Bundesweite Eröffnung für den Tag des offenen Denkmals®
Denkmalhauptstadt Bamberg: 10.000 Menschen beim Aktionstag
„Der heutige Tag macht unsere Denkmäler erlebbar. Den Dom oder St. Michael kennen viele, aber die zahllosen kleinen Denkmäler und die versteckten Ecken der Stadt Bamberg – genau diese kann man heute entdecken!“ Mit seinem Statement auf der Bühne am Maxplatz lieferte Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier das beste Argument für einen Besuch beim Tag des offenen Denkmals®. Am gestrigen Sonntag ging dieser in ganz Deutschland über die Bühne – mit der bundesweiten Eröffnung erstmals in Bamberg.
Mit dem Durchschneiden eines Bandes gaben OB Niedermaier, Staatssekretär Martin Schöffel, der Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Juliane Parys und Dr. Steffen Skudelny, sowie die Bamberger Denkmal-Eigentümern Katharina und Kilian Schumm den offiziellen Startschuss für Deutschlands größtes Kulturevent. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ öffneten allein in Bamberg rund 56 historische Orte ihre Türen, bundesweit waren es über 7.000 Denkmale. Rund um den zentralen Veranstaltungsort am Maxplatz sowie bei Führungen, Spaziergängen, Schaubaustellen und zahlreichen weiteren Angeboten entdeckten bis zu 10.000 Besucherinnen und Besucher Denkmale aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Die Eröffnung am Maxplatz wurde moderiert von Florian Buchmaier und musikalisch umrahmt unter anderem vom Spielmannszug „Die Bamberger Stadtpfeifer“ und dem Ensemble „Doloctemble“. Direkt am neuen Rathaus erwarteten die Besucherinnen und Besucher den ganzen Tag über ein „Markt der Möglichkeiten“, künstlerische Darbietungen sowie Kultur- und Mitmachangebote. Am Nachmittag standen unter anderem die inklusive Tanzgruppe „Wackelkontakt“ und die Kultband „Bambägga“ auf der Bühne.
Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, hob bei der Eröffnung die besondere Verbindung zwischen Denkmalschutz und Bamberg hervor: „Kaum eine Stadt macht die Bedeutung des Denkmalschutzes so eindrucksvoll erlebbar wie Bamberg. Die herausragende Denkmalsubstanz und die exzellente Ausbildung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg prägen auch unsere Arbeit, denn viele unserer Kolleginnen und Kollegen haben hier studiert. Den Tag des offenen Denkmals in Bamberg zu eröffnen, ist für uns daher ein echtes Nachhausekommen.“
Denkmalpflege zum Anfassen
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Am barocken Wohnhaus am Michelsberg waren Restaurierungsarbeiten unmittelbar vor Ort zu sehen. Auch im ehemaligen Domherrenhof in der Oberen Karolinenstraße und im ehemaligen Gärtneranwesen in der Siechenstraße wurde anschaulich vermittelt, wie historische Bausubstanz untersucht, gesichert und für die Zukunft erhalten wird.
Auch zahlreiche bekannte Bamberger Denkmale konnten neu oder aus ungewohnten Perspektiven erlebt werden. Die Alte Hofhaltung, die Neue Residenz, das Alte Rathaus, St. Michael und die Altenburg gehörten ebenso zum Programm wie zahlreiche private und sonst verschlossene Gebäude. So freuten sich Bamberger Besucher wie Thomas Göller, dass das Haus zum Kranich in der Generalsgasse geöffnet hatte. „Hier habe ich vor etwa 40 Jahren das ‚Downstairs‘ besucht. Auch die Amis kamen hier gerne her“, schwelgte er in Erinnerungen, während er zeigt, wo einst die Tische standen und der Ausschank war. Göller: „Es ist total schön, dass man an diesem Tag in Gebäude kann, wo man sonst nicht reinkommt!“ Angelika Russ aus Bamberg nutzte den Tag ganz bewusst, um Freunden aus Haßfurt das „Haus zum Benedikt“ zu zeigen, das unscheinbar in einer Nebengasse der belebten Austraße liegt. „Da läuft man einfach vorbei und weiß gar nicht, was hinter diesen Mauern liegt“, erzählte die Bambergerin und schwärmte vom „Reiz der islamischen Kunst“, die hier ausgestellt ist.
Geschichte trifft Zukunft
Das Motto „NetzWERKE“ wurde dabei nicht nur anhand historischer Infrastruktur sichtbar. Mit Formaten wie „Kirchenräume neu erleben“ mit VR-Technik, dem Gesprächsformat „Wer lebt im Denkmal? Soziale Räume in Bamberg“ und dem Bürgerlabor „NetzWERKE: Was Bamberg zusammenhält“ wurde der Blick auch auf aktuelle Fragen gelenkt: Wie werden historische Räume heute genutzt? Wie können moderne Technologien bei der Vermittlung und Bewahrung von Kulturerbe helfen? Und welche Bedeutung haben Orte für das gesellschaftliche Miteinander? Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg gab in der ehemaligen Dominikanerkirche Einblicke in moderne Methoden der Denkmalforschung. Im Zentrum Welterbe stand mit der Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zudem die Frage im Mittelpunkt, welche Impulse historisches Bauen für eine nachhaltige Zukunft geben kann.
„Die bundesweite Eröffnung war ein toller Erfolg und hat unser Welterbe detailreich einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht“, resümierte die städtische Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar. Sie dankte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für das Vertrauen, die Veranstaltung nach Bamberg zu vergeben, und den vielen privaten und öffentlich Eigentümerinnen und Eigentümer für die Bereitschaft, ihre historischen Gebäude zu präsentieren.
Bereits am Vorabend war der Tag des offenen Denkmals eingeläutet worden. Bei der Aufnahme des Livepodcasts „Der Rest ist Geschichte“ im Alten E‑Werk hatten sich Deutschlandfunk-Moderator Jörg Biesler mit den Historikern Dr. Muriel Gonzales Athenas und Prof. Dr. Reinhold Reith über Geschichte und Gegenwart des Handwerks unterhalten. Auch das zahlreiche Publikum war sich einig, dass es schlimm ist, wenn Handwerksberufe verschwinden. „Damit gehen wichtige Fähigkeiten verloren“, gaben über zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher bei einer Abstimmung an.
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Bundesweite Eröffnung für den Tag des offenen Denkmals®
Bamberg öffnet seine Denkmale: Am Sonntag wird Geschichte lebendig
Nur noch wenige Tage, dann wird Bamberg zum Zentrum für den bundesweiten Tag des offenen Denkmals®: Am Sonntag, 13. September 2026, öffnen in der Welterbestadt zahlreiche historische Gebäude und Orte ihre Türen. Unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ können Besucherinnen und Besucher bekannte Bauwerke aus neuen Perspektiven entdecken, sonst nicht zugängliche Räume besichtigen und erleben, wie Denkmalschutz heute praktisch funktioniert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Von der Alten Hofhaltung und der Neuen Residenz über das Alte Rathaus und die Dombauhütte bis hin zu technischen Denkmalen wie der Schleuse 100 und dem Lokschuppen reicht das Programm. Besonders anschaulich wird Denkmalpflege bei den Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Kaiser-Heinrich-Portal an der Kirche St. Michael, am Karl-Steinbauer-Haus, am Michelsberg 25, im ehemaligen Domherrenhof und im ehemaligen Gärtneranwesen in der Siechenstraße. Das Denkmalpflege nicht verstaubt ist, beweist die die Universität Bamberg, die praktische Einblicke in moderne Methoden der Denkmalforschung ermöglicht, darunter 3D-Scanning und Virtual Reality.
Von 12 bis 16.30 Uhr verkehren Shuttlebusse im 30-Minuten-Takt zwischen dem ZOB und den Veranstaltungsorten.
Insgesamt öffnen rund 56 Denkmale ihre Türen. Viele Führungen, Aktionen und Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Zentraler Veranstaltungsort ist der Maximiliansplatz, wo es bei einem Markt der Möglichkeiten unter anderem spannende Mitmachangebote gibt. Um 11 Uhr wird hier auch die bundesweite Veranstaltung eröffnet und am Nachmittag gibt es hier ein Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie.
Umfangreiches Programm
Die meisten Angebote sind kostenfrei. Für einzelne Führungen und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das vollständige Programm für Sonntag, 13. September 2026, ist nachfolgend in kurzer Form zusammengestellt. Ausführliche Informationen gibt es unter anderem:
- in der offiziellen App zum Tag des offenen Denkmals
- auf der Internet-Seite www.tag-des-offenen-denkmals.de
- in der Programmbroschüre, die im Rathaus am Maxplatz, im Rathaus am ZOB oder in der Stadtbücherei ausliegt
- auf der Internet-Seite www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals (hier ist auch eine digitale Version der Programmbroschüre und ein Fahrplan der Shuttlebusse zu finden)
- auf der Internetseite www.kultur.bamberg.de
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Führungen, Vorträge und Einblicke am 13. September
Tag des offenen Denkmals 2026: Eröffnung mit Klosteranlage St. Michael und Rathaus am Maxplatz
Mit der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals® am 13. September 2026 fällt in der UNESCO-Welterbestadt Bamberg der offizielle Startschuss für Deutschlands größtes Kulturevent. Die Klosteranlage St. Michael ist dabei einer von mehreren Standorten der Eröffnungsveranstaltung, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Auch im Innenhof des Rathauses am Maxplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programmpunkt. Die Stadt Bamberg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin des Tags des offenen Denkmals® geben an verschiedenen Orten Einblicke in bedeutende Bauwerke und aktuelle Projekte der Denkmalpflege.
Klosteranlage St. Michael: Führungen und Vorträge
Von 11 bis 16 Uhr stehen in der Klosteranlage mehrere Führungen und Vorträge auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen die Kirche St. Michael sowie die Schaubaustelle „Kaiser-Heinrich-Portal“. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Klosteranlage sowie in die aktuellen denkmalpflegerischen Arbeiten.
Begleitet wird das Programm unter anderem von Fachleuten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die ihr Fachwissen zu den historischen Bauwerken und ihrer Erhaltung vermitteln.
Für die einzelnen Programmpunkte gilt eine Anmeldung direkt vor Ort am Veranstaltungstag. Vorzeitige Anmeldungen per Telefon, E‑Mail oder auf anderem Wege können nicht berücksichtigt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen pro Programmpunkt begrenzt.
Rathaus am Maxplatz: Einblicke in die geplante Sanierung
Ein weiteres Angebot der Eröffnungsveranstaltung gibt es im Innenhof des Rathauses am Maxplatz: Dort können sich Interessierte über die Planungen zur Sanierung rund um das QuaM (Quartier am Maxplatz) informieren. Eine Ausstellung vermittelt Hintergründe und gibt Einblicke in die vorgesehenen Maßnahmen und die weitere Entwicklung des Areals. Der Zugang Innenhof des Rathauses am Maxplatz ist frei und ohne Anmeldung möglich.
Bundesweite Eröffnung in Bamberg
Von historischen Bauwerken wie der Klosteranlage St. Michael bis hin zu aktuellen Sanierungs- und Planungsprojekten erhalten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich unmittelbar vor Ort mit dem baukulturellen Erbe und seiner Zukunft auseinanderzusetzen. Die bundesweite Eröffnung in Bamberg steht dabei stellvertretend für die tausenden Denkmale, die am zweiten Septemberwochenende deutschlandweit ihre Türen öffnen.
Alle Informationen sowie eine Infobroschüre sind hier zu finden.
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Bundesweite Eröffnung macht Bamberg zum Zentrum der Denkmalpflege
Tag des offenen Denkmals®
Am Sonntag, dem 13. September 2026, wird Bamberg zum Mittelpunkt für den Tag des offenen Denkmals® in Deutschland. Erstmals findet die bundesweite Eröffnungsfeier der größten Kulturveranstaltung Deutschlands in der Welterbestadt statt. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt die Stadt Bamberg dazu ein, Denkmale aus neuen Perspektiven kennenzulernen und außergewöhnliche Einblicke in historische Gebäude, laufende Restaurierungen und verborgene Orte zu erhalten, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„An diesem Tag können auch Bambergerinnen und Bamberger die Schönheit ihrer Stadt neu entdecken“, betont Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier bei einer Pressekonferenz im Historischen Museum zur Vorstellung des Programms.
„Der Tag des offenen Denkmals macht Jahr für Jahr sichtbar, wie viel Engagement, Fachwissen und Leidenschaft hinter dem Erhalt unserer Bau- und Kulturdenkmale stehen. Er beweist eindrucksvoll, dass Denkmalschutz kein Nischenthema ist, sondern Menschen in ganz Deutschland begeistert und zusammenbringt. Die bundesweite Eröffnung in Bamberg unterstreicht die besondere Bedeutung der Welterbestadt für die deutsche Denkmallandschaft und setzt ein starkes Zeichen für die Wertschätzung unseres kulturellen Erbes“, erklärt DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny.
Der diesjährige Aktionstag am 13. September soll unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ zeigen, wie eng Denkmalschutz, Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt miteinander verbunden sind. In ganz Deutschland öffnen mehr als 6.000 Denkmale ihre Türen.
„Dass die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals hier in Bamberg stattfindet, ist eine große Auszeichnung für unsere Stadt. Sie würdigt nicht nur unser einzigartiges UNESCO-Welterbe, sondern vor allem das außergewöhnliche Engagement unzähliger Menschen, die sich tagtäglich für den Erhalt unserer historischen Bausubstanz einsetzen. Am 13. September wird Bamberg zeigen, wie lebendig Denkmalpflege sein kann – als Gemeinschaftsaufgabe und als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft“, sagt OB Niedermaier.
Service: Alles zum Tag des offenen Denkmals
Alle bundesweit angemeldeten Denkmale und tagesaktuelle Änderungen sind online sowie in der App zum Tag des offenen Denkmals zu finden. Das vollständige Programm mit allen Führungen, Veranstaltungen und Hinweisen zu Anmeldungen und Shuttle-Bussen in Bamberg ist in der Programmbroschüre sowie online unter www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals erhältlich. Auch auf www.kultur.bamberg.de sind die Termine und viele Informationen zu finden. Alle Angebote sind kostenfrei. Für einzelne Führungen ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Markt der Möglichkeiten am Maxplatz
Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit stadtweit über 60 geöffneten Denkmalen, Touren und Aktionen. Zentraler Veranstaltungsort ist der Maxplatz, wo um 11 Uhr der Tag offiziell eröffnet wird. Bis 17 Uhr wird Musik und Unterhaltung für die ganze Familie auf der Bühne geboten. Den musikalischen Höhepunkt setzt am Nachmittag der Bamberger Kultrapper Bambägga.
Während des gesamten Tages bietet der interaktive „Markt der Möglichkeiten“ Einblicke in die Denkmalpflege. An zahlreichen Ständen können Besucherinnen und Besucher denkmalspezifische Themen entdecken und selbst aktiv werden. Kreative Mitmachangebote, darunter Steineklopfen mit einem Steinmetz und Vergolden laden Groß und Klein dazu ein, verschiedene Handwerkstechniken kennenzulernen, Baukultur zu erkunden und Denkmale mit neuen Augen zu sehen.
Stadtweit öffnen zahlreiche sonst verschlossene Gebäude ihre Türen und bieten ein exklusives Programm zum Tag des offenen Denkmals. Für den Besuch der Denkmale ist ein kostenfreier Shuttle durch das Stadtgebiet eingerichtet.
Zu den besonderen Höhepunkten zählen die Schaubaustellen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. An fünf Förderprojekten der Stiftung können Besucherinnen und Besucher Denkmalpflege ganz praktisch erleben und den ausführenden Gewerken bei der Restaurierung über die Schulter schauen. Am barocken Wohnhaus am Michelsberg 25 demonstrieren Kirchenmaler die Restaurierung der historischen Figuren Kaiser Heinrichs II. und Kaiserin Kunigundes. Im ehemaligen Domherrenhof in der Oberen Karolinenstraße können Besucher restauratorische Voruntersuchungen an einer erst kürzlich entdeckten Wandmalerei verfolgen. Im Gärtneranwesen in der Siechenstraße wird anschaulich gezeigt, wie historische Bausubstanz behutsam für die Zukunft weiterentwickelt werden kann.
Denkmaleigentümer gewähren besondere Einblicke
Im Rahmen des Pressegesprächs konnte bereits das bekannte „Schwertfegerhäuschen“ in der Karolinenstraße besichtigt werden. Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus, das im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammt, wurde vor wenigen Jahren durch einen Brand stark beschädigt. Denkmaleigentümer und Architekten Anne-Kristin Geller und Philipp Dornbusch führten durch das Gebäude und erklärten die Wiederaufbauarbeiten. Am 13. September wird das Haus auch seine Türen für Besucherinnen und Besucher öffnen.
Zahlreiche öffentliche Denkmale bieten an diesem Tag ebenfalls besondere Programme. So ermöglicht die Neue Residenz ausnahmsweise Einblicke in Bereiche, die sonst derzeit nicht zugänglich sind. Im Alten Rathaus werden großformatige Fotos gezeigt, die dokumentieren, wie der Verkehr früher durch das Brückenrathaus verlief, während im Rathaus am Maxplatz eine Ausstellung die geplante Sanierung darstellt.
Passend zum Jahresmotto rücken zudem historische Infrastruktur und technische Denkmale in den Mittelpunkt. Führungen durch die Schleuse 100 des Ludwig-Donau-Main-Kanals, das ehemalige Elektrizitätswerk oder der Lokschuppen aus dem 19. Jahrhundert machen sichtbar, wie technische Bauwerke über Jahrhunderte das Leben der Menschen geprägt haben.
Denkmalpflege trifft Forschung und Innovation
Einen besonderen Schwerpunkt setzt Bamberg auch auf die Verbindung von Denkmalpflege und Wissenschaft. Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg präsentiert in der ehemaligen Dominikanerkirche aktuelle Forschungsprojekte zu digitalen Restaurierungsmethoden, 3D-Scans, Virtual Reality und Klimaschutz im Denkmalbereich. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie moderne Technologien dazu beitragen, jahrhundertealtes Kulturerbe zu bewahren und für kommende Generationen zu dokumentieren.
Auch das Zentrum Welterbe Bamberg greift aktuelle Zukunftsfragen auf. Die Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zeigt anhand anschaulicher Beispiele, wie historische Bauweisen und traditionelle Materialien Antworten auf heutige Herausforderungen liefern können. Interaktive Angebote und Mitmachstationen richten sich dabei ausdrücklich auch an Familien und Kinder.
Eine Stadt als lebendiges Denkmal
Ob mittelalterliche Bürgerhäuser, barocke Residenzen, technische Denkmale oder denkmalgeschützte Industriebauten – kaum eine andere Stadt vereint auf so engem Raum eine vergleichbare Vielfalt historischer Zeugnisse wie Bamberg. Der Tag des offenen Denkmals bietet die seltene Gelegenheit, diese Vielfalt nicht nur zu besichtigen, sondern ihre Geschichten unmittelbar zu erleben.
„Unsere Denkmale erzählen nicht nur von der Vergangenheit. Sie sind Orte der Begegnung, der Identität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Genau das macht Bamberg zu einem idealen Gastgeber für die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals“, betont Bambergs Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
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DSD wählt fränkische UNESCO-Welterbestadt als Austragungsort für zentrale Eröffnungsfeier
Bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals® 2026 in Bamberg
Die bundesweit zentrale Eröffnungsfeier des Tags des offenen Denkmals findet in diesem Jahr am 13. September auf dem Maximiliansplatz in Bamberg statt, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) gab als bundesweite Koordinatorin des größten Kulturevents Deutschlands die Entscheidung beim gestrigen Pressetermin im Bamberger Brückenrathaus bekannt. Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg überreichte den Staffelstab aus Gera, Eröffnungsstadt 2025, persönlich an Andreas Starke, den Oberbürgermeister der fränkischen UNESCO-Welterbestadt. Damit wird die Eröffnung des Tags des offenen Denkmals erstmals seit zehn Jahren wieder in Bayern gefeiert.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bringt zahlreiche Angebote für Denkmalfreunde mit, darunter einen interaktiven Markt der Möglichkeiten mit Akteuren der Denkmalpflege sowie ein vielseitiges Bühnenprogramm mit hochkarätigen Gästen. Charakteristisch für die Eröffnungsstadt des bundesweiten Events sind auch die sogenannten Schaubaustellen der DSD, bei denen Besucherinnen und Besucher aktiven Denkmalschutz an ausgewählten Förderobjekten der Stiftung erleben dürfen. Punktuelle Förderungen solcher Maßnahmen durch die DSD im Rahmen der Eröffnung sind als Kompliment für das öffentliche und private Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner zu verstehen.
Ikonische Denkmale wie der Bamberger Dom, das Brückenrathaus oder die Alte Hofhaltung stehen exemplarisch für die Vielfalt erhaltenswerter Bauwerke in Bamberg. Die Bamberger Altstadt wurde 1993 aufgrund ihrer außergewöhnlichen historischen Stadtlandschaft auf die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und zählt zu den größten Flächendenkmalen Deutschlands. Das über 1.000-jährige Bamberg ist ein hervorragend erhaltenes Beispiel für eine auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. Am Tag des offenen Denkmals erhalten Interessierte die einzigartige Möglichkeit, sonst nicht zugängliche Orte und Altbekanntes mit neuem Blick zu entdecken. Unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ werden auch in Bamberg viele Denkmale ihre Pforten öffnen und Initiativen ihre Arbeit vorstellen.
Als Gastgeber der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals ist Bamberg ein positives Beispiel aktiver Denkmalpflege: Mit der 2003 gegründeten Stiftung Weltkulturerbe Bamberg unterstützt die Stadt private Eigentümer und Kulturprojekte nachhaltig. Wissenschaftliche Exzellenz bietet seit 2012 der eigenständige Lehrstuhl für Denkmalpflege an der Universität Bamberg, ergänzt durch das Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmalpflege (KDWT).
„Mit unserer reichen Denkmallandschaft, der hohen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der langjährigen Erfahrung in der Vermittlung von Baukultur bietet Bamberg ideale Voraussetzungen für die bundesweite Eröffnungsveranstaltung. Wir sind stolz, hier Gastgeber sein zu dürfen, und freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher am 13. September 2026“, betont Oberbürgermeister Andreas Starke. Ein besonderer Höhepunkt für dieses Jahr: Gleich zwei Denkmäler europäischen Ranges – die ehemalige Abteikirche St. Michael und das Schloss Geyerswörth – werden nach umfassenden Generalsanierungen wiedereröffnet. Die Abteikirche und andere Bereiche der ehemaligen Klosteranlage werden am Tag des offenen Denkmals präsentiert.
Tag des offenen Denkmals
Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Sie unterstützt die Veranstalter mit bundesweiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einem breiten Serviceangebot. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Mit diesem Tag schafft die private Stiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die App zum Tag des offenen Denkmals® kann ganzjährig genutzt werden, um Neues über die DSD zu erfahren. Ab August werden in jedem Jahr die Events und Denkmale, die Teil des größten Kulturevents Deutschlands sind, zu finden sein. Routenplanung, Favoritenliste und eine übersichtliche Karte runden die Planung des persönlichen Aktionstags ab.
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Interesse an Denkmälern war riesig
Der „Tag des offenen Denkmals“ zieht viele Neugierige an
Unter dem diesjährigen bundesweiten Motto des Tags des offenen Denkmals „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ öffneten am Sonntag, dem 14. September, neun Denkmäler in der Stadt Bamberg ihre Türen.
Der Tag fand seinen Auftakt mit der Einweihung des Musikpavillons am Wilde-Rose-Keller. Das im 19. Jahrhundert errichtete Bauwerk wurde nach 150 Jahren saniert und erhielt zwischen Februar und August 2025 eine denkmalgerechte Restaurierung. Nicht nur wurde der Fundamentrücken durch eine unterirdische Abfangkonstruktion stabilisiert, sondern auch beschädigte Fachwerkwände und zahlreiche weitere Zierteile wurden originalgetreu ersetzt. Oberbürgermeister Andreas Starke dankte in seinem Grußwort allen Fördermittelgebern für den „wunderbaren Beitrag für die Denkmäler unserer Stadt“. Er betonte, dass die Einweihung pünktlich zum Tag des offenen Denkmals eine wichtige Rolle für die Stadt spielt, denn gerade „in einer Welterbestadt mit sehr vielen Einzeldenkmälern ist das Interesse natürlich besonders groß“. Auch Andrea Konrad, Inhaberin des Wilde-Rose-Kellers zeigte sich dankbar für die gelungene Zusammenarbeit: „Heute steht der Musikpavillon wieder da wie 1873: als architektonisches Schmuckstück, Bühne des städtischen Lebens und Symbol Bamberger Festkultur.“
Nach der Einweihung, konnte beim Weißwurstfrühschoppen mit musikalischer Begleitung von TaBrassCo mehr über die Sanierung in Erfahrung gebracht werden. Das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beantwortete außerdem weitere Fragen zum Thema „Musikpavillons in Bamberg“ am angebotenen Infostand.
Im Laufe des Tages veranstaltete unter anderem das Immobilienmanagement der Stadt Bamberg Denkmalbesichtigungen: Zwei fanden im Rathaus Maxplatz sowie am ehemaligen Schlachthof statt. Die Nachfrage für das ehemalige Kloster St. Michael, die Wiedereröffnung der Kirche ist im Jahr 2026 vorgesehen, war so groß, dass die Führung drei Mal angeboten wurde.
Bei den Rathausbesichtigungen führte Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner durch das Büro des Oberbürgermeisters, die Bibliothek, den Sitzungssaal und weitere ausgewählte Räumlichkeiten. Am ehemaligen Schlachthof wurde, mit Unterstützung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, beispielsweise das Torhaus, das Direktionsgebäude und der Maschinenraum besichtigt. Im Rahmen der Führung am Kloster Michaelsberg wurden einige Räumlichkeiten im Konventgebäude sowie einzelne Bereiche der Außenanlagen (Kreuzgarten) der ehemaligen Klosteranlage gezeigt. Die Führungen wurden vom Stiftungsmanagement und vom Immobilienmanagement begleitet und waren restlos ausgebucht.
Auch die anderen offenen Denkmäler in der Stadt erfreuten sich großer Beliebtheit: darunter die Freimaurerloge in der Franz-Ludwig-Straße 16, das Haus zum Kranich mit der ehemaligen Disco „Downstairs“ in der Langen Straße 16, das Wohnhaus in der Wunderburg 9, der historische Karpfenweiher am Michelsberg und der Musikpavillon am Hain. An Letzterem konnte beispielsweise die 110-jährige Geschichte des Denkmals mit Hilfe einer Fotoschau bestaunt werden. Besonders die Tanzperformance von Tango y más fand bei den rund 120 Besucherinnen und Besuchern Anklang.
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Loge, Wohnhaus, Kasernen und Pavillon
Tag des offenen Denkmals am 8. September in Bamberg
Wer am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals, geschichtsträchtige Bauten erkunden möchte, kann sich auch in Bamberg auf den Weg machen. Besucht werden kann das Wohnhaus Michelsberg 25, Kasernen in der Wunderburg, der Musikpavillon im Hain und die Freimaurerloge in der Franz-Ludwig-Straße.
Die Stiftung Denkmalschutz veranstaltet alljährlich den Tag des offenen Denkmals. Zu diesem Datum am 8. September sind viele sonst nicht zugängliche Denkmale geöffnet.
In Bamberg ist eines dieser Denkmäler ein Wohnhaus am Michelsberg 25. Über der Haustür dieses um 1717 errichteten verputzten Massivbau sind Statuen von Kaiserin Kunigunde und Kaiser Heinrich unter Muschelbaldachinen eingebracht. Das Wohnhaus kann von 12 bis 16 Uhr besichtigt werden.
Erkunden kann man am Tag des offenen Denkmals auch Kasernengebäude in der Wunderburg. Die Führung mit Ulrike Grießmayr von der Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg beginnt um 11 Uhr am Ulanendenkmal auf dem Ulanenplatz.
Die Freimaurerloge „Zur Verbrüderung an der Regnitz“ in der Franz-Ludwig-Straße 16 öffnet ihre Türen von 10 bis 16 Uhr. Im Innern kann das Publikum zwei Vorträge verfolgen: einen zur Freimaurerei in Bamberg und dem Bamberger Logenhaus im Speziellen, einen weiteren zur Freimaurerei im Allgemeinen. Die Vorträge dauern jeweils bis zu einer Dreiviertelstunde. Das Logenhaus wurde am 24. Mai 1891 fertiggestellt und im Ersten Weltkrieg als Lazarett genutzt.
Erst Militärkonzert, dann „Guru Guru“
Der 1914 erbaute Musikpavillon im Hain war aufgrund seiner exponierten Lage häufig der Zerstörungswut ausgesetzt, wie das Rathaus in einer Mitteilung schreibt. Seit 2013 nutzt Bildhauer Adalbert Heil den Pavillon jedoch als Atelier, was erfreulicherweise mit einem Rückgang der Schäden einhergeht. Zugleich bietet der Ort Konzerten, Theaterinszenierungen, Tanzveranstaltungen, Workshops oder Ausstellungen eine Bühne.
Am Tag des offenen Denkmals von 15 bis 18 Uhr zeigt der durch Fotos illustrierte Blick auf Musik‑, Theater- und Ausstellungsveranstaltungen den gesellschaftlichen Wandel während der letzten 110 Jahre. 1914 war etwa ein Militärkonzert zu hören, 1955 der Fränkische Sängerbund und 1974 die Band „Guru Guru“.