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Schutzmaßnahmen

Vogel­grip­pe-Schutz­maß­nah­men aufgehoben

Mehr Vögel im Tier­gar­ten zu sehen

Ange­sichts der rasan­ten Aus­brei­tung der Vogel­grip­pe hat­te der Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg im Novem­ber letz­ten Jah­res umfang­rei­che Schutz­maß­nah­men ergrif­fen und sämt­li­che Vogel­ar­ten in Stäl­len oder abge­deck­ten Volie­ren unter­ge­bracht. In enger Abstim­mung mit dem Vete­ri­när­amt der Stadt Nürn­berg wer­den die­se Maß­nah­men nun schritt­wei­se auf­ge­ho­ben – vie­le Vögel sind bereits in ihre Anla­gen zurückgekehrt.

Seit Anfang die­ser Woche sind unter ande­rem die Hum­boldt­pin­gui­ne, Anden­kon­do­re, Emus sowie Haus- und Perl­hüh­ner wie­der für Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu sehen. Bei den Pin­gui­nen fin­den wie­der die täg­li­chen Füt­te­run­gen um 15 Uhr statt. Das Pro­gramm „Besuch beim Lieb­lings­tier“ ist für die Pin­gui­ne eben­falls wie­der buch­bar. Sofern es die Wit­te­rung zulässt, dür­fen auch die Kra­ni­che wie­der in ihre Gehe­ge. Auch die Hya­zinth-Aras kön­nen ab sofort wie­der ihre Außen­vo­lie­re nut­zen. Jun­ges Bart­gei­er­paar in begeh­ba­rer Volie­re Zum Wochen­en­de wer­den die begeh­ba­ren Volie­ren der Wald­rap­pe und Bart­gei­er wie­der geöff­net. In Letz­te­re wird ein neu­es Bart­gei­er-Pär­chen ein­zie­hen. Nach dem Tod des Weib­chens im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res und vor dem Hin­ter­grund der Vogel­grip­pe ist das 46 Jah­re alte Männ­chen auf die Außen­stel­le des Tier­gar­tens Gut Mit­tel­büg gezo­gen und hat dort eine neue Part­ne­rin bekom­men. In der Bart­gei­er­vo­lie­re war somit wie­der Platz für ein neu­es Zucht­paar. Die bei­den Vögel kom­men aus der Eulen- und Greif­vo­gel­sta­ti­on Haring­see in Öster­reich. Das Männ­chen kam bereits weni­ge Tage nach dem Schlupf in den Tier­gar­ten und wur­de vom Nürn­ber­ger Bart­gei­er­paar adop­tiert und auf­ge­zo­gen. Der Tier­gar­ten hofft, mit dem jun­gen Paar an die erfolg­rei­che Hal­tung und Zucht der Bart­gei­er anzuknüpfen.

Der Tier­gar­ten Nürn­berg hält – mit nur kur­zen Unter­bre­chun­gen – seit 1965 Bart­gei­er. Sie sind Teil des Erhal­tungs­zucht­pro­gramms des Euro­päi­schen Zoo­ver­bands EAZA (EAZA Ex-situ Pro­gram­me, kurz EEP), das den Erhalt der Art und deren Wie­der­an­sie­de­lung in der Natur zum Ziel hat. Allein das letz­te Pär­chen hat fünf Jung­tie­re erfolg­reich groß­ge­zo­gen, vier davon wur­den im Rah­men des EEPs in Spa­ni­en und Frank­reich aus­ge­wil­dert. In die Bart­gei­er­vo­lie­re keh­ren zudem die Schwarz­stör­che und Fel­sen­tau­ben zurück. Auch die Schnee­eu­len dür­fen wie­der zurück in ihre Voliere.

Wei­ter­hin in ihren Win­ter­quar­tie­ren blei­ben vor­erst Fla­min­gos, Peli­ka­ne und Har­py­ien wegen der anhal­tend kal­ten Wit­te­rung. Die auf­grund der Vogel­grip­pe vor­über­ge­hend ein­ge­stell­te Win­ter­füt­te­rung von hei­mi­schen Wild­vö­geln kann nun eben­falls wie­der statt­fin­den. Als Teil eines euro­päi­schen FFH-Gebiets (Flo­ra-Fau­na-Habi­tat-Gebiet) ist der Tier­gar­ten für sie ein wich­ti­ger Lebensraum.


Schutz­maß­nah­men erfolgreich

Ziel aller Maß­nah­men war es, den Vogel­be­stand des Tier­gar­tens best­mög­lich zu schüt­zen und den Kon­takt zwi­schen Zoo- und Wild­vö­geln zu mini­mie­ren. Die­ses Ziel wur­de erreicht: Im Tier­gar­ten gab es kei­nen Fall von Vogel­grip­pe. Die kon­kre­ten Maß­nah­men erfolg­ten in enger Abstim­mung mit den Vete­ri­när­äm­tern des Land­krei­ses Nürn­ber­ger Land und der Stadt Nürnberg.

Schutz­maß­nah­men für das Event am 4. März abgestimmt

Faschings­um­zug: Sicher­heits­la­ge erfor­dert umfas­sen­de Sperrmaßnahmen

„Die Sicher­heit unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger hat abso­lu­ten Vor­rang“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke im Rah­men der Vor­be­rei­tun­gen für den Faschings­um­zug am kom­men­den Diens­tag. Ange­sichts einer all­ge­mein bestehen­den, abs­trak­ten Gefähr­dungs­la­ge, vor allem mit Blick auf mög­li­che Anschlag­sze­na­ri­en, sind beson­de­re Sperr­maß­nah­men erforderlich.

„Dar­auf hat der Ver­an­stal­ter in Abstim­mung mit der Stadt schnell reagiert. Wir set­zen alles dar­an, dass am Faschings­diens­tag der Umzug statt­fin­den kann. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten, ins­be­son­de­re Bam­berg Ser­vice, der Feu­er­wehr, der Poli­zei und den Stadt­wer­ken, die für beson­de­re Schutz­maß­nah­men sor­gen“, so OB Starke.

„Die aktu­ell wei­ter­hin hohe, abs­trak­te Gefähr­dungs­la­ge in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sowie die jüngs­ten Ter­ror­ta­ten, zuletzt bei einer Ver­samm­lung in Mün­chen, zwin­gen wei­ter­hin zu erhöh­ter Vor­sicht. Ein­hun­dert­pro­zen­ti­ge Sicher­heit kann es nicht geben. Daher müs­sen auch für den Bam­ber­ger Faschings­zug am 4. März beson­de­re Schutz­maß­nah­men ergrif­fen wer­den“, erklärt Sicher­heits­re­fe­rent Chris­ti­an Hin­ter­stein. Die Situa­ti­on müs­se dau­ernd beob­ach­tet wer­den. „Erge­ben sich Erkennt­nis­se, wel­che auch Bam­berg zu einem mög­li­chen Anschlag­ziel machen könn­ten, muss, gege­be­nen­falls auch sehr kurz­fris­tig, reagiert wer­den“, so Hin­ter­stein. Die Stadt stüt­ze sich hier vor allem auf Erkennt­nis­se der Poli­zei und ste­he dazu im engen Aus­tausch mit ihr.

An den sorg­fäl­ti­gen Abstim­mun­gen zur Ver­an­stal­tungs­si­cher­heit waren und sind Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Ver­an­stal­ters, Stadt­mar­ke­ting Bam­berg, der städ­ti­schen Sicher­heits­be­hör­de, der Ver­kehrs­be­hör­de, der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt, des Stra­ßen­bau­last­trä­gers, des Amts für Brand- und Kata­stro­phen­schutz sowie der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Bam­berg beteiligt.


Groß­fahr­zeu­ge als Barrieren

Zusätz­lich zu den ver­kehrs­recht­li­chen Sper­run­gen von Zufahrts­stra­ßen zur Rou­te des Faschings­um­zugs wer­den ver­schie­de­ne Groß­fahr­zeu­ge so an Kreu­zun­gen und Ein­mün­dun­gen plat­ziert, um eine beschleu­nig­te Ein­fahrt in die­se Berei­che zu ver­hin­dern. Genutzt wer­den dazu Fahr­zeu­ge von Bam­berg Ser­vice und der Feu­er­wehr sowie Stadt­bus­se der Stadt­wer­ke, die gezielt als Sicher­heits­bar­rie­ren posi­tio­niert wer­den. Im Vor­feld wur­den dazu 24 Kreu­zung- und Ein­mün­dungs­be­rei­che fest­ge­legt. Für die Blo­cka­den wer­den über zwei Dut­zend Fahr­zeu­ge benö­tigt. „Es ist ein Kraft­akt, der zeigt, dass alle Ver­ant­wort­li­chen ihr Bes­tes geben, damit der Faschings­um­zug so sicher wie mög­lich orga­ni­siert wird“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Starke.