In Bam­berg wird künf­tig ein Platz den Namen des frü­he­ren Ober­bür­ger­meis­ters tragen

Gro­ße Wert­schät­zung für die poli­ti­sche Leis­tung von Paul Röhner

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Röhner
Der Platz vor der Konzert- und Kongresshalle soll nach dem früheren Oberbürgermeister Paul Röhner benannt werden. Foto: Stadtarchiv Bamberg, Lara Müller
Eine Wür­di­gung am pas­sen­den Ort: Die Stadt Bam­berg wird den Vor­platz der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le in Paul-Röh­ner-Platz umbe­nen­nen. Das hat der Stadt­rat in sei­ner Voll­sit­zung am Mitt­woch beschlos­sen, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Anlass der Umbe­nen­nung ist der 100. Geburts­tag des ehe­ma­li­gen Ober­bür­ger­meis­ters und Ehren­bür­gers am 7. August 2027. Mit der Benen­nung soll ein Poli­ti­ker gewür­digt wer­den, der die Ent­wick­lung Bam­bergs über Jahr­zehn­te mit­ge­prägt und ins­be­son­de­re den Bau der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le maß­geb­lich umge­setzt hat.

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er ver­bin­det mit die­ser Ehrung nicht nur die Aner­ken­nung einer her­aus­ra­gen­den kom­mu­nal­po­li­ti­schen Leis­tung, son­dern auch eine per­sön­li­che Wert­schät­zung für Paul Röh­ner und des­sen Wir­ken für die Stadt. „Paul Röh­ner hat Bam­berg geprägt – mit Weit­blick, mit Beharr­lich­keit und mit dem fes­ten Wil­len, etwas Blei­ben­des für unse­re Stadt zu schaf­fen. Die Kon­zert- und Kon­gress­hal­le steht dafür bis heu­te. Sie ist weit mehr als ein Gebäu­de: Sie ist die musi­ka­li­sche Hei­mat unse­rer Sym­pho­ni­ker und ein Ort, an dem Bam­berg Men­schen aus aller Welt zusam­men­bringt“, sagt OB Niedermaier.


„Ein lan­ger, dor­nen­rei­cher Weg“

Die Ver­wirk­li­chung der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le war ein anspruchs­vol­les Vor­ha­ben, das poli­ti­sche Über­zeu­gungs­ar­beit, lan­gen Atem und die Bereit­schaft zu einer lang­fris­ti­gen Inves­ti­ti­on in die kul­tu­rel­le Zukunft Bam­bergs erfor­der­te. Die Bau­pha­se begann 1989. Am 10. Sep­tem­ber 1993 wur­de die Hal­le fei­er­lich eröff­net. Paul Röh­ner hat­te als Ober­bür­ger­meis­ter von 1982 bis 1994 die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung für die ent­schei­den­den Schrit­te der Umset­zung getra­gen. Rück­bli­ckend beschrieb er die Auf­ga­be der Fer­tig­stel­lung selbst als „einen lan­gen, dor­nen­rei­chen Weg“.

„Mehr als drei Jahr­zehn­te nach der Eröff­nung der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le ist deut­lich erkenn­bar, wel­chen nach­hal­ti­gen Wert die­ses Bau­vor­ha­ben für Bam­berg besitzt. Die Kon­zert­hal­le ist aus dem kul­tu­rel­len Leben der Stadt nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie bie­tet den Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern eine künst­le­ri­sche Hei­mat, ist Anzie­hungs­punkt für Musik­be­geis­ter­te aus aller Welt und steht zugleich für Bam­bergs Anspruch, als his­to­risch gepräg­te Stadt auch ein leben­di­ger und zukunfts­ori­en­tier­ter Kul­tur­stand­ort zu sein. Die Benen­nung des Vor­plat­zes im Jubi­lä­ums­jahr 2027 ver­bin­det daher in beson­de­rer Wei­se Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft mit­ein­an­der“, betont Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Siebenhaar.

Die Kon­zert- und Kon­gress­hal­le hat sich seit ihrer Eröff­nung zu einem zen­tra­len kul­tu­rel­len und gesell­schaft­li­chen Ort der Stadt entwickelt.

Röhner
Paul Röh­ner war von 1982 bis 1994 Ober­bür­ger­meis­ter von Bam­berg. Foto: Stadt­ar­chiv Bam­berg, Gaby Schraudner


Sie bie­tet den inter­na­tio­nal renom­mier­ten Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern eine eigens für den pro­fes­sio­nel­len Kon­zert­be­trieb geschaf­fe­ne Hei­mat und ist zugleich Ver­an­stal­tungs­ort für Kon­gres­se, Tagun­gen und viel­fäl­ti­ge kul­tu­rel­le For­ma­te. Damit stärkt sie sowohl die kul­tu­rel­le Aus­strah­lung als auch die Bedeu­tung Bam­bergs als Tou­ris­mus- und Tagungsstandort.


Paul Röh­ner hat wich­ti­ge Pro­jek­te gestaltet

Paul Röh­ners Ver­diens­te rei­chen dabei weit über die­ses Bau­pro­jekt hin­aus. Vor sei­ner Zeit als Ober­bür­ger­meis­ter gehör­te er von 1965 bis 1982 dem Deut­schen Bun­des­tag an. Von 1975 bis 1982 war er Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer der CDU//C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on. Als Ober­bür­ger­meis­ter von Bam­berg gestal­te­te er von 1982 bis 1994 wich­ti­ge Ent­wick­lun­gen der Stadt. Dazu zäh­len neben der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le unter ande­rem die Inbe­trieb­nah­me des neu­en Kli­ni­kums am Bru­der­wald, die Gene­ral­sa­nie­rung von St. Getreu und der Bau der Fach­schu­len für Kran­ken­pfle­ge. Auch im Kol­ping-Bil­dungs­werk enga­gier­te er sich über vie­le Jah­re als Vor­sit­zen­der. 1996 wur­de ihm die Ehren­bür­ger­wür­de der Stadt Bam­berg verliehen.

Die geplan­te Wür­di­gung fin­det brei­te Unter­stüt­zung bei vie­len Insti­tu­tio­nen. „Zugleich beken­nen wir uns dazu, bei künf­ti­gen Benen­nun­gen von Stra­ßen, Wegen und Plät­zen ver­stärkt Frau­en zu berück­sich­ti­gen, die sich um Bam­berg ver­dient gemacht haben“, erklärt OB Nie­der­mai­er. Die Wür­di­gung his­to­ri­scher Per­sön­lich­kei­ten und eine aus­ge­wo­ge­ne­re Reprä­sen­ta­ti­on von Frau­en im öffent­li­chen Raum sol­len Hand in Hand gehen.

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