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Dom

Vom 10. bis 13. Juli im Zei­chen des Hei­li­gen Jahres

Hein­richs­fest 2025 auf dem Bam­ber­ger Domberg

Das Hein­richs­fest 2025 steht ganz im Zei­chen des Hei­li­gen Jah­res. Unter dem Mot­to „Pil­ger der Hoff­nung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Dom­berg ein Hoff­nungs­fest gefei­ert – mit Got­tes­diens­ten, Ver­an­stal­tun­gen und den ver­schie­dens­ten Mög­lich­kei­ten, mit Men­schen ins Gespräch zu kommen.

Am heu­ti­gen Don­ners­tag fin­det um 19 Uhr im Dom ein Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter statt.
Das Hein­richs­wo­chen­en­de beginnt am Frei­tag­nach­mit­tag um 16 Uhr mit der Eröff­nung der Kunst­aus­stel­lung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visio­nen von Lau­da­to si“ im Diö­ze­san­mu­se­um. Sechs the­ma­tisch aktu­el­le Kunst­wer­ke aus Afri­ka, Asi­en, Euro­pa, Nord­ame­ri­ka, Süd­ame­ri­ka und Ozea­ni­en reprä­sen­tie­ren jeweils ihren Kon­ti­nent und eröff­nen einen Dis­kurs. Um 20 Uhr star­tet im Bam­ber­ger Dom ein kom­plett neu­es For­mat, das in die­sem Jahr zum ers­ten Mal einen Rah­men fin­det: „Uner­hört!? Eine Lese­nacht auf den Spu­ren bibli­scher Frauen.“

Der Hein­richs­fest­sams­tag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucha­ris­tie­fei­er samt Kran­ken­sal­bung für Senio­rin­nen und Senio­ren, Kran­ke und Men­schen mit Behin­de­rung. Es folgt am Sams­tag­nach­mit­tag der tra­di­tio­nel­le Motor­rad­got­tes­dienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemüt­li­cher Abend mit Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re und Musik in die Alte Hof­hal­tung ein.

Höhe­punkt ist wie jedes Jahr der Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag­mor­gen auf dem Dom­platz. Danach sind alle Gäs­te dazu ein­ge­la­den, die Stän­de der ver­schie­de­nen Ver­bän­de und Ein­rich­tun­gen im Erz­bis­tum Bam­berg zu besu­chen und das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm zu genie­ßen – Musik inklu­si­ve. Spe­zi­ell für Kin­der und Jugend­li­che, aber auch für alle ande­ren Gäs­te gibt es viel zu erle­ben: Auf dem Dom­platz lädt ein mobi­ler Was­ser­spiel­platz zum Ver­wei­len und Abküh­len ein. Dane­ben gibt es Bas­tel- und Mit­mach­ak­tio­nen im Hof der Jugend und an vie­len ande­ren Stän­den, eine Dom­füh­rung mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl, Medi­ta­tio­nen, Infor­ma­ti­ons- und Erleb­nis­stän­de sowie kos­ten­lo­sen Ein­tritt ins Diö­ze­san­mu­se­um. Einen Abschluss fin­det das Hein­richs­fest schließ­lich mit der Ves­per im Bam­ber­ger Dom.

Das rei­che Ange­bot an lecke­rem Essen und Trin­ken kön­nen Sie zu fami­li­en­freund­li­chen Prei­sen genie­ßen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.

Pro­gramm
Don­ners­tag

19:00 Uhr Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter (Bam­ber­ger Dom)


Frei­tag

16:00 Uhr Eröff­nung der Kunst­aus­stel­lung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visio­nen Lau­da­to Si‘“ (Diö­ze­san­mu­se­um)

20.00 Uhr „Uner­hört?!“ Lese­nacht auf den Spu­ren bibli­scher Frau­en (Dom)


Sams­tag

10:00 Uhr Eucha­ris­tie­fei­er mit Kran­ken­sal­bung für Senior:innen, Kran­ke und 
 Men­schen mit Behin­de­rung, anschlie­ßend gemein­sa­mes Mit­tag­essen
 (St. Urban)

14:00 Uhr Ordens­ca­fé, Grill und Bier­gar­ten (Alte Hofhaltung)

16:00 Uhr Motor­rad­got­tes­dienst (Dom­platz)

17:00 Uhr Gemein­sam fei­ern: Musik und Spei­sen mit den Jazz­Pants (Alte Hofhaltung)

20:00 Uhr Gemüt­li­cher Abend in Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re mit der Per­cus­sion-Grup­pe „Hör­sturz“, dem Chor „Auf­takt“ und der Tanz-Grup­pe „Wackel­kon­takt“ der inklu­si­ven Kul­tur­werk­statt (Bam­ber­ger Dom)


Sonn­tag

10:00 Uhr Fest­got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl (Dom­platz)

11:30 Uhr Wir fei­ern am Domberg 

Bier­gar­ten und Ordens­ca­fé (Alte Hof­hal­tung), Hof der Jugend (Dom­props­tei),

Füh­run­gen im Diö­ze­san­mu­se­um und Dom, Medi­ta­tio­nen und Orte der 

Besin­nung, Pro­gramm für die gan­ze Fami­lie & Was­ser­spiel­platz (Dom­platz)

17:00 Uhr Pon­ti­fi­kal­ves­per mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl (Bam­ber­ger Dom)

Baro­cke Toc­ca­ten und Impro­vi­sa­tio­nen im Dom

Orgel­kon­zert mit Mar­kus Wil­lin­ger zur Sandkirchweih

Am kom­men­den Sams­tag, dem 24. August 2024, fin­det um 15 Uhr das schon zu einer Tra­di­ti­on gewor­de­ne fei­er­li­che „Orgel­kon­zert zur Sand­kirch­weih“ im Bam­ber­ger Dom statt. Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger spielt die Rie­ger-Orgel, um an die ursprüng­li­che Inten­ti­on des Fes­tes, die Wei­he von St. Eli­sa­beth im Sand, zu erinnern.

Das Kon­zert steht in die­sem Jahr unter dem The­ma Baro­cke Toc­ca­ten in C‑Dur, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Es erklin­gen Wer­ke von Jan Pie­ters­zoon Sweelinck, Georg Muf­fat, Johann Pachel­bel und Johann Sebas­ti­an Bach. Außer­dem wer­de Mar­kus Wil­lin­ger freie Impro­vi­sa­tio­nen über Cho­rä­le (aus dem Got­tes­lob) nach Publi­kums­wün­schen spielen.

Die Kon­zert­be­su­cher sind ein­ge­la­den, schon zuhau­se Lie­der aus dem Got­tes­lob aus­zu­wäh­len und die Lied­vor­schlä­ge ent­we­der als E‑Mail ans Amt für Kir­chen­mu­sik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu sen­den oder auf Zet­teln zu notie­ren und bis fünf Minu­ten vor Kon­zert­be­ginn am Dom-Ein­gang abzugeben.

Der Ein­lass zum Kon­zert ist ab 14.30 Uhr mög­lich. Der Dom bleibt wäh­rend des Kon­zerts geschlossen.

Kar­ten sind im Vor­ver­kauf beim bvd sowie an der Tages­kas­se erhält­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind hier zu finden.

Glo­cken­mu­sik und Impro­vi­sa­tio­nen im Dom

Orgel­kon­zert mit Mar­kus Wil­lin­ger zur Sandkirchweih

Am kom­men­den Sams­tag, 26. August, fin­det um 15 Uhr das schon zur Tra­di­ti­on gewor­de­ne „Orgel­kon­zert zur Sand­kirch­weih“ im Bam­ber­ger Dom statt. Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger spielt die Rie­ger-Orgel, um an die Inten­ti­on des Fes­tes, die Wei­he der Kir­che St. Eli­sa­beth im Sand, zu erinnern.

Das Kon­zert steht in die­sem Jahr unter dem The­ma Glo­cken­mu­sik und Impro­vi­sa­tio­nen, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. So wer­den Wer­ke von Wil­liam Byrd, Lou­is und Fran­cois Cou­perin, Lou­is Vier­ne und Mau­rice Duru­flé erklin­gen; außer­dem wird Mar­kus Wil­lin­ger freie Impro­vi­sa­tio­nen über Cho­rä­le (aus dem Got­tes­lob) nach Publi­kums­wün­schen spielen.

Die Kon­zert­be­su­cher sind ein­ge­la­den, schon zu Hau­se Lie­der aus dem Got­tes­lob aus­zu­wäh­len und die Lied­vor­schlä­ge ent­we­der als E‑Mail ans Amt für Kir­chen­mu­sik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu sen­den oder auf Zet­teln zu notie­ren und bis fünf Minu­ten vor Kon­zert­be­ginn am Dom-Ein­gang abzugeben.

Der Ein­lass zum Kon­zert ist ab 14.30 Uhr mög­lich. Der Dom bleibt wäh­rend des Kon­zerts geschlos­sen. Kar­ten sind im Vor­ver­kauf beim bvd sowie an der Tages­kas­se erhält­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind hier zu finden.

Dom­or­ga­nist

Ker­wa-Kon­zert mit Mar­kus Willinger

Am kom­men­den Sams­tag, am 27. August, fin­det um 15 Uhr das schon zur Tra­di­ti­on gewor­de­ne „Orgel­kon­zert zur Sand­kirch­weih“ im Bam­ber­ger Dom statt. Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger spielt die Rie­ger-Orgel, um an die ursprüng­li­che Inten­ti­on der Ker­wa, die Wei­he von St. Eli­sa­beth im Sand, zu erinnern.

Wie das Erz­bis­tum mit­teil­te, steht das Ker­wa-Kon­zert in die­sem Jahr unter dem The­ma Kon­tras­te. Mar­kus Wil­lin­ger (lesen Sie hier das Stadt­echo-Inter­view mit dem Dom­or­ga­nis­ten) stellt Stü­cken von Phil­ipp Ema­nu­el Bach, Max Reger und Mau­rice Duru­flé Wer­ke von Johann Sebas­ti­an Bach (unter ande­rem das „Wohl­tem­pe­rier­te Cla­vier“) gegen­über. Wie­der­um im Kon­trast dazu spielt Wil­lin­ger freie Impro­vi­sa­tio­nen über Cho­rä­le nach Publikumswünschen.

Das Publi­kum ist ein­ge­la­den, Lie­der aus dem Got­tes­lob aus­zu­wäh­len und die Vor­schlä­ge ent­we­der als E‑Mail ans Amt für Kir­chen­mu­sik (kirchenmusik@erzbistum-bamberg.de) zu sen­den oder auf Zet­teln zu notie­ren und bis fünf Minu­ten vor Kon­zert­be­ginn am Dom-Ein­gang abzugeben.

Der Ein­lass zum Kon­zert ist ab 14:30 Uhr über die Sakris­tei­pfor­te an der Dom­rück­sei­te nach gel­ten­den Coro­na-Regeln mög­lich. Der Dom bleibt wäh­rend des Kon­zerts geschlos­sen. Kar­ten sind im Vor­ver­kauf beim bvd sowie an der Tages­kas­se erhält­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

Requi­em für Mon­si­gno­re Anton Otte 

Leben im Zei­chen der Aussöhnung

Mit einem Requi­em im Bam­ber­ger Dom ist der jahr­zehn­te­lan­ge Ein­satz des ver­stor­be­nen Pries­ters Anton Otte für die deutsch-tsche­chi­sche Aus­söh­nung gewür­digt wor­den. Die Trau­er­mes­se mit vie­len Ehren­gäs­ten am Frei­tag zele­brier­te Kar­di­nal Domi­nik Duka aus Prag, die Pre­digt hielt der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick.

„Anton Otte hat sich sein gan­zes Leben für die deutsch-tsche­chi­sche Ver­söh­nung ein­ge­setzt, und dabei ist ihm Her­vor­ra­gen­des gelun­gen“, sag­te Erz­bi­schof Schick und beton­te: „Ohne Ver­söh­nung kei­ne Zukunft.“ Ver­söh­nung sei nie­mals ein Ist-Zustand, son­dern immer ein Pro­zess und Dau­er­auf­trag. Für Ver­söh­nung brau­che es demü­ti­ge, beschei­de­ne und selbst­lo­se Men­schen. Otte habe an die Mög­lich­keit der Ver­söh­nung geglaubt. Vom Him­mel rufe er heu­te zu: „Lasst euch mit Gott ver­söh­nen und ver­söhnt euch mit­ein­an­der!“ Auch in der Gefäng­nis­seel­sor­ge habe Otte den Dienst der Ver­söh­nung aus­ge­übt. „Der Glau­be an Gott, der die Mensch­heit so sehr liebt, dass er ihre Ver­söh­nung und ihren Frie­den will, ist Bedin­gung und Ansporn zur Ver­ge­bung, auch von mensch­lich Unver­geb­ba­rem“, so Erz­bi­schof Schick.

Kar­di­nal Duka, der mit dem Bischof von Pil­sen, Tomás Holub, in das „Frän­ki­sche Prag“ gekom­men war, sag­te zu Beginn des Got­tes­diens­tes: „Mon­si­gno­re Anton Otte hat­te ein groß­zü­gi­ges Herz, das nach Ver­söh­nung such­te und nach der Mög­lich­keit, ande­ren zu hel­fen.“ Er sei nicht auf­ge­fal­len durch kör­per­li­che Grö­ße oder kräf­ti­ge Sta­tur, son­dern durch die Grö­ße sei­nes Geis­tes und sei­nen Mut. „Ich bin über­zeugt, dass er einen Teil der Geschich­te der Ver­söh­nung und Zusam­men­ar­beit zwi­schen Deutsch­land und der Tsche­chi­schen Repu­blik geschrie­ben hat“, so der Kar­di­nal von Prag.

Anton Otte wur­de am 15. August 1939 im schle­si­schen Wei­den­au gebo­ren und ver­ließ 1960 mit sei­ner Fami­lie als Spät­aus­sied­ler sei­ne Hei­mat, nach­dem sein Vater dort hin­ge­rich­tet wor­den war. 1967 wur­de er zum Pries­ter des Erz­bis­tums Bam­berg geweiht. Nach der Kaplanszeit in Eber­mann­stadt war er vie­le Jah­re in der Gefan­ge­nen­seel­sor­ge unter ande­ren in den Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten Bay­reuth und Nürn­berg sowie als Reli­gi­ons­leh­rer tätig. Bereits 1977 wur­de er Geist­li­cher Bei­rat der Acker­mann-Gemein­de Bam­berg, die sich der Aus­söh­nung zwi­schen Deut­schen, Tsche­chen und Slo­wa­ken wid­met. Ab 1991 bau­te er im Auf­trag der Acker­mann-Gemein­de in Prag eine deutsch­spra­chi­ge katho­li­sche Gemein­de auf. Er wur­de unter ande­rem aus­ge­zeich­net mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz und dem Baye­ri­schen Ver­dienst­or­den und zum Ehren­dom­herrn des König­li­chen Kol­le­gi­ats­ka­pi­tels Sankt Peter und Paul in Prag ernannt, von 2011 bis 2014 war er Propst des zweit­wich­tigs­ten Kano­ni­ker­ka­pi­tels in Böhmen.

Im Anschluss an das Requi­em fand die Bei­set­zung auf dem Bam­ber­ger Fried­hof statt. Otte war am 28. Dezem­ber im Alter von 82 Jah­ren in Scheß­litz gestorben.

Kon­takt­lo­ser Weihwasserspender 

„Holy Drop“ im Bam­ber­ger Dom

Im Bam­ber­ger Dom müs­sen Besu­che­rin­nen und Besu­cher nicht mehr auf das Kreuz­zei­chen mit Weih­was­ser ver­zich­ten. An der Sakris­tei­pfor­te am für Got­tes­diens­te geöff­ne­ten West­ein­gang steht ab sofort ein berüh­rungs­lo­ser Weihwasserspender.

Wenn man die Hand unter den Hahn hält, wird auto­ma­tisch und kon­takt­los ein Trop­fen geweih­tes Was­ser gespen­det. „Der frei­ste­hen­de Hahn ist direkt am Weih­was­ser­be­cken auf­ge­stellt und unter­schei­det sich durch sein wer­ti­ges Design deut­lich von den Des­in­fek­ti­ons­mit­tel­spen­dern, sodass kei­ne Ver­wechs­lungs­ge­fahr besteht“, erläu­ter­te Bir­git Kast­ner, Haupt­ab­tei­lungs­lei­te­rin für Kunst und Kul­tur im Ordi­na­ri­at. Wenn sich das Modell mit der Bezeich­nung „Holy Drop“ bewährt, sol­len die Spen­der an allen Ein­gän­gen auf­ge­stellt wer­den. Zu Beginn der Coro­na-Pan­de­mie waren in allen Kir­chen aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den die Weih­was­ser­be­cken geleert worden.

Schick zur Bedeu­tung von katho­li­schen Schu­len und Religionsunterricht

„Christ­li­che Kul­tur soll erhal­ten und wei­ter­ge­ge­ben werden“

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat im Got­tes­dienst mit 27 Schul­lei­tun­gen im Bam­ber­ger Dom die Bedeu­tung von katho­li­schen Schu­len in der deut­schen Schul­land­schaft hervorgehoben.

„Ich sehe mich als Ver­tei­di­ger und Pro­mo­ter von katho­li­schen Schu­len und des kon­fes­sio­nel­len Reli­gi­ons­un­ter­richts“, sag­te Schick. Für ein gutes Leben in der Gegen­wart und in der Zukunft sei es uner­läss­lich, die christ­li­che Kul­tur zu erhal­ten und wei­ter­zu­tra­gen. „Dabei leis­ten katho­li­sche Schu­len und der Reli­gi­ons­un­ter­richt einen unver­zicht­ba­ren Dienst.“

Jede Kul­tur müs­se ihre Iden­ti­tät bewah­ren, führ­te Schick aus. „Wenn wir christ­li­che Kul­tur bewah­ren möch­ten, dann soll­ten wir uns immer wie­der aufs Neue von Jesus Chris­tus inspi­rie­ren las­sen. Er hält sei­ne Kul­tur leben­dig und wirk­sam durch uns.“ Katho­li­sche Schu­len und Reli­gi­ons­un­ter­richt spiel­ten dabei eine gro­ße Rol­le, denn sie hät­ten die Auf­ga­be vor­zu­stel­len, woher die christ­li­che Kul­tur kom­me – von Jesus Chris­tus selbst – und wel­che Aus­wir­kun­gen sie auf Schrif­ten und Kunst, Lebens­art und Moral in der Gesell­schaft habe.

Auf­ga­be sei es zuerst, Wis­sen wert­schät­zend und ein­la­dend zu ver­mit­teln, sodass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler selbst anfan­gen, christ­li­che Kul­tur zu leben und zu prak­ti­zie­ren. „Dabei ist die Frei­heit ein wich­ti­ger Fak­tor der christ­li­chen Kul­tur“, erläu­ter­te der Bam­ber­ger Erz­bi­schof. Die christ­li­che Kul­tur sei in ihrem Ursprung und Wesen eine men­schen­freund­li­che, huma­ne Kul­tur der Lebens­be­ja­hung, der Hoff­nung und der Zuver­sicht. „Sie steht für Gerech­tig­keit und Frie­den, setzt sich für die Bewah­rung der Schöp­fung ein und ist durch Soli­da­ri­tät und Freu­de gekenn­zeich­net.“ Auch die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Bei­spie­len aus der Kir­chen­ge­schich­te, die nicht dem Geis­te Jesu ent­spro­chen hät­ten, dürf­te kei­nes­falls außer Acht gelas­sen wer­den. Immer dann, wenn Kir­chen oder Chris­ten herr­schen und die Macht an sich zie­hen woll­ten, ging christ­li­che Kul­tur ver­lo­ren und wur­de zer­stört. Schick beton­te im Gegen­zug: „Dann, wenn christ­li­che Kul­tur im Geist Jesu und im Geist Mari­ens eine hel­fen­de, eine die­nen­de und inspi­rie­ren­de Kul­tur sein woll­te, war und ist sie dien­lich, lebens­för­dernd und zukunftsträchtig.“

Got­tes­dienst zum bun­des­wei­ten Caritas-Sonntag

„Die Cari­tas gehört zur Kirche“

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat die Cari­tas als Erbe und Auf­trag der Kir­che gewür­digt und dazu auf­ge­ru­fen, die­sen Auf­trag zu erfül­len und zu erneuern.

Im Got­tes­dienst zum bun­des­wei­ten Cari­tas-Sonn­tag im Bam­ber­ger Dom sag­te Schick: „Die Kir­che hat die­sen Auf­trag immer als Auf­trag für die Welt gese­hen, damit sie heil und in Frie­den sei.“ Die Cari­tas gehö­re zur Kir­che seit Anfang an: „Jesus hat sie uns auf­ge­tra­gen. Wir sol­len sie so üben, wie er es getan hat.“ Der jähr­li­che Got­tes­dienst des Deut­schen Cari­tas-Ver­ban­des fand anläss­lich des 100. Jubi­lä­ums des Bam­ber­ger Diö­ze­san­ver­ban­des in Bam­berg statt. Als Ver­tre­ter des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des nahm des­sen Vize-Prä­si­dent Heinz-Josef Kess­mann an dem Got­tes­dienst teil.

„Cari­tas gelingt am bes­ten, wenn Frau­en und Män­ner, Jung und Alt, Katho­li­ken, Evan­ge­li­sche und Ortho­do­xe, Kir­che und Staat gemein­sam machen, was die Zivi­li­sa­ti­on der Lie­be aus­macht und for­dert“, so Schick in sei­ner Pre­digt. Immer wenn die Kir­che in der Geschich­te den kari­ta­ti­ven Auf­trag ver­nach­läs­sigt habe, sei es ihr nicht gut gegan­gen, mahn­te Schick und beton­te: „Die Cari­tas gehört zur Kir­che wie das Amen zum Gebet.“


Auf­ruf zur Unterstützung


Der Got­tes­dienst stand unter dem Cari­tas-Jah­res­the­ma „Das machen wir gemein­sam“ und eröff­ne­te die Cari­tas-Samm­lungs­wo­che, die in Bay­ern vom 27. Sep­tem­ber bis 3. Okto­ber dau­ert. 80 Pro­zent sei­nes Anteils am Ertrag der Samm­lung wird der Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band Bam­berg in das Pro­jekt „Digi­ta­le Bil­dung und Teil­ha­be“ geben. Es unter­stützt gezielt Maß­nah­men vor Ort in den Stadt- und Kreis-Cari­tas­ver­bän­den, den Pfar­rei­en und den Fach­ver­bän­den. Die Maß­nah­men sol­len Men­schen die Nut­zung erleich­tern, denen der Zugang zu digi­ta­len Ange­bo­ten erschwert ist.

Erz­bi­schof Schick erbat der Cari­tas ihren Segen und rief zur Unter­stüt­zung und zu Spen­den auf. Wegen der Coro­na-Pan­de­mie fin­det in vie­len Pfar­rei­en kei­ne Haus­samm­lung statt, bei der Ehren­amt­li­che von Tür zu Tür gehen und um Spen­den bit­ten. An vie­len Orten wer­den aus­schließ­lich Fly­er mit ange­häng­tem Zahl­schein oder Spen­den­tüt­chen in die Brief­käs­ten der Haus­hal­te ver­teilt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter https://caritas100.de/spenden/jubilaeumsspende/

200 Jah­re Erz­bis­tum Bamberg

Erz­bi­schof Schick erin­nert zum Hein­richs­fest an die Grün­dung der Metro­po­lie nach der Säkularisation

Beim dies­jäh­ri­gen Hein­richs­fest hat Erz­bi­schof Lud­wig Schick an die Grün­dung der Kir­chen­pro­vinz Bam­berg vor 200 Jah­ren erinnert.

Nach dem Fall Napo­le­ons und der Säku­la­ri­sa­ti­on habe man gespürt, dass ohne die Kir­chen für das geist­li­che Leben und die Seel­sor­ge sowie für die Armen und Kran­ken nicht genü­gend getan wer­den kön­ne. Des­halb sei in den Jah­ren 1815 bis 1821 das kirch­li­che Leben neu auf­ge­baut und belebt wor­den. Dabei sei aus dem 1007 von Kai­ser Hein­rich gegrün­de­ten Bis­tum Bam­berg das Erz­bis­tum gewor­den, zu dem in der Metro­po­lie bis heu­te die Bis­tü­mer Würz­burg, Eich­stätt und Spey­er gehören.

„Auch damals spür­ten die Men­schen, vor allem auch die Poli­ti­ker, dass die­se Welt mit den mate­ri­el­len Gütern und Struk­tu­ren nicht alles sein kann“, sag­te Schick am Sonn­tag in sei­ner Pre­digt im Bam­ber­ger Dom. „Wenn das geis­ti­ge und geist­li­che Leben fehlt, geht es weder dem ein­zel­nen Men­schen noch der Gesell­schaft gut.“ Des­halb habe der Staat mit dem Papst das kirch­li­che Leben in Bay­ern und ganz Deutsch­land neu geordnet.

„Lasst uns heu­te unse­ren Auf­trag wahr­neh­men, in allen unse­ren Gemein­den und Gemein­schaf­ten, in unse­ren Kir­chen, Pfar­rei­en und Seel­sor­ge­be­rei­chen, in den Kin­der­gär­ten und Schu­len, auch in unse­rem Ordi­na­ri­at und allen Behör­den geist­li­che Zen­tren zu wer­den und Geist­li­ches aus­zu­strah­len.“ Des­halb sol­le das Hein­richs­fest 2021, das pan­de­mie­be­dingt mit einem redu­zier­ten Pro­gramm vor­wie­gend digi­tal statt­fin­det, Zei­chen der Erin­ne­rung und Erneue­rung sein, so Erz­bi­schof Schick.

Pre­digt von Erz­bi­schof Schick zum Heinrichsfest

„Es gibt kei­nen Grund, sich vor Ver­än­de­rung zu fürchten“

Jede Pfar­rei und jeder Seel­sor­ge­be­reich soll nach Wor­ten von Erz­bi­schof Lud­wig Schick ein geist­li­ches Zen­trum sein. Es sei die Absicht des Bis­tums­grün­ders Hein­rich und sei­ner Frau Kuni­gun­de gewe­sen, über­all geist­li­che Zen­tren in ihrem Reich zu gründen.

Hein­rich habe vor tau­send Jah­ren schon sehr modern gedacht, als er Klös­ter, Stif­te und Pfar­rei­en bil­de­te. Er habe gewusst, dass für jeden Men­schen und für den Staat das Wohl des Geis­tes und der See­le wich­tig ist. „Auch heu­te sind bei den Umstruk­tu­rie­run­gen für die Zukunfts­fä­hig­keit der Kir­che geist­li­che Zen­tren uner­läss­lich“, sag­te Schick am Sonn­tag in sei­ner Pre­digt zum Hein­richs­fest im Bam­ber­ger Dom.

Es sei heu­te not­wen­dig, Seel­sor­ge­be­rei­che zu grün­den und die Ver­wal­tungs­struk­tu­ren der Kir­chen­stif­tun­gen zusam­men­zu­füh­ren, sag­te Schick und ver­wies auf die sin­ken­den Zah­len bei Gläu­bi­gen, Seel­sor­gern und Finan­zen. Pas­to­ral­teams könn­ten zudem bes­ser koope­rie­ren und ermög­lich­ten einen cha­ris­men­ori­en­tier­ten Per­so­nal­ein­satz. Bei allen Maß­nah­men müs­se aber immer das Ziel im Mit­tel­punkt ste­hen, dass alle Umstruk­tu­rie­run­gen dem Ziel die­nen müss­ten, über­all geist­li­che Zen­tren zu bilden.

Geist­lich bedeu­te für Chris­ten kon­kret Leben im und aus dem Geist Jesu: „Sein Geist ist der Geist der Got­tes- und Nächs­ten­lie­be, der acht­sa­men und hilf­rei­chen Sor­ge für die Men­schen, es ist der Geist der Gol­de­nen Regel: Was du von ande­ren erwar­test, das tu auch ihnen!“

Es bestehe kein Grund, sich vor Ver­än­de­rung zu fürch­ten, beton­te Erz­bi­schof Schick. „Kir­che hat immer Wan­del in der Zeit erlebt, auf und nie­der. Im Glau­ben an Gott kön­nen wir den Wan­del anneh­men und ihn aktiv für Frie­de und Heil gestal­ten.“ Schick erin­ner­te auch dar­an, dass die Kir­che in vie­len Regio­nen der Welt, ins­be­son­de­re in Afri­ka und Asi­en, der­zeit wach­se und den Men­schen Stüt­ze und Halt gebe.

Immer am zwei­ten Wochen­en­de im Juli fei­ert das Erz­bis­tum Bam­berg mit dem Hein­richs­fest sei­nen Grün­der, den hei­li­gen Kai­ser Hein­rich II. Pan­de­mie­be­dingt fin­det das redu­zier­te Pro­gramm neben den Got­tes­diens­ten in die­sem Jahr digi­tal statt.

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