An den Gedenktafeln auf der Unteren Brücke hat die Stadt Bamberg am Freitag an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren erinnert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Schulen und Stadtgesellschaft an der Veranstaltung teil, um der Opfer von Krieg, Verfolgung und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft zu gedenken.
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier bezeichnete den 8. Mai 1945 in seiner Ansprache als „Tag der Befreiung“ und erinnerte zugleich an das unermessliche Leid, das Krieg und Diktatur über Millionen Menschen gebracht haben. Er betonte die Verantwortung, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und sich entschieden für Demokratie, Menschlichkeit und Frieden einzusetzen. Gerade angesichts aktueller internationaler Konflikte sei es wichtig, wachsam gegenüber Hass, Ausgrenzung und Gewalt zu bleiben.
Musikalisch und inhaltlich gestaltet wurde die Gedenkstunde von Schülerinnen und Schülern des Franz-Ludwig-Gymnasiums, der Maria-Ward-Realschule sowie der Heidelsteig-Mittelschule. Mit Musikstücken, Wortbeiträgen und Liedern wie „We shall overcome“ setzten die jungen Mitwirkenden eindrucksvolle Zeichen des Erinnerns und der Hoffnung.
Oberbürgermeister Niedermaier sowie seine Stellvertreter Jonas Glüsenkamp und Eva Jutzler legten als sichtbares Zeichen der Erinnerung vor den Tafeln einen Kranz nieder. Im Namen der SPD tat dies auch der Fraktionsvorsitzende Olaf Seifert. Er hatte in einer Rede auch die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur hervorgehoben.
