Bam­berg Bas­kets gewin­nen Overtime-Krimi

Ros­to­cker nach furio­sem Start noch besiegt

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Rostocker
Symbolbild, Foto: Pixabay
Nach einem völ­lig ver­patz­ten ers­ten Vier­tel haben die Bam­berg Bas­kets ihre Par­tie des 25. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den Ros­tock Sea­wol­ves doch noch gewon­nen. Nach Ver­län­ge­rung gab es ein 98:91 gegen die Rostocker.

Lag das Team von Head Coach Arne Wolt­mann nach zehn Minu­ten infol­ge einer, wie es der Chef­trai­ner selbst bezeich­ne­te, „Tief­schlaf­pha­se“ mit 16 Zäh­lern im Hin­ter­tref­fen, figh­te­te man sich in die Par­tie zurück und sieg­te am Ende nach Ver­län­ge­rung mit 98:91 (39:48, 82:82). Wäh­rend die 4.120 Zuschau­er in der Ros­to­cker Stadt­Hal­le die mitt­ler­wei­le 12. Nie­der­la­ge ihres Teams in Serie mit­er­le­ben muss­ten, durf­ten die rund 50 mit­ge­reis­ten Bam­ber­ger Schlach­ten­bumm­ler den 11. Sai­son­sieg ihrer Mann­schaft feiern.

Tops­corer im Team aus Freak City war Zach Cope­land mit 25 Punk­ten, Filip Sta­nić angel­te sich 14 Rebounds. Bei den Ost­see­städ­tern waren Che­vez Good­win und Der­rick Als­ton Jr. mit je 23 Zäh­lern die erfolg­reichs­ten Punktesammler.

Die Ros­to­cker began­nen die Par­tie wie die in sol­chen Situa­tio­nen häu­fig zitier­te Feu­er­wehr. Gera­de das hohe Tem­po, das Bas­kets Head Coach Arne Wolt­mann aus dem Spiel hal­ten woll­te, war ganz zum Geschmack der Sea­wol­ves, die nach dem 6:6 (3.) erst­mals rich­tig auf­dreh­ten. In knapp zwei­ein­halb Minu­ten zogen die Haus­her­ren auf 16:8 (5.) davon und Bam­bergs Chef­trai­ner zog erst­mals die Brem­se in Form einer Aus­zeit. Die Ver­su­che, sei­ne Mann­schaft hier wach­zu­rüt­teln, zeig­ten jedoch auch in den fol­gen­den Minu­ten kei­ne Wir­kung, wes­halb Wolt­mann gera­de ein­mal zwei Minu­ten spä­ter sein Team erneut um sich ver­sam­mel­te (10:26/7.) und hier bereits sei­ne letz­te ihm in der ers­ten Halb­zeit zu Ver­fü­gung ste­hen­de Aus­zeit neh­men muss­te. So lang­sam schie­nen die Bas­kets nun im Spiel ange­kom­men, doch die­ses ers­te Vier­tel ging mit 34:20 klar an die Gastgeber.

Wie schon zum Ende des ers­ten Abschnitts sorg­ten nun auch im zwei­ten Vier­tel die Bam­ber­ger Bank­spie­ler auf dem Par­kett für mehr Struk­tur. Mit vier Punk­ten in Fol­ge führ­te Trey Wood­bu­ry sein Team auf 27:37 (13.) wie­der etwas näher her­an. Kars­ten Tad­das ers­ter Drei­er der Par­tie brach­te den Rück­stand beim 33:42 (16.) in den ein­stel­li­gen Bereich. Exakt die­se neun Zäh­ler lag man dann auch zum Ende der ers­ten Halb­zeit hin­ten, in der die Ros­to­cker aus allen Ent­fer­nun­gen die bes­se­ren Wurf­quo­ten hat­ten. Good­win (16) und Als­ton Jr. (14) waren bis hier die tra­gen­den Säu­len der Ros­to­cker Offensive.


„Viel Herz gezeigt und gekämpft“

Mit Beginn der zwei­ten Halb­zeit mach­ten die Bas­kets nun da wei­ter, wo sie zum Ende der ers­ten Hälf­te auf­ge­hört hat­ten. Über die Ver­tei­di­gung und das Reboun­ding arbei­te­te man sich immer bes­ser in das Spiel hin­ein und kam so bis auf sie­ben Zäh­ler an die SEAWOLVES her­an (44:51/21. – 51:58/24.). Die Gast­ge­ber hat­ten in die­ser Pha­se aller­dings stets eine Ant­wort auf Lager und bau­ten ihren Vor­sprung gut drei Minu­ten vor Ende des drit­ten Abschnitts noch­mals auf 68:57 aus. Schon längst hat­ten die Bas­kets gespürt, dass trotz des desas­trö­sen ers­ten Vier­tels hier noch etwas zu holen war und gaben ihrer­seits zum Ende des drit­ten Abschnitts noch ein­mal Gas. Beim Stand von 65:70 ging es in den Schlussabschnitt.

Auch wenn die Bam­ber­ger zu Beginn der letz­ten zehn Minu­ten noch­mals näher­ka­men (68:70/32.), blie­ben die Han­sea­ten erst ein­mal in Füh­rung. 74:68 (34.) lag das Team von Head Coach Chris­ti­an Held in Front, als plötz­lich kein Wurf mehr fal­len woll­te. Ins­ge­samt sechs Minu­ten soll­ten die Ros­to­cker nun ohne Punk­te blei­ben und so war es Bas­kets-Kapi­tän Kars­ten Tad­da, der bei noch 5:07 Minu­ten Rest­spiel­zeit mit sei­nem zwei­ten Drei­er die Füh­rung wie­der zurück­er­ober­te (75:74). Mit einem 12:0‑Lauf setz­ten sich die Bas­kets 58 Sekun­den vor dem Ende mit 80:74 ab und schie­nen das Spiel auf ihre Sei­te gebo­gen zu haben. Da Zach Cope­land an der Frei­wurf­li­nie jedoch nur zwei von ins­ge­samt fünf Ver­su­chen ver­wer­ten konn­te und auf der Gegen­sei­te sowohl Eric Lockett als auch Tyler Nel­son von jen­seits der 6,75-Meter-Linie tra­fen, stand es vier Sekun­den vor dem Ende 82:82. Ein Fall für Zach Cope­land, doch der Wurf des Shoo­ting Guards ging nicht durch den Ring. Statt­des­sen ging das Spiel in die Verlängerung.

Dort aber traf Zach Cope­land, und zwar gleich zwei­mal für drei Punk­te und so führ­te Bam­berg mit 90:84 (43.). Als Malik John­son, eben­falls per Drei­er, 85 Sekun­den vor dem Ende auf 95:86 erhöh­te, war die Ent­schei­dung gefal­len. Auch wenn die bei­den US-Ame­ri­ka­ner zusam­men 13 der 16 Bam­ber­ger Punk­te in der Ver­län­ge­rung erziel­ten, war es ins­ge­samt eine erneut geschlos­se­ne Teamleistung.

„Wenn wir schon im ers­ten Vier­tel in der Hal­le gewe­sen wären, dann hät­ten wir das Gan­ze sicher­lich bes­ser star­ten kön­nen. Wir haben dann aber viel Herz gezeigt und gekämpft“, resü­mier­te Bam­berg Bas­kets-Head­coach Arne Wolt­mann. „Am Ende muss­ten wir etwas unglück­lich noch in die Ver­län­ge­rung, aber dort haben wir dann sehr stark gespielt. Ins­ge­samt haben wir ein Vier­tel ver­lo­ren, alle ande­ren samt Over­ti­me haben wir gewon­nen, von daher wür­de ich sagen, dass es ein gerecht­fer­tig­ter Sieg ist.“

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