Frank­furt bleibt aus­wärts ungeschlagen

BMA365 Bam­berg Bas­kets ver­lie­ren gegen die Sky­li­ners Frankfurt

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Frankfurt
Symbolbild, Foto: Pixabay
Kräf­te­zeh­rend, span­nend und von bei­den Mann­schaf­ten mit gro­ßem Kampf geführt – am Ende unter­la­gen die BMA365 Bam­berg Bas­kets ges­tern den Sky­li­ners Frank­furt am 7. Spiel­tag mit 77:80.

Bei­de Teams waren mit einer Serie in die­ses Spiel gegan­gen und die der Bam­ber­ger riss. Nach zuletzt drei Sie­gen in Fol­ge unter­lag das Team von Head Coach Anton Gavel am Sams­tag­abend den SKYLINERS mit 77:80 (41:45), die ihren Nim­bus hin­ge­gen als bis­her noch unge­schla­ge­ner Aus­wärts­schreck der Liga auch nach dem Gast­spiel in Freak City und somit vier BBL-Par­tien wei­ter behaup­ten konnten.

5.009 Zuschau­er in der BROSE ARENA sahen eine span­nen­de Par­tie, in der die Hes­sen nach einer zunächst aus­ge­gli­che­nen Anfangs­pha­se den Ton anga­ben. Bis auf 18 Zäh­ler konn­ten sich die SKYLINERS im zwei­ten Vier­tel um einen über­ra­gen­den Jae­don Le Dee abset­zen, ehe die Bam­ber­ger bes­ser ins Spiel fan­den und sich über den Kampf wie­der her­an­ar­bei­te­ten. Am Ende aber war es die Sum­me aus meh­re­ren klei­nen Schwach­stel­len im Bam­ber­ger Spiel, die den Gäs­ten aus Frank­furt den knap­pen, aber ver­dien­ten Sieg bescherte.

Für die BMA365 Bam­berg Bas­kets zeich­ne­ten zwei Spie­ler – Wil­liams mit 26 und Wat­son mit 25 – für fast zwei Drit­tel aller Punk­te ver­ant­wort­lich. Bei den SKYLINERS über­rag­te Jae­don Le Dee. Der US-Ame­ri­ka­ner hat­te bereits zur Pau­se ein Dou­ble Dou­ble und brach­te es am Ende des Spiels auf 20 Zäh­ler und 21 Rebounds.


Nach 18-Punk­te-Rück­stand kommt Bam­berg bis zur Halb­zeit auf vier Punk­te heran

Nach dem Zwi­schen­fall in Ham­burg, bei dem er ein Stück Zahn ver­lo­ren sowie eine stark blu­ten­de Platz­wun­de erlit­ten hat­te, stand Geburts­tags­kind Richard Bal­int wie­der im Kader und so konn­te Head Coach Anton Gavel auch im ach­ten Pflicht­spiel die­ser Sai­son die glei­che Anfangs-Fünf aufs Par­kett schi­cken. Der Tsche­che war es dann auch, der per Drei­er für die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung sorg­te (5:2/2.). Die BMA365 Bam­berg Bas­kets drück­ten anfangs ordent­lich aufs Gas und kamen so auch zu ein­fa­chen Punk­ten (10:6/4.). Die Frank­fur­ter hin­ge­gen zogen in aller Ruhe ihr Spiel durch. Gedul­dig wur­den die Angrif­fe aus­ge­spielt und in der Ver­tei­di­gung mach­te man es Demar­cus Demo­nia & Co. nun so rich­tig schwer. Den Bam­ber­gern woll­te offen­siv kaum noch etwas gelin­gen und so zog das Team von Gäs­te-Coach Klaus Per­was dank eines 16:2‑Runs erst­mals zwei­stel­lig davon (12:22/9.). Die­ser Rück­stand hat­te dann auch nach dem ers­ten Vier­tel (17:27) noch Bestand.

Mit dem ers­ten Angriff des 2. Vier­tels ver­kürz­te Adri­an Pet­ko­vić auf 19:27 (11.). Nun aber pack­ten die Frank­fur­ter ihren nächs­ten Lauf aus. Ange­trie­ben von Jae­don Le Dee und einer 12:2‑Serie bau­ten die Hes­sen ihren Vor­sprung Mit­te des 2. Abschnitts bis auf 18 Punk­te aus (21:39/15.). Der deut­li­che Rück­stand tat der Stim­mung in der BROSE ARENA jedoch kei­nen Abbruch und von den wie­der über 5.000 Freaks gepusht, bis­sen sich die BMA365 Bam­berg Bas­kets in die Par­tie und kämpf­ten sich sehens­wert zurück. Hat­te man in den ers­ten 15 Minu­ten der Par­tie gan­ze 21 Zäh­ler zusam­men­ge­bracht, waren es in den letz­ten fünf vor der Pau­se noch­mals 20 und so gestal­te­te man die Par­tie bis zur Pau­se beim 41:45 wie­der völ­lig offen. 


„Wir haben nicht phy­sisch genug agiert“

Eine Minu­te und 21 Sekun­den waren nach dem Sei­ten­wech­sel gespielt, da wur­de es in der Are­na noch­mals deut­lich lau­ter, als Cobe Wil­liams sein Team mit einem Drei­er beim 46:45 wie­der in Füh­rung gewor­fen hat­te (22.). Die Fans tob­ten und hier, so Head Coach Anton Gavel nach dem Spiel, wäre es mög­lich gewe­sen, die Par­tie zu kip­pen. Doch zum einem mach­ten die Bam­ber­ger in die­ser Pha­se zu vie­le Feh­ler und tra­fen offen­siv auch schlech­te Ent­schei­dun­gen, wäh­rend die Gäs­te aus der Main­me­tro­po­le sich von der tol­len Stim­mung in keins­ter Wei­se aus ihrem Kon­zept brin­gen lie­ßen und sich 3:25 Minu­ten vor Ende des drit­ten Abschnitts beim 46:54 wie­der etwas deut­li­cher abset­zen konn­ten. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets kamen aber auch hier wie­der schnell zurück. Fünf Sekun­den vor dem Ende des Vier­tels drück­te EJ Onu ein Anspiel von Cobe Wil­liams per Alley-Oop zum 54:54 ins Netz. Eine der am Anfang bereits ange­spro­che­nen Schwach­stel­len, neben den ins­ge­samt 18 Offen­siv-Rebounds der Gäs­te sowie der nur 50-pro­zen­ti­gen Frei­wurf­qou­te, war die Unge­stümt­heit in so man­chen Aktio­nen. So auch der Ein­satz von Cobe Wil­liams an der Mit­tel­li­nie bei noch 0,9 Sekun­den Rest­spiel­zeit gegen Ryan Haw­kins. Das Foul des Bam­ber­ger Auf­bau­spie­lers bescher­te den Frank­fur­tern noch­mals zwei Frei­wür­fe und so die 54:56-Führung nach 30 gespiel­ten Minuten. 

Die­se letz­te Akti­on schien den Frank­fur­tern noch­mals etwas zusätz­li­che Ener­gie ver­lie­hen zu haben, denn die Hes­sen star­te­ten mit einem 7:0‑Lauf ins letz­te Vier­tel (54:63/33.). Cle­ver ver­stan­den es die Frank­fur­ter nun in den nächs­ten Minu­ten, die­sen Vor­sprung erst ein­mal zu behaup­ten (64:72/37.). Und auch in Sachen Kampf­geist waren die Hes­sen jetzt voll da. Bes­tes Bei­spiel die Situa­ti­on nach dem Frei­wurf von Logan John­son. Der US-Ame­ri­ka­ner hat­te zunächst sei­nen ers­ten Frei­wurf zum 68:73 getrof­fen. Sein zwei­ter Wurf von der Linie ging dane­ben, doch die SKYLINERS hol­ten sich gleich zwei­mal den Offen­siv­re­bound und exakt 120 Sekun­den vor dem Ende traf Jae­don Le Dee so zum 68:75. Anton Gavel und sein Team ver­such­ten noch­mals alles. Nach­dem Ibi Wat­son sie­ben Sekun­den vor dem Ende auf 77:79 ver­kürzt hat­te und Isai­ah Swo­pe auf der Gegen­sei­te nur einen sei­ner bei­den Frei­wür­fe getrof­fen hat­te, gab es für die Bam­ber­ger doch noch die Chan­ce, mit einem Drei­er in die Ver­län­ge­rung zu kom­men. Der letz­te Wurf von Richard Bal­int wur­de jedoch qua­si mit der Schluss­si­re­ne von Wil­liam Christ­mas geblockt und die Frank­fur­ter durf­ten alles in allem ver­dient den Sieg beju­beln. „Glück­wunsch an Klaus und sei­ne Mann­schaft zum ver­dien­ten Sieg. Wir haben nicht phy­sisch genug agiert, 18 Offen­siv-Rebounds zuge­las­sen und Jae­don Le Dee nicht vom Brett weg­be­kom­men. Als das Spiel im drit­ten Vier­tel hät­te kip­pen kön­nen, haben wir nach unse­ren Stopps dann in der Offen­si­ve schlech­te Ent­schei­dun­gen getrof­fen, den Ball weg­ge­wor­fen und so dem Geg­ner wie­der einen Lauf gestat­tet“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel nach der Par­tie. „Dass wir am Ende noch auf ein One-Pos­ses­si­on-Game her­an­ge­kom­men sind, ist zwar schön, der Sieg heu­te wäre aber nicht ver­dient gewesen.“

Bereits am kom­men­den Don­ners­tag, 13. Novem­ber, steht das nächs­te Heim­spiel auf dem Pro­gramm. Im Vier­tel­fi­na­le des BBL-Pokals geht es für Bam­berg dann um den Ein­zug ins TOP FOUR. Geg­ner der Bam­ber­ger ab 20:00 Uhr in der BROSE ARENA sind dann die MLP Aca­de­mics Heidelberg.

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