vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum baye­ri­schen Außen­han­del im Febru­ar 2026

Ein­fuh­ren stei­gen merk­lich an, Export­ent­wick­lung wei­ter schwach

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Symbolbild, Foto: Pixabay
Die baye­ri­sche Wirt­schaft expor­tier­te im Febru­ar 2026 Waren im Wert von rund 19,2 Mil­li­ar­den Euro, das waren 0,4 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­mo­nat. Die Impor­te stie­gen im sel­ben Zeit­raum um 5,6 Pro­zent auf 18,9 Mil­li­ar­den Euro. Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. betrach­tet die vom Lan­des­amt für Sta­tis­tik ver­öf­fent­lich­ten Zah­len mit Vorsicht.

„Es ist posi­tiv, dass der Außen­han­del vor­erst wei­ter­hin leicht im Auf­wind scheint. Zu beden­ken ist aber, dass es sich um Zah­len han­delt, die den Zeit­raum vor Aus­bruch des Iran-Kriegs abbil­den. Wir müs­sen des­halb davon aus­ge­hen, dass die Zah­len auf­grund die­ses Kon­flikts und der Blo­cka­de der Stra­ße von Hor­mus wie­der ins Nega­ti­ve rut­schen wer­den“, sag­te vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die schwie­ri­ge außen­wirt­schaft­li­che Lage habe die so zen­tra­le baye­ri­sche Export­wirt­schaft wei­ter­hin fest im Griff. „Wir dür­fen kei­ne Zeit mehr ver­lie­ren: Die schwarz-rote Bun­des­re­gie­rung muss die so drin­gend benö­tig­ten struk­tu­rel­len Refor­men zügig umset­zen, um unse­ren Stand­ort gera­de im Ange­sicht der mas­si­ven welt­wei­ten Unsi­cher­hei­ten von innen her­aus mög­lichst attrak­tiv zu gestalten.“

Die Betrach­tung wich­ti­ger Export­märk­te zeigt eine dif­fe­ren­zier­te Lage. „Ein schmerz­haf­ter Rück­schlag: Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat bra­chen die Aus­fuh­ren in die USA, dem größ­ten baye­ri­schen Absatz­markt, um knapp 20 Pro­zent auf 2,1 Mil­li­ar­den Euro ein“, so Bros­sardt. Die unbe­re­chen­ba­re Zoll- und Han­dels­po­li­tik von Donald Trump belas­te den baye­risch-ame­ri­ka­ni­schen Han­del wei­ter­hin stark. Zudem sei­en auch die Expor­te in die Volks­re­pu­blik Chi­na um zehn Pro­zent gesun­ken. Grund hier­für sei neben der wirt­schaft­li­chen Schwä­che in Chi­na vor allem die Kon­kur­renz aus dem Reich der Mit­te selbst, die durch Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen zusätz­lich bestärkt wer­de. „Ein Licht­blick ist dage­gen der Han­del mit Euro­pa: Die gesam­ten Aus­fuh­ren des Frei­staats in die EU-Län­der stie­gen um rund zehn Pro­zent. Vor allem die Expor­te nach Öster­reich, Frank­reich, Ita­li­en und Polen konn­ten aus­ge­wei­tet wer­den. Umso stär­ker die glo­ba­le Unsi­cher­heit ist, umso mehr erweist sich der euro­päi­sche Bin­nen­markt als Sta­bi­li­täts­an­ker für die baye­ri­sche Wirt­schaft. Die­sen gilt es daher ent­schie­den zu stärken.“

Der Blick auf die Aus­fuh­ren der wich­tigs­ten Export­gü­ter bleibt durch­wach­sen. „Sowohl bei den Pkw als auch Maschi­nen sehen wir im Febru­ar erneut Rück­gän­ge, um 12,1 bezie­hungs­wei­se 1,7 Pro­zent gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat. Klar ist: Wir ver­lie­ren wei­ter bei den Gütern, deren welt­wei­ter Ver­kauf jahr­zehn­te­lang zu unse­rem wirt­schaft­li­chen Mar­ken­kern gehör­te“, erklärt Bros­sardt und ergänzt: „Wir ste­hen vor einer extrem schwie­ri­gen Lage. Das der­zei­ti­ge Cha­os in der Welt­wirt­schaft lässt sich aber eben nur schwer beein­flus­sen. Daher ist es umso wich­ti­ger, dass wir unse­ren hei­mi­schen Unter­neh­men die nöti­ge Rücken­de­ckung ver­schaf­fen – dafür braucht es schnell wie­der attrak­ti­ve Stand­ort­be­din­gun­gen. Die schwarz-rote Bun­des­re­gie­rung muss dafür end­lich den Mut auf­brin­gen, unbe­que­me Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und tief­grei­fen­de Refor­men rasch umzusetzen.“

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