Neue geschäftsführende Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Bamberg
„…alles neu?!“ – Einführung von Diakonin Anne Buckel
Am vergangenen Sonntag wurde Diakonin Anne Buckel in das Amt der geschäftsführenden Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Bamberg eingeführt.
Mit einem klaren Bekenntnis zum Aufbruch und mit spürbarer Lust auf neue Herausforderungen hat Diakonin Anne Buckel ihren neuen Dienst im Dekanat Bamberg begonnen. In einem Gottesdienst am 1. März in der Stephanskirche wurde die 28-Jährige als neue geschäftsführende Dekanatsjugendreferentin eingeführt und für ihren Dienst gesegnet.
Die Stelle, die zuvor viele Jahre lang Sabine Strelov innegehabt hatte, war seit September 2025 vakant. Fündig wurde das Dekanat in den eigenen Reihen: Anne Buckel war bislang als Dekanatsjugendreferentin für die Stadtregion 1 und 2 tätig. Zu diesen Regionen gehören die Kirchengemeinden St. Stephan, St. Matthäus in Gaustadt, die Erlöserkirche sowie in Stadtregion 2 die Gemeinden Auferstehung und Memmelsdorf-Lichteneiche. Dort hat sie die Konfirmand:innenarbeit auf regionale Füße gestellt, gemeinsam mit den Gemeinden konzipiert und praktisch umgesetzt, unter anderem mit dem Ziel, dass Gemeinden miteinander arbeiten und voneinander profitieren können.
Neuer Stellenzuschnitt, neue Verantwortung
Mit der Einführung ändert sich ihr Stellenprofil grundlegend: Künftig übernimmt Anne Buckel mit einer halben Stelle die Geschäftsführung der Evangelischen Jugend (EJ) im gesamten Dekanat Bamberg. In dieser Funktion wird sie die EJ nach innen koordinieren und nach außen vertreten, und das in einer Phase, die von Umstrukturierungen und tiefgreifenden Veränderungsprozessen geprägt ist. Die andere halbe Stelle bleibt in der direkten Arbeit vor Ort: Anne Buckel wird weiterhin für die Konfirmand:innen- und Jugendarbeit der Kirchengemeinden Memmelsdorf-Lichteneiche und Auferstehung zuständig sein. Für die Gemeinden St. Stephan, St. Matthäus in Gaustadt und die Erlöserkirche bedeutet dies jedoch einen Einschnitt. Die halbe Stelle, die dadurch frei wird, wird nun neu ausgeschrieben.
„Alles neu“ – Zusage und Herausforderung
„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ Für ihre Einführung hat sich Anne Buckel die Jahreslosung 2026 aus dem Buch der Offenbarung ausgesucht. „Alles neu, das kann auch ganz schön Stress erzeugen“, so Dekanin Sabine Hirschmann bei ihrer Ansprache. Veränderungen kosteten Kraft, besonders dann, „wenn man losgehen muss, ohne genau zu wissen, wohin der Weg führt.“ An Anne Buckel erlebe sie jedoch viel Gottvertrauen, eine große Liebe zu den Menschen und spürbare Lust, an der Kirche der Zukunft mitzubauen. „Sie fragt danach, was für junge Menschen das Beste ist und welche Veränderungen es dafür braucht“, sagte Hirschmann und dankte der Diakonin „für Aufbruchsmut, Geduld und Hoffnungsstärke.“ Die Jahreslosung stehe dabei unter der Zusage, dass man nicht allein voran gehen muss: Gott selbst ist es, der Neues schafft.
Kompetenz, Überblick und Herz
Mit Anne Buckel, so Dekanin Hirschmann, gewinne die Evangelische Jugend eine Geschäftsführerin, die Struktur, Überblick, Organisationskompetenz, Zuverlässigkeit und Kommunikationsstärke mitbringt. Ebenso wichtig seien Buckels Transparenz im Denken und Handeln, ihre ansteckende Fröhlichkeit und ein Herz für Menschen. Denn Haushaltspläne und Abrechnungen seien nur eine Seite der Geschäftsführung. Mindestens ebenso zentral sei es, mit unterschiedlichen Menschen im Kontakt zu sein, die Evangelische Jugend innerlich zu stabilisieren, sie nach außen sichtbar zu machen und jungen Menschen zu vermitteln: Wir haben eine gute Botschaft für euch.
„Ich hab Bock“
Anne Buckel selbst bringt ihre Motivation auf den Punkt: „Ich hab Bock! Und zwar darauf, junge Menschen im Blick zu haben, sie ein Stück dabei zu begleiten, Mut zu entwickeln. Mut dazu, eine eigene Meinung zu haben und Verantwortung zu übernehmen.“ Vieles aus ihrer bisherigen Arbeit nehme sie mit. „Die alte Anne“, so sagte es die Dekanin augenzwinkernd, bringe Erfahrungen mit, die der „neuen Anne“ in der Geschäftsführung sehr zugutekämen.
„Alles neu“ auch in der Dekanatsjugendk(l)ammer
Auch in der „Dekanatsjugendk(l)ammer“, dem wichtigsten Gremium der EJ Bamberg, gibt es Veränderungen. Im Rahmen des Gottesdienstes wurden die ehemaligen Vorsitzenden der Dekanatsjugendk(l)ammer Lisa Kaden und Peter Wüst verabschiedet und ihnen für ihr großes ehrenamtliches Engagement gedankt.
Mit viel Energie und klarem Kompass beginnt für Anne Buckel nun ein „halb neuer Lebensabschnitt“, mitten in Veränderungen, getragen von der Zusage: Gott macht alles neu.
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14. Monitoring der Energiewende der vbw
Kurs der Energiewende stimmt, doch es fehlt an Tempo
Das 14. Monitoring der Energiewende der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. kommt auch in diesem Jahr zu dem Ergebnis, dass der Fortschritt der Energiewende nicht zufriedenstellend ist.
Der Umbau des deutschen Energiesystems ist weiterhin von strukturellen Defiziten geprägt. „Nach wie vor sind am Standort die Energiepreise zu hoch. Dadurch verlieren deutsche Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit. Im internationalen Vergleich zählt Deutschland weiterhin zu den Ländern mit den höchsten Industriestrompreisen“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Transformation stockt, insbesondere beim Ausbau der Windenergie und der Netze bleibt Deutschland hinter den Zielmarken zurück. „Die zuletzt gesunkenen Treibhausgas-Emissionen sind maßgeblich Folge der schwachen konjunkturellen Entwicklung und der anhaltenden Produktionsrückgänge in der energieintensiven Industrie. „Der Rückgang des Primärenergieverbrauchs ist daher kein energiepolitischer Erfolg, sondern Ausdruck einer stagnierenden Konjunktur. Das ist nicht der Weg, auf dem wir klimaneutral werden wollen“, erläutert Brossardt.
Das Monitoring der Energiewende, das im Auftrag der vbw von der Prognos AG erstellt wurde, ist in vier Kategorien aufgeteilt: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Erneuerbare und Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. Mit einer Ausnahme stagnierten die Werte sowohl in Bayern als auch im Bund. Die Versorgungssicherheit erhielt in Bayern auf einer Skala zwischen 1 und 3 wie im Vorjahr die Note 2,3 (Bund 2,3). Im Bereich „Erneuerbare und Energieeffizienz“ blieb der Wert bei 1,8 (Bund 2,3), im Bereich Umweltverträglichkeit bei 3 (Bund 1). Lediglich in der Kategorie Bezahlbarkeit registrierte das Monitoring sowohl in Bayern als auch deutschlandweit eine Verbesserung, und zwar jeweils von 3 auf 2,5. Die Bewertung der Entwicklung in der jeweiligen Kategorie basiert auf den selbstgesteckten Zielen von Bund und Freistaat. „Trotz aller Kritik sind wir im 14. Monitoring-Jahr vorangekommen, wenn auch nicht gerade schnell. Mit Blick auf die Bezahlbarkeit leuchtet unsere Monitoring-Ampel zwar weiterhin rot, aber zumindest die Strompreise für private Haushalte sind gesunken. Insgesamt bleiben die Energiepreise für Industrie und Haushalte aber deutlich über dem Niveau des Vor-Coronajahres 2019“, sagt Brossardt.
Die Versorgungssicherheit blieb mäßig zufriedenstellend. Der Netzausbau kam nur schleppend voran. „Die Versorgungssicherheit war 2024 trotzdem gewährleistet. Diese Stabilität ist aber teuer erkauft – allein die Systemsicherheitsmaßnahmen kosteten 2024 rund drei Milliarden Euro. Kosten, die die gesamte Wirtschaft belasten. Umso wichtiger ist es, dass wir strukturelle Lösungen voranbringen“, so Brossardt.
Der Kurs der Energiewende stimmt, aber es fehlt laut vbw an Tempo. Um schneller voranzukommen, sind die Akteure auf allen politischen Ebenen gefordert. „Brüssel muss die Beihilfevorschriften so schnell wie möglich anpassen. Denn diese verhindern bislang einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis. Die Bundesregierung muss die Kosten weiter eindämmen. Es gilt jetzt, die Stromsteuer dauerhaft auf das europäische Mindestniveau zu senken – und zwar für alle Branchen. Zudem muss Schwarz-Rot beim Ausbau weiter Gas geben, sowohl bei den erneuerbaren Energien als auch bei den Netzen. Wenn Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern will – und das ist dringend nötig –, brauchen die hier ansässigen Unternehmen zuverlässig bezahlbare Energie“, stellt Brossardt klar.
Das 14. Monitoring der Energiewende der vbw steht hier zum Download bereit.
Übereinkommen unterzeichnet
Monitoring von Wölfen im Alpenraum
Bayern, Tirol, Südtirol, Vorarlberg, Salzburg und Trentino sehen die Almwirtschaft durch stetig wachsende Wolfspopulation in Gefahr. Darum haben sich die jeweiligen Landesregierungen auf ein staatenübergreifendes Monitoring von Wölfen im Alpenraum geeinigt. Für die bayerische Landesregierung bedeutet dieses Monitoring auch Bestandsregulierung.
Auf Einladung der Tiroler Landesregierung befassten sich die Teilnehmenden der „Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer“ (ARGE ALP) in Innsbruck mit der Gefährdung der traditionellen Almwirtschaft durch die stetig zunehmende Wolfspopulation im Alpenraum.
Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Umweltminister Thorsten Glauber, sind sich einig, dass die betroffenen Alpenländer mit diesem Arbeitsübereinkommen einen großen Schritt beim Monitoring von Wölfen vorankommen. Kernanliegen ist die großräumige Beschreibung der alpinen Wolfspopulation und damit des Erhaltungszustands in dieser Region.
Es ergebe keinen Sinn, so die Ministerin und der Minister, die Wolfspopulationen in den jeweiligen Ländern einzeln zu betrachten. Diese halten sich nicht an Grenzen. Es brauche vielmehr eine Gesamtbetrachtung im ganzen Alpenraum.
„Die EU denkt hier grundsätzlich in Grenzen, wo für die Großraubtiere und insbesondere für Wölfe keine sind“, sagte Agrarministerin Kaniber. „Wir brauchen ein staatenübergreifendes Monitoring. Es geht um viel.“
Damit hatte die Ministerin nicht in erster Linie den Erhalt der Wölfe im Blick, sondern: „In einigen Bereichen steht die gesellschaftlich gewünschte Weidetierhaltung, die Artenvielfalt und letztlich die Existenz von Bauernfamilien auf dem Spiel. Deshalb ist es so wertvoll, dass wir mit den vereinbarten Maßnahmen wichtige Erkenntnisse über länderübergreifend wandernde Wölfe und über die alpine Wolfspopulation insgesamt gewinnen können.“
Beschränkte Bestandsregulierung
Umweltminister Glauber fügte an, dass das Thema des Wolfs die Menschen in Bayern genauso wie in den anderen Alpenländern bewege. Wobei auch er damit eher die Almwirtschaft als die Wölfe selbst meinte. „Gerade im Alpenraum mit Almwirtschaft und Tourismus ist der Umgang mit Wölfen eine große Herausforderung. Unser klares Ziel ist: Wir wollen die Weidetierhaltung auch in Zukunft erhalten Es ist dazu erforderlich und richtig, gemeinsam und länderübergreifend Lösungen zu erarbeiten. Bayern wird sich auch weiterhin für einen pragmatischen Umgang mit dem Wolf einsetzen. Dabei steht die Sicherheit der Menschen immer an erster Stelle.“
Bayern hat sich im Bundesrat für die vollständige Umsetzung der FFH-Richtlinie in das Bundesnaturschutzgesetz eingesetzt. Diese Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ist eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union zur Erhaltung natürlicher Lebensräume und wildlebender Tiere und Pflanzen. Vollständigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, eine bisher nicht wahrgenommene Möglichkeit anzuwenden: Die beschränkte Bestandsregulierung, also der Tötung von Wildtieren.
Effektivere Identifizierung von Wölfen
Das unterzeichnete Arbeitsübereinkommen sieht vor, Untersuchungsmethoden und Markersysteme der vier durch die Länder beauftragten Labore zu harmonisieren. Dadurch werden die genetischen Proben von Wölfen besser untereinander vergleichbar. So können grenzüberschreitend wandernde Wölfe in Zukunft effektiver identifiziert werden. Zudem sei es wichtig und hilfreich zu wissen, ob ein Tier in einem anderen Land bereits nachgewiesen wurde.
Hierfür erklärten sich die Beteiligten auch bereit, Daten und Genproben einzelner Wölfe mit grenzüberschreitendem Bezug auszutauschen. Zudem vereinbarte die ARGE ALP, dass die Länder jährlich ihre ermittelten Wolfsdaten im Alpenraum austauschen und abgleichen. Schon im Frühsommer wolle man laut Umweltminister Glauber damit beginnen, die DNS-Proben jener Wölfe, die in einem Land individuell bestimmt wurden, auszutauschen.
Bisher erfolgte dieser Austausch nur in eingeschränktem Maß, weil aufgrund unterschiedlicher Untersuchungsmethoden der vier Labore die Daten nicht durchgehend vergleichbar sind. Diese Sofortmaßnahme sei eine wichtige Vorstufe für die angestrebte Harmonisierung der genetischen Untersuchungssysteme in den Ländern der ARGE Alp.