Browse Tag

Tag des offenen Denkmals

Bun­des­wei­te Eröff­nung für den Tag des offe­nen Denkmals®

Denk­mal­haupt­stadt Bam­berg: 10.000 Men­schen beim Aktionstag

„Der heu­ti­ge Tag macht unse­re Denk­mä­ler erleb­bar. Den Dom oder St. Micha­el ken­nen vie­le, aber die zahl­lo­sen klei­nen Denk­mä­ler und die ver­steck­ten Ecken der Stadt Bam­berg – genau die­se kann man heu­te ent­de­cken!“ Mit sei­nem State­ment auf der Büh­ne am Max­platz lie­fer­te Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er das bes­te Argu­ment für einen Besuch beim Tag des offe­nen Denk­mals®. Am gest­ri­gen Sonn­tag ging die­ser in ganz Deutsch­land über die Büh­ne – mit der bun­des­wei­ten Eröff­nung erst­mals in Bamberg.

Mit dem Durch­schnei­den eines Ban­des gaben OB Nie­der­mai­er, Staats­se­kre­tär Mar­tin Schöf­fel, der Vor­stand der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, Dr. Julia­ne Parys und Dr. Stef­fen Sku­del­ny, sowie die Bam­ber­ger Denk­mal-Eigen­tü­mern Katha­ri­na und Kili­an Schumm den offi­zi­el­len Start­schuss für Deutsch­lands größ­tes Kul­tur­event. Unter dem Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ öff­ne­ten allein in Bam­berg rund 56 his­to­ri­sche Orte ihre Türen, bun­des­weit waren es über 7.000 Denk­ma­le. Rund um den zen­tra­len Ver­an­stal­tungs­ort am Max­platz sowie bei Füh­run­gen, Spa­zier­gän­gen, Schau­bau­stel­len und zahl­rei­chen wei­te­ren Ange­bo­ten ent­deck­ten bis zu 10.000 Besu­che­rin­nen und Besu­cher Denk­ma­le aus ganz unter­schied­li­chen Perspektiven.

Die Eröff­nung am Max­platz wur­de mode­riert von Flo­ri­an Buch­mai­er und musi­ka­lisch umrahmt unter ande­rem vom Spiel­manns­zug „Die Bam­ber­ger Stadt­pfei­fer“ und dem Ensem­ble „Doloct­em­ble“. Direkt am neu­en Rat­haus erwar­te­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher den gan­zen Tag über ein „Markt der Mög­lich­kei­ten“, künst­le­ri­sche Dar­bie­tun­gen sowie Kul­tur- und Mit­ma­ch­an­ge­bo­te. Am Nach­mit­tag stan­den unter ande­rem die inklu­si­ve Tanz­grup­pe „Wackel­kon­takt“ und die Kult­band „Bam­bäg­ga“ auf der Bühne.

Dr. Stef­fen Sku­del­ny, Vor­stand der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, hob bei der Eröff­nung die beson­de­re Ver­bin­dung zwi­schen Denk­mal­schutz und Bam­berg her­vor: „Kaum eine Stadt macht die Bedeu­tung des Denk­mal­schut­zes so ein­drucks­voll erleb­bar wie Bam­berg. Die her­aus­ra­gen­de Denk­mal­sub­stanz und die exzel­len­te Aus­bil­dung an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg prä­gen auch unse­re Arbeit, denn vie­le unse­rer Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen haben hier stu­diert. Den Tag des offe­nen Denk­mals in Bam­berg zu eröff­nen, ist für uns daher ein ech­tes Nachhausekommen.“


Denk­mal­pfle­ge zum Anfassen

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auf den Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz. Am baro­cken Wohn­haus am Michels­berg waren Restau­rie­rungs­ar­bei­ten unmit­tel­bar vor Ort zu sehen. Auch im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof in der Obe­ren Karo­li­nen­stra­ße und im ehe­ma­li­gen Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße wur­de anschau­lich ver­mit­telt, wie his­to­ri­sche Bau­sub­stanz unter­sucht, gesi­chert und für die Zukunft erhal­ten wird.

Auch zahl­rei­che bekann­te Bam­ber­ger Denk­ma­le konn­ten neu oder aus unge­wohn­ten Per­spek­ti­ven erlebt wer­den. Die Alte Hof­hal­tung, die Neue Resi­denz, das Alte Rat­haus, St. Micha­el und die Alten­burg gehör­ten eben­so zum Pro­gramm wie zahl­rei­che pri­va­te und sonst ver­schlos­se­ne Gebäu­de. So freu­ten sich Bam­ber­ger Besu­cher wie Tho­mas Göl­ler, dass das Haus zum Kra­nich in der Gene­rals­gas­se geöff­net hat­te. „Hier habe ich vor etwa 40 Jah­ren das ‚Down­s­tairs‘ besucht. Auch die Amis kamen hier ger­ne her“, schwelg­te er in Erin­ne­run­gen, wäh­rend er zeigt, wo einst die Tische stan­den und der Aus­schank war. Göl­ler: „Es ist total schön, dass man an die­sem Tag in Gebäu­de kann, wo man sonst nicht rein­kommt!“ Ange­li­ka Russ aus Bam­berg nutz­te den Tag ganz bewusst, um Freun­den aus Haß­furt das „Haus zum Bene­dikt“ zu zei­gen, das unschein­bar in einer Neben­gas­se der beleb­ten Austra­ße liegt. „Da läuft man ein­fach vor­bei und weiß gar nicht, was hin­ter die­sen Mau­ern liegt“, erzähl­te die Bam­ber­ge­rin und schwärm­te vom „Reiz der isla­mi­schen Kunst“, die hier aus­ge­stellt ist.


Geschich­te trifft Zukunft

Das Mot­to „Netz­WER­KE“ wur­de dabei nicht nur anhand his­to­ri­scher Infra­struk­tur sicht­bar. Mit For­ma­ten wie „Kir­chen­räu­me neu erle­ben“ mit VR-Tech­nik, dem Gesprächs­for­mat „Wer lebt im Denk­mal? Sozia­le Räu­me in Bam­berg“ und dem Bür­ger­la­bor „Netz­WER­KE: Was Bam­berg zusam­men­hält“ wur­de der Blick auch auf aktu­el­le Fra­gen gelenkt: Wie wer­den his­to­ri­sche Räu­me heu­te genutzt? Wie kön­nen moder­ne Tech­no­lo­gien bei der Ver­mitt­lung und Bewah­rung von Kul­tur­er­be hel­fen? Und wel­che Bedeu­tung haben Orte für das gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der? Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg gab in der ehe­ma­li­gen Domi­ni­ka­ner­kir­che Ein­bli­cke in moder­ne Metho­den der Denk­mal­for­schung. Im Zen­trum Welt­erbe stand mit der Aus­stel­lung „Welt­erbe und Nach­hal­tig­keit“ zudem die Fra­ge im Mit­tel­punkt, wel­che Impul­se his­to­ri­sches Bau­en für eine nach­hal­ti­ge Zukunft geben kann.

„Die bun­des­wei­te Eröff­nung war ein tol­ler Erfolg und hat unser Welt­erbe detail­reich einer brei­ten Öffent­lich­keit näher­ge­bracht“, resü­mier­te die städ­ti­sche Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar. Sie dank­te der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz für das Ver­trau­en, die Ver­an­stal­tung nach Bam­berg zu ver­ge­ben, und den vie­len pri­va­ten und öffent­lich Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer für die Bereit­schaft, ihre his­to­ri­schen Gebäu­de zu präsentieren.

Bereits am Vor­abend war der Tag des offe­nen Denk­mals ein­ge­läu­tet wor­den. Bei der Auf­nah­me des Liv­e­pod­casts „Der Rest ist Geschich­te“ im Alten E‑Werk hat­ten sich Deutsch­land­funk-Mode­ra­tor Jörg Bies­ler mit den His­to­ri­kern Dr. Muri­el Gon­za­les Athe­nas und Prof. Dr. Rein­hold Reith über Geschich­te und Gegen­wart des Hand­werks unter­hal­ten. Auch das zahl­rei­che Publi­kum war sich einig, dass es schlimm ist, wenn Hand­werks­be­ru­fe ver­schwin­den. „Damit gehen wich­ti­ge Fähig­kei­ten ver­lo­ren“, gaben über zwei Drit­tel der Besu­che­rin­nen und Besu­cher bei einer Abstim­mung an.

Bun­des­wei­te Eröff­nung für den Tag des offe­nen Denkmals®

Bam­berg öff­net sei­ne Denk­ma­le: Am Sonn­tag wird Geschich­te lebendig

Nur noch weni­ge Tage, dann wird Bam­berg zum Zen­trum für den bun­des­wei­ten Tag des offe­nen Denk­mals®: Am Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber 2026, öff­nen in der Welt­erbe­stadt zahl­rei­che his­to­ri­sche Gebäu­de und Orte ihre Türen. Unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher bekann­te Bau­wer­ke aus neu­en Per­spek­ti­ven ent­de­cken, sonst nicht zugäng­li­che Räu­me besich­ti­gen und erle­ben, wie Denk­mal­schutz heu­te prak­tisch funk­tio­niert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Von der Alten Hof­hal­tung und der Neu­en Resi­denz über das Alte Rat­haus und die Dom­bau­hüt­te bis hin zu tech­ni­schen Denk­ma­len wie der Schleu­se 100 und dem Lok­schup­pen reicht das Pro­gramm. Beson­ders anschau­lich wird Denk­mal­pfle­ge bei den Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz am Kai­ser-Hein­rich-Por­tal an der Kir­che St. Micha­el, am Karl-Stein­bau­er-Haus, am Michels­berg 25, im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof und im ehe­ma­li­gen Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße. Das Denk­mal­pfle­ge nicht ver­staubt ist, beweist die die Uni­ver­si­tät Bam­berg, die prak­ti­sche Ein­bli­cke in moder­ne Metho­den der Denk­mal­for­schung ermög­licht, dar­un­ter 3D-Scan­ning und Vir­tu­al Reality.

Von 12 bis 16.30 Uhr ver­keh­ren Shut­tle­bus­se im 30-Minu­ten-Takt zwi­schen dem ZOB und den Veranstaltungsorten.

Ins­ge­samt öff­nen rund 56 Denk­ma­le ihre Türen. Vie­le Füh­run­gen, Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen ste­hen auf dem Pro­gramm. Zen­tra­ler Ver­an­stal­tungs­ort ist der Maxi­mi­li­ans­platz, wo es bei einem Markt der Mög­lich­kei­ten unter ande­rem span­nen­de Mit­ma­ch­an­ge­bo­te gibt. Um 11 Uhr wird hier auch die bun­des­wei­te Ver­an­stal­tung eröff­net und am Nach­mit­tag gibt es hier ein Unter­hal­tungs­pro­gramm für die gan­ze Familie.

Umfang­rei­ches Programm

Die meis­ten Ange­bo­te sind kos­ten­frei. Für ein­zel­ne Füh­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen ist eine Anmel­dung erfor­der­lich. Das voll­stän­di­ge Pro­gramm für Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber 2026, ist nach­fol­gend in kur­zer Form zusam­men­ge­stellt. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen gibt es unter anderem:

Füh­run­gen, Vor­trä­ge und Ein­bli­cke am 13. September

Tag des offe­nen Denk­mals 2026: Eröff­nung mit Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el und Rat­haus am Maxplatz

Mit der bun­des­wei­ten Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals® am 13. Sep­tem­ber 2026 fällt in der UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg der offi­zi­el­le Start­schuss für Deutsch­lands größ­tes Kul­tur­event. Die Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el ist dabei einer von meh­re­ren Stand­or­ten der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Auch im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein Pro­gramm­punkt. Die Stadt Bam­berg und die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz als bun­des­wei­te Koor­di­na­to­rin des Tags des offe­nen Denk­mals® geben an ver­schie­de­nen Orten Ein­bli­cke in bedeu­ten­de Bau­wer­ke und aktu­el­le Pro­jek­te der Denkmalpflege.


Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el: Füh­run­gen und Vorträge

Von 11 bis 16 Uhr ste­hen in der Klos­ter­an­la­ge meh­re­re Füh­run­gen und Vor­trä­ge auf dem Pro­gramm. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Kir­che St. Micha­el sowie die Schau­bau­stel­le „Kai­ser-Hein­rich-Por­tal“. Besu­che­rin­nen und Besu­cher erhal­ten dabei Ein­bli­cke in die Geschich­te und Bedeu­tung der Klos­ter­an­la­ge sowie in die aktu­el­len denk­mal­pfle­ge­ri­schen Arbeiten.

Beglei­tet wird das Pro­gramm unter ande­rem von Fach­leu­ten des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Denk­mal­pfle­ge und der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, die ihr Fach­wis­sen zu den his­to­ri­schen Bau­wer­ken und ihrer Erhal­tung vermitteln.

Für die ein­zel­nen Pro­gramm­punk­te gilt eine Anmel­dung direkt vor Ort am Ver­an­stal­tungs­tag. Vor­zei­ti­ge Anmel­dun­gen per Tele­fon, E‑Mail oder auf ande­rem Wege kön­nen nicht berück­sich­tigt wer­den. Die Teil­neh­mer­zahl ist auf 20 Per­so­nen pro Pro­gramm­punkt begrenzt.


Rat­haus am Max­platz: Ein­bli­cke in die geplan­te Sanierung

Ein wei­te­res Ange­bot der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung gibt es im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz: Dort kön­nen sich Inter­es­sier­te über die Pla­nun­gen zur Sanie­rung rund um das QuaM (Quar­tier am Max­platz) infor­mie­ren. Eine Aus­stel­lung ver­mit­telt Hin­ter­grün­de und gibt Ein­bli­cke in die vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men und die wei­te­re Ent­wick­lung des Are­als. Der Zugang Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz ist frei und ohne Anmel­dung möglich.


Bun­des­wei­te Eröff­nung in Bamberg

Von his­to­ri­schen Bau­wer­ken wie der Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el bis hin zu aktu­el­len Sanie­rungs- und Pla­nungs­pro­jek­ten erhal­ten Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Mög­lich­keit, sich unmit­tel­bar vor Ort mit dem bau­kul­tu­rel­len Erbe und sei­ner Zukunft aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg steht dabei stell­ver­tre­tend für die tau­sen­den Denk­ma­le, die am zwei­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de deutsch­land­weit ihre Türen öffnen.

Alle Infor­ma­tio­nen sowie eine Info­bro­schü­re sind hier zu finden. 

Bun­des­wei­te Eröff­nung macht Bam­berg zum Zen­trum der Denkmalpflege

Tag des offe­nen Denkmals®

Am Sonn­tag, dem 13. Sep­tem­ber 2026, wird Bam­berg zum Mit­tel­punkt für den Tag des offe­nen Denk­mals® in Deutsch­land. Erst­mals fin­det die bun­des­wei­te Eröff­nungs­fei­er der größ­ten Kul­tur­ver­an­stal­tung Deutsch­lands in der Welt­erbe­stadt statt. Gemein­sam mit der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD) lädt die Stadt Bam­berg dazu ein, Denk­ma­le aus neu­en Per­spek­ti­ven ken­nen­zu­ler­nen und außer­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke in his­to­ri­sche Gebäu­de, lau­fen­de Restau­rie­run­gen und ver­bor­ge­ne Orte zu erhal­ten, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„An die­sem Tag kön­nen auch Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger die Schön­heit ihrer Stadt neu ent­de­cken“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er bei einer Pres­se­kon­fe­renz im His­to­ri­schen Muse­um zur Vor­stel­lung des Programms.

„Der Tag des offe­nen Denk­mals macht Jahr für Jahr sicht­bar, wie viel Enga­ge­ment, Fach­wis­sen und Lei­den­schaft hin­ter dem Erhalt unse­rer Bau- und Kul­tur­denk­ma­le ste­hen. Er beweist ein­drucks­voll, dass Denk­mal­schutz kein Nischen­the­ma ist, son­dern Men­schen in ganz Deutsch­land begeis­tert und zusam­men­bringt. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg unter­streicht die beson­de­re Bedeu­tung der Welt­erbe­stadt für die deut­sche Denk­mal­land­schaft und setzt ein star­kes Zei­chen für die Wert­schät­zung unse­res kul­tu­rel­len Erbes“, erklärt DSD-Vor­stand Dr. Stef­fen Skudelny.

Der dies­jäh­ri­ge Akti­ons­tag am 13. Sep­tem­ber soll unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ zei­gen, wie eng Denk­mal­schutz, Stadt­ent­wick­lung und gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt mit­ein­an­der ver­bun­den sind. In ganz Deutsch­land öff­nen mehr als 6.000 Denk­ma­le ihre Türen.

„Dass die bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals hier in Bam­berg statt­fin­det, ist eine gro­ße Aus­zeich­nung für unse­re Stadt. Sie wür­digt nicht nur unser ein­zig­ar­ti­ges UNESCO-Welt­erbe, son­dern vor allem das außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment unzäh­li­ger Men­schen, die sich tag­täg­lich für den Erhalt unse­rer his­to­ri­schen Bau­sub­stanz ein­set­zen. Am 13. Sep­tem­ber wird Bam­berg zei­gen, wie leben­dig Denk­mal­pfle­ge sein kann – als Gemein­schafts­auf­ga­be und als Brü­cke zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunft“, sagt OB Niedermaier.


Ser­vice: Alles zum Tag des offe­nen Denkmals

Alle bun­des­weit ange­mel­de­ten Denk­ma­le und tages­ak­tu­el­le Ände­run­gen sind online sowie in der App zum Tag des offe­nen Denk­mals zu fin­den. Das voll­stän­di­ge Pro­gramm mit allen Füh­run­gen, Ver­an­stal­tun­gen und Hin­wei­sen zu Anmel­dun­gen und Shut­tle-Bus­sen in Bam­berg ist in der Pro­gramm­bro­schü­re sowie online unter www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals erhält­lich. Auch auf www.kultur.bamberg.de sind die Ter­mi­ne und vie­le Infor­ma­tio­nen zu fin­den. Alle Ange­bo­te sind kos­ten­frei. Für ein­zel­ne Füh­run­gen ist auf­grund begrenz­ter Teil­neh­mer­zah­len eine vor­he­ri­ge Anmel­dung erforderlich.


Markt der Mög­lich­kei­ten am Maxplatz

Besu­che­rin­nen und Besu­cher erwar­tet ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm mit stadt­weit über 60 geöff­ne­ten Denk­ma­len, Tou­ren und Aktio­nen. Zen­tra­ler Ver­an­stal­tungs­ort ist der Max­platz, wo um 11 Uhr der Tag offi­zi­ell eröff­net wird. Bis 17 Uhr wird Musik und Unter­hal­tung für die gan­ze Fami­lie auf der Büh­ne gebo­ten. Den musi­ka­li­schen Höhe­punkt setzt am Nach­mit­tag der Bam­ber­ger Kult­rap­per Bambägga.

Wäh­rend des gesam­ten Tages bie­tet der inter­ak­ti­ve „Markt der Mög­lich­kei­ten“ Ein­bli­cke in die Denk­mal­pfle­ge. An zahl­rei­chen Stän­den kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher denk­malspezifische The­men ent­de­cken und selbst aktiv wer­den. Krea­ti­ve Mit­ma­ch­an­ge­bo­te, dar­un­ter Stei­ne­klop­fen mit einem Stein­metz und Ver­gol­den laden Groß und Klein dazu ein, ver­schie­de­ne Hand­werks­tech­ni­ken ken­nen­zu­ler­nen, Bau­kul­tur zu erkun­den und Denk­ma­le mit neu­en Augen zu sehen.

Stadt­weit öff­nen zahl­rei­che sonst ver­schlos­se­ne Gebäu­de ihre Türen und bie­ten ein exklu­si­ves Pro­gramm zum Tag des offe­nen Denk­mals. Für den Besuch der Denk­ma­le ist ein kos­ten­frei­er Shut­tle durch das Stadt­ge­biet eingerichtet.

Zu den beson­de­ren Höhe­punk­ten zäh­len die Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz. An fünf För­der­pro­jek­ten der Stif­tung kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher Denk­mal­pfle­ge ganz prak­tisch erle­ben und den aus­füh­ren­den Gewer­ken bei der Restau­rie­rung über die Schul­ter schau­en. Am baro­cken Wohn­haus am Michels­berg 25 demons­trie­ren Kir­chen­ma­ler die Restau­rie­rung der his­to­ri­schen Figu­ren Kai­ser Hein­richs II. und Kai­se­rin Kuni­gun­des. Im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof in der Obe­ren Karo­li­nen­stra­ße kön­nen Besu­cher restau­ra­to­ri­sche Vor­un­ter­su­chun­gen an einer erst kürz­lich ent­deck­ten Wand­ma­le­rei ver­fol­gen. Im Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße wird anschau­lich gezeigt, wie his­to­ri­sche Bau­sub­stanz behut­sam für die Zukunft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.


Denk­mal­ei­gen­tü­mer gewäh­ren beson­de­re Einblicke

Im Rah­men des Pres­se­ge­sprächs konn­te bereits das bekann­te „Schwert­fe­ger­häus­chen“ in der Karo­li­nen­stra­ße besich­tigt wer­den. Das vier­ge­schos­si­ge Wohn- und Geschäfts­haus, das im Kern aus dem 12. Jahr­hun­dert stammt, wur­de vor weni­gen Jah­ren durch einen Brand stark beschä­digt. Denk­mal­ei­gen­tü­mer und Archi­tek­ten Anne-Kris­tin Gel­ler und Phil­ipp Dorn­busch führ­ten durch das Gebäu­de und erklär­ten die Wie­der­auf­bau­ar­bei­ten. Am 13. Sep­tem­ber wird das Haus auch sei­ne Türen für Besu­che­rin­nen und Besu­cher öffnen.

Zahl­rei­che öffent­li­che Denk­ma­le bie­ten an die­sem Tag eben­falls beson­de­re Pro­gram­me. So ermög­licht die Neue Resi­denz aus­nahms­wei­se Ein­bli­cke in Berei­che, die sonst der­zeit nicht zugäng­lich sind. Im Alten Rat­haus wer­den groß­for­ma­ti­ge Fotos gezeigt, die doku­men­tie­ren, wie der Ver­kehr frü­her durch das Brü­cken­rat­haus ver­lief, wäh­rend im Rat­haus am Max­platz eine Aus­stel­lung die geplan­te Sanie­rung darstellt.

Pas­send zum Jah­res­mot­to rücken zudem his­to­ri­sche Infra­struk­tur und tech­ni­sche Denk­ma­le in den Mit­tel­punkt. Füh­run­gen durch die Schleu­se 100 des Lud­wig-Donau-Main-Kanals, das ehe­ma­li­ge Elek­tri­zi­täts­werk oder der Lok­schup­pen aus dem 19. Jahr­hun­dert machen sicht­bar, wie tech­ni­sche Bau­wer­ke über Jahr­hun­der­te das Leben der Men­schen geprägt haben.


Denk­mal­pfle­ge trifft For­schung und Innovation

Einen beson­de­ren Schwer­punkt setzt Bam­berg auch auf die Ver­bin­dung von Denk­mal­pfle­ge und Wis­sen­schaft. Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg prä­sen­tiert in der ehe­ma­li­gen Domi­ni­ka­ner­kir­che aktu­el­le For­schungs­pro­jek­te zu digi­ta­len Restau­rie­rungs­me­tho­den, 3D-Scans, Vir­tu­al Rea­li­ty und Kli­ma­schutz im Denk­mal­be­reich. Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen erle­ben, wie moder­ne Tech­no­lo­gien dazu bei­tra­gen, jahr­hun­der­te­al­tes Kul­tur­er­be zu bewah­ren und für kom­men­de Gene­ra­tio­nen zu dokumentieren.

Auch das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg greift aktu­el­le Zukunfts­fra­gen auf. Die Aus­stel­lung „Welt­erbe und Nach­hal­tig­keit“ zeigt anhand anschau­li­cher Bei­spie­le, wie his­to­ri­sche Bau­wei­sen und tra­di­tio­nel­le Mate­ria­li­en Ant­wor­ten auf heu­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen lie­fern kön­nen. Inter­ak­ti­ve Ange­bo­te und Mit­mach­sta­tio­nen rich­ten sich dabei aus­drück­lich auch an Fami­li­en und Kinder.


Eine Stadt als leben­di­ges Denkmal

Ob mit­tel­al­ter­li­che Bür­ger­häu­ser, baro­cke Resi­den­zen, tech­ni­sche Denk­ma­le oder denk­mal­ge­schütz­te Indus­trie­bau­ten – kaum eine ande­re Stadt ver­eint auf so engem Raum eine ver­gleich­ba­re Viel­falt his­to­ri­scher Zeug­nis­se wie Bam­berg. Der Tag des offe­nen Denk­mals bie­tet die sel­te­ne Gele­gen­heit, die­se Viel­falt nicht nur zu besich­ti­gen, son­dern ihre Geschich­ten unmit­tel­bar zu erleben.

„Unse­re Denk­ma­le erzäh­len nicht nur von der Ver­gan­gen­heit. Sie sind Orte der Begeg­nung, der Iden­ti­tät und des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts. Genau das macht Bam­berg zu einem idea­len Gast­ge­ber für die bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals“, betont Bam­bergs Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Siebenhaar.

DSD wählt frän­ki­sche UNESCO-Welt­erbe­stadt als Aus­tra­gungs­ort für zen­tra­le Eröffnungsfeier

Bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals® 2026 in Bamberg

Die bun­des­weit zen­tra­le Eröff­nungs­fei­er des Tags des offe­nen Denk­mals fin­det in die­sem Jahr am 13. Sep­tem­ber auf dem Maxi­mi­li­ans­platz in Bam­berg statt, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD) gab als bun­des­wei­te Koor­di­na­to­rin des größ­ten Kul­tur­events Deutsch­lands die Ent­schei­dung beim gest­ri­gen Pres­se­ter­min im Bam­ber­ger Brü­cken­rat­haus bekannt. Geras Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Dan­nen­berg über­reich­te den Staf­fel­stab aus Gera, Eröff­nungs­stadt 2025, per­sön­lich an Andre­as Star­ke, den Ober­bür­ger­meis­ter der frän­ki­schen UNESCO-Welt­erbe­stadt. Damit wird die Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals erst­mals seit zehn Jah­ren wie­der in Bay­ern gefeiert.

Die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz bringt zahl­rei­che Ange­bo­te für Denk­mal­freun­de mit, dar­un­ter einen inter­ak­ti­ven Markt der Mög­lich­kei­ten mit Akteu­ren der Denk­mal­pfle­ge sowie ein viel­sei­ti­ges Büh­nen­pro­gramm mit hoch­ka­rä­ti­gen Gäs­ten. Cha­rak­te­ris­tisch für die Eröff­nungs­stadt des bun­des­wei­ten Events sind auch die soge­nann­ten Schau­bau­stel­len der DSD, bei denen Besu­che­rin­nen und Besu­cher akti­ven Denk­mal­schutz an aus­ge­wähl­ten För­der­ob­jek­ten der Stif­tung erle­ben dür­fen. Punk­tu­el­le För­de­run­gen sol­cher Maß­nah­men durch die DSD im Rah­men der Eröff­nung sind als Kom­pli­ment für das öffent­li­che und pri­va­te Enga­ge­ment der Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner zu verstehen.

Iko­ni­sche Denk­ma­le wie der Bam­ber­ger Dom, das Brü­cken­rat­haus oder die Alte Hof­hal­tung ste­hen exem­pla­risch für die Viel­falt erhal­tens­wer­ter Bau­wer­ke in Bam­berg. Die Bam­ber­ger Alt­stadt wur­de 1993 auf­grund ihrer außer­ge­wöhn­li­chen his­to­ri­schen Stadt­land­schaft auf die UNESCO-Welt­erbe­lis­te auf­ge­nom­men und zählt zu den größ­ten Flä­chen­denk­ma­len Deutsch­lands. Das über 1.000-jährige Bam­berg ist ein her­vor­ra­gend erhal­te­nes Bei­spiel für eine auf früh­mit­tel­al­ter­li­cher Grund­struk­tur ent­wi­ckel­te mit­tel­eu­ro­päi­sche Stadt. Am Tag des offe­nen Denk­mals erhal­ten Inter­es­sier­te die ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, sonst nicht zugäng­li­che Orte und Alt­be­kann­tes mit neu­em Blick zu ent­de­cken. Unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ wer­den auch in Bam­berg vie­le Denk­ma­le ihre Pfor­ten öff­nen und Initia­ti­ven ihre Arbeit vorstellen.

Als Gast­ge­ber der bun­des­wei­ten Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals ist Bam­berg ein posi­ti­ves Bei­spiel akti­ver Denk­mal­pfle­ge: Mit der 2003 gegrün­de­ten Stif­tung Welt­kul­tur­er­be Bam­berg unter­stützt die Stadt pri­va­te Eigen­tü­mer und Kul­tur­pro­jek­te nach­hal­tig. Wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz bie­tet seit 2012 der eigen­stän­di­ge Lehr­stuhl für Denk­mal­pfle­ge an der Uni­ver­si­tät Bam­berg, ergänzt durch das Kom­pe­tenz­zen­trum für Denk­mal­wis­sen­schaf­ten und Denk­mal­pfle­ge (KDWT).

„Mit unse­rer rei­chen Denk­mal­land­schaft, der hohen Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie der lang­jäh­ri­gen Erfah­rung in der Ver­mitt­lung von Bau­kul­tur bie­tet Bam­berg idea­le Vor­aus­set­zun­gen für die bun­des­wei­te Eröff­nungs­ver­an­stal­tung. Wir sind stolz, hier Gast­ge­ber sein zu dür­fen, und freu­en uns auf vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher am 13. Sep­tem­ber 2026“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. Ein beson­de­rer Höhe­punkt für die­ses Jahr: Gleich zwei Denk­mä­ler euro­päi­schen Ran­ges – die ehe­ma­li­ge Abtei­kir­che St. Micha­el und das Schloss Gey­ers­wörth – wer­den nach umfas­sen­den Gene­ral­sa­nie­run­gen wie­der­eröff­net. Die Abtei­kir­che und ande­re Berei­che der ehe­ma­li­gen Klos­ter­an­la­ge wer­den am Tag des offe­nen Denk­mals präsentiert.


Tag des offe­nen Denkmals

Der Tag des offe­nen Denk­mals ist die größ­te Kul­tur­ver­an­stal­tung Deutsch­lands. Seit 1993 wird sie von der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD), die unter der Schirm­herr­schaft des Bun­des­prä­si­den­ten steht, bun­des­weit koor­di­niert. Die DSD ist für das Kon­zept des Akti­ons­tags ver­ant­wort­lich, legt das jähr­li­che Mot­to fest und stellt ein umfas­sen­des Online-Pro­gramm sowie zahl­rei­che kos­ten­lo­se Wer­be­me­di­en zur Ver­fü­gung. Sie unter­stützt die Ver­an­stal­ter mit bun­des­wei­ter Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit sowie einem brei­ten Ser­vice­an­ge­bot. Der Tag des offe­nen Denk­mals ist der deut­sche Bei­trag zu den Euro­pean Heri­ta­ge Days. Mit die­sem Tag schafft die pri­va­te Stif­tung gro­ße Auf­merk­sam­keit für die Denk­mal­pfle­ge in Deutsch­land. Vor Ort gestal­tet wird der Tag von unzäh­li­gen Ver­an­stal­tern – von Denk­mal­ei­gen­tü­mern, Ver­ei­nen und Initia­ti­ven bis hin zu haupt­amt­li­chen Denk­mal­pfle­gern –, ohne die die Durch­füh­rung des Tags des offe­nen Denk­mals nicht mög­lich wäre. Der Tag des offe­nen Denk­mals ist eine geschütz­te Mar­ke der Deut­schen Stif­tung Denkmalschutz.

Die App zum Tag des offe­nen Denk­mals® kann ganz­jäh­rig genutzt wer­den, um Neu­es über die DSD zu erfah­ren. Ab August wer­den in jedem Jahr die Events und Denk­ma­le, die Teil des größ­ten Kul­tur­events Deutsch­lands sind, zu fin­den sein. Rou­ten­pla­nung, Favo­ri­ten­lis­te und eine über­sicht­li­che Kar­te run­den die Pla­nung des per­sön­li­chen Akti­ons­tags ab.

Inter­es­se an Denk­mä­lern war riesig

Der „Tag des offe­nen Denk­mals“ zieht vie­le Neu­gie­ri­ge an

Unter dem dies­jäh­ri­gen bun­des­wei­ten Mot­to des Tags des offe­nen Denk­mals „Wert-voll: unbe­zahl­bar oder uner­setz­lich?“ öff­ne­ten am Sonn­tag, dem 14. Sep­tem­ber, neun Denk­mä­ler in der Stadt Bam­berg ihre Türen.

Der Tag fand sei­nen Auf­takt mit der Ein­wei­hung des Musik­pa­vil­lons am Wil­de-Rose-Kel­ler. Das im 19. Jahr­hun­dert errich­te­te Bau­werk wur­de nach 150 Jah­ren saniert und erhielt zwi­schen Febru­ar und August 2025 eine denk­mal­ge­rech­te Restau­rie­rung. Nicht nur wur­de der Fun­da­ment­rü­cken durch eine unter­ir­di­sche Abfang­kon­struk­ti­on sta­bi­li­siert, son­dern auch beschä­dig­te Fach­werk­wän­de und zahl­rei­che wei­te­re Zier­tei­le wur­den ori­gi­nal­ge­treu ersetzt. Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke dank­te in sei­nem Gruß­wort allen För­der­mit­tel­ge­bern für den „wun­der­ba­ren Bei­trag für die Denk­mä­ler unse­rer Stadt“. Er beton­te, dass die Ein­wei­hung pünkt­lich zum Tag des offe­nen Denk­mals eine wich­ti­ge Rol­le für die Stadt spielt, denn gera­de „in einer Welt­erbe­stadt mit sehr vie­len Ein­zel­denk­mä­lern ist das Inter­es­se natür­lich beson­ders groß“. Auch Andrea Kon­rad, Inha­be­rin des Wil­de-Rose-Kel­lers zeig­te sich dank­bar für die gelun­ge­ne Zusam­men­ar­beit: „Heu­te steht der Musik­pa­vil­lon wie­der da wie 1873: als archi­tek­to­ni­sches Schmuck­stück, Büh­ne des städ­ti­schen Lebens und Sym­bol Bam­ber­ger Festkultur.“

Nach der Ein­wei­hung, konn­te beim Weiß­wurst­früh­schop­pen mit musi­ka­li­scher Beglei­tung von TaB­rass­Co mehr über die Sanie­rung in Erfah­rung gebracht wer­den. Das Orts­ku­ra­to­ri­um der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz beant­wor­te­te außer­dem wei­te­re Fra­gen zum The­ma „Musik­pa­vil­lons in Bam­berg“ am ange­bo­te­nen Infostand.

Im Lau­fe des Tages ver­an­stal­te­te unter ande­rem das Immo­bi­li­en­ma­nage­ment der Stadt Bam­berg Denk­mal­be­sich­ti­gun­gen: Zwei fan­den im Rat­haus Max­platz sowie am ehe­ma­li­gen Schlacht­hof statt. Die Nach­fra­ge für das ehe­ma­li­ge Klos­ter St. Micha­el, die Wie­der­eröff­nung der Kir­che ist im Jahr 2026 vor­ge­se­hen, war so groß, dass die Füh­rung drei Mal ange­bo­ten wurde.

Bei den Rat­haus­be­sich­ti­gun­gen führ­te Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner durch das Büro des Ober­bür­ger­meis­ters, die Biblio­thek, den Sit­zungs­saal und wei­te­re aus­ge­wähl­te Räum­lich­kei­ten. Am ehe­ma­li­gen Schlacht­hof wur­de, mit Unter­stüt­zung des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Denk­mal­pfle­ge, bei­spiels­wei­se das Tor­haus, das Direk­ti­ons­ge­bäu­de und der Maschi­nen­raum besich­tigt. Im Rah­men der Füh­rung am Klos­ter Micha­els­berg wur­den eini­ge Räum­lich­kei­ten im Kon­vent­ge­bäu­de sowie ein­zel­ne Berei­che der Außen­an­la­gen (Kreuz­gar­ten) der ehe­ma­li­gen Klos­ter­an­la­ge gezeigt. Die Füh­run­gen wur­den vom Stif­tungs­ma­nage­ment und vom Immo­bi­li­en­ma­nage­ment beglei­tet und waren rest­los ausgebucht.

Auch die ande­ren offe­nen Denk­mä­ler in der Stadt erfreu­ten sich gro­ßer Beliebt­heit: dar­un­ter die Frei­mau­rer­lo­ge in der Franz-Lud­wig-Stra­ße 16, das Haus zum Kra­nich mit der ehe­ma­li­gen Dis­co „Down­s­tairs“ in der Lan­gen Stra­ße 16, das Wohn­haus in der Wun­der­burg 9, der his­to­ri­sche Karp­fen­wei­her am Michels­berg und der Musik­pa­vil­lon am Hain. An Letz­te­rem konn­te bei­spiels­wei­se die 110-jäh­ri­ge Geschich­te des Denk­mals mit Hil­fe einer Foto­schau bestaunt wer­den. Beson­ders die Tanz­per­for­mance von Tan­go y más fand bei den rund 120 Besu­che­rin­nen und Besu­chern Anklang.

Loge, Wohn­haus, Kaser­nen und Pavillon

Tag des offe­nen Denk­mals am 8. Sep­tem­ber in Bamberg

Wer am 8. Sep­tem­ber, dem Tag des offe­nen Denk­mals, geschichts­träch­ti­ge Bau­ten erkun­den möch­te, kann sich auch in Bam­berg auf den Weg machen. Besucht wer­den kann das Wohn­haus Michels­berg 25, Kaser­nen in der Wun­der­burg, der Musik­pa­vil­lon im Hain und die Frei­mau­rer­lo­ge in der Franz-Ludwig-Straße.

Die Stif­tung Denk­mal­schutz ver­an­stal­tet all­jähr­lich den Tag des offe­nen Denk­mals. Zu die­sem Datum am 8. Sep­tem­ber sind vie­le sonst nicht zugäng­li­che Denk­ma­le geöffnet.

In Bam­berg ist eines die­ser Denk­mä­ler ein Wohn­haus am Michels­berg 25. Über der Haus­tür die­ses um 1717 errich­te­ten ver­putz­ten Mas­siv­bau sind Sta­tu­en von Kai­se­rin Kuni­gun­de und Kai­ser Hein­rich unter Muschel­bal­da­chi­nen ein­ge­bracht. Das Wohn­haus kann von 12 bis 16 Uhr besich­tigt werden.

Erkun­den kann man am Tag des offe­nen Denk­mals auch Kaser­nen­ge­bäu­de in der Wun­der­burg. Die Füh­rung mit Ulri­ke Grieß­mayr von der Schutz­ge­mein­schaft Alt-Bam­berg beginnt um 11 Uhr am Ula­nen­denk­mal auf dem Ulanenplatz.

Die Frei­mau­rer­lo­ge „Zur Ver­brü­de­rung an der Reg­nitz“ in der Franz-Lud­wig-Stra­ße 16 öff­net ihre Türen von 10 bis 16 Uhr. Im Innern kann das Publi­kum zwei Vor­trä­ge ver­fol­gen: einen zur Frei­mau­re­rei in Bam­berg und dem Bam­ber­ger Logen­haus im Spe­zi­el­len, einen wei­te­ren zur Frei­mau­re­rei im All­ge­mei­nen. Die Vor­trä­ge dau­ern jeweils bis zu einer Drei­vier­tel­stun­de. Das Logen­haus wur­de am 24. Mai 1891 fer­tig­ge­stellt und im Ers­ten Welt­krieg als Laza­rett genutzt.

Erst Mili­tär­kon­zert, dann „Guru Guru“

Der 1914 erbau­te Musik­pa­vil­lon im Hain war auf­grund sei­ner expo­nier­ten Lage häu­fig der Zer­stö­rungs­wut aus­ge­setzt, wie das Rat­haus in einer Mit­tei­lung schreibt. Seit 2013 nutzt Bild­hau­er Adal­bert Heil den Pavil­lon jedoch als Ate­lier, was erfreu­li­cher­wei­se mit einem Rück­gang der Schä­den ein­her­geht. Zugleich bie­tet der Ort Kon­zer­ten, Thea­ter­in­sze­nie­run­gen, Tanz­ver­an­stal­tun­gen, Work­shops oder Aus­stel­lun­gen eine Bühne.

Am Tag des offe­nen Denk­mals von 15 bis 18 Uhr zeigt der durch Fotos illus­trier­te Blick auf Musik‑, Thea­ter- und Aus­stel­lungs­ver­an­stal­tun­gen den gesell­schaft­li­chen Wan­del wäh­rend der letz­ten 110 Jah­re. 1914 war etwa ein Mili­tär­kon­zert zu hören, 1955 der Frän­ki­sche Sän­ger­bund und 1974 die Band „Guru Guru“.