DSD wählt frän­ki­sche UNESCO-Welt­erbe­stadt als Aus­tra­gungs­ort für zen­tra­le Eröffnungsfeier

Bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals® 2026 in Bamberg

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Bamberg
Der Oberbürgermeister von Gera, Kurt Dannenberg (Vierter v. l.), übergibt mit Dr. Jens Geisler (Mitte), Abteilungsleiter Bewusstseinsbildung bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), den Staffelstab an den Oberbürgermeister von Bamberg, Andreas Starke (Vierter v. r.). Außerdem sind weitere Projektbeteiligte auf dem Gruppenbild zu sehen (v.l.): Annegret Michler (Baureferentin Bamberg), Dr. Simona von Eyb (Leiterin Zentrum Welterbe Bamberg), Raymund Schmitz (Untere Denkmalschutzbehörde Bamberg), Ulrike Siebenhaar (Kulturreferentin Bamberg), Ronja Wester (Projektleitung bundesweite Eröffnung bei der DSD) und Bertram Felix (Finanz- und Stiftungsreferent Bamberg). Foto: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth
Die bun­des­weit zen­tra­le Eröff­nungs­fei­er des Tags des offe­nen Denk­mals fin­det in die­sem Jahr am 13. Sep­tem­ber auf dem Maxi­mi­li­ans­platz in Bam­berg statt, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD) gab als bun­des­wei­te Koor­di­na­to­rin des größ­ten Kul­tur­events Deutsch­lands die Ent­schei­dung beim gest­ri­gen Pres­se­ter­min im Bam­ber­ger Brü­cken­rat­haus bekannt. Geras Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Dan­nen­berg über­reich­te den Staf­fel­stab aus Gera, Eröff­nungs­stadt 2025, per­sön­lich an Andre­as Star­ke, den Ober­bür­ger­meis­ter der frän­ki­schen UNESCO-Welt­erbe­stadt. Damit wird die Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals erst­mals seit zehn Jah­ren wie­der in Bay­ern gefeiert.

Die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz bringt zahl­rei­che Ange­bo­te für Denk­mal­freun­de mit, dar­un­ter einen inter­ak­ti­ven Markt der Mög­lich­kei­ten mit Akteu­ren der Denk­mal­pfle­ge sowie ein viel­sei­ti­ges Büh­nen­pro­gramm mit hoch­ka­rä­ti­gen Gäs­ten. Cha­rak­te­ris­tisch für die Eröff­nungs­stadt des bun­des­wei­ten Events sind auch die soge­nann­ten Schau­bau­stel­len der DSD, bei denen Besu­che­rin­nen und Besu­cher akti­ven Denk­mal­schutz an aus­ge­wähl­ten För­der­ob­jek­ten der Stif­tung erle­ben dür­fen. Punk­tu­el­le För­de­run­gen sol­cher Maß­nah­men durch die DSD im Rah­men der Eröff­nung sind als Kom­pli­ment für das öffent­li­che und pri­va­te Enga­ge­ment der Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner zu verstehen.

Iko­ni­sche Denk­ma­le wie der Bam­ber­ger Dom, das Brü­cken­rat­haus oder die Alte Hof­hal­tung ste­hen exem­pla­risch für die Viel­falt erhal­tens­wer­ter Bau­wer­ke in Bam­berg. Die Bam­ber­ger Alt­stadt wur­de 1993 auf­grund ihrer außer­ge­wöhn­li­chen his­to­ri­schen Stadt­land­schaft auf die UNESCO-Welt­erbe­lis­te auf­ge­nom­men und zählt zu den größ­ten Flä­chen­denk­ma­len Deutsch­lands. Das über 1.000-jährige Bam­berg ist ein her­vor­ra­gend erhal­te­nes Bei­spiel für eine auf früh­mit­tel­al­ter­li­cher Grund­struk­tur ent­wi­ckel­te mit­tel­eu­ro­päi­sche Stadt. Am Tag des offe­nen Denk­mals erhal­ten Inter­es­sier­te die ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, sonst nicht zugäng­li­che Orte und Alt­be­kann­tes mit neu­em Blick zu ent­de­cken. Unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ wer­den auch in Bam­berg vie­le Denk­ma­le ihre Pfor­ten öff­nen und Initia­ti­ven ihre Arbeit vorstellen.

Als Gast­ge­ber der bun­des­wei­ten Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals ist Bam­berg ein posi­ti­ves Bei­spiel akti­ver Denk­mal­pfle­ge: Mit der 2003 gegrün­de­ten Stif­tung Welt­kul­tur­er­be Bam­berg unter­stützt die Stadt pri­va­te Eigen­tü­mer und Kul­tur­pro­jek­te nach­hal­tig. Wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz bie­tet seit 2012 der eigen­stän­di­ge Lehr­stuhl für Denk­mal­pfle­ge an der Uni­ver­si­tät Bam­berg, ergänzt durch das Kom­pe­tenz­zen­trum für Denk­mal­wis­sen­schaf­ten und Denk­mal­pfle­ge (KDWT).

„Mit unse­rer rei­chen Denk­mal­land­schaft, der hohen Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie der lang­jäh­ri­gen Erfah­rung in der Ver­mitt­lung von Bau­kul­tur bie­tet Bam­berg idea­le Vor­aus­set­zun­gen für die bun­des­wei­te Eröff­nungs­ver­an­stal­tung. Wir sind stolz, hier Gast­ge­ber sein zu dür­fen, und freu­en uns auf vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher am 13. Sep­tem­ber 2026“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. Ein beson­de­rer Höhe­punkt für die­ses Jahr: Gleich zwei Denk­mä­ler euro­päi­schen Ran­ges – die ehe­ma­li­ge Abtei­kir­che St. Micha­el und das Schloss Gey­ers­wörth – wer­den nach umfas­sen­den Gene­ral­sa­nie­run­gen wie­der­eröff­net. Die Abtei­kir­che und ande­re Berei­che der ehe­ma­li­gen Klos­ter­an­la­ge wer­den am Tag des offe­nen Denk­mals präsentiert.


Tag des offe­nen Denkmals

Der Tag des offe­nen Denk­mals ist die größ­te Kul­tur­ver­an­stal­tung Deutsch­lands. Seit 1993 wird sie von der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD), die unter der Schirm­herr­schaft des Bun­des­prä­si­den­ten steht, bun­des­weit koor­di­niert. Die DSD ist für das Kon­zept des Akti­ons­tags ver­ant­wort­lich, legt das jähr­li­che Mot­to fest und stellt ein umfas­sen­des Online-Pro­gramm sowie zahl­rei­che kos­ten­lo­se Wer­be­me­di­en zur Ver­fü­gung. Sie unter­stützt die Ver­an­stal­ter mit bun­des­wei­ter Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit sowie einem brei­ten Ser­vice­an­ge­bot. Der Tag des offe­nen Denk­mals ist der deut­sche Bei­trag zu den Euro­pean Heri­ta­ge Days. Mit die­sem Tag schafft die pri­va­te Stif­tung gro­ße Auf­merk­sam­keit für die Denk­mal­pfle­ge in Deutsch­land. Vor Ort gestal­tet wird der Tag von unzäh­li­gen Ver­an­stal­tern – von Denk­mal­ei­gen­tü­mern, Ver­ei­nen und Initia­ti­ven bis hin zu haupt­amt­li­chen Denk­mal­pfle­gern –, ohne die die Durch­füh­rung des Tags des offe­nen Denk­mals nicht mög­lich wäre. Der Tag des offe­nen Denk­mals ist eine geschütz­te Mar­ke der Deut­schen Stif­tung Denkmalschutz.

Die App zum Tag des offe­nen Denk­mals® kann ganz­jäh­rig genutzt wer­den, um Neu­es über die DSD zu erfah­ren. Ab August wer­den in jedem Jahr die Events und Denk­ma­le, die Teil des größ­ten Kul­tur­events Deutsch­lands sind, zu fin­den sein. Rou­ten­pla­nung, Favo­ri­ten­lis­te und eine über­sicht­li­che Kar­te run­den die Pla­nung des per­sön­li­chen Akti­ons­tags ab.

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