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Zentrum Welterbe Bamberg

Start­schuss für einen neu­en Ort der Begegnungen

„PopUpTheu­er­stadt“ will bis 3. August die Nach­bar­schaft bereichern

Im Wal­zer­takt ist das Pro­jekt „PopUpTheu­er­stadt“ mit einem Nach­bar­schafts­fest am Sonn­tag gestar­tet. „Es ist toll, dass unter den schö­nen Lin­den tem­po­rär ein Begeg­nungs- und Nach­bar­schafts­ort ent­steht“, erklär­te Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wol­fang Metz­ner bei der Eröff­nung. Der Platz wur­de bereits in den Tagen zuvor gut von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ange­nom­men, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Sitz­mög­lich­kei­ten statt Park­plät­ze laden zum Ver­wei­len und zum Aus­tausch ein.

Tra­di­tio­nel­le Dorf­lin­den fun­gie­ren schon seit Jahr­zehn­ten als Ort der Begeg­nung und der Kom­mu­ni­ka­ti­on, so nun auch der Theu­er­stadt-Platz unter den Lin­den. Dr. Simo­na von Eyb, die Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe, betont das Ziel des Pro­jekts, Men­schen in den Mit­tel­punkt zu stel­len und mehr Lebens­qua­li­tät zu schaf­fen: „Welt­erbe lebt am bes­ten, wenn Sie es mit Leben und Lie­be fül­len.“ Pro­jekt­lei­te­rin Xenia Jaku­bek dank­te allen Unter­stüt­zern, der Anwoh­ner­schaft und vor allem dem Bür­ger­ver­ein Gan­golf für die gute und enge Zusam­men­ar­beit: „Nur dadurch war es mög­lich, die­ses PopUp-Pro­jekt in kur­zer Zeit umzusetzen.“

Gemüt­li­che Sitz­ge­le­gen­hei­ten wer­den durch eine Tanz­flä­che, ein PopUp-Café, Grill­mög­lich­kei­ten und einen Sand­kas­ten ergänzt. Zum Start wur­den Brat­würs­te und lecke­re Kuchen ange­bo­ten. Die Schutz­ge­mein­schaft Alt Bam­berg e.V. erhofft sich, Bewusst­sein für den Platz zu schaf­fen und eine Wert­schät­zung für des­sen Schön­heit. Dafür setzt sich der Ver­ein mit einer Aus­stel­lung zu „His­to­ri­schen Ansich­ten und Denk­mä­ler der Theu­er­stadt“ ein.


Der Platz erhält Aufmerksamkeit

Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner wie Andrea und Alfred Dittrich unter­stüt­zen das kom­mu­ni­ka­ti­ons­för­dern­de Pro­jekt: „Die Stadt schafft hier Lebens­raum, denn Bam­berg will eine fami­li­en­freund­li­che Stadt sein und das sind die ers­ten Schrit­te dazu.“ Auch wün­schen sich die bei­den dau­er­haf­te Sitz- und Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten im Stadt­ge­biet. Ute Stö­ri­ko und Mar­git Eich­fel­der berich­ten, dass sie meist mit dem Fahr­rad an dem Platz vor­bei­fah­ren, aber die­sen bis jetzt nie wirk­lich wahr­ge­nom­men haben. Nun kön­nen Sie sich gut vor­stel­len, hier auch Zeit zu ver­brin­gen. Für jun­ge Fami­li­en besteht ein beson­de­rer Anreiz dar­in, dass es im Schat­ten viel Platz zum Spie­len gibt.

Ihren Höhe­punkt fand die Eröff­nung mit einem Wal­zer. Dar­ge­bo­ten wur­de er von Petra Fried­rich und Bür­ger­meis­ter Metz­ner, der sich ger­ne an die Zeit erin­nert, als er selbst direkt an der Theu­er­stadt wohn­te. Das Paar eröff­ne­te den eigens instal­lier­ten Tanz­bo­den und lud die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger ein, hier gemein­sam eine ange­neh­me Zeit zu ver­brin­gen. Das Pro­jekt „PopUpTheu­er­stadt“ läuft noch bis zum 3. August 2025. In die­ser Zeit kann der Tanz­bo­den, falls er nicht schon ver­ge­ben ist, täg­lich bis 22 Uhr gebucht wer­den. Zur Ter­min­ab­stim­mung reicht eine E‑Mail an popuptheuerstadt@stadt.bamberg.de oder tele­fo­nisch unter 0951/​87–1120.

30 Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger „on Tour“

Das Welt­erbe mit dem Rad erfahren

30 Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger bega­ben sich „on Tour“ durch die Gärtner‑, die Berg- und die Insel­stadt. Ange­führt von der Kul­tur­re­fe­ren­tin und der Sach­ge­biets­lei­te­rin für Bür­ger­be­tei­li­gung ging es zu den drei his­to­ri­schen Sied­lungs­ker­nen, wie die Stadt mitteilt.

„Es sind nicht die Ein­zel­mo­nu­men­te, son­dern das Gesamt-Paket mit der beson­de­ren Stadt­struk­tur, war­um Bam­berg zum UNESCO-Welt­erbe ernannt wur­de“, brach­te es die Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe in Bam­berg, Dr. Simo­na von Eyb, am Ende des UNESCO-Welt­erbe­tags auf den Punkt. Wie lie­ße sich die­se Struk­tur bes­ser erfas­sen und begrei­fen, als ihre Gren­zen nach­zu­zeich­nen? So folg­ten rund 30 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger am Sonn­tag der Ein­la­dung der Stadt, um bei einer neu­en Aus­ga­be von „Bam­berg on Tour“ die Gren­zen des Welt­erbes zu erfahren.

Ange­führt von der Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar und der Sach­ge­biets­lei­te­rin für Bür­ger­be­tei­li­gung, Michae­la Schraetz, ging es zu den drei his­to­ri­schen Sied­lungs­ker­nen – erst ent­lang der Gärt­ner­stadt mit dem immer noch prä­sen­ten Erwerbs­gar­ten­bau, dann ent­lang der vom Dom gepräg­ten Berg­stadt und schließ­lich in die bür­ger­li­che Insel­stadt. Sie­ben­haar erin­ner­te wäh­rend der Fahrt an drei Daten: die ers­te Erwäh­nung Bam­bergs im Jahr 902, die Bis­tums­grün­dung durch Kai­ser Hein­rich im Jahr 1007 und schließ­lich das Jahr 1602, aus dem der soge­nann­te Zweid­ler-Plan stammt, der „Gründt­li­che abriß der Statt Bam­berg“. Die Kul­tur­re­fe­ren­tin zeigt sich fas­zi­niert von die­sem Stadt­plan, denn dank der Detail­ge­nau­ig­keit die­ser Zeich­nung wird deut­lich, wie unbe­scha­det die Stadt die ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te über­stan­den hat: „Man kann heu­te noch durch Bam­berg lau­fen auf Grund­la­ge die­ses Plans – das ist wirk­lich erstaunlich.“


Pop-Up-Akti­on auf der Theuerstadt

Nicht nur an den Gren­zen des Welt­erbes ver­lief die Tour ent­lang – es ging auch mit­ten hin­ein zu meh­re­ren kur­zen Auf­ent­halts­punk­ten. Zum ers­ten Mal stopp­te die Kolon­ne auf der Theu­er­stadt, wo Xenia Jaku­bek vom Zen­trum Welt­erbe das von ihr betreu­te EU-Pro­jekt „Pop-Up-Urban-Spaces“ vor­stell­te: „Ziel des Pro­jekts ist es, einen Ort in der Stadt anders zu bele­ben. Es gibt hier Lin­den, einen Brun­nen und eine Bank, aber neben den Autos geht das für gewöhn­lich unter. Die Anwohner:innen-Parkplätze haben sicher ihre Berech­ti­gung, wir wol­len aller­dings ein­mal klä­ren: Was kann die­ser Ort sonst noch? Wir wagen ein Expe­ri­ment.“ Beim Lin­den­fest, das an die­sem Wochen­en­de im Schat­ten von St. Gan­golf statt­fand, beka­men die Besu­che­rin­nen und Besu­cher schon eine recht gute Vor­stel­lung vom Poten­ti­al die­ses klei­nen Platzes.

Auf dem Weg in die Berg­stadt hielt die Zwei­rad-Grup­pe wenig spä­ter an der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le. Für das The­ma Welt­erbe ist das auch ein wich­ti­ger Ort, weil hier die UNESCO-Ernen­nungs­ur­kun­de vom 11. Dezem­ber 1993 fei­er­lich an die Stadt Bam­berg über­ge­ben wur­de. Ulri­ke Sie­ben­haar hat­te eine Kopie der Urkun­de mit­ge­bracht und zeig­te sie den inter­es­sier­ten Teilnehmenden.


„Kaf­fee, Kuchen, Nachbarschaft“

Für die dann zu absol­vie­ren­den Höhen­me­ter wur­den die Rad­le­rin­nen und Rad­ler am Jakobs­platz durch die Akti­on „Kaf­fee, Kuchen, Nach­bar­schaft“ belohnt. Mit Unter­stüt­zung des Bür­ger­ver­eins „Unte­re His­to­ri­sche Berg­stadt“ hat das Zen­trum Welt­erbe eine Gemein­schafts-Kaf­fee­ta­fel auf die Bei­ne gestellt, die die Nach­bar­schaft flei­ßig besuch­te. Der Ver­ein „Bewahrt die Berg­stadt“ prä­sen­tier­te in die­sem Rah­men eine Viel­zahl von Fotos, die unter ande­rem zeig­ten, wie wenig sich am Jakobs­platz in den letz­ten 40 Jah­ren ver­än­dert hat. „Erst vor etwa 20 Jah­ren hat sich bei der UNESCO das Prin­zip durch­ge­setzt, dass das Wich­tigs­te in einer Welt­erbe-Stät­te die Men­schen sind“, erklär­te Simo­na von Eyb die­se Akti­on. „Das woll­ten wir auch beim heu­ti­gen Tag des Welt­erbes beto­nen: Das Welt­erbe kann ohne die Men­schen nicht existieren.“

Sei­nen Abschluss und Höhe­punkt fand „Bam­berg on Tour“ im Bam­ber­ger Welt­erbe-Zen­trum auf der unte­ren Mühl­brü­cke. Wäh­rend drau­ßen ein Gewit­ter los­brach, ord­ne­te Simo­na von Eyb die Stadt Bam­berg in grö­ße­re Zusam­men­hän­ge ein. Sie ist eine von 54 Welt­erbe-Stät­ten in Deutsch­land und zählt zu den 1.223 Welt­erbe-Stät­ten welt­weit – eben nicht wegen eines ein­zel­nen Denk­mals, son­dern wegen der gut erhal­te­nen „früh­mit­tel­al­ter­li­chen Stadt­struk­tur“ und weil sie eine Stadt ist, „die einen gro­ßen Ein­fluss auf die Stadt­ent­wick­lung in Mit­tel- und Ost-Euro­pa aus­ge­übt hat“. Mit fri­schen Erd­bee­ren und Kir­schen ging die Tour zu Ende. Als Erin­ne­rung konn­ten sich die Teil­neh­men­den noch einen Pin anfer­ti­gen las­sen mit Welt­erbe-Moti­ven wie Kai­se­rin Kuni­gun­de oder der Humsera.


Nächs­ter Ter­min im Juli

Der Ter­min für die nächs­te „Bam­berg on Tour“ steht bereits fest. Am Sonn­tag, 13. Juli, lädt die Stadt Bam­berg ein, sich auf die Spu­ren von „80 Jah­re Kriegs­en­de“ zu bege­ben. Alle inter­es­sier­ten Rad­le­rin­nen und Rad­ler sind dann wie immer herz­lich willkommen.

Nach­bar­schaft­li­che Ideen wer­den gesammelt

PopUp in der Theuerstadt

Das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg möch­te in der Theu­er­stadt ein Expe­ri­ment wagen und her­aus­fin­den, was die Nach­bar­schaft rund um den Platz an der Lin­de braucht, damit dort ein Ort für Aus­tausch, Zusam­men­kom­men und geleb­te Gemein­schaft ent­ste­hen kann. Wie die Stadt Bam­berg mit­teilt, wird In der Zeit zwi­schen den Pfingst- und Som­mer­fe­ri­en der Platz unter der Lin­de für kur­ze Zeit zum PopUp umge­stal­tet. Wo vor­her Autos park­ten, ent­steht ein Begegnungsort.

Xenia Jaku­bek, Pro­jekt­lei­te­rin von PopU­pUr­ban­Spaces am Zen­trum Welt­erbe betont: „Das Welt­erbe ist nicht nur schön für Tou­ris­tin­nen und Tou­ris­ten aus aller Welt – es ist auch ein wun­der­ba­rer Wohn­ort für Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger.“ Damit das auch so bleibt, braucht es Orte wie die Theu­er­stadt. „Das Welt­erbe ist kein Muse­um, son­dern ein Ort, der sich ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt – durch die Men­schen, die hier leben.“

Die Theu­er­stadt wird zur thEU­ER­stadt. Was genau dort ent­ste­hen wird, ist aber noch offen – und genau das ist Teil des Experiments.

Bereits beim gemein­sa­men Pick­nick am 16. Mai wur­den vie­le krea­ti­ve Ideen gesam­melt. Auch im Vor­feld hat­ten Ver­ei­ne und Initia­ti­ven die Mög­lich­keit, sich mit Vor­schlä­gen zum Ort sowie mit kon­kre­ten Pro­jekt­ideen ein­zu­brin­gen – von Kin­der­floh­markt über Demo­kra­tie-Café bis hin zu Bet­ten zum Träu­men. Am 1. Juni 2025 es im Rah­men des Welt­erbe­tags erneut die Gele­gen­heit, eige­ne Ideen mit­zu­tei­len. Beim Lin­den­fest von 11:00 bis 15:00 Uhr sind alle ein­ge­la­den, ihre Wün­sche und Vor­stel­lun­gen für den Ort einzubringen.

Für die Pla­nung und Umset­zung hat sich das Zen­trum Welt­erbe pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung geholt: Das Urban Lab aus Nürn­berg erar­bei­tet gemein­sam mit inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die Gestal­tung des Plat­zes unter der Lin­de. Das Design ori­en­tiert sich dabei an den Wün­schen der Men­schen vor Ort – ob Tanz­bo­den wie auf dem Max­platz 2023, gemüt­li­che Sitz­ge­le­gen­hei­ten für eine gemein­sa­me Brot­zeit oder ein Sand­kas­ten für die Kleinsten.

Noch bis zum 1. Juni kön­nen wei­te­re Ideen ein­ge­reicht wer­den. Auf der Web­site des Pro­jekts fin­den Inter­es­sier­te eine Schritt-für-Schritt-Anlei­tung, wie aus einer Idee ein kon­kre­tes Pro­jekt wird. Zudem bie­tet Urban Lab am mor­gi­gen Diens­tag, 27. Mai, von 13:00 bis 14:00 Uhr eine Pro­jekt­sprech­stun­de an. Hier wer­den Ideen bespro­chen, Fra­gen beant­wor­tet und Unter­stüt­zung angeboten.

Bericht über die Rol­le von Besuchs­zen­tren erschienen

Nach­hal­ti­gen Tou­ris­mus im Welt­erbe fördern

Wie lässt sich Tou­ris­mus und eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung von Welt­erbe­stät­ten zusam­men den­ken? Wel­che Rol­le spie­len loka­le Gemein­schaf­ten bei der Kon­zep­ti­on von Besuchs­zen­tren? Erfah­rungs­be­rich­te und Emp­feh­lun­gen zu die­sen Fra­ge­stel­lun­gen fin­den Inter­es­sier­te im neu erschie­ne­nen Abschluss­be­richt des 4. Regio­na­len Work­shops des euro­päi­schen UNESCO-Regionalbüros.

Neben Erkennt­nis­sen der Teil­neh­men­den über die För­de­rung der Nach­hal­tig­keit im Tou­ris­mus erhält der Abschluss­be­richt auch Hin­wei­se für ein effek­ti­ves Besuchs­ma­nage­ment an Welt­erbe­stät­ten. Der Work­shop, der im Novem­ber 2022 in Buzau (Rumä­ni­en) statt­fand, brach­te Welt­erbe-Mana­ge­rin­nen und ‑Mana­ger von 22 UNESCO-Stät­ten aus 16 euro­päi­schen Län­dern zusam­men und bot eine Platt­form für den Aus­tausch wert­vol­ler Erfah­run­gen und Perspektiven.

Eini­ge der von der UNESCO aus­ge­wie­se­nen Stät­ten, dar­un­ter Welt­erbe­stät­ten, Bio­sphä­ren­re­ser­va­te und Glo­ba­le Geo­parks, zie­hen eine Viel­zahl von Gäs­ten an. Dabei ist die Balan­ce zwi­schen hohem Besuch­san­drang und einem Welt­erbe-ver­träg­li­chen Maß an Gäs­ten nicht immer ein­fach. Basie­rend auf den Erfah­run­gen der Work­shop-Teil­neh­men­den, dar­un­ter auch die kom­mis­sa­ri­sche Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe Bam­berg, Dia­na Bütt­ner, ent­hält der Bericht Emp­feh­lun­gen für eine nach­hal­ti­ge Besuchs­len­kung und ein effek­ti­ves Besuchs­ma­nage­ment sowie Hin­wei­se dar­auf, wie das Poten­zi­al des Tou­ris­mus für öko­lo­gisch und sozi­al nach­hal­ti­ge loka­le Ent­wick­lung genutzt wer­den kann.

Hin­ter­grund der von der UNESCO über ihr Regio­nal­bü­ro für Wis­sen­schaft und Kul­tur in Euro­pa ver­an­stal­te­ten Work­shop­rei­he waren die Aus­wir­kun­gen der COVID-19-Pan­de­mie, die auch Welt­erbe­stät­ten vor bis dahin nie gekann­te Her­aus­for­de­run­gen und Risi­ken stell­te. Die vier­te und somit letz­te Ver­an­stal­tung der Rei­he, die vom 7. bis 9. Novem­ber 2022 in Buzau, Rumä­ni­en, statt­fand, wur­de vom Rat des Krei­ses Buzau in Zusam­men­ar­beit mit dem UNESCO Glo­bal Geo­park Buzau Land, der Uni­ver­si­tät Buka­rest, dem UNESCO Glo­bal Geo­park Hațeg Coun­ty und der Natio­na­len UNESCO-Kom­mis­si­on Rumä­ni­ens ausgerichtet.

Der Nach­be­richt kann hier kos­ten­frei ein­ge­se­hen und her­un­ter­ge­la­den werden.

Kul­tur­ma­na­ge­rin

Zen­trum Welt­erbe Bam­berg: Simo­na von Eyb wird neue Leiterin

Simo­na von Eyb über­nimmt zum 1. Okto­ber die Lei­tung des Zen­trums Welt­erbe Bam­berg. Sie tritt damit die Nach­fol­ge von Patri­cia Alberth an.

Anfang des Jah­res gab Patri­cia Alberth ihren Abschied als Lei­te­rin des Bam­ber­ger Zen­trums Welt­erbe bekannt und trat die Stel­le der Lei­te­rin der Schlös­ser­ver­wal­tung Baden-Würt­tem­bergs an. Seit­dem lei­te­te Dia­na Bütt­ner die Ein­rich­tung kom­mis­sa­risch. Nun hat der Bam­ber­ger Stadt­rat mit­ge­teilt, mit Simo­na von Eyb eine Nach­fol­ge­rin gefun­den zu haben.

„Mit Dr. Simo­na von Eyb erhält Bam­berg eine aus­ge­wie­se­ne Exper­tin mit bes­ten inter­na­tio­na­len Ver­bin­dun­gen, die es ihr ermög­li­chen wer­den, unse­re Stadt im Bereich Welt­erbe wei­ter posi­tiv zu ent­wi­ckeln“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Und Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar füg­te an: „Ihre Exper­ti­se im Kul­tur­er­be­ma­nage­ment ist aus­ge­zeich­net und hat uns völ­lig über­zeugt. Ich bin sicher, dass die Welt­erbe­stadt Bam­berg davon pro­fi­tie­ren wird, und ich freue mich auf die Zusam­men­ar­beit mit ihr und dem Team des Welterbezentrums.“

Meh­re­re Jah­re hat Simo­na von Eyb am Lehr­stuhl für Kul­tur­ma­nage­ment an der Bran­den­bur­gi­schen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg gelehrt und inter­na­tio­na­le Pro­jek­te mit dem Fokus auf Welt­erbe ent­wi­ckelt und gelei­tet. Davor war von Eyb als Bera­te­rin für Kul­tur­er­be an der Euro­päi­schen Exe­ku­tiv­agen­tur für Bil­dung und Kul­tur in Brüs­sel tätig.

Der beruf­li­che Wer­de­gang der stu­dier­ten Kul­tur­ma­na­ge­rin weist zudem Sta­tio­nen als Exper­tin im Bereich Kul­tur und Bil­dung an der Shang­hai Uni­ver­si­ty of Finan­ce and Eco­no­mics in Chi­na sowie beim UNESCO-Welt­erbe­zen­trum in Paris auf.

Die Lei­tung des Welt­erbe­zen­trums Bam­berg rei­ze sie vor allem wegen des gro­ßen Poten­ti­als der Welt­erbe-Stät­te Bam­berg. „Ich möch­te vor allem die Wahr­neh­mung des Welt­erbes in Bam­berg aktiv vor­an­brin­gen und zukunfts­ori­en­tiert wei­ter­ent­wi­ckeln“, sagt von Eyb.

Nach zehn Jah­ren als Lei­te­rin des Zen­trums Welterbe

Wech­sel nach Baden-Würt­tem­berg: Patri­cia Alberth im Interview

Nach zehn Jah­ren als Lei­te­rin des Bam­ber­ger Zen­trums Welt­erbe tritt Patri­cia Alberth von der Stel­le zurück. Ab 1. März über­nimmt sie die Geschäfts­füh­rung der Staat­li­chen Schlös­ser und Gär­ten in Bruch­sal in ihrer baden-würt­tem­ber­gi­schen Hei­mat. Wir haben Patri­cia Alberth zum Inter­view über die neue und die alte Stel­le und Tipps für die Nach­fol­ge getroffen.
Frau Alberth, wie sind Sie an die Stel­le der Direk­to­rin der Staat­li­chen Schlös­ser und Gär­ten Baden-Würt­tem­berg gekommen?

Patri­cia Alberth: Es erreich­te mich ein freund­li­cher Anruf aus Stutt­gart, genau­er gesagt aus dem für die Stel­len­be­set­zung ver­ant­wort­li­chen Finanz­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg, ich möge mich auf die Stel­le bewerben.

Man hat­te Sie als Lei­te­rin des Bam­ber­ger Welt­erbes also beobachtet?

Patri­cia Alberth: Sagen wir so: Man kann­te mich.

Waren Sie ohne­hin auf Stellensuche?

Patri­cia Alberth: Nein, über­haupt nicht. Ich mag mei­ne Stel­le in Bam­berg sehr gerne.

Was wer­den Sie an der Lei­tung des Zen­trums Welt­erbe und an der Stadt Bam­berg vermissen?

Patri­cia Alberth: Ich wer­de mein Team ver­mis­sen, den Aus­blick aus mei­nem Büro auf das Alte Rat­haus, lieb­ge­won­ne­ne Men­schen, die Stadt. Die Lebens­qua­li­tät in Bam­berg ist einzigartig!

Was wer­den Sie nicht vermissen?

Patri­cia Alberth: Die knap­pe finan­zi­el­le Aus­stat­tung des Zen­trums Welt­erbe Bamberg.

An was wer­den Sie sich aus den zehn Jah­ren als Lei­te­rin beson­ders erinnern?

Patri­cia Alberth: An die Fei­er­lich­kei­ten anläss­lich des Jubi­lä­ums „25 Jah­re Welt­erbe Bam­berg“, an denen so vie­le Men­schen mit­ge­wirkt haben. Es war toll, wie sich alle für ihr Welt­erbe begeis­tert haben.

Wor­auf sind Sie als Welt­erbe­lei­te­rin am stolzesten?

Patri­cia Alberth: Mit dem Welt­erbe-Manage­ment­plan und mit dem neu­en Besuchs­zen­trum auf den Unte­ren Müh­len haben wir inter­na­tio­nal Maß­stä­be gesetzt.

Was hät­te bes­ser lau­fen können?

Patri­cia Alberth: Wir haben mit über­schau­ba­ren Mit­teln und ohne einen ein­zi­gen Cent für Mar­ke­ting vie­le Men­schen erreicht. Das Welt­erbe dient als Bil­dungs- und Iden­ti­fi­ka­ti­ons­quel­le, als Motor für eine nach­hal­ti­ge, qua­li­tät­vol­le Stadt­ent­wick­lung. Hier­für lohnt es sich, Geld in die Hand zu nehmen.

Was bleibt unerledigt?

Patri­cia Alberth: 2023 fei­ert Bam­berg 30 Jah­re Welt­erbe – wie­der eine her­vor­ra­gen­de Gele­gen­heit, den Wert der intak­ten Alt­stadt samt der Gärt­ner­stadt ins Bewusst­sein zu rufen. Vie­le Ver­an­stal­tun­gen sind schon in Pla­nung. Außer­dem läuft gera­de die peri­odi­sche Bericht­erstat­tung an die UNESCO an – eine umfas­sen­de Doku­men­ta­ti­ons­auf­ga­be, die alle sechs Jah­re aus Paris von den Welt­erbe­stät­ten gefor­dert wird.

In wel­chem Zustand haben Sie das Bam­ber­ger Welt­erbe übernommen?

Patri­cia Alberth: Bam­berg hat eine fabel­haf­te his­to­ri­sche Bau­sub­stanz und eine enga­gier­te Bür­ger­schaft. Als ich ankam, lief gera­de das Inves­ti­ti­ons­pro­gramm natio­na­le UNESCO-Welt­erbe­stät­ten aus, mit dem auch der urba­ne Gar­ten­bau in Bam­berg geför­dert wurde.

Was ist mit der Rui­ne der ehe­ma­li­gen Ster­zer­müh­le. War sie fabelhaft?

Patri­cia Alberth: Die Rui­ne der ehe­ma­li­gen Ster­zer­müh­le war eine städ­te­bau­li­che Nar­be, die von Bam­bergs Geschich­te zeug­te. Dass an die­ser Stel­le nun das Welt­erbe-Besuchs­zen­trum steht, haben wir auch mei­ner Vor-Vor­gän­ge­rin Dr. Karin Deng­ler-Schrei­ber zu ver­dan­ken, die sich schon vor vie­len Jah­ren für ein Besuchs­zen­trum auf den Unte­ren Müh­len ein­ge­setzt hat. Heu­te sind die his­to­ri­schen Fas­sa­den­res­te in den Neu­bau inte­griert und die­nen als Refe­renz in die Vergangenheit.

In wel­chem Zustand über­ge­ben Sie das Welterbe?

Patri­cia Alberth: Ich hin­ter­las­se ein gut bestell­tes Haus. Die Haus­auf­ga­ben sind gemacht. Es gibt kei­ne Bau­stel­le, die den soge­nann­ten außer­ge­wöhn­li­chen uni­ver­sel­len Wert der Alt­stadt von Bam­berg bedroht. Und das bes­te: Das Zen­trum Welt­erbe ver­fügt über ein erfah­re­nes Team.

Hät­te Ihre Nach­fol­ge dann also nicht beson­ders viel zu tun?

Patri­cia Alberth: Die Erhal­tung und die Ver­mitt­lung des Welt­erbes ist eine dau­er­haf­te Auf­ga­be. Das Welt­erbe muss für brei­te Tei­le der Bevöl­ke­rung rele­vant blei­ben. Das kann nur gelin­gen, wenn wir gute Ver­mitt­lungs­ar­beit leis­ten. Auch der Kli­ma­wan­del stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar. Fol­ge­schä­den sind schon jetzt an ein­zel­nen Denk­mä­lern sicht­bar. Auch die Gärt­ner kön­nen ein Lied davon singen.

Am 1. März begin­nen Sie in Bruch­sal. Was ist bis dahin in Bam­berg noch zu erledigen?

Patri­cia Alberth: Inter­views und Emails beant­wor­ten. Die meis­ten Auf­ga­ben habe ich bereits abgegeben.

Wer wird Ihnen nachfolgen?

Patri­cia Alberth: Mei­ne Stell­ver­tre­te­rin Dia­na Bütt­ner wird die kom­mis­sa­ri­sche Lei­tung über­neh­men bis die Stel­le neu aus­ge­schrie­ben ist.

Haben Sie eine Wunsch-Nachfolge?

Patri­cia Alberth: Mei­ne Nach­fol­ge bestim­me ich nicht. Bei Frau Bütt­ner weiß ich das Zen­trum Welt­erbe jetzt erst ein­mal in erfah­re­nen Händen.

Wer könn­te es sonst werden?

Patri­cia Alberth: Das weiß ich nicht. Aber es wird sicher­lich sehr vie­le Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber geben. Wir reden von einer hoch­at­trak­ti­ven Stel­le in einer hoch­at­trak­ti­ven Stadt.

Wel­che Eigen­schaf­ten soll­te man für Stel­le mitbringen?

Patri­cia Alberth: Prag­ma­tis­mus, Lei­den­schaft für das Welt­erbe und Erfahrung.

Auch Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz?

Patri­cia Alberth: Wie gesagt: Prag­ma­tis­mus. Man muss mit den weni­gen finan­zi­el­len Res­sour­cen impro­vi­sie­ren und Alli­an­zen schmie­den können.

Wel­che Tipps haben Sie für Ihre Nach­fol­ge im Umgang mit denen, die Geld zur Ver­fü­gung stel­len könnten?

Patri­cia Alberth: Gut begrün­det for­dern und immer wie­der die Vor­tei­le des­sen kom­mu­ni­zie­ren, was das Welt­erbe der Stadt einbringt.

Sind die Chan­cen, dass For­de­run­gen umge­setzt wer­den, groß?

Patri­cia Alberth: Bam­berg inves­tiert viel in die Denk­mal­pfle­ge. Das ist schon ein­mal gut.

Dr. Kris­tin Kne­bel, seit einem Jahr Direk­to­rin der Muse­en der Stadt Bam­berg, hat sich vor Kur­zem in einem Inter­view unge­wohnt deut­lich über zu weni­ge finan­zi­el­le Res­sour­cen für ihre Häu­ser beschwert.

Patri­cia Alberth: Wer gute Arbeit leis­ten soll, braucht eine adäqua­te Ausstattung.

Könn­te es Ihnen pas­sie­ren, sich im Nach­hin­ein auch zu sol­chen Äuße­run­gen hin­rei­ßen zu lassen?

Patri­cia Alberth: Wozu soll­te das gut sein?

Wie hat Ihre Fami­lie die Nach­richt vom Umzug nach Baden-Würt­tem­berg aufgenommen?

Patri­cia Alberth: Erst gab es dicke Trä­nen. Inzwi­schen hat uns unse­re Toch­ter eine lan­ge Check­lis­te geschrie­ben, wie unse­re Wohn­si­tua­ti­on in Baden-Würt­tem­berg aus­zu­se­hen hat. Dazu zählt auch ein Gar­ten mit Tram­po­lin. Mein Mann arbei­tet schon lan­ge für die Dua­le Hoch­schu­le Baden-Würt­tem­berg. Er trägt mei­ne Ent­schei­dung also mit.

Wor­in besteht der beson­de­re Reiz der Geschäfts­füh­rung der Staat­li­chen Schlös­ser und Gärten?

Patri­cia Alberth: Die Staat­li­chen Schlös­ser und Gär­ten Baden-Würt­tem­berg betreu­en ins­ge­samt 62 Monu­men­te des Lan­des: Schlös­ser, Bur­gen, Klös­ter und Gär­ten. Die Viel­schich­tig­keit der Auf­ga­be reizt mich sehr. Jedes Objekt hat sei­ne eige­ne Geschich­te, die mit den Bio­gra­fien der Men­schen ver­wo­ben ist, die dort resi­diert, gebe­tet, gewohnt, gear­bei­tet, geliebt und gefei­ert haben. Die Objek­te im Span­nungs­feld zwi­schen kon­ser­va­to­ri­schen Not­wen­dig­kei­ten, tou­ris­ti­schen Inter­es­sen und media­len Stan­dards zu bewah­ren, zu ver­mit­teln und zu ent­wi­ckeln – dar­auf freue ich mich!

Was wir die ers­te gro­ße Auf­ga­be sein, die Sie ange­hen müssen?

Patri­cia Alberth: Wich­tig ist, dass ich die gesam­te Band­brei­te der Schlös­ser und Gär­ten ken­nen­ler­ne. Ich kom­me aus dem Nor­den Baden-Würt­tem­bergs. Daher sind mir Schloss Wei­kers­heim und Klos­ter Schön­tal ver­trau­ter als die Burg Baden­wei­ler oder das Fürs­ten­häus­le in Meers­burg. Dann stel­len sich Fra­gen zur Digi­ta­li­sie­rung, zur Aus­las­tung und zu den Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf die jewei­li­gen Objek­te. Beson­ders die Gar­ten­an­la­gen haben in den letz­ten Jah­ren sehr gelitten.

Was neh­men Sie von Ihrer Stel­le in Bam­berg mit zur Stel­le in Bruchsal?

Patri­cia Alberth: Ich zie­he mit einem soli­den beruf­li­chen Netz­werk nach Bruch­sal und mit einem rei­chen Erfah­rungs­schatz, wie es gelingt, Men­schen für ihr kul­tu­rel­les Erbe zu begeis­tern. Auch von dem in Bam­berg erwor­be­nen Ver­ständ­nis für Digi­ta­li­sie­rung und für gärt­ne­ri­sche The­men wer­de ich in Bruch­sal profitieren.

Pla­nen Sie zum Abschied aus Bam­berg eine Überraschung?

Patri­cia Alberth: Wir haben gera­de noch ein, zwei Din­ge in Vorbereitung.

Ein Jahr für Kul­tur und Bildung

Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr

Nach der Schu­le wol­len sich vie­le jun­ge Erwach­se­ne erst ein­mal ori­en­tie­ren, bevor sie sich für einen Berufs­weg ent­schei­den. Ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr gibt eine gute Mög­lich­keit ab, neue Auf­ga­ben aus­zu­pro­bie­ren. Ab Sep­tem­ber 2022 bie­tet die Stadt Bam­berg drei FSJ-Plät­ze an.

Eli­na Fon­dis absol­viert gera­de ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr im Kul­tur­be­reich und lernt den Berufs­all­tag an der Städ­ti­schen Musik­schu­le Bam­berg ken­nen. „Das FSJ hilft, den eige­nen Hori­zont zu erwei­tern“, sagt die 19-Jäh­ri­ge. Sie unter­stützt das Sekre­ta­ri­at der Musik­schu­le und hat bereits Rou­ti­ne im tele­fo­ni­schen Umgang mit Anfra­gen gewonnen.

Ins­ge­samt vier jun­ge Men­schen absol­vie­ren aktu­ell ihr Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr bei der Stadt Bam­berg. „Zum ers­ten Mal ler­ne ich einen klas­si­schen Arbeits­tag ken­nen“, sagt Tom­ma Sei­ler, FSJ-lerin beim Zen­trum Welt­erbe Bam­berg, „und bekom­me Ein­bli­cke in die ver­schie­de­nen Abläu­fe der Kom­mu­ne. Das ist nicht nur total inter­es­sant, son­dern auch hilf­reich für mei­ne beruf­li­che Orientierung.“

Semi­na­re und Work­shops beglei­ten dabei den Pra­xis­ein­satz. Dabei kön­nen sich die Frei­wil­li­gen bay­ern­weit aus­tau­schen, ihre Erleb­nis­se reflek­tie­ren und neue Fähig­kei­ten erwerben.

Die Stadt­bü­che­rei, die Städ­ti­schen Musik­schu­le und das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg bie­ten ab Sep­tem­ber 2022 je einen Platz für ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr. Inter­es­sier­te im Alter von 15 bis 26 Jah­ren kön­nen sich bis zum 15. März hier bewerben.

Weih­nach­ten

Weih­nachts­ge­schen­ke-Akti­on für bedürf­ti­ge Kinder

Auch die­ses Weih­nach­ten hat die pri­va­te Wohl­tä­tig­keits-Initia­ti­ve „Weih­nachts­ge­schen­ke-Akti­on für bedürf­ti­ge Kin­der“ wie­der Geschen­ke für Kin­der aus ein­kom­mens­schwa­chen Fami­li­en gesammelt.

Bereits im Flur des Zen­trums Welt­erbe Bam­berg ist der Geschen­ke-Berg durch die Glas­tür sicht­bar. Über 120 Geschen­ke war­ten die­ser Tage dar­auf, im Zuge einer Weih­nachts­ge­schen­ke-Akti­on ver­teilt zu wer­den. Bestimmt sind sie für Bam­ber­ger Kin­der, die aus ein­kom­mens­schwa­chen Fami­li­en kommen.

Im Vor­feld der Weih­nachts­ge­schen­ke-Akti­on haben Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Jugend­am­tes in den von ihnen betreu­ten Fami­li­en Weih­nachts­wün­sche der Kin­der gesam­melt und an spen­den­wil­li­ge Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger wei­ter­ge­ge­ben. Die Wün­sche wur­den erfüllt, nun wer­den die Geschen­ke vom Jugend­amt an die teil­neh­men­den Fami­li­en verteilt.

Die Geschen­ke­ak­ti­on fin­det bereits zum zwölf­ten Mal statt. Moni­ka Hader­lein, Mit­ar­bei­te­rin aus dem Refe­rat für Kli­ma, Mobi­li­tät und Sozia­les, hat die pri­va­te Initia­ti­ve 2010 ins Leben gerufen.

2021 ging Frau Hader­lein in den Ruhe­stand und über­gab ihre Akti­on in die Hän­de von Dia­na Bütt­ner und Petra Kla­as­sen vom Zen­trum Welt­erbe Bam­berg.

In Zusam­men­ar­beit mit den Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen und Sozi­al­ar­bei­tern der Stadt, die die Wunsch­lis­ten für die Kin­der erstel­len, koor­di­nie­ren Dia­na Bütt­ner und Petra Kla­as­sen die Geschen­ke­samm­lung. Dank vie­ler Schen­ken­der – vor allem Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus der Stadt­ver­wal­tung, Fami­li­en­mit­glie­der aber auch Freun­de – kön­nen die­ses Jahr über 120 Wün­sche erfüllt werden.

„Die Zahl ein­kom­mens­schwa­cher Fami­li­en nimmt jedes Jahr zu“, sagt Petra Klaa­sen, „und wenn wir uns vor­stel­len, dass es in Bam­berg Kin­der gibt, die am Hei­li­gen Abend kein Geschenk unter dem Baum erwar­tet, blu­tet uns das Herz. Des­halb ist es uns wich­tig, die Weih­nachts­ge­schen­ke-Akti­on weiterzuführen.“