Bamberg Service setzt auf moderne Technologie für eine klimafitte und ressourcenschonende Bewässerung
Smarte Sensoren für starke Bäume
Hitze und lange Trockenperioden machen den Bäumen im Bamberger Stadtgebiet zunehmend zu schaffen. Um insbesondere junge Stadtbäume fit für den Sommer zu machen, setzt die Abteilung Grünanlagen und Friedhöfe bei Bamberg Service künftig auf digitale Unterstützung, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Mit modernster Sensortechnik wird das Gießen jetzt „smart“.
Insgesamt 35 Bodenfeuchtesensoren wurden an ausgewählten Standorten im gesamten Stadtgebiet installiert. Sie messen die Bodenfeuchtigkeit nicht nur an der Oberfläche, sondern in drei verschiedenen Tiefen pro Standort. Zusätzlich erfassen sie die Bodentemperatur. Ergänzt wird das System durch sechs sogenannte Dendrometer – hochpräzise Messgeräte, die das Wachstum sowie minimale Dehnungsverhalten der Baumstämme minutengenau aufzeichnen.
Die Bodenfeuchte zählt zu den wichtigsten Faktoren für gesundes Pflanzenwachstum. Anhaltende Trockenheit bedeutet für Stadtbäume erheblichen Stress, schwächt ihre Vitalität und macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.
Mit den neuen Messdaten können die Stadtgärtner künftig noch gezielter planen, welcher Baum wann und wie viel Wasser benötigt. Ziel ist eine bedarfsgerechte und ressourcenschonende Bewässerung, von der insbesondere junge Bäume profitieren. Wasser als wertvolle Ressource soll dadurch effizient und nachhaltig eingesetzt werden.
In Kombination mit einer vorausschauenden Auswahl vielfältiger und klimarobuster Baumarten sowie einer optimalen Pflege trägt die neue Technik dazu bei, den Anwachserfolg der Stadtbäume langfristig zu sichern. So bleibt Bamberg auch künftig von vitalen, gesunden und verkehrssicheren Bäumen geprägt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Bamberger Smart-City-Projekts BaKIM (BaumKIMensch). Das Vorhaben zeigt beispielhaft, wie moderne Technologie konkret zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt und gleichzeitig den Bürgerinnen und Bürgern direkt zugutekommt.
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In Bamberg wird die digitale Unterstützung für klimaangepasstes Stadtgrün weiter ausgebaut. Im Oktober wurden im Stadtgebiet zusätzliche digitale Sensoren zur Messung der Bodenfeuchte, des Stammdurchmessers und lokaler Wetterdaten installiert, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Damit wird das bestehende System auf 39 Messpunkte erweitert. Die Messstellen erfassen kontinuierlich Daten zu Bodenfeuchte, Temperatur, Windgeschwindigkeit und Baumwachstum, die anschließend in digitale Modelle einfließen. Auf dieser Grundlage können Bewässerungsmaßnahmen bedarfsgerecht und ressourcenschonend geplant werden, sodass Wasserverbrauch, Transportaufwand und Pflegekosten reduziert werden.
„Mit der neuen Sensorik erhalten wir erstmals einen detaillierten Einblick, wie sich Bodenfeuchte, Baumwachstum und Witterung an unseren Standorten gegenseitig beeinflussen. Das hilft uns, Bewässerung und Pflege noch zielgerichteter zu steuern“, erklärt Michael Weber, der bei Bamberg Service für die Baumpflege zuständig ist.
Die Sensoren wurden im Rahmen des Projekts BaKIM beschafft, in welchem Baumbestände mit Drohnen beflogen werden. Aus den gesammelten Daten werden mit Hilfe verschiedener Methoden der Künstlichen Intelligenz detaillierte Informationen zu Anzahl, Art und Gesundheit der überflogenen Bäume in Stadt und Forst gewonnen. Die Sensoren helfen, die Vorhersagen der in BaKIM eingesetzten Methoden der Künstlichen Intelligenz zu kontrollieren und langfristig zu verbessern.
Die Sensorik und App, die in Bamberg zum Einsatz kommen, wurden ursprünglich im Förderprojekt „StadtGrünDigital“ der Stadt Erlangen entwickelt. Sie ergänzen die in Bamberg bereits eingesetzten Werkzeuge So ist neben den bestehenden drei Wetterstationen eine weitere in Vorbereitung. Und auch die Dendrometer-Messungen, mit denen die Entwicklung von Umfang und Höhe von Bäumen gemessen werden können, baut Bamberg weiter aus Zu den vier bereits installierten Geräten kommen demnächst noch drei weitere hinzu.
„All diese Technik wird uns im Sommerhalbjahr ermöglichen, unsere Bäume noch effizienter und ressourcenschonender zu bewässern. Wir können gezielter handeln, Wasser und Arbeitszeit sparen und die Gesundheit unserer jungen Stadtbäume nachhaltig sichern“, freut sich auch Michael Böhm, Abteilungsleiter für die Grünanlagen und Friedhöfe bei Bamberg Service.
Und auch das Programm Smart City Bamberg profitiert. „Durch den Erfahrungsaustausch und die Übertragung der Lösung aus Erlangen können wir Kosten sparen und so noch mehr Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Budget der Smart City Bamberg ziehen“, ergänzt Sascha Götz, der Programmleiter von Smart Bamberg.
Die Projekte
BaKIM und StadtGrünDigital werden in der Förderlinie KommunalDigital! des Bayerischen Staatsministerium für Digitales gefördert. Der enge Austausch entstand durch die Vernetzungsformate die Bayern Innovativ innerhalb der Förderung koordinierte. Die Friedrich-Alexander-Universität-Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Lehrstuhl für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg entwickelten in den jeweiligen Projekten die neuen Lösungen. Seit Januar 2025 wird die Weiterentwicklung von BaKIM im Programm Smart City Bamberg der Stadt fortgeführt. Gefördert wird Smart City Bamberg in der Förderlinie Modellprojekte Smart City vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen