr flei­ßig und orga­ni­siert. Die Jungs haben als Grup­pe heu­te gut gear­bei­tet. Mit die­sem Schwung gehen wir in die ers­te Wett­kampf­wo­che des Jah­res“, bilan­zier­te Jan Gern­lein den Auf­tritt der Dom­rei­ter vor dem Nach­hol­spiel am kom­men­den Sams­tag gegen den FC Ingol­stadt 2.

FC Ein­tracht Bam­berg gewinnt gegen Groß­bar­dorf mit 3:2

Knap­per Sieg im ers­ten Test

Im ers­ten Test­spiel nach der Win­ter­pau­se konn­te der FC Ein­tracht Bam­berg einen knap­pen Sieg über den Lan­des­li­gis­ten TSV Groß­bar­dorf lan­den. Auf dem Kunst­ra­sen­platz in Strah­lun­gen gewan­nen die „Dom­rei­ter“ mit 3:2.

„Flei­ßig sein und über den Kampf in einen Spiel­rhyth­mus kom­men“ – die­se Wor­te gab Bam­bergs Trai­ner Jan Gern­lein sei­nen Spie­lern vor dem ers­ten Spiel nach einer lan­gen Win­ter­pau­se mit auf dem Weg. Allein, in den ers­ten 45 Minu­ten gelang dies den „Dom­rei­tern“ nur ansatz­wei­se. Auf dem gut zu bespie­len­den Kunst­ra­sen­platz in Strah­lun­gen war es der Lan­des­li­gaers­ten aus dem Rhön Grab­feld, der grif­fi­ger war und fol­ge­rich­tig nach acht Minu­ten in Füh­rung ging. Wäh­rend sich die Bam­ber­ger Defen­si­ve unsor­tiert zeig­te, genüg­te ein star­ker Dia­go­nal­ball auf Groß­bar­dorfs Nathan Wirth, der nach klas­se Ball­an­nah­me TW Dell­er­mann kei­ne Chan­ce ließ und zur Füh­rung ein­netz­te. Chan­cen auf Bam­ber­ger Sei­te blie­ben in der Fol­ge Mangelware.

In der zwei­ten Halb­zeit prä­sen­tier­te sich Bam­berg dann von einer ande­ren Sei­te. Mit hohem Anlau­fen und aggres­si­vem Pres­sen gelang es den Ober­fran­ken nun das Spiel kom­plett in die Hand zu neh­men und mit teils star­ken Kom­bi­na­tio­nen eine Viel­zahl von Chan­cen zu erspie­len. Eine davon nutz­te Valen­tin Schmitt nach einer knap­pen Stun­de zum Aus­gleich. Dem agi­len Timm Stras­ser war es vor­be­hal­ten, sei­ne Far­ben in Füh­rung zu brin­gen. Er erlief einen schlam­pi­gen Rück­pass der Groß­bar­dor­fer Hin­ter­mann­schaft und schob unge­hin­dert zur Füh­rung für den FC Ein­tracht Bam­berg ein. In der Fol­ge­zeit ver­säum­te es sein Team die­se Füh­rung aus­zu­bau­en und ließ eine Viel­zahl guter Chan­cen lie­gen. Und so kam es, wie es im Fuß­ball dann immer kommt: nach einem unnö­ti­gen Foul­spiel im Bam­ber­ger Straf­stoß zeig­te der Schieds­rich­ter zurecht auf den Punkt und Jim­my Man­gold glich zum 2:2 aus. Es spricht für die Moral der Gäs­te, dass sie die­sen Aus­gleich nicht auf sich sit­zen las­sen woll­ten. Und so war es Jonas Hart­wig vor­be­hal­ten, fast im Gegen­zug nach einem Eck­ball wie­der auf Sieg zu stel­len, als er den Ball aus acht Metern mit einem Kunst­schuss über die Linie zu drücken.

„Am Ende sind wir mit dem Spiel vor allem in der zwei­ten Hälf­te zufrie­den“, bilan­zier­te Jan Gern­lein. „Die Jungs haben ver­stan­den, dass wir nur über eine 100%ige Ein­stel­lung erfolg­reich sein kön­nen. Die­se haben wir dann gezeigt und dar­aus in Pha­sen den Fuß­ball gespielt, den wir spie­len wol­len: mutig und mit Über­zeu­gung in Offen­si­ve und Defen­si­ve. Dar­auf bau­en wir auf.“

Bay­ern­li­ga Nord

FC Ein­tracht Bam­berg will star­ken Abschluss vor der Win­ter­pau­se in Weiden

Am Sams­tag, dem 29. Novem­ber, reist der FC Ein­tracht Bam­berg zum Aus­wärts­spiel bei der SpVgg SV Wei­den. Anstoß im Spar­da-Bank-Sta­di­on ist um 14 Uhr. Für die Dom­rei­ter könn­te es das letz­te Spiel vor der Win­ter­pau­se sein – und eine Gele­gen­heit, ihre star­ke Form ein wei­te­res Mal zu bestätigen.

Die Mann­schaft von Trai­ner Jan Gern­lein geht mit viel Selbst­ver­trau­en in die Par­tie. Am ver­gan­ge­nen Diens­tag­abend fei­er­te der FCE einen ver­dien­ten 2:0‑Erfolg gegen den TSV Korn­burg und zeig­te dabei erneut sei­ne spie­le­ri­sche Sta­bi­li­tät und kom­pak­te Defen­si­ve. Mit kla­rer Struk­tur, gedul­di­gem Spiel­auf­bau und effi­zi­en­ter Chan­cen­ver­wer­tung setzt Bam­berg sei­nen Auf­wärts­trend fort. Mit Rang vier in der Tabel­le im Rücken wol­len die Dom­rei­ter nun auch aus­wärts punk­ten, um sich fest in der Spit­zen­grup­pe der Bay­ern­li­ga Nord zu etablieren.

Die Gast­ge­ber aus Wei­den durch­le­ben der­zeit eine durch­wach­se­ne Pha­se: Drei Nie­der­la­gen in Fol­ge haben die Mann­schaft von Trai­ner Micha­el Ries­ter auf Rang 13 abrut­schen las­sen. Nach dem erfolg­rei­chen Auf­stei­ger­jahr prä­sen­tiert sich die Mann­schaft trotz vie­ler Unent­schie­den und zahl­rei­cher jun­ger Neu­zu­gän­ge wei­ter­hin enga­giert und mit viel Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al. Vor der Win­ter­pau­se will der SpVgg SV Wei­den noch ein­mal Punk­te sam­meln und sei­ne Leis­tungs­kur­ve sta­bi­li­sie­ren. Das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen im August ende­te mit einem 1:1‑Unentschieden, doch die Dom­rei­ter wis­sen, dass nur eine kon­zen­trier­te und ent­schlos­se­ne Leis­tung den Aus­wärts­er­folg brin­gen kann.

Für den FC Ein­tracht Bam­berg geht es in Wei­den dar­um, die eige­ne Linie kon­se­quent fort­zu­füh­ren und die star­ke Form vor der Win­ter­pau­se zu bestä­ti­gen. Ob das für die Dom­rei­ter schon der letz­te Pflicht­spiel­auf­tritt bleibt, hängt noch von der mög­li­chen Nach­hol­par­tie gegen den FC Ingol­stadt II am 6. Dezem­ber ab. Unab­hän­gig davon steht das Team geschlos­sen auf dem Platz, um den posi­ti­ven Trend der ver­gan­ge­nen Wochen wei­ter aus­zu­bau­en und selbst­be­wusst in die Win­ter­pau­se zu gehen.

Bay­ern­li­ga Nord

FC Ein­tracht Bam­berg tri­um­phiert nach zwei­ma­li­gem Rück­stand in Regensburg

Auf dem Kunst­ra­sen­platz in Regens­burg hol­te der FC Ein­tracht Bam­berg nach zwei­ma­li­gem Rück­stand einen 3:2‑Sieg bei der For­tu­na. Der Sieg­tref­fer gelang am Ende Youngs­ter Jonah Schildbach.

Die Füh­rung der Heim­elf resul­tier­te aus einer Stan­dard­si­tua­ti­on. Einen Frei­stoß aus 20 Metern zir­kel­te Andrea Noce­ri­no an der Bam­ber­ger Mau­er vor­bei zur 1:0‑Führung, die die Heim­elf mit in die Pau­se nahm.

Die zwei­te Hälf­te gehör­te dann in Sum­me den Gäs­ten aus Bam­berg. Nach einer fei­nen Kom­bi­na­ti­on über meh­re­re Sta­tio­nen ver­pass­te Paul Krauß­old nur knapp den Aus­gleich. Den besorg­te nur wenig spä­ter Nico Zietsch, der einen Frei­stoß aus 30 Metern per­fekt in den Win­kel zir­kel­te. Fast im Gegen­zug die neu­er­li­che Füh­rung der Regens­bur­ger, die einen Steck­pass in die Tie­fe eis­kalt ausnutzten.

Aber Bam­berg zeig­te Moral und ega­li­sier­te erneut. Luca Ljev­sic setz­te sich im Straf­raum durch und zog tro­cken aus der Dre­hung ab. Aber Bam­berg wol­le mehr. Und wur­de schluss­end­lich auch für sei­nen Mut belohnt. Jonah Schild­bach, erst kurz vor­her ein­ge­wech­selt, stand nach einem Pfahl­mann- Schuss gold­rich­tig und drück­te den abpral­len­den Ball zur Füh­rung für sei­ne Far­ben über die Linie. Ein Ergeb­nis, das bis zum Schluss Bestand hat­te und Bam­bergs Trai­ner Jan Gern­lein hoch­zu­frie­den stimm­te: „Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kom­men und zu ver­ste­hen, wie man auf die­sem Geläuf spie­len muss. Am Ende ist es ein ver­dien­ter Sieg mei­ner Jungs, vor denen ich den Hut zie­he. Es eine Wil­lens­leis­tung, die­ses Spie noch zu zie­hen. Dar­auf bau­en wir auf.“

Schwung aus Elters­dorf nutzen

Dom­rei­ter wol­len Heim­spiel gegen Korn­burg für sich entscheiden

Nach dem 1:0‑Auswärtssieg beim Tabel­len­füh­rer SC Elters­dorf will der FC Ein­tracht Bam­berg am kom­men­den Sonn­tag, 2. Novem­ber um 14 Uhr, im hei­mi­schen Fuch­s­park­sta­di­on nach­le­gen. Geg­ner ist der TSV Korn­burg, der der­zeit Tabel­len­platz 13 in der Bay­ern­li­ga Nord belegt.

Mit dem Erfolg in Elters­dorf im Rücken möch­ten die Dom­rei­ter jetzt vor hei­mi­schem Publi­kum wei­te­re Punk­te sam­meln, um den Kon­takt zur Spit­zen­grup­pe zu halten.

Der Sieg in Elters­dorf war nicht nur ein sport­li­cher Erfolg, son­dern auch ein star­kes Signal der Mann­schaft. Nach der 0:1‑Heimniederlage gegen die DJK Geben­bach und der schwe­ren Ver­let­zung von Kapi­tän Chris­to­pher Kett­ler über­zeug­te der FCE gegen den Spit­zen­rei­ter mit dis­zi­pli­nier­ter Defen­siv­ar­beit, hohem Ein­satz­wil­len und mann­schaft­li­cher Geschlos­sen­heit. Der Lohn: drei Punk­te und jede Men­ge Selbst­ver­trau­en. Sport­lei­ter Ste­fan Mohr lob­te den Auf­tritt sei­nes Teams, beton­te aber auch die Bedeu­tung die­ser Men­ta­li­tät für die kom­men­den Auf­ga­ben: „Der Sieg in Elters­dorf war hart erkämpft, aber abso­lut ver­dient. Die Jungs haben über 90 Minu­ten vol­len Ein­satz gezeigt, sich rein­ge­wor­fen und den unbe­ding­ten Wil­len bewie­sen, das Spiel für sich zu ent­schei­den. Genau die­se Men­ta­li­tät brau­chen wir auch jetzt gegen Korn­burg. Es wird wie­der ein inten­si­ves Spiel, und nur wenn wir als Mann­schaft geschlos­sen auf­tre­ten und alles rein­wer­fen, kön­nen wir auch zu Hau­se erfolg­reich sein.“


Geg­ner mit Kampfgeist

Der Plan für das Heim­spiel steht fest: kom­pakt blei­ben, gedul­dig spie­len und die eige­nen Chan­cen kon­se­quent nutzen.

Der TSV Korn­burg steckt der­zeit im unte­ren Tabel­len­mit­tel­feld fest. Nach einem Remis in der Vor­wo­che muss­te das Team zuletzt eine knap­pe Nie­der­la­ge hin­neh­men. Trotz der jüngs­ten Ergeb­nis­se ist die Mann­schaft kei­nes­falls zu unter­schät­zen: Korn­burg prä­sen­tiert sich kämp­fe­risch stark, arbei­tet dis­zi­pli­niert gegen den Ball und sucht immer wie­der den schnel­len Weg nach vorne.

Gera­de des­halb ist für den FCE höchs­te Kon­zen­tra­ti­on gefragt. Spie­le gegen Teams aus der unte­ren Tabel­len­re­gi­on sind oft beson­ders umkämpft – und genau hier möch­te die Mann­schaft an ihre geschlos­se­ne und fokus­sier­te Leis­tung aus Elters­dorf anknüpfen.

„Der Sieg gegen Elters­dorf hat allen sehr gut getan, muss aber in den kom­men­den Wochen bestä­tigt wer­den, um nicht an Wert zu ver­lie­ren. Die Lust auf Inten­si­tät muss gegen jeden Geg­ner in die­sem Maße da sein, um wei­te­re Schrit­te zu machen“, blickt Trai­ner Jan Gern­lein nach dem Aus­wärts­er­folg mit kla­ren Wor­ten auf die nächs­ten Aufgaben.

Mit die­ser Ein­stel­lung wol­len die Dom­rei­ter am Sonn­tag erneut eine geschlos­se­ne Mann­schafts­leis­tung zei­gen, ihre Heim­stär­ke unter Beweis stel­len und die nächs­ten drei Punk­te im Fuch­s­park­sta­di­on behalten.

Bay­ern­li­ga Nord

Dom­rei­ter gas­tie­ren beim Tabel­len­füh­rer in Eltersdorf

Am mor­gi­gen Frei­tag­abend, dem 24. Okto­ber um 19:00 Uhr, kommt es für den FC Ein­tracht Bam­berg zum Duell mit dem Spit­zen­rei­ter: Die Dom­rei­ter gas­tie­ren beim SC Eltersdorf.

Gespielt wird im Else­ner Sport­park – unter Flut­licht, gegen eines der aktu­ell form­stärks­ten Teams der Bay­ern­li­ga Nord. Trotz­dem: Nach der knap­pen 0:1‑Heimniederlage gegen Geben­bach will die Mann­schaft von Trai­ner Jan Gern­lein aber wie­der punk­ten und an die posi­ti­ven Auf­trit­te der letz­ten Wochen anknüpfen.


FCE will beim Tabel­len­füh­rer bestehen

Fünf Spie­le in Fol­ge blieb der FCE unge­schla­gen, ehe die Serie am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ein Ende fand. Gegen Geben­bach fehl­te im Offen­siv­spiel die letz­te Durch­schlags­kraft, und ein Traum­tor aus 25 Metern reich­te den Ober­pfäl­zern, um die Punk­te aus Bam­berg zu ent­füh­ren. Dazu kam noch der dra­ma­ti­sche Zusam­men­prall von Kapi­tän Chris­to­pher Kett­ler bei einem Kopf­ball mit sei­nem Gegen­spie­ler kurz vor Schluss. Chef­coach Jan Gern­lein und das Team ent­schlos­sen sich dar­auf­hin, das Spiel nicht mehr fort­zu­set­zen. Auf­at­men dann Anfang der Woche: “Ket­te” geht es deut­lich besser!

Die Dom­rei­ter haben in den ver­gan­ge­nen Wochen den­noch viel Selbst­ver­trau­en getankt und gezeigt, dass sie auch mit erfah­re­nen Geg­nern in der Bay­ern­li­ga Nord mit­hal­ten können.

„Nach der klei­nen Serie von fünf Spie­len ohne Nie­der­la­ge haben wir nun einen Rück­schlag gegen Geben­bach hin­neh­men müs­sen. Nun gilt es wie­der, neu Anlauf zu neh­men und gegen eine erfah­re­ne Mann­schaft wie Elters­dorf zu bestehen. Aus sol­chen Spie­len kön­nen gera­de unse­re jun­gen Spie­ler für die Zukunft sehr viel mit­neh­men“, ord­net Trai­ner Jan Gern­lein die Situa­ti­on rea­lis­tisch ein.

Mit die­sem Ansatz geht der Blick beim FCE nach vorn. Gera­de aus­wärts will man wie­der kom­pak­ter ste­hen, Feh­ler im Spiel­auf­bau ver­mei­den und die eige­nen Offen­siv­ak­tio­nen kon­se­quen­ter zu Ende spielen.

Sport­lei­ter Ste­fan Mohr blickt dem Flut­licht­spiel mit Vor­freu­de ent­ge­gen: „Wir wis­sen natür­lich, dass uns mit dem SC Elters­dorf als neu­em Tabel­len­füh­rer eine rich­tig star­ke Mann­schaft erwar­tet. Trotz­dem fah­ren wir selbst­be­wusst dort­hin, weil wir um unse­re eige­ne Qua­li­tät wis­sen. Ent­schei­dend wird sein, dass wir als Kol­lek­tiv auf­tre­ten, geschlos­sen agie­ren und mit der rich­ti­gen Ein­stel­lung ins Spiel gehen. Unter Flut­licht am Frei­tag­abend – das sind genau die Spie­le, auf die man sich freut. Wir wol­len zei­gen, was in uns steckt und alles rein­hau­en, um etwas Zähl­ba­res mitzunehmen.“


Tabel­len­füh­rer in Topform

Der SC Elters­dorf prä­sen­tiert sich aktu­ell in beein­dru­cken­der Ver­fas­sung: Der Spit­zen­rei­ter hat in den ver­gan­ge­nen Wochen nahe­zu alles gewon­nen und führt die Tabel­le sou­ve­rän an. Die Mann­schaft ver­fügt über eine enor­me Erfah­rung, agiert spiel­stark und weiß, wie man enge Par­tien für sich entscheidet.

Für den FC Ein­tracht Bam­berg gilt es nun, geschlos­sen auf­zu­tre­ten und die eige­nen Stär­ken aus­zu­spie­len. Trotz der schwie­ri­gen Auf­ga­be fährt das Team mit Zuver­sicht nach Mit­tel­fran­ken – denn die bis­he­ri­gen Auf­trit­te haben gezeigt, dass die jun­ge Mann­schaft auch gegen Top­geg­ner mit­hal­ten kann. Mit Lei­den­schaft, Dis­zi­plin und mann­schaft­li­cher Geschlos­sen­heit wol­len die Dom­rei­ter alles dar­an­set­zen, dem Favo­ri­ten ein Bein zu stellen.

Bay­ern­li­ga Nord

FC Ein­tracht will Heim­sieg-Serie gegen Geben­bach fortsetzen

End­lich wie­der ein Heim­spiel im Fuch­s­park­sta­di­on. An die­sem Sams­tag, 18. Okto­ber, 14 Uhr, emp­fängt der FC Ein­tracht Bam­berg die DJK Geben­bach und möch­te sei­ne Heim­sieg-Serie fortsetzen.

Nach den letz­ten inten­si­ven Aus­wärts­par­tien in Erlan­gen und Cham wol­len die Dom­rei­ter vor hei­mi­schen Publi­kum wie­der ein Aus­ru­fe­zei­chen set­zen und ihre Serie von drei Sie­gen zu Hau­se in Fol­ge fort­set­zen. Gegen die robust auf­tre­ten­den Ober­pfäl­zer kommt es vor allem dar­auf an, kon­zen­triert zu blei­ben, Ball­ver­lus­te zu ver­mei­den und die eige­nen Chan­cen kon­se­quent zu nut­zen. Das Ziel ist klar drei Punk­te für Bamberg!


Form­star­ke Domreiter

Der FCE hat sich nach einem durch­wach­se­nen Sai­son­start deut­lich sta­bi­li­siert und prä­sen­tiert sich aktu­ell in guter Form. Beim 3:3‑Unentschieden gegen den ATSV Erlan­gen zeig­te die Mann­schaft erneut Kon­zen­tra­ti­on und Team­geist – nach einer aus­ge­gli­che­nen ers­ten Halb­zeit (1:1 zur Pau­se) ent­wi­ckel­te sich ein offe­ner Schlag­ab­tausch, der am Ende leis­tungs­ge­recht unent­schie­den endete.

„Wir haben in Erlan­gen ein Spiel erlebt, das viel wil­der war als wir es hät­ten haben wol­len. Wir wol­len gegen Geben­bach wie­der mehr Kon­trol­le und Struk­tur haben, zudem unser Tor wie­der bes­ser schüt­zen. Drei Gegen­to­re sind ein­fach deut­lich zu viel. Die Jungs wer­den das wie­der schnell ver­in­ner­li­chen und am Sams­tag auf dem Platz ent­spre­chend auf­tre­ten”, zog Trai­ner Jan Gern­lein sein Fazit und blickt zuver­sicht­lich auf Samstag.

Zuvor blieb der FCE vier­mal in Fol­ge ohne Gegen­tor und sam­mel­te zehn Punk­te aus fünf Spie­len. Mit die­ser Serie im Rücken hat sich Bam­berg bis auf Tabel­len­platz sechs vor­ge­ar­bei­tet und steht damit im obe­ren Drit­tel der Bay­ern­li­ga Nord. Beson­ders die defen­si­ve Sta­bi­li­tät, das mann­schaft­li­che Zusam­men­spiel und die star­ke Men­ta­li­tät zeich­ne­ten das Team in die­sen Spie­len aus. Hier gilt es, gegen Geben­bach wie­der anzuknüpfen.


Geben­bach will wei­ter klettern

Die Gäs­te aus der Ober­pfalz rei­sen mit Rücken­wind in die Dom­stadt. Nach dem 2:0‑Heimsieg zuletzt will die DJK Geben­bach wei­ter Punk­te sam­meln und sich aus der unte­ren Tabel­len­re­gi­on hoch­ar­bei­ten. Das Team von Trai­ner Domi­nic Rühl, der erst vor 14 Tagen das Ruder über­nom­men hat, über­zeug­te zuletzt durch kom­pak­te Defen­si­ve und hohe Laufbereitschaft.

Trai­ner Ein­tracht Bam­berg im Interview

Jan Gern­lein: „Alles, was bes­ser ist als Platz 17, ist eine Klasseleistung“

Denk­bar knapp wen­de­te der FC Ein­tracht Bam­berg Ende Mai in der Rele­ga­ti­on den Abstieg aus der Regio­nal­li­ga Bay­ern ab. Nun beginnt der Ver­ein sei­ne zwei­te Sai­son in der viert­höchs­ten Spiel­klas­se. War­um von der Mann­schaft aber auch in der neu­en Spiel­zeit kei­ne Höhen­flü­ge zu erwar­ten sind und wie er die letz­te Sai­son wahr­ge­nom­men hat, hat uns Trai­ner Jan Gern­lein im Inter­view erzählt.
Herr Gern­lein, was ging in ihnen im Moment des Klas­sen­er­halts vor?

Jan Gern­lein: Sehr viel Erleich­te­rung. Die Wochen davor waren sehr anstren­gend gewe­sen und im Hin­ter­grund hat­ten wir schon das gan­ze Jahr über viel dar­an gear­bei­tet, dass der Ver­ein den nächs­ten Schritt gehen kann. Ent­spre­chend wäre es extrem scha­de gewe­sen, wenn die­ses Jahr Arbeit umsonst gewe­sen wäre und wir hät­ten abstei­gen müs­sen. Aber jetzt kön­nen wir auf dem Klas­sen­er­halt aufbauen.

Was ist die­ser nächs­te Schritt?

Jan Gern­lein: Dass wir ein zwei­tes Jahr in die­ser Liga blei­ben. Der über­nächs­te Schritt könn­te sein, dass das Sta­di­on mal irgend­wann fer­tig umge­baut ist. Die Umklei­de­con­tai­ner sol­len noch bis Ende des Jah­res ste­hen­blei­ben und die neu­en Umklei­den dann fer­tig sein. Bis dahin ist auch die Tri­bü­ne teil­wei­se gesperrt, weil der Kabi­nen­trakt eben unten drun­ter gemacht wird. Aber die­se Din­ge haben wir nicht selbst in der Hand. Das ist eine Ange­le­gen­heit der Stadt. Zusätz­lich gibt es vie­le wei­te­re The­men im Ver­ein, zum Bei­spiel wie man die Jugend vor­an­brin­gen kann.

In der Rele­ga­ti­on hat die Ein­tracht gegen den TSV Buch­bach und gegen den VfB Eich­stätt zwei­mal 0:0 unent­schie­den gespielt und sich dann jeweils knapp mit 5:4 im Elf­me­ter­schie­ßen durch­ge­setzt. Und auch Buch­bach und Eich­stätt kamen nicht über ein Unent­schie­den, was schlecht für Bam­berg gewe­sen wäre, hin­aus. Gab es im Moment des Klas­sen­er­hal­tes also auch ein wenig das Gefühl, Glück gehabt zu haben?

Jan Gern­lein: Ich sage nein, weil wir in Eich­stätt ein Spiel hat­ten, in dem wir in der einen und die Eich­stät­ter in der ande­ren Halb­zeit bes­ser waren. Des­we­gen war es letzt­end­lich ein ver­dien­tes Unent­schie­den. Und gegen Buch­bach waren wir, den­ke ich, deut­lich spiel­be­stim­mend. Wir haben also völ­lig ver­dient zwei­mal 0:0 gespielt und sta­bil dabei gestanden.

Wel­cher war neben dem Klas­sen­er­halt der schöns­te Moment der Sai­son für Sie?

Jan Gern­lein: Da kann ich nicht einen Spiel­mo­ment nen­nen, aber der Gesamt­ein­druck war posi­tiv. Zu sehen, dass wir uns trotz der vie­len­Nie­der­la­gen und der schwie­ri­gen Sai­son­pha­sen nicht ver­än­dert haben – weder die Mann­schaft, noch der Ver­ein – war schön. Denn wir haben die Ruhe nicht ver­lo­ren. In ande­ren Ver­ei­nen hat man ein- oder zwei­mal den Trai­ner ent­las­sen. Bei uns ist es ruhig geblie­ben und die Mann­schaft hat auch nie den Ein­druck gemacht, dass sie zwei­felt. Viel­leicht waren die Spie­ler nach dem Spiel mal nie­der­ge­schla­gen, aber zum nächs­ten Trai­ning sind sie wie­der mit Freu­de ange­tre­ten. Das hat es beson­ders gemacht.

Wel­cher war der schlimms­te Moment?

Jan Gern­lein: Ich den­ke, das Heim­spiel gegen Nürn­berg II Anfang April. Wir hat­ten eine sehr schlech­te ers­te Halb­zeit und lagen 0:2 hin­ten. Nach dem Sei­ten­wech­sel sind wir aber bes­ser ins Spiel gekom­men, haben zwei Tore geschos­sen und die Dyna­mik war plötz­lich ganz auf unse­rer Sei­te. Dann, in der Schluss­pha­se, haben wir inner­halb von zehn Minu­ten wei­te­re vier Gegen­to­re gefan­gen und noch mit 2:6 ver­lo­ren. Das war sechs Spiel­ta­ge vor Sai­son­ende. Da dach­te ich: Mit sol­chen Leis­tun­gen wird es schwer, die Klas­se zu halten.

Wel­ches Sai­son­ziel haben Sie sport­lich, wel­chen Tabel­len­platz pei­len Sie an?

Jan Gern­lein: Das schöns­te wäre natür­lich, direkt den Klas­sen­er­halt zu schaf­fen, ohne Rele­ga­ti­on, also min­des­tens Tabel­len­platz 14 zu errei­chen. Ich glau­be aber, dass es eher unrea­lis­tisch ist, sich das so zu wün­schen. Es müss­te vier Teams geben, die hin­ter uns ste­hen. Und wenn ich mir anschaue, was ande­re Ver­ei­ne inves­tie­ren kön­nen, muss ich sagen: Alles, was bes­ser ist als Platz 17, ist eine Klas­se­leis­tung. Auch wenn ande­re das viel­leicht ger­ne anders hören würden.

Letz­te Sai­son haben Sie mehr oder weni­ger kon­stant gegen den Abstieg gespielt. Was müss­te den­noch anders wer­den, um so einen Sai­son­ver­lauf zu verhindern?

Jan Gern­lein: Ich den­ke, es wird von Anfang an wie­der genau­so lau­fen, gegen den Abstieg und um den Klas­sen­er­halt. Aber die Mann­schaft kann die­se Situa­ti­on jetzt bes­ser anneh­men. Sie hat in den letz­ten Jah­ren eigent­lich eine Auf­stiegs­sai­son nach der ande­ren gehabt. Nun war es das ers­te Mal, dass sie die Erfah­rung machen muss­te, öfter zu ver­lie­ren als zu gewin­nen. Aber eben, weil wir die­se Erfah­rung jetzt gemacht haben, den­ke ich, wür­de sie uns beim zwei­ten Mal nicht aus der Bahn wer­fen und wir könn­ten die Situa­ti­on bes­ser einschätzen.

Gibt es eine Lek­ti­on, die Sie aus der ers­ten Sai­son in der Regio­nal­li­ga Bay­ern gelernt haben?

Jan Gern­lein: Man muss eine hohe Inten­si­tät haben im Spiel und Feh­ler wer­den viel schnel­ler bestraft. Auch gibt es viel weni­ger Pau­sen in der Sai­son als in der Bay­ern­li­ga. Die­se Din­ge kann man der Mann­schaft als Trai­ner natür­lich vor­her erzäh­len, aber sie muss es in gewis­ser Wei­se auch erle­ben und die prak­ti­sche Erfah­rung dazu machen. Zu die­ser Erfah­rung kann auf der ande­ren Sei­te aber wie­der­um auch gehö­ren, dass man, wenn man mutig spielt, gegen jeden Geg­ner eine Chan­ce hat. Inso­fern haben wir nicht nur eine sehr ereig­nis­rei­che, son­dern auch eine sehr lehr­rei­che Sai­son hin­ter uns.

Hat sich der Ver­ein etwas vor­ge­macht, war die Sai­son also här­ter als erwartet?

Jan Gern­lein: Mei­ne Spie­ler sehen es viel­leicht anders, aber ich wür­de sagen, nein. Im Gegen­teil, ich fand es über­ra­schend, wie oft wir letzt­end­lich Spie­le kon­trol­liert haben – auch wenn wir ver­lo­ren haben. Zum Bei­spiel im Sai­son­rück­spiel gegen Bay­reuth haben wir, zumin­dest gefühlt, die Par­tie 50 oder 60 Minu­ten lang kon­trol­liert. Am Ende gin­gen wir als Ver­lie­rer vom Platz, konn­ten aber zei­gen, dass wir mit einer Mann­schaft, die haupt­be­ruf­lich Fuß­ball spielt, mit­hal­ten können.

Der FC Ein­tracht Bam­berg hat in der letz­ten Sai­son 36 Tore geschos­sen und 69 Tore kas­siert. Kei­ne Mann­schaft hat weni­ger Tref­fer erzielt und nur eine, der Abstei­ger FC Mem­min­gen, hat mehr hin­neh­men müs­sen. Wie war da der Trai­ner mit sich zufrieden?

Jan Gern­lein: Es ist nicht so, dass ich sage: Das Trai­ner­team hat alles rich­tig gemacht. Das wird es nie geben. Trotz­dem waren vie­le Situa­tio­nen dabei, in denen, wenn der Plan, den wir uns jeweils vor den Spie­len zurecht­ge­legt hat­ten, so umge­setzt wor­den wäre, wie wir es ger­ne gehabt hät­ten, viel­leicht der eine oder ande­re Sieg mehr drin gewe­sen wäre. Dass es dazu aber nicht gekom­men ist, war jedoch tat­säch­lich nicht nur die Qua­li­täts­schuld der Spie­ler, son­dern auch des Trai­ner­teams. Auf dem Weg, die Jungs dahin zu brin­gen, dass sie es viel­leicht bes­ser kön­nen, hat nicht immer alles so funk­tio­niert, wie wir es uns vor­ge­stellt haben. Aber im End­ef­fekt haben wir als Trai­ner­team und Mann­schaft gut mit­ein­an­der funktioniert.

Der Ver­ein scheint mit Ihnen zumin­dest zufrie­den gewe­sen zu sein: Im März wur­de Ihr Ver­trag um zwei Jah­re ver­län­gert. Mit­ten in einer kri­ti­schen Pha­se wie dem Abstiegs­kampf für das Fuß­ball­ge­schäft eigent­lich ein unüb­li­cher Schritt, möch­te man sagen. Wäre gän­gi­ger­wei­se der Trai­ner nicht ent­las­sen wor­den, um mit einem Ersatz neu­en Schwung in die Mann­schaft zu bringen?

Jan Gern­lein: Die Ver­län­ge­rung geschah in einer Pha­se, in der wir sechs Spie­le am Stück ver­lo­ren hat­ten. Und tat­säch­lich ist es so, dass es im Fuß­ball, gera­de in den ers­ten vier Ligen, in sol­chen Situa­tio­nen in den Ver­ei­nen nor­ma­ler­wei­se wenig Wert­schät­zung für die Trai­ner und wenig Ruhe gibt. Aber der Vor­stand und auch ich als Trai­ner haben uns nicht von Aktio­nis­mus lei­ten las­sen. Wir ticken bei die­ser Fra­ge gleich und gehen in die glei­che Rich­tung. Wir waren über­zeugt, den Klas­sen­er­halt nur zu schaf­fen, wenn wir im Ver­ein und im Umfeld die Ruhe behal­ten. Auch haben wir uns ent­schie­den, da ich ja sowie­so in Bam­berg bin und gut mit dem Ver­ein klar­kom­me, genau wie er mit mir, mei­nen Ver­trag, wenn wir ihn schon ver­län­gern, nicht nur um ein Jahr, son­dern gleich um zwei Jah­re zu ver­län­gern. Dann haben wir in der nächs­ten Sai­son die glei­che The­ma­tik mög­li­cher­wei­se nicht schon wieder.

Wie haben Sie es geschafft, dass die Mann­schaft bis zum Schluss nicht auf­ge­ge­ben hat?

Jan Gern­lein: Das hat­te schon mit dem Ein­fluss des Trai­ner­teams zu tun, aber ein gro­ßer Anteil dar­an muss von der Mann­schaft selbst kom­men. Es sind vie­le ver­schie­de­ne Cha­rak­te­re und alle haben ein Pri­vat­le­ben als Arbeit­neh­mer oder Stu­den­ten oder Fami­li­en­men­schen. Und ein Pri­vat­le­ben kann immer mal wie­der belas­tend sein, wofür der Fuß­ball dann Aus­gleich sein soll. Des­we­gen kom­men die Spie­ler mit einer ganz ande­ren Freu­de zum Trai­ning und zu den Spie­len. Wenn man Fuß­ball haupt­be­ruf­lich spielt, sich dar­über defi­niert und dann erfolg­los ist, wird es schwie­rig und der Spaß geht verloren.

Aber wie groß kann der Spaß im Aus­gleich sein, wenn man sechs­mal in Fol­ge verliert?

Jan Gern­lein: Spaß ist nicht immer nur lachen und so wei­ter. Er kann auch dar­in bestehen, gefor­dert zu wer­den und an sei­ne Gren­zen zu kom­men. Man kommt nach einem lan­gen Arbeits­tag zum Trai­ning und bekommt neu­en Input, der einen kör­per­lich und im Kopf her­aus­for­dert. Ich habe vie­le intel­li­gen­te Spie­ler, denen sol­che Her­aus­for­de­run­gen gefallen.

Wel­che Rück­mel­dun­gen haben die Spie­ler nach der Sai­son gegeben?

Jan Gern­lein: Mit so vie­len habe ich nach der Sai­son noch nicht gespro­chen, aber ich glau­be, es waren alle extrem erleich­tert, dass es gereicht hat. Ich den­ke, sie haben aller­dings auch erkannt, dass sie nicht noch­mal bis kurz vor Sai­son­ende zit­tern wol­len. Sie wür­den es in der nächs­ten Sai­son ger­ne vor­her schon klä­ren – posi­tiv natür­lich. Auch haben sie nicht gedacht, dass sie auch durch­aus mit­hal­ten kön­nen und zum Bei­spiel gegen Bay­ern Mün­chen II gewin­nen und ver­dient gewin­nen können.

Was sag­ten die Fans nach der Saison?

Jan Gern­lein: Zwi­schen­durch gab es natür­lich immer wie­der sehr viel Unmut – bei sechs oder sie­ben in Fol­ge ver­lo­re­nen Spie­len, für die man ja auch Ein­tritt gezahlt hat, ist das aber nor­mal. Es kam aller­dings auch sehr viel Wert­schät­zung, weil die Fans natür­lich rea­lis­tisch ein­schät­zen konn­ten, wie schwer die Liga für uns ist und dass wir trotz­dem unser Ding gemacht haben. Mit aller Gewalt Klas­sen­er­halt, haben sie gesagt.

Jan Gernlein
Jan Gern­lein und die Neu­zu­gän­ge, hin­ten von links: Luka­sz Jan­kowi­ak, Bene­dikt Wil­lert, Gern­lein, Andre­as Pfahl­mann; vor­ne von links: Rad­zi­von Hush­cha, Muiz Alli, Koray Kai­ser, Foto: Ste­fan Mohr
Nun haben Sie mit Luka­sz Jan­kowi­ak, Andre­as Pfahl­mann, Rad­zi­von Hush­cha und Muiz Alli vier neue Offen­siv­spie­ler ver­pflich­tet. Bis auf Jan­kowi­ak sind alle um die 20 Jah­re alt, also noch ziem­lich jung. Sie sag­ten, der Vor­teil in der neu­en Sai­son ist die Erfah­rung aus der letz­ten. Haben die­se jun­gen Spie­ler sol­che Erfahrung?

Jan Gern­lein: Indi­rekt. Luka­sz bringt sie auf jeden Fall mit, ich ken­ne ihn schon mehr als zehn Jah­re. Rad­zi­von und Muiz waren letz­te Sai­son immer wie­der im Trai­ning dabei und hat­ten auch schon klei­ne Ein­sät­ze in Test­spie­len. Sie wis­sen also, was bei uns los ist. Und Pfahl­mann, als ein­zi­ger, der aus der Bezirks­li­ga hoch­wech­selt, muss jetzt schau­en, wie es für ihn vom Tem­po und der Här­te her ist. Hin­zu kom­men noch Mit­tel­feld­mann Koray Kai­ser, der schon ein gan­zes Jahr in Bay­reuth unter Pro­fi­be­din­gun­gen zumin­dest mit­trai­niert hat. Und unser neu­er Tor­wart Bene­dikt Wil­lert war mit 19 schon Pro­fi beim FC Nürn­berg. Das heißt, er wird sich schnell wie­der an die­ses Niveau gewöhnen.

Bene­dikt Wil­lert ist die neue Num­mer eins vor Fabi­an Dell­er­mann. Pla­nen Sie noch mit Tor­wart Ben Olschew­ski, der einen Kreuz­band­riss hat?

Jan Gern­lein: Wir pla­nen so, dass er sich kei­nen Stress machen muss, wes­we­gen wir auch einen neu­en Tor­wart geholt haben. Bei einem Kreuz­band­riss weiß man nie, wie schnell ein Spie­ler wie­der auf dem Platz ste­hen kann.

Hät­ten Sie sich im Ange­sicht der vie­len Gegen­to­re aus der letz­ten Sai­son nicht auch in der Defen­si­ve ver­stär­ken sollen?

Jan Gern­lein: Nein. Ich wür­de behaup­ten, dass wir per­so­nell in der Ver­tei­di­gung vom Liga­schnitt her ordent­lich auf­ge­stellt sind.

Wie sieht im Ver­gleich zur letz­ten Sai­son das Bud­get aus?

Jan Gern­lein: Wir wer­den wohl Ein­schnit­te machen müs­sen. Die Finan­zen gestal­ten sich zum Bei­spiel dahin­ge­hend schwie­ri­ger, dass wir schau­en müs­sen, wie der Ersatz für die gesperr­te Tri­bü­ne ankommt. Wie neh­men die Zuschau­er die unüber­dach­te Gegen­ge­ra­de an? Denn das ist wet­ter­ab­hän­gig und uns könn­ten Ein­tritts­gel­der weg­fal­len. Aber wir neh­men das ernst und geben nicht mehr Geld aus als wir haben – das hat der Ver­ein bekann­ter­ma­ßen frü­her gemacht.

Auf wel­chen Geg­ner freu­en Sie sich in der kom­men­den Spiel­zeit am meisten?

Jan Gern­lein: Ich freue mich auf Augs­burg II. Deren Trai­ner Tobi­as Strobl war frü­her mein Chef, als ich in Schwein­furt Co-Trai­ner war und er ist ein sehr guter Freund von mir. Das sind beson­de­re Spie­le. Und sport­lich freue ich mich auf eben die­sen FC Schwein­furt, als mei­nen Ex-Ver­ein. Und es ist auch ein schö­nes Derby.

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