Bas­ket­ball Bundesliga

Nach Pokal gewin­nen die Bam­berg Bas­kets auch in der BBL gegen Heidelberg

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Heidelberg
Symbolbild, Foto: Pixabay
Nach dem Sieg im Vier­tel­fi­na­le des BBL-Pokals zu Hau­se gegen die MLP Aca­de­mics Hei­del­berg im Novem­ber gewan­nen die BMA365 Bam­berg Bas­kets ges­tern auch ihr Liga­spiel zu Hau­se gegen den glei­chen Gegner.

Nach dem bis zum Ende knap­pen und hart umkämpf­ten Spiel bei­der Mann­schaf­ten im BBL-Pokal hat­ten vie­le im erneu­ten Auf­ein­an­der­tref­fen eine völ­lig ande­re Par­tie vor­her­ge­sagt. Die­se Exper­ten soll­ten recht behal­ten, denn die Par­tie des 10. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga zwi­schen den BMA365 Bam­berg Bas­kets und den MLP Aca­de­mics Hei­del­berg ver­lief dies­mal alles ande­re als knapp. Nach gut 30 Minu­ten führ­te das Team von Head Coach Anton Gavel vor allem dank her­vor­ra­gen­der Ver­tei­di­gung mit 68:41, ehe die Hei­del­ber­ger im letz­ten Abschnitt bis zum End­stand von 80:69 (48:32) den Rück­stand noch­mals deut­lich ver­klei­nern konn­ten. Letzt­lich sahen die 4.747 Zuschau­er in der BROSE ARENA einen über wei­te Stre­cken sehr über­zeu­gen­den Auf­tritt ihres Teams, das am Ende einen hoch­ver­dien­ten Sieg fei­ern durfte.

Mit Mateo Seric (12) und Samuell Wil­liam­son (10) kamen nur zwei Hei­del­ber­ger auf eine zwei­stel­li­ge Punkt­aus­beu­te. Bei den BMA365 Bam­berg Bas­kets, ange­führt von Cobe Wil­liams mit 18, waren es fünf Spieler. 


Spiel­ver­lauf

Mit viel Ener­gie und gro­ßem Fokus star­te­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets in die Par­tie des 10. Spiel­tags. Vor allem Cobe Wil­liams brann­te. Nach knapp drei Minu­ten hat­te der US-Ame­ri­ka­ner beim 7:2 bereits fünf Zäh­ler auf sei­nem Kon­to. Nun aber fan­den auch die Hei­del­ber­ger, die im Ver­gleich zum Pokal-Vier­tel­fi­na­le wie­der auf DJ Hor­ne und Paul Zip­ser zurück­grei­fen konn­ten, zu ihrem Spiel. Micha­el Wea­thers brach­te die Aca­de­mics mit sei­nen Zäh­lern fünf und sechs auf 9:8 (4.) her­an, ehe Kevin McClain per Drei­er für die ers­te Gäs­te-füh­rung sorg­te (9:11/5.). Ibi Wat­son & Co. kon­ter­ten schnell und hol­ten sich die Füh­rung prompt zurück (15:13/8.). Die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung berei­te­tet den Aca­de­mics ein ums ande­re Mal Pro­ble­me, wes­halb die Gäs­te mit sie­ben Ball­ver­lus­ten und einem Rück­stand (20:18) aus dem ers­ten Vier­tel herausgingen.

Im zwei­ten Abschnitt, den Ibi Wat­son mit einem Drei­er zum 23:18 begann, leg­te die Inten­si­tät auf dem Spiel­feld nun noch­mals zu. Doch nicht nur die Phy­sis auf dem Par­kett wur­de spür­ba­rer, auch die „Gesprä­che“ zwi­schen den Spie­lern wur­den hit­zi­ger (25:23/13.). Die Bam­ber­ger behiel­ten aller­dings küh­len Kopf und mit einem 9:1‑Run gin­gen die Gast­ge­ber erst­mals zwei­stel­lig in Füh­rung 34:24 (16.). DJ Hor­ne kon­ter­te den Lauf der Bam­ber­ger mit einem Drei­er, doch Richard Bal­int gab auf der Gegen­sei­te, eben­falls von hin­ter der 6,75-Meter-Linie, sofort die Ant­wort. Mit einem ins­ge­samt sehr stark auf­spie­len­den Zach Ens­min­ger auf der Point Guard Posi­ti­on bau­ten die Bam­ber­ger ihren Vor­sprung wei­ter aus (42:27/19.). 49 Sekun­den vor der Pau­se waren die Hei­del­ber­ger jedoch auf 10 Zäh­ler Abstand wie­der ran (42:32), ehe Anton Gavel noch­mals eine Aus­zeit nahm und sein Team im Anschluss einen End­spurt par excel­lence aufs Par­kett leg­te. Zuerst traf Zach Ens­min­ger für drei, ehe Cobe Wil­liams mit einem Buz­zer­bea­ter von gut zwei Meter hin­ter der Drei­punk­te­li­ne zum 48:32-Halbzeitstand einnetzte.


„Wir haben defen­siv über drei Vier­tel ein sehr gutes Spiel gemacht“

Die zwei­te Halb­zeit begann mit einem der drei Blocks von EJ Onu. Die Ver­tei­di­gung stand also auch wei­ter­hin und auch offen­siv kam man nun immer bes­ser in Schwung. Mit einem wei­te­ren Drei­er warf Cobe Wil­liams sein Team beim 53:32 (22.) erst­mals mit 20 Zäh­lern in Füh­rung. Sym­pto­ma­tisch für das Spiel bis dahin die Sze­ne in der 27. Spiel­mi­nu­te, als der Drei­er von Demar­cus Demo­nia aus der rech­ten Spiel­fel­de­cke zwar von Osun Osun­niiyi geblockt wur­de, kein Hei­del­ber­ger jedoch zu Stel­le war, um den Ball auf­zu­neh­men, was statt­des­sen Demar­cus Demo­nia dan­kend tat und zum 60:38 abschloss. Bam­berg in den ers­ten drei Vier­teln des Spiels ein­fach gedan­ken­schnel­ler und so auch ver­dient in Füh­rung. Knapp eine Minu­te vor dem Ende des drit­ten Abschnitts wuchs der Vor­sprung dann sogar auf 27 Zäh­ler an (68:41) und nach­dem die Bam­ber­ger Vier­tel zwei und drei in Addi­ti­on mit 50:25 gewon­nen hat­ten, stand es vor dem Schluss­ab­schnitt 70:43.

Eine aus­führ­li­che Schil­de­rung des Schluss­ab­schnitts schen­ken wir uns. Zum einen lief nicht mehr wirk­lich viel zusam­men beim Team von Head Coach Anton Gavel, dass sich im Schluss­vier­tel offen­siv zu häu­fig in Ein­zel­ak­tio­nen ver­strick­te. Bam­bergs Chef­trai­ner war hier­mit über­haupt nicht ein­ver­stan­den, was er die Mann­schaft auch deut­lich wis­sen ließ. Der Vor­sprung nach drei wirk­lich star­ken Vier­teln war jedoch groß genug, so dass am Aus­gang des Spiels kein Zwei­fel bestand und die BMA365 Bam­berg Bas­kets am Ende einen hoch­ver­dien­ten und ins­ge­samt unge­fähr­de­ten 80:69-Heimsieg gegen Hei­del­berg fei­ern durften.

„Wir haben defen­siv über drei Vier­tel ein sehr gutes Spiel gemacht. Auch in der Offen­si­ve war das okay. Dann aber haben wir die­ses Gefühl im letz­ten Vier­tel mit unse­rem eigen­sin­ni­gen und desas­trö­sen Ver­hal­ten vor allem in der Offen­si­ve, aber auch defen­siv, total zer­stört“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Wir füh­ren mit 27 Punk­ten und gewin­nen am Ende mit 11. Wer weiß, wie uns das am Ende womög­lich noch in den Hin­tern bei­ßen kann.“

Vor dem Weih­nachts­fest sind die BMA365 Bam­berg Bas­kets noch ein wei­te­res Mal im Ein­satz. Am kom­men­den Sams­tag, 20. Dezem­ber geht es nun aus­wärts in der Spar­kas­sen Are­na in Jena um die nächs­ten Punk­te. Tip-Off zum Gast­spiel bei Sci­ence City Jena ist um 18:30 Uhr. Das nächs­te Heim­spiel steht dann am 27.12. gegen ratio­ph­arm ulm auf dem Pro­gramm. Tip-Off gegen die Ulmer ist um 18:30 Uhr.

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