Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen MHP RIESEN Lud­wigs­burg im ers­ten Heimspiel

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Ludwigsburg
Symbolbild, Foto: Pixabay
Möch­te man das State­ment von Head Coach Jesús Ramí­rez nach der 96:103-Niederlage sei­ner BMA365 Bam­berg Bas­kets gegen die MHP RIESEN Lud­wigs­burg in einem Satz zusam­men­fas­sen, müss­te man wohl schrei­ben, dass sich die Bam­ber­ger in der Par­tie des 3. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga mehr oder weni­ger selbst geschla­gen haben.

Wohl wahr, denn das Team aus Freak City hat­te vor 4.210 Zuschau­ern am Ende der Par­tie zum einen stol­ze 20 Wür­fe mehr auf den Korb abge­ge­ben als die Lud­wigs­bur­ger. Zum ande­ren konn­te man die RIESEN zu 20 Ball­ver­lus­ten zwin­gen und lag auch bei den Rebounds mit 41:36 vorne.

In einer hart umkämpf­ten Par­tie – ins­ge­samt 17-mal wech­sel­te im Spiel die Füh­rung – hat­ten letzt­lich die Gäs­te aus Lud­wigs­burg das bes­se­re Ende für sich, da ihnen zwi­schen der 35. und 36. Spiel­mi­nu­te in nur 103 Sekun­den gleich vier Drei­er gelan­gen und sie hier aus einem 82:84-Rückstand eine 94:86-Führung mach­ten, die sie bis zur Schluss­si­re­ne nicht wie­der abgaben.

Bes­ter Scorer auf Bam­ber­ger Sei­te war Jor­dan Wright mit 22 Punk­ten. Mit jeweils 21 Zäh­lern führ­ten Ishma­el Leg­gett und Jus­tin Kier die RIESEN an.

Der Spiel­ver­lauf

Die Bam­ber­ger began­nen die Par­tie mit der iden­ti­schen Start­for­ma­ti­on wie zuletzt am Don­ners­tag in Vech­ta. Jones, Wright, Hoch­stad­ter, Scott und Ward drück­ten in den ers­ten Minu­ten ordent­lich aufs Gas und erspiel­ten sich schnell eine 7:0‑Führung (3.). Nach die­ser Akkli­ma­tis­a­ti­ons­pha­se kamen nun aber auch die Gäs­te bes­ser ins Spiel und Mit­te des ers­ten Abschnitts waren sie wie­der dran (11:10/5.). Das bereits zwei­te Foul von Richard Bal­int schick­te dann Ishma­el Leg­gett an die Frei­wurf­li­nie, wo er die RIESEN in Minu­te sechs erst­mals in Füh­rung warf (13:14). Dari­us Per­ry leg­te einen ganz schwie­ri­gen Abschluss über Jona­than Bäh­re sowie einen Frei­wurf-Punkt noch drauf (13:17/6.), ehe Joshua Obie­sie mit 5 Zäh­lern in Serie die Füh­rung wie­der zurück­ho­len konn­te (18:17/7.). Nach Drei­ern von Leg­gett und Jor­dan Jones (21:20) been­de­ten die Lud­wigs­bur­ger den ers­ten Abschnitt so, wie ihn die Bam­ber­ger begon­nen hat­ten, näm­lich mit einem 7:0‑Lauf zum 21:27-Zwischenstand nach den ers­ten 10 Minuten. 

Der Abstand blieb dann auch zu Beginn des zwei­ten Abschnitts erst ein­mal kon­stant (27:33/13.). Ein unsport­li­ches Foul gegen Dari­us Per­ry beim Drei­er von Jor­dan Jones nutz­te Bam­bergs Num­mer 4 dann eis­kalt. Zunächst ver­senk­te der Auf­bau­spie­ler alle drei Frei­wür­fe, ehe er den danach fol­gen­den Ball­be­sitz für einen Drei­er zum 33:33-Ausgleich (14.) nutz­te. Die 6 Punk­te von JJ star­te­ten die stärks­te Pha­se der Bam­ber­ger in die­sem Spiel, die sich im Anschluss inklu­si­ve zwei­er Dunks von Dani­el Kep­pe­l­er sowie Drei­ern von Richard Bal­int und Jor­dan Wright mit einem 18:3‑Run bis auf 45:36 (16.) abset­zen konn­ten und Gäs­te-Coach Orte­ga zur zwei­ten Aus­zeit inner­halb von 73 Sekun­den zwang. Die­se Unter­bre­chung brach­te sein Team wie­der zurück in die Spur. Die RIESEN kon­ter­ten den Bam­ber­ger 18:3‑Run mit einem eige­nen 13:3‑Lauf und gin­gen so 57 Sekun­den vor der Pau­se wie­der in Füh­rung (48:49). Die­sen einen Punkt Vor­sprung nah­men die Gäs­te dann auch mit in die Kabi­ne (50:51).


„Wir müs­sen als Mann­schaft gemein­sam bes­ser agieren“

Die Foul­pro­ble­me (Richard Bal­int, Hason Ward, Dani­el Kep­pe­l­er und Yuval Hoch­stad­ter hat­ten zur Pau­se alle­samt bereits drei Fouls) ver­schärf­tem sich in den ers­ten 90 Sekun­den nach Wie­der­be­ginn noch­mals. Hason Ward und auch Dani­el Kep­pe­l­er beka­men ihr 4. Foul ange­krei­det und wäh­rend bei so man­chem BMA365 Bam­berg Bas­kets Fan die Sor­gen­fal­ten grö­ßer wur­den, bis­sen sich die Haus­her­ren wie­der in die Par­tie und erspiel­ten sich eine 63:56-Führung (24.). Die nächs­te Gäs­te-Aus­zeit folg­te und auch dies­mal zeig­te sie Wir­kung. Denn in den gut zwei fol­gen­den Minu­ten ver­kürz­ten die Gäs­te erneut auf 67:65 (27.). 69 Sekun­den vor Ende des drit­ten Vier­tels war es Dari­us Per­ry, der die RIESEN erneut nach vor­ne brach­te (71:72). Ein Drei­er von Jor­dan Wright sowie zwei erfolg­rei­che Frei­wür­fe von Jus­tin Kier sorg­ten für das 74:74 vor dem Schlussabschnitt.

Die Inten­si­tät blieb auch im letz­ten Vier­tel wei­ter hoch. Viel wur­de gescho­ben, gehal­ten und gedrückt, doch nicht immer alles glei­cher­ma­ßen geahn­det. Den Lud­wigs­bur­gern kam dies etwas gele­ge­ner und so zogen sie zu Beginn des letz­ten Abschnitts wie­der etwas davon (74:80/33.). Die BMA365 Bam­berg Bas­kets aber blie­ben dran und schlu­gen zurück und gli­chen durch den Drei­er von Joshua Obie­sie zum 82:82 wie­der aus (34.). 30 Sekun­den spä­ter hol­te Tre Scott die Füh­rung zurück nach Freak City (84:82), ehe Eli­jah Hug­hes eis­kalt zuschla­gen soll­te. Drei Drei­er netz­te der Small For­ward in den fol­gen­den 103 Sekun­den ein und brach­te sein Team nahe­zu im Allein­gang auf die Sie­ger­stra­ße (86:94/36.). Die Bam­ber­ger ver­such­ten noch­mals alles. 3:09 Minu­ten vor dem Ende traf Jor­dan Jones per Drei­er zum 90:94, doch beim Stand von 91:96 fie­len in der vor­letz­ten Minu­te gleich zwei Drei­er des US-Ame­ri­ka­ners nicht und die RIESEN konn­ten so die Punk­te aus Freak City entführen.

„In unse­rem Spiel hat­ten wir heu­te Momen­te, in denen wir nicht fokus­siert und schlicht­weg undis­zi­pli­niert gespielt haben. Wir müs­sen ver­ste­hen, dass Ein­satz allein nicht genug ist. So haben wir zum Bei­spiel Hug­hes in einer ent­schei­den­den Pha­se im Spiel drei freie Drei­er neh­men las­sen“, so Bamn­bergs Head Coach Jesus Rami­rez. „Wir müs­sen als Mann­schaft gemein­sam bes­ser agie­ren und auch ver­ste­hen, was eben in die­sen Pha­sen zu tun ist. Dar­an müs­sen wir jetzt arbei­ten, denn es pas­siert uns immer wie­der, dass wir die Kon­zen­tra­ti­on ver­lie­ren und dem Geg­ner die gewünsch­ten Wür­fe geben, wenn sich die Phy­sis auf dem Feld erhöht. Wir hat­ten in die­sem Spiel 20 Wür­fe mehr, haben Lud­wigs­burg zu 20 Ball­ver­lus­ten gezwun­gen, hat­ten 23 Offen­siv-Rebounds – am Ein­satz kann es also nicht gele­gen haben, aber wir müs­sen es schaf­fen, den Ein­satz mit Fokus und mehr Dis­zi­plin über 40 Minu­ten zu verknüpfen.“

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