vbw-Rohstoffpreisindex
Rohstoffpreise geben nach, liegen aber fast 80 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Juli den zweiten Monat in Folge zurückgegangen. Gegenüber Juni sank der Index um 4,5 Prozent auf 195,5 Punkte.
Aufgrund starker Anstiege in den Vormonaten liegen die Preise jedoch weiter auf hohem Niveau. „Die sinkenden Preise seien noch kein Signal zum Aufatmen. Im Vergleich zum Durchschnitt des letzten Vorkrisenjahres 2019 lägen die Rohstoffpreise für die bayerische Wirtschaft sogar um fast 80 Prozent höher, verglichen mit dem Vorjahresmonat Juli immer noch um knapp 30 Prozent, meint vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Die Belastungen für unsere Unternehmen bleiben massiv. Wir brauchen hier dringend Entlastungen. Auch eine dauerhafte und verlässliche Friedenslösung des Iran-Kriegs sind dringend nötig. Ein zuverlässiger Bezug von Rohstoffen zu bezahlbaren Preisen ist grundlegend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern.“
Die Preise für Industriemetalle gingen im Juli um durchschnittlich 4,4 Prozent gegenüber Juni zurück. Verantwortlich dafür waren vor allem deutliche Preisrückgänge bei Aluminium (-8,8 Prozent) und Stahlschrott (-7,0 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2025 lagen die Kosten für die im Index enthaltenen Industriemetalle hingegen um knapp 30 Prozent höher. Den dramatischsten Zuwachs im Jahresvergleich verzeichnete Wolfram (+457,5 Prozent). Mehr als doppelt so teuer wurden außerdem Tantal (+162,6 Prozent), Lithium (+144,6 Prozent) und Indium (+126,8 Prozent). Die Preise für Chrom (-9,7 Prozent), Blei (-7,6 Prozent) und Titan (-2,7 Prozent) gaben gegenüber dem Vorjahr hingegen nach. Die Preise für Edelmetalle gingen im Juli erneut deutlich um durchschnittlich 7,5 Prozent zurück. Neben Silber (-11,8 Prozent) wurden auch Platin (-6,0 Prozent) und Gold (-3,7 Prozent) günstiger. Aber im Vergleich zum Vorjahresmonat lag aber vor allem der Preis für Silber (+56,0 Prozent) weiterhin um einiges höher.
Der Teilindex für Seltene Erden stieg im Juli, entgegen dem allgemeinen Trend, um 3,5 Prozent gegenüber Juni an. „Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lag der Index damit um knapp 50 Prozent höher. Sowohl im Vergleich zum Vormonat Juni als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2025 stiegen die Preise für das unter anderem in der Elektronikindustrie und der Medizintechnik eingesetzte Gadolinium mit einem Plus von 10,8 beziehungsweise 118,7 Prozent am stärksten“, erläutert Brossardt.
Angesichts der hohen Rohstoffkosten und geopolitischer Unsicherheiten fordert die vbw eine dringende politische Priorisierung der Rohstoffversorgung, um die industrielle Basis in Bayern zu sichern. „Die Rohstoffeffizienz und ‑substitution muss weiter mit marktgerechten Anreizen vorangetrieben werden, während gleichzeitig neue Märkte mit gleichwertigen Wettbewerbsbedingungen erschlossen werden müssen. Statt einer schleichenden Deindustrialisierung brauchen wir jetzt die Weichenstellung hin zu einer Reindustrialisierung“, sagt Brossardt abschließend.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Rohstoffpreisindex
Neuer Höchststand der Rohstoffpreise
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Mai erneut angestiegen. Gegenüber April legte der Index um 3,5 Prozent zu und erreichte mit 209,1 Punkten einen neuen Höchststand.
Seit einem Jahr ist der Index, abgesehen von einem minimalen Rückgang im August 2025, jeden Monat gegenüber dem jeweiligen Vormonat angestiegen. Im Vergleich zu Mai 2025 lag der Index um satte 42,5 Prozent höher. „Die massiven Preissprünge in den vergangenen Monaten kommen vor allem durch den Iran-Krieg. Wir hoffen, dass trotz des wiederaufflammenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran schnell eine dauerhafte stabile Lösung gefunden werden kann. Wie schnell dies gelingt und wie schnell sich die Märkte erholen, ist unklar. Fakt ist: Unsere Unternehmen brauchen auf der Kostenseite dringend Entlastungen. Hier spielen die Rohstoffpreise eine große Rolle“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Die Preise für Industriemetalle stiegen im Mai leicht unterdurchschnittlich um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat an. Deutlich teurer wurden im Mai vor allem Germanium (+27,4 Prozent), Lithium (+13,7 Prozent) und Zinn (+10,0 Prozent). Auch die Preise für die für Bayern sehr wichtigen Industriemetalle Kupfer (+5,1 Prozent) und Aluminium (+2,1 Prozent) legten weiter zu. „Nur wenige der im Index enthaltenen Industriemetalle wurden im Mai günstiger. Gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2025 verteuerten sich Lithium und Wolfram mit Abstand am stärksten. Der Preis für Lithium stieg um 210,8 Prozent, der Preis für Wolfram sogar um 556,6 Prozent“, erläutert Brossardt.
Der Preisindex der Seltenen Erden ging – entgegen dem allgemeinen Trend – leicht um 0,5 Prozent zurück. Günstiger wurden vor allem Praseodym und Dysprosium, jeweils um 4,3 Prozent sowie Neodym um 4,1 Prozent. Die Preise für Gadolinium (+6,2 Prozent) und Cerium (+2,5 Prozent) stiegen hingegen erneut an. Die Preise für Edelmetalle gingen im Mai gegenüber dem April um 0,2 Prozent zurück. Neben Palladium (-5,3 Prozent) wurden auch Gold (-2,8 Prozent) und Platin (-1,7 Prozent) günstiger. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten hingegen alle im Index enthaltenen Edelmetalle deutlich höhere Preise. Das zeigt, dass wir uns nach wie vor auf einem deutlich zu hohen Preisniveau bewegen“, mahnt Brossardt.
Die vbw fordert angesichts der hohen Preise, den Bezug von Rohstoffen politisch dringend zu priorisieren: „Eine sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen bleibt für die Unternehmen eine große Herausforderung. Um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferländern und der geopolitischen Weltlage zu verringern, müssen wir dringend neue Märkte mit gleichwertigen Wettbewerbsbedingungen erschließen“, so Brossardt.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Rohstoffpreisindex
Rekordhoch bei Rohstoffpreisen im April – Belastung für die Industrie wächst weiter
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. legte im April 2026 gegenüber März um 4,3 Prozent auf einen neuen Höchststand von 202,1 Punkten zu, wie die vbw mitteilt. Damit wachse die Belastung für die Industrie weiter.
„Die Rohstoffpreise haben ein neues Allzeithoch erreicht und das bisherige Rekordniveau aus dem März 2022 überschritten. Die Dynamik der vergangenen Monate setzt sich fort und verschärft die ohnehin angespannte Lage für die Unternehmen im Freistaat weiter“, erklärt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Teilindex für Industriemetalle stieg im April um 4,5 Prozent. Besonders stark verteuerte sich Germanium (+16, 7 Prozent), das unter anderem für die Herstellung von Halbleitern und Solarzellen relevant ist. Auch Aluminium wurde mit einem Anstieg von 6,6 Prozent merklich teurer. Im Vergleich zum April 2025 zeigt sich eine extreme Entwicklung bei einzelnen Rohstoffen: „Der Preis für Wolfram stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 642,7 Prozent – und damit um mehr als das Siebenfache innerhalb eines Jahres. Das knappe Angebot trifft auf eine stark wachsende Nachfrage aus der Technologie- und Rüstungsindustrie. Wolfram wird unter anderem bei der Herstellung von KI-Chips und modernen Waffen eingesetzt. Aluminium verteuerte sich im Jahresvergleich um 50,9 Prozent. Das belastet die Unternehmen im Freistaat besonders stark, da Aluminium in vielen industriellen Anwendungen unverzichtbar ist und die Produktionskosten entsprechend deutlich steigen“, so Brossardt.
Entgegen dem allgemeinen Trend ging der Teilindex für Seltene Erden im April um 3,3 Prozent zurück. Deutlich günstiger waren vor allem Samarium (-37,6 Prozent) und Praseodym (-11,1 Prozent). Gleichzeitig kam es bei einzelnen Rohstoffen wie Gadolinium (+17,5 Prozent) und Cerium (+11,5 Prozent) zu spürbaren Preisanstiegen. Auch die Preise für Edelmetalle gaben im April nach. Der entsprechende Teilindex sank gegenüber März um 2,5 Prozent. Neben Gold (-2,8 Prozent) vergünstigte sich auch Silber (-2,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich blieb insbesondere Silber jedoch auf einem sehr hohen Niveau und ist weiterhin mehr als doppelt so teuer (+135,4 Prozent).
Angesichts der anhaltend hohen Preise fordert die vbw, den Bezug von Rohstoffen politisch zu priorisieren. „Wir müssen unsere Abhängigkeiten reduzieren, Lieferketten breiter aufstellen und die Kreislaufwirtschaft konsequent stärken. Nur so können wir die Versorgungssicherheit langfristig gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sichern“, betont Brossardt.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Pressemitteilung zur Reform des Arbeitszeitgesetzes
vbw fordert mehr Flexibilität im Arbeitszeitrecht und pragmatische Zeiterfassung
Angesichts der im Koalitionsvertrag vereinbarten Überarbeitung des Arbeitszeitrechts unterstreicht die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Dringlichkeit der Modernisierung geltender Regelungen.
„Das deutsche Arbeitszeitrecht stammt aus der Industriegesellschaft des 20. Jahrhunderts und passt in weiten Teilen nicht mehr zu unserer Berufswelt“, kritisiert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Diese habe sich sehr stark gewandelt. In der täglichen Anwendung behindere das Gesetz inzwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und schwäche die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.
In einem Positionspapier begründet die vbw die Notwendigkeit einer Abkehr von der täglichen Höchstarbeitszeit. „Wir müssen raus aus dem Korsett der Tagesarbeitszeit, hin zu einer flexibler gestaltbaren Arbeitszeit von durchschnittlich bis zu 48 Wochenstunden. Die europäische Arbeitszeitrichtlinie lässt diesen Spielraum ausdrücklich zu – ohne Abstriche beim Arbeitnehmerschutz. Es wäre sinnvoll, wenn dies künftig in allen Bereichen und allen Branchen gilt“, betont Brossardt. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt zur Anpassung des deutschen Arbeitszeitrechts sind die täglichen Ruhezeiten von elf Stunden. Brossardt erläutert: „Einfache Rückmeldungen per E‑Mail oder kurze dienstliche Telefonate gelten zwar nach rechtlicher Einschätzung nicht als Unterbrechungen der Ruhezeiten. Dies ist aber derzeit Auslegungssache. Hier ist eine klare Regelung im neuen Arbeitszeitgesetz erforderlich, um Unsicherheiten zu beheben.“
Die vbw setzt sich zudem für eine möglichst unkomplizierte und unbürokratische Arbeitszeiterfassung ein. „Auch wenn Zeiterfassung dem europäischen Rechtsrahmen folgt, sind Ausnahmen möglich und notwendig, vor allem bei Vertrauensarbeitszeit. Die Form der Zeiterfassung muss außerdem frei wählbar bleiben. Das europäische Recht und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs geben weder vor, dass die Arbeitszeit am selben Tag noch in elektronischer Form erfolgen muss“, so Brossardt. Sehr deutlich spricht er sich für Ausnahmeregelungen an Sonn- und Feiertagen mit Augenmaß aus: „Wenn beispielsweise geschäftskritische Projekte die Zusammenarbeit von internationalen Expertenteams an Feiertagen einzelner Länder erfordern, muss dies arbeitsrechtlich möglich sein. Die Ausnahmetatbestände vom Beschäftigungsverbot müssen im neuen Arbeitszeitgesetz ausgeweitet werden.“
Die vbw appelliert an die Bundesregierung, die anstehende Reform für eine umfassende Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts zu nutzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig zu stärken.
Weitere Informationen sind im aktuellen Positionspapier der vbw zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Rohstoffpreisindex
Krieg in der Golfregion befeuert Anstieg der Rohstoffpreise
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im ersten Quartal des Jahres 2026 um 14,3 Prozent auf 188,9 Punkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der Index um fast ein Viertel (+23,1 Prozent) höher.
„Die Rohstoffpreise liegen nahezu wieder auf dem Rekordhoch von 2021. Die Preise steigen seit bald einem Jahr deutlich und haben zuletzt weiter an Dynamik gewonnen. Der Iran-Krieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich. Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt“, erläutert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Am stärksten stieg im ersten Quartal 2026 mit einem Plus von 34,2 Prozent der Preisindex für Edelmetalle an. Erneut verteuerte sich insbesondere Silber (+55,3 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2025 lag der Preis sogar um 163,1 Prozent höher. Auch die Preise für Seltene Erden verzeichneten im abgelaufenen Quartal einen überdurchschnittlichen Preisanstieg von 29,3 Prozent. Sehr viel teurer wurden insbesondere Samarium (+114,0 Prozent) und Neodym (+46,6 Prozent).
Die Preise für Industriemetalle sind im ersten Quartal 2026 um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Deutlich teurer wurde unter anderem Lithium, mit einem Plus von 80,8 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnete Wolfram, dessen Preis sich mehr als verdoppelte (+131,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Preis sogar um 413,8 Prozent. „Strenge Exportkontrollen der chinesischen Regierung treffen auf eine gestiegene Nachfrage aus der Rüstungs- und Technologieindustrie. Beides zusammen treibt die Preise in die Höhe. Wolfram kommt unter anderem bei der Herstellung von KI-Chips und modernen Waffen zum Einsatz. Die Preisexplosion bei Lithium lässt sich auch darauf zurückführen, dass auf Grund der Knappheit von Öl und Gas die Nachfrage massiv gestiegen ist, da nun vermehrt auf Elektro gesetzt wird“, erklärt Brossardt und ergänzt, dass auch die für die bayerische Wirtschaft sehr wichtigen Metalle Kupfer und Aluminium gegenüber dem Vorquartal um 15,7 Prozent und 12,9 Prozent teurer geworden seien. „Das ist gerade für den im Freistaat starken Automobil- und Maschinenbausektor eine zusätzliche Belastung.“
Angesichts steigender Rohstoffpreise und möglicher Versorgungsengpässe fordert die vbw einen langfristig ausgerichteten, sicheren und belastbaren Rohstoffimport. Dafür braucht es einen deutlich diversifizierteren Bezug von Rohstoffen: „Wir müssen die Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten und ‑ländern verringern. Daneben gilt es, die Rohstoffeffizienz durch gezielte Forschung voranzutreiben und die Gewinnung von Sekundärrohstoffen durch eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft zu stärken“, so Brossardt abschließend.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Rohstoffpreisindex
Anstieg der Rohstoffpreise im Juli
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Juli 2025 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen und verharrt damit weiterhin auf einem hohen Niveau, bei 151,5 Punkten.
„Der sichere und bezahlbare Bezug wichtiger Rohstoffe bleibt eine ständige Herausforderung für die heimischen Unternehmen“, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Teilindex für Industriemetalle stieg im Juli um 1,4 Prozent an. Das insbesondere für die bayerische M+E Industrie sehr wichtige Aluminium war mit einem Anstieg um 3,5 Prozent mitverantwortlich für diese Entwicklung. Zur M+E Industrie zählen große Industriezweige wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Überdurchschnittlich stieg im Juli der Teilindex, der die Preise für Seltene Erden abbildet. Gegenüber dem Vormonat Juni nahm er um 2,0 Prozent zu. Grund dafür waren unter anderem Neodym und Praseodym mit Preisanstiegen von 7,4 und 7,0 Prozent. Mit einem Plus von 3,2 Prozent legte auch der Teilindex für Edelmetalle deutlich stärker zu als der Gesamtindex. Neben Silber (+4,7 Prozent) verteuerten sich im Juli insbesondere Platin (+11,7 Prozent) und Palladium (+13,2 Prozent). Der Preis für Gold (-0,4 Prozent) ging hingegen das erste Mal seit Dezember 2024 wieder leicht zurück. „Die chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden und Magnete bleiben spürbar und treiben die Preise in die Höhe. Hier brauchen die Unternehmen dringend Stabilität“, erläutert Brossardt.
Die vbw fordert, den verlässlichen und bezahlbaren Bezug von Rohstoffen politisch und in der unternehmerischen Planung dringend zu priorisieren. „Für die bayerischen Unternehmen ist das ein Schwerpunktthema. Unser Industriestandort benötigt die sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen. Einerseits gilt es, die Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten und ‑ländern zu verringern. Andererseits müssen wir die Rohstoffeffizienz durch gezielte Forschung vorantreiben sowie die Gewinnung von Sekundärrohstoffen durch eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft stärken“, sagt Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Rohstoffpreisindex
Leichter Anstieg der Rohstoffpreise im Mai
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Mai 2025 gegenüber dem Vormonat April um 0,8 Prozent gestiegen.
„Nach einem deutlichen Rückgang der Rohstoffpreise im April ist unser vbw Rohstoffpreisindex im Mai wieder leicht angestiegen. Im Vergleich zum Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 liegt er damit nach wie vor um gut ein Drittel höher“, kommentiert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dass die Preise nicht noch höher liegen, liege auch an der aktuell schwachen weltwirtschaftlichen Gesamtleistung, geprägt durch geopolitische Unsicherheiten. Umso wichtiger sei es, die strukturellen Schwächen hier am Standort schnell in den Griff zu bekommen und langfristig die Rohstoffsicherheit zu konkurrenzfähigen Preisen sicherzustellen.
Neben den Preisen für Industriemetalle (+0,9 Prozent) und Edelmetalle (+2,9 Prozent) stiegen im Mai insbesondere die Preise für Seltene Erden (+8 Prozent) im Vergleich zum Vormonat April deutlich an. „Die Preisanstiege bei den Seltenen Erden stechen im Mai hervor. Für einzelne Seltene Erden lag das Plus bei bis zu 18,9 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China, infolgedessen die chinesische Regierung Exportkontrollen für viele wichtige Seltene Erden und Magnete eingeführt hat. Neben den Preisen für Seltene Erden wurden aber auch die für die bayerische Wirtschaft wichtigen Industriemetalle Kupfer und Aluminium im Mai um 3,5 und 2,6 Prozent teurer. Bei den Edelmetallen verzeichnete Palladium mit sechs Prozent das stärke Preiswachstum, aber auch Gold wurde um 2,9 Prozent teurer. Ein klares Zeichen für die unsichere geopolitische Lage. Der Preis für Rohöl sank im Mai gegenüber dem Vormonat hingegen um 5,2 Prozent“, so Brossardt.
Die vorliegenden Zahlen unterstreichen die Forderung der vbw, zeitnah Maßnahmen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit zu implementieren. Der Industriestandort Bayern sei auf die sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen angewiesen, um international wettbewerbsfähig bleiben zu können. „Das Bekenntnis im Koalitionsvertrag zu einer Erleichterung der heimischen Rohstoffgewinnung ist ein positives Zeichen in die richtige Richtung. Ebenfalls spielen Handels- und Rohstoffpartnerschaften eine essenzielle Rolle in der langfristigen Senkung der Rohstoffpreise“, sagt Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern.
Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Die vbw-Studie Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft ist hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
vbw-Rohstoffpreisindex
Schwächelnde Nachfrage lässt Rohstoffpreise einbrechen
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im April 2025 gegenüber dem Vormonat um 7,3 Prozent zurückgegangen. Bei den Preisen für die einzelnen Rohstoffgruppen sieht die vbw ein gemischtes Bild.
„Wir sehen im April eine spürbare Entlastung bei den Rohstoffpreisen. Gleichzeitig ist es noch zu früh, um Entwarnung zu geben: Gegenüber dem Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 liegt unser Rohstoffpreisindex immer noch um gut ein Drittel höher“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Zudem lasse sich der Rückgang der Rohstoffkosten vor allem auf die Folge einer schwächelnden weltwirtschaftlichen Gesamtleistung zurückführen, die durch die massiven geopolitischen Unsicherheiten hervorgerufen wird. „Tatsache ist: Wir müssen unabhängig vom Weltgeschehen unsere strukturellen Standortschwächen in den Griff bekommen, um das Ruder auch hier vor Ort langfristig herumzureißen.“
Bei den Preisen für die einzelnen Rohstoffgruppen sieht die vbw ein gemischtes Bild. Bei den Industriemetallen zeige sich ein Rückgang um durchschnittlich 6,9 Prozent. Vor allem die für die bayerische Wirtschaft sehr wichtigen Preise für die Industriemetalle Aluminium, Kupfer und Stahlschrott seien zwischen drei und zehn Prozent gesunken. Die Preise für Chrom und Titan seien dagegen um bis zu 13 Prozent in die Höhe geschossen. „Bei den seltenen Erden sehen wir – entgegen dem allgemeinen Trend – einen leichten Anstieg der Preise um 0,5 Prozent. Das lag vor allem an Preissteigerungen bei Terbium, Yttrium und Gadolinium. Daneben wurde auch die Gruppe der Edelmetalle um durchschnittlich 2,6 Prozent teurer. Auffällig ist vor allem der Kostenanstieg für Gold um rund acht Prozent. Das verdeutlicht noch einmal die volatile Weltwirtschaftslage“, so Brossardt.
Die vbw fordert deshalb die rasche Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit. „Wir setzen große Hoffnung in den schwarz-roten Koalitionsvertrag. Insgesamt brauchen wir ein Update für unseren Standort: Die von der neuen Bundesregierung eingeleitete Wirtschaftswende muss schnell vollzogen werden. Nur so wird unser Standort wieder attraktiv. Zudem unterstützen wir im Einzelnen die Vereinbarungen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit: Neben neuen Handels- und Rohstoffpartnerschaften sehen wir auch das Bekenntnis zu einer Erleichterung der heimischen Rohstoffgewinnung als positives Zeichen. Wichtig bleibt aber die schnelle Umsetzung“, erläutert Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Die vbw-Studie Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft ist hier zu finden.