Nach dem Sieg im Viertelfinale des BBL-Pokals zu Hause gegen die MLP Academics Heidelberg im November gewannen die BMA365 Bamberg Baskets gestern auch ihr Ligaspiel zu Hause gegen den gleichen Gegner.
Nach dem bis zum Ende knappen und hart umkämpften Spiel beider Mannschaften im BBL-Pokal hatten viele im erneuten Aufeinandertreffen eine völlig andere Partie vorhergesagt. Diese Experten sollten recht behalten, denn die Partie des 10. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga zwischen den BMA365 Bamberg Baskets und den MLP Academics Heidelberg verlief diesmal alles andere als knapp. Nach gut 30 Minuten führte das Team von Head Coach Anton Gavel vor allem dank hervorragender Verteidigung mit 68:41, ehe die Heidelberger im letzten Abschnitt bis zum Endstand von 80:69 (48:32) den Rückstand nochmals deutlich verkleinern konnten. Letztlich sahen die 4.747 Zuschauer in der BROSE ARENA einen über weite Strecken sehr überzeugenden Auftritt ihres Teams, das am Ende einen hochverdienten Sieg feiern durfte.
Mit Mateo Seric (12) und Samuell Williamson (10) kamen nur zwei Heidelberger auf eine zweistellige Punktausbeute. Bei den BMA365 Bamberg Baskets, angeführt von Cobe Williams mit 18, waren es fünf Spieler.
Spielverlauf
Mit viel Energie und großem Fokus starteten die BMA365 Bamberg Baskets in die Partie des 10. Spieltags. Vor allem Cobe Williams brannte. Nach knapp drei Minuten hatte der US-Amerikaner beim 7:2 bereits fünf Zähler auf seinem Konto. Nun aber fanden auch die Heidelberger, die im Vergleich zum Pokal-Viertelfinale wieder auf DJ Horne und Paul Zipser zurückgreifen konnten, zu ihrem Spiel. Michael Weathers brachte die Academics mit seinen Zählern fünf und sechs auf 9:8 (4.) heran, ehe Kevin McClain per Dreier für die erste Gäste-führung sorgte (9:11/5.). Ibi Watson & Co. konterten schnell und holten sich die Führung prompt zurück (15:13/8.). Die Bamberger Verteidigung bereitetet den Academics ein ums andere Mal Probleme, weshalb die Gäste mit sieben Ballverlusten und einem Rückstand (20:18) aus dem ersten Viertel herausgingen.
Im zweiten Abschnitt, den Ibi Watson mit einem Dreier zum 23:18 begann, legte die Intensität auf dem Spielfeld nun nochmals zu. Doch nicht nur die Physis auf dem Parkett wurde spürbarer, auch die „Gespräche“ zwischen den Spielern wurden hitziger (25:23/13.). Die Bamberger behielten allerdings kühlen Kopf und mit einem 9:1‑Run gingen die Gastgeber erstmals zweistellig in Führung 34:24 (16.). DJ Horne konterte den Lauf der Bamberger mit einem Dreier, doch Richard Balint gab auf der Gegenseite, ebenfalls von hinter der 6,75-Meter-Linie, sofort die Antwort. Mit einem insgesamt sehr stark aufspielenden Zach Ensminger auf der Point Guard Position bauten die Bamberger ihren Vorsprung weiter aus (42:27/19.). 49 Sekunden vor der Pause waren die Heidelberger jedoch auf 10 Zähler Abstand wieder ran (42:32), ehe Anton Gavel nochmals eine Auszeit nahm und sein Team im Anschluss einen Endspurt par excellence aufs Parkett legte. Zuerst traf Zach Ensminger für drei, ehe Cobe Williams mit einem Buzzerbeater von gut zwei Meter hinter der Dreipunkteline zum 48:32-Halbzeitstand einnetzte.
„Wir haben defensiv über drei Viertel ein sehr gutes Spiel gemacht“
Die zweite Halbzeit begann mit einem der drei Blocks von EJ Onu. Die Verteidigung stand also auch weiterhin und auch offensiv kam man nun immer besser in Schwung. Mit einem weiteren Dreier warf Cobe Williams sein Team beim 53:32 (22.) erstmals mit 20 Zählern in Führung. Symptomatisch für das Spiel bis dahin die Szene in der 27. Spielminute, als der Dreier von Demarcus Demonia aus der rechten Spielfeldecke zwar von Osun Osunniiyi geblockt wurde, kein Heidelberger jedoch zu Stelle war, um den Ball aufzunehmen, was stattdessen Demarcus Demonia dankend tat und zum 60:38 abschloss. Bamberg in den ersten drei Vierteln des Spiels einfach gedankenschneller und so auch verdient in Führung. Knapp eine Minute vor dem Ende des dritten Abschnitts wuchs der Vorsprung dann sogar auf 27 Zähler an (68:41) und nachdem die Bamberger Viertel zwei und drei in Addition mit 50:25 gewonnen hatten, stand es vor dem Schlussabschnitt 70:43.
Eine ausführliche Schilderung des Schlussabschnitts schenken wir uns. Zum einen lief nicht mehr wirklich viel zusammen beim Team von Head Coach Anton Gavel, dass sich im Schlussviertel offensiv zu häufig in Einzelaktionen verstrickte. Bambergs Cheftrainer war hiermit überhaupt nicht einverstanden, was er die Mannschaft auch deutlich wissen ließ. Der Vorsprung nach drei wirklich starken Vierteln war jedoch groß genug, so dass am Ausgang des Spiels kein Zweifel bestand und die BMA365 Bamberg Baskets am Ende einen hochverdienten und insgesamt ungefährdeten 80:69-Heimsieg gegen Heidelberg feiern durften.
„Wir haben defensiv über drei Viertel ein sehr gutes Spiel gemacht. Auch in der Offensive war das okay. Dann aber haben wir dieses Gefühl im letzten Viertel mit unserem eigensinnigen und desaströsen Verhalten vor allem in der Offensive, aber auch defensiv, total zerstört“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir führen mit 27 Punkten und gewinnen am Ende mit 11. Wer weiß, wie uns das am Ende womöglich noch in den Hintern beißen kann.“
Vor dem Weihnachtsfest sind die BMA365 Bamberg Baskets noch ein weiteres Mal im Einsatz. Am kommenden Samstag, 20. Dezember geht es nun auswärts in der Sparkassen Arena in Jena um die nächsten Punkte. Tip-Off zum Gastspiel bei Science City Jena ist um 18:30 Uhr. Das nächste Heimspiel steht dann am 27.12. gegen ratiopharm ulm auf dem Programm. Tip-Off gegen die Ulmer ist um 18:30 Uhr.
