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München

Bay­ern wei­ter­hin unge­schla­gen in die­ser BBL-Saison

Fehl­start bringt BMA365 Bam­berg Bas­kets beim Meis­ter um jede Chance

Ein äußerst schwa­ches ers­tes Vier­tel hat die BMA365 Bam­berg Bas­kets schon früh­zei­tig das Spiel beim FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball gekos­tet. Mit 13:32 gaben die Bam­ber­ger das ers­te Vier­tel ab und unter­la­gen am Ende vor 6.500 Zuschau­ern im aus­ver­kauf­ten BMW Park in Mün­chen mit 81:96 (42:52).

Trotz des Fehl­starts kämpf­ten sich die Bam­ber­ger in die Par­tie zurück und kamen nach 21 Punk­ten Rück­stand gegen Ende des drit­ten Vier­tels noch­mals bis auf fünf Zäh­ler her­an. Doch wie Head Coach Anton Gavel vor der Par­tie bereits gewarnt hat­te, bestraf­te der Meis­ter die Feh­ler der Bam­ber­ger eis­kalt. Vor allem in den Momen­ten, als die BMA365 Bam­berg Bas­kets noch­mals rich­tig nahe her­an­ka­men, waren die Münch­ner mit ihrer gan­zen Stär­ke zur Stel­le und sieg­ten so am Ende abso­lut verdient.

Von Beginn an merk­te man den Bay­ern an, dass es mit Blick zurück auf die 70:98-Heimniederlage in der Euro­Le­ague gegen Kau­nas am Frei­tag noch etwas gut­zu­ma­chen gab. Der Meis­ter kam dem­entspre­chend fokus­siert und ener­gie­ge­la­den aufs Par­kett. Gleich in den ers­ten Minu­ten drück­ten die Münch­ner dem Spiel ihren Stem­pel auf und gin­gen schnell in Front (0:7/2.). Vor allem Isia­ha Mike war anfangs nicht in den Griff zu bekom­men und so hat­te der Kana­di­er beim 6:12 (5.) bereits zehn Zäh­ler auf sei­nem indi­vi­du­el­len Kon­to. Zudem tra­fen die Bay­ern ihre Distanz­wür­fe und nach dem vier­ten erfolg­rei­chen Drei­er (im sieb­ten Ver­such), dies­mal traf Andre­as Obst (8:20/7.), nahm Head Coach Anton Gavel sei­ne ers­te Aus­zeit. Laut­stark appel­lier­te er an sei­ne Mann­schaft, dem Geg­ner mit Ent­schlos­sen­heit ent­ge­gen­zu­tre­ten und nicht alles mit sich machen zu las­sen. Doch auch im wei­te­ren Ver­lauf des ers­ten Vier­tels fan­den die BMA365 Bam­berg Bas­kets nicht zu ihrem Spiel. Zwei wei­te­re Ball­ver­lus­te bedeu­te­ten das 8:25 (8.) und über 10:29 (9.) ende­te das ers­te Vier­tel mit einer kla­ren Füh­rung für die Bay­ern (13:32).

2:43 Minu­ten waren im zwei­ten Abschnitt gespielt, als die Münch­ner erst­mals den Vor­sprung auf +20 stell­ten (18:38/13.). Auch wenn Demar­cus Demo­nia mit sei­nen ers­ten Zäh­lern in der Par­tie beim 27:42 (15.) wie­der etwas ver­kür­zen konn­te, kamen die Bay­ern mit ihrem gedul­di­gen und viel­sei­ti­gen Angriffs­spiel immer wie­der zu frei­en Abschlüs­sen. 3:38 Minu­ten vor der Halb­zeit führ­te der Meis­ter deut­lich (29:50), als das Spiel der Bam­ber­ger nach der zwei­ten Aus­zeit von Tono Gavel nun doch end­lich Fahrt auf­nahm. Drei­er von Ibi Wat­son und Richard Bal­int sowie ein Alley-Oop von Zach Ens­min­ger auf EJ Onu zum Ende der ers­ten Halb­zeit waren Teil eines 13:2‑Laufs der Bam­ber­ger, die sich so zur Pau­se wie­der auf 42:52 her­an­ge­kämpft hatten.


„Es war schwie­rig, das Ball Move­ment der Bay­ern zu stoppen“

Der Start in die zwei­te Hälf­te gehör­te erneut den Gast­ge­bern, die ihren Vor­sprung in den ers­ten drei Minu­ten nach Wie­der­be­ginn erneut etwas aus­bau­en konn­ten (45:59/23.). Ibi Wat­son & Co. hiel­ten nun aber gut dage­gen und ein Drei-Punk­te-Spiel des Mann­schafts­ka­pi­täns ließ den Rück­stand beim 54:62 (26.) wie­der in den ein­stel­li­gen Bereich schrump­fen. Und es kam noch bes­ser: Erneut traf Bam­bergs Num­mer 2 mit einem Drei­er zum 57:64 (26.), ehe Zach Ens­min­ger die BMA365 Bam­berg Bas­kets mit zwei ver­wan­del­ten Frei­wür­fen wenig spä­ter gar auf 61:66 (28.) her­an­brach­te. Wie aber so oft zeig­te der Meis­ter genau hier sei­ne gan­ze Klas­se, denn nur 70 Sekun­den spä­ter führ­te der FCBB nach Drei­ern von Obst und Gif­fey wie­der zwei­stel­lig (61:72).

Gleich zu Beginn des Schluss­ab­schnitts gab es noch­mals Grund zum Jubel für die wie­der zahl­reich mit­ge­reis­ten Schlach­ten­bumm­ler aus Freak City. Der Drei­er von Aus­tin Crow­ley ver­kürz­te den Rück­stand auf 66:72 (31.). Doch auch hier (laut Play-by-Play-Sta­tis­tik waren es nur 4 Sekun­den) dreh­ten die Mün­che­ner nur ein­mal kurz auf und gestal­te­ten ihren Vor­sprung wie­der zwei­stel­lig. Zunächst hat­te Vla­di­mir Lucic sei­nen ers­ten Frei­wurf getrof­fen. Der zwei­te ging zwar dane­ben. Leon Krat­zer hol­te jedoch den Offen­siv-Rebound und füt­ter­te Andre­as Obst, der per Drei­er zum 66:76 ein­netz­te (31.). Die Bay­ern zogen nun noch­mals etwas an und mit einem 10:0‑Lauf auf 68:86 (35.) davon. Der Drei­er von Jus­ti­ni­an Jes­sup zum 74:92 bei noch knapp drei Minu­ten Rest­spiel­zeit bedeu­te­te die Entscheidung.

„Glück­wunsch an Gor­die und sei­ne Mann­schaft zum Sieg. Im ers­ten Vier­tel konn­ten die Bay­ern machen, was sie woll­ten. Es gab kaum Gegen­wehr von unse­rer Sei­te. Im Lau­fe des Spiels haben wir auch Stopps kre­iert, um auch ein­fa­che Punk­te machen zu kön­nen und nicht immer gegen ein Boll­werk zu lau­fen. Es war schwie­rig, das Ball Move­ment der Bay­ern zu stop­pen. 26 Assists spre­chen hier Bän­de. Der Bay­ern-Sieg geht in Ord­nung und wir wün­schen ihnen in der Euro­Le­ague viel Erfolg“, resü­mier­te Bam­bergs Head Coach Anton Gavel.

Am kom­men­den Wochen­en­de macht die easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga Pau­se, denn es ist wie­der ein­mal Pokal-Wochen­en­de. Für die BMA365 Bam­berg Bas­kets steht das Ach­tel­fi­na­le auf dem Pro­gramm und es geht nach dem Sieg in Ham­burg auch in der zwei­ten Run­de wie­der aus­wärts ums Wei­ter­kom­men. In der Stadt­hal­le Wei­ßen­fels kommt es am Sams­tag um 20:00 Uhr zur Neu­auf­la­ge des letzt­jäh­ri­gen Pokal-End­spiels zwi­schen den Wöl­fen und dem Team aus Freak City.

Bay­ern bis­her unge­schla­gen in die­ser BBL-Saison

BMA365 Bam­berg Bas­kets zu Gast beim Meister

Ehe es für die BMA365 Bam­berg Bas­kets am 26. Okto­ber erst­mals in der neu­en Sai­son in der Bro­se Are­na auf eige­nem Par­kett zur Sache gehen wird, ste­hen zunächst noch zwei wei­te­re Aus­wärts­auf­ga­ben auf dem Spiel­plan. Bevor es am 18. Okto­ber in Wei­ßen­fels beim MBC um den Ein­zug ins Pokal-Vier­tel­fi­na­le geht, ist das Team um Mann­schafts­ka­pi­tän Ibi Wat­son am mor­gi­gen Sonn­tag beim amtie­ren­den Deut­schen Meis­ter in Mün­chen zu Gast.

Im BMW Park in Mün­chen geht es am 4. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga mor­gen ab 16:30 Uhr gegen den FC Bay­ern Basketball.

Das Gast­spiel der BMA365 Bam­berg Bas­kets am Sonn­tag in Mün­chen liegt für die Bay­ern direkt zwi­schen zwei extrem wich­ti­gen Par­tien in der Euro­Le­ague. In der Königs­klas­se ver­lo­ren die Bay­ern nach der Auf­takt­nie­der­la­ge bei Pan­athi­nai­kos Athen und dem Heim­sieg gegen Bel­grad ges­tern in eige­ner Hal­le gegen Kau­nas, am Diens­tag war­tet dann Mailand.

„Auf uns kommt das nicht nur bis jetzt schwers­te Spiel zu, denn wir spie­len gegen den amtie­ren­den Deut­schen Meis­ter. Wol­len wir bei den Bay­ern über­haupt dar­an den­ken, das Spiel für uns ent­schei­den zu kön­nen, dann müs­sen wir an bei­den Enden des Spiel­felds an das Maxi­mum unse­rer Leis­tungs­fä­hig­keit her­an­kom­men. Wich­tig wird zudem sein, über wei­te Stre­cken des Spiels dis­zi­pli­niert zu blei­ben“, sagt Head Coach Anton Gavel vor dem Gast­spiel in München.

Wäh­rend die Par­tie in Mün­chen für unse­re BMA365 Bam­berg Bas­kets bereits das drit­te Aus­wärts­spiel der neu­en Sai­son ist, wird die Par­tie gegen Bam­berg für den FC Bay­ern bereits das drit­te Heim­spiel der neu­en Sai­son sein. Bei­de Teams waren am 2. Spiel­tag infol­ge von Ter­min­ver­schie­bun­gen spiel­frei. Für eben jenes ver­scho­be­ne Heim­spiel der Bam­ber­ger gegen Vech­ta wur­de noch kein neu­er Ter­min gefun­den. Das ver­leg­te Match der Münch­ner bei den Sea­wol­ves in Ros­tock fin­det sich im Spiel­plan der easy­Cre­dit BBL nun an Sil­ves­ter um 14:00 Uhr.

Sei­ne bei­den bis­he­ri­gen BBL-Par­tien konn­te der Meis­ter gewin­nen. Im Auf­takt­match der 60. Bun­des­li­ga-Sai­son besieg­ten die Münch­ner im BMW Park den Auf­stei­ger aus Jena mit 93:77. Hier gaben die Bay­ern in der zwei­ten Halb­zeit rich­tig Gas und gewan­nen am Ende nach einer recht aus­ge­gli­che­nen ers­ten Hälf­te (48:47) sou­ve­rän. Auch gegen die Veo­lia Towers Ham­burg sieg­ten Xavier Rathan-Mayes (mit 18 Punk­ten Tops­corer des Spiels) & Co. am 3. BBL-Spiel­tag recht unge­fähr­det (96:79). Wie­der erziel­te man selbst an die 100 Punk­te und hielt den Geg­ner unter 80 Zähler.

Mit Jus­tus Hol­latz, Johan­nes Voigt­mann, Andre­as Obst und Oscar da Sil­va konn­ten die Bay­ern vier ihrer frisch geba­cke­nen Euro­pa­meis­ter im Team behal­ten. Mit Kapi­tän Vla­di­mir Lucic, der in sei­ne 10. Sai­son beim FCBB geht, Nils Gif­fey und Eli­as Har­ris hat man ein mehr als soli­des Gerüst der Vor­sai­son an der Isar hal­ten kön­nen, das die Arbeit unter Head Coach Gor­don Her­bert bereits kennt. Mit Leon Krat­zer haben sich die Bay­ern einen wei­te­ren Euro­pa­meis­ter ins Team geholt. Nach dem Weg­gang unter ande­rem von Car­sen Edwards, Shabazz Napier und Devin Boo­ker galt es Ersatz zu fin­den. Vom Liga­kon­kur­ren­ten aus Ulm kam US-Ame­ri­ka­ner Jus­ti­ni­an Jes­sup. Eben­falls bereits über BBL-Erfah­rung ver­fü­gen US-Boy David McCormack aus sei­ner Zeit bei ALBA BERLIN sowie Isia­ha Mike. Der Kana­di­er spiel­te von 2020 bis 2022 zwei Sai­sons in Chem­nitz. Auch Kamar Bald­win bringt es auf­grund sei­ner Zeit in Göt­tin­gen bereits auf 27 BBL-Ein­sät­ze. Mit Xavier Rathan-Mayes wech­sel­te ein wei­te­rer Kana­di­er von Real Madrid nach Mün­chen. Der Ser­be Alek­sa Rad­a­nov kam von Legia War­schau, wo er mit EJ Onu pol­ni­scher Meis­ter wur­de. Bis­her nur in der Euro­Le­ague kam Weny­en Gabri­el zum Ein­satz. Der US-Ame­ri­ka­ner, der zudem die Staats­bür­ger­schaft des Süd­su­dan besitzt, kam aus Grie­chen­land von Pan­athi­nai­kos Athen.

Mit sei­nen gera­de ein­mal 24 Jah­ren gilt er als einer der abso­lu­ten Top-Spie­ler in Euro­pa und so war die Freu­de groß, als man Mit­te August den Wechs­le von Rokas Joku­bai­tis nach Mün­chen ver­kün­den konn­te. Die Freu­de wehr­te lei­der jedoch nicht lan­ge, denn im Spiel gegen Finn­land zog sich der Litau­er bei der Euro­Bas­ket einen Kreuz­band­riss zu und wird dem­zu­fol­ge für min­des­tens sechs Mona­te aus­fal­len. Die Bay­ern muss­ten also noch­mals auf die Suche gehen und fan­den mit Rück­keh­rer Ste­fan Jović Ersatz. Zwi­schen 2017 und 2019 trug der Ser­be schon ein­mal das Tri­kot des FC Bay­ern, im Anschluss spiel­te er die letz­ten Jah­re für BK Khim­ki (RUS), Bas­ket Zara­go­za (ESP), Pan­athi­nai­kos BC (GRE) und Valen­cia Bas­ket (ESP).

Der FC Bay­ern ist die 15. Sta­ti­on des heu­te 66-Jäh­ri­gen Gor­don Her­bert als Trai­ner. 1994 begann sei­ne Trai­ner-Kar­rie­re im fin­ni­schen Uusik­au­pun­ki. Nach einem Jahr im öster­rei­chi­schen Ober­wart führ­te ihn sein Weg 2000 in die BBL und zwar nach Würz­burg. Im Anschluss ging es von 2001 bis 2004 nach Frank­furt, wo er 2004 mit den SKYLINERS die Deut­sche Meis­ter­schaft gewann. Auch in Frank­reich, Grie­chen­land, Kana­da und in Russ­land war Gor­don Her­bert als Ver­eins-Coach aktiv. Zudem trai­nier­te er die Natio­nal­mann­schaf­ten von Geor­gi­en und Kana­da. Von 2021 bis 2024 war er Bun­des­trai­ner und gewann mit der DBB-Aus­wahl 2022 EM-Bron­ze sowie 2023 die Weltmeisterschaft.

Die Wur­zeln der Bas­ket­ball­ab­tei­lung des FC Bay­ern Mün­chen lie­gen knapp 80 Jah­re zurück. Bereits 1954 und 1955 war man Deut­scher Meis­ter und konn­te die bei­den ers­ten Titel­ge­win­ne fei­ern. In der Fol­ge­zeit such­te man den FC Bay­ern dann jedoch lan­ge nur in nie­der­klas­si­gen Ligen. Seit 2011 sind die Münch­ner aktu­ell nun zurück in der BBL.

86:95-Niederlage nach har­tem Kampf

Bro­se Bam­berg unter­liegt München

Bro­se Bam­berg bot dem FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball am 15. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ges­tern Abend einen har­ten Kampf, muss­te sich am Ende jedoch mit 86:95 geschla­gen geben.

Die Haus­her­ren zwei­mal einen zwei­stel­li­gen Rück­stand auf, hat­ten aber in den ent­schei­den­den letz­ten Minu­ten das Wurf­glück nicht mehr auf ihrer Sei­te und einen Vla­di­mir Lucic auf der ande­ren, der mit acht Punk­ten in der Cruncht­i­me sein Team zum Erfolg führ­te. Und das, obwohl Bro­se sowohl das Rebound- (34 /​39) als auch das Assist­ver­hält­nis (23 /​18) für sich ent­schei­den konn­te. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Akil Mit­chell mit 16 Punkten.

„Wenn du gegen so eine Mann­schaft gewin­nen willst, dann musst du über 40 Minu­ten fokus­siert sein. Als wir die Chan­ce hat­ten, ins Spiel zurück­zu­kom­men bezie­hungs­wei­se die klei­ne Füh­rung aus­zu­bau­en, haben wir den Fokus ver­lo­ren“, so Bro­se Bam­berg-Trai­ner Oren Amiel. „Mün­chen hat­te dann eini­ge star­ke Spiel­zü­ge, die von den Spie­lern kamen, die in sol­chen Pha­sen für sie immer über­neh­men. Jeder wuss­te, dass Lucic die Wür­fe neh­men wür­de – und er tat es. Aber, ich sage es ger­ne wie­der, wir ver­bes­sern uns von Spiel zu Spiel. Wenn wir es jetzt noch schaf­fen, die Ball­ver­lus­te zu mini­mie­ren, die uns zu viel in den letz­ten Spie­len gekos­tet haben, dann sind wir auf einem sehr guten Weg. Ich habe ein gutes Gefühl mit mei­nem Team.“

Es war von Beginn an ein mun­te­res Spiel, das vor allem bei­de Offen­siv­rei­hen bestimm­ten. Mün­chen lag schnell mit fünf Punk­ten vor­ne, Bro­se konn­te nach zwei Minu­ten aus­glei­chen: 5:5. So ging es wei­ter. Die Gäs­te erspiel­ten sich einen klei­nen Vor­sprung, Bam­berg kon­ter­te immer wie­der. Vier sehens­wer­ten Punk­ten von Tomáš Kyz­link ließ Chris Seng­fel­der kurz dar­auf den ers­ten Bam­ber­ger Drei­er fol­gen und brach­te sein Team erst­mals in Füh­rung (15:14, 6.). Das Pro­blem: Bro­se bekam die Münch­ner Distanz­wür­fe nur schwer ver­tei­digt. Vor allem Andre­as Obst stand immer wie­der frei und ver­senk­te sicher. Und den­noch blieb Bam­bergs Rück­stand immer im Rah­men, ging Bro­se mit 24:30 in die ers­te Viertelpause.

Im zwei­ten Abschnitt wur­den die Ver­tei­di­gungs­rei­hen auf­merk­sa­mer. Bis Mit­te des Vier­tels scor­ten bei­de Teams jeweils ledig­lich acht Punk­te: 32:38. Dann aller­dings traf Obst sei­nen vier­ten Drei­er und sorg­te für den bis dato höchs­ten Bam­ber­ger Rück­stand (32:41, 17.). Bro­se zeig­te sich jedoch kei­nes­wegs geschockt, sorg­te durch einen zwi­schen­zeit­li­chen 6:0‑Lauf dafür, dass das Spiel wei­ter­hin eng blieb (40:43, 19.). Aller­dings tra­fen in den letz­ten 60 Sekun­den der ers­ten Halb­zeit noch Obst – sein fünf­ter Drei­er – und Lucic mit der Sire­ne jeweils den Distanz­wurf, so dass es mit minus sie­ben aus Bam­ber­ger Sicht in die Kabi­ne ging: 42:49.

Bro­se kam mit einem Pre­witt-Drei­er aus der Halb­zeit, muss­te aller­dings anschlie­ßend acht Punk­te in Fol­ge hin­neh­men und geriet erst­mals im Spiel zwei­stel­lig in Rück­stand (45:57, 22.). Die Haus­her­ren waren dadurch jedoch kom­plett unbe­ein­druckt, scor­ten ihrer­seits einen 12:0‑Lauf und gli­chen das Spiel nach 26 Minu­ten durch einen Drei­er von Shan­non Scott wie­der aus: 59:59. Die Füh­rung aller­dings soll­te zunächst nicht wech­seln, da Mün­chen immer wie­der die pas­sen­den Ant­wor­ten auf die Bam­ber­ger Angrif­fe hat­te. Jedoch: Bro­se stand, wie schon im zwei­ten Vier­tel, jetzt aktiv und agil in der Ver­tei­di­gung, mach­te es dem FCBB enorm schwer, zu Abschlüs­sen zu kom­men. Mit der Sire­ne traf Obie­sie für die Gäs­te und sorg­te für den 67:71-Rückstand nach 30 Minuten.

Im Schluss­ab­schnitt waren zu Beginn die Münch­ner treff­si­che­rer, gin­gen nach zwei Šiš­ko-Drei­ern aller­dings nur mit sechs Zäh­lern in Füh­rung, da für Bro­se Pre­witt zunächst die Frei­wür­fe, kurz dar­auf eben­falls den Distanz­wurf ver­wan­del­te (71:77, 33.). Bam­berg figh­te­te, Bam­berg gab kei­nen Ball ver­lo­ren und Bam­berg kam: Mit­chell, Ogbe und Scott sorg­ten für einen zwi­schen­zeit­li­chen 7:0‑Run und hol­ten die Füh­rung Mit­te des Vier­tels wie­der auf ihre Sei­te: 78:77. Es war jetzt eine span­nen­de, eine packen­de Par­tie, die in der Schluss­pha­se durch Vla­di­mir Lucic ent­schie­den wur­de. Acht Punk­te vom Münch­ner Kapi­tän bedeu­te­ten 150 Sekun­den vor Schluss das 82:89. Da Bro­se in den letz­ten zwei Minu­ten vor­ne nur mehr bedingt erfolg­reich abschlie­ßen konn­te, die Münch­ner aller­dings ihre Frei­wurf­quo­te auch in den Schluss­se­kun­den bei 100 Pro­zent (28 /​28) hiel­ten, war die 86:95-Niederlage am Ende besiegelt.

Bro­se Bam­berg emp­fängt Tabellenzweiten

Gegen Mün­chen nichts zu verlieren

Bro­se Bam­berg ist am 15. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga und zum Jah­res­auf­takt 2022 heu­te ab 20.30 Uhr Gast­ge­ber für den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball. Zuschau­er sind auf­grund der aktu­el­len Ver­ord­nung nach wie vor nicht zugelassen.

Eine Woche hat­te der FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball Zeit, um sich auf die Par­tie in Bam­berg vor­zu­be­rei­ten. Das gab es die­se Sai­son noch nicht häu­fig. Mög­lich gemacht hat die für Münch­ner Ver­hält­nis­se extrem lan­ge Pau­se zwi­schen zwei Spie­len die coro­nabe­ding­te Absa­ge der Euro­Le­ague-Par­tie in Villeurbanne.

Dem FCBB wird es recht gewe­sen sein, hat­te Andrea Trin­chie­ri so doch eini­ge Tage mehr zur Ver­fü­gung, um etwa­ige Bles­su­ren sei­ner Spie­ler zu besei­ti­gen. So kann der FCBB bis auf die bei­den Rekon­va­les­zen­ten Paul Zip­ser und Dar­run Hil­li­ard wohl aus dem Vol­len schöp­fen. Das heißt kon­kret: Trin­chie­ri muss sich für sechs sei­ner neun zur Ver­fü­gung ste­hen­den inter­na­tio­na­len Spie­ler ent­schei­den, da mehr in der BBL nicht ein­ge­setzt wer­den dür­fen. Mit dem vor ein paar Wochen ver­pflich­te­ten K.C. Rivers hat der ehe­ma­li­ge Bam­ber­ger Head Coach einen wei­te­ren erfah­re­nen US-Guard neu in die Aus­wahl bekom­men. Nicht neu, dafür aber nach einer lang­wie­ri­gen Ver­let­zung wie­der zurück im Kader ist ein wei­te­rer ehe­ma­li­ger Bro­se-Spie­ler. Leon Rado­se­vic mach­te nach einer Fuß-OP am ver­gan­ge­nen Sonn­tag in Crails­heim sein ers­tes Spiel in die­ser Sai­son. Aller­dings konn­te auch er, eben­so wie der mit 23 Punk­ten stark agie­ren­de Tops­corer Rivers, die 68:77- und damit die drit­te Sai­son­nie­der­la­ge nicht ver­hin­dern. Die sorg­te dafür, dass die Bay­ern die Tabel­len­füh­rung an Bonn abge­ben muss­ten. Das wird den Ver­ant­wort­li­chen aller­dings nur wenig Sor­gen­fal­ten berei­ten. Mehr sind es da wohl eher beim Blick auf die Tabel­le in der Euro­Le­ague. Mit sie­ben Sie­gen und zehn Nie­der­la­gen ste­hen sie da ledig­lich auf Platz elf, aller­dings sind noch 17 Spie­le zu absol­vie­ren und der Abstand zu den Play­off-Rän­gen beträgt aktu­ell nur zwei Sie­ge. Daher ist auch da noch alles drin, auch wenn sich die Münch­ner sicher­lich zum aktu­el­len Zeit­punkt mehr ver­spro­chen hät­ten. Dass es nicht immer rund lief, liegt auch am Fakt, dass Trin­chie­ri bis­lang noch nie die gan­ze Mann­schaft zur Ver­fü­gung hat­te. Ver­let­zun­gen und Coro­na­er­kran­kun­gen zie­hen sich durch die bis­he­ri­ge Sai­son. Zuletzt hat­te es den bis dato Tops­corer Dar­run Hil­li­ard erwischt, der mit einer Knie­ver­let­zung län­ger aus­fal­len wird. Aktu­ell bes­te Münch­ner Wer­fer auf natio­na­lem Par­kett sind neben K.C. Rivers (23,0), der in Crails­heim aller­dings erst sein ers­tes BBL-Spiel absol­viert hat, Des­haun Tho­mas (13,6) und der Ex-Bam­ber­ger Augus­ti­ne Rubit (12,6). Die Stär­ke der Bay­ern ist die Aus­ge­gli­chen­heit im Kader: jeder kann sco­ren, jeder kann das Spiel an sich rei­ßen. Im ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen bei­der Teams die­se Sai­son – Anfang Okto­ber letz­ten Jah­res im BBL-Pokal – waren es etwa Wal­den und Jaramaz, die dafür sorg­ten, dass Mün­chen, nach einer Bam­ber­ger Halb­zeit­füh­rung, die zwei­te Hälf­te mit 56:32 und damit das Spiel für sich ent­schei­den konn­ten. Die ande­re baye­ri­sche Stär­ke: die Ver­tei­di­gung. Mit gera­de ein­mal zuge­las­se­nen 73,3 Punk­ten im Schnitt ist Mün­chen das defen­siv­stärks­te Team der BBL.

Für Bro­se Bam­berg gilt es, den posi­ti­ven Flow aus dem letz­ten Spiel in Wei­ßen­fels mit­zu­neh­men. Dort war zwar auch nicht alles gut, am Ende aber stand der ers­te Sieg nach zuletzt sechs Nie­der­la­gen in den Büchern. Und der war, wenn man sich die Emo­tio­nen direkt nach Spiel­schluss ansah, extrem wich­tig. Vor allem für die Psy­che. Aller­dings, auch das ist klar, es ist ledig­lich ein Sieg, von einer Trend­wen­de kann noch nicht gespro­chen wer­den. Aber das Spiel hat gezeigt, dass sich Bro­se auf dem rich­ti­gen Weg befin­det. Bereits in den letz­ten Par­tien war eine Stei­ge­rung sicht­bar, nun also die Beloh­nung. Dar­auf gilt es auf­zu­bau­en. Mit Mün­chen, Ham­burg und Würz­burg ste­hen zum Vor­run­den­en­de nun drei Spie­le in sie­ben Tagen auf dem Pro­gramm. Die Marsch­rou­te dabei ist klar: den posi­ti­ven Trend fort­set­zen. In Wei­ßen­fels war es offen­siv wie defen­siv über wei­te Stre­cken eine anspre­chen­de Leis­tung. Der Drei­er fiel hoch­pro­zen­tig (46 Pro­zent), sechs Spie­ler punk­te­ten zwei­stel­lig. Auf­fäl­lig aber auch: in der Defen­si­ve zeig­te sich Bam­berg ver­bes­sert, das Sys­tem, das Oren Amiel spie­len las­sen will, geht lang­sam aber ste­tig in die Köp­fe und Kör­per der Spie­ler über. Bro­ses bes­ter Wer­fer in Wei­ßen­fels ist auch Bro­ses bes­ter Wer­fer in den bis­he­ri­gen Spie­len: Chris­ti­an Seng­fel­der erziel­te bis dato im Schnitt 18,8 Punk­te pro Par­tie. Ihm fol­gen Omar Pre­witt (13,3), Jus­tin Robin­son (12,5) und Akil Mit­chell (10,8) mit eben­falls noch zwei­stel­li­ger Aus­beu­te. Einen star­ken Ein­stand im neu­en Dress fei­er­te zudem Tomáš Kyz­link, der sich mit sechs Punk­ten, acht Rebounds, zwei Assists, einem Ste­al und kei­nem ein­zi­gen Ball­ver­lust bei sei­nem Debüt in den Sta­tis­tik­bo­gen ein­tra­gen konnte.

„Der Sieg in Wei­ßen­fels war enorm wich­tig für unser Selbst­ver­trau­en. Er war nicht immer schön und wir haben auch nicht durch­weg gut gespielt, aber ein Sieg ist ein Sieg und das ist in unse­rer Situa­ti­on das ein­zi­ge, das zählt. Jetzt gilt es die guten Momen­te mit ins Spiel gegen Mün­chen zu neh­men. Ich den­ke, dass wir uns in den letz­ten Wochen kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert haben, dass wir lang­sam aber sicher die Vor­stel­lun­gen von Oren ver­ste­hen und umset­zen kön­nen. Gegen Bay­ern müs­sen wir ver­su­chen, über die gesam­ten 40 Minu­ten den Fokus hoch­zu­hal­ten. Sie hat­ten jetzt nahe­zu eine gan­ze Woche Pau­se, sind also aus­ge­ruht. Daher gilt es für uns: wir müs­sen an uns und unse­re Stär­ken glau­ben und ver­su­chen, wie­der einen Schritt nach vor­ne zu machen“, so Chris­ti­an Sengfelder. 

Am Mitt­woch gas­tiert Bro­se Bam­berg dann bei den Ham­burg Towers, das nächs­te Heim­spiel steigt dann am kom­men­den Sams­tag gegen Würzburg.