Heinrichsfest stand im Zeichen des 50. Todestages von Pater Rudolf Lunkenbein aus Döringstadt
Erzbischof Gössl: Wahre Bewegung braucht innere Ruhe
Erzbischof Herwig Gössl hat zum Heinrichsfest dazu aufgerufen, der zunehmenden Unruhe und Hektik der heutigen Zeit mit innerer Ruhe und Verwurzelung im Glauben zu begegnen. Das Bistumsfest erinnerte in diesem Jahr in besonderer Weise an den 50. Todestag des aus dem Erzbistum Bamberg stammenden Missionars Rudolf Lunkenbein, der am 15. Juli 1976 zusammen mit seinem Freund Simao Bororo in Brasilien ermordet wurde.
Der Erzbischof sprach in seiner Predigt beim Festgottesdienst am Sonntag auf dem Domplatz von einer „Hochgeschwindigkeitsmobilität“, die längst alle Lebensbereiche umfasse und die Menschen immer in Bewegung sein lasse: „Viele halten äußere Ruhe schon gar nicht mehr aus. Sie vergehen geradezu vor Langeweile.“
Vor diesem Hintergrund griff Gössl das Jahresmotto des Erzbistums „Du bewegst die Welt“ auf. Es könne missverstanden werden, als wäre es ein Slogan für eine Fluggesellschaft oder ein Logistikunternehmen. Doch in Wirklichkeit sei das genaue Gegenteil gemeint „Es geht um eine Bewegung, die aus einer großen Tiefe kommt, die jemand anstoßen kann, weil er fest verwurzelt ist, weil er Stand, Stabilität hat“, so der Erzbischof.
Auf die Menschen übertragen heiße das „Es braucht die innere Ruhe, die Verwurzelung in Gott, damit unser Leben ertragreich werden kann, damit es erfüllt wird und Menschen in Bewegung bringen kann.“ Die Bistumspatrone Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde stünden für diese Überzeugung „Sie haben eine Bewegung angestoßen, die auch nach 1000 Jahren noch spürbar ist und Früchte trägt. Und sie taten das nicht aus eigener Machtvollkommenheit, sondern aus der Tiefe ihres Glaubens heraus.“
Ebenso erinnerte Gössl an den aus Döringstadt stammenden Salesianerpater Rudolf Lunkenbein und dessen Freund Simao vom Stamm der Bororo. Beide wurden im brasilianischen Meruri erschossen, weil sie sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung eingesetzt hatten. Gössl würdigte ihren Mut und ihre Glaubensüberzeugung. Obwohl sie um die Gefahr gewusst hätten, seien sie nicht in Angst erstarrt, sondern hätten „einen Teil dieser Welt zum Guten hinbewegt“. Zum Jahrestag des Martyriums hielt sich eine Delegation aus Brasilien im Erzbistum auf. Eine Bamberger Delegation reist in den nächsten Tagen nach Brasilien. Der Prozess der Seligsprechung der beiden Märtyrer läuft in Rom.
„Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde, Pater Rudolf Lunkenbein und Simao Bororo – sie haben Menschen bewegt und tun das bis heute zu völlig unterschiedlichen Epochen, unter total verschiedenen Umständen – aber immer aus der tiefen inneren Verbindung mit Jesus Christus, dem Herrn“, sagte der Erzbischof und fügte hinzu „Auch wir können die Welt bewegen, aber nicht indem wir rast- und ruhelos herumhetzen, um möglichst viel zu erleben, sondern nur, wenn wir bereit sind, in die Tiefe zu wachsen, wenn wir unsere Wurzeln ausstrecken hin zu Christus, der Leben schenkt, das nicht einmal der Tod auslöschen kann.“
Zum Auftakt der Festtage wurde am Donnerstagabend die „Übertragung der Häupter“ gefeiert. Dazu wurden die normalerweise in der Häupterkapelle des Doms ausgestellten Reliquienschädel des Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde im Altarraum zur Verehrung gebracht. Am Freitagabend gab die bekannte Ordensfrau Schwester Teresa Zukic bei einer Praisenight Impulse zum Thema Hoffnung. Am Samstag fand in St. Urban eine Eucharistiefeier mit Krankensalbung statt. Am Nachmittag wurde auf dem Domplatz der traditionelle Motorradgottesdienst mit den „Bethlehem Allstars“ gefeiert, anschließend herrschte in der Alten Hofhaltung frohe Biergartenatmosphäre mit Musik der „JazzPantz“. Außerdem wurde mit einer Talkrunde das Leben und Wirken von Pater Lunkenbein gewürdigt. Die Band „Sinnergie“ sorgte für ein besonderes Konzerterlebnis.
Nach dem Festgottesdienst am Sonntag bestand die Möglichkeit, bei strahlendem Sonnenschein Stände der Verbände, Vereine und Einrichtungen des Erzbistums zu besuchen und bei deren vielfältigen Aktionen mitzumachen. Ein Wasserspielplatz lud zum Abkühlen auf dem Domplatz ein.
Anschließend wurden die Hauptpreise eines Schulwettbewerbs verliehen In über 120 Einsendungen hatten Schülerinnen und Schüler das Leben von Pater Lunkenbein in unterschiedlichsten Formaten von Zeichnungen bis Podcasts behandelt. Die Hauptpreise für die verschiedenen Altersgruppen gingen an die 10. Klasse der Berufsfachschule Mariahilf in Bamberg, die Klasse 5aG des Maria-Ward-Gymnasiums Bamberg sowie an die Lunkenbein-Grundschule in Ebensfeld. Die ausgezeichneten Beiträge verbanden das Leben Lunkenbeins auf kreative Weise mit konkretem sozialem Engagement. Zudem wurden zwei Sonderpreise der Jury für innovative Unterrichtskonzepte verliehen.
Auf der Domplatzbühne wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz, Kampfsport und Showakrobatik geboten. Bevor das Heinrichsfest mit der Pontifikalvesper endete, stand ein Auftritt des Chors „Happy Together“ auf dem Domplatz auf dem Programm.
Das Heinrichsfest erinnert jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende an den Bistumsgründer, Kaiser Heinrich II., der am 13. Juli 1024 starb.
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Vom 9. bis 12. Juli
Heinrichsfest 2026 auf dem Bamberger Domberg
Das diesjährige Heinrichsfest lädt vom 9. bis 12. Juli rund um den Domberg zu Gottesdiensten, Veranstaltungen und Impulsen ein, um gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Höhepunkt ist der festliche Gottesdienst auf dem Domplatz am Sonntag, dem 12. Juli, um 10 Uhr mit Erzbischof Herwig Gössl.
Beginn ist am heutigen Donnerstag, dem 9. Juli, um 19 Uhr mit einem Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter. Zum Auftakt der Festtage feiern wir am Donnerstag, 9. Juli, um 19 Uhr die „Übertragung der Häupter“. Dazu werden die normalerweise in der Häupterkapelle ausgestellten Reliquienschädel des Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde in den Altarraum zur Verehrung gebracht.
Das Heinrichsfestwochenende beginnt am Freitagabend mit der Praisenight um 21 Uhr auf dem Domplatz. Das Gemeinschaftsprojekt verschiedener christlicher Gemeinden und Kirchen lädt zu einem Abend mit Gebeten, Musik und Impulsen zum Thema Hoffnung von Sr. Teresa Zukic ein.
Es folgt am Samstag, dem 11. Juli, um 10 Uhr in St. Urban eine Eucharistiefeier samt Krankensalbung für Seniorinnen und Senioren, Kranke und Menschen mit Behinderung. Um 14 Uhr startet das Programm in der Alten Hofhaltung – in Biergartenatmosphäre und mit Musik der Gruppe „JazzPantz“. Es schließt sich um 16 Uhr auf dem Domplatz der traditionelle Motorradgottesdienst mit den „Betlehem Allstars“ an.
Ein besonderes Highlight bildet der Samstagabend in der Alten Hofhaltung. Er greift unter dem Jahresmotto „Du bewegst die Welt“ auch das Leben und Wirken des Missionars Pater Rudolf Lunkenbein auf. Lunkenbein wurde 1976 in Brasilien von weißen Großgrundbesitzern erschossen. Der aus Döringstadt bei Ebensfeld stammende Priester setzte sich für die Rechte der Bororo-Indigenen ein. Neben einem Informationsstand wird es einen Talk mit der brasilianischen Delegation zum Gedenken an Lunkenbeins 50. Todestag geben. Die Band „Sinnergie“ sorgt im Anschluss für ein besonders Konzerterlebnis. Mit leckerem Essen aus der Foodmeile ist auch kulinarisch für alles gesorgt. Im Angebot sind neben Getränken und Brezeln der Kolpingsfamilie, Pizza, Gegrilltes und die Veggiepfanne der Ordensfrauen.
Nach dem Festgottesdienst am Sonntag mit Erzbischof Herwig Gössl um 10 Uhr besteht die Möglichkeit, Stände der Verbände, Vereine und Einrichtungen des Erzbistums Bamberg zu besuchen und bei deren vielfältigen Aktionen mitzumachen. Auf dem Domplatz lädt ein Wasserspielplatz zum Abkühlen ein. Auf der Domplatzbühne wird ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz, Talk, Kampfsport und Showakrobatik geboten. Außerdem gibt es vielfältige Führungs- und Veranstaltungsangebote in Dom und Diözesanmuseum.
So besteht um 13.30 Uhr beispielsweise die Möglichkeit für Kinder, sich von Erzbischof Gössl die Schätze im Dom zeigen zu lassen. Bevor das Heinrichsfest um 17 Uhr mit der Pontifikalvesper im Dom endet, wird der der Chor „Happy Together“ aus Bamberg ab 15.30 Uhr auf dem Domplatz singen.
Das vollständige Programm mit vielen weiteren Kulinarik‑, Gesprächs- und Mitmachangeboten ist auf www.heinrichsfest.de zu finden. Bei schlechtem Wetter werden alle Gottesdienste im Dom gefeiert, die anderen Angebote finden wie geplant statt.
Das Heinrichsfest findet jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende statt und erinnert an den Bistumsgründer, den heiligen Kaiser Heinrich II., der am 13. Juli 1024 gestorben ist.
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Vom 10. bis 13. Juli im Zeichen des Heiligen Jahres
Heinrichsfest 2025 auf dem Bamberger Domberg
Das Heinrichsfest 2025 steht ganz im Zeichen des Heiligen Jahres. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Domberg ein Hoffnungsfest gefeiert – mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und den verschiedensten Möglichkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Am heutigen Donnerstag findet um 19 Uhr im Dom ein Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter statt.
Das Heinrichswochenende beginnt am Freitagnachmittag um 16 Uhr mit der Eröffnung der Kunstausstellung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen von Laudato si“ im Diözesanmuseum. Sechs thematisch aktuelle Kunstwerke aus Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und Ozeanien repräsentieren jeweils ihren Kontinent und eröffnen einen Diskurs. Um 20 Uhr startet im Bamberger Dom ein komplett neues Format, das in diesem Jahr zum ersten Mal einen Rahmen findet: „Unerhört!? Eine Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen.“
Der Heinrichsfestsamstag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucharistiefeier samt Krankensalbung für Seniorinnen und Senioren, Kranke und Menschen mit Behinderung. Es folgt am Samstagnachmittag der traditionelle Motorradgottesdienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemütlicher Abend mit Biergartenatmosphäre und Musik in die Alte Hofhaltung ein.
Höhepunkt ist wie jedes Jahr der Festgottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Domplatz. Danach sind alle Gäste dazu eingeladen, die Stände der verschiedenen Verbände und Einrichtungen im Erzbistum Bamberg zu besuchen und das vielfältige Programm zu genießen – Musik inklusive. Speziell für Kinder und Jugendliche, aber auch für alle anderen Gäste gibt es viel zu erleben: Auf dem Domplatz lädt ein mobiler Wasserspielplatz zum Verweilen und Abkühlen ein. Daneben gibt es Bastel- und Mitmachaktionen im Hof der Jugend und an vielen anderen Ständen, eine Domführung mit Erzbischof Herwig Gössl, Meditationen, Informations- und Erlebnisstände sowie kostenlosen Eintritt ins Diözesanmuseum. Einen Abschluss findet das Heinrichsfest schließlich mit der Vesper im Bamberger Dom.
Das reiche Angebot an leckerem Essen und Trinken können Sie zu familienfreundlichen Preisen genießen. Weitere Informationen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.
Programm
Donnerstag
19:00 Uhr Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter (Bamberger Dom)
Freitag
16:00 Uhr Eröffnung der Kunstausstellung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen Laudato Si‘“ (Diözesanmuseum)
20.00 Uhr „Unerhört?!“ Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen (Dom)
Samstag
10:00 Uhr Eucharistiefeier mit Krankensalbung für Senior:innen, Kranke und
Menschen mit Behinderung, anschließend gemeinsames Mittagessen
(St. Urban)
14:00 Uhr Ordenscafé, Grill und Biergarten (Alte Hofhaltung)
16:00 Uhr Motorradgottesdienst (Domplatz)
17:00 Uhr Gemeinsam feiern: Musik und Speisen mit den JazzPants (Alte Hofhaltung)
20:00 Uhr Gemütlicher Abend in Biergartenatmosphäre mit der Percussion-Gruppe „Hörsturz“, dem Chor „Auftakt“ und der Tanz-Gruppe „Wackelkontakt“ der inklusiven Kulturwerkstatt (Bamberger Dom)
Sonntag
10:00 Uhr Festgottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl (Domplatz)
11:30 Uhr Wir feiern am Domberg
Biergarten und Ordenscafé (Alte Hofhaltung), Hof der Jugend (Dompropstei),
Führungen im Diözesanmuseum und Dom, Meditationen und Orte der
Besinnung, Programm für die ganze Familie & Wasserspielplatz (Domplatz)
17:00 Uhr Pontifikalvesper mit Erzbischof Herwig Gössl (Bamberger Dom)
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Barocke Toccaten und Improvisationen im Dom
Orgelkonzert mit Markus Willinger zur Sandkirchweih
Am kommenden Samstag, dem 24. August 2024, findet um 15 Uhr das schon zu einer Tradition gewordene feierliche „Orgelkonzert zur Sandkirchweih“ im Bamberger Dom statt. Domorganist Markus Willinger spielt die Rieger-Orgel, um an die ursprüngliche Intention des Festes, die Weihe von St. Elisabeth im Sand, zu erinnern.
Das Konzert steht in diesem Jahr unter dem Thema Barocke Toccaten in C‑Dur, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. Es erklingen Werke von Jan Pieterszoon Sweelinck, Georg Muffat, Johann Pachelbel und Johann Sebastian Bach. Außerdem werde Markus Willinger freie Improvisationen über Choräle (aus dem Gotteslob) nach Publikumswünschen spielen.
Die Konzertbesucher sind eingeladen, schon zuhause Lieder aus dem Gotteslob auszuwählen und die Liedvorschläge entweder als E‑Mail ans Amt für Kirchenmusik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu senden oder auf Zetteln zu notieren und bis fünf Minuten vor Konzertbeginn am Dom-Eingang abzugeben.
Der Einlass zum Konzert ist ab 14.30 Uhr möglich. Der Dom bleibt während des Konzerts geschlossen.
Karten sind im Vorverkauf beim bvd sowie an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen sind hier zu finden.
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Glockenmusik und Improvisationen im Dom
Orgelkonzert mit Markus Willinger zur Sandkirchweih
Am kommenden Samstag, 26. August, findet um 15 Uhr das schon zur Tradition gewordene „Orgelkonzert zur Sandkirchweih“ im Bamberger Dom statt. Domorganist Markus Willinger spielt die Rieger-Orgel, um an die Intention des Festes, die Weihe der Kirche St. Elisabeth im Sand, zu erinnern.
Das Konzert steht in diesem Jahr unter dem Thema Glockenmusik und Improvisationen, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. So werden Werke von William Byrd, Louis und Francois Couperin, Louis Vierne und Maurice Duruflé erklingen; außerdem wird Markus Willinger freie Improvisationen über Choräle (aus dem Gotteslob) nach Publikumswünschen spielen.
Die Konzertbesucher sind eingeladen, schon zu Hause Lieder aus dem Gotteslob auszuwählen und die Liedvorschläge entweder als E‑Mail ans Amt für Kirchenmusik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu senden oder auf Zetteln zu notieren und bis fünf Minuten vor Konzertbeginn am Dom-Eingang abzugeben.
Der Einlass zum Konzert ist ab 14.30 Uhr möglich. Der Dom bleibt während des Konzerts geschlossen. Karten sind im Vorverkauf beim bvd sowie an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen sind hier zu finden.
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Domorganist
Kerwa-Konzert mit Markus Willinger
Am kommenden Samstag, am 27. August, findet um 15 Uhr das schon zur Tradition gewordene „Orgelkonzert zur Sandkirchweih“ im Bamberger Dom statt. Domorganist Markus Willinger spielt die Rieger-Orgel, um an die ursprüngliche Intention der Kerwa, die Weihe von St. Elisabeth im Sand, zu erinnern.
Wie das Erzbistum mitteilte, steht das Kerwa-Konzert in diesem Jahr unter dem Thema Kontraste. Markus Willinger (lesen Sie hier das Stadtecho-Interview mit dem Domorganisten) stellt Stücken von Philipp Emanuel Bach, Max Reger und Maurice Duruflé Werke von Johann Sebastian Bach (unter anderem das „Wohltemperierte Clavier“) gegenüber. Wiederum im Kontrast dazu spielt Willinger freie Improvisationen über Choräle nach Publikumswünschen.
Das Publikum ist eingeladen, Lieder aus dem Gotteslob auszuwählen und die Vorschläge entweder als E‑Mail ans Amt für Kirchenmusik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu senden oder auf Zetteln zu notieren und bis fünf Minuten vor Konzertbeginn am Dom-Eingang abzugeben.
Der Einlass zum Konzert ist ab 14:30 Uhr über die Sakristeipforte an der Domrückseite nach geltenden Corona-Regeln möglich. Der Dom bleibt während des Konzerts geschlossen. Karten sind im Vorverkauf beim bvd sowie an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier.
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Requiem für Monsignore Anton Otte
Leben im Zeichen der Aussöhnung
Mit einem Requiem im Bamberger Dom ist der jahrzehntelange Einsatz des verstorbenen Priesters Anton Otte für die deutsch-tschechische Aussöhnung gewürdigt worden. Die Trauermesse mit vielen Ehrengästen am Freitag zelebrierte Kardinal Dominik Duka aus Prag, die Predigt hielt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.
„Anton Otte hat sich sein ganzes Leben für die deutsch-tschechische Versöhnung eingesetzt, und dabei ist ihm Hervorragendes gelungen“, sagte Erzbischof Schick und betonte: „Ohne Versöhnung keine Zukunft.“ Versöhnung sei niemals ein Ist-Zustand, sondern immer ein Prozess und Dauerauftrag. Für Versöhnung brauche es demütige, bescheidene und selbstlose Menschen. Otte habe an die Möglichkeit der Versöhnung geglaubt. Vom Himmel rufe er heute zu: „Lasst euch mit Gott versöhnen und versöhnt euch miteinander!“ Auch in der Gefängnisseelsorge habe Otte den Dienst der Versöhnung ausgeübt. „Der Glaube an Gott, der die Menschheit so sehr liebt, dass er ihre Versöhnung und ihren Frieden will, ist Bedingung und Ansporn zur Vergebung, auch von menschlich Unvergebbarem“, so Erzbischof Schick.
Kardinal Duka, der mit dem Bischof von Pilsen, Tomás Holub, in das „Fränkische Prag“ gekommen war, sagte zu Beginn des Gottesdienstes: „Monsignore Anton Otte hatte ein großzügiges Herz, das nach Versöhnung suchte und nach der Möglichkeit, anderen zu helfen.“ Er sei nicht aufgefallen durch körperliche Größe oder kräftige Statur, sondern durch die Größe seines Geistes und seinen Mut. „Ich bin überzeugt, dass er einen Teil der Geschichte der Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik geschrieben hat“, so der Kardinal von Prag.
Anton Otte wurde am 15. August 1939 im schlesischen Weidenau geboren und verließ 1960 mit seiner Familie als Spätaussiedler seine Heimat, nachdem sein Vater dort hingerichtet worden war. 1967 wurde er zum Priester des Erzbistums Bamberg geweiht. Nach der Kaplanszeit in Ebermannstadt war er viele Jahre in der Gefangenenseelsorge unter anderen in den Justizvollzugsanstalten Bayreuth und Nürnberg sowie als Religionslehrer tätig. Bereits 1977 wurde er Geistlicher Beirat der Ackermann-Gemeinde Bamberg, die sich der Aussöhnung zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken widmet. Ab 1991 baute er im Auftrag der Ackermann-Gemeinde in Prag eine deutschsprachige katholische Gemeinde auf. Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Bayerischen Verdienstorden und zum Ehrendomherrn des Königlichen Kollegiatskapitels Sankt Peter und Paul in Prag ernannt, von 2011 bis 2014 war er Propst des zweitwichtigsten Kanonikerkapitels in Böhmen.
Im Anschluss an das Requiem fand die Beisetzung auf dem Bamberger Friedhof statt. Otte war am 28. Dezember im Alter von 82 Jahren in Scheßlitz gestorben.
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Kontaktloser Weihwasserspender
„Holy Drop“ im Bamberger Dom
Im Bamberger Dom müssen Besucherinnen und Besucher nicht mehr auf das Kreuzzeichen mit Weihwasser verzichten. An der Sakristeipforte am für Gottesdienste geöffneten Westeingang steht ab sofort ein berührungsloser Weihwasserspender.
Wenn man die Hand unter den Hahn hält, wird automatisch und kontaktlos ein Tropfen geweihtes Wasser gespendet. „Der freistehende Hahn ist direkt am Weihwasserbecken aufgestellt und unterscheidet sich durch sein wertiges Design deutlich von den Desinfektionsmittelspendern, sodass keine Verwechslungsgefahr besteht“, erläuterte Birgit Kastner, Hauptabteilungsleiterin für Kunst und Kultur im Ordinariat. Wenn sich das Modell mit der Bezeichnung „Holy Drop“ bewährt, sollen die Spender an allen Eingängen aufgestellt werden. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren in allen Kirchen aus Infektionsschutzgründen die Weihwasserbecken geleert worden.
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Schick zur Bedeutung von katholischen Schulen und Religionsunterricht
„Christliche Kultur soll erhalten und weitergegeben werden“
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im Gottesdienst mit 27 Schulleitungen im Bamberger Dom die Bedeutung von katholischen Schulen in der deutschen Schullandschaft hervorgehoben.
„Ich sehe mich als Verteidiger und Promoter von katholischen Schulen und des konfessionellen Religionsunterrichts“, sagte Schick. Für ein gutes Leben in der Gegenwart und in der Zukunft sei es unerlässlich, die christliche Kultur zu erhalten und weiterzutragen. „Dabei leisten katholische Schulen und der Religionsunterricht einen unverzichtbaren Dienst.“
Jede Kultur müsse ihre Identität bewahren, führte Schick aus. „Wenn wir christliche Kultur bewahren möchten, dann sollten wir uns immer wieder aufs Neue von Jesus Christus inspirieren lassen. Er hält seine Kultur lebendig und wirksam durch uns.“ Katholische Schulen und Religionsunterricht spielten dabei eine große Rolle, denn sie hätten die Aufgabe vorzustellen, woher die christliche Kultur komme – von Jesus Christus selbst – und welche Auswirkungen sie auf Schriften und Kunst, Lebensart und Moral in der Gesellschaft habe.
Aufgabe sei es zuerst, Wissen wertschätzend und einladend zu vermitteln, sodass die Schülerinnen und Schüler selbst anfangen, christliche Kultur zu leben und zu praktizieren. „Dabei ist die Freiheit ein wichtiger Faktor der christlichen Kultur“, erläuterte der Bamberger Erzbischof. Die christliche Kultur sei in ihrem Ursprung und Wesen eine menschenfreundliche, humane Kultur der Lebensbejahung, der Hoffnung und der Zuversicht. „Sie steht für Gerechtigkeit und Frieden, setzt sich für die Bewahrung der Schöpfung ein und ist durch Solidarität und Freude gekennzeichnet.“ Auch die kritische Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Kirchengeschichte, die nicht dem Geiste Jesu entsprochen hätten, dürfte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Immer dann, wenn Kirchen oder Christen herrschen und die Macht an sich ziehen wollten, ging christliche Kultur verloren und wurde zerstört. Schick betonte im Gegenzug: „Dann, wenn christliche Kultur im Geist Jesu und im Geist Mariens eine helfende, eine dienende und inspirierende Kultur sein wollte, war und ist sie dienlich, lebensfördernd und zukunftsträchtig.“
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Gottesdienst zum bundesweiten Caritas-Sonntag
„Die Caritas gehört zur Kirche“
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Caritas als Erbe und Auftrag der Kirche gewürdigt und dazu aufgerufen, diesen Auftrag zu erfüllen und zu erneuern.
Im Gottesdienst zum bundesweiten Caritas-Sonntag im Bamberger Dom sagte Schick: „Die Kirche hat diesen Auftrag immer als Auftrag für die Welt gesehen, damit sie heil und in Frieden sei.“ Die Caritas gehöre zur Kirche seit Anfang an: „Jesus hat sie uns aufgetragen. Wir sollen sie so üben, wie er es getan hat.“ Der jährliche Gottesdienst des Deutschen Caritas-Verbandes fand anlässlich des 100. Jubiläums des Bamberger Diözesanverbandes in Bamberg statt. Als Vertreter des Deutschen Caritasverbandes nahm dessen Vize-Präsident Heinz-Josef Kessmann an dem Gottesdienst teil.
„Caritas gelingt am besten, wenn Frauen und Männer, Jung und Alt, Katholiken, Evangelische und Orthodoxe, Kirche und Staat gemeinsam machen, was die Zivilisation der Liebe ausmacht und fordert“, so Schick in seiner Predigt. Immer wenn die Kirche in der Geschichte den karitativen Auftrag vernachlässigt habe, sei es ihr nicht gut gegangen, mahnte Schick und betonte: „Die Caritas gehört zur Kirche wie das Amen zum Gebet.“
Aufruf zur Unterstützung
Der Gottesdienst stand unter dem Caritas-Jahresthema „Das machen wir gemeinsam“ und eröffnete die Caritas-Sammlungswoche, die in Bayern vom 27. September bis 3. Oktober dauert. 80 Prozent seines Anteils am Ertrag der Sammlung wird der Diözesan-Caritasverband Bamberg in das Projekt „Digitale Bildung und Teilhabe“ geben. Es unterstützt gezielt Maßnahmen vor Ort in den Stadt- und Kreis-Caritasverbänden, den Pfarreien und den Fachverbänden. Die Maßnahmen sollen Menschen die Nutzung erleichtern, denen der Zugang zu digitalen Angeboten erschwert ist.
Erzbischof Schick erbat der Caritas ihren Segen und rief zur Unterstützung und zu Spenden auf. Wegen der Corona-Pandemie findet in vielen Pfarreien keine Haussammlung statt, bei der Ehrenamtliche von Tür zu Tür gehen und um Spenden bitten. An vielen Orten werden ausschließlich Flyer mit angehängtem Zahlschein oder Spendentütchen in die Briefkästen der Haushalte verteilt. Weitere Informationen gibt es unter https://caritas100.de/spenden/jubilaeumsspende/