vbw-Rohstoffpreisindex
Krieg in der Golfregion befeuert Anstieg der Rohstoffpreise
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im ersten Quartal des Jahres 2026 um 14,3 Prozent auf 188,9 Punkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der Index um fast ein Viertel (+23,1 Prozent) höher.
„Die Rohstoffpreise liegen nahezu wieder auf dem Rekordhoch von 2021. Die Preise steigen seit bald einem Jahr deutlich und haben zuletzt weiter an Dynamik gewonnen. Der Iran-Krieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich. Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt“, erläutert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Am stärksten stieg im ersten Quartal 2026 mit einem Plus von 34,2 Prozent der Preisindex für Edelmetalle an. Erneut verteuerte sich insbesondere Silber (+55,3 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2025 lag der Preis sogar um 163,1 Prozent höher. Auch die Preise für Seltene Erden verzeichneten im abgelaufenen Quartal einen überdurchschnittlichen Preisanstieg von 29,3 Prozent. Sehr viel teurer wurden insbesondere Samarium (+114,0 Prozent) und Neodym (+46,6 Prozent).
Die Preise für Industriemetalle sind im ersten Quartal 2026 um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Deutlich teurer wurde unter anderem Lithium, mit einem Plus von 80,8 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnete Wolfram, dessen Preis sich mehr als verdoppelte (+131,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Preis sogar um 413,8 Prozent. „Strenge Exportkontrollen der chinesischen Regierung treffen auf eine gestiegene Nachfrage aus der Rüstungs- und Technologieindustrie. Beides zusammen treibt die Preise in die Höhe. Wolfram kommt unter anderem bei der Herstellung von KI-Chips und modernen Waffen zum Einsatz. Die Preisexplosion bei Lithium lässt sich auch darauf zurückführen, dass auf Grund der Knappheit von Öl und Gas die Nachfrage massiv gestiegen ist, da nun vermehrt auf Elektro gesetzt wird“, erklärt Brossardt und ergänzt, dass auch die für die bayerische Wirtschaft sehr wichtigen Metalle Kupfer und Aluminium gegenüber dem Vorquartal um 15,7 Prozent und 12,9 Prozent teurer geworden seien. „Das ist gerade für den im Freistaat starken Automobil- und Maschinenbausektor eine zusätzliche Belastung.“
Angesichts steigender Rohstoffpreise und möglicher Versorgungsengpässe fordert die vbw einen langfristig ausgerichteten, sicheren und belastbaren Rohstoffimport. Dafür braucht es einen deutlich diversifizierteren Bezug von Rohstoffen: „Wir müssen die Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten und ‑ländern verringern. Daneben gilt es, die Rohstoffeffizienz durch gezielte Forschung voranzutreiben und die Gewinnung von Sekundärrohstoffen durch eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft zu stärken“, so Brossardt abschließend.
Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
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vbw-Rohstoffpreisindex
Anstieg der Rohstoffpreise im Juli
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Juli 2025 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen und verharrt damit weiterhin auf einem hohen Niveau, bei 151,5 Punkten.
„Der sichere und bezahlbare Bezug wichtiger Rohstoffe bleibt eine ständige Herausforderung für die heimischen Unternehmen“, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Teilindex für Industriemetalle stieg im Juli um 1,4 Prozent an. Das insbesondere für die bayerische M+E Industrie sehr wichtige Aluminium war mit einem Anstieg um 3,5 Prozent mitverantwortlich für diese Entwicklung. Zur M+E Industrie zählen große Industriezweige wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Überdurchschnittlich stieg im Juli der Teilindex, der die Preise für Seltene Erden abbildet. Gegenüber dem Vormonat Juni nahm er um 2,0 Prozent zu. Grund dafür waren unter anderem Neodym und Praseodym mit Preisanstiegen von 7,4 und 7,0 Prozent. Mit einem Plus von 3,2 Prozent legte auch der Teilindex für Edelmetalle deutlich stärker zu als der Gesamtindex. Neben Silber (+4,7 Prozent) verteuerten sich im Juli insbesondere Platin (+11,7 Prozent) und Palladium (+13,2 Prozent). Der Preis für Gold (-0,4 Prozent) ging hingegen das erste Mal seit Dezember 2024 wieder leicht zurück. „Die chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden und Magnete bleiben spürbar und treiben die Preise in die Höhe. Hier brauchen die Unternehmen dringend Stabilität“, erläutert Brossardt.
Die vbw fordert, den verlässlichen und bezahlbaren Bezug von Rohstoffen politisch und in der unternehmerischen Planung dringend zu priorisieren. „Für die bayerischen Unternehmen ist das ein Schwerpunktthema. Unser Industriestandort benötigt die sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen. Einerseits gilt es, die Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten und ‑ländern zu verringern. Andererseits müssen wir die Rohstoffeffizienz durch gezielte Forschung vorantreiben sowie die Gewinnung von Sekundärrohstoffen durch eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft stärken“, sagt Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
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vbw-Rohstoffpreisindex
Leichter Anstieg der Rohstoffpreise im Mai
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Mai 2025 gegenüber dem Vormonat April um 0,8 Prozent gestiegen.
„Nach einem deutlichen Rückgang der Rohstoffpreise im April ist unser vbw Rohstoffpreisindex im Mai wieder leicht angestiegen. Im Vergleich zum Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 liegt er damit nach wie vor um gut ein Drittel höher“, kommentiert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dass die Preise nicht noch höher liegen, liege auch an der aktuell schwachen weltwirtschaftlichen Gesamtleistung, geprägt durch geopolitische Unsicherheiten. Umso wichtiger sei es, die strukturellen Schwächen hier am Standort schnell in den Griff zu bekommen und langfristig die Rohstoffsicherheit zu konkurrenzfähigen Preisen sicherzustellen.
Neben den Preisen für Industriemetalle (+0,9 Prozent) und Edelmetalle (+2,9 Prozent) stiegen im Mai insbesondere die Preise für Seltene Erden (+8 Prozent) im Vergleich zum Vormonat April deutlich an. „Die Preisanstiege bei den Seltenen Erden stechen im Mai hervor. Für einzelne Seltene Erden lag das Plus bei bis zu 18,9 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China, infolgedessen die chinesische Regierung Exportkontrollen für viele wichtige Seltene Erden und Magnete eingeführt hat. Neben den Preisen für Seltene Erden wurden aber auch die für die bayerische Wirtschaft wichtigen Industriemetalle Kupfer und Aluminium im Mai um 3,5 und 2,6 Prozent teurer. Bei den Edelmetallen verzeichnete Palladium mit sechs Prozent das stärke Preiswachstum, aber auch Gold wurde um 2,9 Prozent teurer. Ein klares Zeichen für die unsichere geopolitische Lage. Der Preis für Rohöl sank im Mai gegenüber dem Vormonat hingegen um 5,2 Prozent“, so Brossardt.
Die vorliegenden Zahlen unterstreichen die Forderung der vbw, zeitnah Maßnahmen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit zu implementieren. Der Industriestandort Bayern sei auf die sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen angewiesen, um international wettbewerbsfähig bleiben zu können. „Das Bekenntnis im Koalitionsvertrag zu einer Erleichterung der heimischen Rohstoffgewinnung ist ein positives Zeichen in die richtige Richtung. Ebenfalls spielen Handels- und Rohstoffpartnerschaften eine essenzielle Rolle in der langfristigen Senkung der Rohstoffpreise“, sagt Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern.
Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Die vbw-Studie Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft ist hier zu finden.
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vbw-Rohstoffpreisindex
Schwächelnde Nachfrage lässt Rohstoffpreise einbrechen
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im April 2025 gegenüber dem Vormonat um 7,3 Prozent zurückgegangen. Bei den Preisen für die einzelnen Rohstoffgruppen sieht die vbw ein gemischtes Bild.
„Wir sehen im April eine spürbare Entlastung bei den Rohstoffpreisen. Gleichzeitig ist es noch zu früh, um Entwarnung zu geben: Gegenüber dem Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 liegt unser Rohstoffpreisindex immer noch um gut ein Drittel höher“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Zudem lasse sich der Rückgang der Rohstoffkosten vor allem auf die Folge einer schwächelnden weltwirtschaftlichen Gesamtleistung zurückführen, die durch die massiven geopolitischen Unsicherheiten hervorgerufen wird. „Tatsache ist: Wir müssen unabhängig vom Weltgeschehen unsere strukturellen Standortschwächen in den Griff bekommen, um das Ruder auch hier vor Ort langfristig herumzureißen.“
Bei den Preisen für die einzelnen Rohstoffgruppen sieht die vbw ein gemischtes Bild. Bei den Industriemetallen zeige sich ein Rückgang um durchschnittlich 6,9 Prozent. Vor allem die für die bayerische Wirtschaft sehr wichtigen Preise für die Industriemetalle Aluminium, Kupfer und Stahlschrott seien zwischen drei und zehn Prozent gesunken. Die Preise für Chrom und Titan seien dagegen um bis zu 13 Prozent in die Höhe geschossen. „Bei den seltenen Erden sehen wir – entgegen dem allgemeinen Trend – einen leichten Anstieg der Preise um 0,5 Prozent. Das lag vor allem an Preissteigerungen bei Terbium, Yttrium und Gadolinium. Daneben wurde auch die Gruppe der Edelmetalle um durchschnittlich 2,6 Prozent teurer. Auffällig ist vor allem der Kostenanstieg für Gold um rund acht Prozent. Das verdeutlicht noch einmal die volatile Weltwirtschaftslage“, so Brossardt.
Die vbw fordert deshalb die rasche Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit. „Wir setzen große Hoffnung in den schwarz-roten Koalitionsvertrag. Insgesamt brauchen wir ein Update für unseren Standort: Die von der neuen Bundesregierung eingeleitete Wirtschaftswende muss schnell vollzogen werden. Nur so wird unser Standort wieder attraktiv. Zudem unterstützen wir im Einzelnen die Vereinbarungen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit: Neben neuen Handels- und Rohstoffpartnerschaften sehen wir auch das Bekenntnis zu einer Erleichterung der heimischen Rohstoffgewinnung als positives Zeichen. Wichtig bleibt aber die schnelle Umsetzung“, erläutert Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Die vbw-Studie Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft ist hier zu finden.