Vom 10. bis 13. Juli im Zeichen des Heiligen Jahres
Heinrichsfest 2025 auf dem Bamberger Domberg
Das Heinrichsfest 2025 steht ganz im Zeichen des Heiligen Jahres. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Domberg ein Hoffnungsfest gefeiert – mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und den verschiedensten Möglichkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Am heutigen Donnerstag findet um 19 Uhr im Dom ein Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter statt.
Das Heinrichswochenende beginnt am Freitagnachmittag um 16 Uhr mit der Eröffnung der Kunstausstellung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen von Laudato si“ im Diözesanmuseum. Sechs thematisch aktuelle Kunstwerke aus Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und Ozeanien repräsentieren jeweils ihren Kontinent und eröffnen einen Diskurs. Um 20 Uhr startet im Bamberger Dom ein komplett neues Format, das in diesem Jahr zum ersten Mal einen Rahmen findet: „Unerhört!? Eine Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen.“
Der Heinrichsfestsamstag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucharistiefeier samt Krankensalbung für Seniorinnen und Senioren, Kranke und Menschen mit Behinderung. Es folgt am Samstagnachmittag der traditionelle Motorradgottesdienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemütlicher Abend mit Biergartenatmosphäre und Musik in die Alte Hofhaltung ein.
Höhepunkt ist wie jedes Jahr der Festgottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Domplatz. Danach sind alle Gäste dazu eingeladen, die Stände der verschiedenen Verbände und Einrichtungen im Erzbistum Bamberg zu besuchen und das vielfältige Programm zu genießen – Musik inklusive. Speziell für Kinder und Jugendliche, aber auch für alle anderen Gäste gibt es viel zu erleben: Auf dem Domplatz lädt ein mobiler Wasserspielplatz zum Verweilen und Abkühlen ein. Daneben gibt es Bastel- und Mitmachaktionen im Hof der Jugend und an vielen anderen Ständen, eine Domführung mit Erzbischof Herwig Gössl, Meditationen, Informations- und Erlebnisstände sowie kostenlosen Eintritt ins Diözesanmuseum. Einen Abschluss findet das Heinrichsfest schließlich mit der Vesper im Bamberger Dom.
Das reiche Angebot an leckerem Essen und Trinken können Sie zu familienfreundlichen Preisen genießen. Weitere Informationen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.
Programm
Donnerstag
19:00 Uhr Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter (Bamberger Dom)
Freitag
16:00 Uhr Eröffnung der Kunstausstellung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen Laudato Si‘“ (Diözesanmuseum)
20.00 Uhr „Unerhört?!“ Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen (Dom)
Samstag
10:00 Uhr Eucharistiefeier mit Krankensalbung für Senior:innen, Kranke und
Menschen mit Behinderung, anschließend gemeinsames Mittagessen
(St. Urban)
14:00 Uhr Ordenscafé, Grill und Biergarten (Alte Hofhaltung)
16:00 Uhr Motorradgottesdienst (Domplatz)
17:00 Uhr Gemeinsam feiern: Musik und Speisen mit den JazzPants (Alte Hofhaltung)
20:00 Uhr Gemütlicher Abend in Biergartenatmosphäre mit der Percussion-Gruppe „Hörsturz“, dem Chor „Auftakt“ und der Tanz-Gruppe „Wackelkontakt“ der inklusiven Kulturwerkstatt (Bamberger Dom)
Sonntag
10:00 Uhr Festgottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl (Domplatz)
11:30 Uhr Wir feiern am Domberg
Biergarten und Ordenscafé (Alte Hofhaltung), Hof der Jugend (Dompropstei),
Führungen im Diözesanmuseum und Dom, Meditationen und Orte der
Besinnung, Programm für die ganze Familie & Wasserspielplatz (Domplatz)
17:00 Uhr Pontifikalvesper mit Erzbischof Herwig Gössl (Bamberger Dom)
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Barocke Toccaten und Improvisationen im Dom
Orgelkonzert mit Markus Willinger zur Sandkirchweih
Am kommenden Samstag, dem 24. August 2024, findet um 15 Uhr das schon zu einer Tradition gewordene feierliche „Orgelkonzert zur Sandkirchweih“ im Bamberger Dom statt. Domorganist Markus Willinger spielt die Rieger-Orgel, um an die ursprüngliche Intention des Festes, die Weihe von St. Elisabeth im Sand, zu erinnern.
Das Konzert steht in diesem Jahr unter dem Thema Barocke Toccaten in C‑Dur, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. Es erklingen Werke von Jan Pieterszoon Sweelinck, Georg Muffat, Johann Pachelbel und Johann Sebastian Bach. Außerdem werde Markus Willinger freie Improvisationen über Choräle (aus dem Gotteslob) nach Publikumswünschen spielen.
Die Konzertbesucher sind eingeladen, schon zuhause Lieder aus dem Gotteslob auszuwählen und die Liedvorschläge entweder als E‑Mail ans Amt für Kirchenmusik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu senden oder auf Zetteln zu notieren und bis fünf Minuten vor Konzertbeginn am Dom-Eingang abzugeben.
Der Einlass zum Konzert ist ab 14.30 Uhr möglich. Der Dom bleibt während des Konzerts geschlossen.
Karten sind im Vorverkauf beim bvd sowie an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen sind hier zu finden.
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Glockenmusik und Improvisationen im Dom
Orgelkonzert mit Markus Willinger zur Sandkirchweih
Am kommenden Samstag, 26. August, findet um 15 Uhr das schon zur Tradition gewordene „Orgelkonzert zur Sandkirchweih“ im Bamberger Dom statt. Domorganist Markus Willinger spielt die Rieger-Orgel, um an die Intention des Festes, die Weihe der Kirche St. Elisabeth im Sand, zu erinnern.
Das Konzert steht in diesem Jahr unter dem Thema Glockenmusik und Improvisationen, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. So werden Werke von William Byrd, Louis und Francois Couperin, Louis Vierne und Maurice Duruflé erklingen; außerdem wird Markus Willinger freie Improvisationen über Choräle (aus dem Gotteslob) nach Publikumswünschen spielen.
Die Konzertbesucher sind eingeladen, schon zu Hause Lieder aus dem Gotteslob auszuwählen und die Liedvorschläge entweder als E‑Mail ans Amt für Kirchenmusik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu senden oder auf Zetteln zu notieren und bis fünf Minuten vor Konzertbeginn am Dom-Eingang abzugeben.
Der Einlass zum Konzert ist ab 14.30 Uhr möglich. Der Dom bleibt während des Konzerts geschlossen. Karten sind im Vorverkauf beim bvd sowie an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen sind hier zu finden.
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Domorganist
Kerwa-Konzert mit Markus Willinger
Am kommenden Samstag, am 27. August, findet um 15 Uhr das schon zur Tradition gewordene „Orgelkonzert zur Sandkirchweih“ im Bamberger Dom statt. Domorganist Markus Willinger spielt die Rieger-Orgel, um an die ursprüngliche Intention der Kerwa, die Weihe von St. Elisabeth im Sand, zu erinnern.
Wie das Erzbistum mitteilte, steht das Kerwa-Konzert in diesem Jahr unter dem Thema Kontraste. Markus Willinger (lesen Sie hier das Stadtecho-Interview mit dem Domorganisten) stellt Stücken von Philipp Emanuel Bach, Max Reger und Maurice Duruflé Werke von Johann Sebastian Bach (unter anderem das „Wohltemperierte Clavier“) gegenüber. Wiederum im Kontrast dazu spielt Willinger freie Improvisationen über Choräle nach Publikumswünschen.
Das Publikum ist eingeladen, Lieder aus dem Gotteslob auszuwählen und die Vorschläge entweder als E‑Mail ans Amt für Kirchenmusik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu senden oder auf Zetteln zu notieren und bis fünf Minuten vor Konzertbeginn am Dom-Eingang abzugeben.
Der Einlass zum Konzert ist ab 14:30 Uhr über die Sakristeipforte an der Domrückseite nach geltenden Corona-Regeln möglich. Der Dom bleibt während des Konzerts geschlossen. Karten sind im Vorverkauf beim bvd sowie an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier.
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Requiem für Monsignore Anton Otte
Leben im Zeichen der Aussöhnung
Mit einem Requiem im Bamberger Dom ist der jahrzehntelange Einsatz des verstorbenen Priesters Anton Otte für die deutsch-tschechische Aussöhnung gewürdigt worden. Die Trauermesse mit vielen Ehrengästen am Freitag zelebrierte Kardinal Dominik Duka aus Prag, die Predigt hielt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.
„Anton Otte hat sich sein ganzes Leben für die deutsch-tschechische Versöhnung eingesetzt, und dabei ist ihm Hervorragendes gelungen“, sagte Erzbischof Schick und betonte: „Ohne Versöhnung keine Zukunft.“ Versöhnung sei niemals ein Ist-Zustand, sondern immer ein Prozess und Dauerauftrag. Für Versöhnung brauche es demütige, bescheidene und selbstlose Menschen. Otte habe an die Möglichkeit der Versöhnung geglaubt. Vom Himmel rufe er heute zu: „Lasst euch mit Gott versöhnen und versöhnt euch miteinander!“ Auch in der Gefängnisseelsorge habe Otte den Dienst der Versöhnung ausgeübt. „Der Glaube an Gott, der die Menschheit so sehr liebt, dass er ihre Versöhnung und ihren Frieden will, ist Bedingung und Ansporn zur Vergebung, auch von menschlich Unvergebbarem“, so Erzbischof Schick.
Kardinal Duka, der mit dem Bischof von Pilsen, Tomás Holub, in das „Fränkische Prag“ gekommen war, sagte zu Beginn des Gottesdienstes: „Monsignore Anton Otte hatte ein großzügiges Herz, das nach Versöhnung suchte und nach der Möglichkeit, anderen zu helfen.“ Er sei nicht aufgefallen durch körperliche Größe oder kräftige Statur, sondern durch die Größe seines Geistes und seinen Mut. „Ich bin überzeugt, dass er einen Teil der Geschichte der Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik geschrieben hat“, so der Kardinal von Prag.
Anton Otte wurde am 15. August 1939 im schlesischen Weidenau geboren und verließ 1960 mit seiner Familie als Spätaussiedler seine Heimat, nachdem sein Vater dort hingerichtet worden war. 1967 wurde er zum Priester des Erzbistums Bamberg geweiht. Nach der Kaplanszeit in Ebermannstadt war er viele Jahre in der Gefangenenseelsorge unter anderen in den Justizvollzugsanstalten Bayreuth und Nürnberg sowie als Religionslehrer tätig. Bereits 1977 wurde er Geistlicher Beirat der Ackermann-Gemeinde Bamberg, die sich der Aussöhnung zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken widmet. Ab 1991 baute er im Auftrag der Ackermann-Gemeinde in Prag eine deutschsprachige katholische Gemeinde auf. Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Bayerischen Verdienstorden und zum Ehrendomherrn des Königlichen Kollegiatskapitels Sankt Peter und Paul in Prag ernannt, von 2011 bis 2014 war er Propst des zweitwichtigsten Kanonikerkapitels in Böhmen.
Im Anschluss an das Requiem fand die Beisetzung auf dem Bamberger Friedhof statt. Otte war am 28. Dezember im Alter von 82 Jahren in Scheßlitz gestorben.
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Kontaktloser Weihwasserspender
„Holy Drop“ im Bamberger Dom
Im Bamberger Dom müssen Besucherinnen und Besucher nicht mehr auf das Kreuzzeichen mit Weihwasser verzichten. An der Sakristeipforte am für Gottesdienste geöffneten Westeingang steht ab sofort ein berührungsloser Weihwasserspender.
Wenn man die Hand unter den Hahn hält, wird automatisch und kontaktlos ein Tropfen geweihtes Wasser gespendet. „Der freistehende Hahn ist direkt am Weihwasserbecken aufgestellt und unterscheidet sich durch sein wertiges Design deutlich von den Desinfektionsmittelspendern, sodass keine Verwechslungsgefahr besteht“, erläuterte Birgit Kastner, Hauptabteilungsleiterin für Kunst und Kultur im Ordinariat. Wenn sich das Modell mit der Bezeichnung „Holy Drop“ bewährt, sollen die Spender an allen Eingängen aufgestellt werden. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren in allen Kirchen aus Infektionsschutzgründen die Weihwasserbecken geleert worden.
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Schick zur Bedeutung von katholischen Schulen und Religionsunterricht
„Christliche Kultur soll erhalten und weitergegeben werden“
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im Gottesdienst mit 27 Schulleitungen im Bamberger Dom die Bedeutung von katholischen Schulen in der deutschen Schullandschaft hervorgehoben.
„Ich sehe mich als Verteidiger und Promoter von katholischen Schulen und des konfessionellen Religionsunterrichts“, sagte Schick. Für ein gutes Leben in der Gegenwart und in der Zukunft sei es unerlässlich, die christliche Kultur zu erhalten und weiterzutragen. „Dabei leisten katholische Schulen und der Religionsunterricht einen unverzichtbaren Dienst.“
Jede Kultur müsse ihre Identität bewahren, führte Schick aus. „Wenn wir christliche Kultur bewahren möchten, dann sollten wir uns immer wieder aufs Neue von Jesus Christus inspirieren lassen. Er hält seine Kultur lebendig und wirksam durch uns.“ Katholische Schulen und Religionsunterricht spielten dabei eine große Rolle, denn sie hätten die Aufgabe vorzustellen, woher die christliche Kultur komme – von Jesus Christus selbst – und welche Auswirkungen sie auf Schriften und Kunst, Lebensart und Moral in der Gesellschaft habe.
Aufgabe sei es zuerst, Wissen wertschätzend und einladend zu vermitteln, sodass die Schülerinnen und Schüler selbst anfangen, christliche Kultur zu leben und zu praktizieren. „Dabei ist die Freiheit ein wichtiger Faktor der christlichen Kultur“, erläuterte der Bamberger Erzbischof. Die christliche Kultur sei in ihrem Ursprung und Wesen eine menschenfreundliche, humane Kultur der Lebensbejahung, der Hoffnung und der Zuversicht. „Sie steht für Gerechtigkeit und Frieden, setzt sich für die Bewahrung der Schöpfung ein und ist durch Solidarität und Freude gekennzeichnet.“ Auch die kritische Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Kirchengeschichte, die nicht dem Geiste Jesu entsprochen hätten, dürfte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Immer dann, wenn Kirchen oder Christen herrschen und die Macht an sich ziehen wollten, ging christliche Kultur verloren und wurde zerstört. Schick betonte im Gegenzug: „Dann, wenn christliche Kultur im Geist Jesu und im Geist Mariens eine helfende, eine dienende und inspirierende Kultur sein wollte, war und ist sie dienlich, lebensfördernd und zukunftsträchtig.“
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Gottesdienst zum bundesweiten Caritas-Sonntag
„Die Caritas gehört zur Kirche“
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Caritas als Erbe und Auftrag der Kirche gewürdigt und dazu aufgerufen, diesen Auftrag zu erfüllen und zu erneuern.
Im Gottesdienst zum bundesweiten Caritas-Sonntag im Bamberger Dom sagte Schick: „Die Kirche hat diesen Auftrag immer als Auftrag für die Welt gesehen, damit sie heil und in Frieden sei.“ Die Caritas gehöre zur Kirche seit Anfang an: „Jesus hat sie uns aufgetragen. Wir sollen sie so üben, wie er es getan hat.“ Der jährliche Gottesdienst des Deutschen Caritas-Verbandes fand anlässlich des 100. Jubiläums des Bamberger Diözesanverbandes in Bamberg statt. Als Vertreter des Deutschen Caritasverbandes nahm dessen Vize-Präsident Heinz-Josef Kessmann an dem Gottesdienst teil.
„Caritas gelingt am besten, wenn Frauen und Männer, Jung und Alt, Katholiken, Evangelische und Orthodoxe, Kirche und Staat gemeinsam machen, was die Zivilisation der Liebe ausmacht und fordert“, so Schick in seiner Predigt. Immer wenn die Kirche in der Geschichte den karitativen Auftrag vernachlässigt habe, sei es ihr nicht gut gegangen, mahnte Schick und betonte: „Die Caritas gehört zur Kirche wie das Amen zum Gebet.“
Aufruf zur Unterstützung
Der Gottesdienst stand unter dem Caritas-Jahresthema „Das machen wir gemeinsam“ und eröffnete die Caritas-Sammlungswoche, die in Bayern vom 27. September bis 3. Oktober dauert. 80 Prozent seines Anteils am Ertrag der Sammlung wird der Diözesan-Caritasverband Bamberg in das Projekt „Digitale Bildung und Teilhabe“ geben. Es unterstützt gezielt Maßnahmen vor Ort in den Stadt- und Kreis-Caritasverbänden, den Pfarreien und den Fachverbänden. Die Maßnahmen sollen Menschen die Nutzung erleichtern, denen der Zugang zu digitalen Angeboten erschwert ist.
Erzbischof Schick erbat der Caritas ihren Segen und rief zur Unterstützung und zu Spenden auf. Wegen der Corona-Pandemie findet in vielen Pfarreien keine Haussammlung statt, bei der Ehrenamtliche von Tür zu Tür gehen und um Spenden bitten. An vielen Orten werden ausschließlich Flyer mit angehängtem Zahlschein oder Spendentütchen in die Briefkästen der Haushalte verteilt. Weitere Informationen gibt es unter https://caritas100.de/spenden/jubilaeumsspende/
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200 Jahre Erzbistum Bamberg
Erzbischof Schick erinnert zum Heinrichsfest an die Gründung der Metropolie nach der Säkularisation
Beim diesjährigen Heinrichsfest hat Erzbischof Ludwig Schick an die Gründung der Kirchenprovinz Bamberg vor 200 Jahren erinnert.
Nach dem Fall Napoleons und der Säkularisation habe man gespürt, dass ohne die Kirchen für das geistliche Leben und die Seelsorge sowie für die Armen und Kranken nicht genügend getan werden könne. Deshalb sei in den Jahren 1815 bis 1821 das kirchliche Leben neu aufgebaut und belebt worden. Dabei sei aus dem 1007 von Kaiser Heinrich gegründeten Bistum Bamberg das Erzbistum geworden, zu dem in der Metropolie bis heute die Bistümer Würzburg, Eichstätt und Speyer gehören.
„Auch damals spürten die Menschen, vor allem auch die Politiker, dass diese Welt mit den materiellen Gütern und Strukturen nicht alles sein kann“, sagte Schick am Sonntag in seiner Predigt im Bamberger Dom. „Wenn das geistige und geistliche Leben fehlt, geht es weder dem einzelnen Menschen noch der Gesellschaft gut.“ Deshalb habe der Staat mit dem Papst das kirchliche Leben in Bayern und ganz Deutschland neu geordnet.
„Lasst uns heute unseren Auftrag wahrnehmen, in allen unseren Gemeinden und Gemeinschaften, in unseren Kirchen, Pfarreien und Seelsorgebereichen, in den Kindergärten und Schulen, auch in unserem Ordinariat und allen Behörden geistliche Zentren zu werden und Geistliches auszustrahlen.“ Deshalb solle das Heinrichsfest 2021, das pandemiebedingt mit einem reduzierten Programm vorwiegend digital stattfindet, Zeichen der Erinnerung und Erneuerung sein, so Erzbischof Schick.
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Predigt von Erzbischof Schick zum Heinrichsfest
„Es gibt keinen Grund, sich vor Veränderung zu fürchten“
Jede Pfarrei und jeder Seelsorgebereich soll nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick ein geistliches Zentrum sein. Es sei die Absicht des Bistumsgründers Heinrich und seiner Frau Kunigunde gewesen, überall geistliche Zentren in ihrem Reich zu gründen.
Heinrich habe vor tausend Jahren schon sehr modern gedacht, als er Klöster, Stifte und Pfarreien bildete. Er habe gewusst, dass für jeden Menschen und für den Staat das Wohl des Geistes und der Seele wichtig ist. „Auch heute sind bei den Umstrukturierungen für die Zukunftsfähigkeit der Kirche geistliche Zentren unerlässlich“, sagte Schick am Sonntag in seiner Predigt zum Heinrichsfest im Bamberger Dom.
Es sei heute notwendig, Seelsorgebereiche zu gründen und die Verwaltungsstrukturen der Kirchenstiftungen zusammenzuführen, sagte Schick und verwies auf die sinkenden Zahlen bei Gläubigen, Seelsorgern und Finanzen. Pastoralteams könnten zudem besser kooperieren und ermöglichten einen charismenorientierten Personaleinsatz. Bei allen Maßnahmen müsse aber immer das Ziel im Mittelpunkt stehen, dass alle Umstrukturierungen dem Ziel dienen müssten, überall geistliche Zentren zu bilden.
Geistlich bedeute für Christen konkret Leben im und aus dem Geist Jesu: „Sein Geist ist der Geist der Gottes- und Nächstenliebe, der achtsamen und hilfreichen Sorge für die Menschen, es ist der Geist der Goldenen Regel: Was du von anderen erwartest, das tu auch ihnen!“
Es bestehe kein Grund, sich vor Veränderung zu fürchten, betonte Erzbischof Schick. „Kirche hat immer Wandel in der Zeit erlebt, auf und nieder. Im Glauben an Gott können wir den Wandel annehmen und ihn aktiv für Friede und Heil gestalten.“ Schick erinnerte auch daran, dass die Kirche in vielen Regionen der Welt, insbesondere in Afrika und Asien, derzeit wachse und den Menschen Stütze und Halt gebe.
Immer am zweiten Wochenende im Juli feiert das Erzbistum Bamberg mit dem Heinrichsfest seinen Gründer, den heiligen Kaiser Heinrich II. Pandemiebedingt findet das reduzierte Programm neben den Gottesdiensten in diesem Jahr digital statt.