Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets gegen den Vize­meis­ter auf ver­lo­re­nem Posten

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Bamberg
Symbolbild, Foto: Pixabay
Nach zuletzt zwei Sie­gen in Serie haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets am 12. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga wie­der eine Nie­der­la­ge ein­ste­cken müs­sen. Gegen den deut­schen Vize­meis­ter ratio­ph­arm ulm unter­lag das Team um Mann­schafts­ka­pi­tän Ibi Wat­son am Sams­tag­abend mit 83:106 (35:53).

Die 5.700 Zuschau­er in der aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA sahen eine aus­ge­zeich­net ein­ge­stell­te Ulmer Mann­schaft, der es mit einer Zonen­press­ver­tei­di­gung immer wie­der gelang, dem Bam­ber­ger Spiel die gefürch­te­te Geschwin­dig­keit zu neh­men. Zudem hat­ten meh­re­re Ulmer Wer­fer einen Sah­n­etag erwischt. Ins­ge­samt fan­den 17 der 27 Ulmer Drei­punk­te­wür­fe (= 63%) den Weg in den Bam­ber­ger Korb. 

Beson­ders heiß prä­sen­tier­te sich Mark Smith. Der US-Ame­ri­ka­ner traf 7‑mal von hin­ter der 6,75-Meter-Linie und war mit 29 Punk­ten Tops­corer des Spiels sowie mit 9 ein­ge­sam­mel­ten Abpral­lern auch bes­ter Reboun­der. Bes­ter Punk­te­samm­ler in Rei­hen der BMA365 Bam­berg Bas­kets war Cobe Wil­liams mit 14 Punk­ten, auf einen zwei­stel­li­gen Effek­ti­vi­täts­wert brach­te es im Team von Head Coach Anton Gavel jedoch nur ein Akteur. EJ Onu kam mit 10 Zäh­lern und 5 geblock­ten Wür­fen auf eine Effek­ti­vi­tät von 12.


Spiel­ver­lauf

Die Bam­ber­ger benö­tig­ten einen Moment, um vor rest­los aus­ver­kauf­tem Haus ins Spiel zu fin­den. 2:22 Minu­ten waren bereits gespielt, als Richard Bal­int mit einem Drei­er (3:4/3.) die ers­ten Bam­ber­ger Punk­te der Par­tie erzie­len konn­te. Wenig spä­ter sorg­te dann Cobe Wil­liams mit einem Vier-Punk­te-Spiel für die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung (9:8/4.). Schon hier aber offen­bar­te die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung unge­wohn­te Schwä­chen und ließ die Ulmer immer wie­der zu ein­fa­chen Korb­er­fol­gen kom­men. Offen­siv konn­te man jedoch dage­gen­hal­ten, denn zunächst fie­len die Drei­er und so lag man nach dem erfolg­rei­chen Distanz­wurf von Aus­tin Crow­ley zum 16:16 (7.) gleich­auf. In den kom­men­den nicht ein­mal 60 Sekun­den zogen die Ulmer mit einem 7:0‑Lauf erst­mals davon (16:23/8.) und hat­ten auf Bam­ber­ger Sei­te mit ihrer Ver­tei­di­gung zu die­sem Zeit­punkt schon vier Ball­ver­lus­te for­ciert. Chris­ti­an Seng­fel­der erhöh­te den Ulmer Vor­sprung noch­mals (18:28/9.), ehe Moritz Krim­mer mit einem Drei­er den 21:26-Zwischenstand nach dem ers­ten Vier­tel erzie­len konnte.

Der Start ins zwei­te Vier­tel gehör­te nun den Haus­her­ren. Groß­ar­tig unter­stützt von den eige­nen Fans kamen Ibi Wat­son & Co. nun wie­der her­an. Nahe­zu die exakt glei­che Zeit­span­ne, die die Fans zu Beginn auf die ers­ten Zäh­ler war­ten muss­ten, nutz­ten die Bam­ber­ger hier, um nach Drei­er und erfolg­rei­chem Sprung­wurf ihres Mann­schafts­ka­pi­täns auf 27:28 (13.) zu ver­kür­zen. Plötz­lich aber ging nichts mehr und die Ulmer zogen aber­mals in Win­des­ei­le (es dau­er­te hier nicht ein­mal zwei Minu­ten) davon. Mit einem 13:0‑Run, dar­un­ter drei Drei­er von Tobi­as Jen­sen, setz­ten sich die Ulmer wie­der ab (27:41/15.). Bis zur Halb­zeit­pau­se konn­ten die Gäs­te ihre Füh­rung sogar noch ein klein wenig wei­ter aus­bau­en, da sie ihre Chan­cen in der Offen­si­ve hoch­pro­zen­tig nutz­ten (58% Tref­fer­quo­te aus dem Feld, 64% Tref­fer­quo­te bei den Drei­ern). Zudem ließ die Ulmer Ver­tei­di­gung kein Bam­ber­ger Tem­po-Spiel zu und zwang die Gast­ge­ber ein ums ande­re Mal in schwie­ri­ge Situa­tio­nen (9 Ball­ver­lus­te in der ers­ten Halb­zeit) und Abschlüs­se. Beim Stand von 35:53 ging es in die Halbzeitpause.


„Defen­siv haben wir sie nie stop­pen können“

Wie schon in Vier­tel Num­mer zwei star­te­ten die Bam­ber­ger auch nach der Pau­se gut. Nach zwei Drei­ern in Fol­ge von Cobe Wil­liams brann­te die Are­na zu Beginn des drit­ten Vier­tels plötz­lich wie­der so rich­tig (43:56/23.) und Ulms Coach Ty Har­rel­son muss­te per Aus­zeit erst ein­mal die Brem­se zie­hen. Die Bam­ber­ger blie­ben jetzt dran und dank zwei ver­rück­ter Abschlüs­se von Zach Ens­min­ger war man bis auf 50:57 (26.) wie­der dran. Nach zwei ver­wor­fe­nen Frei­wür­fen von Teo Mili­cic hät­te man sogar die Mög­lich­keit haben kön­nen, noch wei­ter zu ver­kür­zen, doch den Ball nach dem ver­ge­be­nen Frei­wurf angel­te sich Ulms Chris­to­pher Led­lum, der Chris­ti­an Seng­fel­der so den Drei­er zum 50:60 auf­le­gen konn­te. Jetzt waren die Gäs­te wie­der am Drü­cker. Ange­führt von Mark Smith, der allein im drit­ten Vier­tel 14 sei­ner ins­ge­samt 29 Punk­te erziel­te, gelang es den Ulmern, ihren Vor­sprung wie­der in Rich­tung Halb­zeit-Niveau zu schrau­ben. Beim Stand von 61:76 ging es in die letz­ten zehn Minuten. 

Hier brauch­ten die Ulmer gera­de ein­mal drei Minu­ten, um end­gül­tig für kla­re Ver­hält­nis­se zu sor­gen. Mit einem 12:0‑Lauf zum Start in den Schluss­ab­schnitt zog man auf 61:88 (33.) davon und sorg­te bereits hier für die Vor­ent­schei­dung. Chris­ti­an Seng­fel­der war es an alter Wir­kungs­stät­te dann vor­be­hal­ten, gut zwei Minu­ten vor dem Ende mit einem Drei-Punk­te-Spiel die Ulmer Punkt­aus­beu­te drei­stel­lig zu machen. Mit 83:106 unter­la­gen die BMA365 Bam­berg Bas­kets am Ende dem deut­schen Vize­meis­ter, der auch ohne Nel­son Wei­de­mann und Tho­mas Klepei­sz zu einem ins­ge­samt hoch ver­dien­ten und damit vier­ten BBL-Sieg in Fol­ge kam.

„Glück­wunsch an Ulm zum Sieg. Wir waren heu­te nicht in der Lage, ihre Phy­sis zu matchen. 106 Punk­te und deren Drei­er­quo­te sind ein Beleg, dass wir nicht gut ver­tei­digt haben und am Wurf nahe­zu immer die Hän­de unten hat­ten“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Defen­siv haben wir sie nie stop­pen kön­nen, außer viel­leicht zu Beginn des drit­ten Vier­tels, als wir erst­mals etwas aggres­siv gespielt hat­ten. Ansons­ten sind wir im Spiel immer nur dem Rück­stand hin­ter­her­ge­lau­fen. Auch mit unse­rer Offen­si­ve konn­ten wir uns nicht durch­set­zen. Wir haben vie­les nicht rich­tig gemacht und so sind unse­re Abschlüs­se immer in schwie­ri­gen und hart ver­tei­dig­ten Wür­fen geen­det und so ver­liert man dann am Ende auch so deut­lich die­ses Spiel.“

Nur drei Tage nach dem Heim­spiel gegen Ulm steht dem Team von Head Coach Anton Gavel bereits die nächs­te Auf­ga­be bevor. Erneut in eige­ner Hal­le bekommt man es am Diens­tag, 30. Dezem­ber, mit dem SYNTAINICS MBC zu tun. Tip-Off zum Spiel gegen die Wöl­fe aus Sach­sen-Anhalt ist um 18:30 Uhr.

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