Lage der bayerischen M+E‑Industrie
Verlust von fast 30.000 Arbeitsplätzen in den letzten zwei Jahren
Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E Industrie ist auch im ersten Quartal 2026 angespannt geblieben. Die Produktion sei vier Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresquartal, teilen bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. und vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. mit. Seit Anfang 2024 seien fast 30.000 Arbeitsplätze verlorengegangen und mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen werde gerechnet.
„Nachdem sich die wirtschaftliche Lage sowie auch die Stimmung in Bayerns größtem Industriezweig, der Metall- und Elektroindustrie, in der zweiten Jahreshälfte 2025 vorsichtig stabilisiert hatten, sorgt der Iran-Krieg seit März für eine erneute wirtschaftliche Zäsur. Fakt ist: Geopolitische Krisen haben die bayerische M+E Industrie weiter fest im Griff, denn zwei Drittel ihrer Umsätze macht sie auf Auslandsmärkten“, fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, das zentrale Ergebnis des aktuellen M+E Konjunkturreports der Verbände zusammen und ergänzt: „Zusätzlich zu den globalen Herausforderungen kämpfen die Unternehmen auch damit, dass die Standortbedingungen im Inland nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Wir brauchen aber attraktive Rahmenbedingungen, um in einer Weltwirtschaft im Wandel bestehen zu können.“
Die Produktion in der M+E Industrie lag im ersten Quartal 2026 um vier Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Auffällig ist das kräftige Plus von rund zehn Prozent beim sonstigen Fahrzeugbau, der von einer konstant hohen Nachfrage nach zivilen Luftfahrzeugen sowie steigenden Ausgaben für Rüstungsgüter profitiert. Bei den beiden größten Wirtschaftszweigen der M+E Industrie, der Kfz-Industrie und des Maschinenbaus, gab es dagegen weitere Einbußen. Der Output sank bei beiden Branchen jeweils um rund acht Prozent. Diesen Rückgang konnte auch der Anstieg beim sonstigen Fahrzeugbau nicht kompensieren. „Die wirtschaftliche Stabilisierung der M+E Industrie war nicht nachhaltig, die Talfahrt setzt sich fort. Die Lage ist dramatisch. Einen Lichtblick bilden zumindest die Neuaufträge, die seit einiger Zeit vorsichtig aufwärtsgerichtet sind. Das Auftragsvolumen verharrt zugleich auf niedrigem Niveau, die Betriebe kämpfen weiter mit Überkapazitäten.“
Der Beschäftigungsabbau in der M+E Industrie hielt im ersten Quartal 2026 an. Gegenüber dem Vorquartal sank die Zahl der Beschäftigten um 0,3 Prozent. Seit dem letzten Höchststand im Januar 2024 gingen fast 30.000 Stellen verloren. Aktuell zählt die bayerische M+E Industrie rund 845.000 Beschäftigte. Dazu Brossardt: „Wir erwarten, dass sich der Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten fortsetzt. Die Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Das mag auf den ersten Blick überraschend sein, die Ursache ist jedoch alarmierend: Da die Krise so lange anhält, bleibt vielen Betrieben nur noch die Möglichkeit, Beschäftigung abzubauen, statt sie mithilfe des Kurzarbeitergelds zu halten.“
bayme vbm fordern daher grundlegende und umfassende Reformen. „Bis zum Sommer muss die Bundesregierung den Reform-Turbo zünden, um den Dauerstillstand der vergangenen Jahre zu beenden. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Auf der anderen Seite müssen auch die Gewerkschaften erkennen, dass die hohen Arbeitskosten zu unseren größten Wettbewerbsnachteilen gehören. Sie hemmen Investitionen und erhöhen den Verlagerungsdruck. Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit wir im sich stark verändernden globalen Wettbewerb bestehen können“, so Brossardt.
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im ersten Quartal 2026
Ex- und Importe zwar im Aufwind, aber verschlechterte Perspektiven wegen Iran-Krieg
Die bayerische Wirtschaft exportierte in den ersten drei Monaten 2026 Waren im Wert von rund 57,5 Milliarden Euro, wie die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mitteilt. Das waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe stiegen von Januar bis März dieses Jahres um 4,0 Prozent auf knapp 57,9 Milliarden Euro.
Das Exportplus im ersten Quartal 2026 war vor allem dem kräftigen Anstieg von 8,5 Prozent im März zu verdanken. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, welche die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ausgewertet hat. Dazu erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Der Anstieg der Ausfuhren ist zwar erfreulich, gleichzeitig dürfen die Zahlen nicht überbewertet werden. Der Iran-Krieg und seine Folgen haben nicht nur zu massiven Steigerungen der Energiekosten geführt, sondern bringen die globalen Lieferketten durcheinander und schwächen damit die Weltwirtschaft.“ Die vbw gehe davon aus, dass sich die Auswirkungen des Konflikts in den Zahlen der kommenden Monate negativ niederschlagen werden. Bezeichnend sei zudem, dass der Freistaat im ersten Jahresviertel ein Handelsdefizit von knapp 353 Millionen Euro aufweist, im Vorjahresquartal habe es es noch einen Überschuss von 827 Millionen Euro gegeben. „Das zeigt: Die schwierige wirtschaftliche Lage im In- und Ausland geht an die Substanz. Wir erwarten daher eine zügige Einigung auf das von der Bundesregierung versprochenes Reformpaket.“
Die Betrachtung der wichtigsten Exportmärkte verdeutlicht die Rolle Europas als Stabilitätsanker für den bayerischen Export. „Die Ausfuhren in unsere EU-Partnerländer stiegen um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nach Tschechien, Polen, Spanien und Italien gab es sogar zweistellige Wachstumsraten“, betont Brossardt und macht deutlich: „Europa stärkt die bayerische Wirtschaft. Gleichzeitig kompensiert es die Einbußen aus dem Handel mit unserem wichtigsten Exportmarkt, den USA. Die Ausfuhren dorthin sanken im Vorjahresvergleich um knapp 19 Prozent. Fakt ist: In einer Welt der Umbrüche und Krisen bleibt der europäische Binnenmarkt unsere Lebensversicherung. Diesen gilt es weiter zu vertiefen.“ Die Exporte in die Volksrepublik China, dem größten bayerischen Handelspartner, stiegen unterdurchschnittlich um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Die Daten zu den wichtigsten Exportgütern zeigen ein gemischtes Bild: So stiegen im ersten Quartal vor allem die Ausfuhren im Elektrobereich zwischen vier und acht Prozent. Dabei handelte es sich um nachrichtentechnische Geräte sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und ‑verteilung. Die Exporte von Pkw sanken dagegen um 12,6 Prozent. Dazu Brossardt: „Die De-Industrialisierung in den Branchen, die für unseren Standort so zentral sind, setzt sich weiter fort. Ohne attraktive Standortbedingungen können wir diesen gefährlichen Trend nicht aufhalten. Wir appellieren daher umso energischer an die Bundesregierung einerseits, ein umfassendes und grundlegendes Reformparket rasch in die Wege zu bringen, und andererseits an die Gewerkschaften, den hohen Arbeitskosten Einhalt zu gebieten, da diese ein großes Investitionshemmnis darstellen und den Verlagerungsdruck deutlich erhöhen.“
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im Februar 2026
Einfuhren steigen merklich an, Exportentwicklung weiter schwach
Die bayerische Wirtschaft exportierte im Februar 2026 Waren im Wert von rund 19,2 Milliarden Euro, das waren 0,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 5,6 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betrachtet die vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen mit Vorsicht.
„Es ist positiv, dass der Außenhandel vorerst weiterhin leicht im Aufwind scheint. Zu bedenken ist aber, dass es sich um Zahlen handelt, die den Zeitraum vor Ausbruch des Iran-Kriegs abbilden. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass die Zahlen aufgrund dieses Konflikts und der Blockade der Straße von Hormus wieder ins Negative rutschen werden“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die schwierige außenwirtschaftliche Lage habe die so zentrale bayerische Exportwirtschaft weiterhin fest im Griff. „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren: Die schwarz-rote Bundesregierung muss die so dringend benötigten strukturellen Reformen zügig umsetzen, um unseren Standort gerade im Angesicht der massiven weltweiten Unsicherheiten von innen heraus möglichst attraktiv zu gestalten.“
Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte zeigt eine differenzierte Lage. „Ein schmerzhafter Rückschlag: Im Vergleich zum Vorjahresmonat brachen die Ausfuhren in die USA, dem größten bayerischen Absatzmarkt, um knapp 20 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ein“, so Brossardt. Die unberechenbare Zoll- und Handelspolitik von Donald Trump belaste den bayerisch-amerikanischen Handel weiterhin stark. Zudem seien auch die Exporte in die Volksrepublik China um zehn Prozent gesunken. Grund hierfür sei neben der wirtschaftlichen Schwäche in China vor allem die Konkurrenz aus dem Reich der Mitte selbst, die durch Wettbewerbsverzerrungen zusätzlich bestärkt werde. „Ein Lichtblick ist dagegen der Handel mit Europa: Die gesamten Ausfuhren des Freistaats in die EU-Länder stiegen um rund zehn Prozent. Vor allem die Exporte nach Österreich, Frankreich, Italien und Polen konnten ausgeweitet werden. Umso stärker die globale Unsicherheit ist, umso mehr erweist sich der europäische Binnenmarkt als Stabilitätsanker für die bayerische Wirtschaft. Diesen gilt es daher entschieden zu stärken.“
Der Blick auf die Ausfuhren der wichtigsten Exportgüter bleibt durchwachsen. „Sowohl bei den Pkw als auch Maschinen sehen wir im Februar erneut Rückgänge, um 12,1 beziehungsweise 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Klar ist: Wir verlieren weiter bei den Gütern, deren weltweiter Verkauf jahrzehntelang zu unserem wirtschaftlichen Markenkern gehörte“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Wir stehen vor einer extrem schwierigen Lage. Das derzeitige Chaos in der Weltwirtschaft lässt sich aber eben nur schwer beeinflussen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir unseren heimischen Unternehmen die nötige Rückendeckung verschaffen – dafür braucht es schnell wieder attraktive Standortbedingungen. Die schwarz-rote Bundesregierung muss dafür endlich den Mut aufbringen, unbequeme Entscheidungen zu treffen und tiefgreifende Reformen rasch umzusetzen.“
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im Jahr 2025
Ausfuhren gehen leicht zurück
Die bayerische Metall- und Elektroindustrie exportierte im Jahr 2025 Waren im Wert von 148,7 Milliarden Euro ins Ausland, das waren 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies teilt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit.
Damit sanken die M+E‑Exporte das zweite Jahr in Folge. Insgesamt machten die M+E‑Ausfuhren im Freistaat knapp zwei Drittel aller Produkte aus, die ins Ausland exportiert wurden, so die Berechnungen der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. „Fakt ist: Die M+E‑Industrie ist das Herz der Wirtschaft im Freistaat, sie steht für mehr als 830.000 Beschäftigte in Bayern. Auch wenn die gesamten bayerischen Exporte wieder leicht im Aufwind sind, ist unsere wichtigste Branche weiter am Kämpfen“, so bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Die chaotische Lage der Weltwirtschaft können wir nicht ändern – vor allem mit Blick auf die unberechenbare Handelspolitik der US-Regierung, den erheblich verteuerten Euro und die starke globale Konkurrenz. Fatal ist aber, dass zu dem schwierigen internationalen Umfeld hausgemachten Hürden kommen. Wir müssen unsere Standortbedingungen dringend verbessern, damit unsere Wettbewerbsfähigkeit von dieser Seite nicht noch weiter zusätzlich belastet wird.“
2025 führten bayerische Unternehmen M+E Produkte im Wert von 20,2 Milliarden Euro in die USA aus, das entspricht 13,6 Prozent aller bayerischen M+E Exporte. „Die Vereinigten Staaten bleiben auch im M+E Bereich unser wichtigster Absatzmarkt, obwohl sich die Exporte dorthin um satte 11,3 Prozent verringerten. Der Handelsstreit und die aggressive Zollpolitik der US-Regierung treffen auch unsere M+E Industrie hart“, so Brossardt. Aber auch die Ausfuhren in den zweitgrößten M+E Exportmarkt China sind um 10,4 Prozent eingebrochen. „Die massive Konkurrenz vor Ort in Kombination mit wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen und Protektionismus schwächen unsere Firmen im globalen Wettbewerb“, so Brossardt und sagt weiter: „Mit Blick auf die großen Schwierigkeiten im weltweiten Exportgeschäft zeigt sich auch bei den M+E Exportzahlen der Trend, dass noch mehr Geschäft in Europa gemacht wird: Inzwischen entfallen 47 Prozent der bayerischen M+E Exporte auf die EU, gegenüber dem Vorjahr stiegen sie um 5,2 Prozent.“
Bei den wichtigsten Exportgütern im M+E Bereich gab es 2025 eine gemischte Entwicklung. Die Exporte von Kfz und Kfz-Teilen betrugen 52,5 Milliarden Euro (Pkw davon mit 38,5 Milliarden Euro), und entsprachen damit 35,3 Prozent der gesamten M+E Ausfuhren. Sowohl Ausfuhren von Pkw als auch von Kfz-Teilen sanken um drei bis fünf Prozent. Auch bei den Maschinen, die für ein Exportvolumen von 39,5 Milliarden Euro stehen, gingen die Exporte im letzten Jahr um rund drei Prozent zurück. Auffällig ist dagegen das starke Wachstum bei den Luftfahrzeugen und Luftfahrzeugteilen, die gegenüber 2024 um 41,1 Prozent stiegen. Sie stehen für ein Exportvolumen von immerhin 6,6 Milliarden Euro. Brossardt resümiert: „Es gibt zwar einzelne erfreuliche Entwicklungen. Aber bei unseren wichtigsten Exportgütern verlieren wir weiter an Boden. Das kann auch der überraschend starke Zuwachs an anderer Stelle nicht kompensieren. Wir brauchen dieses Jahr einen großen Wurf, um die tiefgreifenden Strukturprobleme zügig anzugehen. Nur so bringen wir unseren Standort wieder auf Vordermann.“
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vbw zum deutschen Außenhandel 2025
Deutsche Ausfuhren stagnieren – China überholt die USA als wichtigsten Exportmarkt
Die deutschen Warenexporte sind 2025 kaum gewachsen. Demnach wurden 2025 Waren im Wert von rund 1.570 Milliarden Euro ins Ausland exportiert, das war lediglich ein Prozent mehr als im Vorjahr. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 4,4 Prozent auf 1.367 Milliarden Euro. Dadurch sank der deutsche Exportüberschuss um mehr als 42 Milliarden auf rund 203 Milliarden Euro. Aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sind die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen ein klares Warnsignal für den Standort.
„Die strukturellen Standortprobleme sind ein immenser Wettbewerbsnachteil auf den Weltmärkten, bei ohnehin großen außenwirtschaftlichen Herausforderungen für unsere Unternehmen. Die erratische US-Zollpolitik bremst die Weltwirtschaft insgesamt. Das belastet die tief in den Welthandel integrierten Volkswirtschaften Bayerns und Deutschlands in besonderem Maße. Auch der stark aufgewertete Euro stellt eine Bedrohung für unsere stark exportorientierte Industrie dar“, erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Die Exporte in die wichtigsten Märkte verzeichneten teilweise starke Rückgänge. „Es ist sehr bedauerlich, dass die Exporte in die USA aufgrund der aggressiven US-Zollpolitik um 9,3 Prozent auf 146,9 Milliarden Euro zurückgegangen sind. Auch die Ausfuhren nach China haben mit einem Rückgang in gleicher Höhe deutlich an Schwung verloren. Erfreulich sind die gestiegenen Exporte in die EU-Staaten um über vier Prozent“, so Brossardt weiter.
2025 war China mit einem Außenhandelsvolumen von 251,8 Milliarden Euro Deutschlands wichtigster Handelspartner, noch vor den Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro. Dass China die USA im Außenhandel mit Deutschland überholt hat, zeige die enge Verflechtung mit dem chinesischen Markt. Zugleich verdeutliche der Rückgang des Handels mit den USA, wie stark die politischen Rahmenbedingungen den Außenhandel beeinflussen und wie wichtig es ist, die Handelsbeziehungen zu diversifizieren und resilienter aufzustellen. „Die Zustimmung des EU-Parlaments zum Mercosur-Abkommen wäre ein wichtiges Signal gewesen. Wichtig ist es jetzt, dass die Kommission die vorläufige Anwendung des Abkommens beschließt. So kann die Wirtschaft von den Vorteilen des Abkommens profitieren, während die Entscheidung des EuGH abgewartet wird. Auch das abgeschlossene Freihandelsabkommen der EU mit Indien bietet immense Chancen. Wir sind überzeugt, dass jedes Freihandelsabkommen unseren europäischen Wirtschaftsraum und unsere bayerische Volkswirtschaft stärker und unabhängiger macht“, erläutert Brossardt.
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel im Oktober 2025
Bayerischer Außenhandel erfährt leichte Erholung
Der bayerische Außenhandel erfährt eine leichte Erholung insgesamt, aber ein Minus bei den Exportgütern Pkw und Maschinen, wie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft mitteilt.
Demnach exportierte die bayerische Wirtschaft im Oktober 2025 Waren im Wert von rund 20,6 Milliarden Euro, das waren 4,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 3,7 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gibt sich angesichts der heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen weiterhin zurückhaltend. „Der Anstieg sowohl von Export als auch Import im Oktober macht uns vorsichtig hoffnungsvoll. Gleichzeitig haben wir auch in den vergangenen Monaten immer wieder einen leichten Aufschwung erlebt, der dann wieder in den Folgemonaten verpufft ist. Zudem liegen sowohl Aus- als auch Einfuhren des Freistaats in der Gesamtbetrachtung Januar bis Oktober 2025 weiterhin um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Herausforderungen seien enorm: Die US-Zölle und der sich weltweit ausbreitende Protektionismus, die starke Konkurrenz aus China und ein zu stark aufgewerteter Euro erschwerten unserer internationalisierten bayerischen Exportwirtschaft massiv das Geschäft. „Wir müssen daher von innen heraus wirtschaftlich so stark aufgestellt wie möglich sein. Solange wir aber nicht die tiefgreifenden strukturellen Standortprobleme lösen, können wir unsere Exportindustrie im harten globalen Wettbewerb nicht stärken. Für das neue Jahr erwarten wir daher zügig grundlegende Reformen.“
Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte ergibt eine gemischte Lage. „Vor allem bei unserem wichtigsten ausländischen Absatzmarkt, den USA, schmerzt der Exportrückgang weiterhin sehr. Hier fielen unsere Exporte auch im Oktober, und zwar deutlich um fast zehn Prozent. Die neuen wirtschaftlichen Realitäten, ausgelöst durch die US-Zollpolitik, sind immer mehr erkennbar. Auch die Ausfuhren nach China – unserem größten Handelspartner – gingen leicht zurück. Erfreulich ist dagegen, dass sich das Exportgeschäft mit unseren europäischen Nachbarn immer weiter verbessert. Im Oktober sehen wir einen Zuwachs um fast zehn Prozent. Überdurchschnittlich wuchsen unsere Ausfuhren in wichtige Absatzmärkte wie Polen, Spanien, die Niederlande und Italien. Wir dürfen nicht vergessen, welches wirtschaftliche Potenzial im europäischen Binnenmarkt steckt. Wir müssen wirtschaftlich noch enger zusammenwachsen“, so Brossardt.
Bei den Ausfuhren der wichtigsten Exportgüter zeigt sich ein schwieriges Bild. „Die Exporte von Pkw und Maschinen gingen auch im Oktober erneut zurück – um sieben beziehungsweise knapp fünf Prozent. Der Trend setzt sich fort: Zwei unserer wichtigsten Exportprodukte verlieren zunehmend an globalen Exportanteilen. Das ist verheerend. Positiv war zumindest, dass sich die Ausfuhren für Geräte zur Elektrizitätserzeugung und ‑verteilung um 9,2 Prozent erhöht haben“, erklärt Brossardt und betont: „Die Zahlen geben leider weiterhin keinen Anlass für großen Optimismus. Im Gegenteil: Unser Standort steckt weiterhin in einer echten Wettbewerbsfähigkeitskrise. Jetzt gilt es im kommenden Jahr die Weichen dafür zu stellen, dass unsere Wirtschaft für die Zukunft gut aufgestellt ist.“
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vbw-Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel
Export- und Importgeschäft im ersten Halbjahr 2025 im Minus
Die bayerische Wirtschaft exportierte im ersten Halbjahr 2025 Waren im Wert von fast 114 Milliarden Euro, das waren knapp ein Prozent weniger als im Vorjahr. Dies teilt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit.
Die Importe sanken demnach ebenfalls um rund ein Prozent auf 112,5 Milliarden Euro. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gibt sich angesichts der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen weiterhin besorgt. „Wie befürchtet, sind die Zahlen in diesem Jahr sowohl für Ausfuhren als auch Einfuhren bislang rückläufig. Die Vorzieheffekte aufgrund der US-Zölle haben nur für einen zwischenzeitlichen Anstieg der Exporte gesorgt, im gesamten ersten Halbjahr ergibt sich jedoch ein Minus im Vorjahresvergleich. Zudem drückt die weiterhin schwache Inlandsnachfrage das Importgeschäft. Die tiefgreifenden strukturellen Probleme unseres Standorts verhindern weiterhin ein dauerhaftes Comeback unserer Wirtschaft. Wir setzen auf die Bundesregierung, dass sie die Vollendung der Wirtschaftswende weiter entschlossen angeht“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Die Betrachtung der wichtigsten Exportmärkte ergebe ein gemischtes Bild. „Stark rückläufig waren die Exporte nach China – sie sanken um knapp 25 Prozent. Unsere Betriebe spüren die chinesische Konkurrenz vor Ort, auch durch unfaire Wettbewerbsverzerrungen seitens China“, erklärt Brossardt. Die Volksrepublik sei aber unser größter Handelspartner und drittgrößter Exportmarkt. Auch mit den USA sei ein Rückgang der Ausfuhren um rund drei Prozent zu sehen. Bislang habe der EU-US-Zolldeal nur bedingt für Planungssicherheit gesorgt. „Für den Deal zahlen wir gleichzeitig einen wirtschaftlich hohen Preis und müssen mit Einbußen im Exportgeschäft rechnen. Die Exporte in die EU stiegen dagegen um rund ein Prozent. Ebenfalls sinkende Ausfuhren um bis 3,6 Prozent verzeichnen wir bei unseren wichtigsten europäischen Absatzmärkten Frankreich und Österreich.“
Die Ausfuhren der wichtigsten Exportgüter lagen im ersten Halbjahr 2025 ebenfalls im Minus. „Insgesamt wurden vier Prozent weniger Maschinen und 3,5 Prozent weniger Pkw exportiert. Das gleiche gilt für Kfz-Teile, chemische Produkte und elektrische Ausrüstungen, deren Ausfuhren zwischen zwei und sechs Prozent gesunken sind.“ Auffällig sei dagegen der starke Exportzuwachs von Pharmaprodukten und Luftfahrtzeugen und ‑teilen zwischen 33 und knapp 50 Prozent – auch wenn beide einen eher geringen Anteil am Gesamtexport hätten. „Die Zahlen dokumentieren die weiterhin herausfordernde Lage. In einem immer härter werdenden globalen Wettbewerb, geprägt durch Protektionismus und unfaire Wettbewerbspraktiken, müssen wir unseren Unternehmen deshalb noch mehr den Rücken stärken. Dazu müssen wir noch entschiedener für einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Standort arbeiten“, so Brossardt abschließend.
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vbw-Statement zum bayerischen Außenhandel
Bayerische Ein- und Ausfuhren sinken siebten Monat in Folge
Die bayerischen Ausfuhren gingen im Februar 2025 um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf insgesamt 19,1 Milliarden Euro zurück. Die Einfuhren sanken um 7,2 Prozent auf nur noch 17,9 Milliarden Euro. Die heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen bezeichnet die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. als extrem beunruhigend.
„Sowohl die bayerischen Exporte als auch Importe verharren im Februar weiterhin tief im Minus. Klar ist: Wir befinden uns mitten in einer tiefen Konjunktur- und vor allem Strukturkrise. Umso mehr ist daher die Einigung auf einen Koalitionsvertrag eine gute Nachricht. Sie ebnet den Weg für eine handlungsfähige Bundesregierung. Es ist zu hoffen, dass durch den Koalitionsvertrag wachstumsfördernde und standortsichernde Impulse gesetzt werden – und zwar zügig. Wir brauchen jetzt einen echten wirtschaftlichen Aufbruch“, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Bei den größten bayerischen Absatzmärkten zeigt sich die drastische Lage ganz besonders. „Bei unserem wichtigsten Exportmarkt, den USA, sind sowohl die Exporte als auch die Importe im Sinkflug – und das sogar noch vor Inkrafttreten der neuen Zölle. Im Februar sanken die Ausfuhren in die USA demnach um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten lagen sogar um rund ein Viertel niedriger. Die radikale Zollpolitik von Donald Trump stellt für die bayerische Wirtschaft eine fundamentale Herausforderung dar. Fast 13 Prozent der bayerischen Exporte gehen in die USA. Noch dramatischer entwickelt sich zugleich unser Chinageschäft: Die Ausfuhren in das Reich der Mitte gingen im Februar um ganze 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Ebenso sehen wir Einbußen beim Export nach Österreich, Frankreich, Italien und in das Vereinigte Königreich. Nur in wenige wichtige Exportmärkte konnten die Ausfuhren gesteigert werden. Polen ist eine solche positive Ausnahme“, erklärt Brossardt.
Ein ähnliches Bild ergibt sich für die einzelnen Warengruppen. „Wichtigste Exportgüter im Februar 2025 waren Pkw und Wohnmobile mit einem Exportvolumen von rund 3,7 Milliarden Euro. Danach folgten Maschinen, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und ‑verteilung, Kfz-Teile sowie Pharmazeutische Erzeugnisse. Außer bei den pharmazeutischen Erzeugnissen gab es bei allen genannten Warengruppen Exportrückgänge von bis zu 12,3 Prozent. Fakt ist: Die neuen außenwirtschaftlichen Realitäten stellen die bayerische Wirtschaft auf eine harte Bewährungsprobe. Die Aufgaben, vor denen wir stehen, sind groß, kurz‑, aber auch langfristig. Gleichzeitig stimmt uns der Koalitionsvertrag hoffnungsvoll. Es muss jetzt schnell gehandelt werden“, so Brossardt.
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Bayerischer Außenhandel im November 2024
Exporte eingebrochen, auch in die USA und nach China
Die bayerischen Exporte verzeichneten laut der heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen im November 2024 einen Rückgang um über elf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 18,7 Milliarden Euro. „Wir müssen wieder mehr Wirtschaft wagen“, so die Forderung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. dazu.
„Auch die Exporte in die USA – unserem wichtigsten Exportmarkt – gingen im November um knapp zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Im Jahresverlauf sehen wir eine klare Abwärtsdynamik“, erläutert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Die stark gesunkenen Exporte in die USA sind aus Sicht der vbw ein dramatisches Signal. „Im Dezember und Januar erwarten wir bei den Exporten in die USA etwas bessere Zahlen, da die Unternehmen wegen der Unwägbarkeiten auf dem US-Markt noch so weit wie möglich ihre Lager aufgefüllt haben dürften. Aber für die Zeit danach sind wir sehr skeptisch. Wir sehen Trumps Ankündigungen von Strafzöllen auf US-Importe in Höhe von zehn bis 20 Prozent mit großer Sorge. Diese würden Produkte bayerischer Hersteller teurer und damit weniger wettbewerbsfähig auf dem US-Markt machen. Kommt es als Folge der US-Zollanhebungen zu Gegenreaktionen und dadurch zu einem allgemeinen Anstieg der Handelshemmnisse weltweit, wären Deutschland und Bayern als besonders exportorientiert überdurchschnittlich betroffen. Ein Wettlauf bei Strafzöllen kennt nur Verlierer“, gibt Brossardt zu Bedenken.
Die Exporte in die restlichen EU-Staaten gingen im November ebenfalls um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. „Die Ausfuhren nach China nahmen im November sogar um über 25 Prozent ab. Damit verzeichneten die Ausfuhren in alle führenden Exportländer deutliche Rückgänge. Lediglich die Ausfuhren auf den afrikanischen Kontinent nahmen um über elf Prozent zu – eine Region, die wir verstärkt in den Blick nehmen sollten“, so Brossardt.
Die Rückgänge beim Export zeigen sich über alle Branchen und Warengruppen hinweg. „Die Exporte von pharmazeutischen Erzeugnissen sanken sogar um fast 33 Prozent, die von Pkw gingen um überdurchschnittliche 14 Prozent zurück“, erläutert Brossardt und ergänzt: „Erneut zeigt sich: 2024 war wirtschaftlich ein verlorenes Jahr. Die neue Regierung muss mutig handeln. Wir brauchen Veränderungsbereitschaft und mehr Freiheit für unsere Unternehmen statt Gängelung. Wir müssen wieder mehr Wirtschaft wagen“, so Brossardt abschließend.